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Seite: von 3

Ullrich
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
5005 Beiträge

Erstellt  am: 05.01.2018 :  11:24:10 Uhr  Profil anzeigen  Sende Ullrich eine ICQ Message  Sende Ullrich eine Yahoo! Message  Antwort mit Zitat
Hochspannung mit entsprechender Leistung ist zwar nicht trivial, aber machbar. Und auch für relativ wenig Geld kaufbar.

Allerdings: Ich sehe auch das Problem der Röntgenstrahlung. Da sollte man nicht so dicht heran gehen und wenn möglich für Abschirmung sorgen.

Bearbeitet von: am:
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optikus64
Meister im Astrotreff

Deutschland
494 Beiträge

Erstellt  am: 05.01.2018 :  13:16:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Svend,

an HQI-Zündtrafos hatte ich auch schon gedacht, ich gebe zu als Starkströmer immer fein unter 1kV geblieben zu sein, vor Hochspannung hab ich nach dem einem oder anderen kleinen Bereitschafts-Zwischenfall in meinem Berufsleben einen höllischen Respekt entwickelt. Bei uns gab es den Spruch "Hochspannung macht klein, schwarz und hässlich!".

Ich bin auch gespannt, Kurt ist was das angeht ja eine Art Büchse der Pandora, wie gesagt, wenn er seinen ersten Warpfeldgenerator gebaut hat sind wir in Canossa angekommen ;). Ist und bleibt im Sinne des Wortes spannend.

CS
Jörg

... to boldly go where no man has gone before ...

Bearbeitet von: optikus64 am: 05.01.2018 13:16:48 Uhr
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Svend
Senior im Astrotreff

Deutschland
216 Beiträge

Erstellt  am: 05.01.2018 :  13:33:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Ullrich

Allerdings: Ich sehe auch das Problem der Röntgenstrahlung. Da sollte man nicht so dicht heran gehen und wenn möglich für Abschirmung sorgen.


Moin Ulrich,

naja, er wird ja wohl nicht gerade einen Steinzeit-Zeilentrafo mit Balasttriode auftreiben und den dann auch noch dümmlich ohne Zeilenkäfig betreiben und direct davor sitzen
However....
also büsch´n moderner (so aus den Neunzigern) sollte der schon sein.
Eben so ein kompakter, in Kunstharz vergossener, DST´ler (Dioden splitt Transformator) aus einem > 1990 Farbfernseher z.B.

Ja Jörg, HQL Zünd-Trafo kann aber (glaube ich!) nicht dauerhaft so belastet werden. Da sterbe die den Hitzetod.
Müsste ich mich aber auch erst mal genauer reinlesen.

Und ja, > 1KV hab ich auch (trotz Ausbildung) gesunden respect.
Verkohlte Katze in der Mittelspannungsanlage (20kV) etz. kenne ich auch.
Und da braucht es zum Überschlag nicht mal direkten Kontakt.

MfG
Svend

Bearbeitet von: Svend am: 05.01.2018 13:39:55 Uhr
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2597 Beiträge

Erstellt  am: 05.01.2018 :  14:05:23 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage  Antwort mit Zitat
Sowas geht schon eher in die hier benötigte Leistungsklasse:
https://www.ebay.de/itm/Hochspannungsprufer-UH28M/282792639089

Gruß
Michael

Bearbeitet von: am:
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Svend
Senior im Astrotreff

Deutschland
216 Beiträge

Erstellt  am: 05.01.2018 :  21:42:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

jein; wenn auch durchaus die entsprechende Stromstärke locker damit machbar wäre; der Korntal Hochspannungsprüfer UH28M hat leider (wie schon das UH25) nur max. 5kV.
Ich befürchte die Spannung ist dann doch wieder ein bischen zú wenig für Kurt´s "Vorrichtung".
(Obwohl ich zugeben muss, dass ich das ganze noch nicht zu 100% durchschaue!....ich hoffe er tuts )

Aber was die komfortable U u. I Regelbarkeit etz. angeht, prinzipiell schon die richtige Richtung.
Sprich das was ich meinte, als ich einige Posts zuvor "z.B. Prüftransformator" schrieb.
Der Vorteil zu einer Zeilentrafo-Vergewaltigung ist natürlich:
Damit bringt man sich zumindest nicht indirekt schon durch Eigenbastellei (ohne nötige Fachkenntnisse!) aus versehen vorab um.

