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Seite: von 3

Rainer_Schmegel
Meister im Astrotreff

Deutschland
754 Beiträge

Erstellt  am: 08.12.2017 :  08:16:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Tobias, na ja da bist du ja ein Leidensgenosse
Das unverständliche daran ist wirklich, warum das mit der Beleuchtung so gemacht wird.
Es gibt einfach keinen vernünftigen Grund, die Lampen die ganze Nacht an zu lassen!
Angeblich wollen die ängstlichen Bürger das so haben.
Meine Erfahrung hat mir aber gezeigt, das die Städte und Gemeinden selten im Sinne der Bürger handeln!
Normalerweise geht es nur um die Kosten.
Unsere Gemeinde hat ständig Geldnot und erhöht die Abgaben z.B. Grundsteuer fast jährlich.
Weil es keine vernünftige Infrastruktur gibt, wandern auch die Gewerbebetriebe ab.Es fehlen also auch Steuereinnahmen.
Umso sinnvoller wäre es Strom zu sparen.
Das Problem ist anscheinend das die Entscheider nicht wissen, das der Stromverbrauch einer LED Straßenlampe eben doch nicht unerheblich ist.
Es heißt ja immer, die benötigen ja nun so gut wie keinen Strom mehr!
Tatsächlich fressen sie immer noch ca. 30% so viel wie früher die HQL-Lampen.Es würde sich also allemal lohnen, die Lampen Nachts wieder ab z.b. 1:00 Uhr abzuschalten.
Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, das in allen Nachbarorten, die zu einer Samtgemeinde gehören, trotz LED Lampen der Betriebszyklus mit Nachtabschaltung beibehalten wurde.
Da wird es sogar, glaube ich, ab 0:00 Uhr dunkel!
In meinem kleinen Dorf, das eingemeindet wurde und der Stadt Bremervörde zugesprochen wurde, gilt diese Regelung aber nicht.
Unglaublich dumm das ganze!



Rainer

Bearbeitet von: Rainer_Schmegel am: 08.12.2017 08:17:50 Uhr
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Rainmaker
Meister im Astrotreff


498 Beiträge

Erstellt  am: 08.12.2017 :  09:48:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rainer,

es gibt verschiedene Gründe warum nachts die Beleuchtung an bleiben muss. In einem Nachbarort gab es vor Jahren angeblich mal das Problem, dass eine eingeschränkte Nachtabschaltung in den Außenbezirken nicht möglich war, weil sich die Anwohner schlechter gestellt sahen als die Bewohner der Kernstadt. Außerdem wurde natürlich wieder die Mär von der rapide zunehmenden Kriminalität verbreitet. Na darunter leiden ländliche Kleinstädte in Deutschland ja eh noch viel stärker als die Großstädte ...

In in der hiesigen Kleinkstadt wurde vor längerer Zeit auch mal das Thema Nachtabschaltung debattiert und natürlich abgelehnt. Die Schaltung macht angeblich zu viel Arbeit und bringt angeblich keinerlei nennenswerte Einsparung. Das Pseudothema Sicherheit wurde in den Zusammenhang natürlich auch mit all den üblichen unbelegten Behauptungen aufgekocht.

Und da gäbe es dann natürlich noch den Punkt, dass die Beleuchtung laut unseres Lokalblattes angeblich gar nicht mehr der Stadt gehört, sondern vom Energieversorger an die Stadt vermietet wird. Das würde dann natürlich so einiges erklären. Nachtigall, ... ich denke Du kennst den Rest.

Schau mal wie bei euch die Besitzverhältnisse sind, vielleicht ist es bei euch ähnlich.


MfG

Rainmaker

Bearbeitet von: am:
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Rainer_Schmegel
Meister im Astrotreff

