Workshop "Amateurastronomie und Schule" am 20.11.

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  • Viele astronomische Forschungsinstitute, Planetarien, Volkssternwarten und Amateurgruppen haben das Internationale Jahr der Astronomie 2009 zum Anlaß genommen, neue Wege bei der Öffentlichkeitsarbeit zu gehen. Dabei sind auch die Herausforderungen deutlich geworden, die sich ergeben, wenn Amateur- und Profiastronomen mit Schülern und Lehrern zusammenarbeiten möchten: Wie findet man kompetente und engagierte Ansprechpartner? Wer hat das nötige Know-How zur Lösung von für derartige Projekte typischen Problemen? Und wo findet man im entscheidenden Moment einfach nur helfende Hände?


    Um hier bessere Voraussetzungen zu schaffen, möchte das Haus der Astronomie in Heidelberg ein Netzwerk von Schulen, Amateuren und Profiastronomen ins Leben rufen, das Kontakte vermitteln, sowie Erfahrungsaustausch untereinander und Kooperationen fördern soll, und das sowohl bundesweit als auch auf lokaler Ebene.


    Als Auftaktveranstaltung findet dazu am


    <center><b>Samstag, dem 20. November 2010</b>
    von ca. 10 - 20 Uhr (je nach Beobachtungswetter trotz Vollmond)
    am Max-Planck-Institut für Astronomie auf dem Königstuhl in Heidelberg
    </center>


    ein erster Workshop statt, auf dem wir gezielt astronomieinteressierte Lehrer und Amateurastronomen zusammenbringen möchten.


    In erster Linie erwartet euch ein informelles Treffen zum gegenseitigen Kennenlernen und Kontakteknüpfen mit gemeinsamem Rundgang durch Max-Planck-Institut und Landessternwarte.


    Wir möchten aber auch Diskussionen anstoßen zu Themen wie zum Beispiel
    - Unterstützungsmöglichkeiten von schulischen Astronomiekursen und Arbeitsgemeinschaften
    - Seminar-, Fach- oder Jugend-Forscht-Arbeiten in Zusammenarbeit mit Amateuren
    - Mitwirkung von Amateurastronomen bei astronomiebezogenen Lehrerfortbildungen
    - Amateurastronomen "fit machen" für den Umgang mit Schülern


    Außerdem können Teilnehmer auf Wunsch natürlich auch ihre eigenen Projekte und Ideen vorstellen.


    Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist aber unbedingt erforderlich.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr dabei wärt. Anmeldung und weitere Informationen per Email an liefke(==&gt;)mpia.de oder per PN.


    Viele Grüße,
    Caro


    Edit: Uhrzeiten vergessen...

  • Moin,


    dieser Workshop ist eine grossartige Sache.


    Mit der Idee, Amateurastronomen einzubinden und ein Netzwerk aus Schulen, Amateuren und Profiastronomen zu erschaffen, werden ganz neue Projekte und Lehrveranstaltungen für den Astronomieunterricht an den Schulen ermöglicht.


    Die Summe Eures Wissens, also der grossen Community mit ihren vielen erfahrenen Beobachtern, Teleskopbauern und Technikspezis, kann für Lehrende sehr wertvoll bei der Durchführung ihrer Projekte mit den Schülern sein.


    Auch sind wir in der Lage, für diverse Veranstaltungen, Beobachtungsabende mit Schülern usw. Leute zu mobilisieren, die (mit Erfahrung und Beobachtungsgeräten) unterstützend tätig sein können - und das auch überregional.



    Daher wird sich der Astrotreff bei diesem Workshop präsentieren und zeigen wie wir im Amateurbereich die Astronomie erleben und verstehen und wie es möglich sein kann, unser Wissen an Lehrer und Schüler weiterzugeben.


    Ich möchte auch gern ein extra Forum eröffnen für spezielle Anfragen von Lehrern und Schülern, in welchem es um die Unterstützung von Astronomie an der Schule gehen soll.



    Was haltet Ihr davon?



    Viele Gruesse


    Matthias

  • Hi,


    Präsentation des Astrotreff --&gt; super, finde ich sehr gut!
    Was ein Unterforum angeht, an sich bin ich da auch dafür, jedoch macht das eigentlich erst Sinn wenn es tatsächlich auch Lehrer gibt für die der Astrotreff eine Anlaufstelle ist --&gt; vielleicht sollte man das direkt zusammen mit dem Workshop launchen?


    Viele Grüsse,
    Dominik (der da übrigens auch anwesend sein wird)

  • Hi,


    es ist geplant, dass ich und unser Vereinspräsident ebenfalls zu dem Workshop kommen.
    Wir werden auch die Lehrer der umliegenden Schulen informieren.
    Zum IYA gab es eine "Schulwoche der Astronomie", wir verteilten uns mit insgesamt 4 Vereinskollegen eine Woche lang in die Schulen und "unterrichteten" dort jeweils eine Doppelstunde Astronomie.


    Ich für meinen Teil war in einer 9. und 10. Klasse Gymnasium und war schwer erstaunt, wie aufmerksam und interessiert die Schüler an einem Nachmittag noch sein können. Ich hatte anderes erwartet.
    Auch der Zulauf an der Sternwarte nach dieser Woche stieg nochmal deutlich an.


    Insofern beteiligen wir uns da gerne und hoffen auch vor Ort sein zu können.


