laterale Lagerung

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  • Hallo Guntram,


    auf Deine Frage im Optikforum...
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Guntram</i>
    <br />Worauf ich gespannt bin, ist, wie du das Problem der lateralen Lagerung des HS angehst.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    hier die Antwort:



    Für die Befestigungsschrauben der Rollen habe ich Langlöcher gebohrt, in denen die Rollen um 4 mm verschoben werden können. Nach Einbau und Justage des Hauptspiegels habe ich dann die Rollen genau unter dessen Schwerelinie geschoben und fixiert. Da bei meiner Zelle der untere Balken nicht justiert wird, ergibt sich im Betrieb allenfalls eine minimale axiale Verschiebung des Spiegels auf den Rollen. Zwei Schrauben sind genug: Wenn man an 3 Schrauben planlos dreht, verschiebt man zwangsläufig den Spiegel in axialer Richtung.



    Eine ähnliche Zelle - allerings mit 6 Punkten und einem dünnen Drahtseil als laterale Lagerung - habe ich seit vier Jahren in meinem 14-Zöller:



    Das funktioniert sehr feinfühlig, da sich durch die außermittigen Justierschrauben deren wirksame Steigung halbiert. Das Drahtseil und seine Spannvorrichtung werden normalerweise zum Aufhängen von Gardinen verkauft. Damit das Drahtseil unter der Schwerelinie bleibt, ist es dort mit Klebeband fixiert.


    Gruß
    Norbert

  • Hallo Norbert,


    sieht schick aus. Schön die Zelle mal komplett zu sehen. Denkst du, dass es gut geht, wenn sich der Spiegel unabhängig von der Lagerung bewegt - auch wenn es nur "minimalst" ist? Der Spiegel ist doch sicher nur 25mm, oder? Solche Rollen hatte ich im Baumarkt mal in der Hand. Da hat doch die Achse sicher etwas Spiel? Kugellager + Schrumpfschlauch sind da sicher genauer. Für die Spiegelbox bringt diese Bauweise sicher mehr Stabilität.


    Kannst du mal noch was zu den "außermittigen Justierschrauben" sagen. Ich steig noch nicht ganz dahinter.



    Gruß,


    Marcel

  • Hallo Norbert,


    wie der Marcel schon bemerkte, scheint auch mir die Justage unüblich zu sein.
    Du hast doch Wippen, auf denen die Dreiecke gelagert sind.
    Es sieht so aus, als ob du an der "falschen" Stelle, nämlich an einem Ende der Wippen die Rändelmuttern angebracht hast.
    Erkläre das mir mal bitte...ich steige da nicht durch.
    Sonst sieht alles sehr stabil und richtig dimensioniert aus.
    Die laterale Lagerung wird so funktionieren.
    CS
    Timm

  • Hi Timm,
    ich sehe die außermittige Justierschraube als einstellbarer Lagerpunkt der 6-Punktzelle, also mit Gewinde durch den Wippenbalken und nicht als Stellschraube DER Wippe. Die müsste demnach durch das Vierkantrohr berührungslos hindurch gehen und auf ihrem Kopf ein Filzplättchen (o.a.) haben, wo sie die Spiegelrückseite berührt. Wenn dem nicht so ist, hätte ich auch Deine Frage. [;)]


    Gruß

  • Hallo zusammen,


    die Wippen sind Vierkant-Rohre, die in ihrer Mitte in einem U-Profil gelagert sind. Die Justierschrauben drehen sich in Gewinden am Ende der Wippe und berühren die U-Profile nicht. Die Justierschrauben heben oder senken also nicht die Lagerung der Wippe, sondern bei der 6-Punk-Zelle ein Filzplättchen, auf dem der Spiegel ruht. Bei der 18-Punkt-Zelle sind die Enden der Justierschrauben ballig gedreht. Dort halten kleine Nylonschrauben die Dreiecke in ihrem Schwerpunkt.



