Welche DSLR ausschliesslich zur Astrofotografie

  • Hallo zusammen,
    mich beschäftigt gerade die Frage, welche DSLR man bei einer Neuanschaffung wählen sollte. Die Kamera hätte Ihr Einsatzgebiet ausschließlich in der Astrofotografie. Ich denke die 60Da und 600Da sind da wohl aktuell. Jetzt habe ich aber gehört, das bei den Modellen 5D und 6D aufgrund der neuen Sensortechnik keine Modifikation mehr notwendig sein soll. Hat da jemand von Euch Erfahrungen oder Meinungen zu? Die 6D ist ja preislich sehr interessant.

  • Hallo Carsten


    Deine Bilder in Astrobin sind nicht schlecht. Du hast bis jetzt mit der Nikon fotografiert. Zur Steigerung deiner Ergebnisse willst du wieder eine DSLR? Die 6D kostet ja auch schon um die 1500€, warum dann nicht eine CCD?
    Ich habe damals mit der 450da sehr gute Ergebnisse erreichen können.

  • Hallo Caspar,
    eine CCD mit Vollformat Sensorgröße kostet dann ja auch wieder "etwas" mehr. Dazu kommt dann Filterrad, Filter, etc. Soweit bin ich denke ich noch nicht(es sei denn ich werde überzeugt;-)).
    Die Nikon war ein Kompromiss zwischen Astro- und "normalen" Aufnahmen, da sowieso ein Neukauf anstand. Nachdem ich die Kamera jetzt (absichtlich?) ein paar mal nach einem Astroeinsatz nicht zurück gebaut habe und meine Holde somit keine Bilder machen konnte habe ich nun das ok für eine eigene Astrokamera(gewusst wie ;-)).


    PS: Vielen Dank für das Lob :)

  • gern geschehen[;)]
    Ok die 6D hat nen 24x36 Chip drin, das sind ca 43mm Diagonale. Das ist schon ordentlich. Erfahrungen habe ich da leider nicht. Ich hörte mal was vom Rauschen bei der 600da. Es gab mal von Stefan Seip einen Testbericht, kann sein das das in SuW gewesen ist.
    http://www.te-les-koop.nl/
    schau bitte mal in diesen Link rein!

  • Rauschen bei der 600Da hab ich nichts gefunden, sie hatte wohl am Anfang Probleme in der Mechanik und hat Öl auf den Sensor gespritzt.
    Mich wundert halt die Aussage, das man die 6D nicht mehr modifizieren brauch. Ich hab da so weiter noch nichts zu gefunden und wenn dem so wäre, ist sie preislich ja wirklich interessant.
    In dem Link finde ich nichts, aber mein Niederländisch ist auch nicht so Dolle.

  • Hallo Carsten,
    ich bin nun zwar nicht der ausgewiesene Profi in der DS-Fotografie, mir sind aber bei deinen Überlegungen 2 Dinge aufgefallen, die vielleicht berücksichtigt werden sollten:
    1. Ein Vollformat-Sensor bringt dir allein durch die Problematik der Ausleuchtung ohne Vignettierung einen ganzen Stapel zusätzliche Schwierigkeiten ein, die dir bislang unter APS-C erspart geblieben sind.
    2. Wenn schon Preise/Investitionskosten verglichen werden, dann sollte wohl auch Farb-DSLR mit Farb-CCD verglichen werden. Eine s/w-CCD ist dann sicherlich nochmal ein weiterer Schritt mit weiterem Aufwand/Kosten aber eben auch ganz anderen Möglichkeiten.


    Kurzum: Eine neue DSLR - erst recht eine in diesem Preissegment - nur für Astrofotos halte ich für einen faulen Kompromiss. Sie wird kaum mehr können als eine billige und bewährte (ggf. modifizierte) DSLR aber annähernd so viel kosten wie ein "richtiger" Umstieg auf eine gekühlte CCD.

  • Hallo Daniel,
    danke für Deine Antwort/Anregung. Bzgl. der Ausleuchtung sollte es kein Problem geben, da die Kamera an einem 8" f4 mit Aplanatic 4-Linsen Komakorrektor und an einem William FL110 mit William Flattener eingesetzt wird. Beide Systeme leuchten einen Vollformatsensor aus.
    Zum Preis, die D6 gibt es momentan für 13oo€, eine modifizierte 600Da 750€ und die 60Da um 1000€. Farb-CCD´s mit ähnlicher Sensorgröße hab ich in diesem Preisbereich nicht finden können, wäre aber natürlich eine Alternative.

  • Hallo Caspar!


