Mission zum apha Centauri

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  • nach der Entdeckung von alpha Cen Bb ist wieder die Diskussion angeheizt worden über eine Mission zu unseren stellaren Nachbarn.
    Würdet ihr mir zustimmen, wenn ich sage:


    vor hundert Jahren noch galten Mond und Mars als unerreichbar.
    Aber sie waren doch nah genug um unsere Anstrengungen zu beflügeln dorthin zu gelangen.
    Heute sind es anstelle unserer Nachbarn im Planetensystem die nächsten Sterne.


    (ich schließe mich damit einem Zitat von Lee Billings an)
    "Alpha Centauri is today what the Moon and Mars were to prior generations—something almost insurmountably far away, but still close enough to beckon the aspirational few who seek to dramatically extend the frontiers of human knowledge and achievement."


    http://seedmagazine.com/content/article/the_long_shot/P1/


    Werden in hundert Jahren unsere Sonden im alpha Centauri - System kreisen, so wie heute Cassini um den Saturn?

  • Hi Klauspeter,


    überleg mal- Voyager wurde vor über 35 Jahren gestartet und noch nicht ganz den interstellarem Raum erreicht. Von der jetzigen Position würden aber noch immer gut 4 Lj fehlen.


    Und schon bei den Sonden innerhalb unseres Systems haben die Jungs ein Problem beim Steuern- zwischen Absenden eines Steuersignals und der wieder eintreffenden Antwort (sichtbare Auswirkung) liegt schon eine erhebliche Verzögerung.


    Wenn du aber von einer Sonde bei alpha Cen ein Bild erhältst und daraus entnimmst das du eine Kurskorrektur vornehmen musst sind ja schon mal gut 4 Jahre vergangen- der Steuerbefehl erreicht die Sonde dann weitere 4 Jahre später und wie sich die Korrektur auswirkt wirst du wiederum erst 4 Jahre später sehen.


    Da bräuchte es schon Sonden die selbstständig arbeiten, abgesehen vom nötigen stärkeren Antrieb um die Sonde in einer vernünftigen Zeit über die Distanz zu bringen und dort auch wieder abbremsen zu können.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo Stefan,
    ja, diese Überlegungen sind mir geläufig...
    aber wenn ich bedenke, welche Erfolge uns die Mikroelektronik beschert hat, an die vor 100 Jahren noch gar nicht zu denken war,
    dann erwarte ich in weiteren 100 Jahren selbständig arbeitende Sonden (wie du ja schon angedeutet hast), aber auch neuartige Triebwerke, die es ermöglichen so schnell das Ziel zu erreichen, daß innerhalb einer Generation die Resultate der Mission die Erde errreichen.

  • Ich sag auch einfach mal: Nichts ist unmöglich. Die Frage die sich mir allerdings stellt ist nicht, ob ich das noch erlebe, sondern ob der Menschheit an sich noch genug Zeit bleibt.


    Man wird sehen. [;)]

  • und ich denke, alpha Cen wird nicht nur deshalb das erste interstellare Ziel sein, weil es das nächstliegende ist, sondern auch, weil der nach alpha CenBb uns nächste Planet ein Gasriese um epsilon Eridani ist, fast dreimal so weit und zudem ein "hot Jupiter"

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Klauspeter123</i>
    <br />Würdet ihr mir zustimmen, wenn ich sage:


    vor hundert Jahren noch galten Mond und Mars als unerreichbar.
    Aber sie waren doch nah genug um unsere Anstrengungen zu beflügeln dorthin zu gelangen.
    Heute sind es anstelle unserer Nachbarn im Planetensystem die nächsten Sterne.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Anfang der 80er hat man (diverse Artikel in Populärwissenschaftlichen Magazinen) aus der technischen Entwicklung extrapoliert, dass wir bis Ende des 20. Jahrhunderts eine bewohnte Mars-Station hätten und regelmäßige Flüge vom Mond aus starten.


    Solche Trendvorhersagen halte ich für fraglich, finde sie aber auch anregend um zu fantasieren.

  • da für eine Reise zum Mars bei der NASA die nötige Technologie im Wesentlichen vorhanden ist, wäre es auch nur eine Frage des Geldes gewesen...
    Oft wurde schon vorgerechnet, daß mit den Ausgaben für die letzten Kriege eine Marsmission hätte bezahlt werden können.


