Sensitivität bei Messung des Politurzustandes

  • Hallo,


    ich kenne zwei verschiedene Arten eine Politur für beendet zu erklären:
    1) Stathis: http://www.stathis-firstlight.de/spiegelschleifen/tipps.htm
    "Wann ist der Spiegel auspoliert: Auf dem sauberem Spiegel ist der Laserreflex im Dunkeln nur noch sehr schwach sichtbar, im Hellen sieht man gar keinen Reflex mehr. Der Laserreflex muss am Rand gleichschwach wie in der Mitte sein, sonst ist der Rand noch nicht auspoliert!. Mit starker Lupe (Okular) sind im Gegenlicht alle Löcher verschwunden. Man sieht nur noch Fussel und Staub. Ab hier den Spiegel nur noch mit "Sir" ansprechen. Meist poliert der Rand zuletzt aus. Ich persönlich lege zur Sicherheit noch 1-2 Stunden drauf, um wirklich sicher zu sein, und auch um eventuelle Tiefenrisse auszubügeln. "
    2) Sonnen-Methode (nicht von mir, Quelle habe ich aber vergessen): Man nimmt ein starkes Vergrößerungsglas und geht an einem klaren Tag mit der Lupe und dem Spiegel nach draussen. Dort hält man den Spiegel mit der Lupe davor in die Sonne. Die Lupe wird auf den Spiegel scharfgestellt. Wenn die Politur perfekt ist, bekommt man den Fokus gar nicht - ich habe dann immer einen Fingerabdruck auf den Spiegel gemacht, damit ich die Lupe scharfstellen konnte. Wenn es noch irgendwo funkelt, ist die Fläche nicht auspoliert - Pits scheinen wie kleine Sonnen.


    Jetzt stellt sich die Frage - welche Methode ist empfindlicher? Stathis ist einfacher, und auch beim üblichen schlechten Wetter einsetzbar. Hat mal jemand beide Methoden verglichen?


    Clear skies


    Tassilo

  • Hallo


    anbei ein Bild meines Erstlings.
    Der oberste Abschnitt mit kleiner Vergrösserung, die drei unteren mit Grosser.


    Die Pits waren mit der Lasermethode nicht auffindbar / resp. ich hab sie damit nicht gefunden. In sofern bin ich nicht überzeugt ob diese Methode zuverlässig ist zur Erkennung von kleinsten Pits.


    Gruss

  • Hallo


    das ist wohl alles eine Frage des geübten Auges? mir fällt es auch immer schwerer.


    bei Roger frage ich mich, wenn das eingemalte 1mm ist was ist dann die zerfressene Kante, Fase hatten wir wohl gerade nicht, bei der Strucktur der Kante (geglättet wurde die wohl auch nicht) wundert es auch nicht wenn da was wegbröselt was die größeren Pits am Rand vielleicht auch erkläret? vielleicht bin ich auch ein Angsthase.
    Aber an den Pits könnte man polieren bis man alt und grau ist, da ist schon beim Schleifen was übersehen worden.
    Ich fürchte der Spiegel funktioniert trotzdem.


    Tassilo = wäre ich bei ES würde ich es mit einem Auflicht Mikroskope versuchen, aber auch eine Refrenzfläche bemühen, sieht wohl auch perferkt poliert bei entsprechender Vergrößerung nicht ganz ohne Störungen aus.


    Gruß Frank

  • Hallo Frank


    der eingezeichnete Bereich von 1mm stimmt schon, für das Foto wurde ein Massstab mit fotografiert (in gezeigten Bildern ist dieser abgeschnitten)
    Nun, der Rand hatte mal eine Fase, welche durch schleifen entsprechend kleiner wurde, ich habe es versäumt diese rechtzeitig nachzuziehen.
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Aber an den Pits könnte man polieren bis man alt und grau ist, da ist schon beim Schleifen was übersehen worden.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Dem ist so, die Pits sind nur im äusseren Randbereich, und sind immer noch drinn. Infolge dessen dass der Rand hängt, wurde dieser Bereich mittels Blende abgedeckt, der Spiegel ist längst belegt und bereitet Freude, wenn er dann mal den Himmel zu sehen bekommt.


    Ich bin der Ansicht, dass es schwierig bis nicht möglich ist die Politur mittels Laserreflex zu beurteilen.


