Kleine "Low-Cost" Nachführung im AT-Style

  • so, die Schaltung wurde vom Steckboard auf ein Stück Lochraster verbannt...



    Was für eine Fummelei das ganze Zeuch auf 42mmx42mm unterzubringen, damit es hinten an den Motor passt. Aber was muss das muss [:D]!
    Der linke Sockel ist für den Tiny2313 und der rechte Sockel für den L293D.


    An die grünen Schraubklemmen kommt der Motor. An die blaue Klemme später der Auslöser der EOS. Zwischen der blauen Klemme und der Buchse für Batterie/Steckernetzteil passt haargenau sein Sub-Miniatur-Relais.
    Das habe ich leider noch nicht da und hatte eine Spule mit gleichen Abmessungen zum Maßnehmen verwendet.


    An die 2 Stiftleisten kommen ein Taster für die Bedienung und einer für die Grundstellung.


    Die LED hängt nicht direkt am "Saft" sondern an einem Controller-Port und kann somit verschiedene Zustände anzeigen. Momentan leuchtet sie bei an/Stillstand und blinkt bei Bewegung.


    Die 5-polige Stiftleite ist das Sahnehäubchen oder besser gesagt die Grundlage dafür. Ich hatte aus einer früheren Bastelei ein Bluetooth-Modul (die kleine Platine) rumliegen, welches ich aber nicht fest verbauen wollte, sondern universell einsetzen will.
    Also bekam der Tiny2313 noch einen Quarz und 2 Kondensatoren.


    Für mein Windows-Mobile Handy hatte ich schon einige kleine Tools geschrieben. Da liegt es nahe dieses auch gleich zum steuern der Barndoor zu verwenden. So spare ich mir das Display und mehrere Schalter und bin flexibler was die grafische Oberfläche betrifft.
    Das stelle ich aber erstmal hinten an.


    Beim Drücken des Tasters spult sie zurück bis der Taster für die Grundstellung auslöst. Beim nächsten drücken (kurz) spult sie ein Stück vor (ca. 3,5 cm) und wartet. Das ist die eigentliche Startposition. Die ersten Zentimeter sind konstruktionsbedingt zum Nachführen nicht zu gebrauchten, da sie da leicht pendelt.
    Wenn man an dieser Position lang drückt, spult sie wieder zurück zum Zusammenklappen. Kurzes Drücken und das Nachführen startet. Wiederholtes kurzes Drücken bewirkt im Wechsel pause und weiter. Langes Drücken führt zum Zurückspulen. Wenn sie am Ende ist, also eine gewisse Anzahl Schritte erreicht hat, spult sie von selbst zurück.


    Das sollte für den Anfang reichen um die mechanische Qualität am Himmel zu testen. Sollte das mit Erfolg gekrönt werden, könnte man,
    speicherbedingt aber nur per Handy, verschiedene Belichtungsserien realisieren. Aber das ist noch Zukunftsmusik.


    Soweit erstmal für heute.



    Gruß,


    Marcel

    Wenn du dich für das Thema Selbstbau in FreeCAD einarbeiten willst, findest du einige Beiträge, mit Bezug zu ATM, auf meiner Pinnwand unter "FreeCAD Zeuch".

    Auf meinem Youtube-Kanal sind ein paar 3D-Druck bzw. DIY-Sachen zu finden, die meist im Fablab, einem Projekt der Stadtfabrikanten e.V. entstanden sind.

  • Hallo Marcel,


    deine Idee für den Nachbau des Astrotracs finde ich absolut Spitze !!


    In unserem Verein wollen wir auch einen Astrotrac nachbauen.


    Zu deinem Nachbau habe ich folgende Fragen:


    - Gibt es bei den Lagern kritische Punkte, worauf man achten sollte ?
    - Hast du einen Schaltplan zur Steuerung ?
    - Hast du auch schon ein Programm für den Mikrokontroller geschrieben ?


    Gruß
    David

  • Hallo Marcel,
    sieht doch echt gut aus. Wollte auch immer meine Barndoor mit einem Schrittmotor laufen lassen, aber ich hab überhaupt keine Ahnung von Elektonik und vom Ansteuern des Motors. Mitlerweile beobachte ich eher oder schleife Spiegel aber auf deinem Bild ist ja auch so ein "kleiner" Spiegel im Hintergrund zu sehen [:D]
    Meist sind es die Lager und die Kupplungen für die Welle die Ärger machen oder wenn es eiert zu schnell verschleißen, so zumindest meine Erfahrung. So genau kann ja auch so eine Montierung eh nicht sein. Also 1m Brennweite geht da nunmal nicht aber so 100-200mm sind schon schön.
    Evtl. etwas mehr.
    Also viel Erfolg.
    Gruß, Andreas

  • Hallo David,


    erstmal willkommen hier im Forum. Danke, dass du dich "extra" angemeldet hast.