    Und "meine" Prognose für eine alpha Centauri-Mission in 100 Jaahren setzt voraus, daß uns nicht ein großer Krieg dazwischen kommt, ein weltweiter Dshihad etwa :(

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: NikolajSteinkohl</i>
    <br />Sieht mal dass :
    Zwar schwierig aber prinzipiell möglich.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    über einen Flug zum alpha Centauri wird auch hier
    http://www.centauri-dreams.org/?p=25168
    vor allem aber hier
    http://www.centauri-dreams.org/?p=25168
    und in weiteren Artikeln
    recht interessant und ausführlich gebloggt und diskutiert.


    es gibt auch
    "Image: An artist’s impression of Centauri B b" [:)]
    http://www.centauri-dreams.org…/Alpha-Cen-Planet-1-2.jpg



    ps
    eins meiner Lieblingszitate:


    Carl Sagan wrote, <font face="Arial"><font size="3">“<font color="yellow">We began as wanderers, and we are wanderers still. We have lingered long enough on the shores of the cosmic ocean. We are ready at last to set sail for the stars</font id="yellow">.”</font id="size3"></font id="Arial">

  • Hi, <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Anfang der 80er hat man (diverse Artikel in Populärwissenschaftlichen Magazinen) aus der technischen Entwicklung extrapoliert...<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Ich such dauernd den Knopf in meinem Auto- der dann die Flügel ausklappen lässt- weil ja in selbigen Zeitschriften das auch vorausgesagt wurde- fliegende Autos für jedermann. [}:)]


    Die Menscheit wird sich mit steigender Energieknappheit auf ganz andere Dinge konzentrieren müssen. Auch Trinkwasser und Nahrungsmittel (vor allem saubere, unverseuchte) dürften in 100 Jahren ein erhebliches Problem darstellen.


    Wer wird dann noch eine Sonde Richtung sonstwohin schicken wollen?


    Gruß
    Stefan

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Die Menscheit wird sich mit steigender Energieknappheit auf ganz andere Dinge konzentrieren müssen. Auch Trinkwasser und Nahrungsmittel (vor allem saubere, unverseuchte) dürften in 100 Jahren ein erhebliches Problem darstellen.
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    früher haben sich die Pessimisten auf das Argument gestützt, die Russen und die Amis würden irgendeine Krise nicht in den Griff bekommen und die Erde in einem Atomkrieg vernichten... und aus wäre es mit dem Traum vom Flug zu den Sternen.
    Heute geben die Pessimisten andere Gründe vor:
    Bevölkerungsexplosion und Energieverknappung, armutsbedingte Verteilungskriege, eine drohende Klimakatastrophe...


    na sicher, es bleibt nur die Hoffnung, daß auch die heutigen Bedrohungen abgewendet werden so wie damals der globale Atomkrieg,
    ich bin bei den Optimisten [:)]

  • Hallo Klauspeter,


    außer Pessimisten und Optimisten gibt es noch die Realisten. [8D]


    Beim Überfliegen dieses PDFs: http://arxiv.org/abs/1005.3833 habe ich mich gefragt, was die Autoren beim Verfassen wohl geraucht haben...


    Beispiel gefällig?


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">The second big issue for He3 mining is extraction from the atmospheres of the gas giants.
    The problem of fuel extraction could be solved, for example, by launching a spacecraft to Uranus
    orbit, which would arrive in approximately 7 years and then by dropping a probe into the atmo-
    sphere. An inflatable gas bag would then be used to move through the vertical atmosphere until
    a few atmospheres of pressure had been reached. Neutral buoyancy would then be maintained.
    Small fission reactors would be used to power pumps and any refrigeration for the liquefaction
    and extraction of the He3 by separating it from the He4 .
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    alles klar... He3 vom Uranus [:D]


    Grüße
    Michael

  • Hallo Michael,
    auch die "Realisten" gab es immer schon... selbst unter den angesehendsten Physikern... man braucht sich nicht einmal auf das Gebiet der Raumfahrt zu beschränken:
    ein Beispiel von vielen


    der Physiker Nikola Tesla ließ verlauten: "Atomenergie lässt sich weder zivil noch militärisch nutzen". Der englische Atomphysiker Lord Ernest Rutherford meinte im Jahre 1933: "Die Energie, die durch Atomzertrümmerung produziert wird, ist eine armselige Sache. Jeder, der von der Umwandlung dieser Atome eine Kraftquelle erwartet, redet nur Blabla."


    http://www.zehn.de/atomenergie…tere-irrtuemer-3173604-10


    was haben die wohl damals geraucht? [;)]


    ps
    besser noch hier:
    http://www.btinternet.com/~j.doyle/SR/g/Emc2Atomspaltung/

  • Ich frag mich, wie die die Funksignale der Sonde empfangen wollen, wenn genau in Flugrichtung eine Sonne (nämlich das Zielsystem) im Hintergrund als Störsender arbeitet. Viel Spaß dabei.

  • Hallo,


    interessante Sache ist das allemal [:)]


    Wir brauchen uns wohl alle keiner Hoffnung hingeben, dass solche Flüge eine heute lebender Mensch jemals miterleben wird, da steht einfach noch viel zu viel dazwischen.


