Aufgeblasener Aufwand für Astrophotos

  • Hallo!


    Seit der letzten Nacht reicht es mir, was Astrophotos betrifft.


    In's Detail:


    Wenn ich Bilder machen möchte, liegt mein nächster Stromanschluss incl. klarem Himmel etwa 85km weit weg.
    Nun, es beginnt damit,dass man mit jeder Menge Kabeln und "lichtlauter" Software zu kämpfen hat. Das Netbook macht jede Dunkeladaption von vorneherein kaputt.


    So, man beginnt also mit der mobilen Vorbereitung für die Astronomische High-Tech-Intensivstation.
    .
    Alles prima eingenordet? OK. Hoppla, mit dem DSLR-Shutter hat's was. In zehn Minuten behoben. Ja, Himmel-Fix, wieso kennt das CdC meine Steuerung nicht?
    Man grübelt, Systemsteuerung -> System... Komisch, passt eh alles.
    PC neu hochgefahren: Passt.
    LX200. Hat eh gepasst.


    Und die Erde und somit der Anblick auf die Realität da draussen dreht sich weiter und man hatte bisher nix ausser den Blick auf das Netbook.


    Gut, Objekt eingestellt, fokussiert, so gut es ging und los geht's!


    Autoguiding!


    Irre lustig, denn da fängt das Computerleben ja erst richtig an!
    Jede Menge Parameter, bis alles passt.


    Zu dem Zeitpunkt gibt es noch weniger Blick zum Himmel, dafür umso mehr Blicke zum Rechner, den man mit Krampf versucht
    , auf "rotes Display" zu schalten, damit er wenigstens das Wichtigste nicht ausblendet: Den hellen Ausgangspunkt des "Goto-Objektes".


    Tja, und nun kommt eine laange Nacht.. Bis 3 Uhr. Autoguiding will einfach nicht klappen. Zwei Programme sagen, dass sie mich nicht mögen. Eine lange Fahrt umsonst und sehr viel Zeit damit verbracht, stupid auf ein LCD zu gucken, das man auch bei Schlechtwetter zur Verfügung hat.


    Was macht man nach so einer Frustrationsnacht zum Abschluss?
    Richtig! Man reisst - bis auf die Nachführung - alle Strippen raus und photographiert mit dem Gehirn und mit dem Okular.


    Was man sieht, ist grau, aber es prägt sich besser in das menschliche Gehirn ein als ein Photo, für das man viele Nächte verbraten hat,


    meint Gerhard


    und jeder muss ja nicht wissen, was man persönlich beim Anblick de Himmels empfunden hat.


    Ich schaffe das Photographische jedenfalls nicht und scheue mich mit zunehmendem Alter vor dieser - meiner Ansicht nach unnotwendigen - Herausforderung.


    <font color="limegreen">Verschoben von allgemeine astronomische Themen. Stathis</font id="limegreen">

  • Hallo "?"


    Ich kann das schon nachvollziehen, manchmal bin ich auch vor lauter Laptop- und Kameragefummel so beschäftigt, das für das visuelle mal ein paar Minütchen am Rand verbleiben.
    Dabei habe ich nur die "Light"-austattung ohne Guiding, nur mit Goto.
    Allerdings freue ich mich auch jedesmal wie Bolle, wenn diese flüchtigen, aschgrauen Momente in groß und bunt auf dem Rechner sind und ich mit den hochgelegten Beinen alles nochmal geniessen kann.
    Manchmal helfen auch alle vorher absolvierten Trockenübungen mit neuen Programmen/Ausstattung nicht, dann mache ich es wie Du, alles aus und mit den Augen geschaut.
    Ich habe mir angewöhnt, immer nach dem fotografieren noch eine Zeit ohne Nachführung und Beobachtungsprogramm den Himmel abzugrasen.
    Entspannt herrlich und macht so manchen Frustmoment wieder wett! ;)


    Bleib am Ball!
    Gruß vom Uli

  • Moin Gerhard,


    mit deiner Schilderung sprichst du mir eigentlich aus der Seele...[;)]
    Genau deshalb habe ich die Astzrofotografie nie wirklich, bis auf ein paar einfache Knipser, angefangen!
    Das ist mir auch alles zuviel Gerödel, zudem kommt das in unseren Regionen die wirklich "guten" Nächte sehr beschränkt sind, deshalb habe ich mich auch ausschließlich auf die visuelle Beobachtung konzentriert!
    Dein Bericht bestätigt mich nocheinmal in meiner Entscheidung...[:)]


    Andreas

  • Hallo Gerhard,


    Du bist mit Deiner "Erfahrung" nicht allein....


    Ich muss immer schmunzeln, wenn mir Leute erzählen, sie arbeiten "Remote", da wäre ich bei funktionierenden Remote-Systemen gerne mal dabei! Wenn ich hier bei mir in jeder Nacht einen anderen Fehler habe und heftig suchen muss, bis der Krämpel wieder läuft, trotz bester USB-Leitungen und Industrie-Hubs usw. usw., am Ende ist es ein bei klarem Himmel nicht behebbarer Softwarefehler. Bei schlechtem Wetter tritt das blöde Ding natürlich nicht auf....


