Licht aus der Dunkelheit

  • Die Dinge sind nicht immer so, wie sie zu sein scheinen, vor allem nicht im Weltraum. Die spannendsten Geheimnisse sind oft in scheinbar leeren Flecken am Himmel verborgen. Dieses eindrucksvolle neue Foto zum Beispiel zeigt eine glühende Wolke aus kosmischem Staub, die die leuchtenden Sterne im Hintergrund verdeckt. Dem bloßen Auge erscheinen dicke Wolken wie diese leer und dunkel, jedoch beherbergen einige von ihnen in Wirklichkeit die hellsten Nebel und heißesten jungen Stern im Universum!


    Sterne bestehen aus Gas. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass sie in dicken, gasreichen Wolken geboren werden. Aber dieselben Wolken, die die Sterne entstehen lassen, blockieren auch unsere Sicht auf die neuen Sterne im Inneren. Zum Glück verbrennen die Sterne das sie umgebende Gas, während sie heißer und heller werden, und wir können sie trotzdem in all ihrer Pracht sehen.



    Die Dunkelwolke Lupus 3 und die zu ihr gehörenden heißen, jungen Sterne. Bild: ESO/F. Comeron


    Der Haufen heller junger Sterne auf der rechten Seite des neuen Fotos ist ein perfektes Beispiel dafür. Ihr blendend blaues Licht strahlt klar und deutlich, statt im Innern dunkler und sie umgebender Gaswirbel verloren zu gehen. Die beiden hellsten Sterne in diesem Bild können in einer klaren Nacht sogar einfach mit einem Fernglas beobachtet werden. Es handelt sich bei diesen beiden Sternen um sehr junge Sterne, sie sind weniger als eine Millionen Jahre alt – bei Sterne entspricht das noch nicht einmal dem Alter eines Kleinkindes!


    Cool: Sternentstehungsgebiete wie diese können unglaublich sein! Im Tarantel-Nebel – den du unter http://www.eso.org/public/germany/images/eso0650a/ sehen kannst – entstehen hunderte massereicher Sterne. Könntest Du die Gesetze der Physik überlisten und mit Lichtgeschwindigkeit reisen, würde es immer noch 650 Jahre dauern, den Nebel zu durchqueren!


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    ESO/EU-UNAWE - Die deutschsprachigen Space Scoops werden vom Universe-Awareness-Team am Haus der Astronomie in Heidelberg erstellt. Den Originalbeitrag gibt es unter http://de.unawe.org/Kinder/unawe1302

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