Deutschland
754 Beiträge

Erstellt  am: 08.12.2017 :  12:55:36 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rainmaker, ja ich gebe dir so weit recht.
Das mit der technischen Umsetzung der Nachtabschaltung ist aber aus meiner Sicht Quatsch.
Nach der Umrüstung auf LED hätte die Schaltung ja so bleiben können, wie sie ist.
Einschalten über Dämmerungsschalter und Ausschalten per Zeitschalter.
Die HQL Lampen wurden ja damals auch so geschaltet.
Das es technisch nicht schwierig sein kann, zeigen mir die Beispiele meiner Nachbarorte in der Samtgemeinde Selsingen.
Und ja, ich glaube die Straßenlampen werden auch hier vom Energieversorger an die Stadt vermietet.
Wobei ich natürlich nicht weiß, wie die Energiekosten intern verrechnet werden.
Ich habe es eh aufgegeben, mich an dem Thema weiter zu ärgen, da ich es nicht ändern kann.
Was die Einsparung angeht braucht man nur ein wenig nachzudenken, wie es im Winter aussieht:
Bei Betrieb von z.B 17:00 bis 0:00 Uhr = 7 Stunden
Ohne Abschaltung 17:00 bis 8:00 Uhr = 15 Stunden.
Soll mir einer erzählen, das mehr als die doppelte Betriebszeit im Winter keinen Unterschied macht
Gruß



Rainer

Bearbeitet von: Rainer_Schmegel am: 08.12.2017 13:04:20 Uhr
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TobiasSimona
Meister im Astrotreff

Deutschland
262 Beiträge

Erstellt  am: 08.12.2017 :  13:06:09 Uhr  Profil anzeigen  Besuche TobiasSimona's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Rainer,

Zustimmung, ich habe bei meinem 4monatigen Streit mit unserem Energieversorger auch so viele Nerven gelassen wie schon lange nicht mehr....

Tobias

Bearbeitet von: am:
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Rainer_Schmegel
Meister im Astrotreff

Deutschland
754 Beiträge

Erstellt  am: 16.12.2017 :  13:56:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo noch mal!
Heute habe ich Post von unserer Stadtverwaltung erhalten, nachdem ich dort vor ca. 4 Monaten eine Anfrage zu der störenden Lichtemission einer Straßenlampe gemacht habe:
Hier der Inhalt in Stichworten:
Ich hatte mich auf das Urteil des OVG Lüneburg vom 13.09.1993-12 1 60/90 berufen.
In diesem Urteil steht sinngemäß, daß der Grundstückseigentümer eine Abschirmung verlangen kann, sofern der Betreiber dies mit geringem Aufwand errichten lassen kann.
Die Antwort der Stadt:
Das OVG unterscheidet zwischen der Beinträchtigung im Außenbereich und im Innenwohnraum.
Der Bewohner kann ja einfache Hilfsmittel (Jalousie) verwenden.
Bzgl. eines regelmäßig genutzen Balkons hat das OVG Lüneburg jedoch positiv entschieden.
Angeblich gab es einen vor Ort Termin bei mir an dem aber angeblich niemand zu Hause war.
Welch ein Wunder, wenn man keinen Termin bekommt
Dann wird angeführt, das die betroffene Hausfassade ja auch noch durch die Beleuchtung des Bewegungsmelders des Nachbarhauses "mit hoher Strahlkraft" betroffen ist...ha-ha.
Außerdem besteht seitens der Stadt eine Beleuchtungspflicht für wichtige ortsinnere Straßen ( Anm. von mir: Es ist keine wichtige Straße...)
Dies ergibt sich aus dem Straßengesetz (§41 Abs. 1 S1).
Die Stadt lehnt es daher ab, eine seitliche Abschirmung an der Straßenlame anzubringen.
Soviel dazu...
War mir allerdings vorher schon klar, wie die Antwort ausfallen wird.
Resumee: Mir fehlt ein Balkon in die Richtung der Laterne!


Rainer

Bearbeitet von: am:
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HHausHH
Senior im Astrotreff


225 Beiträge

Erstellt  am: 18.12.2017 :  00:14:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Da habe ich das besser. 15 m von meinem Balkon ist eine Straßenlaterne. Aber zum Glück ist das Haus dazwischen. :=))

Bearbeitet von: am:
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Moonboucer
Meister im Astrotreff

Deutschland
474 Beiträge

Erstellt  am: 31.12.2017 :  17:43:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

man sollte die breite Bevölkerung immer wieder durch die Medien darüber aufklären, wie schädlich stetig heller werdende Nächte durch LED Beleuchtung (Gesundheit, Insektensterben usw.) und sich natürlich nicht zuletzt negativ für die praktische Astronomie auswirken.