Aber wenn ich mir das Vorhaben als ganzes anschaue, gebe ich Jörg schon recht,
das ist so´n büschen die Büchse der Pandora. Die Spannungshöhe ist da eine der geringeren Sorgen befürchte ich.

Und wo wir gerade dabei sind:

HARTWIG!
Wer zum Henker hat Deuteriumoxid im Gewürzregal?!
Oder besser gesagt: WER HAT SOWAS ÜBERHAUPT STEHEN UND WOZU ?
DU machst mir hier eigentlich noch am meisten Angst

Gruß
Svend

Edit: Rechtschreibung

Bearbeitet von: Svend am: 05.01.2018 21:47:03 Uhr
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optikus64
Meister im Astrotreff

Deutschland
494 Beiträge

Erstellt  am: 05.01.2018 :  22:14:32 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moin,

es sind zwei Sachen die mir da durch den Kopf ziehen:

Im Bundesbahnzentralamt (Versuchsanstalt Mü.-Freimann) haben wir für Messungen im 15kV-Bereich eine Art Harzwerkstoff gehabt, den man gut bearbeiten kann und der sehr spannungsfest war, damit konnte man Durchführungen, Sensorgehäuse, Elektronikgehäuse usw. machen, die man auf dem Fahrzeugdach oder in den Hochspannungskammern unterbringen konnte. Damit oder was ähnlichem könnte man die Elektronik gut einhausen, die Anschlüsse durchführen usw., also kann man die Spannung schon einhausen und beherrschen, ich denke Kurt hat da schon eine Idee wie er das angehen kann. Ohne Isolierwerkstoffe braucht es mehr als einen halben Meter Abstand um die 50kV am Überschlagen zu hindern, man müßte also alle Anschlüsse über sogenannte Kerzen führen, um die Luftstrecken zu bekommen, das könnte man mit Isomaterial vermeiden und es wäre alles eingehaust.

Was schwerer zu beurteilen ist ist die Strahlung. Das System wird auf jeden Fall Röntgenstrahlung aussenden. Und wenn die Sache läuft entsteht ein Neutronenfluß, auch da habe ich keine Idee wie stark der ist. Also muss man sich damit auf jeden Fall befassen.

Hartwig wird wohl an einer Spezialsalsa mit besonders viel Bums arbeiten...

CS
Jörg

... to boldly go where no man has gone before ...

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2597 Beiträge

Erstellt  am: 05.01.2018 :  22:40:48 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: optikus64
... braucht es mehr als einen halben Meter Abstand um die 50kV am Überschlagen zu hindern



Jetzt überteibst du aber. Als ganz grobe Faustformel genügt 1 Millimeter Luftstrecke pro kV.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: am:
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Svend
Senior im Astrotreff

Deutschland
216 Beiträge

Erstellt  am: 06.01.2018 :  00:22:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
1mm/kV AC Kriechstrecke Luft (also bei Wechselspannung, Luft 20°C, <2000m Höhe.
3mm/kV DC Kriechstrecke Luft (also bei Gleichspannung), Luft 20°C, <2000m Höhe.

Bei festen Stoffen wie Isolatoren sieht das dann aber wieder ganz anders aus.
Viel größere Abstände aufgrund von zusätzlichen Variablen wie Oberflächenmaterial, Verschmutzungsgrad, etz.
(Übrigens sind die Werte mm/kV da auch nicht mehr linear verteilt)
Dazu gibt es aber genaue Normen wie z.B. im Freileitungsbau.

