Statistik
Besucher jetzt online : 307
Benutzer registriert : 22658
Gesamtanzahl Postings : 1115428
Astroshop
Benutzername:
Passwort:
Passwort speichern
Passwort vergessen?

 Alle Foren
 Astronomie – die Wissenschaft
 Raumfahrttechnik- und Missionen
 Magnetfeld für den Mars?
 Neues Thema  Zum Thema antworten
 Druckversion
Vorherige Seite
Autor Vorheriges Thema Thema Nächstes Thema
Seite: von 2

fastride
Meister im Astrotreff

Schweiz
309 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2020 :  09:50:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ein eigenes Magnetfeld auf der Marsoberfläche wäre gar nicht notwendig. Ein Schutzschild am L1 (Lagrange Punkt) würde ausreichen. Man müsste dort "NUR" genügend viele Feldgeneratoren verteilen und ein Kraftwerk (Solar?) welches diese versorgt...

Solar hab ich mit "?" geschrieben, weil es grundsätzlich unklug wäre Sonnenlicht von der Marsoberfläche abzuhalten. Aber da gäbe es schon eine Lösung.

Technisch wäre es wohl machbar, aber die benötigten Ressourcen wären gigantisch.




Gruss Konrad

Galaxy D10, 114/900 Newton
Carl Zeiss: Binoctar 7x50, Jenoptem 10x50, Swarovski Habicht 7x42, Steiner Firebird T 8x30

Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht !

Bearbeitet von: fastride am: 28.06.2020 09:52:27 Uhr
Zum Anfang der Seite

AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3711 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2020 :  11:47:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Dazu kommt noch ,dass der Lagrangepunkt L1 ,keinen langzeitstabilen Aufenthalt eines Körpers/ Raumschiffes bietet. Man müßte häufig mit Triebwerken und damit Treibstoffverbrauch nachkorrigieren.

Gruß Armin

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17857 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2020 :  13:13:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Günter,

nette Geschichte mit deinem Schuldirektor, aber was hat das mit dem Erzeungen eines künstlichen Magnetfelds für den Mars zu tun? Denk nach, frage Tante Gockel oder rechne selber mal.

Man müsste eine Spule um den Mars wickeln und darin einen Strom fließen lassen, der groß genug ist, um ein der Erde halbwegs vergleichbar starkes Magnetfeld erzeugt.

Äquatordurchmesser Mars 6.792,4 km. Ein Kupferdraht mit der Länge von 1000m und 1mm Durchmesser hat einen Widerstand von 21,64 ohm und wiegt 7kg.

Einmal um Mars gelegt bräuchtest du also rund 149 Tonnen Kupfer, noch nicht besonders viel. Allerdings hat der Draht bereits einen Widerstand von 456,6 kohm und um da einen Strom von z.B. 1A fließen zu lassen wäre eine Spannung von 456,6 kV

Dummerweise ist es mit einer einzigen Wicklung nicht getan, du musst den Draht schon mehrfach um den Mars wickeln. Und entsprechend steigt der Widerstand und damit die nötige Spannung, um einen Stromfluss zu erzeugen.

Du kannst natürlich auch den Draht dicker machen, bei 10mm statt nur 1mm Dicke sinkt der Widerstand bei 1km Länge auf nur 0,216 ohm, dafür benötigst du ca. 15000 Tonnen Kupfer- für einmal um den Mars. Die für 1A nötige Spannung sinkt auf 4,56kV bzw. du musst 4,56kW aufbringen.

Nur ein einzelner Draht erzeugt nicht das benötige Magnetfeld, du müsstest also viele Lagen um den Marswickeln. Und das dabei erzeugte Magnetfeld geht natürlich von dieser Spule aus, ist also in direkter Nähe am stärksten. Das Magnetfeld der Erde wird dagegen im Inneren der Erde erzeugt.

Also eine absolut unrealistische Überlegung, angefangen vom nötigen Kupfer und dem dabei erzeugten Magnetfeld.


Bearbeitet von: stefan-h am: 28.06.2020 16:14:46 Uhr
Zum Anfang der Seite

G2-Astro
Meister im Astrotreff

Deutschland
526 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2020 :  15:37:06 Uhr  Profil anzeigen  Besuche G2-Astro's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,

das war nur ein allgemeiner Hinweis, auf allzu schnelle Verneinungen von gestellten Fragen zu Machbarkeiten!

Die heutigen detaillierten Antworten zeigt aber, das der Wink doch verstanden wurde.

