Ratschlag: Einstiegsrausrüstung Deepsky Fotografie

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  • Hallo allerseits,


    ich bin der Christian, 31 Jahre alt und befasse mich seit einigen Wochen damit, mein altes Hobby ernsthaft wiederaufzunehmen. Als kurzer Rückblick dazu: Ich habe in meiner späteren Schulzeit mit großer Begeisterung, anfangs noch mit einem Feldstecher, später mit zwei zugegeben einfachen Teleskopen (Linse und Spiegel) den Nachthimmel beobachtet. Sternenkarten und entsprechende Fachlektüre waren dabei stete Begleiter, wobei ich über letztere auf die Astrofotografie aufmerksam geworden bin. Einige Zeit später habe ich dann mit einer Seagull DF-300 und ein paar einfachen Objektiven, Stativ und Drahtauslöser die ersten Gehversuche gewagt und war bereits erfreut, überhaupt Sterne auf Film bannen zu können, was sich ohne Nachführung, damals noch unflexibler Filmauswahl und kleinem Taschengeld entsprechend schwierig gestaltete.


    Schließlich musste das liebgewonnene Hobby aus Zeitgründen auf Eis gelegt werden, was ich nun zu ändern gedenke. Ich habe einige Wochen lang im Netz gestöbert und gelesen, gerade auch in den Foren um mir überhaupt eine Übersicht zu verschaffen. Den anfänglichen Gedanken, optische Beobachtung direkt mit Fotografie zu verbinden, habe ich nicht nur aus Budgetgründen verworfen, sondern auch um überhaupt ersteinmal ein Gespür und Erfahrung mit einer DSLR am Nachthimmel, sowie der dazugehörigen Bildbearbeitung zu entwickeln. Das angepeilte Ziel sind Sternhaufen, Nebel und entsprechend die üblichen Verdächtigen (Plejaden, Orion, Andromeda.. ), auch wenn ein Teil der dazugehörigen Konstellationen nun wieder schwieriger zu beobachten sein wird.


    Was ich nun suche sind Ratschläge hinsichtlich der benötigten Ausrüstung und ob meine Auswahl vernünftig ist. Ich habe zwar lang und breit recherchiert und mir eine Liste zusammengestellt, doch gehen gerade im Bereich der Objektivwahl die Meinungen oft stark auseinander, sodass ich mir unschlüssig bin, was nun die richtige Wahl ist. Ich hoffe das es in Ordnung geht wenn ich nachfolgend aufliste, was ich da zusammengestellt habe.


    Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das angepeilte Budget liegt bei 1600€.



    Canon DSLR EOS 1200Da


    Ist bereits astromodifiziert. Zwar besteht die Möglichkeit den Body erstmal ohne Modifikationen für kleineres Geld zu kaufen, allerdings würde ein nachträgliches Aufrüsten auf einen ähnlichen Preis kommen.




    Skywatcher Montierung NEQ-3


    Soweit ich es gelesen habe ist diese Größenkategorie eigentlich ein Muss, gerade was die Stabilität betrifft.




    Skywatcher Star Adventurer


    Soll angeblich eine gut zu bedienende und zuverlässige Nachführung für die Astrofotografie sein. Frage dazu: Das NEQ-3 kommt bereits mit Polhöhenwiege und Gegengewichten daher. Macht es Sinn, diese anstelle des Star Adventurer Komplettpakets zu verwenden, sodass nur Nachführung und L-Halterung angeschafft werden müssten?



    Fernauslöser


    Hier bin ich auf eine sehr breite Palette gestoßen: Kabel, Infrarot, einfach, programmierbar. Hier weiss ich tatsächlich nicht was eine gute Wahl darstellt.


    Objektivauswahl


    Gerade die Lichtempfindlichkeit spielt eine große Rolle und das Festbrennweiten gegenüber Zoom-Objektiven Vorteile besitzen habe ich soweit auch recherchiert. Letztenendes wird es auf Grund der doch sehr hohen Preiskategorien auf einen Kompromiss hinauslaufen müssen, da mit der bereits eingeplanten Ausrüstung ein 300mm Objektiv mit einem Preis von 1000€ einfach nicht drin ist. Um die 500€ möchte ich für die Optik ausgeben. Die Brennweite soll bei 200mm liegen. Dabei sind mir folgende Objektive ins Auge gefallen:


    Canon EF 70-200mm 1:4L USM Objektiv (NICHT bildstabilisiert, 67 mm Filter)


    oder die Kombination aus


    Canon EF 50mm f/1,8 STM
    Canon EF-S 55-250mm 4,0-5,6 IS II



    Momentan liebäugele ich mit dem Canon EF 70-200mm, allerdings lasse ich mich gerne auch eines besseren belehren. Worüber ich leider nicht so recht den Überblick habe, sind Objektive von anderen Herstellern (bspw. Tamron). Hier weiss ich schlichtweg nicht, welche günstigeren Objektive sich für die Astrofotografie eignen und ob diese von der Qualität her überhaupt gleichwertig zu den obig genannten sind.