    ...mein René


    Gruß und cs...

  • Die Verwendung von CCDs und Computern im Feld habe ich vor laengerer Zeit aufgegeben. Ich denke, dafuer ist die eigene Sternwarte besser geeignet.


    Ohne Notwendigkeit eines Computers entfallen viele Probleme. Die DSLR mit Belichtungszeitensteuerung ("Remote Timer" - wie das Ding auch immer im Deutschen heisst), dazu ein autonomer Autoguider (bei mir der Lacerta MGEN), und es laeuft. Oder (bei kuerzeren Brennweiten) einfach laufenlassen (meine EQ6 schafft bei 1m 3-4min) und gut ists.


    Als ich noch CCDs hatte, konnte ich deren Einsatz an der Hand abzaehlen. Bis die ganzen Kabel sassen und ich das erste Bild auf dem Computer hatte, war die Nacht wieder zugewoelkt. Was nicht ausschliesst, dass ich mal wieder mit CCD anfange, aber dann in der eigenen Sternwarte stationaer. Die CCD hat auch nicht die Haptik einer DSLR, wo man Knoepfe fuer alles hat und durchgucken kann. Das ist ein nicht zu unterschaetzender Vorteil.

  • Hallo,
    also, früher gings mir auch so.
    Inzwischen steuere ich 2 Sternwarten von drinnen, es gibt keine Probleme. Hmm.
    Irgendwie habe ich Programme, die funktionieren. Gut, alles ist fest installiert, da wird nie was ab oder umgebaut.

  • Zum dritten Anlauf.


    (ich werde derzeit ständig mit einer "time-out"-Meldung rausgeschmissen.)




    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich muss immer schmunzeln, wenn mir Leute erzählen, sie arbeiten "Remote", da wäre ich bei funktionierenden Remote-Systemen gerne mal dabei<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Tja,Rene, eine solche "Remote-Sternwarte" ist etwas für Reiche und hat mit "Hobby" in unserem Sinn nix mehr zu tun.


    viele Grüsse


    Gerhard


    (für wen sind dann die "Remote - Bilder " eigentlich bestimmt? Für einen Astroabend, um zu zeigen, wie klein doch die anderen sind? ;) )

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Meinst Du mich, Gerhard?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Womit, Stefan? ?
    Nein, ich meine die Leute , die eine Menge Geld ausgeben , um in Chile ein Teleskop fernsteuern zu dürfen. (Mit voller Hose usw. ;) )


    LG
    Gerhard

  • Hi Gerhard,


    das gleiche Gefühl mit dem Frust habe ich vor Jahren auch gehabt.
    Ich habe ca. 2,5 Jahre "geforscht", bis bei mir das Guiden mit der G11 passte. Aber da kommt es allerdings auch viel auf den Menschen an, der das Hobby betreibt. Ich bin eher einer, der sich dann mit dem Problem festbeißt, eben bis es dann klappt. Das war bei dem Guiding oder auch beim 21 Zoll Selbstschliff. Beobachten sieht bei mir so aus, das ich dem Teleskop in der Rolldachhütte eine Beobachtungsliste vorgeben kann, die es dann abarbeitet. Aber nur wenn ich das auch wirklich will. Wenn das so ist kommt der 21 Zoll Dobson nebenan raus und es geht "Back-to-the-roots" in der Astronomie weiter.Nur ab und an schaue ich auf den abgedunkelten LCD-Schirm nach dem rechten.


    Jeder der sagt, er hat eine hoch technisierte Sternwarte ohne Fehler, dem glaube ich schon garnicht. Ich habe es selber alles durchlebt. Darum reichen mir meine 5,5 - 5,8 mag vor der Haustüre auch aus. Ich möchte nicht erst immer in andere Länder reisen, um evtl. einen Reset machen zu müssen.


    Wenn du kannst, versuche es doch mal öfters vom heimischen Garten aus. Das beruhigt das Gemüht enorm [;)].


    Viele Grüße, CS und wenig Technikprobleme...[;)]


    André

  • Ich kenne das Gegenmodell -
    Beispiel 1: Erlebt in Handeloh.


    5 Leute rennen auf eine große Vereinsmonti zu, drei hängen ihre eigenen Optiken an die Monti, einer hängt sein EOS an einen vereinseigenen Apo, der letzte an den vereinseigenen Newton Astrografen. Irgendwer kabelt sich an die Monti und sorgt für Autoguiding für alle (wenn wir darauf keine Lust haben - die Monti ist genau genug). Viel operative Hektik, die nicht enden mag. Und dann rattern die Kameras vor sich hin, und alles läuft. Ab jetzt muss nur mal so alle Viertelstunde abchecken, ob es noch geht. Jetzt ist der Augenblick gekommen, wo der Beobachter eher stört. Also guckt man, was draußen so läuft.


