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 Erstes Teleskop, Hilfe gesucht für erste Okulare
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Seite: von 4

CorCaroli
Altmeister im Astrotreff


4853 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  16:28:45 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

Zitat:
Bitte helft mir 3 bis 4 "optimale" Okulare zu finden die ein möglichst breites Spektrum von Planeten- und Galaxiebeobachtung bieten.


Ich würde als größtmögliche Austrittspupille 6mm ansetzen, für die höchste Vergrößerung eine Austrittspupille von 0,7mm.
Die Austrittspupille ist der Lichtbündel der vom Okular herauskommt und berechnet sich Öffnung vom Teleskop geteilt durch die Vergrößerung.

Dein Teleskop hat eine Öffnung von 254mm bei einer Brennweite von 1200mm.

Für die Übersicht bei einer Austrittspupille von 6mm kommt ein Okular mit einer Brennweite von 28mm in Frage das eine Vergrößerung von ca. 42x liefert.

Für den mittleren Vergrößerungsbereich würde ich ein Okular nehmen das eine Austrittspupille von 3mmm erzeugt.
Hier käme ein Okular mit einer Brennweite von 14mmm in Frage bei einer Vergrößerung von ca. 85x.

Den hohen Vergrößerungsbereich würde ich zumindest zwei mal, auf längerer Sicht eventuell sogar dreimal unterteilen.
Einmal ein Okular mit einer Austrittspupille von knapp 2mm, ein weiteres mit 1mm.
Das wären Okulare mit einer Brennweite von ca. 9mm bei einer Vergrößerung von rund 135x und ein Okular mit einer Brennweite von ca. 5mm bei einer Vergrößerung von 240x.

Weitere höhere Vergrößerungen erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sich an dem Teleskop "eingesehen" wurde und mit dem nachführen Erfahrung gesammelt hat.

Hohe Vergrößerungen benötigen auch immer entsprechend gute Bedingungen. Mit höherer Vergrößerung wird auch die Luftunruhe (das Seeing) mitvergrößert. Gerade bei der Beobachtung der Planeten kann eine zu hohe Vergrößerung zu einem verschmieren der kleinen Details führen, besonders wenn die Bedingungen nicht optimal sind.

Viele Grüße
Gerd

Bearbeitet von: am:
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Maeriiii92
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
24 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  18:00:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gerd,

vielen Dank für deine ausführliche Erklärung. Ich habe das Gefühl dass ich es immer mehr druchblicke.

Die verschiedenen Vergrößerungen hatte ich mir einmal ausgerechnet. Wie kam ich denn dazu bei der "optimalen Vergrößerung" auf eine Brenntweite von 3,3 mm zu kommen. Ist diese dann nicht viel zu niedrig und die Vergrößerung mit 363x schon viel zu hoch für den Anfang?

Bei den Okularen die du empfielst würdest du da zu einer 2" Steckhülse oder 1,25" tendieren, abgesehen vom Preis. Und welches Gesichtsfeld empfielst du jeweils weil den niedrigeren Brennweiten?

Aufgrund von Randunschärfe oder Koma-Fehlern würde es sich ja eigentlich lohnen immer direkt ein größeres Gesichtsfeld zu wählen oder?

Grüße
Maeri

Bearbeitet von: am:
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AstroCarsten
Altmeister im Astrotreff


1584 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  18:11:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Maeriiii92

Hallo Carsten,
verstehe ich das aber richtig dass du dann mit dem Wechsel auf ein Steckmaß von 1,25“ auch ein kleineres Gesichtsfeld hast? Hast du dies dann ausgeglichen durch die Brennweite von 24 mm anstatt 27 mm?



Hallo,

bei Reduzierung der Brennweite steigt die Vergrößerung, wodurch sich das wahre Gesichtsfeld (sofern beide Okulare das gleiche scheinbare Gesichtsfeld haben) und die Austrittspupille reduzieren.

Das 24 mm Panoptik ist das letzte Okulare, welches bei 68 Grad Gesichtsfeld noch in 1,25" sinnvoll zu realisieren ist, genauso wie das 32 mm Plössl mit 50 Grad Gesichtsfeld.

Mit den 24 mm habe ich 4,8 mm Austrittspupille, beim 27 mm waren es 5,4 mm. Der Unterschied ist aus meiner Sicht zu verschmerzen. Auch das Gesichtsfeld ist bei 24 mm für mich immer noch ausreichend.

Die Bereiche Gesichtsfeld und Austrittspupille sind auch immer sehr Anwenderbezogen. Wenn du ein möglichst großes Gesichtsfeld möchtest, solltest du von vornherein ein Übersichtsokular mit mind. 82 Grad wählen. Dann geht es aber nur noch in 2". Der Preis wird sich ebenfalls entsprechend erhöhen.