Als ich vor 15 Jahren hierher zog, war mein Garten noch eine richtig dunkle Oase, was die Stern- und Galaxienbeobachtung anging. Mittlerweile ist auch hier der helle Wahnsinn ausgebrochen.
Es gehört schon einiges dazu, dass ich mich aufrege. Hier wird aber in letzter Zeit alles dafür getan, um unserem schönen Astronomie-Hobby Steine in den Weg zu legen! Und das in diesem 3000 Einwohner zählenden Dorf südlich von Oldenburg (Nds.)
Die alte Straßenbeleuchtung, Bogenlampen mit nach unten gerichtetem Licht, wurden vor etwa einem Jahr mit LED umgerüstet. Alles schön und gut; das Licht wurde ja größtenteils nach unten auf den Gehweg gerichtet und störte auch bei der Himmelsbeobachtung nicht zu sehr, zumal Bäume in Straßenlampenhöhe davor standen.

Drei Monate später jedoch wurden diese Bogenlampen durch rundum strahlende Pilzlampen ersetzt, welche das Licht uneffizient in alle Richtungen schleudern. Helle Hausfassaden werden bestrahlt und in meinen Garten reflektiert. Dadurch ist er noch dreimal heller ausgeleuchtet als vorher.
Die Bäume sind übrigens auch zwischenzeitlich gefällt worden!
Wie Rainer schon schreibt, habe auch ich das Gefühl, jetzt in zwei Auto Halogenscheinwerfer zu blicken. Das ist eine regelrechte Zumutung, öffentliches Licht in seinem eigenen Garten zu ertragen! Zumindest werden die Funzeln werktags (noch) von 1:00 Uhr nachts bis 4:30 Uhr ausgeschaltet.
Gerade am Wochenende, wenn man Zeit für´s Beobachten hat und nicht zum Dienst muss, bleiben die Dinger jedoch die ganze Nacht eingeschaltet. Übrigens befinden sich in dieser Seitenstraße auf einer Länge von 400 Metern 15! von diesen Strahlern!
Außerdem werden hier immer neue Baugebiete ausgewiesen. Keine 500 Meter weiter, aber die Lichtschleudern stehen schon.

Einige Nachbarn, die ich zu diesem unliebsamen Thema befragte, was sie denn von dieser hellen LED Beleuchtung halten, meinten nur: Tja, viele wollen es eben heller.
Andere zuckten mit den Schultern unter dem Motto "Mir doch egal".
Ein Anlieger meinte sogar: Was haben wir jetzt für einen Luxus hier bei dem hellen Licht! - Mir fehlten die Worte!
Als ich ihm erlärte, dass ich beobachtender Hobbyastronom bin, sagte er in einem fast schon sarkastischem Ton; "Dann musste eben etwas weiter raus fahren um Sterne zu sehen." Von seiner Gartenbeleuchtung ganz zu schweigen!
Dieses etwas weiter rausfahren bedeuten aber schon mindestens 30 Km um hier eine dunklere Gegend zu finden. Und die Rückfahrt kommt ja auch noch hinzu.

Daran kann man sehr schön erkennen, wie dieses Thema bei einigen Zeitgenossen auf Desinteresse stößt.
Ich befürchte, als Einzelkämpfer im Rathaus bei der zuständigen Behörde wenig bewirken zu können. Bleibt nur zu hoffen, dass sich dieser negative Trend nicht weiter fortsetzt und sehr bald eine gesetzliche Verordnung in Kraft tritt, um diese uneffiziente Lichtemmision durch LED verhindert!
Die Beleuchtung in der Nacht auf ein Mindestmaß abzudimmen wäre ja schon mal ein erster Schritt!

Lieber hätte ich ein angenehmeres Thema geschrieben, aber den Frust musste ich mir im alten Jahr noch von der Seele schreiben.

In der Hoffnung auf Besserung und Einsicht von vielen Zeitgenossen wünsche ich euch ein frohes und gesundes neues Jahr 2018!

Viele Grüße
Uwe

Bearbeitet von: am:
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Kreislauf
Altmeister im Astrotreff


2541 Beiträge

Erstellt  am: 04.01.2018 :  12:53:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Meine Meinung ist inzwischen dass es kaum einen interessiert ob wir einen dunklen Himmel haben. Zwar haben einige Leute mal was vom Thema mitbekommen und es wird gelabert dass es schlimm wäre aber real wird dagegen nichts getan.

Realität ist eben auch dass es gar kein öffentliches Interesse gibt.