    Vor der Tür rattern die zwei Privatmontierungen auch bereits vor sich hin. Und dann ist sie da, die Schlange vor dem Dobson eines Vereinsmitglieds, an dem sich eine Schlange bildet. So solls sein. Wir werden das übrigens durch die Anschaffung eines großen Vereins-Dobsons übrigens zum Normalfall machen. Rüdiger schleift schon (und flucht manchmal leise vor sich hin).


    Beispiel 2: Seit mein Netbook bei totalen Sofis meine Kamera steuert, habe ich während der Totalität viiiiiel mehr Zeit, mir mit kleinen Teleskopen oder Feldstechern die Einzelheiten der Korona anzugucken. Und ich verstehe langsam, wieso dieser Anblick manche Leute zu Tränen rührt. Dennoch reichte die Fotoausbeute 2008 für anregende Bildverarbeitungsexperimente, jeden Abend, ca. eine Woche lang. Das Ergebnis war dann ein APOD.


    Ich finde, rechnergesteuerte Astrofotorafie erlaubt es einem im Idealfall, beide Welten zu vereinen - jedenfalls ist das mein Ziel dabei. Natürlich ist das nicht immer so - auch bei uns führt mitunter Murphy Regie, und dann bleibt der Zauber aus. Aber dann muss man eben noch was verbessern an der Fotografie. Man sollte auf Dauer nicht Sklave seiner Maschine sein, gelle ?


    Hartwig

  • Hallo Andre!
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Aber da kommt es allerdings auch viel auf den Menschen an, der das Hobby betreibt. Ich bin eher einer, der sich dann mit dem Problem festbeißt, eben bis es dann klappt.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Ich beisse mich sogar sehr oft in Dinge fest, die mich interessieren. Nur, wenn nichts mehr geht, schaue ich mich nach alten Hobbies um. Oder, ich macher es wie mit 16 Jahren: Astronomie mit dem Okular.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Beispiel 2: Seit mein Netbook bei totalen Sofis meine Kamera steuert, habe ich während der Totalität viiiiiel mehr Zeit, mir mit kleinen Teleskopen oder Feldstechern die Einzelheiten der Korona anzugucken. Und ich verstehe langsam, wieso dieser Anblick manche Leute zu Tränen rührt.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote"> Das ist es ja. Der Schlüsselpunkt: Ich will absolut niemanden zu Tränen rühren. Niemanden! Höchstens mich selbst. ;)

  • Hallo Gerhard,


    genau aus diesen Frust hat sich ein findiger Bastler eine Stand-Allone Astrokamera gebaut.


    http://www.maksunaut.bplaced.net/ccd285.htm


    Weiterhin finden sich auf seiner Seite ein selbstgebauter Auto-Guider und eine Goto-Steuerung.


    (==&gt;)René


    Remote Betrieb ist nur eine Frage des richtigen Werkzeugs. Mit einem Unixoiden Steuerrechner am Remote-Standort ist dies gar kein Problem. Mit einem Windows-Rechner kann es schnell zum Alptraum werden. Fehlerbehebung klappt im Remote-Betrieb bei einem Unixoiden System selbst über eine langsame Modemleitung hervorragend, weil man eine SSH Konsole zur Verfügung hat. Einen Windows-Rechner per VNC zu administrieren macht hingegen nicht mal bei einer DSL Verbindung Freude, da sie zu langsam ist und eine SSH Konsole steht dort leider nicht zur Verfügung.


    (==&gt;)Gerhard


    Eine Remote-Sternwarte ist nicht unbedingt nur etwas für Reiche. Ein Freund betreibt eine Radiosternwarte auf seinem preiswert gepachteten Gartengrundstück. Allerdings war der Anschluss an das Stromnetz und einen DSL Anschluss zu bekommen ein bürokratischer Alptraum.


    Viele Grüße,
    Roland

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Eine Remote-Sternwarte ist nicht unbedingt nur etwas für Reiche.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">aber eine Art Sport für dergleichen. Und wozu dienen denn die Ergebnisse? Der Wissenschaft oder zum Angeben?
    Ich meine, ich fände so etwas als unsportlich, auch, wenn ich
    das Geld hätte.
    lg

  • Hallo Gerhard,


    ich bin jetzt mal unsportlich ;)
    Ich fahre raus, baue den Dobson in 10 Minuten auf. Leg die Sternkarte zurecht und fange mit dem Beobachten an...bis 3.00Uhr und packe zufrieden alles wieder ein.
    Zuhause erfreue ich mich dann an den gemachten Zeichnungen und lasse das Erlebniss nochmal Revue passieren.


