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 Ein trauriger Celestron C11
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Seite: von 4

JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
4086 Beiträge

Erstellt  am: 09.01.2021 :  21:38:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Thomas,

unter der Annahme, dass Celestron Standardgewinde verwendet hat, eher nicht.

https://en.wikipedia.org/wiki/Unified_Thread_Standard

3/8" hat entweder 16 (UNC), 24 (UNF) oder 32 (UNEF) TPI. Es gibt wohl eine Steigung von 28 TPI, aber das ist ein anderer Durchmesser. 1/4" oder #12 in UNF oder 7/16" in UNEF.

Vielleicht mal ueber ein ganzes Zoll abzaehlen, um eine genauere TPI-Groesse zu bekommen.

Und klar, Celestron koennte hier auch ein Spezialgewinde eingesetzt haben. Sinnvoll waere das aber nicht - wenn ein 3/8" wirklich feiner als 24TPI sein muss, dann haette es doch das UNEF mit 32 TPI getan. Eine Zwischengroesse macht da wenig Sinn.




Best wishes aus Nordostengland,
Jurgen
Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

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tgd16
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
66 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2021 :  21:22:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Habt ihr Lust noch mehr von dem "traurigen C11" zu hören? Man kann viel über Optik und Teleskopbau lernen...

Also, das Gewinde zur Spiegelverstellung hat 32 Gänge auf 2,54 cm... Danke Jürgen für den "Schubser", ein ganzes Zoll abzuzählen! Es ist ein 3/8"-32 UNEF

Das nächste Rätsel erwartete mich am Hauptspiegel. Bei der Fragestellung, wie bade ich den jetzt (?) viel mir auf, dass ausgerechnet bei der Fabrikmarkierung der Einbaurichtung zwei Messingplättchen unterlegt sind. Also vermutete ich einen Spiegel mit deutlich einseitigem Rand. Dem ist aber nicht so. ziemlich gleich, vielleicht 0,5mm Unterschied auf 290mm Durchmesser.

Später war der Fangspiegel zur Begutachtung dran. Ich traute kaum meinen Augen: Perfekt aufgeklebt, sehr gleichmäßiger Spalt! Aber zuerst schob ich es auf meine Gleitsichtbrille, die auch gerade Linien etwas verbiegen kann, aber nachgemessen ist die Randhöhe des Spiegels um einen Millimeter unterschiedlich. Auf der einen Seite 11mm und auf der anderen 10mm.

Jetzt könnte man sich so einen Fangspiegel als Plankonvex-Linse vorstellen, wo natürlich nur die konvexe Seite poliert wird. Aber auf 79mm Durchmesser 1mm Höhenversatz zu erzeugen...da saß diese Linse, pardon, Spiegel, wohl direkt am Rand der Bearbeitungskalotte (solche Teile werden üblicherweise auf speziellen Mehrfach-Träger hergestellt).

Sicherlich ist es kein Problem, dass der Fangspiegel einen Keilfehler hat. Dafür kann man das Ding ja mit den drei Schrauben justieren. Was aber ist, wenn dieser Keilfehler bei der Montage nicht bemerkt wurde und die Fangspiegelzentrierung, auf "neutral" gestellt, ein "Mistbild" erzeugt hat? Dann geht der Monteur her und unterlegt an dieser Stelle den Hauptspiegel... Katastrophe! Dann ist der Strahlengang nach der Reflektion schief und gelangt irgendwie durch den auch schiefstehenden Fangspiegel ins Okular. Ob dieses Bild so jemals i.O. sein wird?

Es könnte natürlich auch so sein, und das wäre sinnvoll, dass schrittweise die Kollimation geprüft wird. Also: Hautspiegel rein und prüfen, ob dieser auch zentrisch zurückspiegelt, dann nächster Schritt, Fanspiegel rein und diesen justieren. Ich weiß nicht, ob bei den Teleskopbauer so vorgegangen wird?

Könnte das ein Grund der "Gurken" sein, von denen man im Netz lesen kann? Die nicht einmal in der Lage sind das Orion - Trapez vollständig zu trennen?

Naja, wir werden sehen. Noch traue ich mich nicht die Unterlegteile des Hauptspiegels zu entfernen. Vielleicht habe ich ja irgendetwas übersehen?

