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Seite: von 3

astrohans
Meister im Astrotreff

Deutschland
266 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2020 :  12:26:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Guntram,
Ich sehe da keinen bemerkenswerten Unterschied (25mm FS zu 50mm FS) Der grössere FS dient nur
zur besseren Ausleuchtung des Chips bei der DS-Fotografie mit einer ST7. Das gezeigte Teleskop
ist ein 130/590 (Selbstschliff) speziell auf STV und ST7 abgestimmt - also für heutige Ansprüche
verhälnismässig kleine Chips. In den 15mm über Tubus ist eine Filterschublade integriert.
Was allerdings grundsätzlich auffällt ist das Fehlen der newtontypischen Spikes - da ist nur einer.
Das Einarm-Design muss allerdings sehr solide ausgeführt sein wenn man DS-Fotografie damit machen will.
Die Grenze für Okularschlitten visuell dürften bei 10", fotografisch bei 6" liegen.
Beste Grüße, Joachim





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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5461 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2020 :  13:44:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Joachim,
danke für's zeigen. Dein Newton schaut schon sehr professionell aus, wirkt aber von der Herstellung auch "etwas" komplizierter wie die üblichen Newtons. Ich denke, dass man da sehr sorgsam arbeiten und konstruieren muss, damit alles passt. Der Fangpsiegel wird mit einem Arm gehalten, gell? Dann hat man 2 Spikes, oder?
Die lange Taukappe auch gegen das "lokale" Seeing gefällt mir auch gut. Ist die aufsteckbar?
Die Revisionsklappe hat auch etwas. Dadurch kann man den Fangspiegel leichter tauschen, oder?
Ich für meinen Teil tausche den Fangspiegel klassisch von vorne.
Persönlich wäre mir Dein Design für mich persönlich zu aufwendig. Es freut mich, dass Du es so gut hinbekommen hast und es so gut funktioniert.

Wegen der Fanspiegelgröße. Ich vermute, dass der Unterschied in der Kontrastübertragung hauptsächlich bei hoher Vergrößerung auffällt. Das wäre z.B. beim Beobachten von Planeten, Mondkratern und bei der Trennung von engen Doppelsternen bzw. beim Sterntest.
Da hab ich persönlich Unterschiede gesehen.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

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wynnie
Meister im Astrotreff

Deutschland
320 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2020 :  14:36:26 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Ich glaube der Threadstarter ist schon raus. Von ihm hört man gar nichts mehr.

Viele Grüße
Michael

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MaettesC
Meister im Astrotreff

Deutschland
729 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2020 :  18:18:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

nein nein ich bin nicht raus. Ich lese fleißig mit

Die Fangspiegel von Antares waren auch die, die der Carl Zambuto empfohlen hat. Da es ja mehrere gute Alternativen gibt, muss ich mir hier aber nochmal Gedanken machen. Würde wohl einen eher zu kleinen als zu großen wählen.

Als Okularauszug kommt eigentlich nur ein 2“ für mich in Frage, da ich damit natürlich auch Deep Sky Beobachtung machen möchte, wenn auch nicht hauptsächlich.

Darüber hinaus ist die Verwendung eines Binos geplant, weshalb ich ebenfalls einen soliden OAZ benötige. Habe mir den Moonlight genauer angeguckt. Der ist im Moment Favorit.

Bei Herrn Neumann werde ich mal anfragen bzgl. der Wandstärke. Der wird es am besten wissen. Aber 8mm könnten schon echt zu viel sein, wenn ich drüber nachdenke...

Vielen Dank für eure Hilfe und wie gesagt, ich lese fleißig mit!

Lieben Gruß
Matthias

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AQR66
Senior im Astrotreff

Deutschland
130 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2020 :  20:00:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

wenn 2" und Bino gesetzt sind, würde ich beim Fangspiegel nicht die letzten % herausquetschen.

Der Unterschied zwischen 20% und 23% entspricht nach ...

https://www.telescope-optics.net/telescope_central_obstruction.htm

... etwa 2,5 Strehl-Punkten. Das ist imo nicht dramatisch.