MfG
Svend

Bearbeitet von: Svend am: 06.01.2018 00:23:00 Uhr
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6926 Beiträge

Erstellt  am: 06.01.2018 :  21:25:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
(==>)Jörg,
Zitat:
wenn Du dann in dem Bereich bist, dass Energie anfällt lass es uns wissen, dass wir nen Nobelpreisträger in unserer Runde haben

Danke für die Wertschätzung. Aber echten Energiegewinn aus Fusor wird es erst dann geben wenn sich die die physikalischen Gesetze geändert haben sollten. Genau das werde ich aber nicht schaffen.

Immerhin hat die Fusortechnik eine praktische Nutzanwendung als Ein- Aus- knipsbare Neutronenquelle für div. Untersuchungen.
Zitat:
was mir noch durch den Kopf ging, die Fahrleitung der Eisenbahn hat 15kV - und die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen sind heftig.

Zum Glück liegt ist die nächstgelegene Bahnlinie meilenweit weg von meinem Hobbytraum.
Ich werde mir also mit der geboten Vorsicht andere und vor allen handlichere Hochspannungsquellen zähmen müssen.

(==>) As-Fan,
Zitat:
Ich hab noch ne alte Zahnbrücke aus einer Silberpalladiumlegierung, mit dem Palladium kannst du die Kernfusion im kalten Zustand realisieren..

Silber und Palladium kaufen und weiter behaupten damit ginge Kernfusion!

(==>) Kai
Zitat:
so ein eigener "künstlicher Stern" gehört in jede Astro-Sammlung - meinen Glückwunsch

Danke, finde ich ebenfalls zwingend erforderlich. So ein Kunststern muss ja nicht unbedingt fusionieren. Dann braucht man nämlich weder Hochvakuum noch viele gleichgerichtete kV. Wie mein Bild 1 zeigt könnte man so etwas auch als „Cometcatcher“ verkaufen.

Zur Demo hab ich mal BAVARIA+ mit derselben Fusor- Kathode bestückt wie in obigem Bild 1 gezeigt. Die Spannungsversorgung ist hier identisch wie für den Verdampferbetrieb erprobt.

Bild 6


Kleine Abschweifung:
Warum BAVARIA+?

Bild 7


Das ist ein neuer AL- Kessel mit größerer Wandstärke, besserer Abdichtung und vor allem hat er eine Fangvorrichtung für das Schauglas!

Jetzt kommt noch ein kleiner Nachtrag mit der Original-Glimmelektrode. Zur besseren Sichtbarkeit hab ich sie in den Kessel mit dem großen Schauglas eingesetzt:

Bild 8


Das wäre Glimmen wie vor der Vakuumbedampfung in BAVARIA. Wie das Oszillogramm zeigt ist die Betriebsspannung hier gar nicht soo viel anders als sinusförmig. Ich vermute dass bei 40kHz das Plasma während der Nulldurchgänge nicht vollständig erlischt und deshalb nicht bei jeder neuen Spannungswelle neu gezündet werden muss. Jedenfalls produziert dieser Generator im Leerlauf eine schön sinusförmige Wechselspannung.

Bild 9


Zum Vergleich werde ich diesen Versuch demnächst auch mit einem Neontrafo machen.

Zitat:
Die Kondensatoren kannst Du Dir mM schenken, 50Hz sind im Vergleich zu den ablaufenden Prozessen (nahe Lichtegschwindigkeit) quasi statisch.

Ist mir schon klar. Für diesen Spannungsbereich gibt es leider keine bezahlbaren und groß genuche Kondensatoren um bei 50 Hz ordentlich glätten zu können.
Zitat:
Oder hast Du eine höher getaktete Hochspannungsquelle im Sinn? Dann sind entsprechende Kondensatoren auch leichter beschaffbar,
für 50Hz ist das schwierig.