    Auch ich möchte mal wissen, warum eine Kamera mit Bayersensor Ärger macht! Ich habe sogar meine Monochromkamera Atik 383 verkauft und bin zum Farbsensor gewechselt, mit dem ich viel weniger Bearbeitungsaufwand habe. Und zu den ganzen Halbwahrheiten wie geringere Auflösung habe ich mich mal im Rahmen eines QHY10 Tests geäußert:


    http://www.scottys-universe.de/QHY10.htm


    Gruß


    Uwe

  • Hallo Caspar!


    Ich habe die beiden interessanten Threads gelesen. Was möchtest Du uns damit beweisen? Da haben 2 Leute Probleme mit der Kamera, bzw. Aufnahmetechnik/EBV, während uns der Oli wunderschöne Nebel mit einer einfachen EOS1100 Da zeigt, Silvia beweist, dass eine EOS450 mit Ha Filter den schwierigen Herznebel locker packt. Und wenn Atiks keinen Gain haben, weil die intern schon auf vernünftigen Gain/Offset justiert sind, so wurden Lösungen mit dem 3x3 Binning aufgezeigt.
    Kurzum, es war ein Canonfest, sprich Farbsensorfest, wenn man sich die Nebel so anschaut. Ich gebe zu, am Herznebel hatte ich mir auch schon mal die Zähne ausgebissen, und habe hierzu Tipps bekommen, das ist kein leichter Nebel von der Flächenhelligkeit, besonders ohne Ha Filter. Und wenn du mal die Bilder vom Thomas Henne dir anschaust, den man locker in der Liga vom Stefan Seip oder Rolf Geisinger platzieren kann (http://www.distant-lights.at), die er mit Canon Farbkameras gemacht hat, dürfte das jeden Farbsensorkritiker verstummen lassen!
    Selbst harte Nüsse wie VDB141 hat der lässig damit hinbekommen.
    Ich glaube, der Religionskrieg Farbsensor versus SW Sensor ist genauso unnötig wie die traditionellen Diskussionen Apo versus Spiegel. Hier geht es um verschiedene Philosophien, die alle Vor- und Nachteile haben, aber niemals schlecht sind!
    In diesem Sinne herzliche Grüße


    Uwe

  • Hallo Carsten!


    Also eine 6D muss für Ha nebel genauso modifiziert werden!
    Allerdings werden die Anforderungen bei Vollformat deutlich größer.
    Vignettierung ist noch das geringste Problem, kann man mit Darks lösen bis zu einem bestimmten Grad. Beim Newton sollte besser ein größerer Fangspiegel für mehr Ausleuchtung eingebaut werden. Und je weiter die Sterne von der optischen Achse weg sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Flattener oder Korrektor bei großen Sensoren nachläßt, also die Sterne nicht mehr (ganz) rund sind. Auch Verkippung macht sich deutlich stärker bemerkbar. Das wird schon ein Bullenritt. Wenn Du schon auf Hardcore stehst, dann gleich noch ein f/2.8 System dazukaufen, da haste garantiert nie mehr Langeweile![:D]
    Gruß


    Uwe

  • Klar, es geht ja mir ausschließlich um eine Farbccdkamera, die nur gegenüber einer EOS gekühlt ist, aber im H-Alphabereich und QE schlechter wie eine S/W CCD mit Filterrad ist. Aber ich denke wir lassen es so mal stehen, eigentlich will Carsten ja wissen welche DSLR jetzt am besten passt. Ich persönlich würde mir eine gebrauchte 450da (live view) besorgen (mal Astronomik fragen), also modifiziert und auf eine SW-CCD mit Filterrad sparen. Dann kann ja seine Freundin weiterhin die Nikon verwenden[;)]

  • Hallo zusammen,
    vielen Dank für Eure Antworten.


    (==>)Uwe,
    worauf berufst Du Deine Aussage, die 6D muss auch modifiziert werden? Ich habe gehört, kann es aber bisher nirgendwo verifizieren, das die 6D im Ha-Bereich wesentlich empfindlicher sein soll als Ihre Vorgänger und somit eine Modifizierung nicht mehr zwingend notwendig ist. Vielleicht liest hier ja ein 6D Nutzer mit und kann seine Erfahrungen teilen?
    Ansonsten werde ich wohl Caspars Rat folgen und eine modifizierte Canon wählen.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: realcyrus</i>
    (==&gt;)Uwe,
    worauf berufst Du Deine Aussage, die 6D muss auch modifiziert werden? Ich habe gehört, kann es aber bisher nirgendwo verifizieren, das die 6D im Ha-Bereich wesentlich empfindlicher sein soll als Ihre Vorgänger und somit eine Modifizierung nicht mehr zwingend notwendig ist.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    So wie ich das verstanden habe brauchen die neueren EOSe keinen Filter mehr, ein Umbau ist jedoch trotzdem erforderlich/sinnvoll. Allerdings ist so ein Umbau erheblich billiger als bisher.


