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Seite: von 4

Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5910 Beiträge

Erstellt  am: 18.01.2021 :  07:04:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Alex,
ich wohne im Vorortbereich westlich von München. Da kann ich in guten sehr klaren Sommernächten (ohne Mond) noch die Milchstraße sehen. Jetzt ist die Frage was am Rande einer Großstadt bei Dir bedeutet? Kannst Du in guten Sommernächten manchmal die Milchstraße sehen/erahnen oder ist der Himmel zu hell.
Zum 5" APO. Ich halte ihn auf der EQ5 gerade noch visuell einsetzbar, eventuell mit Säulenverlängerung. Der 5" APO wird etwas mehr Details am Mond und an den hellen Planeten zeigen. Fotographisch (Deepksy) ist die EQ5 da vollkommen überfordert. Es gingen nur Planeten und Mondvideos um daraus Planeten und Mondfotos zu gewinnen. Für Deepskyaufnahmen müsste meiner Ansicht nach für den 5" APO mindestens eine HEQ5 benutzt werden. Der 4" APO würde auf der EQ5 gut gehen. Dann aber mit Nachführmotoren usw.
Im Zentrum von München wären aber auch Deespkyaufnahmen eine eher traurige Sache. Im Vorortbereich geht das durchaus.
Ein Astrokollege aus Olching oder war es Esting? zeigt da immer wieder sehr schöne Deepskyaufnahmen.
Was für eine Teleskopkombination zu empfehlen ist, hängt von Deinem Himmel und Deinen Hauptbeobachtungsobjekten ab und wie weit Du mobil bist mit der EQ5 ...
Visuell sind Galaxien im Vorortbereich relativ ernüchternd. Klar kann ich z.B. in guten Nächten M33 im 10x50 Fernglas oder 7x50 Fernglas M33 als schwachen Fleck sehen. Im Fernrohr wird der Nebelfleck größer aber nicht viel detailreicher. Ich kann im Fernglas sehen, dass die Galaxie nicht spindelförmig sondern eher "rund" ist und im Fernrohr ist diese Form leicht unregelmäßig ohne dass ich Spiralarme erkennen kann.
Das wird sich von 4" zu 5" oder 6" nicht auffallend ändern.
Gut geht bei mir M42, der Ringnebel, Hantelnebel, Lagunennebel, Sternhaufen und Kugelsternhaufen. Auch da ist der Detailsgewinn bestehenfalls bei den hellsten Kugelsternhaufen etwas.
Wenn ich die Wahl hätte zwischen 5" Kurz FH und 4" APO, dann würde ich mich persönlich für den 4" APO entscheiden.
Um dann bei gutem Seeing noch etwas mehr bei Planetenaufnahmen herauszuholen kann man ein Spiegelteleskop der Wahl hernehmen. Bei mir ist das ein 6" f/8 Newton. Es geht aber auch ein 6" f/6 Newton, ein Maksutov oder ein SC.
Wenn man mobil ist und den inneren Schweinehund öfters überwinden kann in eine dunklere Gegend zu fahren, dann geht auch Deepskymassig mehr und dann kann eine größere Öffnung z.B. beim 5" FH Dir noch mehr Galaxiendetails usw. zeigen. Dann ist aber auch die Frage, ob ein Dobson da nicht die bessere Wahl wäre ... Für Deepskyaufnahmen wär der 5" FH aber eher ungeeignet und der 4" APO recht gut geeignet.
Eventuell wäre als Ergänzung zum 4" APO noch ein 6" Newton/Mak oder ein 8" SC geeignet.
Das 8" SC wäre auch für Planeten und Mondaufnahmen gut geeignet. Für Deepsky ist meiner Meinung nach die Brennweite zu lang und das Gerät damit weniger gut geeignet wie ein 6" Newton oder ein 4" APO.
Es kommt auf die Interessensschwerpunkte an ... ob ein 5" FH, ein 4" APO, ein 6" Newton, 8 oder 10" Dobson, 8" SC ... besser wäre oder eine Zweierkombination gut ist.
Gut wäre sich die Geräte mal bei Sternfreunden anschauen und durchgucken zu können.
Man muss bei der Mobilität sich auch ehrlich selber abschätzen. Kann man sich nachts aufraffen und alles ins Auto zu laden, dann irgendwo hinfahren dort aufbauen...
Wo wird man beobachten?
Das sind so einige Fragen, die hoffentlich hilfreich sein werden.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 18.01.2021 07:11:44 Uhr
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Gerd-2
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1167 Beiträge

Erstellt  am: 18.01.2021 :  10:53:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Alex,

Zitat:
Es soll tendenziell ein Teleskop mit dem Glas FCD-100 sein, da ich sonst die Befürchtung habe, dass ich mich später bei einem FCD-1 über (auch wenn kleine) Farbfehler ärgern werde und es dann aber kein Zurück mehr gibt.