    Aber ich weiß, was du meinst. Die Materialschlacht beim Fotografieren ist schon enorm, man könnte auch sagen, dass das Overkill ist wenn man keine feste Sternwarte hat.
    Fotografie mache ich nur noch mit kleiner Monti und dem 80-200 an der Kamera. Nie mehr als vier Minuten über einen Timer.
    Da heißt es nur immer nach zwei Serien mal den Focus zu checken. Da sind dann immer ein paar brauchbare Bilder bei.


    Gruß Dirk

  • Hallo Gerhard,


    er ist beruflich Ingenieur für HF-Technik und nutzt die Anlage zur Praxiserprobung neuer HF-Komponenten, bevor er sie bei Kunden zum Einsatz bringt. Also weitestgehend zum Zwecke der beruflichen Weiterbildung.


    Es ist heutzutage sehr unwahrscheinlich, dass ein Amateur noch neue Wissenschaftliche Entdeckungen macht, da Großforschungseinrichtungen viel besser ausgestattete Instrumente haben. Daher kann man fragen, macht Hobbyastronomie, egal ob visuell oder per Kamera überhaupt einen Sinn?


    Dennoch gibt es zum Beispiel viele Leute, die mit viel Mühe selber Spiegel schleifen, obwohl fertige billiger währen, wenn man den zeitlichen Aufwand betrachtet. Aber sie finden es faszinierend, etwas neues wie Spiegelschleifen zu lernen.


    Ich als Elektrontechnik Ingenieur hätte durchaus meinen Spaß daran ein Remote Teleskop zu bauen. Die dabei zu machenden Erfahrungen würden mir später auch auf der Arbeit nutzen.


    Viele Grüße,
    Roland

  • Moin Gerhard,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Gamma Ray</i>
    <br /><blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Eine Remote-Sternwarte ist nicht unbedingt nur etwas für Reiche.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">aber eine Art Sport für dergleichen. Und wozu dienen denn die Ergebnisse? Der Wissenschaft oder zum Angeben?
    Ich meine, ich fände so etwas als unsportlich, auch, wenn ich
    das Geld hätte.
    lg
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Da stellt sich mir nun aber wirklich die Frage, was denn nun der Unterschied ist zwischen einem mobilen Teleskop, das mit einem Computer gesteuert wird und einem Teleskop in einer Remotesternwarte, das ebenfalls mit einem Computer gesteuert wird? Ob ich nun daneben sitze oder nicht ist doch fürs Ergebnis wirklich egal.


    Überhaupt könnte man sich ja dann die Frage stellen, was man mit den gewonnenen Astrofotos macht? Also außer stolz drauf sein und herzeigen? [8D]


    Sternenklare Grüßen von


    Stefanie

  • Hallo zusammen,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Es ist heutzutage sehr unwahrscheinlich, dass ein Amateur noch neue Wissenschaftliche Entdeckungen macht, da Großforschungseinrichtungen viel besser ausgestattete Instrumente haben. Daher kann man fragen, macht Hobbyastronomie, egal ob visuell oder per Kamera überhaupt einen Sinn?


    Dennoch gibt es zum Beispiel viele Leute, die mit viel Mühe selber Spiegel schleifen, obwohl fertige billiger währen, wenn man den zeitlichen Aufwand betrachtet. Aber sie finden es faszinierend, etwas neues wie Spiegelschleifen zu lernen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ich habe vor über 15 Jahren einmal in einem Astronomiebuch folgenden Sinngemäß erzählten Satz gelesen:


    "Auch wenn man sich von einem Bergsteiger die Schönheit des Gipfelsturmes erzählen lässt, ist es nicht vergleichbar damit, wenn man den Gipfel selbst erklimmt."


    Ich denke, dass ist es, was uns alle antreibt. Egal ob visuell oder fotografisch.




    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Überhaupt könnte man sich ja dann die Frage stellen, was man mit den gewonnenen Astrofotos macht? Also außer stolz drauf sein und herzeigen? <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Astrofotos sind sehr weit gefächert. Ich bin derzeit eher auf den Nebenwegen der "Pretty Pictures" unterwegs und erlerne derzeit im Anfangsstadium das gewinnen von Bildern von Exoplaneten und deren Auswertung. Das Thema ist sehr spannend und man lernt, wie genau man eigentlich arbeitet.


    Viele Grüße und CS


    André

  • Hallo Gerhard, hallo Leute,


    Oooh, das kann ich so gut nachvollziehen.
    Ich habe 20 Jahre lang ohne große Ansprüche visuell beobachtet. Zwischendein hatte ich ein paar ziemlich erfolglose Versuche mit chemischem Film am C8, aber mehr nicht. Aber dann packte mich vor etwa fünf Jahren der Fotovirus.
    Angefangen mit einer Webcam, aber die brachte nicht die gewünschten Ergebnisse. Außerdem wollte ich Deepsky. Also eine DSLR angeschafft. Danach kam ein 80er Refraktor, ein Flattener, ein Leitrohr, eine Doppelbefestigung, ein Notebook für Steuerung, Guiding und das ganze Geraffel rundherum.
    Und nachdem ich einen Winter lang mit dem Equipment gekämpft hatte, brach das AFT 2011 an. Und ich war da, baute mein Equipment auf und kämpfte mit dem Wind und dem Guiding. Und wärend ich frustriert den Kampf verlor, beobachteten die Dobsonauten mit ihren großen Teleskopen und hatten einen Riesenspaß...


