Politurversuch Nr. 2

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  • Hallo Spiegelschleifer


    nachdem mein erster Polierversuch misslungen war, bin ich zum Feinschliff zurückgekehrt, habe mit 15 µ und 9 µ geschliffen und nehme nun einen weiteren Polierversuch in Angriff. Die Pechhaut habe ich gestern gegossen, nach dem zweiten Anlauf schien sie gelungen zu sein:

    Ich mache mich nun hinter das Polieren und hoffe sehr, dass mich dieser Versuch nun zum Erfolg führt. Sicher werde ich nicht wieder die gleichen Fehler machen, ich habe mir fest vorgenommen, keine Verzweiflungstaten zu begehen.[:I]
    Ich starte mit 1/3-Strichen TOT, mit wechselndem Überhang bzw. Rosettenstrichen.

  • Hallo Peter,


    was ist denn beim 1. Versuch schief gegangen?
    Kratzer oder war der Spiegel noch nicht sphärisch?!


    Viele Grüsse!


    Chris

  • Hallo Chris


    was bei meinem ersten Versuch gelaufen ist: Die Pechhaut passte nicht genug, der Rand wurde nicht poliert. Die Verzweiflungstat: Ich presste die Pechhaut mit einem Papier zwischen Spiegel und Tool, so dass in der Mitte der Pechhaut eine Vertiefung entstand. Nach weiterem Polieren sank der Rand natürlich unheimlich ab und liess sich nicht mehr retten. Ich musste daher zum Feinschliff zurückkehren.


    Ich habe unterdessen eine halbe Stunde poliert, TOT, 1/3-W-Striche und Rosette. Der Rand ist bereits anpoliert, die Mitte aber noch ganz trüb.
    Wie muss ich nun das verstehen? Passt die Pechhaut nicht gut, oder ist dies ein normaler Effekt des TOT-Polierens? Sollte ich mal zu MOT wechseln?


    Danke für eure Hilfe.

  • Hallo Peter,


    also wenn ich das richtig verstehe hattest Du einen abgesunkenen Rand, hast nochmal feingechliffen und jetzt 1/2 Stunde TOT poliert. Also wenn Du beim Feinschliff eine Sphäre hast, und die Pechhaut gut angepasst ist, kann es eigentlich nur an Deiner Polierart liegen?!
    Praktisch habe ich erst den Grobschliff hinter mir. Und meine erste Politur steht noch aus. Also Experte bin ich noch lange nicht. Aber wenn ich mich an Stathis DVD Workshop gut erinnere, solltest Du vielleicht mal ein paar Minuten MOT polieren. Das greift die Mitte mehr an denke ich. Evtl. passte die Pechhaut auch noch nicht 100%ig.
    Aber TOT mit 1/3 Strichen trägt logischerweise den Rand ab. Wenn ich die Sache mit der Poliererei bisher richtig verstanden habe. Müsste ja ähnlich wie beim Schliff sein.


    Viele Grüsse!


    Chris

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Joker600</i>
    Also wenn ich das richtig verstehe hattest Du einen abgesunkenen Rand, hast nochmal feingechliffen und jetzt 1/2 Stunde TOT poliert.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Du hast mich richtig verstanden.
    Ich werde die Pechhaut noch einmal pressen und danach etwas MOT polieren. Danach schaue ich dann weiter.


    Dir wünsche ich natürlich auch viel Glück bei deinem Spiegel. Welche Grösse schleifst du?

  • Ich bin grad an meinem ersten 6''. Für einen handlichen Reisedobson. Allerdings komme ich gut vorran und es ist leichter, als ich gedacht habe, wenn man verstanden hat, welche Arbeitsart welche Auswirkung hat. Das was Du beschrieben hast, wird auf der Workshop DVD sogar angesprochen, wenn ich mich nicht recht täusche.
    Poste doch weiter, wie es läuft bei Dir! Das interessiert mich jetzt schon. [:)]
    Denn bald komme ich ja auch an die Stelle und bin froh um jede Erfahrung!!


    Viele Grüsse!


    Chris

  • Hallo Peter !
    In der Regel sagt man dass man am Anfang des Polierens die Strichlänge des Feinschliffs fortsetzen soll natürlich mit dem Spiegel oben denn wenn du am Anfang schon zu lange Striche machst fängst Du Dir gleich eine hängende Kante ein. Nach einer 1/4 Stunde sollst du mit der Strichlänge varrieren. 1/3 - 1/4.


    Grüße

  • Hallo Sepp,


    hängende Kante bedeutet, dass die Kante weniger poliert ist, als die Mitte und der Rand? Also quasi, dass die Kante hinterher hängt?