Gruß

Carsten




Bearbeitet von: AstroCarsten am: 02.01.2021 18:19:16 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


18289 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  18:20:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Maeri,
Zitat:
Aufgrund von Randunschärfe oder Koma-Fehlern würde es sich ja eigentlich lohnen immer direkt ein größeres Gesichtsfeld zu wählen oder?
Und genau da kommt das Problem. Je größer das Eigengesichtsfeld, desto deutlicher wird die Koma sichtbar und ebenso machen sich die Fehler durch Bildfeldwölbung bzw. die Abbildungsfehler des Okulars selbst bemerkbar. Und die beiden Fehler führen dann zu deutlich vergrößerter Sternabbild, zunehmend zum Bildfeldrand hin. Das ist ja die Krux. Ein gut konstruiertes Okular kann mit der Bildfeldwölbung bzw. dem stumpfen Strahlengang besser umgehen, zeigt als den Eigenfehler weniger oder kaum, die Komaschwänzchen bleiben aber.
Zitat:
Bei den Okularen die du empfielst würdest du da zu einer 2" Steckhülse oder 1,25" tendieren...
2" ist erst mal für das Übersichstsokular nötig, um damit ein möglichst großes Sichtfeld zu bekommen. Bei den kurzen Brennweiten nicht mehr unbedingt, dann passt die Feldblende ja zu der kleineren Steckhülse.

Gruß Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3947 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  18:26:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Marie,

das "Übersichtsokular" würde ich mir schon noch in 2" holen. Also das 24mm mit 82 Grad, oder das 27 Panoptic mit 68 Grad, oder - falls es taugt (hat sich noch nie jemand im Forum geäußert) das neue TS 28mm 82 Grad. Achte bitte auch auf das Gewicht eines Okulars, das können ganz schöne Hammerköpfe sein ;-)!

Du scheinst dunkeln Himmel genug zu haben für ein 28mm Okular und sogar 30mm Okular.

Bei 4 Okularen finde ich Gerds Ausarbeitung sehr zielführend. Er hat auch mehr Erfahrung als ich ;-).

Z.b. 240x ist eine vergleichsweise gerne genommene Vergrößerung bei mir (8" f/5) wenn ich an Planeten gehe, oder Mond.
Mehr hat sich, nüchtern betrachtet, noch nie gelohnt bei meinen Beobachtungen (ich kann auf 280x gehen, auf 330x und auf 400x).
Hängt aber sehr vom Standort ab. Unsere Alpinisten und Münchener Freunde freuen sich gelegentlich über 500x oder so.

Wegen 2" noch. Alle Okulare unter 24mm, also 14mm und weniger - als 1,25". Die Brocken mit 120 Grad wirst Du ja eher nicht nehmen, oder?

CS,
Walter


LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 02.01.2021 18:29:15 Uhr
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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff


4853 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  18:34:03 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Maeri,

Zitat:
auf eine Brenntweite von 3,3 mm zu kommen. Ist diese dann nicht viel zu niedrig und die Vergrößerung mit 363x schon viel zu hoch für den Anfang?


Es gibt da eine "optimale" oder auch "förderliche Vergrößerung" mit einer Austrittspupille von 0,7mm.
Warum gerade 0,7mm "festgelegt" wurden, das kann ich nicht genau nachvollziehen. Es sieht aber so aus, und so sind auch die Erfahrungen der meisten Beobachter, das noch höhere Vergrößerungen oder kleinere Austrittspupillen meist keinen Gewinn mehr in der Auflösung und Erkennbarkeit kleiner Details bringen.

Wie ich auch schon weiter oben geschrieben habe, benötigen hohe Vergrößerungen auch gute Bedingungen, sonst bringen die nicht viel ein.
Das andere ist, das hohe Vergrößerungen, die dann kleine Felder am Himmel mit sich bringen, auch erst mal nachgeführt werden müssen. Beim Beobachten muss man sich dann auf das Objekt konzentrieren und beim Dobson, der keine Nachführplattform hat, auch auf das Nachführen.

Es gibt hier im Forum auch Leute, die von Vergrößerungen von 1.000x mit kleinen Teleskopen begeistert sind, ich habe solche Aussagen im Astrotreff schon gelesen. Nachvollziehen kann ich das nicht. Ich glaube kaum das eine zu hohe Vergrößerung noch einen Gewinn in der Erkennbarkeit von kleinen Strukturen mit sich bringt.