    Sollte ich abgesehen von der nun nicht genannten Bildbearbeitungssoftware etwas wichtiges vergessen haben, möge man mich bitte darauf hinweisen :-)



    Grüße


    Christian

  • Hallo Christian,


    die Kamera passt meiner Meinung nach. Was die Montierung angeht, wenn Du erstmal nur mit Kamera und Objektiv unterwegs bist, reicht der Staradventurer absolut bis 200mm aus, das schafft er locker, wenn er auf einem guten Stativ sitzt. (das ist meine aktuelle Kombi)


    Alternativ die NEQ-3 mit dem Skywatcher EQ-3-2 Motorset RA und DEC mit ST4-Autoguider Interface. Eine Kombi aus StarAdventurer und EQ3 macht keinen Sinn!


    Zum Objektiv:
    Ich finde das 70-200mm 1:4 L USM klasse, habe es selber und bin wirklich zufrieden damit.
    Das 50mm EF-S 1.8 STM ist auch absolut in Ordnung (ich habe den Vorgänger), allerdings muss man bedenken, dass man bei de EF-S-Objektiven keine Clip-Filter benutzen kann.


    Von dem 55-250mm würde ich persönlich abraten, IS ist für Astroaufnahmen nicht geeignet und ich fand es auch nicht so toll (hatte es mal zum testen, war nicht wirklich begeistert, aber vielleicht hab ich auch ein schlechtes erwischt).


    Viele Grüße


    Stefan

  • Hallo Stefan,
    ich will jetzt hier nicht das Thema wechseln, aber mich würde interessieren, warum das IS nicht für Astro geeignet ist.
    Es gibt L, IS und L IS… wo ist denn das der Unterschied?
    Wie gesagt, sorry wenn meine Frage ein wenig vom Thema abweicht - aber ich überlege gerade ein IS 100-400 für Landschaft UND Astro anzuschaffen, daher dann meine Nachfrage.


    Vielen Dank schon mal im Voraus!!


    Gruß Hannes

  • Hallo Hannes,


    IS in Verbindung mit einem Stativ ist nicht zu empfehlen. Meist entstehen dabei leicht unscharfe Bilder. Du kannst den IS aber abschalten und dann ist alles i.O.. Wenn Du das Objektiv auch freihand verwenden willst, bist Du mit IS auf jeden Fall besser dran.

  • Hallo Christian,
    wie Stefan schon geschrieben hat ist der StarAdventurer für die angepeilte Brennweite absolut i.O. (da geht mit Übung auch das Doppelte), und er ist wirklich portabel.
    Wenn es das Budget hergeben sollte, würde ich statt des Zooms zwei Festbrennweiten verwenden:
    - Canon EF 100mm F2.8L Macro IS USM
    - Canon EF 200 mm F/2.8 L II USM
    Gebraucht bekommst Du die mit ein wenig Glück (und Geduld) für EUR 500 -600 ... qualitativ ist da nach oben nicht mehr viel Luft, schau Dir z.B. mal die Bilder an, die 'Jonas242' macht, da kann das Zoom einfach nicht mithalten!


    Dazwischen gibts z.B. das Samyang 135mm/f2.0 (wird auch als Rokinon verkauft), das auch ganz hervorragend sein soll (habe damit aber noch nicht selbst photographiert), und nicht viel kostet.
    Das 50er EF-S ist hier im Astrotreff auch schon lobend erwähnt worden, da hat erst vor ein paar Tagen jemand auch Bilder eingestellt - ich persönlich kann mit der Brennweite net viel anfangen, würde stattdessen eher Richtung 35mm tendieren:
    - Canon EF 35 mm f/2 IS USM, ist an APS-C auch schon bei Offenblende ganz gut, liegt allerdings so bei EUR 500.- neu
    - Canon EF 40 mm f/2.8 STM, hat in den Ecken eine deutlich bessere Abbildung als das 50er)


    Wenn das dein Budget so jetzt nicht hergibt würde ich vermutlich das 40er und das 100er für den Einstieg nehmen - damit hast Du was Weitwinkliges (um z.B. auch mal Sternschnuppen einzufangen) und ein leichtes Tele für größere Nebel, auch Galaxienansammlungen ... und die sind bzgl. Nachführung auch nicht kritisch, da wirst Du schnell gute Ergebnisse bekommen.
    Gruß,


    Steffen

  • Hallo Christian,


    willkommen noch auf Astrotreff.


    Star Adventurer oder NEQ-3: Beide Varianten sind für dein Vorhaben eigentlich ausreichend. Aber- die parallaktische Montierung hat durchaus ihre Vorteile gegenüber dem SA.


    Du kannst die Montierung in beiden Achsen nachführen und das ist bei richtig langen Belichtungen vorteilhaft. Dann kannst du nämlich mit einem Autoguider auftretende Nachführungenauigkeiten ausgleichen lassen. Die EQ erlaubt auch einen etwas längeren Refraktor aufzusetzen, da ist man mit dem SA doch mehr begrenzt.