    Wenn man eine der Justierschrauben um 2 mm eindreht, dann senkt sich bei gleichmäßiger Belastung die Wippe an diesem Ende um 1 mm, das gegenüberliegende Ende hebt sich um 1 mm. Der Spiegel wird also bezogen auf die Mitte der Wippe um 1 mm angehoben. Das meinte ich oben mit der "Halbierung der wirksamen Steigung" der Justierschrauben.



    (==&gt;) Marcel


    an meinen Spiegel lasse ich keine Stahlkugellager - selbst wenn sie Gummi tragen ;-)


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Denkst du, dass es gut geht, wenn sich der Spiegel unabhängig von der Lagerung bewegt<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das geht problemlos, <b>wenn man nach der ersten Justage die lateralen Lager unter die Schwerelinie stellt und dann nur noch an 2 Schrauben justiert</b>.


    Der Mirror-Edge-Calculator http://www.cruxis.com/scope/mirroredgecalculator.htm sagt für meinen 28 mm dicken Spiegel einen Strehlverlust von 3% voraus, wenn das Teleskop zum Horizont zeigt und die laterale Lagerung die Schwerelinie um 1/20 der Dicke verfehlt. Ich habe also einen Toleranzbereich von 1.4 mm. Von diesem nutze ich jedoch nur einen kleinen Bruchteil aus: Bei der 6-Punkt-Zelle habe ich beim First-Light die Stellung der Justierschrauben markiert. In vier Jahren wurden diese um weniger als 45 Grad verdreht. Wenn sich die 18-Punkt-Zelle in der Praxis ähnlich verhält - wovon ich ausgehe - dann verschiebe ich den Spiegel auf seinen lateralen Rollen nur um wenige Zehntel mm. Das radiale Spiel der Rollen ist auch nicht größer.


    Ich finde Spiegelzellen mit lateralen Lagern, die sich beim Justieren mitbewegen, sehr elegant. Ich halte sie jedoch für entbehrlich, wenn man sicherstellt, dass sich der Spiegel beim Justieren um weniger als 1 mm verschiebt. Mir war die zusätzliche Versteifung der Spiegelkiste durch eine fest angebrachte Zelle wichtig.


    Gruß
    Norbert

  • Moin Norbert,


    bist du sicher dass du nicht die Lastverteilung veränderst wenn du ein Teil der Wippe anhebst/absenkst?
    Nach meinem Verständnis passiert das nämlich schon, zumal die andere Wippe mit der Justierschraube nach unten begrenzt ist, oder steh ich vollkommen aufm Schlauch [:I]


    Grüße
    Roland

  • Hallo Norbert,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">die Wippen sind Vierkant-Rohre, die in ihrer Mitte in einem U-Profil gelagert sind. Die Justierschrauben drehen sich in Gewinden am Ende der Wippe und berühren die U-Profile nicht. Die Justierschrauben heben oder senken also nicht die Lagerung der Wippe, sondern bei der 6-Punk-Zelle ein Filzplättchen, auf dem der Spiegel ruht. Bei der 18-Punkt-Zelle sind die Enden der Justierschrauben ballig gedreht. Dort halten kleine Nylonschrauben die Dreiecke in ihrem Schwerpunkt.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    zuerst dachte ich auch an eine nicht funktionierende Wippenlagerung, aber nach der Erklärung wird es anschaulich. Ungewöhnlich, aber es funktioniert. Voraussetzung ist natürlich die möglichst reibungsfreie Lagerung der Dreiecke im Drehpunkt.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">an meinen Spiegel lasse ich keine Stahlkugellager - selbst wenn sie Gummi tragen ;-) <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    bei allen Rollen die Gummi oder Schrumpfschlauch tragen ist der Zweck des reibungsfreien Haltens in der Schwerpunktlinie verpufft. Der Gummi oder Schrumpfschlauch drückt sich zusammen und verhindert ein momentfreies Rollen. So ähnlich wie eine Schubkarre mit wenig Luftdruck auf dem Rad.
    Ich gebe Dir natürlich Recht, Stahl auf Glas ist nicht gut für's Gemüt. Zum Transport müsste da eine separate Sicherung her, damit das Glas ganz bleibt. Alternativ geht der Verzicht auf etwas Strehl, bei Benutzung der Gummirollen, natürlich auch.
    Viele Grüße
    Jörg

  • Hi,
    Jörgs Bedenken hab ich auch. Wenn ich mir die Rollen als Teil eines Möbelbretts vorstelle, belastet mit dem Spiegel als Möbelstück, dann dürften die Kräfte zum Ziehen schnell jenseits von 1N liegen. Das sagt mir mein Bauchgefühl.


