Schwitzwasser

  • Hallo liebe Leute-war gerade in meiner Rolldachhütte und musste feststellen,das die Monti und sämtliches Zubehör mit Feuchtigkeit überzogen ist.
    Bei der Monti läuft sogar das Schwitzwasser am Alugehäuse runter.
    Die Hütte ist Wasserdicht und wird durchlüftet.
    Habt ihr die Probleme auch.....und was kann ich dagegen unternehmen?
    Zusätzlich abdecken?


    Gruß Hotte

  • Hallo.


    Wenn Du derartig starke Temperaturunterschiede in Deiner Hütte hast, daß Kondenswasserbildung auftritt, dann hilft wohl nur:


    1.) Plane über die Geräte
    2.) Silikagel-Beutel an die besonders für Kondesniederschlag empfindlichen Stellen anbringen.


    Manchmal hilft auch Lüften vor dem Verschließen der Hütte. Man sollte auch die Hütte nicht zu dicht machen. Die Hütte muß "atmen" .


    CS
    Peter

  • Hallo Hotte,


    Plane mit Silikagel bringt natürlich nur bedingt die Lösung, eher nicht. Vielmehr so oft lüften wie es eben geht. Vielleicht zusätzlich einen Lüfter in die Seitenwand einbauen, je gößer, desto besser. Die Luftfeuchtigkeit liegt meistens über 80 %.


    Alternativlösung (nicht gerade günstig): Hütte weitgehend abdichten und Luftentfeuchter (elektrisch, kein Pulverzeugs) auf 60% stellen, dann laufen lassen (20L/24h-Geräte kosten zwischen 120-200 EUR, benötigen etwa 3-4 Kwh in 24h). In meinem kleinen Kontrollraum läuft das Teil fast jeden Tag, lässt sich aber mit einer Zeitschaltuhr ausschließlich in der Nacht betreiben (Nachtspeicherstrom vorhanden).


    Im Winter heizt sich dieser Miniraum durch den Entfeuchter so weit auf, dass die Temperatur immer um die 7-10°C beträgt. Dürfte bei einer Holzhütte mit 4-6 qm schon problematisch werden, denn bei Frost sind die Luftenfeuchter wirkungslos.


    Allerdings ist die rel. Luftfeuchte bei Frosttemperaturen nicht sehr hoch, erst bei Wetterwechsel mit Warmlufteinbruch. Du kannst ja mal bei einem Klimatechniker nachfragen, die Leute kennen sich gut aus!


    Gruß und cs,


    René

  • Hallo,


    diese elektirschen Entfeuchter funktionieren eigentlich erst so ab 20°C Raumtemperatur einigermaßen gut. Die angegebene Entfeuchtungsleistung wird ja auch nicht umsonst für 30°C oder gar 35°C angegeben. Zudem frisst das Teil Strom und heizt deine Teleskope unnötig auf.


    Trockenmittel wie diese Kügelchen sind eher für sehr kleine geschlossene Räume geeignet, wo nicht ständig Feuchtigkeit nachkommt.


    Wie wird die Hütte denn durchlüftet?
    Ich würde mal mit der Lüftung etwas experimentieren.


    Grüße
    Florian

  • Hallo Florian,


    nur kurz:


    Die Luftentfeuchtungsleistung ist abhängig von der Temperatur, das ist richtig. In meinem Fall funktioniert die Entfeuchtung auch bis etwa 4°C, natürlich nicht mit der maximalen Entfeuchungsleistung von 20L/Tag, sondern gerade so, dass die Feuchtigkeit irgendwo im Bereich um 60 % bleibt, der Raum hat weniger als 4 qm und ist absolut dicht.


    Für eine luftdurchlässige Holzbude halte ich den Einsatz auch für unverhältnismäßig. Für meine Zwecke habe ich 50-100 EUR/Jahr für die Entfeuchtung des Kontrollraumes kalkuliert, ist eben so. Dafür stehen alle wichigen Netzgeräte und beide Rechner mit den TFT´s unter optimalen Bedingungen.


    Gruß und cs,


    René

  • Liebe Freunde der Nacht..danke für die Antworten.
    Ich nehme an durch das warme Wetter tagsüber heizt sich die Bude extrem auf und Nachts wirds ziemlich kühl...vielleicht ist es nur vorübergehend so schlimm mit der Feuchtigkeit.
    Ich werde also erst mal eine Decke über meine [Freundin][sprich Montierung]legen.


    Gruß Hotte

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">....Ich werde also erst mal eine Decke über meine [Freundin][sprich Montierung]legen.
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    Decke nimmt die Feuchtigkeit nicht richtig auf. Nimm 'n olles Laken ;)

  • Kein Laken oder gar Decke verwenden. Die saugen die Feuchtigkeit von _außen_ auf und geben sie langsam und wirkungsvoll (=Metallteile oxidierend) ab. Wenn die Hütte wasserdicht ist und nur wenig Luftaustausch stattfindet, ist es am wirksamsten, eine kleine Heizung (!) zu installieren. Die Feuchtigkeit kondensiert nämlich gerade dann an der Monti, wenn diese kalt, die Luft aber warm und feucht ist. Das geschieht dann, wenn es nachts kalt war und die Hütte zum Beobachten offen und tags darauf feuchte Warmluft heraufgezogen ist. Heizt man nun Raum (und damit auch Monti!) etwas auf (mehr als 5° sind eigentlich nicht notwendig), wird der Taupunkt auf der Oberfläche nicht unterschritten =&gt; kein Kondenswasser.

  • Das mit der Heizung hatte ich auch schon im Kopf, aber da ist dann das Problem mit der Durchlüftung, dann würde ich zumindest keinen aktiven Lüfter laufen lassen, sondern nur am Boden einen Spalt offen lassen, und Wind etc. die Lüftung übernehmen lassen.
    Ist ja im Prinzip dann nichts anderes wie bei der Fangspiegelheizung, die verhindert, dass er beschlägt. Eben von außen und nicht direkt auf der Oberfläche (was natürlich ideal wäre, aber bei ner Montierung eher aufwenig, ist eine "etwas" größere Oberfläche als der Fangspiegel...

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