Falls jemand noch Bilder/ Ansichten eines zerlegten C11 haben möchte... dieser hier ist es im Moment.

Viele Grüße und CS
Thomas






Dob 400 f/4,5|GSO Dob(rot)200/1200|Tak FC-100DF+HEQ5|APM Bino100

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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
4086 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2021 :  21:41:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Thomas,


danke fuer Dein Update!

Ich wuerde die Plaettchen am Hauptspiegel belassen. Wahrscheinlich stellen sie sicher, dass die optische Achse mit der Blendrohrachse, auf der der Spiegel verschoben wird, fluchtet. Es gibt ja sonst keine Justiermoeglichkeiten.

Der Keilfehler von 1mm ueber 80mm klingt wirklich astronomisch. Auch bei Kalottenpolitur sollte das nicht sein, da ja die Rohlinge am Rand der Kalotte schraeg aufliegen, da die Steckplaetze der Kalottenkurve folgen.

Vermutlich wurde der Hauptspiegel erst mit den beiden "Shims" (wie die Plaettchen im Angelsaechsischen heissen) auf einer optischen Bank so festgesetzt, dass die optische Achse hinreichend nahe an der Blendrohrachse ist.

Normalerweise wird dann die Schmidtplatte mit dem Fangspiegel eingesetzt und auf der optischen Achse zentriert. Deshalb muss man ja die Schmidtplatte immer im korrekten Winkel einbauen. Teils erfolgt auch noch eine Handretusche des Fangspiegels (zumindest laut Werbung), und ich weiss nicht, wann das erfolgt.

Schliesslich wird aber das gesamte System justiert, was ausschliesslich ueber den Fangspiegel geschieht. Vermutlich haben sie in der Fertigungsstaette einen grossen Kollimator mit kuenstlichem Stern dafuer. Und natuerlich wird sich das Geraet auf dem Weg zum Kundne wieder dejustiert haben. Aber eine Kollimationsanleitung lag in Form der Betriebsanleitung bei, auch auf Deutsch. Ich glaube nicht, dass jemand so ein teures C11 zerlegt, weil es "nichts taugt", ohne zunaechst die Kollimation ausprobiert zu haben.

Koennte es sein, dass das C11 mal einen Schmidtplattenbruch hatte und der Vorbesitzer beim Einbau der Ersatzplatte auf Schwierigkeiten stiess?

Das ist alles ein bisschen Sherlock Holmes, weil wir die Vorgeschichte des traurigen C11 nicht kennen.

Wie kannst Du es wieder gluecklich machen?

Wenn ich in der Situation waere, wuerde ich das Geraet erstmal nach bestmoeglichem Wissen wieder zusammenbauen - also unter Ausnutzung vorhandener Markierungen, oder auch Stellen, wo man sieht, dass dort z.B. ein Korkstueckchen gesessen hatte. So gut wie moeglich rekonstruieren. Groesstes Gewerk ist hier erstmal die Fokussierung, damit der Spiegel stabil ist. Vielleicht kannst Du den Spiegel irgendwie im Innern festsetzen, indem Du einen "Dummy" baust, der den Spiegel am Ausleger haelt und eventuell noch ein grobes Fokussieren durch Verschieben gestattet? "Fein" fokussieren koenntest Du dann mit dem Okular in der Steckhuelse: Schieben und festklemmen.

Dann koenntest Du das System am Stern kollimieren und Dir ein Bild davon machen, wie gut oder schlecht die Optik wirklich ist. Zeigt sich, dass trotz perfekter Kollimation beispielsweise das Trapez nicht getrennt wird, dann ist was faul. Sieht es dagegen gut aus, und beispielsweise Castor A+B werden locker getrennt, dann lohnt sich die Investition in eine neue Spiegelfokussierung.




Best wishes aus Nordostengland,
Jurgen
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Bearbeitet von: JSchmoll am: 11.01.2021 21:43:43 Uhr
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tgd16
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
66 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2021 :  22:05:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jürgen,

Danke für Deinen fachkundigen Rat! Ich belasse es so, klar. Die Shims nehme ich nicht weg. Weswegen das Gerät dermaßen zerlegt war ist echt ein Rätsel ohne Antwort. Dass es einen Schmidtplattenbruch gab kann ich bereits ausschließen. Denn alle optischen Elemente (Haupt- und Fangspiegel, sowie Schmidtplatte) tragen die gleiche Nummer: 5663.

