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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2020 :  10:18:20 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo René, bei meinem 600ter habe ich auch einen doppelten Muschelbruch. Der macht sich jetzt beim Messen mit Interferometer sehr gut, denn beim zurückdrehen des Spiegels im Computer hat man so einen guten Referenzpunkt.

Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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renerabl
Mitglied im Astrotreff


61 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2020 :  18:20:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche renerabl's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Henri,

wir können uns ja zusammen tun - dann wird´s ein rießiges Kleeblatt. Wenn ich noch einen draufsetze - bringt das vierblättrige Kleeblatt uns am Ende noch Glück. Ich lese bei Dir ja immer parallel mit und hoffe Du kommst gut voran.

Heute habe ich die Fase an den Kanälen nachgezogen. War eigentlich eher dumm. Obwohl ich es ordentlich gereinigt hatte, war das Anfangsknirschen ein absoluter Horror. Aber es musste sein, die Kanten am Kanal waren mittlerweile richtig scharf.

Aber es ist alles gut gegangen - scheinbar keine Kratzer - Granit ist halt doch weicher.





Heute bin ich mit Microgrit 9mü durch. Bei diesem Korn ist ein Ufo im Spiegel aufgetaucht.

Eine winzige Luftblase knapp unterhalb der Glasschicht. Ich hoffe, es liegt soweit genügend Glas über dem Loch, so dass ich nicht "einbreche".



Morgen werde ich vermutlich den Feinschliff mit Microgrit 5mü und 3mü beenden. Das Tool wird dann mit Pech verschönert. Statt Blei- Pechgießen - nur so kann ich das Jahr 2020 ausklingen lassen!

Ich bin am überlegen, ob ich das Poliertool dieses Mal in zwei Schichten anfertige:
1. einen Rand aus Kreppband erzeugen, so dass eine Schicht Pech auf einer Alufolie auf dem Spiegel liegt.
2. einen Rand aus Kreppband direkt am Tool machen und eine weitere Schicht Pech herstellen.

Danach verbinde ich beide Pechteile mit weiterem, heißem flüssigen Pech.

Der Grund ist, dass ich fürchte in dem kleinen Topf kann ich nicht hinreichend viel Pech verflüssigen. Außerdem kann ich so verhindern, dass ich das Granittool direkt auf dem Spiegel und heißen Pech hantieren muss.

Mal schau´n - ich werde berichten.

viele Grüße

René

http://www.murnau-sterne.de

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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 09.01.2021 :  17:51:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo René, bei mir sind auch viele Luftblasen und noch schimmeres im Glas, aber so einen Zeppelin habe ich noch nicht gesehen... :)
Wegen der Pechhaut: ich hatte mich auch nicht getraut das heiße Pech auf den Spiegel zu kippen. Deshelb habe ich erst einen Gipsabdruck vom Granittool gemacht(gleicher Krümmungsradius) und darauf dann die Pechhaut gegossen. Dazu hatte ich mir irgendwann mal eine Gießmatte aus Temperatursicherem Silikon gemacht.

Beste Grüße und gutes Gelingen, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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renerabl
Mitglied im Astrotreff


61 Beiträge

Erstellt  am: 10.01.2021 :  10:53:37 Uhr  Profil anzeigen  Besuche renerabl's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

(==>)Henri - ja, das mit dem heißem Pech (und davon reichlich!) direkt auf den kalten Spiegel... dabei habe ich mir echt Gedanken gemacht. Die Sorge vor Glasbruch war einfach zu groß. Somit habe ich meine Alubastelei nicht eingesetzt.



Das Pech habe ich ganz langsam erhitzt, das Tool mit Krepppapier vorbereitet und dann ganz langsam eingegossen.





Das Anpressen und das Nachziehen der Kanäle an einem 450er Tool hat letztlich gut drei Tage gebraucht. Dann war´s gut. (Ich habe die Befürchtung, ich brauche für alles extrem lang!)




Man sieht, dass das Tool gut gegriffen hat. Interessant war immer das Anfahren und Bremsen des Drehtellers. Bei zu wenig Wasser hat alles so richtig gerumpelt. Ansonsten lief´s super. Ich habe ca. alle 10 Minuten den Spiegel auf dem Drehteller gedreht. Das bedeutete: Tool runter nehmen, Spiegel drehen und Tool wieder aufsetzen.



Nach sieben Stunden Politur auf dem Schleiftisch war dies eine der letzten Runden.



Der Test mit dem Laser ergab, dass bis zum Rand hin keine Reflektionen zu sehen waren. Ausnahmsweise ging das Auspolieren nun mal schneller als erwartet.

Zuvor musste der alte Messstand noch etwas vergrößert werden, damit die Riesensalatschüssel auch sicher steht.







Nun stehen die Daten des Spiegels fest:

  • ROC=3687mm
  • f=1843mm
  • F=3.07


Das erste Foucault-Bild:





Von nun an ging es mit einem 133er Subtool an das Ausbaggern der Mitte. Die Ausgangslage war ernüchternd!





Das bedeutet fast 10 000 Nanometer unterschied! Oh weh, oh weh!

Im Moment bin ich nach ca. vier Stunden hier angelangt:





Das Interferogramm sieht so aus:



viele Grüße

René

http://www.murnau-sterne.de

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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt  am: 10.01.2021 :  19:53:48 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo René, bekommt man Alufolie eigentlich unproblematisch wieder vom Pech ab?

Also das parabolisieren geht doch recht schnell finde ich.
Was mich ein wenig nervös machen würde sind die Randdifferenzen von 2µm.
Ich hatte bei meinem 600ter von Anfang an auf genaues Messen gesetzt. So konnte ich sich abzeichnende Unregelmäßigkeiten immer gleich erkennen. Je stärker die Parabel wird um so schwieriger wird es Asti oder sonstige Beulen rauszubekommen. Am Ende muß man die Messerei ja sowiso optimieren(dache ich so bei mir), also hatte ich das gleich bei der Sphäre gemacht - da geht das am einfachsten.

Das Interferogram sieht gut aufgelöst aus. Guck mal nach dem Rand, bei mir sind da nicht solche "Haken"(oben Links).
Mit so einer Maschine kann man den Rand ja ganz gut steuern.
F3 ist sportlich, bin ja mal gespannt wie die Interferogramme bei CC-1 aussehen.

Da fällt mir gerade noch ein: die Reflexe in der Mitte des Interferogramm habe ich mit einer Lochblende direkt am Ausgang des Lasers wegbekommen. Früher hatte ich eine senkrechte Abblendung von einer Seite in den Laserstrahl geschoben, bei mir war das einfach ein Stück Plastik. Soll ich mal ein Foto von der Blende machen?

Weiter gutes Gelingen, Gruß Henri



www.sternwarte-kletzen.de

Bearbeitet von: Henri am: 11.01.2021 06:02:38 Uhr
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