Realität ist dass die Forderung zur Verhinderung von Lichtverschmutzung von der Mehrheit als Skurrilität abgetan wird.

Auch Aufklärungskampanien verschallen ohne Nachwirkung. Was bleibt ist Ignoranz und zum Beispiel die alten Irrtümer über Licht und Sicherheit.

Lasst die Hoffnung fahren.

Bearbeitet von: Kreislauf am: 04.01.2018 13:00:52 Uhr
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


2465 Beiträge

Erstellt  am: 04.01.2018 :  13:41:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich fürchte auch, das wird erst angegangen, wenn andere allgemein gefährliche Folgen publik geworden sind.

Ich habe schon geschrieben, daß ich diese neuen Leuchten, ob Auto, ob Straßenleuchten, ob manche Strahler schmerzhaft blendend finde. Wir haben alle auf unseren Teleskopen diese netten gelben Schildchen. Warum? Wegen der Juristen!

Nun sehe ich neulich im Dunkeln, also mit Beleuchtung - eine Mutter einen Kinderwagen schieben. Was, wenn das Kind neugierig genau in so eine Leuchte direkt und dauerhaft einblickt? Was macht das in einem jungen Auge langfristig ?

Hat das jemand untersucht, bevor alle diese Lampen zugelassen wurden? Gibt es optische Prüfzeichen? Laser-Klassen kennen wir, aber Leuchten-Sicherheit? Nie gehört oder gesehen. Ach doch! Im Elektronik Shop: bei den starken weißen LED's steht mittlerweile genau so eine Warnung bei, wie bei unseren Teleskopen ...

Grüße,
Walter


LLAP

Bearbeitet von: am:
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diva
Meister im Astrotreff

Deutschland
349 Beiträge

Erstellt  am: 04.01.2018 :  14:23:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Walter,
es wird leider noch schlimmer werden. Warte ab bis in den Fahrzeugen die adaptiven LED-Leuchtensysteme flächendeckend eingeführt werden. Ohne Nachtfahrbrille setze ich mich in unserer Region (um Weissach) nicht mehr hinters Steuer.

Schöne neue helle Welt kann ich dazu nur sagen!

CS
Dirk

Bearbeitet von: diva am: 04.01.2018 14:25:43 Uhr
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Eric
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1182 Beiträge

Erstellt  am: 04.01.2018 :  17:39:04 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Eric's Homepage  Antwort mit Zitat
Moin,

ein grosses Problem sind auch die Stadtverwaltungen, die absolut keine Ahnung in Sachen Strassenbeleuchtung haben,
aber behaupten, sie hätten das Wissen.
In Darmstadt wurde jetzt behauptet, in den letzten 20 Jahren wurden nur Leuchten installiert, deren Licht nur nach unten gerichtet ist.
Bis vor etwa 5 Jahren wurden da noch fast ganze Stadtviertel mit den schlimmen Zylinderleuchten und Pilzleuchten ausstaffiert.
Das sind die Leuchten, die immer blenden, egal, von welcher Richtung man da hinschaut.
Die waren noch mit den relativ freundlichen Natriumdamflampen bestückt.
Jetzt werden aber auch dies langsam mit reinweissen LED bestückt.
Schlimmer sind da nur noch die Kugelleuchten.


Gruß Eric

Salmei, Dalmei, Adomei
http://www.hellenot.org/
Lichd aus!(Der Schuh des Manitu)

Bearbeitet von: Eric am: 04.01.2018 17:41:06 Uhr
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Meisterd
Neues Mitglied


2 Beiträge

Erstellt  am: 07.01.2018 :  16:42:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Leidensgenossen,
das Thema Lichtverschmutzung ist schon sehr ärgerlich, und ich fürchte,
daß sich der schlimme Trend kaum umkehren lassen wird.
Abgesehen von den Straßenbeleuchtungen -auch bei uns wurde nun auf LED
umgestellt- nehmen Außenbeleuchtungen auf privaten Grundstücken durch neue LED-Leichten inflationär zu: Anstatt durch Umrüstungen vorhandener Beleuchtungen auf
LED Energie zu sparen, werden die sparsamen LEDs nun zum Anlass genommen,
alles zu beleuchten, was man beleuchten kann. Jetzt werden auch Sachen beleuchtet,
bei welchen früher niemand auf die Idee gekommen wäre, sie zu beleuchten!
Selbst die schäbigsten Hütten, die buckeligsten Fassaden brauchen auf einmal ein Flutlicht! Daß ein großer Teil des Lichtes oft das Objekt verfehlt, ist egal.
Wege und Einfahrten bekommen Boden-Einbaustrahler, die ihr Licht direkt in den Himmel senden.
Die Leuchten kosten fast nix mehr, und die Leistungsangaben suggerieren, daß der Stromverbrauch vernachlässigbar ist; da hört der Konsument auf, zu denken........
Da bleibt die Dunkelheit eben auf der Strecke. Leider.
Bleibt nur zu hoffen, daß die Bedeutung von Dunkelheit für Mensch und Natur
an Beachtung gewinnt, und der Zuwachs an Beleuchtungen gebremst wird.
Weniger wird es sicher nicht..






