Phasenkontrast Test

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  • Hallo an alle Mitleser,


    --> Rainer
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Sehr kompact , informativ und es ist "uns" gelungen dieses Thema
    sachlich und ohne Polemik zu behandeln .<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Genau, und ich hoffe zukünftige Lyottest-Tester haben auch was davon. [:)]


    --&gt; Kurt
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Aber die Ehre gebührt Alois Ortner. Die Filterchen stammen nämlich aus seinen Fundus.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Dann geht mein Dank natürlich auch an Alois Ortner. Die Filter scheinen ja eine kleine Weltrundreise gemacht zu haben.
    Mich würde auch mal interessieren, welches Metall hier verwendet wurde und wie man so feine Strukturen auf die Glasoberfläche bekommt.



    Ich denke, man könnte es außer dem Aufdampfen auch mal mit Fotolack zum Leiterplattenentwickeln probieren.
    Mikroskopobjektträger lackieren, dann eine Schablone darauf projizieren und entwickeln. Nun die bekannte Prozedur der Ausfällung von Silber aus Silbernitrat auf der Glasplatte.
    Meinen ersten Spiegel habe ich vor 11 Jahren so beschichtet. Der erste Versuch ging schief und die Beschichtung war bläulich und halblichtdurchlässig. Vielleicht geht das ja auch mit anderen Metallen?


    Beste Grüße, Henri

  • Henri,
    die Schicht muss zwei Dinge gleichzeitig lösen: Einmal arbeitet sie als Helligkeitsfilter (Graufilter), gleichzeitig muss sie die Phasenlage der Lichtwellen ändern (z.B. Laufwegverlängerung). Letzteres verlangt eine bestimmte Dicke der Schicht in Abhängigkeit zum Brechungsindex.


    (==&gt;)Kurt, da fällt mir ein ....
    Zu überlegen wäre, ob man die beiden Aufgaben nicht voneinander trennt, indem man den "dunklen" Teil als Graufilter baut, die "hellen" Bereiche an den Kanten mit einer transparanten Schicht zur Phasenverschiebung manipuliert. Oder indem man vor dem Aufbringen des Graufilters, die Trägerplatte abätzt, um das Lambda-Viertel Phasenverschieben (nach Aufbringen der Graufilter-Schichtdicke) zu erreichen.
    Eine dritte Variante wäre, den Graufilter aus zwei Schichten aufzudampfen: Einmal die Abdunkelungsschicht, dazu eine transparente Schicht, die für die passende Dicke zum Phasenschieben notwendig ist.

  • Hallo Kalle, habe ich das richtig verstanden, dass bei z.B. 600nm Wellenlänge einer weißen LED und #188#955; die Schicht etwa 15nm dick sein muss?
    Das könnte man ja mit polieren versuchen. Und eingrauen dann z.B. mit Edding.


    Gruß, Henri

  • Sorry, ich kann mein letzten Post nicht korrigieren. Die Forensoftware hat meine HTML Sonderzeichen rausgelöscht:


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> #188#955;<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    soll heißen: 1/4 Lambda

  • Henri,
    kommt auf den Brechungsindex der Schicht an ... Du brauchst im Ergebnis eine Laufzeitverzögerung durch die Schicht, die eine 1/4-Lambda Phasenverschiebung bewirkt.
    Nur dann kommt es zu destruktiver Interferenz (für den Hauptteil des Lichts) und der daraus resultierenden Kontrastanhebung der "kleinsten Unebenheiten".


    Die Graufiltereigenschaft sorgt dafür, dass die Lichtmenge der Reflexion des Beugungsscheibchen-Zentrums eines jeden Punkts an die Lichtmenge außerhalb des zentralen Beugungsscheibchen angepasst wird. Im Prinzip die gleiche Prozedur wie beim Point-Diffraktion-Interferometer. Referenzwelle ist die zentrale Reflexion für jeden Punkt auf dem Spiegel, interferiert wird mit der Umgebung (Licht aus den Beugungsringen zu diesem Punkt). Nur das für den Phasenkontrast hier destruktiv gearbeitet werden muss, damit die Differenz sichtbar wird. Auch wirkt der Effekt immer nur "lokal" in direkter Umgebung zum jeweiligen Zentrum. Wie weit die Umgebung greift, wird über die Abstände auf dem Filterplättchen und über die opt. Dichte des Graufilters eingestellt.


    Fummelei, das optimal zu treffen. Und rechnerisch kenne ich kein Verfahren, das den Bildeindruck des Fotos "zurückrechnen" kann auf die Größe der Oberflächenunebenheiten. Das ist der Grund, warum man zwar was sieht, aber nicht weiß, was das quantitativ bedeutet.


    Ich hoffe, ich bringe das jetzt richtig rüber.Die Überlagerung findet im Rahmen der Abbildung am Lyotfilter statt.

