Smartphone am Teleskop - ein Experiment

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  • Hallo an Euch,


    nach einigen trüben Tagen, kam ein wenig Sicht auf und ich konnte mal ein Experiment mit meinem Samsung S3mini am Teleskop durchführen. Hatte mir aus einem Telefoncover und einen grottigen 6mm Huygens-Plastikokular einen Adapter zusammngeleimt, um das Smartphone am Teleskop zu nutzen. Meine Erwartungen waren sehr gering, aber immerhin ist der Jupiter als Solcher zu erkennen:


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    Natürlich kein besonderes Bild, aber wenn ich an die Experimente mit der Webcam zurückdenke, ist das denn doch nicht so übel. Es gibt auch für die Handycams diverse Apps, mit denen die Belichtungswerte und der Fokus besser beeinflusst werden können, das wäre z.B. die Frage, welche App hier besonders erfolgversprechend wäre.
    Optimierung wäre sicher auch durch ein vernünftiges Okular denkbar, aber für den Anfang ist schon was zu machen.
    Das Livebild sah recht gut aus, ich konnte eindeutig fokussieren und leichte Unregelmäßigkeiten in den Bändern erkennen.
    Das mp4 Video musste ich mit mit einem Konverter (Freemake) in Avi umwandeln.
    Hierbei bleibt wahrscheinlich Einiges an Bildinformation auf der Strecke.
    Das Avi dann durch Castrator, da Autostakkert es vorher nicht wollte, dann ließ es sich stacken.


    Zum Vergleich ein unter gleichen Bedingungen, auch am 80er Refraktor aufgenommenes Bild mit der ALCCD5LII:


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    Da ist zwar deutlich mehr drauf zu sehen, aber auch längst nicht alles, da die Bedingungen einfach zu schlecht waren. Visuell konnte ich etwa 8 Sterne in der dünnen Bewölkung ausmachen.


    Viel Spaß beim Experimentieren, vielleicht können hier einige Erfahrungen zusammengetragen werden.


    Viele Grüße,


    Micha

  • Hallo Micha,


    ich finde Dein Ergebnis sehr schön. Im ersten Anlauf mit irgendeinem Handy oder Smartphone hat man ja erst einmal das problem, den Autofokus abzuschlaten oder zu überlisten und die Belichtung zu beeinflussen. Beim Mond geht das, weild er das ganze Bildfeld ausfüllt, aber bei Jupiter und Saturn ist das erheblich aufwendiger.


    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ein gebastelter Adapter notwendig ist (war selbst nur zu faul bisher). Nur aus freier Hand ans Okular halten, ist meist unbefriedigend, weil die optischen Achsen nicht übereinstimmend hinzubekommen sind (nur per Zufall).


    Du hast einen tollen Weg begonnen und ich würde gern mehr von Dir dazu lesen. Saturn steht bestimmt auch auf Deinem Programm. Der Ring ist ja zurzeit recht fotogen.

  • Hallo !Ich habe mir auch für mein Samsung S3 mini einen Adapter gebastelt, leider war der Himmel seit dem noch nicht für Fotos geeignet :

    Das Okular ist ein 6mm Goldkante.
    Im Play Store gibt es die App "Camera FV-5 lite" damit kann man die Belichtungszeit und Empfindlichkeit beliebig einstellen.
    Viele Grüße
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    schöner Adapter! Meine Lösung ist eher schnöde, funktioniert aber auch...


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    Die App habe ich mir angesehen, ist aber nur für Fotos. Für Videos, wie sie bei Planeten- und Mondfotografie gebraucht werden, ist eine kostenpflichtige Variante zu haben. Allerdings habe ich auf meinem Google-Konto aus Sicherheitsgründen kein Geld...
    Aber im Moment ist auch einfach kein Wetter, um die vorhandenen Möglichkeiten überhaupt erst mal auszureizen.


    Viele Grüße,


    Micha

  • Hallo !
    Hätte ich eine zweite Handyhülle gehabt, hätte ich mich auch für Deine Lösung entschieden, meine ist schwer wie ein Stein.
    Viele Grüße
    Wolfgang

  • Hallo an Euch,


    wärme das Thema mal wieder auf. Konnte gestern mit meinem kleinsten Teleskop und auf die Schnelle mal auf Jupiter halten. Der stand schon etwas im Westen und war bei brodelndem Seeing zu beobachten. Trotzdem habe ich mal mit dem S7 durch ein 16er Okular auf den Planeten gehalten:


    <center>


    Jupiter am 30.3.2018 mit 50/540, 16-O Okular und Samsung Galaxy S7</center>


    Bin schon gespannt, wie Aufnahmen am 200er Newton werden...


    Viele Grüße,


    Micha

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