VAA Sternennacht auf der Bielerhöhe

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  • Liebe Astronomiekollegen,



    Die Vorarlberger Amateurastronomen wollen am Samstag, den 27. September 2014 eine Beobachtungsnacht auf der Bielerhöhe veranstalten.
    Wir haben geplant im Gasthof Piz Buin auf der Bielerhöhe zu Übernachten (wer möchte).


    Der Vorstand hat beschlossen, daß jedes Vereinsmitglied einen Zuschuss von 30 Euro für Übernachtung und Verpflegung bekommt.
    Die Kosten für Zimmer mit Frühstück liegen zwischen 37 – 48 Euro.
    Gäste des Gasthofs dürfen die Silvretta Hochalpenstraße Mautfrei benutzen.


    Wir möchten die Teilnehmer bitten die Zimmer selbst zu buchen.
    Das Gasthaus Piz Buin ist telefonisch unter 05558 4231 erreichbar (aus Österreich).


    Homepage Berggasthof Piz Buin und Buchung: http://www.buin.at/index.php


    Noch sind Zimmer frei.


    Mit der Hoffnung auf zahlreiche Beteiligung und schönes Wetter (die Wettervorhersage schaut gut aus bis jetzt)
    Deanna

  • Hallo BesteBabsi, aber der Wetterbericht schaut sehr gut aus für Samstag, besser als für die Edelweißspitze, und bis dahin ist der Schnee auch wieder weg, Übernachtung wie immer im Auto (nicht mit der Vespa) also (wahrscheinlich) bis Samstag, mit lg Stephan

  • Hallo zusammen,


    da es mit der persönlichen Verabschiedung nicht geklappt hat (wieso nur [:o)]): es war eine tolle kleine Starparty und es hat verdammt viel Spaß gemacht!


    Bis bald mal wieder!


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    ja, das Frühstück rief, und die Mitbeobachter aus unserem nördlichen Nachbarland beobachteten die Nacht durch- da war der Biorhytmus am Morgen nicht ganz synchron!


    Der Himmel und die Temperaturen waren herrlich.
    Andreas, vielen Dank für den unvergleichlichen Cirrusnebel. Den werde ich nie mehr vergessen.


    Auch Dank an Stefan Psy für den Blick an den Rand des Universums!


    Leider sind solche Nächte sehr selten.


    Herzliche Grüße an alle!



    Guntram

  • Andreas, wir haben darüber nachgedacht dich zu wecken, doch Kurt meinte "er schläft noch so schön"


    nachdem wir keinen Lippenstift dabei hatten konnten wir auch keine Nachricht auf dem Spiegel hinterlassen. ;-)


    das Beobachten mit dir und den anderen war toll und hat mir sehr viel Spass gemacht, BB folgt


    lg


    Philipp

  • Hallo,


    aus dem Gedächtnis hier mal ein kleiner Beobachtungsbericht:


    Als ich auf der Silvretta ankam war gerade die Diskussion im Gange ob man vorne in Richtung Strasse, oder doch lieber hinten bei dem als Lagerplatz genutzten Parkplatz beobachten sollte. Die Lagerplatz Fraktion hat sich durchgesetzt - was wir nicht wussten war, dass auf der Baustelle Vermuntwerk 24h Stunden durchgearbeitet wird, so bekamen wir später noch Besuch von einem LKW der noch schnell ein paar Bündel Baustahl abholte, aber der Fahrer war uns freundlich gesonnen und ließ uns gewähren.


    Die erste Beobachtung des Tages war dann die Sonnemit Baader Herschelprisma durch den 105mm Traveller eines Vereinskollegen. Auch wenn das Seeing durch die tiefstehende Sonne schon recht unruhig war, hat mich der knackige Kontrast und die immer wieder aufblitzende Schärfe beeindruckt. Der Grünton des Bildes ist für die Kontrastwahrnehmung auch recht förderlich.


    Während die letzten Sonnenstrahlen die Berge in ein zartes Abendrot tauchten entdeckte ich plötzlich einen komischen "Stein" auf der Madlener Spitze, zuerst traute ich mich kaum es zu sagen, aber es war dann einwandfrei ein Adler den wir viele Minuten lang durch die verschiedenen Teleskope beobachten konnten - auch ein paar Fotos wurden versucht, aber bei der Entfernung von ca. 5km wars da mit der Schärfe dann doch nicht so leicht...