    Und ich sagte mir: <i>"Marcus, irgendetwas machst Du falsch!"</i>


    Ein halbes Jahr später hatte ich einen 16"-Dobson und benutze den Refraktor nur noch für Weitfeld.
    Deepskyfotografie betreibe ich seitdem mit minimalstem Aufwand, also einem kurzen Objektiv und der 1000Da auf meiner Purus-Uhrwerksmontierung. Die ist in 10 Minuten eingerichtet und fotografiert dann vor sich hin wärend ich visuell spechtle (und einen Riesenspaß habe).
    In der letzten Zeit experimentiere ich mit H-Alpha und Planetenfotografie. Letzteres aber bitteschön nur im Sommer und in Mondnächten. Dunkle Nächte gehören dem Dobson!


    Irgendjemand hat hier mal geschrieben: <i>"Astrofotografie ist die Garantie zum Scheitern mit der Option auf Erfolg." </i>
    Das kann ich bestätigen. Ich werde mir keine tolle sternklare Nacht mehr durch Frust mit der Fototechnik versauen.


    Aber wenn Rüdiger fertig ist, werde ich meinen Refraktor auch mal auf die El Capitan hängen. Ganz losgelassen hat mich der Fotovirus nicht. Aber er ist nicht so stark wie das Öffnungsfieber... [;)]


    Visuelle Grüße:
    Marcus

    16" f/4 Dobson, 6" f/5 Dobson, C8, 60/360 Apo, 70/700 PST-Mod "Sunlux"


    Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    Irgendjemand hat hier mal geschrieben: [i]"Astrofotografie ist die Garantie zum Scheitern mit der Option auf Erfolg."
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Zusammen,


    es passiert eher selten das mir mal so ein Satz wie oben geschrieben aus der Feder rutscht, aber da er nun mal von mir stammt muss ich wohl notgedrungen zu dem Thema Stellung nehmen.


    Aaaalso: Ich schlage mich seit ca 9 Monaten mit einem neuen RC, einer neuen CCD, einem vermalledeiten OAG und dem miesen Wetter rum. Zudem schaue ich mir seit Jahren die Bilder an, die Kollegen, die mit wesentlich besseren örtlichen und finanziellen Mitteln ausgestattet sind, gemacht haben. Und eigentlich sollte ich in eine Krise fallen, denn meine Ergebnisse sind weit von dem entfernt, was ich mir so erhofft und gewünscht habe.


    Ich sollte eigentlich bis auf die Knochen frustriert sein, bin es aber zu meiner Überraschung nicht.


    Joo, und nu schaut der Ulli! Wieso ist das eigentlich so. Nun, die eine Erklärung wäre, das ich völlig Frustrationsresistent, also fast schon tot wäre. Nach einem Knuff in den Bauch musste ich zu meinem Leidwesen erkennen (der Knuff war ein klein wenig heftig...safety first), das dem nicht so ist, also geht sie Suche nach der Ursache weiter.


    Nun gut, ich bin Feldastronom, also einer der Deppen, die allabendlich, also wenn das Wetter einigermassen passt, also ca. alle 6 Wochen, senen Trödel auf den Acker schleppen muss. Leider gehört mir kein Garten in Alpenrandlage, nicht mal einen nutzbaren Balkon kann ich mein Eigen nennen, also muss ich das Geraffel auf irgendeinen schmuddeligen Ackerweg schaffen und dort aufbauen.


    DA gibt es mehrere Möglichkeiten:


    1. hier im Umkreis bleiben und mag4.5 in Kauf nehmen
    2: weiter weg fahren und mag5 riskieren
    3. 150km weit weg fahren und mag6 erleben.


    Meist wähle ich 2), weil ein vernünftiger Kompromiss zwischen Entfernung, Kosten und meinen Bildfehlern.


    Abgewetzte USB-Kabel, eine metastabiler Laptop, ein Haufen Hülsen,Adapter usw. will beherrscht werden. Und siehe da, nach ca. 45min steht der Krempel und das elektromechanische Kunstwerk werkelt brav vor sich hin. Wieso geht das?


    Nun, die Antwort die mir spontan einfällt ist: Weil das Zeug sonst in die Tonne fliegt. Und davor hat es Angst....