    @all: David hatte mich wie viele andere per Mail kontaktiert nur leider hatte ich echt nicht mit dem Interesse gerechnet was aufkam, nachdem ich denn Baubericht hier eingestellt habe.
    Was so ein paar Holzbrettchen so bewirken. Zum Schluß hatte ich jetzt schon einen "Standard-Mailtext" zum antworten. Daher hatte ich ihn gebeten die Fragen mal hier einzustellen, dann haben alle was davon.


    Also noch mal danke an alle die sich dafür interessieren, wobei ich noch nichtmal Ergebnisse geliefert habe [:I] auch von der Montierung gibt es noch keine Fotos - !noch!


    Ich bin zur Zeit mitten im Umzug, daher im Forum sehr wenig. Da das ganze Zeug auf dem Tisch (siehe Foto) ungefähr so wie es da lag in Kartons gewandert ist, muss ich erstmal Invebtur machen [:D].
    Das dauert aber mal mindestens noch 14 Tage.
    Wenn ich den ganzen <s>Auf</s>Umzug hinter mir habe, schreibe ich noch eine Ergänzung zum Baubericht + die Veränderungen die ich vorgenommen habe. Zu den ersten Bildern gibts dann auch Infos.



    Quote
    <i>Original erstellt von: db2007</i>
    <br />Hallo Marcel,


    deine Idee für den Nachbau des Astrotracs finde ich absolut Spitze !


    Danke!


    Quote
    <i>Original erstellt von: db2007</i>
    In unserem Verein wollen wir auch einen Astrotrac nachbauen.


    Zu deinem Nachbau habe ich folgende Fragen:


    - Gibt es bei den Lagern kritische Punkte, worauf man achten sollte ?


    Die Größe macht hier die Musik. Die meisten passen genau für Fostner-Bohrer. Es gibt aber auch Platten, da sind sie kleiner.
    Muss man probieren. Ich habe auf Arbeit (EDV) einfach ein paar Platten zerlegt und in die Vollen gegriffen.
    Die Lager (eigentlich Motoren!) sind sehr stabil auf der Drehachse aber man muss so bauen, dass sich die Arme, wenn sie aufeinander liegen,
    nicht zu einander drücken lassen, denn das mögen die Lager nicht. Ich würde es aber jederzeit wieder so bauen! Es soll ja nur für den Fotoapparat reichen und keinen APO tragen.


    Quote
    <i>Original erstellt von: db2007</i>
    - Hast du einen Schaltplan zur Steuerung ?


    Ja – frei nach roboternetz.de (WIKI), und auch „frei Schnauze“ auf Lochraster gelötet. Das habe ich aber nur getan um alles am Gerät unter zu bringen.
    Es gibt auch fertige Motosteuerungen wie RN-Control aber das muss man dann halt alles in ein extra Gehäuse packen. Das passte leider nicht zu meiner geistigen Vorstellung der Nachführung.
    Atmega ATTiny2313, und L297D reicht bei Motoren bis 300mA.
    Dazu und meinen Modifikationen "bald" gerne mehr...



    Quote
    <i>Original erstellt von: db2007</i>
    - Hast du auch schon ein Programm für den Mikrokontroller geschrieben ?


    Natürlich, sonst würde es ja nicht gehen [;)] und zwar so, dass ich mit 2 Tasten auskomme + Endschalter. Auch dazu bald gerne mehr wenn gewünscht.


    Ich hoffe das hilft erstmal etwas weiter. Ich muss jetzt wieder Wände anpinseln und Küche umbauen...aber nach bereits 5 Umzügen hat man da eine gewisse Routine [:D]...



    Schöne Grüße aus dem Vogtland,


    Marcel


    <font color="green">EDIT: hatte falsche CPU hingepinselt</font id="green">

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  • Hallo,


    Quote
    <i>Original erstellt von: andi1234</i>
    aber auf deinem Bild ist ja auch so ein "kleiner" Spiegel im Hintergrund zu sehen [:D]


    der liegt schon "länger" wegen etwas heftigeren gesundheitsbedingten Problemen, bei einem gewissen "Wahnsinnigen" der hier "um die Ecke" wohnt,
    gerade an seiner "fetten Beute" rumpoliert und mir den Drehteller blockiert [:D], welchen er mir netterweise zur Verfügung gestellt hat
    und mit dem bei meinem Rücken Schleifen überhaupt erstmal wieder mögleich war. Klingelt bestimmt gleich das Telefon [:D].


    Quote
    <i>Original erstellt von: andi1234</i>
    Meist sind es die Lager und die Kupplungen für die Welle die Ärger machen oder wenn es eiert zu schnell verschleißen, so zumindest meine Erfahrung. So genau kann ja auch so eine Montierung eh nicht sein.