Als ich deine Nachricht gelesen habe, kam mir spontan der Gedanke, dann doch lieber nicht so viel Geld zu investieren und einen 127mm-Achromaten für 699 Euro (https://www.bresser.de/Astronomie/Teleskope/EXPLORE-SCIENTIFIC-AR127-Air-Spaced-Doublet.html) zu nehmen,



na was denn nun?
Erst schreibst du das du auf FCD 100 wert legst weil du selbst kleine Farbfehler nicht möchtest und nun überlegst du aus Kostengründen einen Achromaten mit F6,5 zu kaufen.
Der Farbfehler eines Achromaten ist umso größer je kleiner die Öffnungszahl und umso größer die Öffnung.
Der 127F6,5 zeigt einen sehr ausgeprägten Farbfehler und ist daher für hohe Vergrößerungen ( kleine AP) nicht geeignet.

Wenn du etwas Geld sparen möchtest würde ich dir stattdessen ein ED Doublet empfehlen.
Gern auch mit FPL53,das ist vergleichbar mit dem FCD100.
So ein Doublet ist deutlich preisgünstiger wie die von dir ins Auge gefassten Triplets. Zeigt dir aber das Gleiche wie die teuren Triplets.
Auch wenn die Farbkorrektur nicht ganz an die der Triplets herankommt.
Der Unterschied eines guten ED Doubles mit guter Glaspaarung zu den Triplets ist visuell aber eher rein akademischer Natur und hat keine Praxisrelevanz.
Ein Triplet ist visuell etwas für Perfektionisten mit sehr ausgeprägter Farbfehlerallergie die selbst der geringste hauch eines winzigen Restfarbfehlers stört.
Dafür müssen sie dann deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Dieses 125mm ED Doublet hier

https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p10133_TS-Optics-Doublet-SD-APO-125mm-f-7-8---FPL-53---Lanthan-Objektiv.html

Hat eine gute Glaspaarung mit sehr geringem sekundärem Spektrum.
Es wird dir daher praktisch das Gleiche zeigen wie das 127 FCD100 Triplet, die 2mm Unterschied in der Öffnung wirst du nicht bemerken können.
Du wirst bei gleicher Fertigungsqualität auch keinerlei Unterschied in Kontrast und Schärfe bemerken können. Der Restfarbfehler dieses 125mm FPL53+ Lanthan (2 Sondergläser) Doubles mit F7,8 ist so klein das er sich hierauf nicht mehr Praxisrelevant auswirken kann.
Du bekommst hier also einen 125mm APO zum Preis des 102mm Triplets.
Und wenn ich da die Wahl habe würde ich in jedem Fall das 125mm Doublet nehmen da es spürbar mehr zeigen wird als das 102mm Triplet.
Und der Mehrpreis für das 127mm Triplet wäre mir dann wieder zu hoch weil ein Triplet letztlich auch nicht mehr zeigen kann als ein gutes ED Doublet mit vergleichbarer Öffnung.

Grüße Gerd

Bearbeitet von: Gerd-2 am: 18.01.2021 10:59:06 Uhr
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2171 Beiträge

Erstellt  am: 18.01.2021 :  12:43:32 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Alex,

sind in der Praxis Vergrößerungen von 254x mit dem 127mm-Apo überhaupt erreichbar/sinnvoll


Durchaus - hängt jedoch von der jeweiligen Luftruhe ab. Meist ist die Luft aber zu unruhig für 250fach. ausnahme macht der Mond, da ist 250fach oft trotz leichter Luftunrhe durchaus "cooler" und beeindruckender für mich als mit 200fach, auch wenns da schärfer ist.

Einen relevanten Zusammenhang zwischen Lichtverschmutzung und Vergrößerungsfähigkeit gibt es übrigens nicht.

oder reicht für die meisten Fälle eine Vergrößerung von ca. 200x, wie bei dem 102mm-Apo?


Japp.

Zitat:
gibt es noch andere wesentliche Unterschiede bzw. Nachteile mit der 102-Öffnung i.V.m. der 127-Öffnung?


Größer ist teurer und halt größer ;-)

Will sagen: Was Dir visuell mit 102 noch keinen Spaß macht, wird mit 127 auch nicht viel eindrücklicher.

Einen FH würde ich auch nicht nehmen. Hab mal durch einen f5 geschaut und war erschrocken in punkto Farbunreinheit und resultierender Unschärfe (Direkter Vergleich zu einem nebenstehenden ähnlich großen ED-Apo von Lacerta). Wie f6,5 am Beispiel-FH aussieht, keine Ahnung, würde aber ähnliches befürchten.