    Der Vorteil des SA- kleiner, leichter und damit reisefreundlicher.


    Zur Objektivauswahl- Festbrennweiten bilden bei Astrofotos typisch besser ab als ein Zoom, Objektive sind von Grund auf nicht für Astro angefertigt und die punktförmigen Sterne sauber abbilden ist für "normale" Objektive ein sehr hoher Anspruch.


    Zur Lichtempfindlichkeit- für eine bessere Randabbildung blendet man Objektive meist noch etwas ab, ein 1.8 Objektiv wird vielleicht mit Blende 2.8 oder 4 gute Ergebnisse erzielen, eines mit Blende 3.2 arbeitet vielleicht erst bei ein oder zwei Blendenstufen kleiner brauchbar. Den Verlust bzw. das Mehr an Belichtungszeit kannst du aber durch eine gute Nachführung ausgleichen- allerdings bist du dann schnell am Punkt "Guiding ist nötig" angelangt.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo und danke für die reichhaltigen Antworten!



    Die vorgesehene Kamera verbuche ich dann unter brauchbar.



    Betreffend der Montierung macht es offenbar mehr Sinn, das NEQ-3 sowie die vorgeschlagene Motorisierung zu kaufen. Auch weil ich langfristig gerne Größeres darauf montieren möchte und die Option für einen Autoguider dann bereits gegeben ist. Dazu die Frage, welches zusätzliches Montagematerial benötigt wird, wenn ich die Kamera auf dem NEQ-3 befestigen möchte?



    Objektive: Generell würde ich diese gebraucht kaufen. Das Canon EF-S 55-250mm 4,0-5,6 IS II fällt nach den Erläuterungen schonmal raus. Das Canon EF 70-200mm 1:4L USM behalte ich noch auf dem Schirm, wobei mich die genannten Festbrennweiten interessiert stimmen.
    - Canon EF 100mm F2.8L Macro IS USM und Canon EF 200 mm F/2.8 L II USM: Wäre hier zu beachten, die Variante ohne IS zu wählen? Wie Stefan sagt, ist dies für Astrofotografie eher ungeeignet. Zudem macht IS wohl auch preislich einen enormen Unterschied.
    Inwiefern macht sich außerdem USM bei der Astrofotografie hilfreich oder störend bemerkbar? Mir ist aufgefallen das Canon EF-Objektive mit und ohne USM existieren.


    Gerade bin ich ein wenig hin- und hergerissen, da sich die beiden Objektive wirklich sehr vielversprechend anhören und auch, nötige Erfahrung vorausgesetzt, beeindruckende Resultate liefern. Auf der anderen Seite übersteigen beide Objektive zusammengenommen das Budget bei weitem. Das ich beide zusammen für ~600€ auftreibe, würde tatsächlich an ein Wunder grenzen wenn ich auch auf dem Gebrauchtmarkt die momentanen Preise betrachte.


    Das heißt das zu der von Steffen vorgeschlagenen 40/100-Kombi tendiere. Das Canon EF 200 mm F/2.8 L II USM ist auch eine interessante Möglichkeit, allerdings fehlt da dann doch etwas Kleineres und würde preislich gerade so mit dem 40er zusammenpassen - ob die Lücke dazwischen dann nicht zu groß ist, kann ich schwer beurteilen.



    Gruß und danke,


    Christian

  • Hi Christian,


    den Bildstabilisator(IS) kannst du bei allen Objektiven abschalten. Es geht nur darum den IS nicht auf einem Stativ zu nutzen. Da du aber die Objektive ganz bestimmt auch Tagsüber nutzen wirst würd ich mir gut überlegen ob ich darauf verzichte. Gerade bei höheren Brennweiten ist der Gold wert wenn du mal freihändig fotografierst. Aber wie du schon richtg festgestellt hast, gibt es je nach Objektiv eine gewaltige Preisspanne zwischen der Variante mit und ohne IS.
    Und USM bzw. STM ist die Art des Fokusmotors, und den Autofokus kannst du für Astrofotografie eh vergessen, da du manuell fokussieren wirst/musst. Tagsüber dagegen ist ein gescheiter Autofokus hingegen ausschlaggebend[;)]
    Solltest du dir also Objektive rein für die Astrofotografie zulegen wollen, könntest du auch bei gebrauchten mit defektem Autofokus zuschlagen.


    Gruß
    Rolf

  • Hallo Christian,


    wenn du langfristig was "größeres" auf die Montierung packen willst, würde ich keine NEQ-3 kaufen, denn auch bei der ist die Obergrenze der Belastbarkeit schnell erreicht, wenn du auch noch einen Autoguider verwenden willst.


    Sofern du darüber nachdenkst, zu Anfang eh mit leichten Teleobjektiven zu arbeiten, würde ich immer wieder eine Star Adventurer kaufen. Für Objektive bis 200mm langt die dicke. Zwar kannst du das Teil nicht wirklich guiden (ok, eine Achse geht), aber das einnorden usw. musst du eh üben und mot Blenden größer als f/4 bekommst du in 100s schon ne Menge auf den Sensor. Die SA hat darüber hinaus den Vorteil, dass sie nicht "überflüssig" wird, wenn du dir mal eine größere Montierung kaufst, sondern dann als Reisemontierung dient.


