Planeten Okular für GSO 10" gesucht.

  • Ich habe die Möglichkeit bei meiner nähsten Bestellung 150€ aus zu geben, von dem Geld will ich erstmal mein Sortiment an Justier und Pflegemittel vervollständigen. Dann habe ich noch etwa 75€ über für was weiteres. Von diesem Geld würde ich mir Gerne ein Okular kaufen, welches Speziel für die Planetenbeobachtung ausgelegt ist.



    Das Teleskop ist der neue GSD 250 Dobson 250/1250 mm.
    Die bisher genutzten Okulare sind: TS SWM 9 und 6mm.
    Also für mich vergrößert das 6er noch zu wenig die beiden großen Planeten. Jupiter ist für mich noch ein heller größerer Fleck, wo man rein gar nix erkennen kann. Die Helligkeit ist bei den 6er doch noch sehr stark, um feine Detials zu erkennen.


    Nun stellt sich nur die Frage, welche Brennweite und Vergrößerung sind bei dem Teleskop Optimal sind für die Planeten?
    Ich weiss das das Seeing bestimmt, welche maximale Vergrößerung in der Nacht möglich ist, aber welche Vergrößerung hab ihr am liebsten, bei den Planeten am 10" f5?


    Könntet ihr vielleicht schon ein Okular empfehlen, welches in der Preisklasse liegt um die 75€ (Wenn nötig, kanns auch ein klein bissel mehr sein).

  • Hallo


    ganz gut im Einblick sind auch die Seben ED-Okulare 2.3mm oder 3.8mm, sehr große Augenlinse, relatic großes Bildfeld und Augenabstand.
    Aber ein Graufilter solltest du dir auch bestellen, etwa 0,6


    Ich kann eigentlich schon bei 170x verwirbelungen zwichen den Wolkenbändern bei Jupiter sehen, mit dem 6mm SWM bei nur 120mm Öffnung.
    Wenn du höher wie 200x vergrößern wirst wird die Luft aber schon oft zu Dick sein, Seeing.


    das Naglerzoom wäre doch was feines, vieleicht gebraucht, dann kannst du immer die bestmögliche Vergrößerung nutzen und auch mal schnell die Monde mit ins Bild holen.


    Gruß Frank

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: TomCat911</i>
    <br />Jupiter ist für mich noch ein heller größerer Fleck, wo man rein gar nix erkennen kann. Die Helligkeit ist bei den 6er doch noch sehr stark, um feine Detials zu erkennen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Dann wirst du bei noch höherer Vergrößerung erst recht nix sehen!
    Ich sehe auf Jupiter mit dem 24-Zöller bereits bei 80x mindestens die 2 Äquatorbander, obwohl er bei dieser geringen Vergrößerung eine sehr hohe Flächenhelligkeit hat.


    Um wieviel Uhr hast du ihn beobachtet, wie hoch stand er am Himmel? Deine obige (nicht-)Beobachtung klingt nach Grasnarben Astronomie bei schlechtem Seeing.

  • Hmm der schlechte Jupiter lag wohl doch noch am tiefen Stand und schlechtem Seeing. Ich konnte damals echt nix erkennen.


    Gerade beim Beobachten sah ich Jupiter ähnlich dem Bild hier:

    "Bild von astronomie.de" Jenes zeigt am besten, was ich bis jetzt erkennen konnte. (Bild gedanklich noch stärker aufhellen. Aber die beiden Wolkenbänder waren erkennbar)


    Dennoch suche ich ein weiteres Okular, welches besser ist als das TS SWM 6 und/oder kleinerer Brennweite ( 4 bis 3mm)
    Für mich könnte der Jupiter noch etwas dunkler sein wie mit den jetzigen Vergrößerungen.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    Für mich könnte der Jupiter noch etwas dunkler sein wie mit den jetzigen Vergrößerungen.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    es wird ohne Graufiltewr nicht besser werden, auch nicht im 2mm Okular