Von dieser Art ist doch der obige Generator. Gestern hab ich ihm eine einfache Villardstufe drangehängt. Bei max. Betriebsspannung 24V und 5A gab es im Ausgang 11,5 kV=. Unter Last im Fusor kam immerhin 7kV bei 14 mA, also fast 100 W heraus. Heute hat das Teil aber erst mal die Dioden der Villard- Stufe verbraten... Die Hochspannungsstufe hatte wohl beim letzten einen Experiment zu viel Strom gezogen. Die verwendeten Dioden vertragen zwar 20kV , aber nur 30 mA Dauerstrom. Wie auch immer, wenn ich keine bezahlbare, „fertige Maßarbeit“ finden sollte werde wohl einen passenden HV- Generator auf dieser Basis selber stricken. Strickmuster sind natürlich herzlich willkommen.
Zitat:
versuch's mit Silber Aktivierung:

Danke für den Link. Diesen Versuch durfte ich im Rahmen eines kleinen kernphysikalischen Praktikums machen. Aber das war allerdings vor 52 Jahren. Da ist so eine Fundstelle zum Auffrischen der Kenntnisse natürlich sehr nützlich.
Zitat:
Wie funktioert Deine Elektrolyse?
Muss das Wasser dabei mit KOH angelaugt werden?

Bezugsquelle:. conrad.de
Brennstoffzelle....48,99€

Lt. Betriebsableitung soll nur destilliertes Wasser nachgefüllt werden, siehe
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/175000-199999/198061-an-01-ml-Brennstoffzellen_Set_FCJJ_16_de_en_fr_nl.pdf

Mein Modellauto mit dieser Zelle hatte bis jetzt mindestens 2 Jahre lang irgendwo herumgestanden. Die Zelle war dabei völlig ausgetrocknet. Nach dem Bewässern hat sie sofort wieder „gespielt“.

Dummerweise hab ich sie neulich einmal irrtümlich mit 5 V betrieben. Sie produziert zwar immer noch unverändert gut H2 und O2, taugt aber nicht mehr als Brennstoffzelle.

(==>) Ullrich,
Zitat:
Ich kann ab Montag mal nachfragen, ob jemand eine bessere Idee hat. Mit Strahlung kennen sich die Kollegen schon recht gut aus ;)

Danke, nachfragen wäre sehr nett. Derzeit besitze ich ein Gamma- Scout sowie ein SV-500 mit STB- 10 „Pancake“ Detektor. Beide können alpha, beta- und gamma- Strahlung messen. Das SV 500 ist nach Vergleich an einer alten, glasierten Keramikscherbe eindeutig das empfindlichere Gerät. Mich würde interessieren ob die Experten es auch für tauglich zum Nachweis der Silberaktivierung mittels Fusor einschätzen.

Des weiteren bin ich von dem Nachweis der D-D Reaktion über die dabei induzieren Bremsstrahlung gemäß meinem Bild 5 noch nicht völlig weg. Mit Röntgenfolie hat man wohl keine Chance. Aber vielleicht gibt es doch noch einen für Amateure praktikablen Trick den man hier erfolgreich anwenden könnte.
Zitat:
Hochspannung mit entsprechender Leistung ist zwar nicht trivial, aber machbar. Und auch für relativ wenig Geld kaufbar.

Vielleicht finde ich ja doch noch irgendwo fast fertige Arbeit.
Zitat:
...Allerdings: Ich sehe auch das Problem der Röntgenstrahlung. Da sollte man nicht so dicht heran gehen und wenn möglich für Abschirmung sorgen.

Schlimmstenfalls wäre das bei mir relativ „weiche“ Röntgenstahlung mit ca. 30 keV. Ich glaube nicht dass davon etwas merkliches aus dem Vakuumgefäß herauskommen kann. Durch evtl. röntgendurchlässige Sichtfenster kann man hinter einer Abschirmung über Spiegel reinsehen sicherheitshalber werde ich natürlich ab 20 kV Betriebsspannung meinen Geigezähler fragen ob er was bemerkt hat.

(==>) Amateurastronom,
Zitat:
Deren Artikel von dem Experiment in Darmstadt findet man scheinbar noch hier:

Vielen Dank für diesen Link. Das ist wirklich eine sehr ergiebige Fundgrube für mich. Schon bei der ersten Durchsicht hab ich dort einige „gute Teile“ entdeckt. Das soll heißen: man muss es wohl nicht ganz soo wissenschaftlich aufwändig machen wenn man nichts anderes will als zweifelsfrei einige Deuteriumatome zu fusionieren.
Zitat:
Um ein BF3-Zählrohr wirst Du vermutlich kaum zum Nachweis der Neutronen herum kommen.