Der Nutzen des größeren Fangspiegels liegt dann darin, dass reichlich Reserve vorhanden ist und der Fokus so weit herausgelegt werden kann, dass auch die gering verlängernden ca. 100mm langen OCSe Platz haben. Der Okularauszug bzw. dessen Höhe ist dann auch vollkommen unproblematisch.

Ein langer OCS am flachen OAZ (oben) würde ganz schön weit in den Tubus ragen.




Auch mit 1,5" muss der OAZ nicht ultraflach sein. Die Ausleuchtung wird halt schlechter.

hier ein paar Bsp.-Konfigurationen ...



Wie Stathis geschrieben hat, können 50% Randabfall durchaus akzeptiert werden. Bei der Beobachtung ist das nach meiner Erfahrung (TAL1) nicht auffällig. Der Darstellungversuch im Excel über die Hintergrundfarben (jeweils untere Reihe), gibt das eigentlich ganz gut wieder.
Bei einem hochwertigen FSp. hätte ich auch keine größeren Bedenken, dass ein schlechter Spielrand das Bild auf der Achse verdirbt.

Beim OAZ würde ich bei Bino-Einsatz wegen des hohen Gewichtes UND langem Hebel darauf achten wollen, dass die Kugellager nicht direkt auf einem Alu-Auszugrohr liegen. Graben sich die Lager ein (schon live gesehen), ist es mit dem feinfühligen fokussieren vorbei.

CS
Harold

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wynnie
Meister im Astrotreff

Deutschland
320 Beiträge

Erstellt  am: 10.02.2020 :  09:20:12 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

nichts für ungut, wäre ja nicht der erste Thread wo der Threadstarter irgendwann abhanden gekommen ist

Zu einer Auslegung fürs Bino kann ich nicht viel beitragen. Harold hat ja auch schon sehr gut gerechnet. Das einzige was ich anregen möchte ist evtl. eine zweite Position für die Hauptspiegelhalterung vorzusehen, damit man ggf. auf Monokular zurückbauen kann. Sonst könnte der Tubus später dann zu kurz sein.

Viele Grüße
Michael

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MaettesC
Meister im Astrotreff

Deutschland
729 Beiträge

Erstellt  am: 10.02.2020 :  23:23:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen!

Vielen Dank für die Grafik und die Excel-Tabelle Harold. Da muss ich mich mal richtig einfuchsen. Ganz schön detailliert. Vielen Dank für deine Mühe!

Ich weiß nicht, ob ich das Teleskop gleich von vorne herein auf Bino auslegen will... Das Bino und entsprechende Okulare müssen eh noch angeschafft werden. Aber wenn der Planeten-Newton fertiggestellt ist und dann auch noch die Ayo II samt Encoder und Nexus DSC gefolgt ist, ist das Astrobudget erstmal erschöpft. Heißt, dass ich in der Anfangszeit eh nur monokular beobachten kann, obwohl ich mich auf das Bino schon sehr freue, wenn's dann soweit ist.

Ich möchte daher versuchen, den Tubus möglich variabel bauen. Sprich, 2 - 3 unterschiedliche Hauptspiegelpositionen, falls später auch mal Astrofotografie folgen soll und dann unterschiedliche Fangspiegel passend dazu. Macht das Vorhaben in euren Augen Sinn oder sollte ich das besser wieder verwerfen?

Ich habe eben bei Antares einen 1,52" Fangspiegel mit 1/30 Wave P/V bestellt. Die Größe scheint für mich der richtige Kompromiss zwischen Ausleuchtung und Obstruktion zu sein.

Bei TS hatte ich noch eine Anfrage bzgl. eines Planeten-Newton laufen. Ich habe nun gefragt, ob TS auch das Teleskop (ONTC Carbontubus nach Maß, Spiegelzelle und Moonlite-OAZ) zusammenbauen würde, wenn ich ihnen die optischen Komponenten zusende. Falls nicht, baue ich es wie gesagt selbst. Aber wenn sie ein gutes Angebot machen, wäre das für mich definitiv eine Überlegung wert. Mal sehen, was sie sagen...

