Deep Sky , aber wie mach ich das

  • Hallo!


    Ich hab ein Problem: M3 find ich nicht[B)] M51 find ich nicht[xx(] und ansonsten find ich auch nix was weiter als Saturn weg ist... [}:)]
    Wenn ich mich heute abend hinstelle mein Teleskop auspacke und Deep Sky beobachten will:
    Was ist zu beachten [?]
    Wie finde ich Deepsky-Objekte (unter all den Sternen) (HNsky besitze ich... nur schon mal vorab...)[?]


    Danke für die Hilfe
    Marian

  • Da kann ich dir nur den Tip geben, der mir auch gleich anfangs hier gegeben wurde.
    Lerne, dich mit dem Sternenhimmel vertraut zu machen. Leg dir eine drehbare Sternenkarte zu. Das erleichtert dir das zurechtfinden schon mal ungemein. Und ganz besonders ans Herz legen möchte ich Dir da den Karkoschka Himmelsatlas. Darin sind alle gängigen und interessanten Objekte in Reichweite deines Teleskopes aufgeführt. Mit genauen Aufsuchkarten. Mit denen kannst du sozusagen von Stern zu Stern wandern, bis du das Objekt gefunden hast.
    Und das wichtigste. Das ganze braucht Zeit. Ich habe letze Woche das erste mal M57 Gefunden und das, obwohl im Karkoschka steht, es sei ein sehr einfach aufzufindendes Objekt. Na ja.. mich hats etwa 4 Stunden gekostet, bis ich das runde Neblige Ding endlich im Objektiv hatte. Aber der Anblick alleine hat die ganzen Mühen locker wieder ausgeglichen.
    Nimm dir Zeit. Lerne, dich zurechtzufinden und dann wird sich der Erfolg schon einstellen.


    Alternative: Such dir ein paar erfahrene Spechtler in deiner Gegend und triff dich mit ihnen. In einer Nacht mit ein paar erfahrenen Leuten lernst du mehr, als du dir in Wochen selbst beibringen kannst.


    Viel Spaß und immer sternklare Nächte


    Christian

  • Hi,


    entweder Goto oder aber die alte Methode.
    Goto hab ich nich, also drehbare Sternenkarte und der berühmte Karkoschka. Jahrbuch kann auch nich schaden. Damit und mit einem 8*50 und evt Telrad o.ä. geht es ganz gut (eigene Erfahrung).


    Vorraussetzung ist Anfangs ein dunkler Himmel, bei dem zumindest die Sterne aus der Sternenkarte mit blossem Auge sichtbar sind (zuviel Gewimmel verunsichert dabei auch). Dann orientiere ich mich erstmal mit der Sternenkarte und dem einfachstem Sternenbild, dem großen Bär oder Wagen. Anfangs haben mich die Größenverhältnisse etwas irritiert, es ist nicht immer ganz einfach die Bilder am Himmel mit der Sternenkarte in Einklang zu bringen. Aber einfach mal ´ne Stunde oder auch zwei nur mit der Sternenkarte versuchen die Bilder zu identifizieren.
    Die Himmelsrichtungen am Beobachtungsplatz sollten natürlich auch grob bekannt sein.


    DAnn geht der Rest einfach. Startstern aus den Aufsuchkarten anpeilen und dann im Sucher anhand der Sternenmuster und gruppen aus den Aufsuchkarten bis zum Objekt hangeln.
    Da gibt es natürlich einfache und schwere und manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nich oder so....


    Vor allem muss man ja auch erstmal wissen was man überhaupt zu erwarten hat im Skope.


    nur Mut!


    Grüße


    Andreas

  • Hi Marian,


    das meiste wurde hier schon gesagt. Dennoch werde ich noch was Eigenes dazu schreiben.