    Das ist, soweit ich die Rollen kenne, kein Gummi, sondern irgendein Kunststoff-Spritzguss.


    Gruß

  • Hallo Kalle,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Kalle66</i>
    <br />...dann dürften die Kräfte zum Ziehen schnell jenseits von 1N liegen. Das sagt mir mein Bauchgefühl.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    gar nicht nicht schlecht, Dein Bauchgefühl! Ich habe mal meine Bohrvorrichtung für Planspiegel...



    ...als Reibungswaage umfunktioniert. Die Bohrvorrichtung läuft ja auch auf 4 derartigen Rollen und wird für den folgenden Versuch <b>waagrecht</b> gelegt. An die beiden Enden meiner Zugschnur habe ich Wasserkanister gebunden, um das Gewicht des Spiegels zu simulieren. Dann wurde eines der Gewichte erhöht, bis sich das Rohr zu drehen begann, also die Reibung gerade überwunden wurde. Das ist bei einer Zuladunng von ca. 450 g aufgetreten. Auf eine Rolle runtergeteilt und in eine Kraft umgerechnet kommt recht genau dein Newton heraus...


    Falls beim First Light Verformungen durch die Reibung auftreten, werde ich mir überlegen, ob ich dann doch Kugellager an meinen Spiegel lasse...


    Gruß
    Norbert

  • OK, jetzt hab ich es auch verstanden wie es geht mit der Justage. Ich stand da aber auch eine Weile auf dem Schlauch.


    Im Prinzip eine Variation der "alten" Spiegelzellen, bei dem jetzt die Wippe nicht an der Drehachse, sondern am Spiegelauflagerpunkt justiert wird. Vorteil ist, dass man die eigentliche Zelle fest einbauen kann, Nachteil die Beweglichkeit am Laterallager, die man aber mit Deiner Methode minimieren kann und das einseitige Zusatzgewicht an der Wippe, das man jedoch eliminieren kann.


    Laterallager: Bei Conrad gibt es inzwischen Kunststoffkugellager


    klick


    Viele Grüße
    Reiner

  • Hi Reiner,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Laterallager: Bei Conrad gibt es inzwischen Kunststoffkugellager<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    das wurde aber auch Zeit, in meiner ersten Version aus 2004 hatte ich die Rollenlager mit harten Kunstoffbuchsen versehen



    Gruß Roland

  • Hallo Reiner,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Laterallager: Bei Conrad gibt es inzwischen Kunststoffkugellager<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    ich fürchte, auch diese werden das Problem mit der Abflachung an der Kontaktstelle bekommen. Wir sprechen hier immerhin von Deformationen des Spiegels im Nanometerbereich, da brauch es nicht viel Abflachung und daraus resultierendem Trägheitsmoment um eine negative Wirkung zu erzeugen.
    Allerdings sind die Kunststofflager vermutlich besser als Gummi und Schrumpfschlauch.
    Viele Grüße
    Jörg

  • Schöne Spiegelzelle! Ich würde mich freuen, sie life im Münchener Spiegelschleiftreff zu sehen. Ein fester Spiegelzellenrahmen bringt durch seine Diagonalverstrebungen einen großen Stabilitätsgewinn - um so fragiler und leichter kann die Spiegelbox ausfallen.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Roland</i>
    <br />bist du sicher dass du nicht die Lastverteilung veränderst wenn du ein Teil der Wippe anhebst/absenkst?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Ich denke, die Lastverteilung bleibt gleich. Bei der 6 Punkt Lagerung wäre das so, als hätte man ein Filzpad einfach dicker gemacht. Die Wippe liegt nun etwas schräg, die Lastverteilung bleibt aber erhalten, solange die Wippe noch frei ist, also nirgendwo anschlägt. Die Auflagerkraft hängt ja nur von den Hebellängen und dem Eigengewicht der Teile ab und diese bleiben bei diesen kleinen Winkelabweichungen gleich.