Wenn das mit der Silberaktivierung nicht funktionieren sollte befürchte ich das ebenfalls. Aber ich hab in Fusor.net etwas vom Bubble Dosimeter gelesen. Dieses soll sehr spezifisch auf schnelle Neutronen ansprechen und es ist wahrscheinlich auch billiger als ein BF3- Zählrohr mit der dafür unverzichtbaren Auswerteelektronik.

(==>) Hartwig,
Zitat:
Jetzt weiß ich endlich, was ich mit diesem Gebinde auf dem Gewürzbord meiner Küche anfangen kann....Danke.

...und wenn du damit nicht klarkommen solltest: Entsorgung bei mir, kostenlos! Aber ich hoffe eher auf zukünftigen Erfahrungsaustausch.

(==>) Svend,
Zitat:
Ich befürchte die Spannung ist dann doch wieder ein bischen zú wenig für Kurt´s "Vorrichtung".

30 kV= bei mind. 500 W sollten schon verfügbar sein bevor ich an meinen D2O- Vorrat herangehen werde. Wenn dann von D-D Fusion nix zu finden sein sollte läge es sehr wahrscheinlich nicht an zu geringer el. Leistung.

Gruß Kurt



Kleiner Nachtrag:
Die Villardstufe am HF- Spannungsgenerator ist wieder repariert. Damit kann man gut 100 W an Glimmentladung freisetzen. Der Anode Kathode wird es dabei schon wie erwartet sichtlich warm.

Bild 10


Deshalb hab ich sie versuchsweise aus Tantal - Folienresten gefrickelt. Bei rund 500 wie für den echten Fusor- Betrieb vorgesehen dürfte die Anode blendend hell wie die Sonne erscheinen. Der schöne Strahlenkranz im Bild sieht in echt noch schöner aus, weil dreidimemsional.

Gruß Kurt

Bearbeitet von: Kurt am: 08.01.2018 10:20:43 Uhr
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2797 Beiträge

Erstellt  am: 08.01.2018 :  10:07:49 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Kurt,

Zitat:
Der schöne Strahlenkranz im Bild sieht in echt noch schöner aus, weil dreidimemsional.


Ja, sehr ansprechend!

Zu den möglichen Hochspannungsquellen werde ich in Kürze etwas beitragen.
Da gibt es fertige Lösungen.

Aber davor noch etwas zur Röntgen-Frage

Selbstverständlich kann man berechnen, welche Dosis bei einer bestimmten Spannung und Konfiguration zu erwarten ist.
Dazu passend kann die Abschirmung designed werden.
Da meine Tochter im Rahmen ihrer Abitur-Hausarbeit ein ähnliches Thema hatte, habe ich einiges zur Kontrolle nachgerechnent.

Mi Details verschone ich Euch, hier nur das Ergebnis:

Bis 30kV und 1mA reichen 3mm Stahl, 0.5mm Blei-Folie oder 73mm Glas (in 25cm Abstand zur Quelle) als Abschirmung.

Bei ineffizenten Anordnungen und Wechselspannung ergeben sich Sicherheitsfalktoren von 10-1000.
Oder eben die Möglichkeit höhere Ströme zu verwenden.

Die einzigen Problemzonen der Abschirmung bleiben die Glasfenster.
Das Frontglas von Bildröhren ist sehr gut geeignet, es wurde genau für diesen Zweck erschmolzen.
Die wirksamen Bestandteile dieses Modells sind Barium (Z=56) und Strontium (Z=38) mit Anteilen von 10% bzw 8.5%.



Die Dicke beträgt 15-17mm.



Die Transparenz ist gut genug, die Innenseite ist leicht matt.
Kurt's Idee mit dem Umlenkspiegel ist sogar noch einfacher zu realisieren.