Die Ressourcen sind aber überall vor Ort vorhanden, bleibt nur das effektivste Verfahren zu finden, um daraus solche Leiter herzustellen zu können.

Klassische Schmelzverfahren, das Einbinden innerer Mineralstrukturen in tieferen Bodenschichten, oder mit fliegenden Lasern angehäufte Erze zusammensintern, was ja schon von Militärsatelliten aus zu Leistungs - Demonstration, sogar auf der Erde auf ca. 2 m2 gelungen ist!





Gruß Günter

www.G2-Astronomie.de
GSO 12" Dobson, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, 140/500 - Comet-Catcher, MC100/1000 MAK; Skywatcher ED 80 PRO, Skw. 8" Dobson, Skw. 127 / 1500 MAK

Bearbeitet von: G2-Astro am: 28.06.2020 15:41:56 Uhr
Zum Anfang der Seite

AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3711 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2020 :  16:47:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Um mal etwas weiter zu spekulieren... Eisen in Form von rostigem Sand,gibts ja genug auf Mars. Es wäre doch denkbar, daraus große Permanentmagneten herzustellen und auf den Breitenkreisen aufzustellen. Man bräuchte kein Kupfer und keinen elektrischen Strom zum Betrieb.
Gleichzeitig könnte man Marsglobale Magnetschwebebahnen darauf fahren lassen.

Bearbeitet von: AS-Fan am: 28.06.2020 16:50:03 Uhr
Zum Anfang der Seite

stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17857 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2020 :  18:29:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Günter,

die "Ressourcen" muss du erst mal finden und dann abbauen und verarbeiten. Bagger, LKWs und Schmelzöfen fliegst du dann von der Erde aus zum Mars? Oder sollen die auch dort gefertigt werden? Dann braucht es aber erst die Lagerstätten für Eisen, Bagger, LKWs, Schmelzöfen...

Die fliegenden Lasern mit der angedachten Umsetzung ordne ich mal unter "netter Traum" ein

Armin,

Eisenrost ist kein Eisen, das ist oxidiertes Eisen und daraus kannst du keinen Magneten bauen. Also siehe Antwort zu Günter- Verhüttungsanlange bauen.... Und wenn du dann Eisen hast, musst du das für deine Idee magnetisieren. Und selbst du das in großer Menge hinbekommst bleibt das gleiche Problem- das wirkt lokal und verhilft Mars noch immer zu keinem global wirkenden Magnetfeld.

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3711 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2020 :  18:41:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,
mir war klar, dass Rost erst verhüttet werden muss. Hab mich nicht klar ausgedrückt. Ich meinte nur damit, dass es genügend Rohstoff sprich Eisenerz/Rost vor Ort gäbe.
Einen globalen Magneten für Mars zu bauen, halte ich auch für Unsinn.

Bearbeitet von: AS-Fan am: 28.06.2020 18:45:55 Uhr
Zum Anfang der Seite

whitehole
Senior im Astrotreff


206 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2020 :  22:25:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Nabend, nette Speku hier am laufen.
Also statt Draht durchs All warum nicht stationäre Felder über Gebäuden ? Müsste man jetzt erstmal rechnen was für ne Dichte so ein Magnetfeld pro bestimmter Fläche habe muss um gut abzuschirmen.
Anyway ich find den Mars iwie sinnlos aus der Venus ließe sich doch viel mehr machen...

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

stardust3
Altmeister im Astrotreff


3553 Beiträge

Erstellt  am: 08.07.2020 :  10:49:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,

in der Tat, nette Spekulation. Aber es ging ja nicht um Schutz der Mars-Bevölkerung, oder Algen, sondern um die globale Atmosphäre, mühsam aufgepustet nicht gleich wieder zu verlieren. Aber ich möchte Stefan recht geben - die Dimensionen der Energien (nicht unbedingt Grundstoffe) sind einfach zu gigantisch. Wäre schön wenn irgendeine Studie das mal physikalisch/ingenieursmäßig Ende-zu-Ende durchgerechnet hätte.

Ich wollte eigentlich jüngst einen ähnlichen Thread eröffnen - "Werden wir den Mond in 100 Jahren nicht mehr wiedererkennen?". So in die Richtung: Kinder, genießt den ursprünglichen Mond, so lange die Helium Bagger dort noch nicht losgelegt haben ... ;-).

