Low budget Orionnebel

  • Hallo!


    Ich hab es einfach mal versuchen müssen was Deepsky mäßig mit meiner Ausrüstung geht! Hier ein Orionnebel!



    10" Newton auf Dobsonmontierung
    Aufegnommen mit Canon Powershot SX200IS am 40mm Okular
    6x 15sekunden ISO 1600 mit Fitswork gestackt(DSS wollte nicht)
    Nachgeführt mittels EQ-Plattform!


    Unter betracht der Vorraussetzungen ist das Ergebnis ja sogar annehmbar. Natürlich kein Vergleich zu den Profis. Das soll es aber auch nicht sein.
    Die genaue Einstellung der Eq-Plattform dauert zwar aber das ist es wert. Habe sogar Schnappschüsse mit 32Sekunden gemacht. Soviel zur Prezision einer EQ-Plattform [:)]! Da die Montierung nicht sehr stabil ist merkt man aber schon leichten Wind sodass längere Belichtungen eine Frage des Glücks werden. Mit 32sekunden hab ich dann auch auf M1, M109 und M108 gehalten und sie waren sogar oben [:)].
    Es kommen sicher noch weitere Versuche. Dann aber etwas geplanter und mit mehr Aufnahmen zum stacken. Das hier sollte ja nur ein Versuch werden ob es überhaupt möglich ist!


    schöne Grüße
    Bernhard

  • Hi Bernhard,



    Na für eine Powershot ist das von den Farben her ja gar nicht so schlecht, Du hast auf jeden fall mal viel Rot mit drin.


    Was aber überhaupt nicht passt, ist dein Fokus. Das Bild ist leider komplett unscharf.


    Weiter so, wir wollen mehr.[:D][:D]



    Gruß Jogi

  • Hallo Jogi!


    Das mit der Schärfe ist so eine Sache. Das Problem mit dem Scharfstellen ist, das ich nicht weiß wie ich das am besten machen soll! Ich sehe nämlich keinen Unterschied ob der OAZ ganz trinnen oder draussen ist. Ich habe auch eine Bahtinovmaske, da ist das Problem, das ich die Spikes nicht sehe! Aber jetzt kommts mir, warum belichte ich nicht 15 Sekunden dann seh ich bestimmt auch die Spikes!
    Es ist auch die Frage wie ruhig das Teleskop wirklich gestanden ist. Ein Problem ist sicher auch, das ich das Teleskop inzwischen neu eingestellt habe, jetzt ist die Position des Nebels nicht bei allen Bildern gleich, was in Verbindung mit der Verzerrung des Okulars das Bild natürlich auch unscharf macht!
    Ich seh schon da ist wirklich Sorgfalt angebracht!


    Ich muss auch dazusagen, das Bild ist praktisch unbearbeitet. Es wurde nur etwas aufgehellt!


    schöne Grüße

  • Hallo Bernhard,


    ich habe auch gerade mit der Astrofotografie angefangen (natürlich auch an M42 [;)] ).


    Das mit dem Scharfstellen ist in der Tat so eine Sache. Da ich eine Kamera habe die kein Lifeview hat mach ich das wie folgt: Belichtung auf min 30s, dann ein Bild machen. Die spikes sind dann trotzdem nocht recht klein darum muss man im Betrachtungsmodus etwas reinzoomen um etwas zu erkennen. Mit dieser Vorgehensweise bin ich dann mit ein paar Bildern im Fokus.


    Die Aufstellung des Teleskops ist wirklich das A und O. Es muss möglichst genau eingenordet sein um irgendwelche Verzerrungen durch die Drift zu vermeiden (gelingt mir leider auch noch nicht so 100%ig). Eine Drift zwischen den einzelnen Bildern wäre wiederum kein Problem, das kann die Software ausgleichen. Zum Stacken würde ich dir aber dringend raten DSS zu verwenden. Fitswork haut da nicht so toll hin. Die Nachbearbeitung ist wiederum ein Fall für Fitswork - das kann der DSS nicht gscheit.


    Viele Grüße,
    Günther

  • Hallo Günther!


    Dir ist aber schon bewusst, das ich mit einer selbstgebauten eq-Plattform nachführe! Es wunder mich, das damit überhaupt sowas möglich war!


    Das mit dem Scharfstellen werde ich das nächste mal auch so machen. Weiß nicht warum ich gestern nicht auf die idee gekommen bin!


    Ich wollte ja DSS verwenden aber er schreibt immer "es wird nur ein Bild gestackt" oder so. Der Regler ist auf 4% eingestellt, da erkennt er so 10 Sterne. Stell ich auf 3% erkennt er über 5000. Darum bin ich auf Fitswork ausgewichen.


    schöne Grüße

  • Hi Bernhard,


    für die Belichtungszeit und verwendete Kamera ist ja schon eine Menge drauf.
    Zur Schärfe wurde ja bereits alles gesagt.


    Wie hast du die EQ-Plattform eingenordet?
    Und warum sollte man mit Fitswork nicht Stacken können. Gerade bei sehr kurzbelichteten Aufnahmen finde ich den DSS nicht so tolle.


    Gruss
    Jürg

  • Hallo Jürg!


    EQ-Plattform habe ich einfach mit einem Kompass Nor-Süd ausgerichtet und eingewogen!


    Ob Fitswork oder DSS besser ist zum Stacken? Keine ahnung, für das fehlt mir die Erfahrung.
    Aber es hat ja sowieso nicht mit DSS funktioniert also blieb mir nichts anderes übrig!


    schöne Grüße
    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    ich bin auch noch Anfänger und habe mich mal spaßeshalber mit etwas anderer Ausrüstung am Orionnebel versucht. Mich würde interessieren, ob du mit deiner Kamera gezoomt/fokussiert hast oder ob du nachträglich das Bild beschnitten hast.


    Hier mein erster Orion ohne Okular mit Koma und einem noch überhaupt nicht eingestellten Newton... Leicht besser fokussiert, total verrauscht und einfach nur schön...



    Das mit DSS ist übrigens ganz interessant. Vielleicht kann ein Profi mal Tipps geben. Meine Versuche mit diversen Bildern haben entweder in tausenden von nicht existierenden Sternen oder zu wenigen Sternen zum Registrieren geendet. Bei Nebeln sind ja üblicherweise nicht die Sterne interessant...

  • Hallo!


    Es wurde nicht gezoomt, der Fokus wurde manuell auf unendlich gestellt und mit dem Okularauszug fokusiert! Mit der Anordnung erreiche ich ca. 975mm Äuivalentbrennweite.
    Der Nebel wurde dann noch ausgeschnitten!


    Edit:
    Nachtrag! Das Bild wurde aus jpeg Bildern erstellt!
    Nachdem ich jetzt eine neue Fitswork version heruntergeladen habe, kann sie auch DNG Format lesen.
    Nachdem ich die Bilder auch ursprünglich in DNG aufgenommen habe, hab ich eine neue Bearbeitung gemacht. Der Unterschied ist beachtlich! Hier das Bild aus den DNG-Bildern:


    Diesmal das Gesamtbild, kein Ausschnitt, ohne weiterer Bearbeitung!

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