    Ein eigenes Forum könnte nicht schlecht sein, allerdings weiss ich nicht wieviel der angemeldeten User hier beispielsweise Dozenten oder Lehrkräfte sind.
    Aber Versuch macht kluch, wie ich immer zu sagen pflege.
    [;)]

    Ei,ei,ei.... was hatte ich denn in meiner alten Signatur stehen?


    sternengedönsige clear sky Grüsse,

    Robert aus dem Allgäu

  • Hallo Matthias und alle zusammen,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">
    Ich möchte auch gern ein extra Forum eröffnen für spezielle Anfragen von Lehrern und Schülern, in welchem es um die Unterstützung von Astronomie an der Schule gehen soll.


    Was haltet Ihr davon?
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ein Fachforum beim Astrotreff wäre meiner Einschätzung nach zunächst nur ein weiteres Informationsfragment und da wohl nicht regional kategorisiert auch nur bedingt für Schulen und Lehrkräfte nutzbar.


    Ein anderer Ansatz könnte also sein, diese Informationen gezielt dahin zu bringen, wo sie gebraucht werden, also zu den Bildungsservern der Bundesländer. Dort finden sich eben genau diese zentralen Anlaufstellen regional gegliedert. Das alles kann und sollte aber nur als weitere Idee gesehen werden, die ansich erst in diesem Workshop diskutiert werden sollte.


    Leider kann ich an diesem Tag berufsbedingt nicht dabei sein, die Inhalte und Ergebnisse würden mich als Schulprojektbetreuer aber brennend interessieren.

  • Hi!


    Ich hab den Termin mal in unserem Vereinsboard bekanntgegeben und an die Schule weitergeleitet; dummerweise haben wir an dem Tag unseren Vereinsausflug. Ich werde also eher nicht kommen.


    Ein Board zum Thema schadet zumindest nicht, auf A.de im allgemeinen Diskussionsboard hatte ich mal nach Astronomischen Musterversuchen für einen einwöchigen Kurs im Rahmen einer Jugendakademie gefragt. Die Frage war da auch etwas verloren...


    Gruß,
    Alex

  • Hallo Toni,


    schade daß du nicht dabeisein kannst.


    Du hast völlig Recht, wie sich das Netzwerk selber am besten organisiert und wie man die Informationen möglichst weit verbreitet, sollten und werden wir ebenfalls an diesem Tag diskutieren. So habe ich beispielsweise den Eindruck, daß einige Lehrer der Nutzung von Foren nicht unbedingt aufgeschlossen gegenüberstehen.


    Auf jeden Fall werden wir all denen die keine Zeit haben zu kommen oder denen der Weg zu weit ist die Ergebnisse des Treffens online auf den HdA-Webseiten verfügbar machen.


    Viele Grüße,
    Caro

  • Hallo Caro,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">schade daß du nicht dabeisein kannst.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Wenn es mir nur irgendwie gelingt, werde ich versuchen mich für diesen Termin frei zu machen.


    Ich habe auch die Informationen zu diesem Event an den Schulleiter der Schule weiter gereicht, bei der ich u.a. ein astronomische Projekt durchgeführt habe mit Verweis auf Dich in Fragen zu weiterer Info und Anmeldung.

  • Hier der (vorläufige) grobe Ablauf: Den einzelnen Beiträgen sind absichtlich keine festen Zeitfenster gegeben, es soll aber möglichst viel Zeit zum Diskutieren verbleiben.



    Ganztägig Informationstände von
    - Vereinigung der Sternfreunde e.V.
    - Internetportal astronomie.de
    - Internetportal Astrotreff
    - Zeitschrift Sterne und Weltraum / Spektrum der Wissenschaft
    - Zeitschrift Interstellarum / Oculum-Verlag



    10-11 Uhr Wer sind wir und was haben wir zu bieten?
    Kurze Vorstellung der Teilnehmer
    Markus Pössel: Das Haus der Astronomie
    Uwe Reichert: Sterne und Weltraum
    Ronald Stoyan: Interstellarum / Oculum-Verlag
    Christian Wolff: Die Deutsche Gesellschaft für Schulastronomie


    11-13 Uhr Ideen und Projekte
    Wolfgang und Monika Müller-Schauenburg: Ein bühnengeeignetes 4-Maßstabs-Weltraum-Modell
    Die Erde sich drehen fühlen
    Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ,verstehen'.
    Schwarze Löcher im Kopf berechnen
    Oliver Debus: Berufe unter dem Sternenhimmel
    Astronomie und (Lokal-)Geschichte
    Heinz-Berndt Eggenstein: Citizen Sky - ein Projekt auch für Schulen


    Im Anschluß Mittagsimbiß


    13-14 Uhr Rundgang durch das MPIA


    14-15 Uhr Miteinander ins Gespräch kommen
    Robert Blasius, Timm Kasper und Harald Steinmüller: IYA 2009-Bilanz: Die Volkssternwarte Ottobeuren zu Besuch in Schulen
    Jörg Anrecht: Nutzungsmöglichkeiten einer privaten Sternwarte durch Schulen


    15-16 Uhr Rundgang über die Landessternwarte


    17-18 Uhr Ein Netzwerk bilden
    Matthias Rueckemann: Der Astrotreff als Online-Forum für Astronomie und Schule


    Allgemeine Diskussion: Möglichkeiten zur Schaffung eines Netzwerks aus Amateurastronomen und Lehrern
    Wie soll es weitergehen? Welche Kommunikationswege sollen genutzt werden? Zukünftige Workshops?


    Ab 19 Uhr Abendessen in der Kulturbräuerei

  • Hallo Caro,


    wie ich an anderer Stelle bereits schrieb, finde ich diesen "Workshop" sehr sinnvoll! Leider können wir an diesem Tag aus beruflichen und privaten Gründen nicht teilnehmen (da auch die Distanz zu Heidelberg von uns etwas größer ist).