    <i>Edit: die Fotos wurde mit dem Mikroskop meines Arbeitgebers erstellt, die Vergrösserung weiss ich nicht mehr.</i>


    Gruss

  • Hallo Frank,


    Missverständniss: Das hier hat nix mit meinem Beruf zu tun, nur mit meinem Hobby Spiegelschleifen. Bei fertigen Optiken den Test mit der Lupe zu machen ist STRENG VERBOTEN: da bruzelt sonst die Vergütung bzw Verspiegelung weg....


    Clear skies


    Tassilo

  • Hallo Tassilo.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Bei fertigen Optiken den Test mit der Lupe zu machen ist STRENG VERBOTEN: da bruzelt sonst die Vergütung bzw Verspiegelung weg....
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Echt?
    Ist dir das wirklich schon passiert?
    Ich staune.



    Viele Grüße,


    Guntram

  • Hallo Guntram,


    ich will das jetzt nicht weiter vertiefen, das hat mit dem Thema ja nix zu tun. Ich habe ja den Fokus mit einem Fingerabdruck gesucht - und wenn das Fett im Fingerabdruck dann unter dem fokussierten Licht und Wärme abraucht, kann das meines Erachtens schon Schädigungen zur Folge haben - für punktuelles Erhitzen bei gleichzeitigem Einwirken von organischen Stoffen ist so eine Schicht ja nicht gedacht. Deshalb die Warnung. Ausprobiert habe ich das nicht - Fingerabdrücke auf beschichteten Flächen macht man einfach nicht absichtlich.

    Clear skies
    Tassilo

  • Hallo Tassilo


    ist vielleicht die Optikfertigung nicht in deinem Dunstkreis, dann hat man auch kein Zugriff auf die Mittelchen die es da so gibt.


    vielleicht sowas? wie Bresser-6933500-Taschenmikroskop-60x-100x
    meine ich aber auch schon kompakter gesehen zu haben.


    Das mit dem Laserreflex und dem Poliergrad nach Statis ist alles subjektiv, wenn man es einmal geführt gesehen hat kann man es nächstes mal allein,
    ich fürchte das kann dich auch nicht aufmuntern


    ach da du ja von Schäden schreibst, man könnte ja auch einen ganz feinen Kratzer am Rand machen und polieren bis der weg ist,
    wenn du schon irgendwo einen hast kann man auch zusehen wie der kürzer wird


    Gruß Frank

  • Na denn gebe ich meine Methode auch mal zum Besten:


    Ich betrachte den Spiegel immer durch ein umgedrehtes 10er Plössl. Auch gerne eine anderes kurzbrennweitiges Okular. Wenn man das Ding nun leicht kippt und ein Q-Tipp drunter schiebt, dann kann man das Q-Tip sehr leicht scharf stellen. Jetzt sieht man garantiert irgendwelche "Blitzer". Okular nicht bewegen, aber mit dem Q-Tip unter Sichtkontrolle im Okular auf dem Spiegel wischen. Die Fussel sind weg, sieht man sofort. Läßt sich irgendwas nicht wegwischen, ist's mit Sicherheit ein Pit.


    Gelingt immer, auch bei schlechtem Wetter[;)]
    Und auch, wenn die Batterien vom Laser leer sind. Oder man sich mit dem Laser auch gar nicht so sicher ist.


    Salute,


    Harry

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: ES-Europe</i>
    <br />
    "Wann ist der Spiegel auspoliert: Auf dem sauberem Spiegel ist der Laserreflex im Dunkeln nur noch sehr schwach sichtbar, ...


    2) Sonnen-Methode (nicht von mir, Quelle habe ich aber vergessen): Man nimmt ein starkes Vergrößerungsglas und geht an einem klaren Tag mit der Lupe und dem Spiegel nach draussen. Dort hält man den Spiegel mit der Lupe davor in die Sonne.


    Jetzt stellt sich die Frage - welche Methode ist empfindlicher?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Letztlich ist das fast die gleiche Methode. Es wird einmal kohärentes
    monochromatisches Licht, einmal inkohärentes, polychromatisches Licht einer beinahe punktförmigen Quelle vom Glas gestreut. Theoretisch
    sollte die Methode mit Laser (fokussiert) im Dunkeln evtl. etwas empfindlicher sein, da man dann schwaches Streulicht erkennen kann.


    Ich persönlich benutze allerdings lieber ein Auflichtmikroskop,
    um die Politur zu überprüfen.

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