    Zu Kurt, Michael, Guntram, Franz, Babsi und mir von der VAA stießen dann noch Stefan(Psy) und Andreas - hier im Astrotreff wohlbekannte Kollegen. Zwei Schweizer Sternfreunde stießen dann auch noch dazu, da blieb mir aber nur der Name Rolf(?) im Gedächtnis.


    Auch Andreas Hänel von der Fachgruppe Dark Sky war da, den habe ich im Dunkeln dann allerdings nicht mehr angetroffen. Ivh bin schon gespannt was seine Messungen zur Himmelshelligkeit ergeben haben. Das SQM von Franz hat 21.21 angezeigt, allerdings hat ev. Die Milchstrasse gestört.


    Der Himmel war sehr dunkel, und auch am Horizont war kaum Streulicht. M42 habe ich im 80mm Refraktor beim Aufgehen zugeschaut und hatte nicht den Eindruck, dass da viel Aufhellung durch Streulicht war.


    Leider befand sich mein Fern/Zeitauslöser nicht in der Schachtel wo er hingehört, so stand mir nur 30 Sekunden als maximale Aufnahmezeit zur Verfügung... das nächste Problem war, dass ich beim Kollimieren meines Strock 250 Selbstbau ein Schraube zuweit herausdrehte, und die Kollimation für den Abend dann unmöglich war...


    Hier aber nun meine Beobachtungseindrücke:


    Hickson 16 im 52,5cm Dobson war leicht, die vier Galaxien bogenförmig aufgereiht.


    Stephen's Quintett im 52,5cm von Andreas direkt zu sehen, die unterschiedlichen Formen klar und deutlich, die zwei sehr eng stehenden konnte ich aber nicht klar trennen. Auch in der Phoenix von Goldammer (36cm Dobson von <s>Kurt</s> Korrektur: natürlich Stefan!) war diese Gruppe gut zu sehen, allerdings nicht mit so viel Struktur.


    Sehr eindrucksvoll war M13 im Phoenix, die schlangenförmigen Sternreihen waren sehr deutlich, und die optische Qualität an den vielen, vielen punktförmigen Sternen erkennbar. Verblüfft war ich dann, als NGC6207, die ich nur als schwachen Nebelfleck kannte direkt sichtbar war, und auch Struktur zeigte.


    In Guntram's 8" (sorry Guntram) Tetra-Schiefspiegler war das Zentrum von M42 ein Genuss, ich hatte noch nie so einen dreidimensionalen Eindruck beim Blick durch ein Teleskop. Die scharfen Nebelkanten, und die dunklen Schwaden boten dem Auge viel interessante Details.


    Der Cirrus-Nebel war bei geringer Vergrößerung auch in meinem dekollimierten 250mm Newton sehr schön, in den 80mm Refraktoren und dem Traveller auch der komplette Komplex im Bild - der Hammer war dann aber der Anblick im 52,5cm Dob, wo man die Schmalseite das Bildfeld ausfüllte und man die Strukturen durch Schwenken abfahren konnte - unfassbar wie viele Details sichtbar waren.


    in Babsis 90x20 Feldstecher war ich vom Anblick von M55 sehr verblüfft, so groß? so hell?


    Im großen Dob konnte ich dann noch zwei alte Favoriten von mir bewundern: NGC891 - formatfüllend mit ganz deutlichem Staubband und NGC281, der viele Strukturen zeigte, vom PacMan aber nur der dunkle Einschnitt (Mund) klar ersichtlich war.


    IC405 konnten wir nicht sehen, dafür NGC1893 im Nebelfilter mit viel Struktur.


    Im Tetra (oder war es der 16cm Newton) von Guntram konnten wir dann auch noch NGC253 (sehr schön) und NGC288 (eher blass) sehen.