    Ich habe auch erst im September letzten Jahres mit diesem Hobby begonnen und mußte alles alleine herausfinden. Ich hatte zwar immer gute Unterstützung im hiesigen Forum, Sternwarte usw., aber beobachtet habe ich bis heute immer allein (Ausnahme: Test meines Maksutovs in der Sternwarte München).


    Mein Tip daher: ERST mal den Himmel mit blossem Auge und Fernglas erkunden. Dazu braucht es mindestens eine drehbare Sternenkarte. Tip1: nimm eine mit Planetenzeiger! Dann kannst Du die Planeten auch jederzeit auffinden. Sobald Du dich ein wenig orientieren kannst, fang an die eigentliche Beobachtung zu starten.


    Tip2: der Karkoschka ist eine gute Ergänzung zu Sternenkarte.
    Jahrbuch schadet auch nicht, ist aber mehr für die Ereignis-Information gut, weniger eine Beobachtungshilfe an sich.


    Dann solltest du die Abende vorbereiten. Also:
    1. Per drehbarer Sternenkarte herausfinden, welcher Himmelsausschnitt an dem Abend zu sehen ist, an dem man beobachten will. Eines der leichtesten Objekte, M42, ist momentan beispielsweise nicht beobachtbar! Sich also Objekte vornehmen, die sichtbar sind und günstig stehen, d.h. möglichst in Zenitnähe sind zur Beobachtungszeit.
    2. Sich die einfachsten Objekte aussuchen, die im jeweiligen Himmelsausschnitt gut beobachtbar sind. Zur Zeit empfehle ich auch M57. Erstens ist es gerade sichtbar, zweitens liegt es in einem Sternzeichen, dass ich leicht zu erkennen finde (Leier) und drittens war dies auch das erste Objekt das ich gefunden habe.
    3. Berücksichtige deine Beobachtungsumgebung. M57 hat immerhine eine Magnitude von ca. mag 9! D.h. unter hellem Himmel mit kleinem Gerät kaum machbar! Mit meinem Maksutov ist sogar M13 mitten in München an der Isar ein unattraktives, winziges Wölkchen! Ist die Umgebung dagegen richtig dunkel, so kann es vorkommen, dass die Sternbilder richtig schwer zu erkennen sind. Mir ging es da mal so, dass ich sogar die Kassiopeia nicht recht finden konnte! Auf der einen Seite ist so eine Sternenfülle toll, auf der anderen Seite war die Orientierung sehr schwer!
    4. Sich auf keinen Fall von den Attributen 'leichtes Objekt' usw. irritieren lassen. Für uns Anfänger ist oft gar nichts leicht! Das macht aber auch das Erfolgserlebnis viel intensiver, meine ich![:)]


    Was mir noch viel Mühe bereitet hat, waren diese Standard-'Refraktor'-Sucher. Die verdrehen das Bild. Ich kannte mich also schon eh nicht aus, habe dann mit Mühe die besagte Stelle am Himmel ausgemacht, mußte beim Blick in den Sucher wieder alles im Kopf drehen. Das hat mich sehr genervt. Inzwischen weiß ich, dass ein Telrad oder Quickfinder (beides schon besessen) super sind, wenn man mit der Seitenverkehrung Probleme hat. Ich habe heute noch Probleme mit dem Sucher meines Maks, während ich mit meinem Dobson mit Telrad spielend die bekannten Objekte auffinde. Das ist aber mein Standpunkt, man muss selber herausfinden, was einem liegt.


    Hmmm, habe ich was vergessen? Ja, ich würde noch dazu raten, die Beobachtungen zu protokollieren. Ein späteres Nachlesen bereitet oft Freude und macht Spaß. Ausserdem geraten die Erfolge nicht in Vergessenheit.

