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 Astronomie – die Wissenschaft
 Neues aus der Astronomie (Astronews)
 Noch mal 'Oumuamua. Ist Avi Loeb übergeschnappt?
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HWS
Meister im Astrotreff

United Kingdom
663 Beiträge

Erstellt am: 07.02.2021 :  11:47:16 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Irgendwie zu pessimistisch für einen Optimisten. Klar daß man hin und wieder an der Menschheit zweifeln kann, aber ich kann mir gut eine technische Gesellschaft in 1000 Jahren oder gar 10.000 vorstellen. Doch kann schon sein, daß wir sie abscheulich finden würden.

Zitat:
"Loeb sieht das Dilemma. Er fürchtet sogar, es könne so etwas wie ein Naturgesetz des zivilisatorischen Kollapses geben: Um eine interstellare Raumfahrtindustrie begründen zu können, bedürfe es einer rasanten technischen Entwicklung. Möglicherweise aber wohne dieser stets eine exponentielle Dynamik inne, die unweigerlich in den Untergang führt. Mit anderen Worten: Zivilisationen neigen dazu, sich auf dem Weg zur interstellaren Kommunikation selbst zu zerstören.

Für die Menschheit ist das bedauerlich. Für die Astronomen eröffnet es Loeb zufolge neue Perspektiven: Statt nach den Signalen ferner Intelligenzen zu fahnden, empfiehlt er, nach ihren Relikten zu suchen."


https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/aliens-wie-sich-die-existenz-von-ausserirdischen-beweisen-liesse-a-00000000-0002-0001-0000-000175196844

PS. Ein "Foto" ist es ja nicht.

HWS

Bearbeitet von: am:

Ifrit
Senior im Astrotreff

Deutschland
138 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2021 :  15:52:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

da wir bzgl. Oumuamua mit den wenigen Informationen werden leben müssen, die wir jetzt schon haben, ist das alles Spekulation und zumindest am Rande dessen, was man "Wissenschaft" nennen möchte. Man mag spekulieren warum ausgerechnet der allererste gefundene außerirdische Körper die Zielscheibe "Sonnensystem" fast mittig trifft, und das war's.

Der pessimistische Ton ist aber sehr relevant, und zeigt einen oft übersehenen Aspekt des Fermi-Paradoxons. Es müsste eigentlich viele technisierte Zivilisationen geben, und wir haben noch keine detektiert. Was kann das bedeuten?

Vielleicht ist die Grundannahme falsch und es gibt nur ganz, ganz wenige, weil die bisherigen Abschätzungen in der Art der Drake-Gleichung zu hohe Zahlen liefern - oder es gibt tatsächlich viele.

Wenn es also tatsächlich viele gibt, die technisiert sind, dann können sie sich entweder weiterentwickeln bis sie in der Lage sind interstellar zu reisen oder vorher untergehen. Wenn die nicht fast alle untergehen sind es immer noch viele.

Dass wir bisher noch keinen Besuch bekommen haben bedeutet nicht viel, schließlich sind wir erst sein ca. 100 Jahren technisiert genug um das außerhalb des Sonnensystems detektierbar zu machen, man kann also erst im relativ kleinen Umkreis von uns wissen und im noch kleineren Umkreis schon eine für uns sichtbare Reaktion gezeigt haben. ABER: dass wir trotz aller SETI-Versuche noch keinen "Hier sind wir!"-Rundstrahler gefunden haben bedeutet im Falle der Existenz vieler interstellar technisierter Zivilationen, dass diese keinen großen Wert darauf legen, gefunden zu werden. Soll heißen, die wissen entweder dass da draußen jemand ist (die Borg oder sowas), von dem man ganz bestimmt nicht gefunden werden will, oder vermuten es zumindest - dies auf einer Wissensbasis und mit einer Abwehrfähigkeit, die die unsrige weit übersteigt.

Also: entweder sind Planeten die intelligentes Leben hervorbringen SEHR selten,
oder Zivilisationen löschen sich fast immer selbst aus, bevor sie interstellar kommunizieren können,
oder diese unterlassen es ganz bewusst, aus gutem Grund.

Ich bin nicht sicher, welche der beiden letzteren Möglichkeiten mir lieber wäre.

