Soooo viel Astronomiebegeisterung !

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  • Ich hab gestern in der Grund-Schule im Dorf (meine Frau ist dort Lehrerin) für 28 Schüler der zwei 4. Klassen 70 Minuten "Astronomiekurs" gemacht.


    Soooo viel Astronomiebegeisterung !


    Ich hatte eine ganz Menge vorbereitet, Poster von den Messierobjekten, Sonnensystem, Sternbilder mitgebracht und aufgehängt, dazu meinen kleinen Maksutow, und bevor ich beginnen konnte, haben die Schüler, im Kreis auf dem Boden sitzend, schon begonnen, mich mit Fragen zu überhäufen:


    "warum sind Planeten rund, wieviel Sonnen gibt es, ist die Galaxie irgendwo zu Ende, wie heiß ist die Sonne, warum leuchtet die Sonne, wie weit ist es zum Pluto ... ?" zum Glück war ich gut vorbereitet und konnte eigentlich alles beantworten, ständig winkten weitere Finger, die noch eine Frage stellen wollten


    Mond- und Sonnenfinsternis hab ich vorgemacht, in dem eine Schülerin mit Taschenlampe die Sonne spielte, ein anderer den Mond, der im Kreis um mich als Erde herumging, gut hat ihnen gefallen, dass meine große Nase der MontEverest ist und bei meiner Glatze am Hinterkopf gerade Nacht. Mehrfach kam die Frage nach 2012 und dem Weltuntergang durch Niburu und die Schüler waren sichtlich erleichtert, als ich sie da beruhigen konnte.


    Natürlich haben nicht alle das alles verstanden, z.B das von der Ekliptik und wie die Sonne durch die Tierkreiszeichen und Sternbilder geht, was wir im Kreis stehend durchgespielt haben, mache wissen jetzt aber richtig was ein Lichtjahr ist, andere schreiben stolz in der Rückmeldung, dass sie gelernt haben, dass "eine Lichtsekunde 300000 Minuten lang ist", hihi, da hab ich wohl machen überfordert, einige hatten aber auch schon gute Vorinformationen, "warum ist der große rote Fleck auf dem Jupiter so lange stabil zu sehen ?"


    aber es war vor allem faszinierend mit welcher Aufmerksamkeit und Begeisterung die Schüler dabei waren, obwohl ich ihnen am Ende mit dem Maksutow wegen dichtem Schnellfall nur einen Baum in der Nähe mit 60-facher Vergrösserung zeigen konnte, heute hab ich 28 kleine Dankesbriefe mit Zeichnungen von den Planeten und dem "Rosennebel" und von mir (siehe unten) bekommen, z.B.


    "der Unterricht war für mich: Cool, super, lustig, interessant, schön und auch ein bißchen verwirrend" oder "Es war sehr interessant, Manches hab ich nicht verstanden. Ich fand toll, dass ich den Mond spielen durfte. Ich habe vieles über Planeten, Sterne und unsere Galaxy gelernt. Ich wusste nicht, dass blaue Sterne heiß sind und rote Sterne kalt sind." - "ich war sehr erleichtert, als er mir und den anderen berichtete dass die Erde 2012 nicht untergeht" ... "Mir hat es sehr gut gefallen. Und ich habe mir gemerkt, dass unsere Nachbargalaxi Andromeda heisst"


    Und ich glaube, dass wichtigste dabei war, dass die Kinder meine Begeisterung gespürt haben und ihr Interesse an der Astronomie aufgenommen und gestärkt worden ist. "Überhaupt fand ich es sehr spannend mich mit dem Weltall zu beschäftigen" schreibt eine "Caro" (!)


    ... Soooo viel Astronomiebegeisterung ! Unser Nachwuchs ist schon im Anmarsch.


    Ich finde es hat sich gelohnt und mir hats auch sehr viel Spaß gemacht



  • Nabend Stephan,


    sehr sehr schöne Aktion finde ich richtig super. [:)][:)]


    Habe in meiner damaligen Zivistelle(Körperbehindertenschule) auch eine solche Aktion gemacht,war sehr schön,besonders gut fande die Kids, als sie mit ihren Rollstühlen das Sonnensystem nachgestellt haben.[:)][:)]


    Finde ich echt klasse von dir,großes Lob


    Gruß Nils

  • Hallo Stephan


    Ich kann sogar deine Begeisterung lesen ;-)
    Find' ich ganz prima deine Aktion.
    Da hast du sicherlich einen Nerv getroffen, sonst ist es eher schwierig
    eine 28 köpfige Rasselbande so zu begeistern.

