AuswertungOF, ("Normale" / Invert wavefront)

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  • Hallo


    dies ist die Fortsetzung von http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=120130
    Besten Dank an alle die mir gute Tipps und Erklährungen gaben und geben werden, so wie dem Astrotreff, ohne Euch wäre ich niemals so weit gekommen!


    Nach diversen Versuchen entschied ich mich anhand dieses Vortschrittes (siehe Bild), dass keine "Invert wavefront" vorliegt. Die Werte der Skale "normal" (links) somit die Berge werden kleiner, wenn es Invert wäre müssten die Täler tiefer werden, resp. in Fortschritten müssten die Skalen grösser werden. (in jeweils beiden Bildern links und rechts, ist die Skala gleich gross, lediglich invertiert)
    Auswertungen mit OF 12.0 (vielen Dank dem Programmierer)
    (alle Einzelbilder unten aus 2-3 Bildern gemittelt)
    Einstellung: D=400, ROC=3915, CC=0


    Da der Polierfortschritt mit ca 300 nm/h etwas länger dauern könnte, entschied ich mich schweren Herzens, für den Einsatz mit 9my.
    Nach 2 Wet's, sieht man deutlich wo die tiefen Stellen liegen, da diese noch immer poliert sind, im gegensatzt zu den matten Bergen.
    Jetzt kommt das Problem: die tiefen Stellen sind auf 1, 5 und 8 Uhr, wo ich intensiv poliert habe.
    Dies verstehe ich jetzt nicht mehr, überascht mich jetzt total[:0]
    Kann das jemand erklähren?


    Gruss

  • Hi Roger,
    schicke Sache!


    So ganz hatte ich das letztens nicht überblickt, eher gefühlt, als ich schrieb:
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Mach doch mit Kantendruck noch ein Loch in die Mitte, um ganz sicher zu gehen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Der Widerspruch klärt sich so:
    Mit der Aktion änderst Du den ROC und die CC.
    Müsste ich nochmal genau überlegen, warum die 70% Zone dafür so ungünstig ist. Am Rand und in der Mitte wäre es kein Problem.
    Dann wird die Sache nämlich eindeutig, und deshalb habe ich das bei meinem Spiegel jetzt auch genmacht.


    Allerdings, sooo schlecht ist 9my auch nicht! Ist bitter, ich weiss. Hauptsache Du bekommst Kontakt. Ich würde auch nicht mehr schleifen als nötig, kurz anpoliern und schauen was los ist.


    cs Kai

  • Hallo Kai


    besten Dank für Deine Antwort.
    Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch...
    Muss, um dies genau wider zu geben noch nachtragen, dass die gezeigten Stellen sehr intensiv poliert wurden, der ganze Spiegel etwas mit poliert wurde, im Sinne einer Glättung (im Verhältnis 80% auf den Zonen, 20% der gesmmte Spiegel). Könnte sich diese Glättung in der "Invert-Form" auf den dortigen hohen Rand bei 10 und 4 Uhr sehr viel stärker ausgewirkt haben, als das intensive Polieren auf 1, 5 + 8? (wäre eine Erklährung, die Bilder sprechen ja dafür)


    In OF gebe ich den ROC vor mit 3915mm, dies ist zur Zeit so ein in-etwa-Wert...
    Der ROC für die Sphäre ist nur ein Radius, aber bei der Parabel, welche Zone wird hier eingegeben? Zudem, wie genau muss dieser Vermessen sein?


    Das Auswertungsbild habe ich so interpretiert, dass es die Höhenunterschiede zur *gewünschten* Form (CC) anzeigt, die Anzeige des CC als eine Art "Best-of-CC". Der ROC muss folglich rechnerisch einen Offset erfahren. Ist dem so?