Warum wähle ich immer 30kV als Beispiel-Spannung?

Das liegt an der Röntgenverordnung (RöV), die sowohl für Bildröhren als auch für andere "Störstrahler" die jeweiligen Grenzwerte definiert. Die 30kV sind dabei die Obergrenze für genehmigungsfreien Betrieb. Bei Bildröhren ist es etwas mehr.
Aber auch nur, wenn die Strahlungsdosis außerhalb des Gerätes unterhalb eines in der RöV definierten Grenzwertes bleibt. Dieser Grenzwert ist der gleiche wie für Bildröhren.
Den genauen Wortlaut bitte selbst nachlesen. Ich bin keine Rechtsgelehrter.

Es geht hier definitiv nicht darum sich Sorgen um den Experimentator zu machen. Das ist jedem seine Sache.
Es geht nur darum, nicht durch Wände, Fester und Türen zu Röntgen. Das wäre verantwortungslos.

Hier ist das Typenschild des TV-Gerätes, welches ich einer sinnvollern Nutzung zugeführt habe.



Wie man sieht, sehr ähnliche Werte. 34kV und 1.6mA

In dem sehr interessanten "Jugend-Forscht" PDF sind die Entladeparameter auch in diesem Bereich:
30,49kV und 2.54mA

Sicher aus dem naheliegenden Grund, daß man in einer Veröffentlichung nicht unbedint schlafende Hunde wecken möchte

Weiterhin viel Spaß beum Experimentieren wünscht
Kai

Bearbeitet von: fraxinus am: 08.01.2018 10:13:13 Uhr
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bonage
Senior im Astrotreff

Deutschland
242 Beiträge

Erstellt  am: 08.01.2018 :  19:15:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Kurt,
ich wünsche dir ein gesundes Neues Jahr

mein Beitrag zum Thema KV, es war ein Siebenschläfer.





Bilder aus einer Niederspannungsschaltanlage die mit 690V betrieben wurde.
Hut ab vor deiner ausgezeichneten Arbeit,
weiterhin frohes Schaffen

Gruß
Gerhard

Bearbeitet von: bonage am: 08.01.2018 19:34:31 Uhr
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2797 Beiträge

Erstellt  am: 09.01.2018 :  09:56:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gerhard,

dumm gelaufen

Dennoch braucht sich der angehende Hochspannungs-Experimentator keine Sorgen zu machen, in einem unappetitlichen Zustand aufgefunden zu werden.
Mit den üblichen Hochspannungsquellen wird das eine saubere Sache ohne Spuren.
Diese Quellen sind gar nicht in der Lage hohe Ströme zu liefern.

Am besten wäre es, den maximalen Strom auf (relativ) sichere 10-20mA per Design zu begrenzen.
Dann bekommt man im Fall der Fälle immer noch mächtig einen "verbrezelt", muss die Versuchreihe aber nicht dauerhaft abbrechen

Viele Grüße
Kai

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2597 Beiträge

Erstellt  am: 09.01.2018 :  12:23:38 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: fraxinus
Am besten wäre es, den maximalen Strom auf (relativ) sichere 10-20mA per Design zu begrenzen.



Leider geht das bei Gleichspannung nicht, weil immer eine unvermeidbare Kapazität parallel geschaltet ist.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: am:
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Amateurastronom
Altmeister im Astrotreff


1285 Beiträge

Erstellt  am: 15.01.2018 :  03:31:36 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Kurt!

Zitat:
Original erstellt von: Kurt


(==>) Amateurastronom,
Vielen Dank für diesen Link. Das ist wirklich eine sehr ergiebige Fundgrube für mich. Schon bei der ersten Durchsicht hab ich dort einige „gute Teile“ entdeckt. Das soll heißen: man muss es wohl nicht ganz soo wissenschaftlich aufwändig machen wenn man nichts anderes will als zweifelsfrei einige Deuteriumatome zu fusionieren.



Ja, man könnte das sogar nach einem Artikel in Nature vor ein paar Jahren noch viel einfacher ohne externe Hochspannung mit einem pyroelektrischen Kristall und einem Spezial-Szintillationszähler-Material auf Deuterium-Basis nachweisen.