    Aber in Wirklichkeit läuft das Equipment (fein ausgedrückt) nur deshalb, weil ich auf allerlei Gimmicks verzichte. Ich brauche keine Remote-Steuerung, kein GOTO und kein ultramodernes Netbook. Ich habe eine Teil-Goto-Steuerung mit übelen Getrieben, ein hundsnormales Office-Laptop (die Biester sind auf Laufen getrimmt und nicht auf Spieleeinsatz im Internet).
    Und ich brauche nicht den neuesten Softwarekrempel, bei mir laufen Standardprogramme wie Cartes Du Ciel, Nebulosity und PHD.


    Spass beiseite, d.h. eigentlich Spass macht der ganze Aufbau real betrachtet nicht, aber wenn es steht (in Rekordzeit natürlich, man sucht sich schließlich seine Aufgaben), freue ich mich. Und dann geht die Knipserrei los.
    Erste Checks sagen mir unmissverständlich: Ulli, Du hast geschludert! Fokus..naja geht so gerade und den Rest schieben wir auf das Seeing, Bildverkippung..muss an der Kamera liegen, ist schließlich ein Chinese...dann die Eiersterne...muss was mit der Raumkrümmung zu tun haben...das Objekt klebt irgendwo in der linken oberen Ecke...was solls, holen wir es in die Mitte! Ok, nach Letzterem suche ich das Objekt neu, denn irgendwie hab ich es total aus dem Blick verloren.


    Irgendwann passt dann fast alles, bis auf den schluderigen Fokus und die leichte Bildverkippung. NA UND? Noch nie ein Schei..bild gesehen?


    Die Nacht endet, das heist dem Ulli ist langweilig geworden. Guider.. löppt, Kamera..löppt, Monti..löppt, den Ackerweg bin ich nun auch schon 5 mal abgegangen..nichts Neues zu entdecken. Und weil ich langsam Ackerwegshospitalismus bekomme, denke ich mir so nach drei Bildern: Ok, eines machste noch, dann schwenkst Du mal auf NGChabichvergessen. Gesagt getan..der Ackerweg lässt grüßen.. kommen weitere 4 Bilder a 15min zusammen. Menno, ist das fade, aber immer noch ziemlich duster da draussen. Also ab auf Sharpless und Konsorten. Ich habe zwar nicht bemerkt das auf den vorangegangenen Bildern kaum was drauf ist, aber jetzt will ich Sharpless machen und damit basta!


    Sharpless brennt sich auf meinen Chip, das heist er glimmt so vor sich hin. Ulli wandert derweilen und irgendein Therapeut schließt gerade seine Praxis wieder auf...Kundschaft naht.


    Pech gehabt mein Freund, der Ulli ist da hart im nehmen. Als ein dumpfes Plopp durch Wald und Flur dröhnt, ist er hellwach. Datt kenn ich, datt heist abbauen! Klaro, Gegengewichtsstangen schrumpfen in der Kälte schneller als Gegengewichte. Und das heist: die Haftreinbung des Gegengewichtes an der Gegengewichtsstange lässt rapide nach und gibt einen Schnellkurs in Physik..Gravitation und Hebelgesetze incl. dem Impulserhaltungssatz.
    Was soll ich schreiben, das GG lag auf dem Boden, mein Teleskop zeigte irgenwie so gar nicht auf Sharpless und PHD spielt eine lustige Musik. Etwas eintönig, von Harmonielehre haben die Programmierer auch noch nichts gehört, aber unüberhörbar.


    Also fassen wir zusammen: 4 Bilder a 15min vom Nebel der Wahl, 4 Bilder von einer unsichtbaren Galaxie (blöd wenn man GOTO vertraut und nicht hinschaut) und 3 Bilder von etwas das so schärfelos ist incl. 2mm Sohlenabwetzung.


    Zuhause angekommen versuche ich dann aus dem Bilderhaufen etwas zu zaubern. Und siehe da, der Nebel ist drauf, die Galxie nicht, dafür hab ich da was auf den Sharplessbildern. Ok, beim nächsten mal hälst Du eine ganze Nacht auf ein Objekt. Dann geh ich zufrieden ins Bett.


    Und beim nächsten mal? He Leute, das war sechs Wochen her, da kann ich mich doch nicht mehr daran erinnern was ich mir damals geschworen habe. Aber irgendwie klappt es dann doch mit dem einen Bild in einer Nacht, also ca. 6*15min...dann kommen Wolken.


    Aber alles in allem kann ich einfach nicht die Finger davon lassen. Mir ist es egal ob ich ein APOD bekomme oder nicht, ich habe einen Riesenspass daran Dinge zu sehen, die ich visuell nicht sehen würde..also so mit großer Optik und so. Ich mache die Bilder selber, mit meinem Equipment und meinem Himmel. Und wenn ich mir das so über die Jahre anschaue, so kann ich nicht umhin zu bemerken: Menno, da hat sich aber enorm was getan. Und dann bin ich froh und mache mich daran die Ursache meiner Bildverkippung zu finden.


    Und zu guter Letzt muss ich mich nicht mit den Cracks messen. Ich habe einfach nur Spass daran MEINE Bilder zu machen, immer wieder etwas dazu zu lernen und zu entspannen. Und ab und zu gelingt ein schönes Bild, was will man mehr. Alles Einstellungssache.