Insofern sehe ich es wie Gerd der sagt "Wenn du etwas Geld sparen möchtest würde ich dir stattdessen ein ED Doublet empfehlen.
Gern auch mit FPL53,"

Schöne Grüße
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: NormanG am: 18.01.2021 12:46:03 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5910 Beiträge

Erstellt  am: 18.01.2021 :  14:52:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Alex,
noch ein Nachtrag. Ich stimme dem zu, was der Gerd und der Norman schreibt. Visuell wäre der 5" f/7,8 Zweilinser APO mit FPL53 und Lanthan wirklich eine gute Option.
Für Deepskyphotos, wenn da Interesse besteht, würde ich weiterhin einen 4" Dreilinser APO nehmen da die Anforderungen an die Montierung höher sind. Wenn das nicht interessant ist, dann gern den 5" Zweilinser APO.
Zu den Vergrößerungen: Es kommt auf das Objekt an und auf die Luftruhe. Doppelsterne vertragen bei entsprechenden Seeing auch Übervergrößerung, Mars mit sein hohen Flächenhelligkeit verträgt auch oft Übervergrößerung und Mond je nach Geschmack ebenfalls. Bei Jupiter ist oft weniger Vergößerung mehr. Das muss man für sich selber ausprobieren.
Falls es ein APO wird würd ich vorher um einen Sterntest bitten (auch gegen Aufpreis). Wenn Astigmatismus und Achskoma... gering ist (guter Sterntest), dann ist der APO in der Regel sehr gut.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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subsonic
Mitglied im Astrotreff


42 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  14:34:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: casatiastrotreff

Hallo Alex,

alternativ ist der 120er Skywatcher Startravel als 120/600 (oder als 120/1200 Evostar) preisgünstiger und hat m.E. die bessere Optik. Habe selbst den 120/1000 Evostar und den 150/750 Startravel im Einsatz. Letzterer läßt sich auch auf 120mm Öffnung abblenden (Objektivkappe ist darauf vorbereitet).

Gruß,
Peter



Hallo Peter,

wenn ich das richtig sehe, ist der Startravel ein Achromat mit zwei Linsen, oder? Hat er wirklich die bessere Optik, als ein Apochromat mit 3 Linsen?

VG
Alex

Bearbeitet von: am:
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subsonic
Mitglied im Astrotreff


42 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  14:50:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Gerd-2

Hallo Alex,

Zitat:
Es soll tendenziell ein Teleskop mit dem Glas FCD-100 sein, da ich sonst die Befürchtung habe, dass ich mich später bei einem FCD-1 über (auch wenn kleine) Farbfehler ärgern werde und es dann aber kein Zurück mehr gibt.

Als ich deine Nachricht gelesen habe, kam mir spontan der Gedanke, dann doch lieber nicht so viel Geld zu investieren und einen 127mm-Achromaten für 699 Euro (https://www.bresser.de/Astronomie/Teleskope/EXPLORE-SCIENTIFIC-AR127-Air-Spaced-Doublet.html) zu nehmen,



na was denn nun?
Erst schreibst du das du auf FCD 100 wert legst weil du selbst kleine Farbfehler nicht möchtest und nun überlegst du aus Kostengründen einen Achromaten mit F6,5 zu kaufen.
Der Farbfehler eines Achromaten ist umso größer je kleiner die Öffnungszahl und umso größer die Öffnung.
Der 127F6,5 zeigt einen sehr ausgeprägten Farbfehler und ist daher für hohe Vergrößerungen ( kleine AP) nicht geeignet.

Wenn du etwas Geld sparen möchtest würde ich dir stattdessen ein ED Doublet empfehlen.
Gern auch mit FPL53,das ist vergleichbar mit dem FCD100.
So ein Doublet ist deutlich preisgünstiger wie die von dir ins Auge gefassten Triplets. Zeigt dir aber das Gleiche wie die teuren Triplets.
Auch wenn die Farbkorrektur nicht ganz an die der Triplets herankommt.
Der Unterschied eines guten ED Doubles mit guter Glaspaarung zu den Triplets ist visuell aber eher rein akademischer Natur und hat keine Praxisrelevanz.
Ein Triplet ist visuell etwas für Perfektionisten mit sehr ausgeprägter Farbfehlerallergie die selbst der geringste hauch eines winzigen Restfarbfehlers stört.
Dafür müssen sie dann deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Dieses 125mm ED Doublet hier

https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p10133_TS-Optics-Doublet-SD-APO-125mm-f-7-8---FPL-53---Lanthan-Objektiv.html

Hat eine gute Glaspaarung mit sehr geringem sekundärem Spektrum.
Es wird dir daher praktisch das Gleiche zeigen wie das 127 FCD100 Triplet, die 2mm Unterschied in der Öffnung wirst du nicht bemerken können.
Du wirst bei gleicher Fertigungsqualität auch keinerlei Unterschied in Kontrast und Schärfe bemerken können. Der Restfarbfehler dieses 125mm FPL53+ Lanthan (2 Sondergläser) Doubles mit F7,8 ist so klein das er sich hierauf nicht mehr Praxisrelevant auswirken kann.
Du bekommst hier also einen 125mm APO zum Preis des 102mm Triplets.
Und wenn ich da die Wahl habe würde ich in jedem Fall das 125mm Doublet nehmen da es spürbar mehr zeigen wird als das 102mm Triplet.
Und der Mehrpreis für das 127mm Triplet wäre mir dann wieder zu hoch weil ein Triplet letztlich auch nicht mehr zeigen kann als ein gutes ED Doublet mit vergleichbarer Öffnung.