CS,
Walter

LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 08.07.2020 10:57:59 Uhr
Zum Anfang der Seite

Jogi
Anbieter

Deutschland
3695 Beiträge

Erstellt  am: 08.07.2020 :  14:22:10 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Jogi's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: AS-Fan

Hallo,
ich glaube, ein Magnetfeld ist gar nicht so entscheidend für das Leben. Die Erde hatte auch zwischen den Umpolungen, Phasen ohne Magnetfeld und trotzdem ging das Leben nicht kaputt, da die dichte Erdatmosphäre ausreichte, um Strahlung abzuhalten.
Entscheidend wäre deshalb eine deutlich dichtere Marsatmosphäre, die man dort erzeugen müsste. Aber...das Problem ist die geringere Marsgravitation von nur 38% der irdischen Anziehungskraft.
Ein starkes Magnetfeld schützt zwar auch vor dem Sonnenwind, der die Atmosphäre abträgt...nur halte ich den Verlust durch die geringere Anziehungskraft für entscheidender.
Aber da haben andere hier wohl noch bessere Informationen.

Gruß Armin



Doch doch Armin, das Magnetfeld hält ja die Sonnenwinde und die kosmische Strahlung weitgehend ab. Ohne das Magnetfeld hätten wir zwar eine Atmosphäre, würde aber ohne Schutzkleidung nicht überleben können.

Gruß Jogi

www.modellbau-kessler.de
Meine Ausstattung:
Celestron 150/750 Auf EQ6, und 200/1200 Einarmeigenbaudobson
Russentonne ( the one and only Weitwurftonne) 10/1000
Canon EOS 400D
12" F5 Dobson.

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3711 Beiträge

Erstellt  am: 08.07.2020 :  16:36:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Nee Jogi,
so schlimm wirds nicht kommen, auch bei einem zwischenzeitlichem Verschwinden des Erdmagnetfeldes.

https://www.welt.de/wissenschaft/article9090079/Was-passiert-wenn-das-Erdmagnetfeld-kollabiert.html

Durch den Sonnenwind selber entstehen auch in der oberen Atmosphäre Magnetfelder, die dann die Belastung weiter reduzieren.
Also, noch nicht alle Rentenversicherungen auflösen!

Gruß Armin

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

ruchbah
Senior im Astrotreff

Schweiz
119 Beiträge

Erstellt  am: 08.07.2020 :  23:18:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ruchbah's Homepage  Antwort mit Zitat
Hi Gemeinde

Unsere Erde ist von einem Magnetfeld umgeben. Dieses Erdmagnetfeld spielt eine wichtige Rolle für das Leben auf der Erde. Zum einen ist es ein Schutzschild gegen Strahlung aus dem All. Und zum anderen wird es von Menschen und Tieren zur Orientierung genutzt.
Ich wollte auch noch etwas zu dieser polemischen Diskussion hinzufügen.

Liebe Grüsse Rafi

www.kosmologisch.com









Skill ist, wenn Luck zur Gewohnheit wird.

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

Jogi
Anbieter

Deutschland
3695 Beiträge

Erstellt  am: 09.07.2020 :  09:15:26 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Jogi's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: AS-Fan

Nee Jogi,
so schlimm wirds nicht kommen, auch bei einem zwischenzeitlichem Verschwinden des Erdmagnetfeldes.

https://www.welt.de/wissenschaft/article9090079/Was-passiert-wenn-das-Erdmagnetfeld-kollabiert.html

Durch den Sonnenwind selber entstehen auch in der oberen Atmosphäre Magnetfelder, die dann die Belastung weiter reduzieren.
Also, noch nicht alle Rentenversicherungen auflösen!

Gruß Armin



JA, bei einem "Kurzzeitig" umschwenkendes Magnetfeld ist das sicher kein Problem, aber bei einem Dauerhaft fehlendem Magnetfeld ist das Problem der Krebsgefahr schon höher. damit habe ja schon unsere Astronauten/innen während dem Flug zu kämpfen.

Ein planet ohne Magnetfeld wäre sicherlich nicht das optimalste für unsere Gesundheit.

Gruß Jogi

www.modellbau-kessler.de
Meine Ausstattung:
Celestron 150/750 Auf EQ6, und 200/1200 Einarmeigenbaudobson
Russentonne ( the one and only Weitwurftonne) 10/1000
Canon EOS 400D
12" F5 Dobson.

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite
Seite: von 2 Vorheriges Thema Thema Nächstes Thema  
Vorherige Seite
 Neues Thema  Zum Thema antworten
 Druckversion
Springe nach:
Astrotreff - Astronomie Treffpunkt © Astrotreff 2001 - 2020 Zum Anfang der Seite
Diese Seite wurde in 0.47 sec erzeugt. Snitz Forums 2000

Der Astrotreff bedankt sich für die Unterstützung von:



?