Gruß,
Werner


Bearbeitet von: am:
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Micha Rehren
Senior im Astrotreff

Deutschland
177 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2021 :  16:21:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Werner,

Da bin ich in vielem bei dir.
Warum die Aliens, so es sie denn gäbe, ausgerechnet die Technik verwenden sollten, die wir so erfunden haben - also Radiowellen, ist kurzfristig gedacht von vielen Forschern. Und das brennt sich dann in unsere Hirne ein, was die so meinen.
Es wären zig andere Techniken der Kommunikation denkbar, die zudem noch viel effizienter wären, nur mal so.
Der andere Gedanke das ein kluger Alien sich nicht unbedingt so leicht bemerkbar machen würde leuchtet mir auch ein. Also wenn ich die Technik und Mittel hätte ne Interstellare Sonde zu verschicken, - gehen wir einfach mal davon Gedanklich aus um es durchzuspielen - so würde ich diese auch im "stalth-modus" betreiben und halbwegs nahe unter der Rückseite des detektierten Planeten herauf fliegen lassen (etwa um die Atmosphäre zu ermitteln und die Nachtseite mit ggf. Indizien für Technik/ künstlichem Licht usw.!) mit Swingby am Stern von oben um nicht andere Planeten oder Körper im "Schussfeld" zu haben. Auch wäre - ich sage mal spekulativ "wäre" es sicher sinnvoll nicht zu nahe an dem Planeten heran zu fliegen: zum einen um nicht verdächtig zu werden,- zum anderen um Kollisionsgefahren zu minimieren, bei sehr hohem Tempo das Oumuamua ja drauf hatte,- Was wiederum genial wäre, um nicht so früh gesehen und später einfach verfolgt werden zu können.
Auch aus Richtung des Hauptsterns zu kommen ist klar vorteilhaft: man sieht das Objekt /Sonde, oder was auch immer erst sehr sehr spät. Dies hat zur Folge das Beobachtungen, die ja erst angeregt werden müssten, erst spät, wenn nicht erst nach dem Vorbeiflug geschehen.
Wohl zu diesen "auffällig perfekten" Eintrits-Daten kamen dann noch die Bahnänderungen und andere Sonderbarkeiten. Dies alles hatten wohl die beiden hochdekorierten Wissenschaftler zu dieser Äußerung verleitet, zu erwähnen, das dies auf ein Sonnensegel passen könnte. [das Medien daraus ne Schlagzeile machen und das Ganze aufbauschen, sind wir ja inzwischen gewohnt, nicht?]
Auch die gewählte Bahn um unseren Hauptstern, das Eintauchen und Zeitpunkt des Standes der inneren Planeten war nahezu perfekt um - so mal angedacht - auch diese gleich mit zu inspizieren, wenn man schon mal da ist. Auch wenn das eigentliche Zielobjekt der "Beobachtung" besser detektiert werden würde... nur mal laut gedacht...
Von der Lichtkurve her könnte, ich betone "könnte" es technisch etwas langes, oder auch rundes flaches, etwas quadratisches, ein Fünfeck oder Dreieck oder sonst was gewesen sein. Denn wenn es nur von der Seite beschienen wäre, so sähe es von uns aus ja auch aus wie sehr lang und dünn.

Die Annahme das es viel Kohlenstoff habe, oder sonstiges wie Aussehen sind lediglich Annahmen, die auf wenigen Daten spekuliert sind, wie die medienwirksame "Zigarre" - die lediglich ein Künstler-bild ist, das um die Welt ging und in Staunen versetzt hat, die sofort jede Medienveröffentlichung als bare Münze nehmen.

Oumuamua hat sich in vielerlei Hinsicht schon sehr "merkwürdig" "Verhalten", das durch uns bekannte Phänomene und Einwirkungen so nicht erklärbar ist, nach etwas genauerer Recherche und Untersuchung.
Die vielen "Zufälle" seiner Bahn, seines Eintauchen, und alles oben erwähnte erscheinen doch sehr "zufällig" um nicht zu sagen: "nahezu verdächtig außergewöhnlich".

Auch das mal eben eine Handvoll Radioteleskope auf diesen länglichen Lichtpunkt schnell mal rüber geschwenkt sind, ist außergewöhnlich, ja gerade zu auffällig, denn das macht man meines Wissens nach nicht bei jedem Brocken der mal so vorbeikommt - es sei denn man hat schon etwas handfestere INDIZIEN, das hier was "Sonderbares" daherkommt.