Das Drehteil und ein Widerlager für die Schärfeeinstellung habe ich bereits aufgezeichnet. Ich suche nur noch den Dreher. Einen Gewindeschneider 3/8"-32 UNEF gibt es bereit für 6-8 Euro (falls sich Baader nicht meldet) und Günter (G2-Astro) hat mir bereits ebenso wertvolle Tipps zukommen lassen.

Irgendwann werde ich diesen Thread umbenennen: "ein glücklicher C11 mit Optik 5663"

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

CS, Thomas


Dob 400 f/4,5|GSO Dob(rot)200/1200|Tak FC-100DF+HEQ5|APM Bino100

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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
4086 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2021 :  22:09:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Thomas,

ich hoffe mit Dir auf ein Happy End. Falls du keinen lokalen Dreher findest ... guck mal in meine Signatur. Wobei ich aber nur Hobbyfrickler bin und in England sitze. Wenn Du einen Profi kennst, vielleicht noch mit CNC, dann bist Du da besser aufgehoben als mit meinen Machwerken.

Best wishes aus Nordostengland,
Jurgen
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tgd16
Mitglied im Astrotreff

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Erstellt  am: 11.01.2021 :  22:19:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jürgen,

Deinen Spruch bewundere ich schon die ganze Zeit!

Habe selbst mal Drehen (im Metallgrundkurs) gelernt und könnte auf unseren firmeneigenen Werkzeugbau zugreifen, was aber [badisch/württembergisch] ein "G'schmäckle" hätte. Also habe ich heute bei einer Dreherei, die mit dem ersten "Online-Konfigurator" für Drehteile wirbt, angefragt.

Mit dieser Art der Online-Konfiguration habe ich schon gute Erfahrungen in Holzwerkstoffen für meinen Dobson gemacht. Es sind einfache geometrische Formen darstellbar, die dann gefräst oder eben wie hier gedreht werden. Mal sehen wie hoch das Angebot ausfällt...

Viele Grüße und bitte gesund bleiben!

Thomas



Dob 400 f/4,5|GSO Dob(rot)200/1200|Tak FC-100DF+HEQ5|APM Bino100

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tgd16
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
66 Beiträge

Erstellt  am: 15.01.2021 :  19:20:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
So, ich bin ein Stückchen weiter,

nachdem ich die Messinghülse konstruiert habe und via Internet bei Drehereien anfragte, war mir das dann auch zu teuer. Ich muss dazu sagen, dass ich die Stundensätze kenne und schon das Vorbereiten der Maschine einiges kostet. Das ist also kein Vorwurf an die Preise!

Die Firma Baader hat zwischenzeitlich geantwortet, doch leider kommen die Teile aus Fernost und die Lieferzeiten sind bei einem solchen Teil recht groß.

Dann stieß ich zum zweitenmal auf ein Angebot, das sich wie folgt nennt:

"Fokussiermotor Retrofit Kit für 11" RASA"

Die 11" haben mich neugierig gemacht und bei näherer Betrachtung entpuppte sich dieses reguläre Angebot als Rückbaufokussierer um einen Motor anzuschließen. Das heißt, man entfernt vom RASA 11" den teuren Feathertouch und baut den alten Fokussierer ein. Die Bilder waren vielversprechend und so bestellte ich das Ding für 46 Euro (inkl. Versand)

Das Wagnis ist aufgegangen: ein Fokussierer (ohne Abdeckplatte und Kunststoffknopf), aber mit Kugellager und passendem 3/8"-32 Gewinde. Zoll-Schrauben zur Befestigung habe ich schon besorgt, die Abdeckplatte, welche den Fokussierer an seiner Drehung verhindert (durch Niederspannen) ist jetzt nur noch eine kleine Aufgabe. Dann geht es an den Zusammenbau!

Ob meine HEQ5 zumindest testweise den C11 hält? Ich bin gespannt welche Abbildung der C11 zeigen wird.

Viele Grüße und CS
Thomas

Dob 400 f/4,5|GSO Dob(rot)200/1200|Tak FC-100DF+HEQ5|APM Bino100

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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
4086 Beiträge

Erstellt  am: 15.01.2021 :  19:55:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Thomas,

das sind ja erfreuliche Resultate! Auf jeden Fall ein grosses Stueck weiter.

