Jupiter hören?

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  • Ich hab gerade in einer Doku gesehen das man mit dem Radio
    die Magnetwellen von Jupiter hören kann. Dazu braucht man ja
    einen bestimmten Frequenz-Bereich. Irgendwas mit 1040 AM.
    Leider habe ich das Problem das all meine Radios nicht bis zu diesem Bereich gehen. Gibts es irgendeine Radio Software für den PC wo
    man diese Frequenzen einstellen kann?

  • Hallo 'Macne',


    mein Computer kann zwar rechnen, Bilder und Töne erzeugen, aber mit keiner Software dieser Welt kann ich daraus einen Radioempfänger machen.
    Ausserdem wäre es hilfreich zu wissen, was die 1040 sein sollen? Meter oder Kilohertz oder was ganz anderes?


    Ich glaube übrigens nicht, dass du mit einem normalen Radio ohne Richtantenne irgend etwas Brauchbares von Jupiter empfangen kannst.
    Siehe auch http://www.scienceblogs.de/ast…er-sendet-mysterioses.php


    Gruss Heinz

  • Hallo >Macne<


    Jupiter kann man hören, aber auf der Erde weder auf 1040Khz noch auf 1040Mhz und das auch nur zu bestimmten Zeiten.
    Dazu brauch man einen Dipol in einer bestimmten Höhe und ein Kurzwellenempfänger der zwischen 18 und 22Mhz empfängt.
    Schau Dir mal die Seiten vom Projekt Radio Jove der NASA an.
    http://radiojove.gsfc.nasa.gov/telescope/


    KH

  • Hallo,


    muß ich KH rechtgeben. Es gibt aber brauchbare und günstige Empfänger. Google mal nach CQDL und Radioamateur oder Amateurfunk, da stößt Du auf entsprechende Seiten.


    Auch in der neuen Ausgabe von Sterne und Weltraum wird diesbezüglich eine Frage eines Lesers beantwortet.


    Viele Grüße
    Winfried (DG1NCX)

  • Hallo,
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Jupiter kann man hören, aber auf der Erde weder auf 1040Khz noch auf 1040Mhz und das auch nur zu bestimmten Zeiten.
    Dazu brauch man einen Dipol in einer bestimmten Höhe<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Mit einem Dipol hast Du nicht einmal terrestrisch grosse Chancen. Für 1GHz brauchst Du einen grossen Parabolspiegel, einen ziemlich grossen für den Zweck.
    Gruss
    Gerhard


    Oberflächengenauigkeit etwa Lambda/8
    So ein niedliches Ding in etwa: http://de.wikipedia.org/wiki/Aflenz_Land

  • Hallo Gerhard,


    kommt aber darauf an, ob man nun gerade Jupiter "hören" möchte oder ob es allgemein um terristische Signale aus dem All bzw. aus den oberen Schichten der Atmosphäre handelt.


    Die Signale reichen vom Langwellenbereich bis in den UKW Bereich und noch weitaus höher in den Gigaherzbereich. Und für alles braucht man wieder eine andere Antenne! Der Dipol, die Langyagi, die Kreuzyagi, einen Loop, mein Gott, Du könntest einen ganzen Wald aufbauen!


    Und was hört man da? eine ganze Menge. Und um dann das rauszufiltern, was man eigentlich hören möchte, braucht`s weitaus mehr als eine Kurzwellenlizens. Ist dann wie in der Astrofotografie: man braucht jahrelange Erfahrung und, wie üblich, viele Mißerfolge und Fehlschätzungen.


    Gruß
    Winfried

  • Hallo Winfried!
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Und was hört man da? eine ganze Menge. Und um dann das rauszufiltern, was man eigentlich hören möchte, braucht`s weitaus mehr als eine Kurzwellenlizens.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Das stimmt natürlich. Ich kenne Jemanden, der Erde-Mond-Erde-Funk macht auf dem 2m-Band mit nur 4 gestockten Yagis und der entsprechenden Sendeleistung natürlich. Es gibt Spezialisten, die das auf dem 23cm-Band mit riesigen Spiegeln machen. Wie Du sagst, es kommt darauf an, welche Frequenz(en) man haben will. Oder sagen wir so: Welchen Sender willst Du hören?
    Für Breitbandempfang über einen relativ grossen Frequenzbereich gibt es die sogenannten "logarithmisch periodischen Antennen"
    http://de.wikipedia.org/wiki/L…misch-periodische_Antenne
    http://www.ainfoinc.com/en/p_a…IDhhcLnwakCFYaEDgodP1xgHg
    Die dienen oft als Antennen für Spektrumanalysatoren im Radiobereich. Damit sieht man auf einem Monitor die Frequenzbelegung, die Bandbreite der Signale und die Empfangsfeldstärke z.B.
    Ich habe mich sehr viel mit hohen Frequenzen befasst und sehr viel selbst gebaut. (selbstgebaute Transverter für 23cm, Röhrenverstärker für 1296MHz, Eigenbau FM-ATV-Sender, einfache Sendeempfänger auf 10GHz mit Hohlleitern und Gundioden (PIN-Dioden), Spiegel selbst gemacht und sehr viel Anderes mehr). Jetzt kommt der bestimmt letzte und grösste Schritt hinsichtlich Sternspektren. Ob ich das noch schaffe, ist eine andere Frage. Einen Partner habe ich schon, der das seit 2 Jahren im VdS macht..
    Viele Grüsse
    Gerhard