Grüße Gerd



Hallo Gerd,

das FCD-100 Glas ist scheinbar das beste, was man bei ES bekommt. Daher wäre das auch der Wunschkandidat gewesen. Kostet aber auch eine Menge (mehr) Geld.

Ist denn der 125 ED Doublet, auf den Du verlinkt hast, besser, als der 127 ED APO mit 3 Linsen und FCD-1 Glas (https://www.bresser.de/Astronomie/Teleskope/EXPLORE-SCIENTIFIC-ED-APO-127mm-f-7-5-FCD-1-Alu-2-R-P-Fokussierer.html). Preislich gibt es da ja kaum Unterschied.

Viele Grüße
Alex

Bearbeitet von: am:
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casatiastrotreff
Meister im Astrotreff

Deutschland
329 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  14:56:46 Uhr  Profil anzeigen  Besuche casatiastrotreff's Homepage  Antwort mit Zitat
Das bezog sich auf
Zitat:
Hallo Holger,

das dem vielen Geld ist absolut richtig. Deswegen bin ich auch schon lange am Überlegen, was ich machen soll. Als ich deine Nachricht gelesen habe, kam mir spontan der Gedanke, dann doch lieber nicht so viel Geld zu investieren und einen 127mm-Achromaten für 699 Euro (https://www.bresser.de/Astronomie/Teleskope/EXPLORE-SCIENTIFIC-AR127-Air-Spaced-Doublet.html) zu nehmen, wenn ich sowieso mit dem Teleskop nicht so viel machen kann, wie ich vllt. wollte.Ich habe nur keine Vorstellung, wie stark bei dem Achromaten die chromatsiche Abberation ist und wie gut man diese mit Filtern wegzaubern kann.

Gruss
Alex

Gruß,
Peter

===========

Zitat:
Original erstellt von: subsonic

Zitat:
Original erstellt von: casatiastrotreff

Hallo Alex,

alternativ ist der 120er Skywatcher Startravel als 120/600 (oder als 120/1200 Evostar) preisgünstiger und hat m.E. die bessere Optik. Habe selbst den 120/1000 Evostar und den 150/750 Startravel im Einsatz. Letzterer läßt sich auch auf 120mm Öffnung abblenden (Objektivkappe ist darauf vorbereitet).

Gruß,
Peter



Hallo Peter,

wenn ich das richtig sehe, ist der Startravel ein Achromat mit zwei Linsen, oder? Hat er wirklich die bessere Optik, als ein Apochromat mit 3 Linsen?

VG
Alex



[code_][_/code] auf [quote_][/quote_] geändert, da so unlesbar. Stathis

"Amateurastronomen betreiben ihr Hobby professionell." --pag
"Sagen wir so: andere schrauben Farbfilter für die Planetenbeobachtung ein, um den Kontrast zu steigern. Genau diesen Effekt hat man beim Achromat gratis ;-)" --Howdii

Quelle(J) 60/700 | Vixen M80S/400 | SV503 80/560ED | Polaris 102/460 | Evostar 120/1000 (FR .5) | SW N150/750 | StarTravel 150/750 | C8 203/2030 (FR .63) - nach Bedarf auf EQ3, EQ5, SP-DX, AZ-4, Star Discovery WIFI und/oder mit FR (Focal Reducer), CMOS SVBONY SV305
SQM: 21,13 Bortle: 4 Elevation: 371m

Bearbeitet von: Stathis am: 20.01.2021 14:37:43 Uhr
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subsonic
Mitglied im Astrotreff


42 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  15:05:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

vielen Dank für Deine Erläuterungen.

Ich wohne noch im Norden von Hamburg, kurz vor Schleswig Holstein. Bei uns es es schon um einiges dunkler, als im Stadtzentrum und ein kurzer Ausflug Richtung Norden in "dunklere" Gebiete wäre kein Problem.

Ich tendiere momentan zu einem 5" Apo und kann die EQ5 noch zurücksenden und gegen eine HEQ5 tauschen (sobald diese wieder lieferbar sind).