Etwas anderes ist, das Leben nicht einfach aus dem Nichts entsteht, nicht mal Einzeller, nicht mal aller-kleinste Teilchen oder Energie oder sonstwas. Das ist physikalisch ausgeschlossen, auch wenn eine gewisse Theorie, die es nach wie vor ist, wenn auch in jedem Geschichtsbuch vertreten, nie erwiesen werden konnte. Was ja auch mit unseren Naturgesetzen kollidieren würde, nebenbei bemerkt. (Anmerkung: Und nebenbei obendrauf die Urknall-Theorie widerspräche sich allein schon obendrein in mehrfacher Weise: Denn so ein ultra-hyper-super-massereiches Etwas würde nicht EX-plodieren sondern implodieren, soweit habe ich Physik verstanden usw... Die Grundlagenphysik gibt das alles nicht her. Und wie sollte das von selbst aus dem Nichts entstanden sein, das ja unweigerlich an aller Anfang mal gewesen sein müsste, nicht? -)
... Aber das nur mal nebenbei erwähnt, es sollte keine große Diskussion auslösen, das ist nicht so gedacht und ist sicher auch nicht wirklich erwünscht.
Ob es hingegen anderes "Leben" gibt, wie wir es kennen, kann wohl noch kein Mensch beantworten. Theoretisch wäre genug Platz dafür für Hunderte Zivilisationen. - Tja, theoretisch...
Und wenn es sie nicht gäbe, so Zitat aus "Kontakt", wäre es [vermutlich] eine ziemliche Platzverschwendung.. :D :D

Doch zurück zu Oumuamua:
Gab es nicht sogar den Gedanken eine Sonde zu bauen und hinterherzuschicken? Klar - würde etliche Monate dauern und aufwändig sein und teuer - weiß wer was daraus geworden ist?

Grüße
Micha



Ach ja, die ursprüngliche Annahme das es sich um einen Kometen handle, konnte mW. nach nicht verifiziert werden, da passte nichts zusammen. Auch wurde ein zu erwartendes Ausgasen in Sonnennähe nicht ermittelt.
Die darauf folgende Annahme das es sich um einen Asteroiden handle, wurde am Ende ebenfalls als nicht völlig sicher, aber anzunehmen eingestuft.
Hubble konnte auch nur ein Lichtsignal, eher einen sehr kleinen Leuchtpunkt mit länglicher Form ausmachen, aus dem kurzzeitig etwas "ausgegast" haben könnte. Doch genau sind die Bilder eben nicht auflösbar gewesen, wie es scheint. Das angenommene kurze Ausgasen habe jedoch nicht die Bahnänderungen erklären können, jedenfalls nicht in diesem Ausmaß.
Die Helligkeits-Kurven wiesen auf ein nahezu periodisches Schwanken des Objektes hin,- wie gesagt auch dies nur ein "Hinweis", das erklären könnte warum es heller und dunkler wurde, weil wir so etwas kennen bei Taumeln von Objekten.
Auch das "Abbremsen" des Objektes vor der Sonne und etwas beschleunigen hernach, neben den Bahnänderungen konnten nicht durch die Daten erklärt werden, wie erwähnt wurde.
Was blieb war die Annahme, das es aus leichtem Kohlenstoff-Verbundstoffen bestehen "könnte", was eher die offenbar leicht vollzogenen Änderungen nahezu erklären würde. Aber eben auch nicht ganz.

Mysteriöses (kleines?) Teil das Objekt Oumuamua - wobei die Länge zwischen 100 und 400 Metern "vermutet"/Berechnet wurde - da streiten sich die Wissenschaftler noch.
Offizielle Verlautbarungen gibt es wenige bis auf um ~150 - ~400m Meter lang mit 1:>5 Breite/Länge - aber das sind Medien-Verlautbarungen. Denn man muss bedenken, das selbst Hubble nur wenige Pixel aufgenommen hat als ein nur Lichtpunkt-großes Objekt.

Alles "entwickelt" sich permanent weiter zu Höherem? --> die physikalischen Grundlagen-Gesetze (etwa der Thermodynamik) sprechen eine andere Sprache.- Nebenbei klären sie auf, das aus Nichts auch nichts entstehen kann! Auch etwa das Massenwirkungsgesetz stellt die allgemeine Annahme von ständiger "Entwicklung" völlig auf den Kopf! Alles entfaltet sich und zerstiebt dann wieder,- gem. der Entropie, nur das ist empirisch.