    Bei den Objektiven kann ich dir aus eigener Erfahrung auch zu folgenden raten:
    Das 200/2.8 L II USM ist der Hammer! Hier: http://13parsec.de/index.php/widefields findest du ein paar Bilder, die mit dem 200er gemacht wurden.
    Falls du nicht in die Makrofotografie einsteigen willst, würde ich dir aber das 85/1.4 von Sigma eher an´s Herz legen. Kostet zwar in etwa das Gleiche, dafür liefert es schon bei sehr großen Blenden (um die f/2.8) sehr sehr gute Ergebnisse. Unter den Widefields auf meiner Website ist auch ein Bild mit dem 85er (Nordamerikanebel bis Schmetterlingsnebel).


    Wenn du noch gar keine Erfahrung hast, würde ich aber eher mit dem 40er und dem 85er anfangen. Bei 200mm muss die Montierung schon sehr gut ausgerichtet sein um bei 100s noch sauber nachzuführen.


    Eventuell hilft dir auch das hier weiter: http://13parsec.de/index.php/einsteiger-guide


    Noch was zum Thema IS: Den kann man bei fast allen Objektive abschalten, dann kommt es auch auf dem Stativ nicht zu komischen Ergebnissen. Das die Objektive mit IS nicht unbedingt zu empfehlen sind, ist schon ne Weile her, weil die schwingende Linse nicht immer korrekt im Strahlengang war und dann ggf. eine leichte Verkippung hatte. Bei den aktuellen Linsen ist das aber kein Thema mehr! Also keine Panik, z.B. das 100/2.8 L IS Makro ist auch ein geniales Astro-Objektiv!

  • Hallo Christian,
    der Vorschlag von 2odiac hat auch was für sich - die Kombi 40er und 85er, später dann mit dem 135er und dem 200er ergänzen, wenn es das Budget erlaubt ... das ist eine gute Abstufung der Brennweiten.
    Statt des Sigmas käme noch das Tamron SP 90 mm f/2.8 Di MACRO 1:1 VC USD in Frage, bildet schon bei Offenblende sehr gut ab.
    Montierung sehe ich auch so - Du müsstest mit einer HEQ-5 (oder vergleichbar) rechnen, wenn Du später mal wirklich mit größeren Brennweiten arbeiten willst.
    Gruß,


    Steffen


    Nachtrag: Hatte das ursprünglich so verstanden, dass Du die Kamera schon hast - wenn die auch noch anzuschaffen ist tu Dir einen Gefallen und kauf ein Modell mit Schwenkdisplay,z.B. eine 60D oder 600D ... macht die Arbeit wesentlich einfacher und angenehmer!

  • Hallo,


    ich gehe mal der Reihe nach durch :)


    Der Verwendungszweck der Objektive soll rein auf Astrofotografie ausgelegt sein. Das heißt IS und USM sind nicht notwendig.



    Mit Größerem meinte ich die Möglichkeit, später Refraktoren mit größerer Brennweite zu nutzen. Solche Kaliber sind für mich jedoch Neuland und ich weiss tatsächlich nicht, wie fix die Zuladung der Montierung da an ihre Grenzen gelangt. Ein HEQ-5 ist preislich jedoch wirklich nicht drin und ich nehme einmal an, dass das NEQ-5 mit seinen zusätzlichen 2kg Zuladung keinen wirklichen Sprung gegenüber dem NEQ-3 darstellt?


    Sollte ich den SA wählen, welches Stativ wäre eine gute Wahl? Wenn ich mich vom Gedanken verabschiede, auf dieser Montierung größere Optiken wie Refraktoren einzusetzen, bleibt vielleicht mehr Budget für die Objektive übrig. Bei diesen habe ich nun ja in allen Abstufungen bis 200mm die Qual der Wahl. 200mm sind dabei das Maximum mit welchem ich in nächster Zeit arbeiten will.



    Was die EOS 60D/600D angeht, so wäre eines der beiden Modelle auf Grund des Schwenkdisplays meine erste Wahl gewesen, allerdings kämen beide mindestens mit dem doppelten Preis der 1200D daher, wenn ich sie fertig modifiziert kaufe und mich korrekt über Bodypreise+Umbaukosten informiert habe.


    Grüße und danke,


    Christian

  • Hallo Christian,


    bei der Wahl zwischen NEQ 3 und 5 solltest Du auch an mögliche Folgekosten denken. Ich hatte eine NEQ3 und das Alustativ ist bei ihr der Schwachpunkt. Wenn Du dann ein Stahl oder Holzstativ nachrüstest, ist die 5 nicht mehr teurer, vor allem weil bei der der Polsucher bereits dabei ist.