Testweise sollte das C11 von einer HEQ5 gehalten werden. Es wurde hier in UK sogar mal regulaer auf einer EQ5 (ohne H) angeboten! Wobei es natuerlich eher auf eine EQ6 gehoert. Auf der HEQ5 wirds wackeln, aber zum testen reichts. Eventuell reicht das Gegengewicht nicht - dann muesste ein weiteres provisorisches Gegengewicht, notfalls eine Tuete mit Kieselsteinen, dafuer herhalten.







Best wishes aus Nordostengland,
Jurgen
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Bearbeitet von: JSchmoll am: 15.01.2021 19:56:46 Uhr
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tgd16
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
66 Beiträge

Erstellt  am: 15.01.2021 :  22:24:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Liebe Mitlesende, hallo Jürgen,

also wenn das C11 mal auf einer EQ5 angeboten wurde, dann dürfte meine HEQ5 keinen Schaden nehmen. Wobei ich schon Bedenken, der Lager wegen, habe, denn die brauche ich noch für ein paar Astrofotos!

Die Abdeckplatte für den Fokussierer habe ich nun auch gefunden: Eine Unterlagscheibe aus Messing für M30, also 31x56x4. Die bekommt 3 Löcher mit 3x120° und der Fokussierer sitzt.

Nächstes Thema ist die Losmandy-Schiene, welche zu diesem C11 gehört. Als "Vixen-Style" Aufnahmebesitzer ist das ein Problem. Für diese Verbindung habe ich nun eine Universalaufnahme, welche beide Formate spannen kann, im Zulauf ... und der Vorrat an Kleinteilen (badisch = Kruuscht) vermehrt sich wieder einmal. :-)

BTW: ... ich liebäugle persönlich mit einer GM811g, so als Allrounder, aber das gehört wohl nicht in diesen Thread... dennoch Kommentare zur Kombi C11 und Losmandy GM811G?

VG und CS
Thomas

Dob 400 f/4,5|GSO Dob(rot)200/1200|Tak FC-100DF+HEQ5|APM Bino100

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

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5910 Beiträge

Erstellt  am: 16.01.2021 :  11:45:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,
das freut mich, dass Du weitergekommen bist. Auch ich denke, dass die HEQ5 keinen Schaden nimmt. Die Länge des Teleskops ist noch relativ kompakt und das Gewicht sollte die HEQ5 auch packen.
Ja, das Gewicht wird auch von der Vixen GPD2 und Celestron ADM gepackt. Ich hatte mal einen Bresser 6" f/8 Refraktor auf der ADM und der hat 12 kg gewogen bei entspechender Länge. Schaden hat die ADM keinen genommen, aber die Nachschwingzeit war mir schon zu viel.
Bei dem kürzeren C11 sollte das etwas besser sein und die HEQ5 ist nochmal stärker wie die ADM.
Einfach mal ausprobieren. So schnell geht das nicht kaputt. Es könnt allerhöchstens sein, dass das Nachschwingen ein (bisserl) stört.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

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tgd16
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66 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2021 :  22:22:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo an alle Interessierte,

auch kleine Erfolge machen glücklich! Gewinde bestimmen, Gewinde suchen, pragmatische Lösungen finden: Der traurige C11 ist wieder fokussierbar: Durch den Retrofit RASA Fokussierer, welcher wohl nichts anderes ist als der alte Standard Fokussierer, und dazu eine Messing Unterlagscheibe mit selbstgebohrten 3x120° Löcher im Durchmesser 4mm, sowie den passenden zölligen Schrauben, sieht dieser Teil gar nicht so schlecht aus. Zumindest ist die Funktion wieder hergestellt. Sobald ich ein bisschen Muße finde, baue ich das gesamte Fernrohr mal zusammen.
Apropos Spiegelshift: das feine, an einem zu langen Hebel fixierte Schräubchen 3/8"-32 saß fast unbemerkt nicht so richtig fest! Das habe ich nun auch gleich mal fest angeschraubt.