    Aber: Was ist mit dem Eigengewicht der Justierschraube? Diese hängt ja an einem Ende der Wippe und damit ist diese nicht mehr ausbalanciert. Um das auszugleichen, müsste man am anderen Ende ein gleichschweres Gegengewicht anbringen, oder den Drehpunkt der Wippe entsprechend außermittig anbringen. Das ist vermutlich bei nicht gar zu schwerer Justierschraube nur bei Dünnspiegelextremisten von Belang.


    ==&gt; Rainer:
    Das oben verlinkte Kunststofflager (Glaskugeln in POM- Ringen) hat eine statische Tragkraft von nur 50 N, die sind bei einem 18-Zöller, wo der Spiegel ab und zu mal gegen stößt, schnell überschritten und schon drücken die Glaskugeln bleibende Dellen in den Kunststoffring. Die gleichgroße Stahlversion ist dagegen mit einer statischen Tragkraft von knapp über 1.000 N angegeben. Ich würde Stahllager mit hartem Kunststoff vorziehen, wie bei Roland gezeigt. Die Abflachung der Kontaktstelle vom Lagerring zum Spiegel ist ja wesentlich geringer, da der Lagerringdurchmesser viel größer als der Durchmesser der Kugeln im Lager ist.

  • Hallo Stathis,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Stathis</i>
    <br />Schöne Spiegelzelle! Ich würde mich freuen, sie life im Münchener Spiegelschleiftreff zu sehen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Danke für die Blumen! Ich bringe die Spiegelkiste samt Zelle mal mit.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ich denke, die Lastverteilung bleibt gleich. Bei der 6 Punkt Lagerung wäre das so, als hätte man ein Filzpad einfach dicker gemacht.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Genaus so ist es.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Aber: Was ist mit dem Eigengewicht der Justierschraube? Diese hängt ja an einem Ende der Wippe und damit ist diese nicht mehr ausbalanciert. Um das auszugleichen, müsste man am anderen Ende ein gleichschweres Gegengewicht anbringen<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Da ich ja auch am gegenüberliegenden Ende der Wippe ein Dreieck befestigen muss, gibt es auch dort einen Gewindebolzen nach DIN 913. Meine Justierschraube ist genau so ein Gewindebolzen, auf dem allerdings am Ende noch eine Rändelmutter nach DIN 467 sitzt, um den Bolzen drehen zu können. Diese Rändelmutter wiegt gut 30 g und ist nicht kompensiert. Bei dem 28 mm dicken Spiegel hab ich da keine Angst vor den auftretenden Kräften...


    Gruß
    Norbert

  • Hallo Norbert,
    die Justage in den Wippen ist genial!
    Gefällt mir extremst supergut[:p]


    Die Sache mit dem seperat justierbaren Rahmen habe ich ebenfalls zweimal eingespart und umschifft, es läuft darauf hinaus, den Justagehub so klein wie möglich zu halten. Dazu ist jedes Mittel recht. Numerierte Stangen mit exakten Klemmungen zum Beispiel. Bei meinem 28" erreiche ich damit eine Konstanz, die eine Justage bei schlechtem Seeing gleich ganz überflüssig macht.


    Die Plastikrollen sind aber Murks.
    Dein Spiegel hat sicher Reserven und es wird evtl nicht auffallen, aber das First-Light zählt nicht. Es zählen die Nächte mit allerbesten Seeing.


    Glas auf Stahl ist das einzig wahre! Und Kugellager meiner Meinung auch keine Gummilippendichtung (2RS) sondern die mit Blechdeckeln (2Z) in bester Qualität und Leichtlaufversion.


    Das Transportproblem ist natürlich extra zu lösen. Alternativ kommst Du mit Drahtschlinge garantiert besser weg.


    cs Kai

  • Hallo Kai,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: fraxinus</i>
    <br />Gefällt mir extremst supergut[:p]<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    freut mich sehr!