    Ich zitiere hier von der Webseite eines Anbieters von Umbauten:
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Der Standardumbau für alle aktuelleren DSLRs. Der Vorteil: Die neueren Modelle benötigen keinen Astrofilter mehr, da die originalen Filtereinheiten aus mehreren Teilen bestehen und nur teilweise für mehr Rotempfindlichkeit umgebaut werden müssen. Mit diesem Umbau wird eine H-Alpha-Empfindlichkeit von ca. 80-85% erreicht.
    Alle Preise enthalten die Kosten für die Umbauarbeiten und die Fokusjustage auf den Einlieferungszustand. Die Sensorreinigungsfunktion und Liveview bleiben erhalten!<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    (Ich bin mir nicht sicher ob hier ein Link erlaubt ist, es sollte aber nicht allzu schwer sein den Anbieter mittels Suchmaschine zu finden. ;-))


    Gruß,
    Tusker

  • Hallo


    ist mir nicht bekannt das jemals eine DSLR mit Pixeln unter 5µm anständige Bilder gemacht hat, insofern erübrigt sich der Filterumbau in der tat. na ja, Sarkasmus aus, den durch die kleineren Pixel eingeführten neuen Macken kann man mit Mehraufwand begegnen.


    wenn der Komakorrektor 40mm Baulänge hat und es bis auf den Chip nochmal 55mm sind dann müsste die Frontlinse des Korrektors für Kleinbildformat und f/4 ca. 66mm Durchmesser haben, oder die Brennweite so stark verlängern das man besser ein f/5 Teleskop mit einfachem Korrektor hätte verwenden können.
    3" OAZ und Korrektor ist dann wohl Pflicht? aber die größeren Pixel sind wohl goldrichtig.


    es ist nicht alles gut was neu ist, meine 8300SW rauscht trotz auf -20°C gekühlt so stark das ich für ein gleichgutes Ergebniss in LRGB geanau soviel Belichtungszeit benötige wie mit der 1000D, der Sensor ist groß billig und SW, punktet im Vergleich erst bei Schmalband
    Schön wäre der Sony 694er Chip mit 6 oder gar 7,5µm Pixeln, dann wäre er auch groß genug. bei den Kodak waren die ältern ohne Antibloominggat mit recht hoher Quanteneffizienz... alles mittlerweile irgendwie steinalt.
    Ich wüsste nicht welcher Chip ob in DSLR, Cmos, oder CCD in Serie für Astrofotgrafie hergestellt wird, wenn da zwischenzeitlich mal welche passten ist das reiner Zufall.


    Was ein Anbieter schreibt gilt natürlich, es ist allerdings glaube ich der Anbieter welcher dann für Tageslichtfotografie Clipfilter anbietet welche noch teurer wie das Baader Ersatzfilter sind, wenn mal jemand unabhängiges die Durchlaßkurve der jeweiligen Filterstapel messen könnte.
    Viele Meinungen leider.


    Gruß Frank

  • Hallo Zusammen,


    (==&gt;)Tusker <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">So wie ich das verstanden habe brauchen die neueren EOSe keinen Filter mehr..<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Dann hast Du es falsch verstanden. Mit der Entnahme der Filtereinheit, bei neueren Kameras ist dies ein mehrschichtiger Filter der sich voneinander ablösen lässt, wird lediglich die spektrale Bandbreite des Sensors weiter in den Rotbereich verschoben. Diese Filterschicht verhindert, dass bei der Tageslichtfotografie die Bilder rotstichig werden. Somit wird die Empfindlichkeit dieser Wellenlängenbereiche erhöht. Damit entfällt aber keineswegs der Einsatz eines Spektralfilters. Ohne Filter würde man nun ein erweitertes Spektrum aufzeichnen. Aber leider auch immer noch das Luftlicht, welches den Himmelshintergrund erhellt.


    Hier greifen dann die Nebelfilter mit ihren spezifischen Durchlassfenstern. Sie lassen nur die Wellenlängenbereiche passieren, die vom Benutzer gewünscht werden, bzw. von den Herstellern angeboten werden. Dies schafft eine kontrastierung der für uns interessanten Bereiche durch ausblenden von Wellenlängen, die bei der Astrofotografie störend sind. Objekte werden so vom Himmelshintergrund hervorgehoben, welche sonst in der spektralen Weite untergehen würden.


    Sicherlich lassen sich auch Bilder ohne Filter aufzeichnen. Hier ist aber eine aufwendige EBV notwendig um die gewünschten Wellenlängenbereiche per Algorithmus herauszufiltern.