    Ich möchte nochmals darauf verweisen, dass die Sternwarte Neuenhaus (Astronomischer Verein der Grafschaft Bentheim e.V.) im Bereich der Bildungsarbeit seit Jahren intensiv arbeitet - als durchführende und beratende Institution. Die Nutzung der Sternwarte Neuenhaus als außerschulischer Lernort vom Kindergarten bis zur gymnasialen Oberstufe ist bei uns etwas ganz Normales geworden. In unserem Verein sind viele Lehrer/Erzieher als Mitglieder tätig, so dass es diverse methodisch und didaktisch angepasste Konzepte gibt. Andersrum sind viele Lehrer seitens der Schule immer wieder in der Sternwarte. Die Kooperationen sind sehr intensiv und wir verfügen über 15 Jahre Erfahrung in diesem Bereich.


    Auch aus diesem Grund sind wir sehr interessiert an dem Austausch. Es wäre schön, wenn es eine Art Protokoll o.ä. geben würde.


    Liebe Grüße


    Christoph Lohuis.


    http://www.avgb.de


    P.S. Der 8. PaS wird diese Thematik (wei seit vielen Jahren) aufgreifen. Ich würde mich freuen, wenn wir zu diesem Bereich einen "auswertigen" Referenten gewinnen könnten!

  • Hallo Christoph,


    Toni hatte ja auch schon gefragt - wir werden uns bemühen, ale Vorträge des Tages zu sammeln und online zu stellen und natürlich auch ein "Tagungsprotokoll" erstellen, daß dann natürlich auch öffentlich zugänglich wird. Schließlich werden ja viele, die grundsätzlich an Erfahrungsaustausch zu dem Thema und einem solchen Netzwerk interessiert sind nicht da sein können, sei es daß der Weg zu weit ist oder man wie ihr einfach keine Zeit hat. Aber auch all diejenigen sollen natürlich beteiligt werden!


    Und wenn ihr den Termin für den PaS denn festgelegt habt, sagt einfach bescheid. Wenn ich Zeit habe, komme ich gern vorbei!


    Viele Grüße,
    Caro

  • Nur nochmal zur Erinnerung: Ein paar wenige Plätze für den Workshop sind noch frei. Ganz wichtig: Teilnahme nur nach Voranmeldung! Die Anmeldefrist endet morgen Abend.


    Viele Grüße,
    Caro

  • Hallo Caro,


    habe mich soeben angemeldet. Eventuell wird sich morgen noch Uwe anmelden, er ist Rektor einer Schule und selbst Hobbyastronom. Gemeinsam haben wir hier im Umkreis schon mehrere Aktionen für die Bevölkerung und für verschiedene Schulen durchgeführt. Mit von der Partie bei uns ist auch Rainer Gearhards, ehemals im Kosmolog mit dabei, nun aus beruflichen Gründen momentan pausierend.


    Auf eine solche Aktion haben wir schon lange gewartet und unterstützen diese auf jeden Fall.



    Liebe Grüße nach Heidelberg,
    Winfried

  • „Amateurastronomie und Schule“


    Bericht über den Workshop vom 20. November 2010 im Haus der Astronomie des MPIA in Heidelberg.


    Nun, ganz im neugegründeten Haus der Astronomie fand dieser Workshop noch nicht statt, sondern im Hauptgebäude des MPIA`s und dort im Vorlesungssaal. Besagtes Haus bzw. dessen Rohbau durften wir jedoch schon einmal besichtigen.


    Ziel dieses ersten Workshops war, Lehrer und Hobbyastronomen an einen Tisch zu bekommen und über eine Zusammenarbeit beider zum gemeinsamen Ziel, die Astronomie wieder in die Schulen zu bekommen, zu sprechen.


    Markus Pössel begrüßte im Namen des H.d.A. (Haus der Astronomie, ich kürze das im folgenden so ab), danach übernahm Caroline Liefke die Moderation des Tages. Sicher und gewandt führte sie durch das sehr umfangreiche Programm.


    Gekommen waren entgegen der vorherigen Ankündigung weit über 100 Personen, da eine Lehrergruppe, die in HD an einem Fortbildungskurs teilnahm, sich entschloß, sich diese Veranstaltung nicht entgehen zu lassen. Der Saal war somit im wahrsten Sinne rundum besetzt, keine Wand und kein Stuhl war mehr frei, manche saßen auf den Treppenstufen des nach hinten leicht aufsteigenden Raumes.


    Es begann nach einigen einführenden Worten von Carolin mit der Vorstellung der Verlage S&W sowie Oculum, danach den Internetportaken Astronomie.de und Astrotreff. Alle waren vertreten durch Ihre Eigentümer/Chefredakteure.


    Gleich anschließend der erste Vortrag von Wolfgang und Monika Müller-Schauenburg, einem Mediziner und Professor für Physik. Anschaulich mit lediglich einem dicken und langen Seil demonstrierte er ein 4-Maßstabs-Weltraummodell, das ein Lehrer jederzeit im Klassenzimmer nachvollziehen und dem Schüler eine Ahnung von Weite und Entfernung geben kann.


