Zurück zum Feinschliff

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  • Hallo zusammen


    ich habe wieder einmal Gelegenheit, mich mit meinem 6"-Spiegel zu befassen.


    Ich habe nun meinen ersten Polierversuch als gescheitert erklärt und werde zum Feinschliff zurückkehren, um die Sphäre wieder zu erreichen. Ich glaube, das ist die schnellere Lösung, als in endlosen Polierstunden die abgesunkene Kante auszubügeln.


    Allerdings habe ich wieder ein kleines Problem. Ich habe Spiegel und Schleifschale eine ganze Weile aufeinandergelegt gehabt, nun erwies sich die Pechhaut als sehr wirksamer Klebstoff.
    Ich habe, nachdem alle anderen Versuche gescheitert sind, die Scheiben voneinander zu lösen, das Sandwich in heisses Wasser eingelegt, bis die Pechhaut weich war. Mit viel Kraft konnte ich dann die Scheiben voneinander losziehen, allerdings klebt das Pech jetzt nicht nur auf der Schale, sondern auch auf dem Spiegel.


    Meine Frage an euch: Wie kann ich das Pech am besten lösen, ohne die Oberfläche des Spiegels zu beschädigen? Ich habe daran gedacht, den Spiegel in die Tiefkühltruhe zu legen. So etwas hat, glaub ich, einmal Stathis geschrieben.
    Besteht da nicht die Gefahr, dass der Spiegel zersprengt?

  • Hi Peter,


    ich habe schon einige Pech-Sauereien hinter mit. Die Schlimmste beim Einsatz im Ofen...


    Ich habe nie Probleme gehabt, wenn ich alles mit einem Teppichmesser abgekratzt und die restlichen Spuren mit Feuerzeug- bzw. Reinigungsbenzin entfernt habe. Den Rohling würde ich nicht in die Tiefkühltrue legen. Theoretisch sollte da nichts passieren, wenn der Rohling keine inneren Spannungen hat(!), aber man weiß nie.

  • Hallo,


    > Besteht da nicht die Gefahr, dass der Spiegel zersprengt?


    Die hat -18°, oder? Halte ich für völlig unbedenklich, beim harten "Echteinsatz" im Winter wird so ein Spiegelchen draußen auch nicht schön warm zugedeckt.


    Ciao,
    Roland

  • Hallo Jörg, hallo Roland


    danke für die Tips. Ich werde wohl versuchen, das Pech abzukratzen. Rolands Argument überzeugt zwar, aber wahrscheinlich gibt es, wenn das Pech ganz kalt ist, nur eine riesen Menge kleiner Pechsplitter.


    Ein bisschen deprimiert bin ich, wegen des misslungen Polierversuches. Jetzt, wo ich doch endlich die superhellen LEDs für meinen Foucault-Tester hätte und die Augen nicht mehr sooo anstrengen müsste, um beim Test überhaupt etwas zu sehen.
    Aber der Spiegel ist ja deshalb noch nicht verloren. Und ich werde ganz sicher nicht aufgeben, mag es noch so lange dauern, bis ich die Parabel erwischt habe.

  • Hallo Peter,


    keine Sorge, Borosilikatglas ist geeingnet, um noch viel größere Temperaturunterschiede zu überstehen. In der Tiefkühltruhe besteht nicht das geringste Risiko.


    Ich kratze alles ab was geht, den Rest wische ich mit Benzin bzw. Terpentin (Pinselreiniger) ab. Kleinere Reste kann man auch einfach abschleifen.

  • Hi Peter,


    das wird schon werden, da habe ich keine Bedenken! Wenn abkratzen, dann bitte nicht mit Metall. Ein Holzspatel oder Keil aus Resteholz tut es auch, damit kann man sich dann auch keine Kratzer einfangen.