    Ansonsten würde ich den StarAdventurer für Dein Vorhaben als beste Wahl sehen. Bei mir läuft der gerade mit einem 200mm 2.8 L auf dem Orion. Obs gut funktioniert kann ich morgen schreiben. Ist mein erster Versuch mit 200mm.

  • Hallo Thomas,


    die Materialwahl des Stativs hatte ich tatsächlich nicht bedacht. Stellt sich die Frage, welches Stativ für mein Vorhaben unter den SA montiert werden sollte (Ich habe das richtig gelesen, dass dieser in der Regel ohne Stativ verkauft wird?).


    Ich bin mir dahingehend nicht sicher, wo (auch preislich) der Unterschied zwischen dem NEQ-5 (Stahlstativ) samt Motorisierung und einem SA samt zugekauften Stativ liegt - abgesehen von der nicht nachführbaren Achse beim SA. Hinzu kommt, dass sich das motorisierte NEQ-3/NEQ-5 dank parallaktischer Montierung + Interface offenbar einfacher auf Guiding aufrüsten lässt.



    Grüße und danke,


    Christian

  • Moin Christian ,
    ich schreibe Dir einfach mal als Anfänger (2 Jahre) meine Erfahrungen .
    Astrofotografie ist bei mir zum Spannendsten , aber auch Frustbehaftetsten Hobby geworden .
    Spannend , weil ich Dinge fotografiere von denen ich Früher nur in der Glotze etwas gesehen habe und so ein Nachtausflug auf einen Acker schon ein schöner Akt für "Verrückte" ist . Frust bringt das Wetter , der Mond und vielleicht das Ergebnis , weil man ja immer die Topbilder vor Augen hat , denen man nacheifert . Ich persönlich freue mich über jedes Ergebnis , welches ich erziele , da ich weiss wieviel Arbeit da für mich drin war . Meistens sind die Erwartungen aber grösser als das Ergebnis , was für mich immer ein Ansporn ist um besser zu werden . Ich finde es schonmal gut , dass du mit Objetiven anfangen willst und nicht gleich etwas Grosses vor die Kamera setzt , damit werden erste Erfolge einfacher .
    Meine wohl wichtigste Erfahrung ist , dass die Montierung stabil und halbwegs vernünftig sein sollte und die Möglichkeit hat um zu " guiden " , denn Belichtungszeit ist am Ende mit das Wichtigste .
    Ich benutze derzeit eine NEQ5 mit der standard Motorisierung und ST4 Handbox . Die kommt mit einer Canon und Objetiv sehr gut zurecht und es darf auch ein wenig Wind sein . Bitte bedekne , dass Du auch einen Sucher benötigst um auch das Aufnahmeobjekt zu finden . Dann kommt der erste Frust , suchen durch einen Gradsichtsucher bringt Körperhaltungen mitsich , die Dir nicht gefallen , also wird der Wunsch nach einem 90° Sucher bestimmt kommen .
    Mein Aufbau auf der Montierung beinhaltet Aufnahmeoptik , Sucher zum Guiden und 90°Sucher visuell. Da wirst Du auch etwas basteln müssen , um Alles unterzubringen was aber nicht schwierig ist und auch nicht teuer .
    Goto ist nicht so wichtig , denn mit etwas Übung geht es leicht mit dem Programm Stellarium .
    Fürs Guiden eine Guidingcam , bei mir eine ASI120 und das Prg. PHD . Das bedeutet , dass bei mir ein Rechner immer mit draussen ist ( Stromversogung bedenken ).
    Modifizierte Kamera würde ich als " Muss " veranschlagen , Klappdisplay wäre mir nicht so wichtig , da ich am Laptop fokussiere . Ich benutze Canon 1000/1100d , habe beide selbst umgebaut (einfach) , auch mit Kühlung versehen und bin zufrieden.
    Bei Objetiven kann ich nicht grossartig etwas verkünden , habe ein Canon100/2.8makro und ein Canon 28/1.8USM und kann beide ab F4.5 empfehlen . Technikschnikschnak wie USM und IS brauchst du nicht , da Du manuel fokussierst . Als Hilfsmittel unbedingt eine Bahtinov Maske mit ins Auge fassen . Vielleicht wirst du auch noch Filter benötigen , aber das zeigt sich später . Mit einem 12nm H alpha kann man definitiv auch bei Mondschein und in der Stadt fotografieren , aber dann ist Guiden Pflicht aufgrund längerer Belichtungen .
    Star Adventure oder EQ3 kenne ich nicht , würden aber schnell eine Grenze für Dich ziehen , was nicht heissen soll , dass Sie schlecht sind . Mit einer EQ5 ist etwas mehr drin und Motorisiert etwas teurer als der Star Adventure , für den Du noch ein Stativ benötigst. Montierung ist echt das Wichtigste .
    Mein Zeugs habe ich fast ausschlieslich in der Bucht erstanden und war bisher immer zufrieden .
    Mit Deinem Budget sollte ein Einstieg möglich sein .
    Hoffe ich konnte etwas helfen , viel Erfolg und Spass ,
    Grüsse
    Karsten

  • Hallo Christian,


    da haben wir uns falsch verstanden. Beim Stativ ging ich einfach nur auf den Unterschied von NEQ3 und 5 ein.