  • Hallo Marian,


    ergänzend vielleicht noch eins:
    derzeit wirds bei uns nicht mehr richtig dunkel, d.h. die Sonne steht nachts weniger als 18grad unter dem Horizont; maximal dunkel ist es so um 01:00 Uhr nachts.
    Wenn dann noch ein bischen Hochnebel und Lichtverschmutzung dazukommt, dann ist nicht mehr viel Deep Sky drin. Ab Juli wirds dann wieder besser.
    Such dir helle Objekte, die möglichst hoch stehen, z.B. M81/M82, M27, M57, M13, M92. Nimm eine detaillierte Karte - wenn du nix gedrucktes (z.B. Karkoschka) hast, dann druck dir selber was aus - und geh systematisch vor: hellen Stern in der Nähe anpeilen, Anblick im Sucher/Übersichtsokular mit der Karte in Übereinstimmung bringen und dann in kleinen Schritten zum Objekt vortasten. Viel Erfolg!


    Gruß
    Stefan

  • Hallo Marian,
    vorab, ich bin auch Anfänger und die Ratschläge hier aus dem Forum haben mir sehr geholfen. Was meine Vorredner gesagt/geschrieben haben kann ich nur Unterschreiben.
    Mir hat es sehr geholfen, meine Beobachtungen vorzubereiten. Wie Jörg schon geschrieben hat, ist es sehr wichtig eine Art 'Fahrplan' zu erstellen.
    Ich wurde auch am Anfang von der schier unglaublichen Anzahl Objekte erschlagen. So habe ich mir dann zuerst mit Carte Du Ciel den Himmel angeschaut und mir einen Schlachtplan für den Abend gemacht.
    Ich habe die Karte für die entsprechende Uhrzeit sodann ausgedruckt und dann mit einem Filzschreiber die Objekte markiert die ich finden wollte.
    Angefangen habe ich mit hellen Sternen die man mit blossem Auge sieht und dann habe ich diese als Referenz benutzt um von dort aus zum nächsten Objekt zu gelangen. Starhopping nennt man das glaube ich. Bis jetzt habe ich mich auf den Himmel beschränkt, der von meinem Platz aus zu sehen ist (Süden) und dann habe ich trainiert jedes Sternbild dort mit blossem Auge zu erkennen. Das klappt jetzt schon ganz gut und ich fühle mich schon ein bisschen 'zuhause'.
    Mein erstes richtiges Erfolgserlebnis hatte ich dann nachdem ich mich auf die Jagd nach M5 machte. Er ist mit dem blossen Auge für mich nicht zu sehen und ich dachte nur, wenn Du den findest, hast du alles verstanden. (Nebenbei bemerkt, verstanden habe ich immer noch nix aber gefunden habe ich ihn:-) Es hat sehr lange gedauert und erst nach mehreren Stunden 'rühren' hatte ich ihn endlich. Mittlerweile würde ich mir zutrauen ihn mit einer Hand auf dem Rücken und verbundenen Augen in fünf Minuten zu finden ;)
    Daran habe ich gemerkt: Wenn man erstmal ein Gefühl für die Abstände und Größenordnungen entwickelt hat, wird es viel einfacher. Natürlich ist M5 heute mein Lieblingsobjekt :-)))
    Unser Gehirn ist darauf trainiert Beziehungen schnell zu erkennen und das sollte man nutzen. Ich meine damit, das die Sternbilder als Landkarte die besten Wegweiser sind und man diese nutzen muss. Erst dann baut sich eine Beziehung auf und man bekommt Anhaltspunkte. Vor einigen Wochen hätte ich nie gedacht, das ich an den Sternbildern die Tageszeit ablesen könnte. Heute gelingt es mir schon ein bisschen auf dem Südhimmel.
    Du siehst, es braucht Zeit sich zu orientieren und man braucht gedankliche Werkzeuge um Erfolge zu erringen. Anfangs habe ich versucht Objekte zu finden indem ich die Teilkreise benutzt habe und dann danach eingestellt habe um etwas anzupeilen. Das kannst Du vergessen! Damit findest Du vielleicht die Sonne ;) oder die Planeten, aber die findest Du auch mit dem blossen Auge ;)
    Wenn Deine Monti gut aufgestellt ist, hat mir ein anderer Trick auch sehr geholfen. Ich habe mir auf der Karte ein Objekt ausgesucht welche gut sichbar ist und auf der gleichen Deklination lag wie mein gesuchtes. Dann habe ich das gut sichbare Objekt eingestellt und dann bin ich mit der RA-Achse auf die Jagd gegangen. Das präziseste Messobjekt sind eben die Sterne selbst.
    Ich mache mir überigens einen Spass daraus die Sternbilder zu verändern indem ich ihnen neue Namen gebe oder die dargestellte Figur verunstalte:-). So ist der Grosse Wagen bei mir der Sony Roboter Hund und Herkules ist der Sheriff....;-)