Zu den 363x:
ich würde zumindest am Anfang nicht zur höchsten Vergrößerung gehen oder auf die höchstmögliche Vergrößerung schielen.
Diese Vergrößerung musst du beim Dobson auch nachführen können. Ich habe die Situation im Stellarium nachgestellt. Vom Gesichtsfeldrand zu Gesichtsfeldrand vom Okular benötigt Jupiter nur etwas über 30 Sekunden.
Meiner Meinung nach fange erst mal nicht mit der höchstmöglichen Vergrößerung an, sondern mit einer etwas niedrigeren. Wenn du damit zurechtkommst, dann kannst du dir noch ein entsprechendes Okular nachkaufen.

Zitat:
Bei den Okularen die du empfielst würdest du da zu einer 2" Steckhülse oder 1,25" tendieren


Okulare mit kleiner Brennweite (für höhere Vergrößerungen) gibt es bis zum etwa 82° scheinbaren Gesichtsfeld-Bereich meist nur in einer 1,25" Steckhülse. Okulare mit großen scheinbaren Gesichtsfeld, mit 92, 100 oder auch 120° werden je nach Hersteller entweder komplett in einer 2" Ausführung angeboten oder das Okular wird zu einer 1,25" Steckhülse verjüngt.
Natürlich wäre es von der Ergonomie in der Nacht schöner, alles in einer einheitlichen Steckhülse zu haben. Die kleinen Okulare mit kurzen Brennweiten würden dann komisch geformte Teile werden.

Man wird nicht umhinkommen, sich ein Okular in der 2" Ausführung für die Übersicht mit großen Feld anschaffen und die kleineren Brennweiten in der 1,25" Version anschaffen, außer man nimmt Okulare mit sehr großen scheinbaren Gesichtsfeldern.

Zitat:
Und welches Gesichtsfeld empfielst du jeweils weil den niedrigeren Brennweiten?


So groß wie möglich, damit das beobachtete Objekt nicht zu schnell aus dem Feld hinausläuft.
82° sind eine gängige Größe, es gibt eine große Auswahl an Okulare der verschiedenen Hersteller und verschiedenen Preisklassen.
Okulare mit noch größeren scheinbaren Gesichtsfeldern werden auch schnell teurer, haben größere Abmessungen und Gewichte.

Stelle dich auch bitte darauf ein, das zum Teleskop und den Okularen eventuell auch noch Filter, Sternkarten und eventuell ein Peilsucher dazukommt.

Viele Grüße
Gerd

Bearbeitet von: am:
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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1929 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  18:37:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ich verstehe diese Diskussion mit "1,25 Zoll oder 2 Zoll" ja immer gar nicht- das Teleskop hat doch wohl schon einen Okularauszug, in den beides passt? Und das ist ja auch kein Qualitätsmerkmal oder sonst etwas für ein Okular? Ich würde da nur nach Anspruch und Geldbeutel gehen und dann halt den Adapter reinstöpseln oder auch nicht. Allenfalls kann es mit 1,25"-Okularen praktisch sein, dass ein Filter im Adapter bleiben kann, aber das war es dann auch.

Viele Grüße, Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff


4853 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  18:57:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

Zitat:
das Teleskop hat doch wohl schon einen Okularauszug, in den beides passt? Und das ist ja auch kein Qualitätsmerkmal oder sonst etwas für ein Okular?


ich verstehe jetzt deine Aussage nicht genau, versuche aber trotzdem zu antworten:
Für mich ist ein vorhandener 2" Okularauszug am Teleskop schon ein Qualitätsmerkmal. Mit so einem Teleskop können 2" Okulare eingesetzt werden mit denen sich große Felder am Himmel realisieren lassen.
Hat ein Teleskop nur einen 1,25" Auszug verbaut, dann kann man dieses auch nicht dazu nutzen, große Felder am Himmel zu erreichen.

Das gilt zumindest für Newtons (auch die Dobsonteleskope sind allergrößtenteils Newtons) und Refraktoren.
Anders sieht es bei kleinen SC, MC und ähnlichen aus, die ein zu kleines Blendrohr haben und ein 2" Okular technisch beschneiden würden.

Viele Grüße
Gerd

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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1929 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  19:37:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gerd, sorry, das war etwas unklar. Ich meinte: Wenn das Teleskop schon eine 2"-Aufnahme hat, braucht man bei den Okularen nicht auf den Steckhülsendurchmesser zu achten, zumal dieser nicht als Qualitätsmerkmal taugt. Beim Teleskop selbst sieht es anders aus, da stimme ich Dir zu.