Viele Grüße
Alex

Zitat:
Original erstellt von: Niklo

Hallo Alex,
ich wohne im Vorortbereich westlich von München. Da kann ich in guten sehr klaren Sommernächten (ohne Mond) noch die Milchstraße sehen. Jetzt ist die Frage was am Rande einer Großstadt bei Dir bedeutet? Kannst Du in guten Sommernächten manchmal die Milchstraße sehen/erahnen oder ist der Himmel zu hell.
Zum 5" APO. Ich halte ihn auf der EQ5 gerade noch visuell einsetzbar, eventuell mit Säulenverlängerung. Der 5" APO wird etwas mehr Details am Mond und an den hellen Planeten zeigen. Fotographisch (Deepksy) ist die EQ5 da vollkommen überfordert. Es gingen nur Planeten und Mondvideos um daraus Planeten und Mondfotos zu gewinnen. Für Deepskyaufnahmen müsste meiner Ansicht nach für den 5" APO mindestens eine HEQ5 benutzt werden. Der 4" APO würde auf der EQ5 gut gehen. Dann aber mit Nachführmotoren usw.
Im Zentrum von München wären aber auch Deespkyaufnahmen eine eher traurige Sache. Im Vorortbereich geht das durchaus.
Ein Astrokollege aus Olching oder war es Esting? zeigt da immer wieder sehr schöne Deepskyaufnahmen.
Was für eine Teleskopkombination zu empfehlen ist, hängt von Deinem Himmel und Deinen Hauptbeobachtungsobjekten ab und wie weit Du mobil bist mit der EQ5 ...
Visuell sind Galaxien im Vorortbereich relativ ernüchternd. Klar kann ich z.B. in guten Nächten M33 im 10x50 Fernglas oder 7x50 Fernglas M33 als schwachen Fleck sehen. Im Fernrohr wird der Nebelfleck größer aber nicht viel detailreicher. Ich kann im Fernglas sehen, dass die Galaxie nicht spindelförmig sondern eher "rund" ist und im Fernrohr ist diese Form leicht unregelmäßig ohne dass ich Spiralarme erkennen kann.
Das wird sich von 4" zu 5" oder 6" nicht auffallend ändern.
Gut geht bei mir M42, der Ringnebel, Hantelnebel, Lagunennebel, Sternhaufen und Kugelsternhaufen. Auch da ist der Detailsgewinn bestehenfalls bei den hellsten Kugelsternhaufen etwas.
Wenn ich die Wahl hätte zwischen 5" Kurz FH und 4" APO, dann würde ich mich persönlich für den 4" APO entscheiden.
Um dann bei gutem Seeing noch etwas mehr bei Planetenaufnahmen herauszuholen kann man ein Spiegelteleskop der Wahl hernehmen. Bei mir ist das ein 6" f/8 Newton. Es geht aber auch ein 6" f/6 Newton, ein Maksutov oder ein SC.
Wenn man mobil ist und den inneren Schweinehund öfters überwinden kann in eine dunklere Gegend zu fahren, dann geht auch Deepskymassig mehr und dann kann eine größere Öffnung z.B. beim 5" FH Dir noch mehr Galaxiendetails usw. zeigen. Dann ist aber auch die Frage, ob ein Dobson da nicht die bessere Wahl wäre ... Für Deepskyaufnahmen wär der 5" FH aber eher ungeeignet und der 4" APO recht gut geeignet.
Eventuell wäre als Ergänzung zum 4" APO noch ein 6" Newton/Mak oder ein 8" SC geeignet.
Das 8" SC wäre auch für Planeten und Mondaufnahmen gut geeignet. Für Deepsky ist meiner Meinung nach die Brennweite zu lang und das Gerät damit weniger gut geeignet wie ein 6" Newton oder ein 4" APO.
Es kommt auf die Interessensschwerpunkte an ... ob ein 5" FH, ein 4" APO, ein 6" Newton, 8 oder 10" Dobson, 8" SC ... besser wäre oder eine Zweierkombination gut ist.
Gut wäre sich die Geräte mal bei Sternfreunden anschauen und durchgucken zu können.
Man muss bei der Mobilität sich auch ehrlich selber abschätzen. Kann man sich nachts aufraffen und alles ins Auto zu laden, dann irgendwo hinfahren dort aufbauen...
Wo wird man beobachten?
Das sind so einige Fragen, die hoffentlich hilfreich sein werden.
Servus,
Roland


Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

subsonic
Mitglied im Astrotreff


42 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  15:28:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ein Nachtrag noch: ich verstehe nicht ganz, warum der TS Optics Doublet APO zwei Linsen hat. Ich habe gedacht, dass ein APO immer 3 Linsen haben muss.

VG
Alex

Zitat:
Original erstellt von: Gerd-2

Hallo Alex,

Zitat:
Es soll tendenziell ein Teleskop mit dem Glas FCD-100 sein, da ich sonst die Befürchtung habe, dass ich mich später bei einem FCD-1 über (auch wenn kleine) Farbfehler ärgern werde und es dann aber kein Zurück mehr gibt.

Als ich deine Nachricht gelesen habe, kam mir spontan der Gedanke, dann doch lieber nicht so viel Geld zu investieren und einen 127mm-Achromaten für 699 Euro (https://www.bresser.de/Astronomie/Teleskope/EXPLORE-SCIENTIFIC-AR127-Air-Spaced-Doublet.html) zu nehmen,



na was denn nun?
Erst schreibst du das du auf FCD 100 wert legst weil du selbst kleine Farbfehler nicht möchtest und nun überlegst du aus Kostengründen einen Achromaten mit F6,5 zu kaufen.
Der Farbfehler eines Achromaten ist umso größer je kleiner die Öffnungszahl und umso größer die Öffnung.
Der 127F6,5 zeigt einen sehr ausgeprägten Farbfehler und ist daher für hohe Vergrößerungen ( kleine AP) nicht geeignet.

