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Seite: von 4

Regulus1
Neues Mitglied im Astrotreff


11 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2019 :  19:13:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat

Hallo zusammen,
auch BB- er nennt mich OT!?
Ich habe einen Namen!

Ich möchte kein Teleskop schlecht reden, denn auch ich habe mit 50mm Öffnung angefangen und hatte meinen Spaß.
Mir ist es wichtig, für jeden der gerne bastelt, eine kleine hilfreiche Einrichtung zu schaffen um die Anfangszeit ( Abkühlphase des Spiegels) durch Beobachtungen überbrücken zu können. Zudem kann, bei nicht optimalen Seeingbedingungen, egal was der Auslöser ist, beobachtet werden. Kleine Tests, Sektoröffnungsblende einlegen/wegnehmen, zeigen immer wieder, dass sich die Sektoröffnung für bestimmte Objekte lohnt. Ich habe mir den 12 Zöller Infinity nicht umsonst geholt und weiß seine hohe Leistung unter optimalen Bedingungen zu schätzen. Schade, dass ich meine persönlichen Aufzeichnungen hier nicht zeigen kann. Außerdem, bis jetzt habe ich 80% an Positivmeldungen, nicht nur in diesem Block, erhalten. Bei den anderen 20% kann ich ihre Bedenken auch verstehen und respektiere sie. Nur so lernt man dazu und versteht die Umstände der optischen Verbiegung oder was nicht sein darf kann kein gutes Bild erzeugen.

Nochmals vielen Dank
Gruß Harry

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17018 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2019 :  22:33:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Harry,
Zitat:
Hallo zusammen,
auch BB- er nennt mich OT!?
Ich habe einen Namen!
Ich bitte untertänigst und demütig vielmals um Entschuldigung, wie konnte ich nur- nicht wissen, das dir in Foren durchaus gängigen Begriffe und Abkürzungen ebenso unbekannt sind wie die Auswirkung der Öffnung auf das Beugungsscheibchen

Helfender Link zur Abkürzung TO

Bearbeitet von: am:
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rainer-l
Meister im Astrotreff


514 Beiträge

Erstellt  am: 13.06.2019 :  00:58:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan

So wie ich das sehe vergleicht Harry seinen 12" (300 mm) mit voller 1/4 Sektorenblende mit seinen früheren 125 mm Schiefspiegler .
Sicherlich ist die Form der Öffnung suboptimal gegenüber der runden Öffnung eines Refraktors ,und auch ein 150 mm Newton (4 Streben und Fangspiegel) wäre wahrscheinlich geringfügig besser . Anderseits ist 150 mm ja immer noch etwas größer wie 125 mm , also warum nicht ?
Bei 5" Scintillation der Luft berträgt die max. sinnvolle Vergrößerung nur 100 x ; da sind 300 mm Öffnung sogar schon zu viel .

Hallo Harry

Mit deinen Erfahrungen befindest Du dich in guter Gesellschaft .
Ich möchte hier zwei Zitate aus dem Buch "How to Make a Telescop"
von Jean Texereau aus dem Kapitel XV-1 Difficulties in the Use of a Medium_Power Telescope bringen . Bei Ihm bedeutet medium ca. 8" Öffnung .

"In the study of close double stars and, to a greater extent, in observing weak planetary detail, the difficulties increase rapidly with increasing mirror aperture ."
"Atmosspheric disturbancs is not a minor phenomenon; it introduces defcts some ten_fold-greater than those left by the optican. "

Hallo Tobi

Interessante Fragen !
Ich kann das jetzt nicht so auf die Schnelle rechnen , aber vieleicht hilft Dir der Link 1 von Christian-P in diesem Thread ein wenig .

Viele Grüße Rainer

Bearbeitet von: rainer-l am: 13.06.2019 00:59:51 Uhr
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Regulus1
Neues Mitglied im Astrotreff


11 Beiträge

Erstellt  am: 14.06.2019 :  05:37:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,
hier ein paar Hintergedanken dazu.
Eure Ausführungen kann ich bei Tests am Stern- Intra-u. Extrafokal sehen und auch auf Fotografien zeigen sich die Spikes.
Dies, störte mich oder älteren Teilnehmer bei meinen Astronomieeinführungen und späteren Beobachtungen am Teleskop nicht. Diese Menschen sahen keine optischen Fehler, die freuten sich über die Kraterlandschaften auf dem Mond, einen ruhigen Saturn mit Ring mit Cassinscher Teilung, einen Jupiter mit Wirbelsturm und Doppelsterne die auch nach solchen aussahen. Für diese Momente verwendete ich je nach Situation die Blende. Eine kurze Episode dazu. Eine junge Frau beobachtete mich beim wechseln der Blende und meinte dazu, haben sie jetzt vorne ein neues Bild eingelegt. Ich denke, es sollte mehr beobachtet als ständig getestet werden wie schlecht jetzt das Bild ist und vom theoretischen abweicht. Mag sein, dass meine Erinnerungen zum Schiefspieglerbild nicht 100% tig sind. Aber mit der Sektoröffnungsblende ist der Himmel ist dunkler, Kleinstkrater am Mond sind deutlicher zu sehen, das "Beugungsscheibchen" ist ruhiger und zwischen Doppelsternen stört kein Streulicht- der Tanz der Beugungsscheibchenfetzen ist gemildert.
Machen wir uns nichts vor, wir werden doch von den Fotos der Astrozeitschriften sowie von den Herstellern bei der Produktwerbung geblendet. Kein Foto zeigt was in kleinen Amateur- Teleskopen gesehen werden kann. Kein Zweifel, für Forschungszwecke sind diese Aufnahmen egal ob Langzeitfoto, oder aus hunderten von Einzelbilder erstellte Aufnahmen der Planeten, von großer Bedeutung. Der einfache Beobachter oder junge Amateur möchte leider auch diese Bilder sehen und ist enttäuscht wenn er durch ein Teleskop schaut und so beginnt die lange Suche nach dem "Endgerät". Desswegen mache ich nur noch Einzelaufnahmen die den realen Anblick durch das Teleskop vermitteln und nicht was mit allen Tricks machbar ist. Solche Fotos verwendete ich bei meinen Vorträgen.
Noch ein anderer Gedankenansatz! Nicht jeden Autofahrer interessiert es was so alles im Wagen technisch, elektronisch, pneumatisch, hydraulisch und und und abläuft oder wenn er mit Sommerreifen, Winterreifen oder Rennreifen (Sliks) unterwegs ist. Es soll einen nur von A nach B bringen und das in sicherer Erwartung.