    „Berufe unterm Sternenhimmel“, so der Titel des folgenden Vortrags von Oliver Debus verriet uns, daß nicht nur der Astrophysiker oder Astronom an einer astronomischen Institution gebraucht wird, sondern daß viele Berufsgruppen hier zusammenarbeiten, so auch Techniker, Dreher, Elektriker, Fotografen bis hin zur Sekretärin oder dem Juristen. Ein Vortrag eines Hobbyastronomen, der auch den Lehrern aufzeigte, in welche Richtung es in dieser Berufsgruppe und deren Zusammenarbeit gehen kann. Ich fand diese Informationen recht interessant und außergewöhnlich, denkt man in erster Linie garnicht an solche Möglichkeiten, auch als Nichtastronom ein einem solchen Institut arbeiten zu können.


    Heinz Bernd Eggenstein stellte danach das Programm „Citizen Sky vor, die fotometrische Messung von Veränderlichen mit geringen Mitteln. Lediglich eine Digitalkamera und ein Stativ reichen aus, um die Ausgangsdaten aufzunehmen. Das kann der Schüler abends zu Hause machen. In der Schule steht dann am Computer ein Programm zur Verfügung, in das die Fotos eingegeben und bearbeitet werden können. Ein exelorientiertes Programm übernimmt die Auswertung und man hat eine schöne Lichtkurve eines Veränderlichen über mehrere Tage oder Wochen, je dach dem, wie ausführlich der Unterricht sein soll. Von Algol über Mira bis Epsylon Aurigae, wobei letzterer natürlich Generationen von Schülern benötigen würde. Aber zumindest den aufsteigenden Ast zwischen März und Mai könnte man somit festlegen und dokumentieren.


    „Die Erde sich drehen fühlen“ war der nächste Vortrag von Prof. Dr. Müller Schauenburg. Dabei glitt er jedoch etwas ab und bombardierte Astroamateure wie auch Lehrer mit „kleinen Kopfrechnungen“, die man so zwischendurch zum Thema einmal einsetzen könnte. Leider machte er das in Lichtgeschwíndigkleit und nicht nur uns Amateuren rauchten die Köpfe...


    Oliver Debus zeigte mit seinem Kurzvortrag „Astronomie und (Lokal-) Geschichte weitere Möglichkeiten auf, wie Schüler sich der Astronomie in der Schule widmen können. Sozusagen über die (Stadt-) Geschichte zur Astronomie.


    Danach gab es erst einmal eine laaaange Mittagspause von satten 15 Minuten..., die gerade für eines der mannigfach vorhandenen Brötchen reichte. Nur kurz ein Wasser oder einen Saft hinuntergestützt und ab, 2 Etagen nach unten an den Haupteingang. Dort wurde die Gruppe in Untergruppen aufgeteilt und es ging, mit dem Brötchen in der Hand und kauend, zur Besichtigungstour des MPIA`s.
    Meine Gruppe begab sich zuerst unter der sachkundigen und Baustellenhelm bewehrten Carolin zum H.d.A. Der Rundgang war sehr interessant. Auf nur 2x5 Säulen ruht der gesamte Komplex, gerade einmal 5 Wände sind gerade! Alles andere oval, einer Galaxie nachempfunden eben, sogar mit „schwarzem Loch“! Dies ist der mittig gelegene, kuppelförmig und geschlossene Vortragsraum, gleichzeitig auch als Planetarium nutzbar. Bilder und nähergehende Informationen dazu findet man im Netz unter http://www.haus-der-astronomie.de , daher möchte ich nicht näher darauf eingehen.
    Der nächste Punkt, nun von Herrn Pössel geführt, brachte uns zum neuen und zum alten Teleskop der Sternwarte des MPIA. Das neue, heute meist benutzte, ist ein Baader Plane-Wave mit 50cm Spiegel, auf einer italienischen 4000er Montierung situiert. Es dient als „Übungsteleskop“ für Studenten und wird hauptsächlich fotografisch genutzt.
    In der gegenüberliegenden Kuppel durften wir das einstmals größte Teleskop der Sternwarte besichtigen, den Prototypen eines 70 cm Spiegels, komplett vom Institut gebaut. Obwohl kaum leistungsfähiger als das neue PlaneWave besitzt es eine Masse, die wohl da 50 – 100 fache des neueren sein dürfte. Daß es noch in Betrieb ist, verriet uns eine angeflanschte Astrokamera, gekühlt mit flüssigem Stickstoff. Außer dem Kühlbehälter sahen wir natürlich nichts.


    Ab 14 Uhr begann der zweite Teil des Tages, eingeleitet mit einem Vortrag von der Volkssternwarte Ottobeuren über „Die Volkssternwarte zu Besuch in Schulen“ anlässlich des IYA 2009.
    Jörg Anrecht folgte mit seinem Kurzvortrag „Nutzungsmöglichkeiten einer privaten Sternwarte für Schulen“, wobei er seine derzeit noch im Bau befindliche Remote-Sternwarte vorstellte.


    Danach war Zeit für eine angeregte Diskussion, wie kommen Astroamateure und Lehrer zusammen, was benötigt der eine, was will der andere.
    Hier zeigten sich doch noch einige Diskrepanzen, die ausgeräumt werden müssen. Manche Lehrer forderten komplett ausgearbeitete, didaktisch einsetzbare Themen „vom Blatt“ zum Einsatz in der Schule, etwas was, - wie einige Amateure, darunter auch ich, - ablehnen mussten, da wir der Meinung sind, das sei nun wieder Aufgabe des Lehrers. Wir könnten uns in der Schule einbringen durch Vorführungen im Schulhof, so z.B. Sonnenbeobachtung, können aber auch Klassen oder AG`s unsere Sternwarte für Beobachtungen zur Verfügung stellen. Auch mal ein technischer Exkurs in die Optik, wie arbeiten unsere Teleskope, wäre möglich. – Es wurde fleißig debattiert, Gedanken und Vorschläge ausgetauscht, zu einem grundlegenden Ergebnis konnte man natürlich an diesem ersten Treffen nicht kommen.