Wenn du etwas Geld sparen möchtest würde ich dir stattdessen ein ED Doublet empfehlen.
Gern auch mit FPL53,das ist vergleichbar mit dem FCD100.
So ein Doublet ist deutlich preisgünstiger wie die von dir ins Auge gefassten Triplets. Zeigt dir aber das Gleiche wie die teuren Triplets.
Auch wenn die Farbkorrektur nicht ganz an die der Triplets herankommt.
Der Unterschied eines guten ED Doubles mit guter Glaspaarung zu den Triplets ist visuell aber eher rein akademischer Natur und hat keine Praxisrelevanz.
Ein Triplet ist visuell etwas für Perfektionisten mit sehr ausgeprägter Farbfehlerallergie die selbst der geringste hauch eines winzigen Restfarbfehlers stört.
Dafür müssen sie dann deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Dieses 125mm ED Doublet hier

https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p10133_TS-Optics-Doublet-SD-APO-125mm-f-7-8---FPL-53---Lanthan-Objektiv.html

Hat eine gute Glaspaarung mit sehr geringem sekundärem Spektrum.
Es wird dir daher praktisch das Gleiche zeigen wie das 127 FCD100 Triplet, die 2mm Unterschied in der Öffnung wirst du nicht bemerken können.
Du wirst bei gleicher Fertigungsqualität auch keinerlei Unterschied in Kontrast und Schärfe bemerken können. Der Restfarbfehler dieses 125mm FPL53+ Lanthan (2 Sondergläser) Doubles mit F7,8 ist so klein das er sich hierauf nicht mehr Praxisrelevant auswirken kann.
Du bekommst hier also einen 125mm APO zum Preis des 102mm Triplets.
Und wenn ich da die Wahl habe würde ich in jedem Fall das 125mm Doublet nehmen da es spürbar mehr zeigen wird als das 102mm Triplet.
Und der Mehrpreis für das 127mm Triplet wäre mir dann wieder zu hoch weil ein Triplet letztlich auch nicht mehr zeigen kann als ein gutes ED Doublet mit vergleichbarer Öffnung.

Grüße Gerd


Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

Cleo
Altmeister im Astrotreff


1923 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  15:35:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Alex,

Apo definiert sich über die Qualität der Farbkorrektur, die auch mit zwei Gläsern sehr gut sein kann.

Bezüglich Peters Beiträgen: mag sein, dass der 120/1200 Skywatcher besser verarbeitet ist als der 127/1200 Bresser, keine Ahnung. Die Farbkorrektur ist ähnlich und wie geschrieben, ich fand diese langen Achromaten am Mond schon anstrengend.

Vergiss die kurzen Achromaten (120/600) für Deinen Einsatz, die taugen nur für niedrige Vergrößerungen. Gerade für Mond und Planeten sind sie ungeeignet, weil viel zu "bunt".

Viele Grüße

Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

Bearbeitet von: Cleo am: 19.01.2021 15:35:55 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5910 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  17:40:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Alex,
das
Zitat:
Original erstellt von: subsonic
vielen Dank für Deine Erläuterungen.

Ich wohne noch im Norden von Hamburg, kurz vor Schleswig Holstein. Bei uns es es schon um einiges dunkler, als im Stadtzentrum und ein kurzer Ausflug Richtung Norden in "dunklere" Gebiete wäre kein Problem.

Ich tendiere momentan zu einem 5" Apo und kann die EQ5 noch zurücksenden und gegen eine HEQ5 tauschen (sobald diese wieder lieferbar sind).