Gruß Harry

Bearbeitet von: am:
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DL4JM
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
67 Beiträge

Erstellt  am: 30.06.2019 :  15:45:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Versuch mit abgeblendetem Hauptspiegel

Instrument: Newton, D 315 mm, F 1515 mm, Okularschlitten, also keine Streben gegenüber dem Okular. Pyrex-Spiegel, 1 Stunde Temperaturanpassung bei 23° C außen.

Es wurden 2 Blenden aus schwarzem 0,7 mm Dekorpapier vorbereitet, mit Öffnungen im Obstruktiosfreien Bereich des Hauptspiegels und jeweils direkt auf den Spiegel aufgelegt.

Blende 1: 130 mm Durchmesser
Blende 2: nierenförmig, Fläche entsprechend 170 mm Durchmesser.

Jupiterbeobachtung mit Io-Schatten und Durchgangsende am 29.06.2019 22:50 bis 23:20, Horizonthöhe 17°, schlechtes Seeing, Vergrößerung 150x :

Volle Öffnung: fettes, dunkles NEB und SEB, alle paar Sekunden Doppelbilder der Jupitermonde, Io-Schatten (im dunklen Bereich des NEB) kaum auszumachen.

Blende 2 (nierenförmig):
Dickenunterschiede im NEB sichtbar, die Häufigkeit der Doppelbilder stark reduziert, Io-Schatten gut sichtbar.

Blende 1:
Mehr Einzelheiten im NEB und SEB, keine Doppelbilder, Io-Schatten sehr gut, SAB gut sichtbar, Durchgangsende schön zu beobachten. Insgesamt ein ruhiges Bild, oben und unten am Planetenrand AD-Farben.

Zum Vergleich Meade Explorer D 90, F 1000, daneben stehend, Vergrößerung ca. 133x:

Ruhiges Bild wie Blende 1, Jupiter aber deutlich dunkler, Dickenunterschiede im NEB, keine Doppelbilder, Io-Schatten gut sichtbar, SAB und AD wahrnehmbar.

Mit freundlichen Grüßen,
Tim

Bearbeitet von: am:
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Regulus1
Neues Mitglied im Astrotreff


11 Beiträge

Erstellt  am: 11.07.2019 :  16:50:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,
bin aus dem Urlaub zurück und konnte am 11.07. weitere Tests durchführen.
Von 21-23:30 Uhr, vom Balkon aus unter schlechten bis mäßigen Bedingungen, alles mit 132facher Vergrößerung AP 2,3 bei voller Öffnung.
Verglichen wurde die 160mm Rundöffnung, die 1/4 Sektoröffnung und die volle Öffnung.
Mond:
Krater Albategnius( ist ein interessanter Krater)- Kleinkrater C
Bei 160mm ist der Krater C gerade so sichtbar. Mit der Sektorenöffnung ist er deutlich und ständig zu sehen. Bei voller Öffnung ab und zu deutlich, je nach Luftunruhe.
Stern:
Arktur
Bei 160mm sind keine Spikes am Stern zu sehen. Die Sektoröffnung zeigt leichte Spikes. Bei voller Öffnung deutliche Spikes.
Jupiter/Saturn
10-14° über dem Horizont und über Dächer.
Konnte nur mit den Blenden beobachtet werden! Bei voller Öffnung war meistens alles verschwommen, mit nur ganz kurzen brauchbaren Momenten.
Abschließend kann ich sagen, ist die Sektoröffnung bei den widrigen Anfangsbedingungen die beste Lösung. Da kann die 160mm Öffnung nicht ganz mithalten.
Später konnte ich ohne Blenden weiter beobachten.:))
Kann mir einer erklären wieso der Unterschied bei der Auflösung, mit der Sektoröffnung gegenüber der vollen Öffnung, so gut wie nicht sichtbar ist?

Viele Grüße
Harry

Tipp: Holland -( Zeeland) ist ein wunderbares Land!





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