Lieben Gruß!
Matthias

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wynnie
Meister im Astrotreff

Deutschland
320 Beiträge

Erstellt  am: 11.02.2020 :  11:33:33 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

die unterschiedlichen Positionen für den Hauptspiegel machen, meiner Meinung nach, schon Sinn. TS bietet das ja bei seinen ONTC Newton quasi ab Werk an. Was man ggf. ändern müsste ist der Fangspiegel, je nach dem ob man minimale Obstruktion am Planeten oder maximale Ausleuchtung an der Kamera haben möchte. Auch was den möglichen Backfocus für ein Bino angeht kann man das direkt mit einbauen. Sicherlich ist der Tubus dann länger als er sein müsste, aber ich finde das nicht schlimm, zumal ein paar Zentimeter Tubus auch nicht so viel wiegen. Blöd ist nur wenn man hinterher feststellt, ach hätte ich doch mal ...

Was aber grundsätzlich zu bedenken wäre ist, dass ein f7 Newton fotografisch nicht so viel Spaß macht, da schon ziemlich Langsam. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es auch hier leider nicht.

Konzentriere Dich auf das was Du in naher Zukunft realisieren möchtest und wozu sich der Newton am ende wirklich gut eignet. Ein auf Planeten ausgelegter Newton mit Bino-Option scheint mir da am Sinnvollsten.

Der eigentliche Zusammenbau des Teleskops ist, meiner Meinung und Erfahrung nach, eigentlich der einfachste Teil der Arbeit. Carbon macht die Sache natürlich wieder etwas komplizierter, da Du Diamantwerkzeug und guten Mundschutz brauchst. Aber ansonsten ist das wirklich kein Hexenwerk, wenn nur erstmal die Maße feststehen.

Viele Grüße
Michael

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MaettesC
Meister im Astrotreff

Deutschland
729 Beiträge

Erstellt  am: 11.02.2020 :  18:38:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

ich denke, so werde ich es auch machen. Wenn ich wirklich mal wieder Lust auf Fotografie bekäme, würde ich eher über die Anschaffung eines kleinen Apos nachdenken. Da ist die Montierung auch leichter

Aber eins nach dem anderen, erstmal möchte ich den Planeten-Newton. Mal sehen, was TS so schreiben wird. Extra Diamantwerkzeug anschaffen möchte ich nicht. Entweder, TS baut mir das Teil zusammen, oder es bleibt beim Neumann-Tubus und Eigenbau.

Lieben Gruß!
Matthias

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BeatK
Senior im Astrotreff

Schweiz
117 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  17:50:25 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas und alle die es interessiert

Ich Zitiere Dich: "...ein Punkt, den ich persönlich für noch viel wichtiger als z.B. optimierte Obstruktion halte, ist die Verwendung von beiden Augen beim Beobachten..."

Ein Bino bringt bei der Planetenbeobachtung einen großen Gewinn. Diesen kann man nur ausschöpfen, wenn es eine optimale Wellenfront erhält, d.h. Strehl wenn möglich nicht unter 0.94. Wenn man damit beobachten will lohnt es sich daher erst recht, eine möglichst geringe (oder gar keine) Obstruktion im Strahlengang zu haben. Zu bedenken ist, dass bereits eine Obstruktion von 15% zu einem Verlust von 0.05 führt (Definitionsgemäss EER und nicht Strehl, was aber praktisch keinen Unterschied macht, vgl. Suiter S.198).

Mit Gruss
Beat

BeatK: The Perfect Telescope is the Yolo Reflector

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MaettesC
Meister im Astrotreff

Deutschland
729 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  22:06:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Abend Beat,

wenn es dann soweit ist und ich mir das Bino zulegen werde, wird es wahrscheinlich auf das Televue heraus laufen. Dazu einen Siebert Multimag GWK und entweder Explore Scientific oder Panoptic in 24mm und ES 82 Grad in 11mm.