Bearbeitet von: Micha Rehren am: 07.02.2021 17:40:53 Uhr
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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3767 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2021 :  17:56:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Also sooo was Besonderes war Oumuamua nun auch nicht.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/1I/%CA%BBOumuamua

Seine Geschwindigkeit war grade etwas hyperbolisch. Wirklich schnell und außergewöhnlich wäre der Faktor 10-100, also eine Geschwindigkeit 1000-10000 km/s gewesen!
Als Außerirdischer mit höherer Technologie, hätte ich bestimmt meine potentielle Sonde deutlich schneller fliegen lassen.

Gruß Armin

Bearbeitet von: AS-Fan am: 07.02.2021 17:57:36 Uhr
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Micha Rehren
Senior im Astrotreff

Deutschland
177 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2021 :  18:58:40 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
naja: wenn die Daten stimmen, die ich hier habe von Vmax = 88 Km/s --> wäre umgerechnet, so ich mich nicht verrechnet habe (was leider öfters mal passieren kann) um 316.800 Km/h nicht?
Also wenn das stimmt schon heftig. [bezogen auf die errechnete Ankunftsgeschwindigkeit)
Abzüglich des "Bremsens" dann aber deutlich weniger vor dem SwingBy - keine Ahnung wie das errechnet werden konnte.
Wenn das Objekt dann mit deutlich weniger unter der Erde daherkam, so vielleicht mit der Hälfte (? das weis ich nicht mehr!) so immer noch sehr schnell mit um 150.000km/h? nagel mich hierbei bitte nicht fest. Ist nur was ich mal notiert habe.
Das wäre immer noch sehr schnell.
Aber "langsam" genug um noch ein paar nette Aufnahmen eines Planeten zu machen und "Messungen" - alles nur mal angedacht, was wäre wenn es eine Sonde gewesen wäre!
Viel schneller wäre wohl dafür ungünstiger gewesen. Also sehr viel schneller - denn man hat ja bereits bei New Horizont gesehen, das das schon fast zu schnell war für ausreichend viele gute Aufnahmen von Pluto. Und diese Sonde war deutlich langsamer.

Gut, gehen wir mal davon aus das die Technik eines imaginären Alienvolkes deutlich ausgereifter sein dürfte als unsere hätte auch diese sicher ihre Grenzen und Beschränkungen.
Gute Bilder wird es mit (sagen wir mal?) 1/10 Lichtgeschwindigkeit wohl kaum geben selbst mit 100.000 MegaPixel-Cams um es mal lapidar auszudrücken.
Auch die Spekulation wie schnell die Sonde ursprünglich war und von welchem Sternensystem sie ausging ist fast zum scheitern verurteilt, auch wenn die Sonde wohl aus Richtung Wegasystem gekommen sein könnte.

Wenn eine Spezies so intelligent und fortgeschritten ist, wird sie sicher allein durch einen Vorab-Swing-by an einem anderen Stern ihre Herkunft verschleiert haben.
Sollte sie dann irgendwie mit 1/10 Lichtgeschwindigkeit (nur mal angenommen damit man was hat zum spekulieren) dahergekommen sein und irgendwo irgendwie abgebremst haben auf diese "errechneten" 88 Km/s so wäre das schon heftig und völlig außerhalb unserer Möglichkeiten oder auch nur Gedanken oder Erwägungen wie das gehen sollte. (wobei 1/10 Lichtgeschwindigkeit ja immer noch um 100. Mio Km/h wären. 1/100 stel LG um 10 Mio Km/h - das kann man sich ja gar nicht vorstellen!
Aber wenn es eine Sonde "wäre" - wir denken ja nur mal laut - so müsste sie ursprünglich wenigstens fast so schnell zwischen den Sternen daherkommen, egal wie weit Aliens entwickelt wären, sonst wäre sie ja Jahrhunderte unterwegs, das würde kaum Sinn machen! (spocks Wurmlöcher und Warp mal außen vor gelassen! :D )
Also: noch viel schneller hätte sie wohl kaum durch ein Sonnensystem rauschen können um noch sinnvolle Daten zu sammeln, die eine so lange Reise rechtfertigen würden - so es eine Sonde war, was ja längst nur mal lapidar angedacht worden ist eher hinter vorgehaltener Hand von 2 Wissenschaftlern, denen jedoch irgendwelche Medienleute zugehört haben.