  • Hallo Stephan,


    ich habe mit viel Freude Deine Zeilen gelesen.


    Vor paar Jahren konnte ich ähnliches erleben, als wir ATMN'ler einige Spechtelabende mit Kinder durchführten.


    Einen davon habe ich in meinen Nachbarort Erdweg mit Hilfe meiner Spechtelfreunde selbst organisiert und durchgeführt.


    Natürlich hatte ich mich auch gut vorbereitet um den Sternenhimmel, das Sonnensystem, die Milchstrasse usw. kindgerecht zu erklären.


    Dennoch kam ich fast ins Schwitzen, als ich vor dem Beobachten an den Teleskopen, die Kinderschar um mich versammelte um ihnen einiges über die Astronomie zu erzählen. Sofort hagelte es Fragen über Fragen und ich war erstaunt, was da alles zutage kam.


    Solche Aktionen sollte man viel öfters durchführen, besser kann man seine Zeit nicht nutzen.


    Für die SoFi am 4.Jan. 2011 haben wir ATMN'ler, gutes Wetter vorausgesetzt, geplant, einen öffentlichen Beobachtungsvormittag am Schlossberg in Dachau durchzuführen. Mit einigen Teleskopen, SoFi-Brillen etc. werden wir die part. SoFi verfolgen.
    Wir hoffen natürlich, dass auch viele Kinder mit Ihren Eltern unser Angebot nutzen werden und auf den Schlossberg kommen. Und dann heißt es wieder, für Fragen rund um die Sonne, gewappnet zu sein.


    Gruß
    Helmut

  • Ja, Grundschüler sind bei sowas einfach nur unglaublich begeistert,
    ich habe vor ca. einem Jahr mehrere Vorträge (in Schriesheim) für Grundschulkinder und Kindergartenkinder gemacht, die waren alle einfach so begeistert, und es hat ihnen so gefallen...
    Ich finde es allerdings besorgniserregend, dass das Interesse mit zunehmendem Alter abflaut...liegt wohl an unserem ach so tollen Schulsystem *hust*, in welchem Anpassen und Nachplappernern mehr gefördert und gefordert wird als echtes Interesse und Begeisterung...


    Liebe Grüße,


    Daniel

  • Hallo Stephan!


    Das ist ja mal goldig von den Kleinen!
    Solche Aktionen finde ich echt super, fördert es doch das Interesse für die Astronomie zu wecken.
    Wer weiss, vielleicht wird das bei dem einen oder anderen Kind mal dazu führen, sich vielleicht in 10 Jahren ein Teleskop zuzulegen und auch ein(e) Hobbyastronom(in) zu werden.


    Ich dürfte auch mal ein 90 Minütiges Referat zur Astrophysik in meiner damaligen Klasse halten, das hat auch grossen Spass gemacht und der Physiklehrer hat sogar auch noch was gelernt.

  • Hallo Stephan,


    danke fuer diesen Bericht, der uns motivieren sollte, die Astronomie auch in die Schulen zu tragen.


    Seit letzten Sommer bin ich hier in England auch ab und zu in einer Schule anzutreffen. Als nicht mit dem englischen Schulsystem vertrauter Auslaender hatte ich Anfangs ein mulmiges Gefuehl, zumal die Kids hier wegen ihrer Schuluniformen alle gleich aussehen [:)]. Aber ich hatte ja in Gestalt der Lehrer immer einen "Lion-Tamer" dabei, der einschritt, wenn die Bande ausser Kontrolle geriet - was auch in England bei 15-jaehrigen pubertaetsbedingt vorkommt. Unterm Strich war es eine lehrreiche Erfahrung und jetzt stehen die Schulen schon Schlange !