    Nichtsdestotrotz halte ich es in einer stetig voranschreitenden Wissenschaftswelt nicht für unmöglich sondern eher für sehr wahrscheinlich, dass die technischen Hürden eines (fernen) Tages durchaus überwunden werden können - mindestens mal für eine Flyby-Sonde (in einem meiner Liebligsbücher von Dr. Robert Zubrin wird sogar das Bremsmanöver für möglich gehalten und erklärt) aber wie schon gesagt - wir nimmer [;)]


    Dem ganzen steht eigentlich nur eins im Weg: Der Mensch. Wirds in 200 Jahren noch eine wissenschaftlich geprägte Gesellschaft auf diesem Planeten geben oder nur noch ein paar Untergrundenthusiasten während ihre Bücher verbrannt werden?


    Viele Grüße Benny

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: stefan-h</i>
    <br />Ich such dauernd den Knopf in meinem Auto- der dann die Flügel ausklappen lässt- weil ja in selbigen Zeitschriften das auch vorausgesagt wurde- fliegende Autos für jedermann. [}:)]<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Hi!


    Du meinst sowas? Ich spar auch noch drauf... bis dahin sind sie vielleicht auch über die Studien hinaus, das Skycar M400 scheint ja zumindest schon im Prototypenstadium zu sein (wenn's auch nicht so chic aussieht). Zugegeben: Bislang kann er wohl nur leidlich schweben (Wikipedia).


    Beste Grüße,
    Alex

  • Hallo,


    ich könnte mir vorstellen, dass alpha Centauri ( mitsamt dem Planeten ) das erste Objekt ist außerhalb des Sonnensystems ist, dass von der Menschheit gezielt besucht wird. Wenn wir es dorthin schaffen, dann steht uns sicher auch die Tür offen, weiter in den Raum vorzustoßen. Weiterhin denkbar wäre es, dass das alpha Centauri-System uns exemplarisch dafür dient, dass die Gesetzmäßigkeiten, die wir hier in unserem Sonnensystem verwenden und dank Beobachtungen anderer aufgestellt haben, überprüft werden. Sieht es dort aus, wie wir es voraussagen, dann könnten wir uns mit noch größerer Gewissheit auf unsere Modelle verlassen.


    Skeptisch bin ich allerdings in der Tat was die Finanzierung der Mission(/en) angeht. Leider haben wir in der Vergangenheit die Erforschung des All nicht unbedingt als hochrangiges Ziel unserer Politik angesehen, und dementsprechend mager sind mitunter die Zuschüsse von staatlicher Seite ausgefallen. Ich hoffe, dass sich diese Entwicklung umkehrt, insbesondere wenn wir auf die Chancen aufmerksam machen, die die gezielte Erforschung von alpha Centauri bietet. Wenngleich es sich eher um nichtkommerzielle ( vorerst.. ) handeln mag. Dennoch mag ich den Gedanken, dass die Menschheit vieles erreichen kann. Es liegt also am Willen. Wenn das klappt, dann steht uns, meiner Ansicht nach, so viel mehr offen, als nur alpha Centauri, bzw. dessen System.


    Viele Grüße,
    Lars

  • Hallo, interessante Geschichte.
    Vielleicht kann man ja Gerätschaften
    aus einzelnen Atomen bauen und diese mit einem Teilchenbeschleuniger
    ins All schießen, mal so als Vorschlag...

  • Den Teilchenbeschleuniger, zum Abschuss, müsste man wohl auf dem Mond
    bauen, auf der Erde würde das Ding wohl glatt weggefiltert.
    Müsste dann natürlich im Brutforce Verfahren abgeschossen werden.

  • Nabend Stefan,
    ich wollt aber keine schnöden Atome ins all schicken sondern ..schonmal den Link geklickt? Und Bruteforce heißt für mich das man viele losschickt ,weil viele nich zurückkommen werden. Im übrigem hätt ich als
    Antwort eher erwartet das geht nicht weil das und das...[V]

  • Na gut Weißes Loch,


    den Link hatte ich angeklickt und nachgelesen.


    Frage- was soll man mit so einem Dingens erreichen? Selbst wenn man es mit einem Beschleuniger mit hoher Geschwindigkeit ins All schicken könnte- welche Information bringt es wie zu uns zurück?


    Keine- also sinnlose Frage, ob man sowas hochschicken kann.

  • Na gut ne 10mp Kamera muss ja nicht gleich an Bord.
    Aber einfache Detektoren Wären doch machbar ? Die Frage wär doch auch wie groß so ein Teil sein dürfte um noch angemessen Beschleunigt zu werden usw usw.

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