Diesbezüglich habe ich angefragt, den Tubus mit einer entsprechenden Vorbohrung für Binoansatz auszustatten. Ggf. mit anderem Fangspiegel und OAZ-Basis. Verwendung einen Binos, wovon ich mir viel verspreche, ist also definitiv geplant.

Können Sie etwas zu dem Bino sagen wo wir schon dabei sind?

Liebe Grüße,

Matthias Caspari

Bearbeitet von: am:
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rainer-l
Meister im Astrotreff


533 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  22:17:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias , hallo Beat

Beim EER ist zu berücksichtigen das auch der Lichtverlust durch die Obstruktrion mit eingeht .
Siehe hierzu die ersten beiden Beiträge von Cleo .
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=200996&whichpage=1
Für eine rein qualitative Beurteilung kann man den EER durch die Energie der obstruierten Öffnung teilen oder wie Cleo schreibt einfach ( 1- obstruierte Fläche ) rechnen .
Bei 15% OB landet man dann bei 0,9775 , bei 20% OB bei 0,96 .
Nur sind 15% OB für ein Bino unrealistisch .

Viele Grüße Rainer


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AQR66
Senior im Astrotreff

Deutschland
130 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  22:31:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Beat,

die Nennung konkreter Werte finde ich spannend und hilfreich für die Einschätzung einer Konfiguration und deren Optimierung, zumal ich immer mal wieder über einen neuen Selbstbau nachdenke.

Es ist sicher wünschenswert, eine möglichst fehlerfreie Optik einzusetzen. Ich empfinde den Wert S >= 0,94 aber insofern als extrem hoch angesetzt, als er mir mit Spiegelsystemen kaum erreichbar scheint.

Nach meinem Kenntnisstand (ich bin kein Optik-Spezialist) sollten sich die Strehlwerte der Spiegel multiplizieren. Dann käme noch der Abzug für die Obstruktion.

Bei dem genannten Antares-Fangspiegel der höchsten Qualitätsstufe sollte S ca. 0,99 sein. Top-Hauptspiegel, wie sie hier von den ganz akribischen Selbstbauern gezeigt werden, kommen auf ca. S=0,97. Diese schon eher unwahrscheinlich gute Kombination ließe noch Luft für ca 11% Obstruktion, mit der imo kein Newton sinnvoll zu bauen ist.

Bei realistischeren Top-Werten S-Hsp 0,95, S-Fsp 0,98 und 19% linarer Obstruktion käme noch ein Gesamt S von ca. 0,88 heraus.

Mich würde sehr interessieren, wie der Wert von einem System-Strehl von 0,94 begründet wird und wie sich schlechtere Werte in der Praxis zeigen. Idealerweise mit Bezugnahme auf die Größe der Optik.
(Wenn ich versuche, mit Aberrator verschiedene Strehl-Werte über die Turbulenz darzustellen, ist für mich der Unterschied zwischen S=1 und 0,9 (falls meine Interpreation stimmt, dass 0,05 bei Turbulenz etwa mit S 0,9 korelliert) noch nicht sehr auffällig)

Gibt es hierzu eine Quelle zum nachlesen?