Gruß, Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

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Maeriiii92
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
24 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  22:02:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Carsten, Hallo Stefan,
ich würde bei einem meiner zukünftigen Okular mit einer Brennweite von bspw. 24 mm oder 28 mm auf jeden Fall zu einem großen Gesichtsfeld tendieren, dann hätte ich ein gutes Übersichtsokular mit 2“ und einem ca. 82° Gesichtsfeld. Bei diesem würde ich dann wohl etwas mehr Geld investieren damit die Fehler nicht ganz so stark zum Vorschein treten. Hab ich euch richtig verstanden, Ist mein Gedankengang korrekt :-D?

Hallo Walter,
danke für deinen Einwand mit dem Gewicht. Ich habe mir bereits einen mit Schaumstoff ausgekleideten Metallkoffer gekauft um alles sorgsam verstauen zu können. Ich bezweifle aber dass der 5kg aushält wenn ich mit dem Okulare-Kauf fertig bin. Ich habe grade gesehen die können gut und gern so 700g oder mehr wiegen :-D.
Nein, da hast du recht. Ich würde höchstens zu einem Okular mit 82° tendieren. Aber alles andere wäre für mich jetzt erstmal zu viel.

Hallo Gerd,
danke dir, jetzt konnte ich es gut nachvollziehen was du erklärt hast. Ich hab schon vermutet dass die Vergrößerung viel zu groß ist für den Anfang wenn man die Situation mit dem Nachführen auch erst üben muss.
Aufgrund dessen würde ich mein Hauptaugenmerk auch erstmal auf die Übersicht und auf ein gutes Übersichtsokular legen. Damit ich lerne mich am Himmel zurecht zu finden. Wie du es auch empfohlen hast.
Für das Übersichtsokular tendiere ich daher zu einem 82° mit 2“ und einer Brennweite zwischen 24 und 28 mm. Das wäre erst einmal eine gute mögliche Auswahl oder?
Ich wollte euch mit der Frage nach Filtern noch nicht überfallen, da ich vermutet habe das dies Okularbezogen ist. Die Filter die ich gesehen habe gab es auch in unterschiedlichen Zoll-Größen. Und einen Mondfilter müsste ich ja in der passenden Größe Kaufen für ein Okular mit dem ich den Mond näher Betrachten würde, habe ich das richtig verstanden?

Inwiefern unterstützt mich der Peilsucher? Gibt es besonders empfehlenswerte Sternkarten? Ich weiß, dass ich morgen eine zu meinem Geburtstag bekomme ;-).
Und wo ich grade dabei bin, ist es notwendig dass ich mir einen Justierlaser anschaffe?

Hallo Holger,
für mich auch gut zu wissen, dass ich bei Nutzung des Adapters aber keine Qualitäten einbüße. Ich achte auch nicht primär auf die Steckhülse nur möchte ich das Teleskop und die Okulare optimal nutzen und daher bei einem Übersichtsokular dann auf 2“ gehen und beim Rest sehen wo es mich hinverschlägt ;-).


Es ist ja wirklich spannend für mich und ich danke euch für euren Einsatz :-)

Grüße
Maeri

Bearbeitet von: am:
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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff


4853 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2021 :  23:04:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Maeri,

Zitat:
danke für deinen Einwand mit dem Gewicht. Ich habe mir bereits einen mit Schaumstoff ausgekleideten Metallkoffer gekauft um alles sorgsam verstauen zu können.


Ich denke hier geht es weniger um das Gewicht um die Okulare in einem Koffer zu transportieren sondern darum, das der Dobson bei zu schweren Okularen "Kopflastig" wird.

Das bedeutet:
Entweder geht dann der Dobson beim Wechsel vom schweren Übersichtsokular auf ein leichteres Okular von alleine nach oben, da er dann weniger Gewicht im Okularauszug steckt oder er geht im umgekehrten Fall nach unten, wenn von einem leichten Okular auf ein schweres gewechselt wird.

Zitat:
Und einen Mondfilter müsste ich ja in der passenden Größe Kaufen für ein Okular mit dem ich den Mond näher Betrachten würde, habe ich das richtig verstanden?


Das würde ich erst mal ohne Filter versuchen. Das von Person zu Person sehr unterschiedlich.
Die einen kommen ohne einer Lichtdämpfung bei der Mondbeobachtung zurecht, die anderen benötigen eine Lichtdämpfung.

Ich selbst benötige am 10" (254/3048mm Cassegrain) einen Neutralfilter der Dichte ND 0.6 oder sogar ND 0.9 bei der Mondbeobachtung. Ohne Neutralfilter ist für mich das Bild im Okular zu hell und für mich dann unangenehm.