    Beim Star Adventurer verwende ich ein Fotostativ. Der SA wird einfach anstelle des Kugelkops aufgeschraubt. Dazwischen habe ich noch einen Nivellierteller. Damit läßt sich die Neigung einfacher ausgleichen als mit verschieben der Beinhöhe. Mit meinem Stativ bin ich hier zufrieden. Es ist ein Rollei Fotopro MGA 684. Nachfolger ist glaub ich das Rollei Fotopro C6i. Ähnliche, wenn nicht sogar baugleiche werden hier im Forum von SA Benutzern öfter verwendet.


    Gerade bearbeite ich auch die Bilder vom Orion mit dem 200mm 2,8L. Ist mein 1. Bild mit dem Objektiv, ich kann jetzt aber schon sagen, das es erheblich besser als mein bisheriges EF-S 55-250 ist.

  • Hallo Christian,


    generell gilt (und ich denke da werden nur wenige widersprechen): Eine Montierung kann nie zu stabil sein!


    Grundsätzlich hast du am Anfang eine Menge Baustellen:
    1. Die Himmelsmechanik
    2. Objekte finden
    3. Mechanische Unzulänglichkeiten der Montierung bei der Nachführung
    4. Autoguider
    5. EBV


    Je größer die Montierung ist, mit der du einsteigen willst, um so mehr dieser Baustellen musst du gleichzeitig beackern. Wenn du jetzt mit einer NEQ3 anfängst, musst du diese ebenso wie eine Star Adventurer möglichst perfekt auf den Himmelspol ausrichten. Im Anschluss musst du mit der Kamera das Objekt finden und das Objektv fokusieren (was nicht die einfachste Aufgabe ist). Dann kannst du dich langsam an die Belichtungszeit herantasten, was geht, was geht nicht mehr?
    Mit den so entstandenen ersten Bildern kannst du dich an die EBV machen (auch eine Wissenschaft für sich), eventuell Flats, Darks, BIAS machen und ebenfalls verarbeiten...
    Hast du Erfolge und reizt dich das ganze Thema, dann wird dir früher oder später die NEQ3 zu klein, zu wackelig, zu ungenau, selbst bei einem kleinen 80er APO und du wünscht dir eine größere Montierung. NEQ5, HEQ5, EQ6?


    Hier: http://13parsec.de/index.php/equipment findest du mein aktuelles Equipment, vor allem aber auch, was ich schon so alles auf dem Weg dorthin probiert habe. Aus der Erfahrung heraus, würde ich heute als erstes eine Star Adventurer kaufen und dann sparen bis eine Montierung der "Klasse" HEQ5 oder größer drin ist. Vermutlich kaufst du bei allen anderen Optionen min. eine Montierung mehr oder verbrennst direkt die Kohle für eine EQ5 weil du nach 5 Nächten aufgibst. Wenn du aber deine Erfahrungen mit der kleinen MOntierung gesammelt hast und dich in die EBV eingearbeitet hast, dann weisst du auch worauf du dich einlässt, wenn du größeres Equipment kaufst!


    Die Star Adventurer auf einen guten Fotostativ (kostet auch schon mal gern 150€ und mehr) ist sehr vielseitig und leicht und selbst wenn du die Astrofotografie mit Nachführung nicht weiterverfolgen solltest, mit dem Stativ und der SA kannst du auch mal Timelapse oder Strichpuraufnahmen mit nächtlicher Landschaft aufnehmen, so dass das Equipment nicht in der Ecke vergammelt.

  • Hi Christian, <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Stellt sich die Frage, welches Stativ für mein Vorhaben unter den SA montiert werden sollte (Ich habe das richtig gelesen, dass dieser in der Regel ohne Stativ verkauft wird?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">In der Regel wird der SA ohne Stativ beworben und meist auch nur in der Grundkonfiguration. Diverse Erweiterungen und auch das Stativ gehen natürlich extra. Ein einfaches Fotostativ ist schnell überfordert, ein stabiles kostet. <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Je größer die Montierung ist, mit der du einsteigen willst, um so mehr dieser Baustellen musst du gleichzeitig beackern<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Da bin ich ein wenig anderer Meinung. Eine größere (=meist auch stabilere) bringt nicht mehr Probleme als eine kleinere, eher ist es umgekehrt. Die knapp bemessene Montierung an der Grenze der Tragfähigkeit betrieben bringt erheblich mehr Probleme beim Betrieb und Ausschuß bei den Bildern rein. Bezüglich Einnorden und Bedienung der Steuerung, gegebenenfalls GoTo, ist der Aufwand gleich.


    Und nutzt man Guiding dann bietet eben eine motorisierte zweite Achse einen Vorteil. Bezüglich Einstieg mit der NEQ-3 und alternativ der EQ-5 würde ich die größere vorziehen. Kostet etwas mehr, bietet aber längerfristig auch die größeren Reserven, also mal mit Fotoobjektiv bei langer Brenneite, kleiner Refraktor als Guidingoptik oder ein schon etwas größerer ED/APO anstelle nur Kamera und Objektiv- mit der EQ-5 hast du schlichtweg mehr Luft nach oben.