  • Hallo Henri,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich denke, man könnte es außer dem Aufdampfen auch mal mit Fotolack zum Leiterplattenentwickeln probieren.
    Mikroskopobjektträger lackieren, dann eine Schablone darauf projizieren und entwickeln. Nun die bekannte Prozedur der Ausfällung von Silber aus Silbernitrat auf der Glasplatte...
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    nach meinen eigenen zahlreichen Versuchen in antiker Zeit und den jüngsten mit der kleinen HV- Anlage kann ich nur sagen mit HV geht es WESENTLICH besser und schneller. Bin nur gerade durch unaufschiebbare Fremdaktivitäten daran gehindert um die ersten Ergebnisse vorstellen zu können.


    Gruß Kurt

  • Hallo Miteinander


    Zitat Kalle :
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Du brauchst im Ergebnis eine Laufzeitverzögerung durch die Schicht, die eine 1/4-Lambda Phasenverschiebung bewirkt.
    Nur dann kommt es zu destruktiver Interferenz (für den Hauptteil des Lichts) und der daraus resultierenden Kontrastanhebung der "kleinsten Unebenheiten".


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das ist zum Glück nicht so .
    1/4 Lambda oder 3/4 Lambda ergibt die maximale Empfindlichkeit und die einfachste Auswertung .
    Eine notwendige Bedingung ist das aber nicht .
    Dies ergibt sich aus der Theorie und auch Alois , Kurt .......Henri's Bilder zeigen das . Zum Verbessern der Poliertechnik braucht man keine 1/4 Lambda Bilder und wer baut schon wie Lyot Sonnenkoronographen .


    Zitat Kalle :
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Die Graufiltereigenschaft sorgt dafür, dass die Lichtmenge der Reflexion des Beugungsscheibchen-Zentrums eines jeden Punkts an die Lichtmenge außerhalb des zentralen Beugungsscheibchen angepasst wird. Im Prinzip die gleiche Prozedur wie beim Point-Diffraktion-Interferometer. Referenzwelle ist die zentrale Reflexion für jeden Punkt auf dem Spiegel, interferiert wird mit der Umgebung (Licht aus den Beugungsringen zu diesem Punkt). <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Die Theorie von Lyot sieht anders aus : Er zerlegt die an kleinen Unregelmäßigkeiten gestörte Welle in zwei Komponenten .


    1. die ungestörte (mittlere) Welle
    2. die an kleinen Unregelmäßigkeiten (zur Seite) gebeugte Welle


    Diese beiden Komponenten werden nach Abschwächung und Phasenverschiebung der ungestörten Welle interferiert .
    Je nachdem wie genau das nun geschieht , verändert sich das Bild .


    Viele Grüße Rainer

  • Hallo Henri,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Man kann so einen Spiegel nicht vertikal lagern, ohne ordentlich Astigmatismus, Tetrafoil, Trefoil u.s.w. in die Oberfläche zu bringen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Was waren die Daten des Spiegels?
    D=300mm, d=38mm ?
    ROC ?


    Rein überschlägig sind die Verbiegungen bei senkrechter Aufstellung in diesem Fall unter 1nm RMS surface.
    Das ist Strehl 0.9995 und damit sehr schwer messbar.
    Alles andere würde mich sehr wundern, aber Du bist jetzt in der Lager hier Nägel mit Köpfen zu machen und genau nachzumessen.
    Mich interessiert das sehr!


    Als Aufstellung eignet sich praktisch nur die Zweipunktlagerung mit +/-45, vorzugsweise mit zwei Kugellagern:
    http://www.astrotreff.de/topic…HIVE=true&TOPIC_ID=121042


    Siehe auch den Beitrag von RogerZi unten auf Seite 1, das ist anders als bei Dobsons üblich weil hier die Freiheitsgrade anders liegen.
    Hier ist eine mustergültige Ausführung zu sehen:
    http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=181395


    Nach meiner Erfahrung mit größeren und dünneren Spiegeln, wo man die Teststand-Verbiegungen wirklich eindeutig sieht, müssen zunächst einige Messungen gemacht werden um den Teststand homogen auszurichten. Wasserwaage allein reicht nicht immer aus!


    Falls es Unterschiede in verschiedenen Stellungen gibt, kann man in diesem Fall die beste aussuchen und markieren.
    Ein Prüfsphäre wird ja nur in einer Stellung betrieben.


    Viele Grüße
    Kai

  • Hallo Kai, ich habe zum Thema Prüfstand gerade einen neuen Thread aufgemacht, um hier dem Lyottest Vorrang zu geben.
    Nur so viel: die doch sehr geringen Abweichungen, die Du gerade beschrieben hast und auch z.B. so im MirrorEdgeCalculator zu finden sind kann ich rein praktisch noch nicht bestätigen. Allerdings hoffe ich wirklich, dass der Fehler bei mir liegt! ;)


    Beste Grüße, Henri

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