    So ging man gegen 18 Uhr nach einem Schlußwort von Carolin Liefke auseinander, bzw. ein größerer Teil traf sich unten in Heidelberg im Kulturbrauhaus zum Abendessen, wo weiter miteinander diskutiert wurde. Einzig Carolin saß an unserem Nebentisch und war, man sah es ihr an, ziemlich fertig. Kein Wunder, dieser Tag und das überraschende Hinzukommen noch so vieler nicht erwarteter Teilnehmer hatte sie gestresst. Aber, Gratulation!, sie hat es ausgezeichnet und mit einer Ruhe ausstrahlenden Gelassenheit verstanden, dieses komplexe Thema ohne Zeitüberschreitung über den Tag zu bringen.
    Eine große Leistung, wofür ihr von allen Seiten Dank gebührt.


    Und mein Resumeé dieses Tages?
    Es war ein Anfang, ein sich gegenseitiges Kennenlernen. Viele Fragen blieben offen, waren aber zumindest schon einmal angesprochen und können nun weiterverfolgt werden.
    Jede Seite sah das Engagement der anderen Seite und einjeder trägt wohl den gemeinsamen Gedanken mit nach Hause:
    „..mit denen kann man was machen..“.


    Für mich standen etwas zu viele Vorträge auf dem Programm, das nahm uns die Zeit zu notwendigen Diskussionen, die aufgrund der rasch fortschreitenden Zeit etwas zu kurz ausfiel. Trotzdem, ein Anfang ist gemacht und der ist bekanntlich immer das schwerste. Weitere Treffen, - an anderen Orten, - sollten und werden auch folgen und Stück für Stück werden wir wohl unserem Ziel näher kommen, die Astronomie wieder in die Schulen zu tragen.


    Gerchsheim, am 21. November 2010


    Winfried Berberich

  • Hallo zusammen,


    ich war einer der teilnehmenden Lehrer und möchte auch meine Gedanken zu der Veranstaltung hier schreiben:


    Meiner Meinung nach hat Winfried Berberich eine sehr gute Zusammenfassung geschrieben. Auch seinem Fazit kann ich mich anschließen. Für mich war die wesentliche Erkenntnis, dass ich für mein im übernächsten Schuljahr geplantes Oberstufenseminar mit Astronomiebezug im Falle von Problemen bestimmt darauf zählen kann, dass ich aus dem Kreis engagierter Amateure notfalls Hilfestellung bekommen kann.


    Wichtig für die Zukunft wäre meiner Meinung nach, dass der Austausch mehr Struktur bekommt. Für mich ist gestern vielleicht etwas zu kurz gekommen, dass die Lehrer aus sehr unterschiedlichen Motiven den Kontakt mit Amateurastronomen suchen. Ich versuche mal, eine Einteilung vorzunehmen.


    1. Gruppe: (schulartunabhängig)
    Lehrer, die wenig kompetent in Astronomie sind, und sich deshalb bisher astronomische Themen des Lehrplans immer nur irgendwie „durchgewurschtelt“ haben.


    2. Gruppe: (schulartunabhängig)
    Lehrer, die astronomische Themen gerne unterrichten, alleine aber nicht Lage wären, einmal einen Beobachtungsabend durchzuführen.


    3. Gruppe: (Physiklehrer, die Oberstufe unterrichten)
    Lehrer, die ein gewissen Grundwissen an Astronomie haben, bisher sich aber noch nicht zutrauten, einen Astronomiekurs in der Oberstufe zu geben, obwohl sie das gerne mal machen würden.


    4. Gruppe: (Physiklehrer, die Oberstufe unterrichten)
    Lehrer mit Erfahrung in Oberstufenkursen, die gerne einmal ein vertieftes Oberstufenseminar mit Beobachtungen und zugehörigen Auswertungen leiten würden, dazu jedoch mehr Backgroundwissen in Astrofotografie benötigen


    Nicht bei allen Gruppen können Amateure gleichermaßen helfen. Bei der 1. und 3. Gruppe ist es Aufgabe der Lehreraus- und Weiterbildung, hier Unterstützung zu geben. Amateure können vor allem bei der 2. und 4., Gruppe sich einbringen und Hilfe leisten.



    Weil die Motive dieser Lehrer so unterschiedlich sind, ist es in der Zukunft lohnender, diese gleich zu Beginn einer Veranstaltung so aufzuteilen, dass jeder dazu was findet, was er sucht. Wenn alles auf einmal in der gleichen Veranstaltung gemacht wird, dann ist die Kommunikation auf Dauer nicht besonders effizent.


    viele Grüße
    Martin Dauser
    (Dom-Gymnasium Freising)

  • Hallo zusammen!


    Dank an Winfried wegen der schönen Zusammenfassung!