Zitat:

Wenn das mit der Silberaktivierung nicht funktionieren sollte befürchte ich das ebenfalls. Aber ich hab in Fusor.net etwas vom Bubble Dosimeter gelesen. Dieses soll sehr spezifisch auf schnelle Neutronen ansprechen und es ist wahrscheinlich auch billiger als ein BF3- Zählrohr mit der dafür unverzichtbaren Auswerteelektronik.



Vielleicht gibt es die BF3-Zählrohre gebraucht zu bezahlbaren Preisen.

Wie schon von anderen geschrieben, Vorsicht mit der Hochspannung,
wenn das Netzteil höhere Ströme liefert. Ansonsten wird in kurzes Test-Experiment in Deinem Haus wohl niemanden stören.

Zum Glück sind Behörden in der Astronomie und Physik, solange kein spektakulärer Unfall geschieht, noch nicht so stark wie in anderen Bereichen der Naturwissenschaften "auf dem Kiewief", wo man schon vor über 10 Jahren plante, sogar Foren zu unterwandern...

Bearbeitet von: Amateurastronom am: 15.01.2018 03:34:54 Uhr
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6926 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2018 :  11:00:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Amateurastronom, liebe Mitleser,

die folgenden Anmerkungen sollten bitte nicht als Kritik an dieser großartigen Arbeit von Jugendlichen verstanden werden:

Kernfusion
im Kugelreaktor
18. Mai 2008
Max Bigelmayr, Magnus Anselm, Sebastian Glasl

Also, noch mal etwas zu den "guten Teilen", z. B in den Kap

"2.2.4 Konzept gegen Effizienzverluste durch Elektronenstrom"

Darauf kann man wohl völlig verzichten wenn es wie bei mir nur um den gesicherten Nachweis der D-D Fusion in einem Kugelreaktor geht.

Dann braucht auch nicht unbedingt eine elektronisch geregelte Gasdosierung und 4 verschiedene Gase in Druckbehältern mit den notwendigen Armaturen. Statt einer relativ teuren Turbopumpe mit Steuerelektronik kann man hier problemlos eine kleine Öldiffusionspumpe ganz ohne Elektonik einsetzen.

Zitat:
Vielleicht gibt es die BF3-Zählrohre gebraucht zu bezahlbaren Preisen...
.
bei ebay hab ich neulich ein Angebot für <700€ gefunden. Dazu käme noch die Anschaffung einer geeigneten Elektronik. Das wäre mir eigentlich zu viel. Mein als „gebraucht“ gekaufter Geigerzähler SV-500 mit STB- 10 „Pancake“ Detektor hat nämlich nur 210 € gekostet.

Dieser „Pancake“ soll eine besonders guten Wirkungsgrad bei der Erfassung von beta- Strahlung haben. Das wäre natürlich bei den Nachweis von ganz wenigen Neutronen aus der D - D Fusion auf dem Umweg über die Silberaktivierung mit anschließendem beta- Zerfall vorteilhaft. Ich hab allerdings keine Ahnung ob ein BF3-Zählrohr für den direkten Nachweis dieser Neutronen hier physikalisch wesentlich effizienter wäre. Gibt es vielleicht zum Wirkungsgrad derartiger Zählrohre Daten?

Zitat:
Wie schon von anderen geschrieben, Vorsicht mit der Hochspannung,
wenn das Netzteil höhere Ströme liefert...


Aus meiner Praxis bei der Wartung und Instandhaltung von älteren MSR- Anlagen kann ich diesen Sicherheitshinweis nur bestätigen.

Zitat:
...Ansonsten wird in kurzes Test-Experiment in Deinem Haus wohl niemanden stören.


… Nur bei den Vorbereitungen dazu werden jede Menge Metallspäne produziert. Trotz größter Vorsicht gelang es mir bisher nicht diese aus den Wohnbereich fernzuhalten. Das stört verständlicherweise meine liebe Frau.

Gruß Kurt




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