    Ich glaube nicht, dass es an unserem Schulsystem liegt, dass das Interesse mit Annaherung an die Pubertaet abnimmt. Denn genau das habe ich in England auch beobachtet - pubertierende Schueler sind nicht immer erreichbar. Oder sie leben in einer anderen Welt - eine Schuelerin stellte so nach einer Reise in die Welt der Nebel und Galaxien ernsthaft die Frage, wie lange ich gebraucht haette, meine Haare so lang wachsen zu lassen ... [:I]


    Eine andere Anekdote war, dass ich mein Heliosplanetarium mitgebracht hatte, bei dem der Motorantrieb seit geraumer Zeit nicht mehr funktionierte. Waehrend ich waehrend einer Pause von fragenden Kindern umringt wurde, denen ich den grossen Refraktor erklaerte, bekam ich aus dem Augenwinkel einen Jungen mit, der sich die Plexiglas-Nordhemisphare des Planetariums ueber den Kopf stuelpte und sich wie ein Astronaut bewegte. Danach hob er das Geraet an und liess es unsanft zurueck auf den Tisch fallen, bevor ein Lehrer sich der Sache annahm.


    Was soll ich sagen ? Seitdem funktionieren die Planeten wieder ! [:p]


    Wie dem auch sei, wenn nur 1-2 Prozent der Kinder sich aufgrund eines astronomischen Schulbesuchs mehr fuer die Wissenschaften interessieren, dann ist schon viel erreicht ! Leider gibt es ja fuer die Naturwissenschaft in der Schule nicht so viele Anreize wie zum Beispiel fuer Sport, und oft wird die Wissenschaft auch allzu trocken vermittelt - da liegt es an einer enthusiastischen Klientel wie uns, etwas daran zu aendern.


    Hier in England gibt es die STEM-Organisation. Das steht fuer "Science, Technology, Engineering, Mathematics". Man kann nach Registrierung als STEM-Ambassador (also "Botschafter") in die Schulen gehen und diese Dachorganisation vermittelt einem interessierte Schulen, sorgt sich um versicherungstechnische Fragen und so weiter. Ich finde das eine gute Idee.

  • Hi,
    (==>)Jürgen Schmoll:bei dem Absatz mit dem planetarium konnt ich kaum mehr halten[:D][:D]
    STEM-Organisation: vielleicht ist Caro bei ihrem neuen Arbeitgeber gerade dabei,sowas für Deutschland mit zu organisieren.[;)]


    Vielleicht sollten wir noch mehr "Volks"-Sternwarten ins Leben rufen,alle 10 Quadratkilometer eine![;)]denn das Volk ist bequem [}:)]
    Gruß

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Vielleicht sollten wir noch mehr "Volks"-Sternwarten ins Leben rufen,alle 10 Quadratkilometer eine!denn das Volk ist bequem <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Wie waers mit einer Drive-in-Sternwarte ? Vier Couderefraktoren, Okulare in Autofensterhoehe ... [:D]


    Bei den Schulen hat man aber den Vorteil, dass die Schueler schon da sind und nicht erst von der Couch weggezogen werden muessen. Und dass etwas, das sonst in der Schule nur peripher behandelt wird, bei entsprechend enthusiastischer Vortragsweise gegen den Alltagsbrei punktet, hilft uns auch !

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wie waers mit einer Drive-in-Sternwarte ? Vier Couderefraktoren, Okulare in Autofensterhoehe ... [:D]<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    ...und an der Einfahrt brüllst du deine drei Wunschobjekte in ein Mikro!



    Ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit Grundschülern gemacht - sehr großes Interesse am Stoff, überraschende Vorkenntnisse, unerwartete Fragen - und die Lehrer konnten mal sehen, wie diszipliniert ihre Klassen sein können[:)] Die Gründe wurden hier schon genannt. Das Grundschulalter ist für solche Veranstaltungen ideal. Ein paar Schuljahre weiter habe ich mal in einer Astro-AG assistiert, da verschob sich die Aufmerksamkeit nach der Begrüßung schnell in Richtung Handy und iPod...


    Gruß, Michael.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">- da liegt es an einer enthusiastischen Klientel wie uns, etwas daran zu aendern.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo BesterJürgen, ja, ich glaube auch, dass das ganz viel ausmacht, dass wir halt nicht tagtäglich routinemäßig vor den Schülern stehen, sondern wir mit unserer Amateurbegeisterung (und davon hast Du, Jürgen, ja trotz Promotion und Profession dir immer noch ne Menge erhalten) die Schüler einfach mitreißen. Das war doch auch zu meiner langvergangenen Schulzeit so, ein Lehrer, der sein Fach mit Begeisterung vermittelt hat, der hat uns Schüler erreicht.