    Und dann geht es an wolkigen Tagen ab ins Internet. Echt, wie oft denke ich mir da: Lass die Jungs mal hier rauf kommen und drei Tage auf dem Acker verbringen, ob die dann immer noch so rumtönen!
    Aber schau Ulli, die haben Kraft und Fleiss in ihr stationäres Equipment gesteckt, und Du steckst das halt in mobiles Equipment. Und ehrlich, wen willst Du beeindrucken mit deinen Bildern, gegen Hubble haste keine Chance.


    Allerdings schaue ich mir meine Bilder oft an. maule rum wie tollpatschig die bearbeitet wurden, wie mies die AUfnahme war und schwöre mir es bald besser zu machen.


    Nun ja, der Weg ist das Ziel!


    Und wenn ich ehrlich bin, eigentlich habe ich ein Fire-and-Forget-Equipment. Normalerwiese heist das aufbauen und löppt. Und wenn ich lese wie manche hier rumjammern, dann tut es mir wirklcih für die Leute leid. Eigentlich ahben sie nicht verstanden worum es geht. Schwere Aufgaben zu lösen ist halt nicht jedermanns Sache...oder irre ich mich da?


    In dem Sinne, morgen geht es in den Urlaub. Und wie jedes Jahr nehme ich mein komplettes Equipment mit und wie jedes Jahr bringe ich es warscheinlcih unbenutzt wieder zurück. Die Hoffnung stirbt zuletzt.


    Mann was freue ich mich auf ungestörte Fotonächte neben dem Zelt. Das Dumme ist, die Franzosen machen einen herrlichen Wein...


    CS
    Ulrich

  • Hallo zusammen,
    mit dem Equipment, das laufen muss, sagt Uli was Wahres!
    Es gibt nichts schlimmeres als Kameras die sich nicht mit dem PC verbinden o.ä.
    Zwar mache ich meine Fotos an einer Sternwarte mit Profi-Equimpent, aber auch da läuft nicht immer alles rund. Mir macht es aber Spaß dann auf Fehlersuche zu gehen und mich (und die Ausrüstung) Schritt zu Schritt zu verbessern.
    Aber wenn mal alles läuft macht es mir natürlich genauso Spaß sich einfach mal auf die Isomatte zu legen und die Milchstraße zu betrachten, wenn sie sich denn mal zeigt. Zwar gäbe es auch die Möglichkeit mit anderen Teleskopen optisch zu beobachten, aber im Zweifelsfall ziehe ich es dann doch lieber vor im Büro einen Film zu schauen^^
    Just my 2 cents...
    Grüße, Markus

  • Hey,


    dat is 'n Hobby!


    Es ist allerdings manchmal schwer die Grenze zur Obsession zu erkennen. Man wird dann zum Sklaven seiner Wünsche.
    Ich für meinen Teil versuche vor dieser Grenze zu bleiben.


    Gruß und frustfreie Nächte
    Kay

  • Ich bin zwar nicht lange dabei, kann aber irgendwo jeden der genannten Standpunkte nachvollziehen. Natürlich haben die Leute welche Geld in die Hand genommen haben und bei denen das Equipment irgendwo festinstalliert ist einen gewissen Vorteil gegenüber uns "leidgeplagten Mobilos erectus", wir sind ja so neidisch ;)! Aber auch freue ich mich immer mehr, dass nach den ganzen Problemen und Anfängerfragen die ich hatte, sich nun doch langsam der Erfolg nach und nach einstellt, wenn auch immernoch nicht perfekt. Da ist man ja sowieso meist sehr kritisch mit sich selbst, oder? Mein Problem ist ebenfalls das Kämpfen gegen den inneren Schweinehund!


    Immerhin 4x15min M101 waren 'drin neulich - das Ergebnis macht mir Freude:
    Somit kann man auch mit dem Aufwand ein wenig besser leben.


    http://www.astrobin.com/full/44982/


    Mein Bekannter möchte sich evtl. demnächst einen 14" zulegen. Dann werden wir vllt auch den Parallelbetrieb aufnehmen. LG an Alle

  • Hallo zusammen,


    ich kann mich dem allgemeinen Tenor des Threads nicht anschliessen obwohl ich selber schon sehr viel Frust mit der Astrofotografie hatte und gerade auch zuletzt war es nochmal sehr schlimm (nachdem meine Ausrüstung sehr zuverlässig über mehrere Jahre lief).