Je länger ich über dem traurigen C11 sitze und nachdenke: es ist echt kein Hexenwerk diese Mechanik. Ziemlich einfach aufgebaut. Mit ein paar mechanischen Teilen könnte man den Spiegelshift eliminieren, in dem man die treibende Kraft der Fokussierung in der Nähe des Blendrohres wirken liese und eben nicht über diesen Hebel.
In der Zwischenzeit ist auch die Schmiere "Klüberpaste 46MR401" angekommen. Ich las im Netz, dass diese nicht ausdünstet und sie wird mir helfen das vorhandene Spiel zwischen Blendrohr und Spiegel zu kaschieren.

VG und CS
Thomas


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tgd16
Mitglied im Astrotreff

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Erstellt  am: 25.01.2021 :  22:57:16 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Freunde eines SC,

es ist vielleicht eine "dumme" Frage, es geht um die Schmidtplatte. Ich hatte ja schon berichtet, dass diese am Rand grünlich schimmert, aber die Spiegelnummer trägt und ich deswegen davon ausgehe, dass Sie ein Original ist.

Heute wollte ich mich um diese Platte kümmern. Was mich stutzig macht ist, dass ich keine optische Wirkung beim Durchschauen mit dem "unbewaffneten" Auge erkennen kann. Wüsste ich nicht, dass diese Platte eine besondere Form haben muss, täte ich sie als "Fensterscheibe" ab.

Ist diese besondere Form tatsächlich mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbar?

VG und CS
Thomas

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tgd16
Mitglied im Astrotreff

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66 Beiträge

Erstellt  am: 26.01.2021 :  00:00:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: JSchmoll


Ich wuerde die Plaettchen am Hauptspiegel belassen. Wahrscheinlich stellen sie sicher, dass die optische Achse mit der Blendrohrachse, auf der der Spiegel verschoben wird, fluchtet. Es gibt ja sonst keine Justiermoeglichkeiten.





Hallo Jürgen,

ich bin ja gerade bei der Schmidtplatte, aber mir lassen diese Shimps keine Ruhe:

Wenn ich das optische System wie gekennzeichnet einbaue so liegen die Shimps am Hauptspiegel und die dünnste Randhöhe des Fangspiegels genau gegenüber.

Spricht dies nicht eher dafür, dass man sich nach dem Fangspiegel richtete? Letztlich erzeugte man so unbeabsichtigt ein "Parallelogramm" im Strahlengang des optischen Systems.

Natürlich weiß ich nicht, ob die Shimps ab Werk so montiert waren. Schließlich war das Teil zerlegt. Ich denke aber, dass diese eher entfernt werden sollten. Der Hauptspiegel hat eine gleichmäßige Randhöhe, aber der Fangspiegel fällt aus der Rolle. Und das muss über die Fangspiegeljustierung ausgeglichen werden.

mmh...

VG und CS
Thomas



Dob 400 f/4,5|GSO Dob(rot)200/1200|Tak FC-100DF+HEQ5|APM Bino100

Bearbeitet von: tgd16 am: 26.01.2021 00:04:55 Uhr
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Gert
Altmeister im Astrotreff


2807 Beiträge

Erstellt  am: 26.01.2021 :  08:29:06 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Gert's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

Bei einem alten Meade SCT, dem ich eine Grundüberholung verpasst habe, habe ich mal nachgeschaut, wie genau der HS auf der Lagerröhre sitzt. Ein einfacher Holzstand mit V-Einschnitten dient als Lager. Ein Laserpointer auf den Spiegel gerichtet und an der Wand gegenüber die Kreise beobachtet. War am Anfang ziemlich erschreckend. Ich habe dann Papierstreifen unter den HS gelegt, bis die Justage perfekt war.



Bei der Gelegenheit habe cih auch gleich ein Ronchi vom HS gemacht.


Clear Skies,
Gert

EDIT: Bilder Uploads eingebaut.

Bearbeitet von: Gert am: 26.01.2021 19:01:51 Uhr
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tgd16
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
66 Beiträge

Erstellt  am: 26.01.2021 :  20:01:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gert,

Danke für diese Idee. Bevor ich die Shimps entferne, probiere ich in jedem Fall ähnliches!

Jetzt kenne ich aus meiner Optikerzeit lediglich das Prüfen von Sphären mit dem Interferometer und dem "Probeglas". Wie funktioniert das mit dem Spiegel und dem Ronchigitter? Hattest Du da auch einen speziellen Aufbau? Wieviele Linien im Ronchi verwendest Du?

VG und CS
Thomas

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