Aber stimmt schon: was wissen oder mutmaßen wir über Außerirdische, von denen wir gar nichts wissen, noch nicht mal ob es sie überhaupt gibt oder ob das nicht ein Frisby von Alf oder ET gewesen ist :D :X :c

Grüße
Micha




Und Wikipedia...naja, hat sehr nachgelassen, Daten werden immer häufiger der allgemeinen Meinung angepasst. 100% verlässlich ist die Seite nicht mehr in allem. ^^
hier etwa aus der Wikipedia-Seite:
Das seine Oberfläche rötlich sei wird (dort) zwar behauptet, das wird jedoch angenommen auf Grund von X Thesen - wirklich belegt ist dies keines Wegs, der Lichtpunkt war doch viel zu schwach.
Das das Objekt sehr dunkel sei ebenso - das sind Spekulationen die auf Spekulationen aufsetzen und auf weiteren Annahmen wie etwas sein könnte, wenn und aber - gesichert ist auch dies nicht, die Daten geben dies nicht verifiziert her.
Noch viel weniger das das Material Metall sei oder gewesen sein müsste/ könnte - das geht Richtung völlig unverrifiziert und angenommen - was auch die führenden 2 Wissenschaftler dort genau anders gesagt hatten. Denn es müsse eher ein ungewöhnlich leichtes Objekt gewesen sein wenn es so leicht Bahnähnderungen und Geschwindigkeiten und Verhalten gezeigt hat wie es dies offenbar hatte.
Das führte sie ja erst dahin zu sagen, das das was hier unser System passiert hat von den Eigenschaften her sich wie ein Sonnensegel verhält nicht wie ein Asteroid oder Komet. (so ähnlich aus dem Gedächtnis wieder gegeben)

Interessant ist bei dem von dir verlinkten Artikel jedoch und bemerkenswert, das es bereits 2 Gedanken gäbe wie man Oumuamua doch noch einholen könnte mit Sonden#!
Interessant deswegen, weil das sicher Milliarden verschlingen würde und eine Reise von vielen Jahren beanspruchte - das tun man doch nicht für einen Asteroiden der mal eben vorbeifliegt, auch nicht bei Bosilov der ja auch Inter-Stellar sein soll, wie man nicht unbegründet annimmt.
Wieso also Studien und schon etwas angereifte Gedanken so einer Mission, wenn es doch nur ein Felsbrochen ist?
Dies jedoch leistet Vorschub den Gedanken das das Objekt zumindest so außergewöhnlich interessant ist, das es sich lohnen würde noch mal nach zu schauen - und ob man vielleicht doch mehr weiß, als man uns so sagt (üblicher Weise!) ^^
Und ich denke ein Leiter der Havard University wird den Vergleich mit einem Sonnensegel nicht so eben mal erwähnen wenn er da nicht bissl genauer hingesehen hätte - er würde sich ja sonst lächerlich machen, sowie sein Kollege.

Alles "entwickelt" sich permanent weiter zu Höherem? --> die physikalischen Grundlagen-Gesetze (etwa der Thermodynamik) sprechen eine andere Sprache.- Nebenbei klären sie auf, das aus Nichts auch nichts entstehen kann! Auch etwa das Massenwirkungsgesetz stellt die allgemeine Annahme von ständiger "Entwicklung" völlig auf den Kopf! Alles entfaltet sich und zerstiebt dann wieder,- gem. der Entropie, nur das ist empirisch.

Bearbeitet von: Micha Rehren am: 07.02.2021 20:20:25 Uhr
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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3767 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2021 :  21:26:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Also, wie gesagt...so wahnsinnig schnell sind 88 km/s nicht.
Da waren irdische Sonden schon besser.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rekorde_der_unbemannten_Raumfahrt

Ich halte es für zweifelhaft, dass nun grade das erste Objekt aus dem interstellaren Raum, welches entdeckt wurde, eine Sonde von Extraterristen ist.
Es dauert doch Millionen von Jahren, bis sie wieder bei ihnen zurück ist um zu berichten.
Da hätte ich deutlich schnellere Sonden geschickt oder an Bord Großteleskope gehabt, um aus sicherer Entfernung das zu erforschende Sonnensystem beobachten zu können, für den Fall nicht entdeckt werden zu wollen oder oder...
Da darf man zwar spekulieren, macht mir auch Spaß...letztlich war es aber nichts weiter als ein längliches Objekt mit etwas höherer Geschwindigkeit, dass unser Sonnensystem passierte und mit höchster Wahrscheinlichkeit ein simpler, ausgegaster Komet ist.