    Ich habe sicher noch viele Objekte vergessen, aber da werden mir die Kollegen sicher noch auf die Sprünge helfen...


    hier noch ein paar Bilder:


    Warten auf die Dunkelheit:


    Orion neben dem Hohen Rad


    Orion mit 200mm


    Ausschnitt aus dem Bild oben:


    noch ein Ausschnitt:


    die Milchstrasse am Abend:


    Blick nach Norden, die Beleuchtung stammt von der Baustelle - dem Himmel kann sie bei der Transparenz aber kaum was anhaben


    Orion über dem Silvrettasee


    Kapelle auf der Passhöhe


    Andreas mit Zodiakallicht


    von Sirius bis zu den Plejaden


    Orion und Zodiakallicht:


    Auf dem Weg zum Frühstück wurden wir mit seltsamen Klängen konfrontiert:


    Die Gegend um IC405, mit M38, M36, NGC1907, NGC1893...


    Der Sturmvogel Nebel NGC6960:


    Cirrusnebel mit 200mm:


    Alles in allem war es eine kleine, feine, internationale Starparty mit tollen Erlebnissen.


    lg


    Philipp

  • Nachtrag: im Phoenix haben wir noch den Quasar PG<s>1643</s>1634-706 (oder war es ein anderer?) beobachtet - aber das Feld habe ich anders in Erinnerung als http://www.licht-stimmungen.de…ve/PG1634-706_3_2011.html und http://www.dangl.at/2008/deepsky/pg1634_706.htm ...?


    Nachtrag zum Nachtrag:
    Stefan hat mich über einen Zahlendreher bei der Bezeichnung aufgeklärt, und mit seiner Anleitung (drehen der Zeichnung um 90°) erkenne ich jetzt auch das schiefe Viereck und das rechtwinklige Dreieck wieder und freue mich, dass ich 8.9 Milliarden Lichtjahre weit gekuckt habe!

  • Hallo Philipp,


    vielen Dank für den Bericht und die tollen Photos, auch die Stimmungsphotos sind sehr schön, wunderbar, genau so war es! Den Alphornbläser hab ich auch noch erlebt, nachdem ich als letzter aufgestanden, aus dem Auto gekrabbelt (alle war schon weg) und zum Frühstück ins PizBuin gekommen bin.
    Eine Korrektur: "Phoenix von Goldammer" ist nicht von Kurt, sondern der meine, gebaut von Achim Strnad ("Strnad" heisst auf Tschechisch "Goldammer").
    Und das Feld um PG 1634+706 (nicht 1643!) passt schon, Du musst nur beim 2. Link (G.Dangl) das Photo bzw. Bild um 90 Grad im Gegenuhrzeigersinn drehen, um den Anblick im Phoenix zu bekommen: Rechteck, linke Seite die beiden helleren Sterne, rechte Seite schwächer, Quasar dann auf der rechten Seite etwas oberhalb der Mitte als rechtwinkliges Dreieck am rechten Winkel - die beiden hellen Sterne oben rechts am Rand (Bild noch nicht gedreht) und unten links waren knapp außerhalb des Blickfeldes vom Phoenix.
    Und beim 1. Link "Zeichnung": Das Bild um 90 Grad im Uhrzeigersinn drehen, dann passts. Bei der Zeichnung ist allerdings der untere hellere Stern der linken Seite nicht richtig eingezeichnet. Falsch war nur meine Entfernungs-Angabe: nicht 9.8 Milliarden LJ sondern nur 8.8 Milliarden LJ Entfernung (Lichtlaufzeit- NUR !).
    Schön wars mit Euch!

  • Hallo Stefan,


    danke für die Hinweise zu meinem BB, und noch viel mehr Dank für die Blicke durch den Phoenix, NGC6207 hat mich "echt" umgehauen!


    lg


    Philipp

  • Vielen Dank für die tollen Bilder und die wunderbare Sternennacht.
    Es war ein sehr feines Treffen mit einmaligen Eindrücken.


    Daß ich den Silverdollar (NGC 253) in Guntrams Schiefspiegler verschlafen habe grämt mich ein wenig. *Erlaubnis zum Wecken erteilt*


    Die Blicke bis zum Rand des Universums (wenn auch "nur" 8.8 Milliarden LJ entfernt) und durch die diversen anderen Geräte waren klasse. Danke an alle Beteiligten, es war schön mit euch.


    Hier wird mit schwerem Gerät aufgebaut:



    Die Betonsichtschutzelemente waren ganz gut brauchbar gegen Autoscheinwerfer.