CS
Harold

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5461 Beiträge

Erstellt  am: 15.02.2020 :  08:10:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Harold,
ein interessantes Thema. Das jede optische Oberfläche einen Einfluss hat, ist schon klar. Ob man sie aber gleichwertig miteinander multiplizieren darf, weiß ich nicht. Es gibt ja im Binoansatz, Glaswegkorrektor, Okular jede Menge optische Oberflächen ...
Ich bin mir nicht sicher, ob man so rechnen darf und alle optische Oberflächen im Binoansatz, Glaswegkorrektor, Okular usw so einrechnen darf/muss.
Zum Gesamtstrehlwert eines Newtons: Da gehe ich mal davon aus, dass die Obstruktionseffekte da nicht mit eingerechnet werden und der Fangspiegel vielleicht auch nicht ohne Faktor multipliziert werden darf. Dann kommt man leichter auf Strehlwerte von 0,94 ;)
Zum Bino: Das ist auf jeden Fall eine feine Sache. Man muss sich aber im Klaren sein, dass jedes Trumm, dass man mitnimmt, die Vorbereitung etwas aufwendiger macht. Ich schaue daher oft ganz einfach mit einem Auge. ;)
Von der Detailerkennung und Beobachtungsspaß ist es aber mit zwei Augen schöner/besser.
Ich würde mir nicht so viel Sorgen machen, ob die Optik gut genug für ein Bino ist. Es ist auf jeden Fall ein Vorteil, wobei es auch abhängig von den eigenen Augen ist. Wenn ein Auge deutlich schlechter ist, ist der Gewinn entsprechend geringer oder nicht vorhanden. Wichtig ist, dass das Bino gut ist, die Okulare gut sind und man sich überwindet, alles für die Astrobeobachtung vorzubereiten und mitzunehmen.

Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 15.02.2020 08:18:07 Uhr
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Christian_P
Altmeister im Astrotreff


1389 Beiträge

Erstellt  am: 15.02.2020 :  16:10:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

solch ein Projekt macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Du kaufst dir einen Newton-Spiegel von Zambuto, in dem Glauben, dass es ein perfekter Spiegel sein möge. Dazu baust du dir mit den erdenklich besten Bauteilen dein Traumteleskop zusammen, was zu einer Kostenexplosion führt. Geschweige denn von dem nicht vorhandenen Wissen, solche hochwertigen Teile verbauen zu können. Da muss dann auch der Fangspiegel von hochwertiger Qualität gekauft werden, der OAZ muss natürlich auch von Baader sein und bzgl. der Montierung, wie schaut es da aus? Alles nicht so recht durchdacht, viel Geld rausgeworfen mit der Aussicht, eben doch nur 8 Zoll Öffnung mehr oder weniger perfekt unter den Himmel zu bringen.

Ich geben zu, solch ein Selbstbauprojekt ist verlockend, aber es lohnt sich heute einfach nicht mehr. Ich könnte es noch verstehen, wenn du dir den Spiegel selbst gefertigt hättest, aber so? Was habe ich selbst schon Nächte verbracht, über solche vermeintlich optimierten Newton-Teleskope nachzudenken. Aber immer wieder habe ich diese Projekte verworfen, weil sie sich einfach nicht rechtfertigen lassen. Man muss schon ein Idealist sein und viel Geld über haben, um solch ein Projekt dann doch umzusetzen.

Kaufe dir lieber ein 10 Zoll Dobson von GSO für aktuell ca. 480 Euro (ungefährer Preis des Baader OAZ beim Selbstbau). Da hast du wirklich mehr davon, als einem super optimalen Traumteleskop hinterher zu laufen. Ich gehe jede Wette ein, dass das günstige Dobson mit 10 Zoll, wenn es noch kostengünstig optimiert wurde, dein Zambuto-Newton nicht mehr so gut aussehen lässt, wie es in der Traumvorstellung war. Über den Preis sprechen wir dabei lieber nicht. Selbst ein 8 Zoll f/6 Dobson von der Stange wird dem Zambuto ordentlich Paroli bieten und dabei liegt es meilenweit unterhalb des Preises. Ich sehe einfach keine Rechtfertigung, da heute noch so viel Geld in Selbstbauteile zu stecken. Es lohnt sich einfach nicht, so traurig das klingt. Die 8 Zoll bleiben 8 Zoll, dann doch obstruiert, Leistungsverslust und und und. Die Experten dazu haben sich ja auch schon gemeldet. Dann lieber günstig kaufen, selbst leicht optimieren und sich über die beachtliche Leistung dieser Optiken erfreuen.

Stelle doch mal spaßeshalber eine Kostenliste auf. Dann schauen wir mal, wie viel Geld das optimale 8 Zoll f/7 Newton kosten.



Schöne Grüße und klaren Himmel,
Christian

überzeugter Newton-Fan

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