    Und was den Wiederverkauf betrifft- NEQ-3 und EQ-5 sind wohl ebenso leicht wieder an den Mann zu bringen wie der SA, falls das mit den Astrofotos doch nix wird.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan,


    Ich hab´s in meinem letzten Beitrag ja auch schon geschrieben, eine Montierung kann nie zu stabil sein, aber deswegen würde ich hier noch immer keine EQ5 empfehlen!


    Natürlich hat eine größere und stabilere Montierung den Vorteil, bei geringer Belastung weniger Ausschuß zu generieren, aber zu welchem Preis?
    Die EQ5 kostet gut und gern 750€ und ist bei gut 6,5kg fotografisch an der Grenze. Das heisst im Klartext ein kleiner 80er APO mit Autoguider und DSLR und der Bart ist ab! Eventuell könnte ein 130er Newton noch funktionieren, ein 150er ist definitiv aufgrund des Hebels mit allem Zubehör drüber.
    Meine 2. Montierung war ein EQ5-Clon (den Star Adventurer gab es noch nicht) und das ist die Montierung, die ich mir hätte sparen können und das nicht weil die Montierung schlecht war, ganz im Gegenteil, aber:
    Mit mehr als den o.g. Optiken ist die Montierung bereits überfordert, man schleppt (so ging es mir damalas) sehr viel und schweres Geraffel durch die Gegend und überlegt sich dann ob es sich überhaupt lohnt rauszugehen (aus heutiger Sicht war es damals "Kleinkram"), dazu muss man sich irgendwie auch noch um Strom kümmern und wenn man dann die Montierung bereits an der Grenze nutzt, ist das Autoguiding auch nicht wirklich eine Freude... Die Luft, die eine EQ5 nach oben hat, ist meiner Meinung nach für den Preis zu dünn!


    Mit einer Star Adventurer o.ä. sieht das meiner Meinung nach anders aus, die schnappt man sich schon mal schnell, weil es eben kein besonders großer Aufwand ist, das kleine Teil zu tragen. Mit Objektiven bis 200mm kommt die SA sehr gut klar und auch ein kleiner Mak! für z.B. Mondvideos ist noch handhabbar. Man muss sich nicht mit Goto-Alignment, Autoguider, und großen Powertanks befassen, sondern kann ziemlich schnell loslegen. Mit derart leichtem Geraffel ist der innere Schweinehund auch schneller besänftigt und man nutzt auch kleinere Gelegenheiten Bildmaterial zu sammeln, mit dem man sich dann am Rechner beschäftigen darf.
    Mit den so gemachten Erfahrungen kann man sein zukünftiges Equipment dann auch deutlich besser ermitteln und kann sich auch ein Bild davon machen, welchen Aufwand man treiben muss um 4h und mehr Bildmaterial zu sammeln. Will ich Mond, Planeten, Sonne oder doch lieber die großen bunten Nebel, oder reizen mich die kleinen Galaxien und PNs? Bei den 3 erstgenannten brauche ich keinen Autoguider und bei den anderen kann ich aber ein komplettes Equipment mit darauf abgestimmtem Autoguider zusammenstellen und fange nicht an vorhandenes Equipment "zu verbasteln".


    Im Falle von:


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: SilentDawn</i>
    <br /> Das angepeilte Ziel sind Sternhaufen, Nebel und entsprechend die üblichen Verdächtigen (Plejaden, Orion, Andromeda.. ),
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    langt für M31, M42, M45, NGC7000, den Rosettennebel, Heart&Soul, uvm. ein 200er Tele für ansprechende Widefields. Bei den Sternhaufen und kleineren Nebeln ist mir mein 80er ED aber zu klein aber größeres Gerät "verkraftet" die EQ5 nicht, liegt also zwischen Bier und Schaum, für die normalen Objektiv etwas überdimensioniert, für größere Optiken aber zu schwach.


    Wie schon geschrieben, ich würde die kleinere Montierung wählen...

  • Hallo Christian,


    ich kann mich Markus nur anschließen. Der Faktor "Schweinehund", den er genannt hat, ist nicht ohne. Auch wenn das Hobby großen Spaß macht, es hat schon was, in wenigen Minuten aufgebaut zu haben. Ich habe den SA und kann ihn sehr empfehlen. Noch einen Timer dazu und du hast was du brauchst. Ich hab seit kurzem auch die L-Schiene und das Gegengewicht. Das bringt neben erhöhter Stabilität auch komfort, da der Anschluss für die Kamera sich mit einer Feineinstellung drehen lässt. Das ist super!
    Bezüglich dem Stativ möchte ich mal das Thema Vermessungsstative in den Raum werfen. Ich habe ein schweres Nedo aus Holz und das Teil schreit förmlich Stabilität. Es hat mich 60 Euro gekostet, schau mal bei Kleinanzeigen oder Ebay. Du musst das Teil dann irgendwie Adaptieren. Ist aber nicht so schwierig. Zum Reisen ist das natürlich nix, aber das war ja auch gar nicht gefordert.
    Ich bin gespannt, wie du dich letztenendes entscheidest. Im Prinzip geht alles mögliche, wenn du mit deinen Erwartungen im Rahmen bleibst. Es gibt auch Leute die 6 Zoll Newtons auf EQ3 betreiben und damit gute Fotos machen, aber einfach ist das sicher nicht.