    Das luxuriöse VAA-Zelt steht:



    Genuß pur auf allen Ebenen:



    Auch die Tour auf den Bielerkopf und die Bielerspitze war sehr schön und wurde gar artig und brav, ja sogar souverän von Brian gemeistert.


    Bielerkopf:



    Fein war´s .
    Babs

  • Ja tolle Fotos! Die Stimmungsbilder gefallen mir besonders, obwohl die Lichter der Baustelle natürlich so störend gar nicht waren, wie es auf dem Foto aussieht. Schade nur, daß ich die Quasare-Session verpasst habe, so altes Sternenlicht hätte ich meiner Netzhaut auch gerne gegönnt [:p]


    Ciao
    Andreas

  • Hallo,


    noch eine Ergänzung: sehr beeindruckt war ich auch von den Bluetooth "Teilkreisen" am 52,5cm - entspannt mit dem Blick auf das Smartphone in der Hand den Dobson mit der anderen Hand ganz entspannt eingestellt - und BUMM NGC891 im Okular, cool!


    lg


    Philipp

  • Hallo,


    neben dem extrem weit entfernten Quasar war Uranus ein weiteres Highlight für mich. Andreas Hänel hat uns darauf aufmerksam gemacht, daß er hier oben mit bloßem Auge zu sehen ist.
    Nach kurzer Suche habe ich ihn zweifelsfrei identifiziert. Ich hätte das nie für möglich gehalten!


    Es war dann auch ein Kinderspiel, den siebten Planeten auf den Chip der Videokamera zu bringen, um zu versuchen, Uranusmonde abzulichten- mit der behelfsmäßig grob ausgerichteten EQ Plattform und dem im Wind zitternden Teleskop.


    Philipp, die Übersichtsbilder fangen die Atmosphäre genau ein. Der Sturmvogel und die Aufnahme des Cirrusnebels mit 200mm Brennweite gefallen mir besonders gut.


    Unter einem solchen Himmel erlebt man auch schon hundertmal gesehene Standardobjekte wieder völlig neu.


    Phönix und der 525mm Dobson waren beide auf ihre Art beeindruckende Beispiele für die Entwicklungen im Amateurteleskopbau in den letzten Jahren.


    Viele Grüße,


    Guntram

  • Hallo zusammen,


    es war toll, euch dort zu treffen und einen netten Erfahrungsaustausch zu haben, auch wenn ich nur relativ kurz da war!


    Ich muss meine Beobachtungen noch auswerten und schaffe das hoffentlich am nächsten Wochenende. Nur kurz soviel:


    - Mein SQM-L (das schon an vielen dunklen Orten im Einsatz war) lieferte 21.25, stimmt also recht gut mit der Beobachtung von Phillip überein. Eigentlich hatte ich einen dunkleren Wert erwartet. Ob es an der Riesenbaustelle (mit der wohl noch 4 Jahre zu leben ist) liegt, kann ich nicht sagen. Ein paar Nächte vorher hatte ich im Valser Tal 21.35 gemessen.


    - An der Bielerhöhe hatte mich der viele Autoverkehr gestört, weshalb ich dann auf den Parkplatz am Kopssee gefahren bin. Dort war es bestenfalls maginal dunkler, aber die Horizontsicht etwas besser und es gab kaum Autoverkehr. Und besonders eindrucksvoll die Geräuschkulisse der Hirschbrunft!


    - Der Roadrunner (SQM-LU auf dem Autodach mit GPS) liefert in der gesamten Region ähnliche Werte.


    - Am Sonntagabend war ich nochmals dort, ähnliche Himmelshelligkeit, die Bilder haben einen leichten Grünstich - vermutlich starkes Airglow. Auch wieder Hirschbrunft.


    Bilder folgen in Kürze!


    Besten Gruß,
    Andreas (Hänel) von der FG Dark Sky

  • Hallo Andreas (Hänel)


    hat mich auch gefreut deine Bekanntschaft zu machen.


    Wir haben kurzfristig vorher noch diskutiert ob wir uns nicht lieber am Kops See treffen sollten, ich war dann dagegen, weil ich befürchtete dass ev. Kollegen von außerhalb des Vereins dann den Ortswechsel nicht mitkriegen und wir dann weniger Leute treffen würden. Fürs nächste Jahr werden wir jedenfalls darüber nachdenken den Standort dahin zu verlegen, ruhiger wäre es allemal und ein niedrigerer Horizont ist jedenfalls ein Bonus.