    Gruss

  • Hallo Roger,
    da ist aber schon ein komisches Problem was du da hast. Aus dem Bauch heraus würde ich schon sagen, dass deine negative CC die Richtige ist und nicht diejenige mit "invert Wavefront"
    Falls du einen Foucaulttester hast schau dir doch einfach mal ein Schattenbild an. Spätestens dann hast du Gewissheit.
    Ansonsten fällt mir noch folgendes ein:
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">die tiefen Stellen sind auf 1, 5 und 8 Uhr, wo ich intensiv poliert habe. Dies verstehe ich jetzt nicht mehr, überascht mich jetzt tota<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Das klingt erstmal absolut unplausibel. Jedoch musst duch auch bedenken, dass du diese Berge schon vorher reingeschliffen hast. Falls du an deiner Vorgehensweise bzgl. Feinschliff nichts geändert hast, sieht es für mich so aus als würde sich hier genau der gleiche Fehler wieder einschleichen.
    Ich muss hier wieder die klassischen Fragen stellen:[:D]
    -MOT oder TOT?
    -Siegel und Tool ausreichend gedreht?
    -Was für eine Schleifunterlage?
    -Rückseite plangeschliffen?
    -Fullsize oder Subtool?
    Mir ist es echt ein Rätsel wie diese Berge beim Feinschliff entstehen können...
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">In OF gebe ich den ROC vor mit 3915mm, dies ist zur Zeit so ein in-etwa-Wert...
    Der ROC für die Sphäre ist nur ein Radius, aber bei der Parabel, welche Zone wird hier eingegeben? Zudem, wie genau muss dieser Vermessen sein?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Bei der Parabel zählt als ROC die Zone in der Mitte. Der Foucaulttest eignet sich hierbei übrigens auch hervorragend zum Vermessen des ROC[;)] Auf den mm genau sollte reichen. Spiel doch einfach in OF mit unterschiedlichen ROC rum. Ein mm mehr oder weniger hat da nicht den großen Einfluss. Kommt natürlich auch auf die Anforderungen an.
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das Auswertungsbild habe ich so interpretiert, dass es die Höhenunterschiede zur *gewünschten* Form (CC) anzeigt, die Anzeige des CC als eine Art "Best-of-CC". Der ROC muss folglich rechnerisch einen Offset erfahren. Ist dem so?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    So ist es. OF ermittelt die beste passende CC zu dem Interferogramm. Demzufolge wird auch der ROC etwas verändert, aber in einer Größenordnung, die für uns belanglos ist. Für den Spiegelschleifer selbst erschwert das aber manchmal die Interpretation der Polierarbeit, weil sich Zonen verändern können die kein Polierpech gesehen haben.
    Weiterhin viel Erfolg
    Grüße, Matze

  • Hallo


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">-MOT oder TOT?
    -Siegel und Tool ausreichend gedreht?
    -Was für eine Schleifunterlage?
    -Rückseite plangeschliffen?
    -Fullsize oder Subtool?<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    - ausschliesslich TOT
    - Spiegel wird m.A.n. ausreichend gedreht, Tool ebenso in gegenrichtung
    - so ne Matte 2-fach, welche üblicherweise unter einen Laminatboden kommt, ich nehme eben was so Verfügbar ist...
    - Rückseite ist plan
    - Schleif-Tool ist ca 90% (36cm)
    - zum polieren verwende ich zur Zeit das 6" Tool vom Erstling mit neuem Pech 28°+23° ca. 50/50%


    nach etwas 9my wieder anpoliert, der Rand ist definitiv noch weit hinter der Mitte im Polierstadium.


    Danach folgendes Auswertung mit OF (der Spiegel ist definitiv in der selben Position wie bei allen anderen Bildern oben)


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Bei der Parabel zählt als ROC die Zone in der Mitte. Der Foucaulttest eignet sich hierbei übrigens auch hervorragend zum Vermessen des ROC Auf den mm genau sollte reichen.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    So habe ich ein Foucaultbild gemacht, ist nicht so gelungen da ungenügend ausgeleuchtet, unscharf, Messerposition nicht optimal und der Tester kann optimiert werden so dass das Objektiv auch bis an das Messer kommt, denn die 10mm Abstand sind ev. schuld an der ungenügenden Ausleuchtung. (Messer von rechts, Licht von Links)
    Demnach weiss kenne ich nun:
    - den ROC (3922mm)
    - und kann sehen das ein Loch in der Mitte ist


    Erstaunlich ist jedoch der Vergleich vom simulierten Foucault (links) aus OF zum Bild rechts.


    Ab jetzt wird poliert, und wenn's noch so lange dauert!
    Wenn dann mal die gröbsten Berge eingeebnet sind, werde ich dem Teststand genauer angehen.
    Dies hätte ich rein mit Foucault nie bemerkt, das PDI war eine Super-Investition die ich sehr empfehlen kann.