    Meine Protokolle sehen so aus:
    Ziel: M5 RA: 15°18m49.49s / DE: +02°04'02.4" / Mag 5.80 / FH 11.00
    Sternbild: Schlange (Hierzu muss man wissen, das Schlangen fast nie ausgestreckt herumliegen ;)
    Datum/Uhrzeit Beginn: xxxxx
    Datum/Uhrzeit Ende: xxxx
    Visual near Objects: (Das ist dann meine Beschreibung nach Art einer Landkarte um ihn zu finden)
    Auf 04:30 von Stern HR 5854 .....Koordinaten
    Auf exakt 09:00 von Stern HR 5511 .....etc
    damit kreise ich ihn ein und mache mir Referenzen.
    Das sich die Suchrichtungen dann im Teleskop umdrehen macht mir dann nicht mehr so viel aus.
    Noch ein Tipp:
    Stelle Deinen Sucher am Tage im Hellen exakt zu Deinem Torpedo ein. Es ist zumindest eine Hilfe wenn man schon mal die Referenz im Sucher sehen kann und weiss, das man nicht mehr weit weg ist, um das Objekt zu lokalisieren.
    Wie gesagt, ich bin auch Anfänger und die anderen Profis hier sollten mich kritisieren wenn ich Unsinn geredet habe.


    PS Jörg, was macht der Spiegel ? :-)))

  • Hi Peter,


    Spiegel spiegelt vor sich hin, allerdings unverspiegelt... [:D]


    Ich bin am kämpfen. Versuche die Sphäre wieder zu bekommen, bzw. besser noch: auf dem Rück weg der Parabel zu begegnen! Weitere Threads diesbezüglich kommen sicher bald.

  • Danke für die ausführlichen Tips, und für die, die es interessiert:
    Meinen Sucher (6x30) hab ich schon gut justiert... der ist so genau das ich bei 230-Facher vergrößerung das Objekt was ich einstelle perfekt mittig vorfinde *stolz....* (aber eigentlich ja eher normal...).
    Das mit dem Streulicht ist hier so ein bisschen doof...ich sag nur terasse und laterne[8D]... aber nachts ists annähernd schwarz.


    MfG
    Marian

  • Guten tag allerseits.
    Es ist mir jetzt zwar unangenehm das Thema wieder rauszuwühlen, aber da mein Problem genau hier ansetzt, will ich mal keinen neuen Thread eröffnen.
    Ich finde mich zwar einigermassen zurecht mit blossem auge. Ich entdecke so die einfachsten sternenbilder und zum glück gibt es ja manche galaxien (M51, M13..) die man anhand der längen mit blossem auge finden könnte, wenn das auge sie doch nur vergrößern könnte, also muss das teleskop her. Nur das problem, sobald ich in den Sucher gucke oder durch nen feldstecher schaue, find cih zwar ein paar orientierungspunkte am himmel aber ich kann aus den vielen punkten die mand ann sieht nicht die galaxie raussehen usw. wie kann cih also so deepsky objekte mit meinem teleskop entdecken?