    Valser Tal ist auch schön, da kenne ich aber bislang vor allem die Therme,


    Ja, ich denke auch dass ich da einiges an Airglow in den Bildern habe, wenn man den Kontrast hochzieht sieht man auch schwache rote Bänder.


    lg


    Philipp

  • Die Abzweigung zum Kops-See ist ist von Tirol aus kommend vor der Mautstelle (also für mich gut), aber für die Vorarlberger heisst das Zahlen bei Hin- und am nächsten Tag auch bei Rückfahrt. Bei der Ausfahrt am Sonntag Mittag wurde übrigens nichts berechnet (Tip des Kellners war erfolgreich: langsam durchfahren und freundlich lächeln). Tiefere Horizontsicht ist aber sehr von Vorteil.

  • Hallo,


    ich habe mir nun die Daten und Bilder von letzten Samstag und Sonntag mal etwas genauer angeschaut.


    Am Samstag hatte ich auf der Bielerhöhe (linkes Bild) 21.25 und am Kopssee 21.30 (mittleres Bild), also etwa 0.05-0.1 (wenn ich die Roadrunner-Daten dazu nehme) mag/arcsec² dunkler gemessen, am Sonntagabend am Kopssee 21.23 (rechtes Bild).


    Die Fisheye-RAW-Aufnahmen sind unter identischen Bedingungen aufgenommen und gleich verarbeitet worden.



    Der gelbe Ton im Bild von der Bielerhöhe ist wohl durch künstliche Beleuchtung verursacht, im Westen (rechts) vor allem durch die Baustelle Obervermuntwerk 2, an der wohl Tag und Nacht gearbeitet wird:



    Aber auch die Beleuchtungen der Hotels dürften den Himmel aufhellen:




    Am Kopssee ist der Himmel deutlich dunkler, der Lichtschein der Baustelle und die angestrahlten Berge sind aber auch im Südwesten zu sehen:




    Die Messfahrt mit dem Roadrunner (SQM-LU und GPS auf dem Autodach), überlagert den Black Marple-Daten, zeigt kaum Variationen:



    Hier die Daten für GoogleEarth: http://www.home.uni-osnabrueck…arksky/alpen/20140927.kmz



    Am Sonntagabend hat wohl vor allem Airglow für einen grünlichen Schimmer gesorgt, allerdings sind nicht die typischen Streifen zu erkennen.


    In Galtür könnte auch auf eine bessere Anstrahlung (wenn überhaupt die ganze Nacht über!) der Kirche geachtet werden:



    Hier noch ein Fisheye-Foto mit astromodifizierter 300d:



    Fazit:
    Bis Ende der Baumassnahmen (wohl 2018-19!) dürfte der Parkplatz am Kopssee dunkler als die Bielerhöhe sein.


    Am kurz davor liegenden kleinen Zeinissee gibt es ja einen Campingplatz und den Alpengasthof Zeinisjoch und von Galtür mit noch mehr Übernachtungsmöglichkeiten sind es gerade 10-15 Minuten Autofahrt. Die Übernachtung beinhaltet im Sommer immer die Silvrettakarte, die auch die Mautgebühr abdeckt.


    Besten Gruß,
    Andreas

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank fuer die tollen Berichte und all die schoenen Bilder! Mit einem Kollegen habe ich ja am selben Wochenende vier Naechte im buendnerischen Schanfigg (zwischen Chur und Arosa) auf 1850m verbracht und wir konnten jede Nacht bei hervorragenden Bedingungen wie von euch gezeigt beobachten.


    Besonders faszinierend war fuer uns die Transparenz in der Wintermilchstrasse (von Cassiopeia bis Fuhrmann) mit durchgehenden Dunkelgebieten und natuerlich das helle Zodiakallicht mit Jupiter mittendrin.


    Viele Gruesse,
    Jan

  • Hallo,


    noch ein kleiner Nachtrag:


    Kurz nachdem es völlig dunkel wurde, nutzte ich die exzellente Transparenz am Horizont, um einige Kugelsternhaufen im Schützen zu beobachten. Ich hatte vor vielleicht vier, fünf Jahren zum letzten Mal solche Bedingungen.
    Mit relativ bescheidenen 200mm Öffnung erwartete ich nicht allzuviel. Doch war ich über den herrlichen Anblick besonders von M22, aber auch anderer KH hoch erfreut!