    Gruss

  • Hallo Roger,
    interessanter Beitrag von dir! Ich finde es auch verblüffend wie gut die Simulation an die realen Foucaultbilder rankommt. Was mich bisher am meißten beeindruckt hat, war die Tatsache, dass OpenFringe mein eingetrocknetes Ceri ebenfalls erkannt hat.
    http://www.astrotreff.de/topic…PIC_ID=114462&whichpage=3
    (Beitrag vom 30.04.2011)
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Ab jetzt wird poliert, und wenn's noch so lange dauert<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    würde ich genauso machen. Einen 16er auszupolieren dauert sowieso schon lang genug. Wenn er sich dann noch auch so langsam in Richtung Sphäre bewegt dann gehts ja doppelt voran[;)]
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Das PDI war eine Super-Investition die ich sehr empfehlen kann<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    jep, das kann ich voll und ganz unterstreichen[:)] Eine große Schwierigkeit (mit der ich mich auch rumschlagen musste) ist aber das Handling vom PDI. Inzwischen klappts bei mir ganz gut. Wie läufts bei dir? Wie hast du denn den Aufbau realisiert?
    Das, und natürlich dein Fortschritt beim Spiegel würde mich sehr interessieren. Weiterhin viel ERfolg.
    Grüße, Matze

  • Hallo Matze und Mitleser


    Besten Dank der Nachfrage.
    Es sei erwähnt, dass selbst wenn man bereits ein paar Pechhäute gegossen hat in der Grösse bis 6", eine solche auf dem 37cm Tool zu giessen eine neue Herausforderung stellt, welche in einer kleineren Sauerei endete, aber letzendlich gelungen ist. Damit poliere ich zur Zeit die Scheibe in Richtung Sphäre. Die Berge ebnen sich langsam, der Rand glänzt mitlerweile auch schön.


    Mein Tester sieht so aus:


    Die Canon EOS500D mit 55mm-Objektiv wird einfach nur hinter dem PDI hingelegt, damit gelingen mir auf anhieb gute Bilder. (Mit Selbsbau-Kabel-Fernauslöser, Blende 5.6, 1/40s, der Spiegel ist im 55mm-Objektiv etwa 1/4 der Bildhöhe). Generell gesagt, ist die PDI-Auswertung bedeutend einfacher und schneller als mit Foucault. Zur Zeit werte ich für den schnellen Test nur wenige Bilder aus, dieser Aufwand wird sich sicherlich erhöhen.


    Werde gerne weiter Berichten, vermutlich in einem neuen Thema, da dieses eigentlich beendet ist und mir letztendlich eine Erfahrung mehr gebracht hat.


    Gruss

  • Hallo


    eigentlich hat man nach dem Schleifen nicht so eine dellige Oberfläche, kann ja unmöglich von dem bisschen anpolieren sein, weil wie du gesagt hast 300n/h, da sollte der Fehler wenn man ungleich poliert vielleicht 1/10 dessen sein??
    Ob das Material unterschiedlich hart ist? dann musste es ja Verspannungen haben? Polfiltertest gemacht?
    Sowas habe ich noch nie gesehen
    Das sieht ja schlimmer aus wie damals das Granit Glas Sandwich


    Gruß Frank

  • Hallo Frank


    einen Polfiltertest habe ich nicht gemacht, wüsste zur Zeit auch nicht wie, resp. vermutlich fehlt mir das Equipment dazu.
    Die Scheibe stammt von Stathis und, davon bin ich eigentlich überzeugt, sollte gut sein.
    Ich habe festgestellt, dass man durchaus viel mehr als die 300nm/h weg bringt, schnell entstehen so Löcher wo vorher Berge standen.


    Gruss

  • Hallo Roger,
    ich bin gespannt, wie die Sache weitergeht!
    Vorallem, ob sich die sphärische Form mit dem großen Pechtool von selbst einstellt oder nicht. Ich halte es für möglich, nachdem ich gerade sehe, wie viel Glas beim Auspolieren weg muss. Das würde bedeuten, dass so ein Schleiffehler sogar unbemerkt bleibt.
    cs Kai

  • Hallo Kai


    Der Vorteil des IF wird genutzt. Wenn man dann mal *weiss* wo die Berge sind, wirkt man selbstverständlich mehr an diesen Stellen, auch mit dem grossen Tool.
    Zur Zeit ist es noch zu früh, aber die Tendenz zeigt, dass sich mit dem grossen Tool alles ebnet, somit tiefe Stellen weniger poliert werden. Der Rand (äusserste ca. 3-5mm) hängen aber schnell runter.
    Weiteres geplantes Vorgehen: auspolieren nahe Sphäre, dann kurve reinkratzen.


    Gruss

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