Vortrag über Bernhard Schmidt

  • Moin,


    der Vortrag von Walter Stephani war sehr einfühlsam und brachte auch einige neue Informationen in Wort und Bild über Schmidt, die noch nicht bekannt waren. Zumindest mir nicht.


    Dazu noch in der stilvollen Atmosphäre der altehrwürdigen Bibliothek.


    Rundum gelungen!

  • hallo Ralf,


    freut mich !


    ich hatte das Vergnügen bei der VdS Geschichtstagung Walter kennen zu lernen. Er hielt dort auch einen Vortrag über Schmidt, wahrscheinlich gestraffter als heute in Bergedorf(?-ging leider nur ne 1/2 Std.). Auch ich hörte neue Infos über Schmidt heraus. Bin gespannt auf sein in Arbeit befindliches englischsprachige Werk über B.S.


    Viele Grüße
    Christian

  • Hallo Christian,


    habe gar nicht auf die Uhr geschaut, aber der Vortrag ging so ca. über 1 1/4 Stunde, denke ich.


    Er forscht ja noch nach einigen weiteren Details und auch nach dem Verbleib von Instrumenten aus Schmidt´s Leben, man darf also tatsächlich gespannt sein, was da noch kommt.[:)]

  • Moin, Moin Ralf!


    Habe leider vergessen, wo ich las, dass B. Schmidt einen 30cm - Spiegel mit f/100 geschliffen, als waag. Coelostat montiert und für damalige Zeit spektakuäre Mondfotos gemacht haben soll. Deshalb die Frage, ob das im o.g. Vortrag erwähnt wurde bzw. ob es nach Deiner Kenntnis zutrifft.


    es grüßt Lutz

  • Hallo Lutz,


    ja, dies wurde im Vortrag auch erwähnt. Es handelte sich um ein sogenanntes Horizontalteleskop. Es war seine Erfindung, die Sternwarte Hamburg betrieb ein solches Teleskop stationär bis zum Jahre 1940. Teleskope dieser Art waren sind allem für die hochauflösende Sonnenbeobachtung genutzt worden und waren mobil auch bei Sonnenfinsternissen im Einsatz.


    Was ich auch noch nicht wußte und im Vortrag auch Erwähnung fand: lange vor Kutter ersann er den Schiefspiegler und auch Ideen um die Konstruktion der Baker/Nunn Kamera gehen auf ihn zurück.

  • Hallo Ralf,
    ich bin mir ziemlich sicher, dass der Vorläufer der Baker-Nunn Kamera im Schmidt-Museum der Sternwarte ausgestellt ist.
    Die Optik ist in eine einfache Holzkonstruktion gefasst und hat ein extrem radikales Öffnunsverhältnis. Lange wurde angenommen, dass das Frontelemtent aus einer Schmidtplatte besteht. Erst Nachforschungen von Walter Stephani und Wolfgang Busch (?) brachten zu Tage, dass das es sich um ein dreilinsiges Korrekturelement handelt.
    Interessant war auch, dass Bernhard Schmidt ein Periskop mit 100° Gesichtsfeld erfunden und gebaut hatte, Ethos-Okulare lassen grüßen... Bernhard Schmidt war schon eine genialer Kopf.

  • Hallo Rüdiger,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Bernhard Schmidt war schon eine genialer Kopf.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    In der Tat. Muß nochmal in die neuen Räume des Schmidt-Museums hinabsteigen..[;)]

  • Hallo miteinander,


    in der Tat haben Wolfgang Busch und Walter Stephani in den vergangenen Jahren viel zu Bernhard Schmidt recherchiert. Die Bibliothek der Hamburger Sternwarte ist da schonmal ein guter Anhaltspunkt, mehrere Schränke dort beinhalten den handschriftlichen Nachlaß des großen Meisters. Aber auch jede Menge Optiken aus der Zeit sind erhalten. Ich selber erinnere die Kamera hauptsächlich hinter Glas in der Vitrine des alten Schmidt-Museums.


    Mondaufnahmen mit der Horizontalspiegelanlage verkauft die Hamburger Sternwarte bis heute als Abzüge. Unter http://www.friedensblitz.de/sterne/schmidt/Schmidt4.html finden sich auch historische Abbildungen des Coelostaten (und auch der Kamera). Das ist die Online-Version des Kapitels über Bernhard schmidt in dem Buch "Sterne über Hamburg" von Jochen Schramm, dessen kürzlich erschiene zweite Auflage ich allen astronomiegeschichteinteressierten nur empfehlen kann.


    Viele Grüße,
    Caro

  • Hallo an alle Bernhard-Schmidt-Interessierten,


    danke erst einmal für die freundlichen Worte über meine Schmidt-Vorträge. Es stimmt, ich forsche zusammen mit Roger Ceragioli über Bernhard Schmidt, wir planen eine englisch-sprachige Veröffentlichung über ihn. Unser gemeinsamer Freund Wolfgang Busch steht uns hilfreich zur Seite. Wer Wolfgang kennt, der weiß dass er immer gleich ein paar "Eisen im Feuer" hat. Roger ist als erster auf die Idee gekommen, dass das Holzmodell im Schmidt-Museum etwas Besonderes sein könnte. Erst auf seine Vermutung hin haben Wolfgang und ich das Geheimnis des dreilinsigen Korrektors gelüftet. Über Schmidt gibt es noch eine Menge Neues zu berichten: über die grundlegende Arbeit von Barbara Dufner hinaus haben Roger und ich eine wirklich große Menge ganz neuen Materials gefunden, wir sind einer Menge von Spuren gefolgt - und sind immernoch dabei.


    Wir sind selbst gespannt was alles herauskommen wird. Schon jetzt ist klar, dass das vorherrschende Bild Schmidts als eines schwer zugänglichen, verschlossenen und exzessiv lebenden Sonderlings neu gezeichnet werden muss.


    Gruß
    Walter

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