    Oh ja, hätte ich in der vorherigen Antwort fast vergessen:
    Bei mir war die Welle der absolute Schwachpunkt. Das kurze Stück Edelstahl-Gewindestange hatte ich für gerade gehalten [:o)].
    Man sieht mechanisch fast nix aber die Ergebnisse sind "Eier-Effekte".
    Hierzu ein Stück Trapezgewindespindel aus der Bucht und schon isses besser...


    Quote
    <i>Original erstellt von: andi1234</i> Also 1m Brennweite geht da nunmal nicht aber so 100-200mm sind schon schön.


    so bis 300 hatte ich im Kopf, passt noch nicht ganz, ist aber zu schaffen denke ich.
    1m!? Die Montierungshersteller müssen ihr Zeug doch auch irgendwie loswerden...


    Sie zu, dass du langsam mal rüber kommst. Ist schon lange mal fällig. Ich wohne doch höchstens ne halbe Stunde von dir...



    Gruß,


    Marcel

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  • Hallo Marcel,
    ich glaube wegen deinem Spiegel hast du nun gute Karten,

    Quote
    "Wahnsinnigen" der hier "um die Ecke" wohnt

    hat seine fette Beute für beendet erklärt und der Drehteller müsste somit frei sein. Aber man weiß ja nie was da schon wieder drauf liegt.


    300mm sind eine schöne Brennweite wenn die Montierung nur ein paar Euro kostet. Man hangelt sich halt so vorwärts und eliminiert so eine Fehlerquelle nach der anderen. Wüsste man nur von anfang an was geht und nicht geht wäre es einfacher, aber sicher langweilig.[;)]


    Un treffen müssen wir uns wirklich mal. Momentan regnet es aber gerade!


    Viele Grüße, Andreas

  • Hallo Marcel,


    welche Lager verwendest du für deine Spindel ?


    Wo hast du die Spindel gekauft und für welchen Preis ?


    Was für einen Schrittmotor verwendest du ?


    Würde auch ein Schrittwinkel von 3,75° genügen ?


    Gruß
    David

  • Hallo David!


    Quote
    <i>Original erstellt von: db2007</i>
    welche Lager verwendest du für deine Spindel ?


    siehe erster Post zum Thema...
    Einmal die Kupplung, sie starr und auf beiden Seiten 5mm.
    Das „Gegenlager“ ist ein kleiner Alu-Winkel in den ich ein 5mm Kugellager mit Flansch eingedrückt habe.


    Beides aus dem Modellbauladen.


    Quote

    Wo hast du die Spindel gekauft und für welchen Preis ?


    Ein Rest Trapezgewindespindel aus der "Bucht". "Einfache" Gewindestangen würde ich nicht mehr nehmen, denn die sind zu ungenau.


    Bei dieser Quelle gibt es auch ne Menge Alternativen, die man nehmen könnte. Eine Spindel aus einer kleinen Linearführung zum Beispiel.


    Quote

    Was für einen Schrittmotor verwendest du ?


    Der zieht 300mA und hat 0,9° Schrittwinkel.



    Quote

    Würde auch ein Schrittwinkel von 3,75° genügen ?


    Für ganz kleine Brennweiten geht das schon, ich würde aber mindestens 1,8° nehmen. Halbschritt oder Mikroschritt versteht sich.



    Gruß,


    Marcel

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  • Hallo Marcel,
    jetzt habe ich doch gerade diesen "hochgewirbelten" Thread entdeckt, und was sehen meine müden Augen? Es wird auf meinen Drehteller spekuliert[:D]
    Gemach, gemach, bald wird es wieder wärmer und Du kannst Dich produzieren[;)]


    Aber schön, dass Deine Nachführung Gestalt annimmt. Würde mich fast reizen, auch mal ein paar Aufnahmen mit sowas zu machen[:p]


    Viele Grüße
    Kai

  • Quote
    <i>Original erstellt von: fraxinus</i>
    Es wird auf meinen Drehteller spekuliert


    ich hatte eigentlich gleich mit einem Anruf gerechnet [:D].



    Quote

    Aber schön, dass Deine Nachführung Gestalt annimmt.


    jetzt, wo es am Himmel mal wieder funkelt ist alles in Umzugskartons [xx(]. Aber wenn ausgepackt ist, und der Kram wird noch ein paar Wochen warten müssen, ist erstmal der Spiegel dran.


    Quote

    Würde mich fast reizen, auch mal ein paar Aufnahmen mit sowas zu machen[:p]


    Was hält dich davon ab? Aber dich und "Klein-Optiken" kann ich mir grad irgendwie nicht vorstellen [:D].



    Gruß,


    Marcel

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