    Und herrlich finde ich auch die Geschichte mit der Planetariumsreperatur und ... die Frage mit den Haaren


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">wie lange ich gebraucht haette, meine Haare so lang wachsen zu lassen ... <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    hätte ich auch gefragt, ist doch interessant (also: wie lange ? ), und finde ich psychologisch für die Schülerin sogar sehr postitiv und wichtig, breites Interesse bei der Schülerin, weite Wahrnehmung, nicht nur auf den Punkt fixiert, mutig und neugierig, eine gute Persönlichkeitseigenschaft für späteren Erfolg im Leben [:D]


    Und noch ein nachträgliches Ergebnis: Ein Schüler berichtete einige Tage später meiner Frau, der Lehrerin, dass er jetzt so erleichert sei (durch meine Astrostunde und die Aufklärung, dass 2012 die Welt nicht untergehen wird), weil er nächstes Jahr einen Bruder bekommen wird und er die ganze Zeit so sehr traurig war, dass er nur noch 1 Jahr mit ihm spielen kann...


    Das war sogar so was wie Psychotherapie in der Astronomie


    vlobg

  • Hallo Stephan,


    das mit der "Psychotherapie durch Astronomie" erinnert mich an Carl Sagan's Buch "Science as a candle in the dark". Wissenschaft kann beruhigend sein, da sie einem die Angst vor dem Unbekannten (Daemonen, Hexen, Geister) nimmt.


    Moderne "Daemonen" sind zum Beispiel diese Weltuntergangsphantasien, wie sie im Rahmen der 2012-Hype, von religioesen Organisationen oder von Zeitungen mit den grossen Buchstaben aus propagiert werden. Eine kritische und rationale Denkweise, wie sie auch ueber die Astronomie erlernt werden kann, ist in der Lage, diese Aengste zu nehmen.

  • Hallo zusammen,


    die Begeisterung für etwas Neues ist bei jungen Menschen durchaus normal. Mit der Zeit wird das Neue aber gewöhnlich und dann bleiben nur einige übrig, insbesondere in der Naturwissenschaft. Im Unterschied zu Sport, Musik oder Malerei sind in der Naturwissenschaft theoretische Überlegungen zwingend notwendig.


    Müsste man bei der Benutzung von Computerspielen zuvor den Computer erst logisch richtig verdrahten, wären diese auch nicht so weit verbreitet. ;)


    Gruß, Etamin.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Müsste man bei der Benutzung von Computerspielen zuvor den Computer erst logisch richtig verdrahten, wären diese auch nicht so weit verbreitet.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Da muss ich widersprechen. Anfang der 70er-Jahre gab es das legendäre Ping-Pong Spiel aus der Zeitschrift Elektor. Musste man alles selbst zusammenlöten und -bauen. Es wurde massenhaft nachgebaut. (Das war damals der Anfang der Computerspiele und damals wusste man noch darüber bescheid, warum was wo lief bei sowas) Es gibt auch noch Leute, die versuchen, selbst etwas zu programmieren, obwohl es genug Fertiges zu kaufen gibt.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Mit der Zeit wird das Neue aber gewöhnlich und dann bleiben nur einige übrig, insbesondere in der Naturwissenschaft<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">..und genau das stimmt überhaupt nicht! Jemand, der sich schon als Kind für die Natur begeistern kann, wird es sein ganzes Leben lang tun, so schaut es aus. Umgekehrt wird es unmöglich sein, jemanden, der dauernd mit Technik-Scheuklappen oder Dollar-Augen durch die Landschaft geht, jemals für die Naturwunder zu begeistern. Das wird nie funktionieren.


    Gerhard

  • Deiner Meinung nach stimmt dies nicht. Ich mag es nicht, wenn jemand so absolut formuliert, als hätte er die Wahrheit gepachtet. Meine Erfahrungen sind anders.