    Astrofotografie ist heute leichter als jeh zuvor! Ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo man mit einer Rasierklinge den Fokus bestimmt hat liegend unter dem Teleskop, um dann eine Aufnahme auf chemischem Film zu machen, die wenn etwas schief lief im A... war und man erfuhr es erst wenn der Film aus der Entwicklung kam. Ich kann mich an eine Situation erinnern wo ich versucht habe einen Film voll zu kriegen und am Ende musste ich feststellen das der Filmtransport es nicht tat. Alle Nächte vergebens (wohlgemerkt ohne Autoguider sondern mit dem Auge ständig am Nachführokular).
    Heute bekommt man für relativ wenig Geld eine Ausrüstung mit der man mit etwas Übung schnell Erfolge einfahren kann. Eine kleine Monti, ein 500mm APO, eine DSLR und ein Autoguider. Dazu braucht man nicht mal einen Rechner im Feld.


    Zugegeben hat man es mit einer Sternwarte viel leichter. Aber um mal das Autoguiding zu testen kann man auch aus dem Garten heraus mal was machen. Warum Software abstürzt kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe mit vielen Programmen gearbeitet und abgestürzt ist da noch nie etwas! Kabel raus ziehen geht natürlich gar nicht!


    Vielleicht hast du Gerhard dir auch zu viele Dinge auf einmal vorgenommen!?


    Klar muss auch sein: Astrofotografie ist Technik! Sensor Technik, Mechanik, ein wenig Computer Verständnis. Astrofotografie ist nichts anderes als Messtechnik kombiniert mit künstlerischem Anspruch und einem Sinn für Ästhetik. Wer an all dem keinen Spass hat soll sich wirklich nen Dobson kaufen. Den auf die Terrasse schieben kann jeder. Ist nicht abwertend gemeint, ich hoffe irgendwann mal die Ruhe zu haben mich damit zufrieden zu geben, so als alter Mann:-) Im Moment bin ich viel zu heiss auf den ganzen Kram mit der Astrofotografie. Ich kenne aber Leute die haben sehr erfolgreich Astrofotografie betrieben und sind nun nur noch visuell unterwegs. Kann ich im Moment nicht nachvollziehen, aber wie gesagt ich hoffe mal irgendwann diese Ruhe zu erlangen.


    Und ja es ist ein Männerhobby mit allem was dazu gehört! Da hilft kein Jammern, Ärmel hoch und anpacken. Und dazu gehört auch stolz auf Ergebnisse zu sein, oder eben frustriert zu sein wenn es nicht klappt. Und etwas Wettbewerb gibt es da auch. Nach dem Motto: Guck mal ich habe den größten Haufen gemacht:-)


    Remote: Ist eine tolle Sache wenn man zum Beispiel beruflich eingeschränkt ist oder schlicht vom Wetter nicht all zu abhängig sein möchte. Geld kostet das, aber es ist nicht alleine was für die oberen Zehntausend. Das erfordert allerdings noch mehr Freude an der Auseinandersetzung mit technischen Dingen.
    Remote in Chile: Leute wer es kann macht das! Ich würds auch tun. Ein wenig Neidisch bin ich da auch, aber was solls. Sowas muss man doch nicht runtermachen.


    Wenn zu viel auf einmal schief geht muss man sich nen Plan machen und die Probleme eins nach dem anderen abarbeiten. Hilfe gibt es heute so zahlreich in den diversen Internetforen. Wie gesagt ist ist so leicht wie nie zuvor!


    CS Frank

  • Hi,


    komme gerade vom Feld, ein paar Bildchen mit der Barndoor einfahren bei 135mm [:D] Kein Guiding, keine ausgefallenen Belichtungsreihen, keine Montierung die beherrscht werden will... Aber sowas mach ich auch nur in Nächten die sowieso für die Katz sind, also solche die ich visuelle nicht nutzen konnte/wollte/wieauchimmer - die dunklen Nächte sind mir dafür echt zu schade.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">"Astrofotografie ist die Garantie zum Scheitern mit der Option auf Erfolg." <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    [:o)] Geil, DER kommt bei mir über die Haustür! [:D][:D]


    Ansonsten noch ein Wort zum Thema Remotesternwarte... Warum nicht? Hat zwar nicht mehr viel mit Astronommie als Naturerlebnis zu tun, aber die Unterschiede zur eigenen Sternwarte und sogar zur mobilen fotografischen Materialschlacht sind marginal... Wem es um die hohe Kunst der Bildbearbeitung geht - warum nicht? Wobei man dann auch einfach einen Pool an Rohbildern erstellen könnte wo sich die WElt bedienen kann [:p]


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> ich hoffe irgendwann mal die Ruhe zu haben mich damit zufrieden zu geben, so als alter Mann<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Woohoo, ich gedenke das Gegenteil zu tun, Zehnterweise Spiegel in die Wildnis tragen und meine noch jungen Augen ausreizen um das Universum direkt auf meine Synapsen wirken zu lassen, bevor ich alt und grau bin wie mein Star... DANN kann kauf ich mir eine Sternwarte und setz mich mit einem warmen Tee hinter den Rechner [;)] Will damit nur sagen: Man kann es drehen wie man will - jeder "tickt" anders.


    Viele Grüße Benny
    (der jetzt mal die Rohbilder sichtet...)

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