    Du wirst ja nicht zum Carbo 80 zurück wollen [;)]


    Viele Grüße


    Achim

  • Hallo zusammen


    vielen Dank für eure Aufmunterungen![:)]


    (==>)Stathis: Das beruhigt mich, ich hatte nämlich auch einige Bedenken, als ich das Glas unter das heisse Wasser hielt. Aber offenbar ist das ja bedenkenlos.
    Borosilikatglas braucht man, wenn ich mich nicht täusche, auch für Küchengeschirr, das Backofentemperatur aushält.


    Ich habe gestern die beiden Gläser endlich von dem Pech befreien können - war eine ziemliche Sauerei! Mit Erwärmen und Abschaben (Holz!, danke für den Tip, Achim) und schliesslich Benzin wurden die Scheiben sauber.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Du wirst ja nicht zum Carbo 80 zurück wollen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    So schlimm ist es wohl nicht, hoffe ich doch![B)]
    Aber ich frage mich gerade, ob es reicht, nur zum 8 µ zurückzukehren. Was sind eure Erfahrungen dazu?


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Geruchsvolle Grüsse<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    [:D]Danke, danke! Das war wirklich etwas übelkeiterregend!


    Heute zerstöre ich mal die doch so schön auspolierte Oberfläche. Das leise Zischen des Feinschliffs wird wohl in die Knochen fahren, wie noch nie!
    <hr noshade size="1">Mit besten Grüssen


    Peter Stoffer

  • Hallo Peter,


    ich musste auch etwa vor einem Monat nach cca. 10 Stunden polieren zurück zum Schleifen. Ich habe nämlich neue Pechhaut gegosen und die mit frischen Rillen drin, noch ziemlich warm auf den Spiegel warm gepresst. [:(!] ich habe aber vergessen etwas Poliermittel an den Spiegel zu geben, als Trennmittel. Es war so schon angepasst dass ich es dann nicht runter kriegen konnte. Es hat nix geholfen ich musste es aufwärmen, abziehen und runterkratzen. Damals war der spiegel noch 8" f/6, ich musste zurück zum 80 Karbo da ich mir dabei einen fetten Kratzer geholt habe und mich entschieden habe, dass ich doch f/5 mache. Beim Schleifen wieder mal nicht aufgepasst, und das schwere Tool schön auf den Spiegel werfen. :) Also ein Muschellbruch (auf der Seite, in die Spiegeloberfläche ist nicth viel zu sehen) habe ich auch :)
    Jetzt bin ich beim Polieren, habe schon einige Stunden hinter mir, und wahrscheinlich noch einge vor mir ... Es wird aber bestimmt mal ein Schöner 8" f/5 [:D] werden.

  • Hallo Patrik


    da hast du ja noch schlimmere Erfahrungen gemacht als ich. Das mit der Pechhaut ist bei dir wohl fast gleich gelaufen wie bei mir.
    Ich wünsche dir viel Glück mit deinem 8"-Spiegel.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Peter Stoffer</i>


    Aber ich frage mich gerade, ob es reicht, nur zum 8 mµ zurückzukehren. Was sind eure Erfahrungen dazu?


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Peter,


    gehe lieber eine Stufe weiter zurück, also 15my. Das kostet nur 1 bis max. 2 Stunden Zusatzarbeit, bringt aber die Gewißheit, die Kante wieder mit enzufangen. Es wäre doch ärgerlich, wenn nach dem Anpolieren das Problem immer noch vorhanden wäre.


    Mit dem Schleifen einer auspolierten Fläche kenne ich mich aus, habe dies bei meinem 20" wegen Astigmatismus praktiziert - ein wirklich besch**** ...eindenes Gefühl.


    Viel Erfolg!


    Achim

  • Danke für den Hinweis, Achim. Ich werde also zum 15 µ zurückkehren.
    Obwohl es ärgerlich ist, zum Feinschliff zurückkehren zu müssen, bin ich eigentlich froh, dass wieder etwas läuft, auch wenn es rückwärts geht... Eine Zeitlang hatte ich bei der Politur das Gefühl, als erziele ich überhaupt keinen Fortschritt.

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