    Bei den ersten Computerspielen war es meiner Meinung nach auch der Reiz des Neuen, der dafür sorgte, dass das Spiel sich so gut verkaufte. Es gab eben noch nicht die "bequeme Variante". ;) Wäsche Waschen oder Waren transportieren macht auch Mühe. Warum wurden dann bloß Waschmaschine und Auto erfunden.


    Mancher hat aber auch später noch Spaß am Nachdenken und Tüfteln oder an Schönheit in der Natur, am Gestalten von schönen Dingen, Komponieren, Musizieren, Laufen oder Fliegen. Glücklicherweise sind die Menschen verschieden. Das macht unsere Welt so vielfältig. :)


    Ich kann mich übrigens auch für ein schönes (klassisches) Gemälde oder eine Skulptur begeistern, obwohl mir jegliches Talent fehlt, etwas derartiges selbst zu produzieren.

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Bei den ersten Computerspielen war es meiner Meinung nach auch der Reiz des Neuen, der dafür sorgte, dass das Spiel sich so gut verkaufte. Es gab eben noch nicht die "bequeme Variante".<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">möglich, doch auch letztere reizen noch etliche Leute dazu, beim Spiel kleben zu bleiben. <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"> Ich mag es nicht, wenn jemand so absolut formuliert, als hätte er die Wahrheit gepachtet.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">war Dein voriges Posting anders? ;-)
    Gruss
    Gerhard
    Ich bin jedenfalls der (vielleicht irrigen) Ansicht, dass etwas, wofür man sich als Kind sehr interessiert hat, irgendwann im späteren Leben wieder Fuss fasst. Bei mir war es jedenfalls so. Aquarium- Photographie-Astronomie-Elektronik und jetzt mit über 60 kommt die umgekehrte Reihenfolge zum Vorschein. Ich wundere mich über mich selbst! ;-)
    Ist das Leben tatsächlich ein Kreis? ;-) "back to the roots"?


    Noch eine Zeile:


    Vielleicht wäre es wirklich wertvoll, schon ganz jungen Leuten die Wunder der Natur zu zeigen. Nicht aufdrängen! Nur hinweisen.

  • Respekt !
    Ich finde das total cool wenn Lehrer sowas mal mach.Ich habe das vor ein paar Jahren in meiner Grundschulzeit echt vermisst.
    Und jetzt hier auf der Realschule is eh nur noch fast alles Theorie.MAch weiter so ....
    LG Robin

  • Hallo Gemeinde,
    das Interesse ist nach meiner Erfahrung in allen
    Schichten vorhanden, allein der Ansprechpartner fehlt.
    Wo auch immer das Thema aufkommt kann der Amateur
    bereits Antworten geben, die Erstaunen hervorrufen.
    Um das Wissen von "Amateurastronomen" in den Schulalltag
    zu tragen wird es immer Verbindungen brauchen die in
    diesem Fall persönlicher Natur waren, in anderen Fällen
    aber durch Vereine etc. auch zustande kommen. Es gilt
    aktiv zu bleiben und auf die Mitmenschen zuzugehen,
    andere zu informieren und an das Okular zu lassen.
    Wenn ich zur Mondfinsternis meinen Newton in den Garten
    stelle, finden sich immer Leute die "auch mal reinsehen" wollen.
    Es ist wie immer eine Kommunikationsfrage.
    Gruß Dirk

  • Hallo Stephan,


    ich habe mit 2 Vereinskollegen die letzten 2 Tage so ein Projekt mit den 4ten Klassen der Grundschule Süd in Radeberg durchgeführt. Die haben in Sachkunde z.Z. das Planetensystem und die Lehrerinnen hatten bei uns angefragt, ob wir da ein bischen vertiefend helfen könnten. Konnten wir! Einfach schön, wie die Kiddys (und die Eltern) an Venus, Jupiter, Mond und nach Vortrag am Orionnebel "hingen"! Abgerundet habe ich das Ganze mit einem kleinem Quitz über das Gehörte mit ein paar von uns gesponsorten Preisen. Selbst die örtliche Presse war zugegen! Wenn ich die Fotos meiner Mitstreiter vom Event habe, kommt in den nächsten Tagen ein eigener Thread zum Thema! Es war für uns beeindruckend, die Reaktion der Kiddys auf all das Gesehene mitzuerleben, eine ganz neue Erfahrung für uns!


    Gruß und CS!