    Gruß Frank

  • Hallo TomCat,


    "Echte" Planetenokulare wie die TMB Monos, Pentax XO oder das unvergleichliche Nagler Zoom liegen zwischen 200 und 400 Euro. In meinen Augen gibt es aber eine vertretbare Alternative: Das stinknormale TS Plössl 4mm. Ein simples Ding für 24 Euro, mit recht guter Multivergütung und sehr guter Schärfe. Man muss sich aufgrund des kleinen Augenabstandes nur mit dem Einblickverhalten anfreunden können. Okulare mit mehr Linsen, also auch die Seben ED´s, würde ich hier nicht empfehlen. Sowohl Kontrast als auch Schärfe leiden in dem kurzen Brennweitenbereich deutlich.


    Grüße,


    Carsten

  • Hallo!


    Ich würd mich bei echten Planetenokularen nicht unbedingt an Nagler halten. Bei Planeten brauchst Du nicht viel Überblick, beim Dobson vielleicht schon ein bissl mehr, aber es lohnt sich, denk ich mir, nicht, dafür in diese Preisklassen vorzustoßen.


    Ein ziemlich gutes Planetendesign sind die Orthos. Wenig Blickfeld, nur auf der Achse scharf, dort aber extrem, dadurch auch nur 4 Linsen für hohen Kontrast und Durchlässigkeit. Ich hab mir vor kurzem ein 5mm Baader Genuine Ortho für etwa 90 Euro gekauft. Liegt, zugegeben, deutlich über Deinem Budget, bietet aber knackscharfe Bilder mit hohem Kontrast und etwas kühlen Farben (manche sagen auch "farbneutral" dazu). Saturn hatte ich mit sehr vielen Details vor mir, bei Deinem 10" sollte das noch um eine Spur besser gehen. Leider gibt es nur das 5mm, kürzer geht es nicht. Zu Deinem 6mm ist der Unterschied nicht soo groß, man sieht ihn meines Erachtens aber schon (bemerk ich immer wieder im Vergleich zu meinem - auch nicht schlechte - 6mm TS-Super Plössl). Der einzige Nachteil ist, dass der Augenabstand extrem kurz ist. Bei Planete kannst Du aber ruhig ein Stück weiter weg, Du beschneidest damit nur Dein Sichtfeld und damit schwarzen Himmel (ich konnte zumindest keinen großen Unterschied erkennen).


    Viel Spaß beim Schauen und Erfolg mit dem neuen Okular,
    Günther :)

  • Hallo Günther,


    ja, klar, die Baader Genuine Orthos hatte ich vergessen. Von denen hört man viel Gutes. Allerdings kenne ich sie nicht selbst, und bezüglich Orthos bin ich ein gebranntes Kind. Ein 6mm japanisches Ortho und ein Meade 4mm Ortho, die bei mir verstauben, waren nicht überzeugend (sind aber alte Dinger, das hat nichts mehr mit dem heutigen Stand zu tun).
    Beim Nagler Zoom meinte ich das 3-6mm, das geht wirklich als Planetenokular durch, hat auch nur 50° Gesichtsfeld. Das Okular hat nichts mit den bekannten 82°-Naglern zu tun, außer das es von Uncle Al stammt.


    Grüße,


    Carsten

  • Hallo


    nichts gegen extrem weniglinsige Okulare und auch die ganz teuren will ich mal nicht schlecht machen, aber wenn du mit dem Auge (meins ist immer fecht) 3mm vor dem Okular hängst ist bei der Kälte es innerhal von Sekunden zugetaut und dann kannst du dir die Planeten im Sommer ansehen (in Australien).
    ich würde größeren Augenabstand Vorziehen, z.B. Speersweler, oder LV- Okulare und falls es die Seben ED noch für 35€ mit Rückgagerecht bei Ebay gibt kann man die auch mal testen, weil auch wenn die keiner kennt alle die bei mir mal durchgesehen haben waren beeindruckt.
    Die TS SWM sind schon toll, wenn es die bloß auch in kürzeren Brennweiten gebe, oder bist du da anderer Meinung.