  • Hallo,


    wer Jupiter hören möchte, dem empfehle ich "Die Planeten" von Gustav Holst in der Einspielung der Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan. Wunderschon, viel harmonischer als das "Original", und die anderen Planeten gibt es auch noch dazu[:)].


    Gruß
    Hans

  • Hallo Hans!
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> dem empfehle ich "Die Planeten" von Gustav Holst in der Einspielung der Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Ich kenne von Gustav Holst eigentlich nur das eine Werk, das aber wirklich grossartig ist! Wurde hier noch nie erwähnt im Forum, soweit ich weiss.
    lg
    Gerhard
    Musikalisch könnte man auch Gustav Mahler mit seiner ersten Symphonie namens "Der Titan" nehmen! ;-) Vertonter Saturnmond! :-)

  • Hallo,


    Mahler habe ich, von Gustav Holst habe ich nicht mal was gehört, und das, obwohl ich ca. 1200 klassische CD`s mein Eigen nenne. Shame on me, werde mich kommende Woche darum kümmern!


    Gerhard: Kompliment! So weit ging mein Engagement nie. Zudem hatte ich damals keine Möglichkeit, meine Lang- sowie Kreuzyagi richtig zu montieren. Und nach dem Hausbau kätten mich die Masten gestört, da sie nur in der Nähe der Warte hätten gebaut werden können. So blieb es bei UKW, obwohl ich ja KW heute dürfte. Aber die Astronomie war mir wichtiger und so werkelt nur noch ein UKW-allmode in 2m in der Sternwarte.


    LG
    Winfried

  • Hallo Winfried!
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Mahler habe ich, von Gustav Holst habe ich nicht mal was gehört, und das, obwohl ich ca. 1200 klassische CD`s mein Eigen nenne<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Da schau her! Auch ein Freund klassischer Musik! Fein, so etwas zu hören! ;-)
    lg
    Gerhard
    Hier gibt es was, das den Eröffner des Threads vielleicht interessieren dürfte:
    http://www.spacetoday.org/SolSys/Jupiter/JupiterRadio.html
    here we are!:
    http://radiojove.gsfc.nasa.gov…ving/samples/sbursts1.wav
    http://radiojove.gsfc.nasa.gov/observing/sample_data.htm

  • Vielen Dank für die ganzen Infos und Links. Ich glaube das ich
    mir wirklich die Jupiter Jove Antennen kaufen werde sobald ich mein neues Teleskop habe.

  • Servus, Sör Macne!
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Vielen Dank für die ganzen Infos und Links.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Ich habe auch zu danken, denn Du hast mich da auf ein hochinteressantes Thema gebracht...
    Viele Grüsse
    Gerhard

  • Moin liebe Freunde Jupiters,


    für die interessierten Vertreter des musikalischen Zweiges dieses
    threads ein paar Ergänzungen.
    Gustav Holst hatte bei seiner Komposition nichts astronomisches
    oder gar astrophysikalisches im Hinterkopf. Vielmehr interssierte
    ihn die religiöse Literatur des Ostens. Er studierte Sanskrit und
    beschäftigte sich wohl intensiv mit der Astrologie. Daher wohl auch
    seine Faszination für die Planeten.
    Sein Werk begann er 1914 und er brauchte zur Vollendung drei Jahre.
    Orchestriert wurde es dank Unterstützung zweier Fakultätskollegen
    dann 1917. Wann es uraufgeführt wurde weiß ich nicht.
    Für echte freaks ein Tip zum Nachmachen:Ich habe bei besten Verhältnissen im Garten gesessen und Jupiter
    im Teleskop genossen. Das aber mit Kopfhörer und Holsts Jupiter
    auf ordentlicher Lautstärke!


    Da geht die Post aber richtig ab! Viel Vergnügen.


    synfonische Grüße
    Bjoern

  • Hallo Macne,


    schau Dir das mal an:

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    Ab 01:50min


    KH


    PS: Teil1 und Teil2 ist zwar alt, aber sehr interessant.

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