Viele Grüße
Alex


das hört sich schon gut an, was die Gegend betrifft. Zum Zweilinser und Dreilinser. Es gibt durchaus Zweilinser APOs die die Farbreinheit von Dreilinser APOs übertreffen. Visuell und für Planeten- und Mondaufnahmen ist der von Gerd beschriebene APO sicher mehr wie ausreichend farbrein. Du wirst durch den kleinen Farbfehler sehr wahrscheinlich keinen Farbsaum an Mondkratern oder an Mars, Jupiter und Saturn sehen und die mininmalen Kontrasteinbußen durch den sehr kleinen Farbfehler im kurzwelligen Blau/Violett oder im langwelligen Rot sind bestimmt nicht sichtbar.
Ich habe mit verschiedenen APOs Planetenaufnahmen gemacht. Der Vixen FL102s ist ein 102/920 Zweilinser APO mit einer Fluoritelinse. Auf den Planetenfotos sieht man keine Farbsäume und auch da sind die Farben an Jupiter sehr ähnlich wie im Spiegel. Die Brauntöne sind vielleicht eine Spur intensiver wie im Spiegel.
Beim 100/800 LZOS Triplet gibt es unterschiedliche Modelle. Manche sind nur ein bisserl farbreiner wie der Vixen 102/920 und manche sind extrem farbrein. Laut Gerd hängt es von den Glasschmelzen ab.
Der FLT 105/1000 ist auch ein Triplet und stellt für mich bisher das Maximum da, was ich an Farbreinheit bei einem Linsenteleskop gesehen hab. Es schaut wie die Abbildung in einem Spiegelteleskop ohne Obstruktion aus und zeigt aber extrem wenig Streulicht. Alle genannten Teleskope zeigen an normalen Objekten im Fokus keinen Farbsaum. Beim Defokusieren kann sich Farbe hineinmischen und manche Farbtöne können je nachdem minimal zum Spiegelteleskop abweichen. Bei den extrem farbreinen LZOS und FLT ist auch außerhalb des Fokus keine Farbe zu sehen (ähnlich wie beim Newton).
Kleine Bemerkung zu den Farbtönen im Spiegelteleskop. Manche Spiegel haben einen leichten Gelb oder Grünton und andere sind neutral. Ich habe also auch zwischen zwei Newtons leicht unterschiedliche Farbtöne erhalten.
Ich kenne mich nur mit Planetenfotos und Mondfotos aus. Mit Deepsky habe ich keine Erfahrung. Ich sehe halt, dass dort oft Dreilinser APOs zum Einsatz kommen. Ob ein Triplett für Deepskyaufnahmen notwendig ist, weiß ich nicht.
Wenn Deepskyfotos nicht geplant sind, dann hat der Zweilinser APO mit Lanthan und Fpl53 den Vorteil, dass er visuell sehr farbrein ist, das Objektiv leichter ist und sich schneller an die Umgebungstemperatur anpasst. Wenn dann noch der Sterntest passt, dann ist alles perfekt.

Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

subsonic
Mitglied im Astrotreff


42 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  19:33:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

und wenn der Händler (in diesem Fall der Hersteller Bresser) den Sterntest nicht anbietet, gibt es eine Möglichkeit, zuhause zu beurteilen, ob man bei einem neuen Apo ein gutes Exemplar erwischt hat?

VG
Alex

Zitat:
Original erstellt von: Niklo

Hallo Alex,
noch ein Nachtrag. Ich stimme dem zu, was der Gerd und der Norman schreibt. Visuell wäre der 5" f/7,8 Zweilinser APO mit FPL53 und Lanthan wirklich eine gute Option.
Für Deepskyphotos, wenn da Interesse besteht, würde ich weiterhin einen 4" Dreilinser APO nehmen da die Anforderungen an die Montierung höher sind. Wenn das nicht interessant ist, dann gern den 5" Zweilinser APO.
Zu den Vergrößerungen: Es kommt auf das Objekt an und auf die Luftruhe. Doppelsterne vertragen bei entsprechenden Seeing auch Übervergrößerung, Mars mit sein hohen Flächenhelligkeit verträgt auch oft Übervergrößerung und Mond je nach Geschmack ebenfalls. Bei Jupiter ist oft weniger Vergößerung mehr. Das muss man für sich selber ausprobieren.
Falls es ein APO wird würd ich vorher um einen Sterntest bitten (auch gegen Aufpreis). Wenn Astigmatismus und Achskoma... gering ist (guter Sterntest), dann ist der APO in der Regel sehr gut.
Servus,
Roland


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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
4086 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  19:49:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Alex,

ein Sterntest ist beim Fernrohrkauf sowieso angeraten, da sich hier instantan Fehler zeigen.

Der Test ist sehr empfindlich.

Der Stern muss punktfoermig erscheinen und er sollte (ausser beim Achromaten) keinen deutlich sichtbaren Farbhof haben.

Bei hoher Vergroesserung sollte bei zenitnahen Sternen (--> weniger atmosphaerische Einfluesse) bei gutem Seeing die Beugungsfigur sichtbar sein.


Beim Fokussieren durch den Brennpunkt sollte das Sternbild in beiden Richtungen kreisrund auseinanderlaufen, wobei hier etwas Farbe sein kann.

Ist der Stern zum Beispiel elliptisch, und dreht sich die lange Achse der Ellipse beim Fokusdurchgang um 90 Grad,
dann ist das Objektiv astigmatisch und nicht in Ordnung.



(PS: Geht es Euch auch so, dass man in diesem Thread sehr viel in Azimut scrollen muss?

Habe deswegen kurze Saetze gewaehlt und oefters ENTER gedrueckt.)

Best wishes aus Nordostengland,
Jurgen
Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

Bearbeitet von: JSchmoll am: 19.01.2021 19:51:31 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5910 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  20:01:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jürgen,
ja, das ist bei mir komischerweise auch so.
Woher es hier kommt, weiß ich auch nicht.