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Alternativ kommst Du mit Drahtschlinge garantiert besser weg.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das ist mein Plan B. Falls ich mit den "Murks-Rollen" nicht zufrieden bin, werde ich auf eine Drahtschlinge umrüsten. Da ich an jedem Dreieck einen Gewindebolzen habe, kann ich die Schwerelinie des Spiegels genau über die Drahtschlinge bringen und die Wippen waagrecht stellen.


    Gruß
    Norbert

  • Hi Norbert,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das ist mein Plan B.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Nein, ich habe keinen Zweifel, dass Du das perfekt hinbekommst. Deine Spiegelbox hat ja alle Optionen offen. Es ist nur so, dass die Schlingenlagerung mit Draht theoretisch die bessere ist. Damit die 90 Grad Kugellager-Lösung in der Praxis das Rennen macht, und das tut sie wie es scheint, muss sie perfekt sein.
    Also bitte berichten, was geht und was nicht.


    Ganz speziell für Dich habe ich dieses Reststück Borofloat...


    ... zwischen ein Fichtenklötzchen und eine 6mm Stahlkugel in den Schraubstock gespannt. Der Abdruck der Oberseite sieht so aus:

    Die Unterseite, dort wo die Kugel auflag war glatt. Es hat eine Weile gedauert bis zum Pling! Daneben zum Vergleich der Abdruck einer M12 Mutter mit 80kg belastet.


    Hoffe, das beruhigt Dich etwas bezüglich "Stahl auf Glas".


    cs Kai

  • Hallo Kai,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: fraxinus</i>
    <br />Also bitte berichten, was geht und was nicht.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Falls ich in den Sommerferien etwas Zeit habe, dann werde ich den Spiegel mal auf den "Murks-Rollen" interferometrieren und die durch die Lagerung bedingten Fehler isolieren. Da muss ich dann nicht lange auf entsprechend gutes Seeing warten.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: fraxinus</i>
    <br />Es hat eine Weile gedauert bis zum Pling!<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Schon, aber ich bekomme Gänsehaut, wenn ich mir so ein "Pling" bei optisch bearbeitetem Glas vorstelle...


    Was hältst Du davon, Stahlplättchen auf den Spiegelrand zu kleben, damit die Kraft von den Kugellagern flächig in den Spiegel eingeleitet wird? Das hätte auch den Vorteil, dass man die Stahlplättchen schön glatt machen kann. Der Rand meines Spiegels ist nämlich etwas wellig (vielleicht mit einem Wasserstrahl geschnitten). Wenn man schon eine möglichst reibungsarme Lagerung mit Kugellagern anstrebt, ist es sicher nicht gut, wenn diese über Unebenheiten holpern müssen...


    Gruß
    Norbert

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: norbert_loechel</i>


    Was hältst Du davon, Stahlplättchen auf den Spiegelrand zu kleben, damit die Kraft von den Kugellagern flächig in den Spiegel eingeleitet wird? Das hätte auch den Vorteil, dass man die Stahlplättchen schön glatt machen kann. Der Rand meines Spiegels ist nämlich etwas wellig (vielleicht mit einem Wasserstrahl geschnitten). Wenn man schon eine möglichst reibungsarme Lagerung mit Kugellagern anstrebt, ist es sicher nicht gut, wenn diese über Unebenheiten holpern müssen...


    Gruß
    Norbert
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Norbert,


    ein welliger Spiegelrand ist schlecht für eine Lagerung mit Kugellagern. Diese liegen ja nur mit einer minimalen Linie auf und könnten so in den Wellen hängen bleiben. Da genügen ja schon minimale Kräfte und bumms... hast du Asti vom Feinsten!
    Ob da aufgeklebte Stahlplättchen helfen, weiß ich nicht.
    Meine Spiegel sind am Rand grade und feingeschliffen.
    Deshalb funktioniert bei mir die laterale Lagerung mit Kugellagern bestens.
    CS
    Timm