Gruß Armin

Bearbeitet von: AS-Fan am: 08.02.2021 07:27:38 Uhr
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Micha Rehren
Senior im Astrotreff

Deutschland
177 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2021 :  08:23:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
naja, Wenn diese 88 km/s die Ankunfts-Geschwindigkeit war und ein Objekt/Sonde oder was auch immer abgebremst wurde/hat - nur mal als Gedanke - so wäre es ja ggf. deutlich schneller von Stern zu Stern unterwegs gewesen.
Rechnen wir mal bissl herum, oder?
Wenn es von einem Stern-System käme, das sagen wir mal ~10 LJ entfernt ist und es mit 1/10 LG ursprünglich im Schnitt geflogen wäre - so wäre es um 100 Jahre unterwegs gewesen, nicht Millionen Jahre.
Da IN dem Objekt durch die Zeitdilatation vielleicht knapp 90 Jahre vergangen wären -, so wäre es u.U. noch sinnvoll, darüber hinaus klar eher nicht, stimmt.
Und wenn S.Hawkings "Machbarkeitsstudie" mit den Mikrosonden auf 20% LG stimmen würde, und weiter gedacht würde, würde sich die Flugzeit nochmals halbieren!

Eine Sonde zu verschicken die Millionen oder nur Jahrtausende bräuchte wäre wohl auch für die intelligenteste Spezies recht unsinnig.
Somit wären wohl nur die umliegenden Stern-Systeme an zu visieren grundsätzlich, denke ich oder?

Aber du hast natürlich Recht: Es ist und bleibt Spekulation, die jedoch erst auf kam durch die seltsamen Parameter und Verhaltensweisen des Objektes.

Dennoch spannend, wenn man da irgendwie dranbleibt - denn ein Rätsel bleibt doch nicht wahr?

Grüße
Micha

Alles "entwickelt" sich permanent weiter zu Höherem? --> die physikalischen Grundlagen-Gesetze (etwa der Thermodynamik) sprechen eine andere Sprache.- Nebenbei klären sie auf, das aus Nichts auch nichts entstehen kann! Auch etwa das Massenwirkungsgesetz stellt die allgemeine Annahme von ständiger "Entwicklung" völlig auf den Kopf! Alles entfaltet sich und zerstiebt dann wieder,- gem. der Entropie, nur das ist empirisch.

Bearbeitet von: Micha Rehren am: 09.02.2021 08:56:03 Uhr
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mag16
Meister im Astrotreff

Deutschland
468 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2021 :  09:10:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Zusammen,

was das Fermi Paradoxon betrifft, so gibt es noch einen weiteren Aspekt, der aus meiner Sicht oft zu kurz kommt. Das Entstehen von "intelligentem" Leben führt nicht zwangsläufig auch zur Entstehung einer technisierten Zivilisation. Vielleicht ist dies sogar die absolute Ausnahme.

Die Erde selbst ist das beste Beispiel. So hätten die Dinosaurier mehr als 150 Mio. Jahre Zeit zum Lernen gehabt und haben dennoch nie das Feuer entdeckt, Werkzeuge entwickelt oder gar angefangen zu forschen. Gleiches gilt für andere intelligente Lebewesen wie Delphine, Kraken, Vögel usw.

Wenn man bedenkt, wie viele Millionen/Milliarden Arten bereits auf der Erde gelebt haben, ist es eigentlich sehr erstaunlich, dass sich nur die Menschen in diese Richtung weiter entwickelt haben. Und dies noch dazu in einer sehr kurzen Zeit.

Was wohl die Ursache war? Vielleicht der Kampf ums Überleben (Raubtiere, Kälte, Hunger), zufällige Entdeckungen wie das Feuer und vor allem auch eine geeignete Anatomie, die das Herstellen von Werkzeugen ermöglicht hat (Hände/Finger).

Jedenfalls ein spannendes Thema!

Viele Grüße,
Marco

Bearbeitet von: mag16 am: 08.02.2021 09:32:12 Uhr
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whitehole
Senior im Astrotreff


211 Beiträge

Erstellt  am: 18.02.2021 :  18:28:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Einmal die Aliens sehen und
sterben ! Ich bin der Meinung der Fokus sollte mehr auf "unintelligentes" Leben verschoben werden. Der Mensch steht auf den Haarspitzen von Giganten Ist es nicht eher wahrscheinlich, das Microorganismen auf einer Sonne grasen, als Intelligenz hervorzubringen.

Bearbeitet von: am:
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