    Viel Erfolg


    Christopher

  • Hallo zusammen,


    da gebe ich auch mal kurz meinen Senf zu. Ich bin seit etwas über einem Jahr mit dem Star Adventurer unterwegs und ich finde ihn klasse! Innerhalb von 10 Minuten ist alles aufgebaut, Kabel brauche ich nicht, da alles batteriebetrieben ist und ich kann alles in einem Rutsch zum Auto bringen (Kamerarucksack, Tasche mit SA, Berlebach Holzstativ, 102er Mak, Campingstuhl, Teekanne). Ich zögere sehr vor dem Aufstieg zu einer großen Montierung, weil das momentan alles so herrlich praktisch ist.
    Auf dem Berlebach Stativ sitzt der SA bombenfest und ich kann bei ordentlichem einnorden 3 Minuten bei 300mm belichten, mit den 1300mm vom Mak schaffe ich noch 20s mit etwa 30% Ausschuss, was gerade noch so geht. Alles ohne guiding.


    Mir sind die Ziele noch längst nicht ausgegangen und daher würde ich nur upgraden, wenn ich mich endlich mal zu einem kleinen APO durchringe.

  • Noch eine Anmerkung.


    Meine HEQ verwende ich nur noch im Garten für Planeten und Sonne (innerer Schweinehund), der Transport und Aufbauaufwand ist mir einfach zu viel geworden. Alleine meine Akkubox ist so schwer wie mein Koffer mit dem gesamten StarAdventurer inkl. kompletten Zubehör mit Kamera und 200mm Objektiv. Eingerichtet in wenigen Minuten. So macht fotografieren mit kleiner Brennweite Spass. Einmal eingestellt, erledigt der Timer den Rest und ich kann gemütlich mit dem Dobson nebenbei spechteln.

  • Das erwähnte 200mm f/2.8 L USM hab ich gerade gebraucht gekauft und vorgestern auf dem Balkon (City Hamburg) getestet. Hier mal ein paar Bilder mit f/4 unter besagten Bedingungen, wegen des hellen Himmels negativ und kontrastverstärkt:



    volle Auflösung


    Ausschnitt (100%)



    Fast perfekt schon bei f/2.8, total punktförmige Sterne über ein weites Feld bei f/3.5 bis 4. Bestimmt in Kombination mit einer leichten Monti eine gute Wahl. Was will man mehr?


    Hartwig

  • Hallo zusammen!


    Mit Begeisterung arbeite ich mich durch eure zahlreichen Tipps, wobei hier und dort natürlich auch neue Fragen bei mir aufkommen. Ich kann generell aber schonmal sagen, dass ich kameratechnisch die EOS 1200D und objektivtechnisch für den Start die zuvor bereits vorgeschlagene Kombo aus 40+100mm wählen werde. Das Beispielfoto von Hartwig zeigt mir zudem, dass das 200mm Objektiv auf jeden Fall zeitnah nachfolgen wird, sollte das Budget am Anfang nicht direkt ausreichen (in der Bucht lässt sich offenbar wirklich gut Geld sparen was Objektive betrifft). In Kombination mit der EOS 1200D suche ich zudem immer noch einen guten Fernauslöser (ist hier Kabelbedienung gegenüber Infrarot vorzuziehen? Welche Modelle taugen etwas, denn die Auswahl ist furchtbar groß. Grundsätzlich habe ich auch noch einen Laptop zur Verfügung)


    Schließlich bleibt noch der große Knackpunkt der Montierung. Der Komfort des SA ist wirklich ungemein verlockend, doch möchte ich auch mal ganz unbedarft die Frage einwerfen, wie es mit Brennweiten jenseits 200mm steht? Soweit mir bekannt ist, sollte ab 300mm Autoguiding verwendet werden. Da der SA sich nur auf einer Achse steuern lässt, bin ich natürlich neugierig wieviel Sinn hier Autoguiding macht und wie man dies beim SA überhaupt realisiert kriegt?
    Kleine Fußnote zum SA: An einer Stelle wurde ein Sucher empfohlen, wie ist dieser auf der Montierung unterzubringen/auszurichten?


    Und zum Abschluss noch eine Frage zum EQ-5: Markus, bezieht sich der Preis von 750€ auf die Go-To Variante? Ich bin ein wenig irritiert, da beispielsweise das NEQ-5 von Skywatcher für unter 400€ angeboten wird und selbst mit Motor nicht an die genannten 750€ herankommt.


    Grüße und danke,


    Christian

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