  • Hallo Norbert,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Was hältst Du davon, Stahlplättchen auf den Spiegelrand zu kleben, damit die Kraft von den Kugellagern flächig in den Spiegel eingeleitet wird? Das hätte auch den Vorteil, dass man die Stahlplättchen schön glatt machen kann.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    das klingt erst einmal nicht schlecht. Was passiert aber bei Tempereturänderung mit dem Kleber und dem Stahlplättchen? Ich könnte mir vorstellen, dass die Ausdehnung des Konstruktes wieder mehr Fehler erzeugt, als das leichte Rollen bringt.
    Das wäre schon interessant, wenn das mal einer nachmessen würde.
    Vielleicht auch was für die Sommerferien?[;)]
    Die Profis kleben an ihre großen Spiegel zum Teil auch Halteklötze an, damit in der Beschichtungsanlage (kopfüber) keine Abschattung auf der Oberfläche entsteht. Diese bleiben hinterher auch dran, scheinbar tut das nichts.
    Viele Grüße
    Jörg

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Was passiert aber bei Tempereturänderung mit dem Kleber und dem Stahlplättchen?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Vermutlich nicht mehr, als bei jedem geklebten Fangspiegel auch.


    Gruß

  • Hallo


    ist der Kraftübergang bei geklebten Stahlplättchen (mit Silkon oder Epoxi?) auf Kugellager nicht absolut undefiniert?
    Wenns dann auf dies nicht ankommt, wozu die ganze Mühe?


    Gruss

  • Hallo Norbert.


    Herzlichen Dank für die ausführliche Darstellung deiner Lösung des Problems der lateralen Lagerung. Sie ist vielleicht DIE Hürde, die genommen werden muß, um einen dünnen Spiegel wirklich gut nutzen zu können.


    Ich werde am Teststand meinen 350/25mm f/5,2 Spiegel, der momentan noch im K80 Stadium ist, sowohl mit Schlinge als auch mit Kugellager ausprobieren. Für die Lagerung auf Kugellager wird ein Stück Sägeblatt ( = gehärteter Stahl ) auf den Spiegelrand aufgeklebt. Nur ca. 1cm lang, das reicht sicher. Auf dieser Fläche läuft dann das Kugellager die wenigen zehntel mm, die für die laterale Lagerung nach deiner genialen Justiermethode notwendig sind.


    Damit sollten die Probleme Stahl auf Glas und eingedrückte Dellen bei Verwendung von Kunststoff gelöst sein. Oder es funktioniert nicht: Dann bleibe ich bei der Schlingenlagerung mit Drahtseil, so wie von dir und R. Houdart praktiziert.


    Vielen Dank an alle, die zu diesem Thread beigetragen haben!


    Guntram

  • Hallo,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Auf dieser Fläche läuft dann das Kugellager die wenigen zehntel mm, die für die laterale Lagerung nach deiner genialen Justiermethode notwendig sind... <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Die Kugelager sollen - soweit mein Verständnis von Statik als Nicht-Ingenieur [;)] - nicht laufen, sondern einfach verhindern, dass sich Spannungskräfte zwischen Spiegelhalterung und Spiegel aufbauen. Bewegen tun die sich ja faktisch nicht. Inofern dürfte eine geklebte Stahllauffläche sicher kein Nachteil sein, denn die Klebefläche baut solche Spannungen ja nicht auf.


    Die Problematik von Stahl auf Glas ist - zumindest sehe ich das so - im Übrigen kein Problem beim Betrieb des Teleskops, sondern ein Problem des Teleskoptransports. Konstruktiv/Gedanklich sollte man daher die Aufgabe der Kollimierung/Justage/Lagerung und die der Transportsicherung trennen. Eine Transportsicherung könnte man z.B. schon dadurch lösen, dass man auf das Kugellager eine Plastikschutzkappe aufsetzt (vergleichbar einem aufsteckbaren Schutzblech beim Fahrrad), wenn man den Spiegel nicht sowieso ganz herausnimmt. Ähnlich arbeiten der Arretierbolzen zum Transport einer Waschmaschine oder die Arretierschrauben bei meinem alten Dual-Plattenspieler.


    Gruß

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