  • Moin Mattin,


    wenn kein GoTo vorhanden, entdeckst du die Objekte am Besten mit der Starhopping-Methode, also von Stern zu Stern hüpfen und sich mit bekannten Sternformationen zum Objekt hin tasten. Der Karkoschka ist da eine sehr große Hilfe, da auch von allen verzeichneten Objekten noch Detail-Aufsuchkarten vorhanden sind. Dabei merke ich mir dann die hellsten Sterne und versuche diese mit meinem Objekt, das ich suchen will, in eine geometrische Form (z.B. M57 steht ca. in der Mitte einer Verbindungslinie zw. den unteren beiden Lyra-Sternen; M51 bildet ein gleichschenkliges Dreieck mit den 2 helleren Sternen in der Aufsuchkarte...) zu bringen. Diese muss dann noch bei mir gedanklich auf den Kopf gestellt werden, weil mein Sucher die Bilder umkehrt, dann peile ich über das Rohr meines Dobsons ungefähr die Himmelsregion an und versuche einen hellen Stern in der Nähe zu erwischen. Dann taste ich mich mit dem Sucher weiter, bis ich das Bild aus dem Karkoschka in umgekehrter Form am Himmel zu erkennen glaube [;)] - viola, .. oder auch nicht.
    Manche Objekte sind leicht zu finden, speziell diejenigen, die hell genug sind, dass man sie bereits im 8x50-Sucher sieht, andere erfordern mehrere Anläufe (M101 hab ich ein halbes Jahr lang immer wieder probiert, bis mal eine wirklich klare Nacht war und dann war sie auch nur gerade so an der Wahrnehmungsgrenze).


    Aber vor allem: Übung ist durch nichts zu ersetzen.


    Gruß
    Peter

  • Also M57 ist ja relativ leicht zu finden, allerdings ist er ziemlich klein und liegt zwischen den beiden unteren Sternen der Leier.
    M51 ist schon etwas schwieriger, da leider keine hellen Sterne da in der direkten Umgebung sind. Außerdem denke ich, daß M51 beim Lichtverschmutzten Stadthimmel nichts wird. Ich kenne das C6 zwar nicht, aber ich denke es ist ziemlich langbrennweitig. Ich hatte bei M51 in meinem 6" F/8 newton ziemliche Probleme das Ding zu finden. Ich würde es mit einem sehr langbrennweitigen Okular am Dunklen Himmel versuchen.
    M13 sollte eigentlich kein Problem darstellen, da er ja auch auf der Verbindungslinie zwischen 2 Hellen Sternen steht.

  • Nungut, danke schonmal an Petern und Thomas(?)


    Die lichtverschmutzung wird wohl nicht das problem sein. Ich brauch wohl wie schon gesagt nur ein bisschen übung mit dem gerät (es ist schon was neuer ;))

  • hi mattin


    Vielleicht hilft dir ein telrad. Bei vielen astroprogrammen lassen sich die telradringe in die karte projezieren, sodass objekte auf diesem wege gefunde werden können. Es fällt ebenfalls, das ,,seitenverkehrte denken,, im sucher weg.
    Uebrigens ist M 31 die einzige galaxie die man vom blossem auge erkennt......
    Galaxien sind relativ grossflächig, sodass sich das licht eben auch auf diese verteilt. So ist eine grösse von m 8.9 nichts dramatisches , aber auf 11" verteilt dann schon....


    gruss
    Walti


    Gruss
    Walti

  • Ab heute schimpf ich mit einen amateurastronom. :)


    ich hab soeben m31 mit einem feldstecher, dann mit dem Sucher, dann mit 65 facher und dann mit 215 facher vergrößerung angeguckt
    leider ist es heute sehr disig und matschig, aber ich hab sie gesehn. :)

  • Quote
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    Das mit dem Streulicht ist hier so ein bisschen doof...ich sag nur terasse und laterne[8D]... aber nachts ists annähernd schwarz.

    Quote
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    Die lichtverschmutzung wird wohl nicht das problem sein.