    ´Manche Lehrer forderten komplett ausgearbeitete, didaktisch einsetzbare Themen „vom Blatt“ zum Einsatz in der Schule, etwas was, - wie einige Amateure, darunter auch ich, - ablehnen mussten, da wir der Meinung sind, das sei nun wieder Aufgabe des Lehrers.´


    Das muss ich auf mich und meine Diskusionsbeiträge beziehen. Ich versuche zu diesem Punkt eine Präzisierung meiner Gedanken:
    Das ist eine Arbeit, die Lehrer machen müssen, das habe ich auch vielleicht zu beiläufig gesagt. Das Problem ist nur: Sie können es oft nicht allein. Und wieviel gute Ideen gibt es unter den "Amateuren", die die Lehrer nicht kennen?? Mein Eindruck ist: beliebig viele!! Ich fand die Hilfsangebote der "Amateure" sehr reichhaltig, aber in gewisser Weise zu materialorientiert. Sicher, es ist suuuuuper, wenn Jürgen mir über dieses Forum ein C14 und ein Sonnenteleskop für ein halbes Jahr zur Verfügung stellt, wie sollte ich sowas bloß über einen Schuletat bezahlen?? Das ist aber noch nicht alles. Es gibt soviel schöne Arbeitstechniken, die man für praktische Astronomie in Schulen herunterbrechen und aufbereiten und streuen muss, damit sie nicht nur bei einem Besuch eines "Amateurs" einmal im Jahr eingesetzt werden an einer Schule, sondern breit in der BRD in sehr vielen Schulen eingesetzt werden. Ich habe meine Filmidee, die ja eben gar nicht meine ist (ich habe mal einen Artikel von Sparenberg gelesen) schonmal genannt, die Aufnahme von Lichtkurven ist eine andere. Wieviel Lehrer werden das nach dem Workshop machen? Vielleicht 2 mehr. Das ist aber nicht das Potential der Idee, Iris kann jederrunterladen und Canon DSLR´s gibts auch fast überall, wie erreicht man, dass das ganz viele machen? Da spielt das gut aufbereitete Material eine Rolle und in diesem Punkt bin ich leise anderer Ansicht als Winfried: Ihr wisst gar nicht, wieviel Ihr uns beim Erstellen des Materials helfen könnt!!


    Ich glaube, dass das Haus der Astronomie an dieser Stelle langfristig auch seeeehr viel für uns Lehrer tun könnte.


    Grüße und ebenfalls riesiger Dank an alle, die gekommen sind und sowieso an die Organisatoren!!


    Matthias P.

  • Hallo!


    Was ich von der Veranstaltung mitgenommen habe war die Einsicht, dass vorbereitete Lehrmaterialien (wie sie etwa jetzt schon bei lehrer-online.de gesammelt werden) ein Muss sind.


    Dazu müssen sich Amateure und Lehrer zusammentun. Was in meinen Augen also benötigt wird wäre eine "Projekt-Börse und -Plattform" für "astro-didaktische" Inhalte.


    Das könnte etwa so aussehen:


    Schritt 1 Ideen-Börse : Lehrer und Amateure können Ideen zu Projekten oder Unterrichtsinhalten austauschen


    Schritt 2 Team-Bildung: Finden sich Amateure und Lehrer, die sich für das gleiche Thema interessieren, sollten sie sich zu einem gemischten Team zusammenschließen. Mindestens ein Lehrer und ein Amateurastronom, maximal (sagen wir) 10 Leute. Ideal wären vermutlich ca 4-6 Teilnehmer pro Team.


    Schritt 3 Gemeinsame Arbeit: Das Team hat das ganz konkrete Ziel, Unterrichtsmaterialien zu erstellen. Hierfür sollte ein (Mini-Projekt)Zeitraum von 6-12 Monaten reichen, um die Sache zeitlich überschaubar zu halten. In der Regel wird wohl zunächst ein Know-How Transfer stattfinden, anschließend wird man schauen welche Materialien benötigt werden, und diese dann solange überarbeiten, bis Leherer und Astronomen gleichermaßen zufrieden mit dem Ergebnis sind.



    Das Haus der Astronomie könnte z.B. wie vorgeschlagen regelmäßige Workshops veranstalten, bei denen sich solche Teams untereinander austauschen und persönlich kennenlernen könnten.


    Ich denke so etwas könnte funktionieren. Auf Plattformen wie SourceForge werden ja auch täglich von virtuellen Teams Open Source Programme entwickelt, häufig ohne dass sich die beteiligten Entwickler persönlich kennen. Auch bei dem von mir auf der Tagung vorgestellten CitizenSky Projekt gab es einige spontan aus Freiwilligen gebildete Teams, die z.B. Tutorials oder Software erstellt haben.


    CS
    Heinz-Bernd

  • Hallo,


    wie man bereits im "Sonderforum" sieht, kommt die Sache ja schon ins Rollen! Damit hat der erste Workshop bereits sein erstes Ziel erreicht.


    Etwas schade fand ich, daß, gerade aus der Region um Heidelberg, sich nicht all zu viele Amateure gemeldet hatten. Vermisst habe ich unter anderem die Sternwarte Reicholzheim/Wertheim sowie die Sternwarte Weickersheim/Bad Mergentheim. Auch die VdS war nicht vertreten (Otto war zwar angemeldet, wohl aber verhindert, ein Ersatzmann war nicht zu sehen). - Deren Aufgabe als Volkssternwarten wäre es doch eigentlich, diese Aktion zu fördern und daran teilzunehmen. Daß es in der Mehrheit "Einzelkämpfer" waren und die Aufteilung Volkssternwarten/Amateure mehr zugunsten der Amateure hinauslief, sollte sich in Zukunft ändern.