Hallo Alex,
ich würde einfach beim Händler Deiner Wahl nachfragen, ob der Händler gegen einen Unkonstenbeitrag diesen Test für Dich durchführen kann.
Natürlich kannst Du den Test auch selber machen. Das ist aber sehr nervig wenn Du dann den Karton aufheben musst und dann das doch recht große Paket zur Poststelle fahren musst.
Meine Empfehlung ist, mit dem Händler zu reden und einen Händlerseitigen Test zu vereinbaren. Bresser wird ja nicht nur von Bresser vertrieben und der TS 2 Linser APO nicht nur von Teleskop Express.
Es ist für mich nichts ärgerlicher wie ein Teleskop wieder zurückschicken zu müssen. Zumal ist es meist so, dass wenn das Teleskop dann da ist, dass dann meist wochenlang keine Beobachtung möglich ist.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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Gerd-2
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1167 Beiträge

Erstellt  am: 20.01.2021 :  00:28:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Alex,

Zitat:
das FCD-100 Glas ist scheinbar das beste, was man bei ES bekommt. Daher wäre das auch der Wunschkandidat gewesen. Kostet aber auch eine Menge (mehr) Geld.

Ist denn der 125 ED Doublet, auf den Du verlinkt hast, besser, als der 127 ED APO mit 3 Linsen und FCD-1 Glas (https://www.bresser.de/Astronomie/Teleskope/EXPLORE-SCIENTIFIC-ED-APO-127mm-f-7-5-FCD-1-Alu-2-R-P-Fokussierer.html). Preislich gibt es da ja kaum Unterschied.



ja ein ED Glas wie FCD 100 oder FPL53 / 55 ist das Beste was es an ED Gläsern gibt, wobei es optisch praktisch keinen Unterschied macht welches der 3 Gläser man nun verwendet da alle 3 sehr ähnlich in ihren optischen Eigenschaften sind.
Es gibt bzw. gab bei ES auch eine APO Serie mit FPL53. Davon ist aber nur der 165mm übrig geblieben.
https://www.bresser.de/Astronomie/Teleskope/EXPLORE-SCIENTIFIC-APO-165-mm-FPL-53-CF-3-0-FT.html
Aber wie gesagt das FCD100 ist genauso gut wie das FPL53.
Das FPL53 ist halt nur bekannter.

Zum FCD1 Triplet.
Das ist schon ziemlich alt, stammt von Kunming Optical die es unter der Marke Maxvision in Asien verkauft haben. Im Rest der Welt war es dann als Meade zu haben.
https://www.cloudynights.com/topic/152818-uk-based-maxvision-127-apo-triplet/
Nach dem Ende von Meade ist es jetzt bei ES bzw. Bresser zu haben.

Da habe ich etwas ambivalente Aussagen zur Farbkorrektur und Qualität gehört.
Zumindest die Alten sollen sichtbar Farbe zeigen und auch bezüglich Fertigungsqualität hier insbesondere des Spiels der Linsen zur Fassung stand es zumindest bei den Alten nicht immer zum Besten.
Mögliche Farbe könnte auf Fertigungsmängel hindeuten so das das Level an Farbkorrektur welches das Design eigentlich verspricht nicht erreicht wird.

Mit den Neuerern die nun als ES bzw. Bresser zu haben sind scheinen ihre Besitzer aber ganz zufrieden zu sein. Auch was die Farbkorrektur betrifft.
Es wird ein Polystrehl von 0,93 angegeben.
Das ist in etwa auch das was ich mindestens für das 125F7,8 Doublet von TS erwarten würde.

Zitat:
Ein Nachtrag noch: ich verstehe nicht ganz, warum der TS Optics Doublet APO zwei Linsen hat. Ich habe gedacht, dass ein APO immer 3 Linsen haben muss.


Wie du ja gerade gesehen hast erwarte ich von dem TS Doublet mindestens die Farbkorrektur die auch das FCD1 Triplet bietet.
Man kann also allein anhand der Anzahl Linsen nicht so einfach auf die Farbkorrektur schließen und damit auch nicht beurteilen ob es nun ein APO ist oder nicht.
Es spielen hier auch die verwendeten Gläser und die Eckdaten Öffnung und Öffnungszahl eine entscheidende Rolle.
Und wenn ein Doublet eine sehr gute Glaspaarung hat und auch bezüglich Öffnungszahl moderat ausgelegt ist kann es sehr wohl recht farbrein sein und das Level eines Triplets mit nicht ganz so gutem Glas oder kleinerer Öffnungszahl erreichen.

Um das Level eines Triplets mit ebenfalls hervorragenden Gläsern erreichen zu können muss das Doublet dann aber eine etwa 20 bis 40% höhere Öffnungszahl aufweisen.
Wobei es auch hier Ausnahmen gibt wie AGEMA gezeigt hat. Diese CaF2 Doublets erreichen das Level von erstklassigen Triplets sogar bei gleicher Öffnungszahl.
Auch hier siehst du das es nicht allein an der Anzahl der Linsen liegt wenn man die Farbkorrektur bewerten will.

Grüße Gerd

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