    Hallo...
    Laternen und Streulicht sind schon tödlich für Deep Sky, kann man knicken. Das versaut auch total die Dunkeladaption der Augen.Vieleicht erkennt man m57, aber das isses für mich irgendwie nicht.Ich fahr immer aufs Land[:)], weil in der City absolutely nothing zu sehen ist[B)]. Außerdem strahlen die Häuserwände um einen herum eine irre Wärme ab und sorgen so für seeing 6 ( Bäume in der Nähe sind noch schlimmer)[:(!].Wenn man nicht reisen kann, würde ich mich mal hier im Forum über Deep-Sky Filter erkundigen ( sog. UHC Filter ).Die filtern das Licht der Quecksilber- und Natriumdampflampen der Stadt raus, nehmen aber auch etwas Licht und sind nicht gerade billig ( 100€ und mehr).
    z.B. M51 habe ich bei 3/4 Mond grade so als Milchfleck erahnen können. Ohne Mond ,und wenn die Sonne mehr als 15° unter dem Horizont steht, habe ich schon deutlich die Ansicht einer Galaxie von oben erkennen können. Mit indirektem Sehen waren sogar schon erste Ansätze einer Spiralstruktur erahnbar.
    Zum Aufsuchen kann ich noch folgenden Tip geben: Man suche ein Objekt das man gut sehen und eindeutig identifizieren kann ( heller Stern), schaue ob die Koordinaten-Einstellung der Dek.Achse stimmt, stelle die Dek. Achse auf die Koordinate des Objektes ein, das man ausgewählt hat, dann schwenke man das Rohr mit der Rek. Achse annähernd in die Region, wo man das Objekt vermutet( Anpeilen über das Rohr), <b>sehr langsam</b> ein wenig hin und her schwenken, <b>und genau schauen</b>, hellere Objekte wie M3 oder M5 oder ausgeprägte Konstellationen von Sternen in der Nähe erscheinen dann schon im Sucher. Voraussetzung: Ausrichtung auf Polarstern einigermaßen genau.
    Wie Peter hier schon schrieb würde ich mir <b>unbedingt</b> markante geometrische Sternkonstellationen in der Nähe des Objektes auf der Ausschnittskarte ( ich drucke die mir immer vorher aus)einprägen, im Zusammenhang mit Starhopping sowieso unerläßlich( seitenverkehrung im Sucher wurde hier schon angesprochen ). In Kombination dieser beiden Methoden konnte ich in einer Stunde ( Zeitmangel, Mondaufgang) z.B. m13,m5,m3,m57,m51,m82/ m81,m31 problemlos finden. Natürlich mußte ich auch erst üben und brauchte anfangs viel Zeit, aber nach 3 Anläufen klappte das dann so gut wie beschrieben.
    Viel Erfolg und klare Nächte
    Mario


    150/750 Skywatcher auf EQ3


  • Hallo Mario
    Ich meine mit " Die lichtverschmutzung wird wohl nicht das problem sein.", dass es bei mir schon relativ dunkel ist. nur ab und zu hab ich ein problem, wenn in der etage übe rmir (mein onkel) licht brennt. sonst ist es bei mir relativ dunkel

  • Hallo Martin...
    war wohl ein Mißverständnis, klang so, als ob du das pauschal meinst. Um die Lichtverschmutzung bei dir genauer als "relativ" einstufen zu können, würde ich versuchen die Milchstrasse zu sehen. Wenn die gut zu sehen ist, ist das schon brauchbar. Bei mir in der City sieht man die z.B.nicht, das ist miserabel. An M51 brauche ich gar nicht zu denken, M31 ist da aber sichtbar.
    Was das für Auswirkungen hat sieht man hier sehr gut:
    http://www.astrophotografie.de…ng/lichtverschmutzung.htm. Natürlich sieht´s bei uns nirgendwo so wie auf den Kanaren aus.
    Klare und dunkle Nächte
    Mario

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