    Wir als Amateure haben keine "Aufgabe", wir betreiben dies als Hobby. Volkssternwarten haben eine Aufgabe im Bildungsbereich, daher stellt man ihnen auch z.T. sündhaft teure Geräte und Gebäude zur Verfügung. Und die sollten nicht nur für ab und an gehaltene öffentliche Führungen da sein. Sicherlich gehen diese Volkssternwarten auch in Schulen, aber gerade bei einer solchen Veranstaltung lernt man gegenseitig so einiges und kann seine Führungen und Aktivitäten ggf. etwas gezielter und besser steuern. - Daher habe ich so manche vermisst.


    CS
    Winfried

  • Der Astrotreff auf dem HdA - Workshop "Amateurastronomie und Schule" – ein Résumé


    Friedlich lag es in der Morgensonne, das Max-Planck-Institut für Astronomie, auf dem Königstuhl in Heidelberg.



    Das änderte sich bald, denn die Nachfrage nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Amateurastronomie war sehr gross.


    Geschätzt deutlich über 100 Teilnehmer füllten am Samstagmorgen das Auditorium, als Carolin Liefke den Startschuss für den 1. Workshop "Amateurastronomie und Schule" gab.



    Man bekam viele Informationen geboten, als sich die Teilnehmer mit ihren Institutionen und Projekten präsentierten. Auch der Astrotreff bekam Gelegenheit, sich kurz vorzustellen ...


    ... und Möglichkeiten der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Schulen und Amateurastronomie an Beispielen zu demonstrieren.


    Viel Engagement merkte man allen Vorträgen an – die Redezeit reichte gelegentlich nicht aus und (zu) viele Details in einigen Darstellungen erinnern uns daran, dass wir uns hier auf wesentliche Kernthemen konzentrieren müssen.


    Am Erfolg der Veranstaltung kann allerdings kein Zweifel bestehen – besonders die abschliessende Diskussion der Teilnehmer, gut von Carolin Liefke moderiert, liess klar werden, welche Vorgehenweise erforderlich sein wird für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Schulen und Amateurastronomen.



    Es kristallisierten sich 2 Kernthemen heraus, die uns in Zukunft beschäftigen werden:


    1. Der Bedarf an Unterrichtsmitteln/ Materialien
    Hierzu gibt es weiter oben in diesem Thema schon treffende Einschätzungen. Amateurastronomen können momentan vllt. Daten und Fakten liefern – die Erstellung solcher Materialien ist aber i.d.R. eher in der Kompetenz pädagogisch ausgebildeter Autoren zu finden.
    Vergessen darf man auch nicht, dass es im Internet bereits sehr viel gutes Material gibt, zb. bei:


    Deutsche Gesellschaft für Schulastronomie
    http://www.dgsa-astro.de/


    Pro Astro Sachsen
    http://www.lutz-clausnitzer.de…sen/proastro-sachsen.html


    Wissenschaft in die Schulen!
    http://www.wissenschaft-schulen.de/page/p_wis2_artikel&sv[rel_fachgebiet]=695169&article_id=695169


    ... und vielen mehr.


    Astronomie ist seit 1959 Unterrichtsfach in Deutschland (auch heute noch, wenn auch nicht überall!), es fehlt nicht wirklich an Material, eher an Informationen, wie man da herankommt.


    Das Haus der Astronomie verpflichtete sich, hier – seiner Bestimmung gemäss – eine koordinierende Rolle zu übernehmen.



    2. Die kommunikation zwischen Schulen und Amateurastronomie


    Hier zeigte sich, dass die Amateurastronomenszene ihre Hausaufgaben gemacht hat. Man ist in grossen Internetportalen mit interaktiven Foren organisiert und leicht für Anfragen aus dem schulischen Bereich erreichbar.


    In Vortrag zeigten wir an Beispielen, wie das schon heute funktioniert.



    Auch hier wird das Haus der Astronomie koordinierend wirken und Lehrern den Weg in die vorhandenen Communities weisen.



    Zusammenfassend gesagt bin ich sehr optimistisch, dass Schulen und Amateurastronomie zukünftig enger zusammenarbeiten werden, denn mit dem Haus der Astronomie steht nun eine kompetente Institution zur Verfügung, welche alle Initiativen und Ressourcen effektiv bündeln kann.



    Zuversichtliche Gruesse


    Matthias

  • Hallo matss,


    vielen Dank für den schönen bebilderten Bericht und Deine sachkundige Einschätzung! Auch ich habe ein positivies Gefühl aus dem Workshop mitgenommen, sicher ist noch vieles zu tun, aber der Wille ist auf allen Seiten da, und das ist es was nun zählt!


    Ich muss allerdings eine Bemerkung zu Winfried Berberichs Posting oben anbringen (und bitte sehr darum, sollte dazu Diskussionsbedarf bestehen, dafür an *anderer Stelle* einen eigenen Thread zu eröffnen, aber nicht hier nachzulegen): Auch Volkssternwarten sind von (mehrheitlich) Amateuren betriebene astronomische Vereine! Diese haben genau die gleichen Rechte und Pflichten wie jeder andere (gemeinnützige, eingetragene) Astronomieverein in Deutschland. Und diese erfüllen sie genau wie jeder Astroverein den ich kenne hervorragend. Nicht jeder kann auf jedem Meeting präsent sein. Wir sollten uns alle freuen dass es diese wichtige Komponente der Allgemeinbildung gibt, und uns nicht in Grabenkämpfen ergehen weil der ein- oder andere Verein (zum Glück!) öffentliche Förderung erhalten hat (wir sind nämlich alle Kollegen). Die vor uns liegenden Aufgaben sind doch wirklich gross genug dass jeder seinen Platz finden kann!