C 9,25; GSO RC 8 C; TS-APO 107 C; TL-APO 804 FT; Lightbridge 10"; Lunt LS60THaDS60B1200FTPT
AZ-EQ6 GT, EQ6 GT Mod., HEQ5 GT, EQ3 GT, Vixen SP, EQ3,
ALCCD8, EOS 600 DA, I.A. SkyEye, 2 x M-GEN, Hyperstar
Viel zu viel - doch nie genug......


Bearbeitet von: Meisterd am: 08.01.2018 08:03:25 Uhr
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Outer-Rim
Senior im Astrotreff


131 Beiträge

Erstellt  am: 08.01.2018 :  22:12:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Wer es noch rechtzeitig sieht ... Lichtverschmutzung ist gleich Topic in den Tagesthemen... ich bin gespannt...

Bearbeitet von: am:
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


2465 Beiträge

Erstellt  am: 08.01.2018 :  22:58:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Einen schönen guten Abend,

ich durfte das Ganze heute aus der Luft erleben auf dem Weg nach Spanien. In Deutschland war es zu bewölkt, aber in Frankreich ist die Welt noch heile. Es leuchtet meist noch gelblich. Einige wenige Viertel haben scheints auf Weißblau Licht umgestellt. Es scheint nicht wirklich heller zu sein von oben. Schlimm sind allerdings Einzelanlagen oder Gewerbekomplexe. Da stechen dann sehr viel hellere Lichtpunkte hervor. Wie mag4 (STraßenbeleuchtung) und mag -1(Gewerbestrahler) Sterne. Das muss nicht unbedingt LED sein, aber diese scheinen viel schlimmer zu sein als Straßenbeleuchtung. Übrigens ist Frankreich und auch Spanien abseits der Zentren recht lange dünn besiedelt. Nur ganz kleine Siedlungen in großen Abständen zwischen Reims und Paris, zwischen Paris und Toulouse etc. Sehr beneidenswert. Na die Lichtverschmutzungskarte zeigt es ja sehr schön. Stimmt auch. Madrid selbst ist wie eine hell strahlende Galaxis. Aber eben nur die Madrid Region. Mit einer STunde Fahrt ist man im Stockfinstern. Das kann man von Frankfurt aus nicht sagen.

Hoffentlich halten unsere Sternenpark Gemeinden als Dunkelheitsrefugien die nächsten Jahrzehnte durch...

CS, Walter

PS: endlich mal ein klarer Himmel ;-)!

LLAP

Bearbeitet von: am:
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Outer-Rim
Senior im Astrotreff


131 Beiträge

Erstellt  am: 08.01.2018 :  23:08:47 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
So, ein gut gemachter und recherchierter Beitrag von 4 min in den Tagesthemen schilderte eben einem größeren Publikum den Verlust der Nacht. C. Miosga eröffnete mit einem Goethe Zitat zu den Sternen, Hans Ullrich Keller wird in der Sternwarte interviewt und beklagt den Verlust eines Kulturguts, auch die Auswirkungen auf Mensch und Tier werden erwähnt. Ebenso die Zunahme von Licht bei Innovationssprüngen wie Effizienzsteigerung. Sogar Lösungen werden angesprochen wie Nachtabschaltung.
Ein toller Bericht der uns hoffentlich hilft, es liegt an uns rechts und links von uns ebenfalls 'Awareness zu schaffen' oder zu vertiefen.
Ein Danke an die Journalistin Jenni Rieger!
C - und dark - S
Andreas

Bearbeitet von: am:
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