    Viele Grüsse!


    Chris

  • Hallo zusammen


    nach erneutem Warmpressen und 20 Minuten Politur MOT glänzt jetzt auch die Mitte des Spiegels. Eine ringförmige Zone zwischen Rand und Mitte ist noch etwas trüber, aber auch anpoliert. Ich fahre wohl am besten weiter, indem ich MOT/TOT abwechsle. Die Strichführung behalte ich bei.
    Der Spiegel gleitet jetzt auch viel sanfter über die Pechhaut.


    Hoffnungsvolle Grüsse


    Peter

  • hi peter,


    pechhäute dir nur am rand polieren neigen sehr dazu zu bocken. liegen ja am rand stärker als in der mitte auf und bleiben dabei leicht "hängen", so eine pechhaut passt sich ohne massnahme auch nur schlecht an.


    eine pechhaut die in der mitte stärker aufliegt bockt kaum da sie nicht so ringförmig wie die erstere aufliegt, da die auflagefläche auch eher deutlich kleiner als bei ersterer ist passt sich solch eine haut leicht nur durchs polieren an.


    beim pressen ist es dir wohl gelungen den pechhautrand etwas dünner zu pressen als die mitte -&gt; mitte liegt auf -&gt; kein bocken -&gt; passt sich beim polieren an.


    viel erfolg noch
    l.g. robert

  • Hallo Chris !


    Genau das ist es, das kann dir schon am Anfang beim polieren passieren.
    Wenn man glaubt es müsse gleich etwas weitergehen sozusagen dem Spiegel gleich am Anfang eine Parabelform aufdrängt mit langen Strichen und Überhang. Da der Spiegel noch lange nicht auspoliert ist schleppt man diese hängende Kante ewig mit.
    Grüße

  • Hallo Peter das ist ganz normal das TOT der Rtand zuerst auspoliert und MOT die Mitte, man sollte versuchen den Polierstatus etwa gleich zu halten damit die Sphäre die man geschliffen hat erst mal bis mindestems Stathis 8 erhalten bleibt und dann macht es auch Sinn nach Foucault zu schielen


    Gruß Frank

  • Hallo zusammen,


    ==&gt; Sepp: Dann hab ich es doch kapiert glaub ich! Danke!
    ==&gt; Frank: Das mit MOT und TOT im Wechsel klingt vernünftig. Aber was ist mit Stathis 8 gemeint? Münchner Spiegelschleifdialekt[:)]


    Gruss Chris

  • Hallo zusammen


    nach etwa 1.5 Stunden weiterpolieren (abwechslungsweise MOT/TOT) kann ich feststellen, dass der ganze Spiegel anpoliert wird, die Mitte aber bereits etwas klarer ist. Insgesamt scheint die Politur also besser zu laufen als beim ersten Versuch.
    Allerdings habe ich eben einen Schrecken gehabt: Obwohl der Spiegel noch lange nicht auspoliert ist, habe ich einen Testblick mit meinem Foucaultmesser gewagt (nun spaltlos und mit superheller LED). Was ich da erblickte, liess mich den Tester gleich wieder abbauen: Die Oberfläche gleicht sehr derjenigen, die ich bei der ersten Politur hatte: Sie ist zwar nicht so hügelig, doch war der Rand (nicht die Kante) deutlich abgesunken. Ich vermute, dass der erneute Feinschliff die Fehler nicht ganz weggebracht hat.
    Ich habe beschlossen, mir erst mal keine Sorgen zu machen, zu warten bis der Spiegel auspoliert ist, und dann mit voller Kraft hinters Korrigieren zu gehen. Vielleicht sieht die Situation dann wieder anders aus.
    Wenn vielleicht jemand einen Tip hätte, mit welcher Strichführung sich ein abgesunkener Rand vorbeugen lässt, wäre ich sehr dankbar.

  • Hallo Peter


    du mußt dich mal von deiner negativen Betrachtungsweise trennen, der Rand ist nicht abgesunken sondern er hat einen größeren ROC als die Mitte, die ist mehr poliert also auch tiefer dadurch mit kürzerem Radius[:)] Diesen mußt du nach Außen bringen, das geht TOT mit geraden 1/3 Strichen, dabei alle paar minuten kalt pressen und alle 10min das ganze mal für 5min ruhrn lassen (das Pech wird sonst zu weich und wenn das an der Seite hochquillt killst du den Rand wirklich)
    Keinen Druck beim polieren und langsame Striche, dann wird das schon.


    du kannst ja mal ohne maske die Schnittweite ganz Außen und in der Mitte messen solange es nicht mehr ist als für die Parabel vorgesehen würde ich mir da keine Angst einjagen lassen.[:)]


    Dein Pechtool oben sieht so aus als ob das pech seitlich uber das Tooletwas übersteht, das darf aber auf keinen Fall sein!


    welche polierstufe hast du denn?