    Volker


    Ergänzung: Der eigene Beitrag kann erst Anfang nächste Woche kommen, ich klopfe erst mal die Veröffentlichungsrechte der Bilder mit den Kindern ab!

  • Hallo,


    meiner Erfahrung nach sind sowohl Kinder- als auch Erwachsenengruppen bei Vorträgen und Vorführungen schnell für Astronomie zu begeistern. Das Interesse ist in breiten Bevölkerungsschichten vorhanden.


    Allerdings muss man auch sagen, dass man kaum einen dieser Teilnehmer wirklich in dem Sinn erreicht, dass er auch danach aktiv an der Astronomie teilnimmt.


    Viele Grüße


    Carsten

  • Hallo Sternenfreunde,
    ja es macht wirklich Freude Kinder, Jugendliche und Erwachsene an die Astronomie heran zu führen. [:)]
    Natürlich bleibt bei vielen nur der einmalige AHA-Effekt, aber man muss dann auch mit den kleinen Erfolgen zufrieden sein. Dafür ist unser Hobby einfach zu exotisch, und nur eines unter vielen Möglichkeiten. Die Lehrer im Bereich Physik und Naturwissenschaft sind immer sehr dankbar für die praktische Unterstützung durch die Planetariumsgesellschaft OWL oder den Beobachtertreff-OWL.

  • Hallo miteinander,


    ich denke mal, die meisten von uns haben die Erfahrung gemacht, daß Kinder in diesem Alter zum Beispiel vom Anblick des Saturns im Fernrohr begeistert sind. Aber zu erwarten, daß ein Besuch auf der Sternwarte oder das Basteln eines Sonnensystemmodells im Schulunterricht dazu führt, daß die Kiddies bzw. deren Eltern reihenweise Mitgliedsanträge für den örtlichen Astroverein ausfüllen, ist ein bissl viel verlangt, findet ihr nicht?


    Was will man bei solchen Aktionen (nicht nur für Kinder, sondern auch bei Erwachsenen!) erreichen? Überhaupt erstmal ein Bewußtsein für alles was sich da oben am Himmel abspielt wecken? Wissen vermitteln? Oder gleich das volle Programm und Nachwuchsastronomen heranziehen? Letzteres klappt mit einem solchen kleinen - ich nenn's mal Appetithappen - vielleicht bei einem von 300 derart bespaßten Kiddies. Und auch wenn ich davon ausgehe, daß für viele von uns ein solches Aha-Erlebnis ausgereicht hat - denkt an all die, die damals gemeinsam mit euch dasselbe Erlebnis hatten und trotzdem keine Hobbyastronomen geworden sind.


    Ich sage es nur ungern, aber wer nachhaltig um das Interesse von Kindern und Jugendlichen buhlen will, der muß mehr bieten, gerade in der heutigen Zeit, wo aus Fernsehen und Internet alles mögliche auf die Kids einstürzt. Regelmäßige Spezialveranstaltungen für Kinder, eine Jugendgruppe im Verein, die den Nachwuchs kindgerecht an die verschiedenen Aspekte des Hobbys heranführt - all das erfordert aber nunmal viel Arbeit. und selbst mit solchem Aufwand "bekehrt" man nur einen Bruchteil der Teilnehmer.


    Viele Grüße
    Caro

  • Hallo zusammen,


    ich muß Caro hier recht geben. Ein Aha-Erlebnis erreicht man relativ leicht. Dies klappt meistens auch bei Erwachsenen.
    Es gibt ein allgemaines Interesse für Astronomie in der Bevölkerung. Ein Blick durchs Teleskop auf Saturn und Mond begeistern jeden.
    Aber mal ehrlich. Das Astronomie ist jetzt kein einfacher Stoff. Es dauert schon einige Zeit bis man sich einen gewissen Grundstock an Wissen angeeignet hat. Hier schrecken die meisten zurück. Hier ist dann Eigenmotivation gefragt!
    Jedem, der solche Astro-Veranstaltungen hält, muß das klar sein. 99% der Zuhörer bleiben auf den Stand des interessierten Laien und Konsument von Astronomiewissen.
    Ich finde es aber trotzdem immer wieder schön, solch einen Publikum, das eigene Hobby zu präsentieren.


    VG, Marco

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