    Später klemmte ich die ASI an den Schiefspiegler und versuchte, Uranusmonde abzulichten. Doch die nur frei Auge ausgerichtete EQ Plattform und der Wind erschwerten das Filmen sehr: Uranus zitterte flott aus dem Bildfeld.
    Von den Monden war am Laptop nichts zu sehen. Auch ein schnell angefertigter Stack zeigte nichts. Ich gab auf und verlegte mich wieder auf die visuelle Beobachtung.


    Zu Hause quälte ich den Stack in fitswork- und siehe da, drei Monde wurden sichtbar!
    Stellarium ermöglichte die Identifizierung. Ganz oben Oberon, darunter und sehr schwach Umbriel, und ganz unten Titania. Umbriel hatte eine Helligkeit von etwa 15,4mag.



    Die Belichtungszeit betrug 0,354 Sekunden. Es wurden alle 81 Bilder des Videos gestackt.


    Viele Grüße,


    Guntram

  • Ich will auch nochmal was nachliefern zu dieser ungewöhnlichen Nacht:


    Eigentlich erschien sie gar nicht so dunkel zu sein, es waren nicht auffallend viel mehr Sterne zu sehen, als sonst in guten Gegenden, auch die Aufhellung der Baustelle im Westen und immer wieder mal einzelne Autoscheinwerfer schienen störend zu sein.


    Aber besonders war die Milchstraße: sichtbar vom Adler über Schwan durch Cassiopeia und sogar runter bis durch den Fuhrmann, das war ungewöhnlich. Dann Uranus mit bloßen Augen. Und extrem auffallend einzelne Standardobjekte waren anders als sonst: NGC 6207, die kleine Galaxie bei M13 war nicht nur ein schwaches Nebelchen, sondern hell und strukuriert. Hab ich noch nie so gesehen. Stephans Quintett war nicht nur erahnbar, wie sonst, sondern war in meinem Phoenix klar und deutlich auch direkt zu beobachten, eindeutig 4 Galaxienklexe bei 150-facher Vergrösserung. NGC 891 auch bei 200-fach nicht mehr nur ein Hauch, sondern hell und deutlich mit Mittelstreifen formatfüllend im Okular. Neptun ein deutliches kleines grünes Scheibchen. Und: M110 hab ich noch nie so hell und aufgelöst als Spiralgalaxie mit Strukturen gesehen. War echt verblüffend diesen ganz neuen Anblick zu beobachten. Auch M30 und auch M15, jeweils ein Kugelsternhaufen so hell und deutlich, als ob man sie noch nie gesehen hätte. Die schwachen Nebelfetzen zwischen Hexenhand NGC 6992 und Sturmvogel NGC 6960 waren ungewöhnlich deutlich zu beobachten. Zentralstern in M57 und Pferdekopfnebel sind dagegen diesmal nicht gegangen.


    Es war windstill und kalt, aber nicht extrem kalt, Benzintaschenofen, Gesichtsmaske und Handschuhe hab ich nicht gebraucht, und auch den Schlaf im Auto mit Luftmatraze, Schlafsack und Decke von 4.15 bis 9.15 Uhr hab ich ohne Erkältung überlebt.


    Auch in einigen anderen Beobachtungsberichten hier im Forum von anderen Orten im Gebirge wird ja von dieser ungewöhnlichen Nacht am 27./28.9. geschwärmt.


    Und: eine wunderbare Gebirgslandschaft weit über der Baumgrenze. Ich hab am nächsten Tag noch ein paar Fotografierstops mit dem Auto eingelegt, die Füsse in den eiskalten sprudelnden Gebirgsbach gehalten, ein paar schön Steine gesammelt, den ungewöhnlichen Wiesenbewuchs bewundert. Und bei der Heimfahrt nach OÖ hab ich noch eine Pause ganz hinten im (fast heimatlichen) Tiroler Alpbachtal mit Kaffeetrinken und Eisessen eingelegt.








    Der Berg links mit der Wolkenfahne ist der PizBuin


    Es war ein schönes Wochenende mit Euch, danke.

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