    Und der Begriff "neuere Kameras" steht nicht nur für die aktuellsten Modelle. Hierunter fällt auch die alte EOS 1000D. Der Begriff "neuere Kameras" steht vielmehr für moderne Kameras.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: FrankH</i>
    Was ein Anbieter schreibt gilt natürlich, es ist allerdings glaube ich der Anbieter welcher dann für Tageslichtfotografie Clipfilter anbietet welche noch teurer wie das Baader Ersatzfilter sind, wenn mal jemand unabhängiges die Durchlaßkurve der jeweiligen Filterstapel messen könnte.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Die Clipfilter für Tageslichtfotografie gibt's von Astronomik. Spielt aber auch keine Rolle, denn hier geht es ja um eine "DSLR ausschliesslich zur Astrofotografie". ;)

  • Hallo!


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Senn</i>
    (==&gt;)Tusker <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">So wie ich das verstanden habe brauchen die neueren EOSe keinen Filter mehr..<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Dann hast Du es falsch verstanden. Mit der Entnahme der Filtereinheit, bei neueren Kameras ist dies ein mehrschichtiger Filter der sich voneinander ablösen lässt, wird lediglich die spektrale Bandbreite des Sensors weiter in den Rotbereich verschoben. Diese Filterschicht verhindert, dass bei der Tageslichtfotografie die Bilder rotstichig werden. Somit wird die Empfindlichkeit dieser Wellenlängenbereiche erhöht. Damit entfällt aber keineswegs der Einsatz eines Spektralfilters.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Klar, es geht hier jedoch darum, dass der Einbau eines Ersatz-Filters *in* die Kamera (angeblich) entfallen kann, was den Umbau deutlich billiger macht. Die Verwendung von externen Schmalbandfiltern bleibt davon natürlich unberührt.

  • Betreffend der 6D, ich besitze die 6D und bin sehr zufrieden damit, auch wenn ich betreffend Astrofotographie noch nicht viel Erfahrung mit der Kamera sammeln konnte, da ich aktuell kein Teleskop habe (in Reparatur).


    Aber, ich habe mich damals genau deshalb für die 6D entschieden, weil ich sie eben nicht nur für die Astrophotographie, sondern auch "normal" brauchen wollte.


    Die 6D hatte soweit ich das sehen konnte gute Resultate im Rauschverhalten, die Bedienung ist angenehm und es ist halt eine Kamera aus dem Profi-Segment von Canon, mit den bewährten Vorteilen welche die so mit sich bringen (Staub und Feuchtigkeitsschutz etc pp).


    Ich kann die Kamera empfehlen, aber halt vor allem auch deshalb, weil ich sie auch im Alltag gebrauche.


    Ob die 6D wirklich nötig ist, wenn man sie "nur" für die Astrophotographie benutzt, darf bezweifelt werden, sofern Geld eine Rolle spielt. Da leistet eine günstigere, modifizierte Kamera sicher auch gute Dienste.

  • Hallo Rene


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">So wie ich das verstanden habe brauchen die neueren EOSe keinen Filter mehr, ein Umbau ist jedoch trotzdem erforderlich/sinnvoll. Allerdings ist so ein Umbau erheblich billiger als bisher.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Das stimmt. Timo hat das etwas falsch verstanden, es ist natürlich damit gemeint dass kein Ersatzglas eingebaut werden muss um den Sensor zu schützen, obwohl der originale Tiefpassfilter entnommen wird.
    Die EOS Modelle mit dem Ultraschall Staubrüttler haben zwei voneinander physikalisch unabhängige Filterlemente. Sie sind also einfach getrennt entnehmbar. Ein Filterglas ist am Staubrüttler befestigt, das andere ist der Tiefpassfilter (türkisfarben) der näher am Sensor liegt. Das Glas am Staubrüttler filtert UV und IR, allerdings breiter als der Tiefpassfilter, weshalb das Filterglas am Staubrüttler "nur" etwa 15% der Wellenlänge von H-Alpha blockt (laut Angaben von Astro-Umbauern). Erst die Kombination aus beiden Filtergläsern (Staubrüttler + Tiefpass) machen den Verlust von etwa 80% der H-Alpha-Empfindlichkeit aus.


    Dadurch entsteht die Option einen günstigen Umbau vorzunehmen bei dem nur der Tiefpassfilter entfernt und der Filter des Staubrüttler wieder unangetastet eingesetzt wird.
    Für einen höheren Durchlass muss auch noch das Filterglas des Staubrüttler entfernt, bzw. ersetzt werden.


    Eigentlich interessant wenn man bedenkt, dass in den EOS Modellen mit Staubrüttler insgesamt drei Filtergläser im Strahlengang sind. Staubrüttlerglas, Tiefpassfilter und Sensorschutzglas. Nun ist es lediglich zum Schutz des Sensor(glases) und wegen der Fokusverschiebung sinnvoll wieder einen Ersatzfilter einzubauen, theoretisch kann man aber auch einfach gar nichts einbauen und das Sensorschutzglas allein in der Kamera belassen. Aufwand ist mit dem Ausbau des Tiefpassfilters identisch.


    Grüße,
    Patrick

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