    Gruß Frank

  • Hallo Peter,


    Der Rand wird wohl noch nicht auspoliert sein, daher erscheint er im Foucault abgesunken. Bei mir half da TOT mit 90% Tool,kurze Striche ohne Druck wobei der Schwerpunkt des Tools genau bei 60-80% lag, d.h.
    Tool oben mit sehr viel Überhang. Das kann einige Zeit dauern hat aber bei meinem 8Zöller bestens funktioniert, ohne die Kante in Mitleidenschaft zu ziehen.

  • Hallo Gerhard,


    verstehe ich Dich richtig, dass Du mit 60 - 80 % den Überhang meinst? Also Schwerpunkt bei 70% sind ja auch 1/3 Striche wie Frank schon sagete. Das müsste den Rand recht gut erwichen. Wenn die Striche nicht zentral geführt sind! Oder?!


    Viele Grüsse!


    Chris

  • Mit 60-80% meine ich den Bereich des Spiegels. In diesen Bereich liegt dann die Mitte des Tools auf dem Siegel und da führst du die kurzen Striche (1/3) aus. Dabei Tool und Spiegel immer schön drehen.

  • Hi - Nicht, daß hier ein verhängnisvoller Fehler passiert. Die Prozent-Zählung beim Spiegelradius geht doch wohl so: 0% ist das Zentrum, 100% die Kante des Spiegels. Wenn man dann die Tool-Mitte bei 60 bis 80% plaziert, hat man einen Überhang, bei dem das Tool-Zentrum dem Spiegelrand näher als dem Spiegelzentrum ist. Das ist dann keinesfalls ein Drittel-Überhang sondern wesentlich mehr. Nach meiner Erfahrung wird dann das Kipp-Moment des Tools so groß, daß der Spiegelrand Schaden nimmt. - Ich glaube, Ihr habt von den Prozent-Bezügen unterschiedliche Vorstellungen. Grüße - Karl

  • Hallo zusammen


    ich bin zwar noch nicht dazugekommen, weiter zu polieren (die Schule hat wieder begonnen - noch 9 Schulwochen, dann ist dieser Spuk vorüber...), ich danke euch aber schon mal für die Ratschläge und Aufmunterungen.[:)]
    (==&gt;)Frank: Was bedeutet denn ROC? Ich tippe mal auf eine englische Abkürzung mit radius...
    Ich werde die nächste Zeit mit der von dir vorgeschlagenen Strichführung weitermachen. Das Pech steht übrigens wirklich etwas über den Rand, wohl etwa 2 mm. Das werde ich auch bei der nächsten Gelegenheit entfernen. (Grrr, schon wieder Pechsauereien...[xx(])
    Ich bin wohl etwa bei der Polierstufe 3 auf der Stathis-Skala.


    (==&gt;)Gerhard, Chris & Karl: Das mit dem Überhang scheint etwas umstritten zu sein. Ich würde meinen, 60% heisst so viel wie 6/10 Überhang - also recht viel. Hmm, um vorerst nichts falsch zu machen, lasse ich den Überhang mal bleiben.

  • Hallo Peter
    Das Pech läßt sich, unter Wasser in einer Schüßel leicht mit einem Messer abschneiden
    Gruß Klaus
    p.s.
    mit warmen Wasser

  • Hallo Klaus


    ja, das wird die beste Methode sein. Das Pech ist meiner Meinung nach aber trotzdem eine der ekligsten Substanzen zum Bearbeiten: Ist es zu kühl, zersplittert es in tausend Stücke, ist es zu warm, klebt es überall fest. Über die gesundheitsschädigenden Wirkungen ist ja schon genug geschrieben worden.


    Gruss Peter

  • Hallo Peter


    das mit dem Überhang ich glauber nicht das jemand das tentrum des Tools beim TOT poilieren bis zum Rand des Spiegels bringt , ist wohl gemeint das es bei 60-80% des Spiegels umkehrt, also wohk 1/3-1/2 Strich die längeren vermutlich sparsammer , dabei immer schon alle 50 Striche kalt pressen um dem Tool den Radius der Mitte zu geben.


    ROC? lacht dich bei FigurXP ständig an als Radius of Kurvatur, blöde Abkürzung und dann noch englisch man wird uns sprachverseuchen[:D]


    Gruß Frank

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