    Viele Grüsse,
    Dominik

  • Hallo Dominik,


    bin etwas verunsichert. Dies sollte absolut kein Tiefschlag gegen Vorkssternwarten sein, sondern die Bitte verdeutlichen, an diesen Aktionen teilzunehmen, da ich es als wichtig erachte.
    Unsicher deshalb, da ich dachte, der "interne" Bereich sei der ganz oben genannte. Diesen hier dachte ich als die allgemein unter uns geführte Plattform.
    - Nun bin ich besser im Bilde! -


    Liebe Grüße
    Winfried

  • <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Winfried Berberich</i>
    <br />Etwas schade fand ich, daß, gerade aus der Region um Heidelberg, sich nicht all zu viele Amateure gemeldet hatten. <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">Hi!


    Heilbronn war ja auch nicht vertreten - zumindest der Verein nicht; dafür war die Veranstaltung zu kurzfristig angesetzt (da war Mitgliederausflug; und unsere Terminplanung für die erste Jahreshälfte 2011 steht auch schon seit Ende September fix, als das Programmheft in Druck ging. Auch Termine wie der Astronomietag der VdS kommen da allenfalls auf den letzten Drücker rein - für 2011 haben wir den Termin aus der SuW genommen, die VdS-Ankündigung kam wieder zu spät.) Für Ende 2011 haben wir auch schon einige Veranstaltungen fix. Ein Jahr Vorlaufzeit wäre da sinnvoll, ein halbes Jahr kann schon zu knapp sein. Die Oktoberwochenenden 2011 sind zum Beispiel schon fast ausgebucht - Tag der offenen Tür, Regionaltagung und "Verkausoffener Sonntag/Kinder Kinder in der Stadt" sind Termine, die schon ziemlich fix sind. "Freie Amateure" sind da flexibler als solche, die in Vereinen aktiv sind - und die, die bei den Veranstaltungen dabei sind, sind die selben, für die auch der Workshop interessant wäre.


    An den Astro-Lehrer der Schule hatte ich den Termin aber weitergegeben - er wusste zu dem Zeitpunkt noch nichts davon.


    Sinnvoll wären meiner Ansicht nach vor allem drei Dinge, falls das HdA so Aktionen weiter macht: <ul><li>Ein fester Termin, den man langfristig planen kann (1. Wochenende wannauchimmer, allerdings nicht in den Ferien). Dann wird der Termin nicht durch eigene Veranstaltungen blockiert - und gerade auf Volkssternwarten ist die Termindichte teilweise Wahnsinn, und die meisten Sonderveranstaltungen sind am Wochenende. </li><li>bessere Werbung. Ich hab zwar den Eindruck, dass das HdA kein Geld für Porto hat, aber zumindest eine Mail an die Volks-/Schulsternwarten sollte drin sein - im GAD sind ja alle gelistet. Evtl. gibt es auch die Länder eine Möglichkeit, Einladungen an alle Schulen zu verteilen - keine Ahnung, welche Verteiler auf Landes- oder gar Bundesebene existieren. Existiert "Astronomie + Raumfahrt im Unterricht" noch? Laut Wikipedia ja, aber ich weiß nicht, wann wir das letzte Exemplar erhalten haben - ich geb zu, dass ich die Zeitung normalerweise nicht lese, aber das wäre wohl die Publikation, über die man interessierte Lehrer am ehesten erreicht. Die waren auf der Veranstaltung anscheinend auch nicht vertreten, zumindest laut Winfrieds Bericht</li><li>Eine Sammlung der Ergebnisse (soweit es welche gab), die frei zugänglich ist. Ansonsten bleibt der Nutzen der Veranstaltung nur auf die Teilnehmer beschränkt. Die Erlebnisberichte hier sind interessant, aber nur mäßig hilfreich. Wie funktioniert das 4-Maßstabs-Weltraummodell von Wolfgang und Monika Müller-Schauenburg? Sowas kann ja gerne auch in einem SuW-Artikel abgehandelt werden, wenn dieser dann als freie Leseprobe erhältlich ist und in irgendeiner Linksammlung zu finden ist. </li></ul>
    Beste Grüße,
    Alex

  • Guten Abend beinander,


    auf dem "Workshop" - welchen ich eigentlich eher als "Brainstorming" - bezeichnen möchte - wurden die unterschiedlichsten Aspekte aus Sicht von Lehrern, Profis, Amateuren, Volkssternwarten usw. genannt. Das war auch wichtig, denn nur so konnte die Komplexität des Themas auch wirklich dargelegt werden.


    Viele Ansatzpunkte müssen wohl in den nächsten Monaten zusammengeführt, ausgewertet und nach Machbarkeit sortiert werden.


    Die Einteilung in weitere Arbeitsgruppen (ähnlich wie von Martin Dauser vorgeschlagen) würde meiner Meinung nach auch Sinn machen.
    Aber ebenso eine Datenbank (vielleicht aufgebaut auf der GAD-Liste, nur erweitert), die als eine Art "Wer liefert was?" auf einen Blick Auskunft über die nächste Sternwarte/den nächsten Astronomieverein, Privatastronomen etc. hinweist und die Möglichkeiten aufzeigt, die an diesen Orten geboten werden (z. B. Vorträge, Beobachtungen, Kinderprogramm), incl. der örtlichen Infrastruktur (z. B. Jugendherberge...).


    Abschließend nochmals ein dickes Lob an Caro und dem HdA für die Organisation und Durchführung des Workshops.


    Wir alle haben noch viieeel Arbeit vor uns! "Let's rock the universe!"


    Viele Grüße aus dem verschneiten Allgäu


    Harald Steinmüller
    Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren

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