    Gruß Frank

  • Hallo Frank,


    ich schrieb schon, dass man sich mit einem kurzen Augenabstand anfreunden muss, wenn man Planetenokulare nutzen möchte. Das gilt praktisch für alle, ob Pentax, ob TMB, ob Plössls...
    Das Problem bei den Okularen mit großem Augenabstand und kurzen Brennweiten ist meist ein verringerter Kontrast. Durch die vielen Glas-Luft-Übergänge wird immer eine wenig Licht gestreut, und dies führt zu einer Aufhellung des gesamten Bildes. Bei Planeten mit ihrer großen Helligkeit fällt das besonders ins Gewicht.
    Die Frage ist, was man will. Für das Spazierensehen und 5 Minuten Saturn anschauen sind die Okulare mit großem Augenabstand bequemer und ausreichend. Man erkennt auf Anhieb auch keinen großen Unterschied in der Qualität zu teureren Planetenokularen. Manche Dinge offenbaren sich aber erst in Momenten absoluter Luftruhe und einer halben Stunde "einsehen" am Objekt. Und hier sieht man dann auch, dass ein Planetenokular mehr leistet als die Soligor ED´s (die ich kenne, und die zumindest äußerlich den Seben ED´s entsprechen) oder gar die Skywatcher LE-Okulare.
    Die TS-SWM sind famose Okulare, ein solches Gesichtsfeld mit so guter Abbildung und bequemem Augenabstand findet man sonst nicht in dieser Preisklasse.
    Vielleicht hat ja jemand ähnliche oder auch andere Erfahrungen gemacht?


    Grüße,


    Carsten

  • Ich habe mir erst kürzlich Für den Galaxy D10 (~ GSO 10") ein 6mm Radian gekauft. Habe mir das zusammen mit einem 5mm Pentax XL ausgeliehen, das hat ein sichtbar größeres Gesichtsfeld und auch einen etwas ergonomischeren Einblick als das Radian, aber kostet auch mehr. Überlegenswert wäre vielleicht auch ein Vixen LV, wobei mir da das Gesichtsfeld zu klein war. Mir war das Radian "gut genug", aber ausprobieren geht immer vor studieren, da der "Geschmack" bezüglich Okluare doch sehr individuell ist. Während z.B. Carsten seine Augen an ein 4mm Plössl presst, würde ich schon bei Brennweiten unter 9mm zu ergonomischeren Alternativen greifen.


    Dass du bei 6mm (das ist immerhin eine ca. 210-fache Vergrößerung) auf Jupiter nichts erkennst, kann wohl nur an schlechtem Seeing (wenn man nicht allzulange wachbleiben will ist Jupiter zur Zeit recht nahe am Horizont, knüpf dir doch mal Saturn vor ;) ) oder an schlechter oder dejustierter Optik liegen. bei 210x muss man was sehen! Stärkere Vergrößerungen (5mm, 4mm) erfordern beim D10 schon sehr gutes seeing, das nicht sehr oft vorkommt.


    Gruß,
    Stephan

  • hallo!
    ich kann dir nur das "super 3,6" empfehlen, das ist ein kellner okular, ,der einblick und augenabstand sind wesentlich besser als bei einem 4mm plössl, und ich hab meins für 15eus gekriegt.


    vielleicht ne alternative?

  • So langsam verbessert sich hier wohl das seeing. Denn nun kann ich schon bei 100x (12er Oku) zwei Wolkenbänder erkennen. Aber das Wetter macht hier wieder Astronomische beobachtungen zu nichte.
    Eigendlich wollte ich mal nach draußen, aber dieser verdammte Nebel vermasselt es einem wieder mal.
    Ich konnte nur zwischendurch mal kurz vorm Fenster gucken und da sah ich endlich die ersten Wolkenbänder. Naja raus gehen lohnte sich nicht, denn der Nebel war wieder in anmarsch.

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