Wenn dann Filter für die Mondbeobachtung dann empfehle ich Neutralfilter mit der Dichte ND 0.6 und/oder ND 0.9.
Die andere Möglichkeit ist es zwei einzelne Polfilter zu verwenden. Der eine 2" Polfilter kommt in die Reduzierung von 2 auf 1,25", der andere Polfilter in das 1,25" Okular. Wenn jetzt das Okular mit eingeschraubten Polfilter verdreht wird, lässt sich die Helligkeit stufenlos einstellen.

Zitat:
Ich wollte euch mit der Frage nach Filtern noch nicht überfallen... ...Die Filter die ich gesehen habe gab es auch in unterschiedlichen Zoll-Größen


Die Filter die für die Visuelle Beobachtung in Betracht kommen sind entweder ein Linienfilter wie ein [OIII] oder ein Schmalbandfilter wie der UltraHighContrast.

Der [OIII] ist ein Linienfilter der nur die beiden Linien beiden grünen Sauerstofflinien bei λ 495,9 und λ 500,7 nm durchlässt.
In diesen beiden Linien emittieren die meisten Planetarischen Nebel und Galaktischen Emissionsnebel. Dieser Filter ist eine große Hilfe um diese Typen von Nebeln entweder deutlicher sichtbar zu machen oder auch überhaupt die Nebel sichtbar werden zu lassen.
Der Filter selbst macht natürlich die Nebel nicht heller sondern blockiert das Licht beiderseits der beiden grünen Sauerstofflinien und hebt dadurch den Kontrast der Nebel zum Hintergrund an.

Der UHC ist ein ähnlicher Filter. Er lässt zu den beiden Sauerstofflinien zusätzlich noch die H-β Linie und zum geringen Teil auch die H-α Linie bei λ 656,3 nm passieren.
Dieser Filter dunkelt den Hintergrund nicht so stark ab wie der [OIII].
Wichtig:
Diese Filter helfen nur bei Objekten, die Licht durch Anregung und Rekombination emittieren.
Alle Sterne, Galaxien Sternhaufen und Galaktische Reflektionsnebel senden Licht im Kontinuum aus. Nebelfilter wie die oben angesprochenen würden diese Objekte dämpfen.

Diese Nebelfilter gibt es in der 1,25 und 2" Größe. Empfehlenswert ist es sich diese Filter in der 2" Version zu kaufen, damit diese auch an ausgedehnten Objekten eingesetzt werden können.
Die 2" Filter lassen sich dann auch in die Reduzierung von 2 auf 1,25" einschrauben.
Hier ist Vorsicht geboten: Ich hatte schon Reduzierungen die so kurz waren, das ein Okular auf den Filter aufsetzen hätte können.

Es müssen nicht beide Filter gekauft werden. Einer reicht völlig. Die Meinungen welcher Filter sinnvoller wäre, darüber gehen zum Teil die Meinungen auseinander.
Ich selbst habe beide (und noch den H-β), am meisten setze ich den [OIII] ein.

Wichtig ist es, das die Filter von Qualität sind und zum einem der Durchlass der Filter über den beiden Emissionslinien liegen und auch die Transmission vom Filter hoch ist.

Zitat:
Inwiefern unterstützt mich der Peilsucher?


Durch einen Peilsucher siehst du den Nachthimmel wie mit den freien Augen mit zusätzlich eingeblendeten Zielkreisen.
Auf meiner Website habe ich ein paar von diesen Suchern beschrieben.
Einen Peilsucher möchte ich am Teleskop nicht mehr vermissen, er ist eine sehr große Hilfe beim ausrichten vom Teleskop.

Zitat:
Gibt es besonders empfehlenswerte Sternkarten?


Da kann ich nicht so sehr mitreden, da ich meine Aufsuchkarten mit dem Programm "Cartes du Ciel" selbst erstelle.
Ich kann dir aber eine Ideenquelle für Objekte geben:
Der "Beobachter-Atlas für Kurzentschlossene" ist eine ergiebige Quelle für Ziele am Nachthimmel.

Zitat:
Und wo ich grade dabei bin, ist es notwendig dass ich mir einen Justierlaser anschaffe?


Nicht unbedingt. Zum Justieren reicht auch das "Cheshire Justierokular" aus. Mit diesem justiere ich auch meinem f/4 Newton so das ich punktförmige Sterne im Okular habe.

So, Schluss für heute.
Gute Nacht
Gerd

Bearbeitet von: am:
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3947 Beiträge

Erstellt  am: 03.01.2021 :  14:45:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Maeri (sorry dass ich es oben verdreht habe, meine Tante heißt Marie ;-),

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, wenn ich das richtig gelesen habe!

Also Karte hast Du nun? Dann bleibe ich mal still mit weiteren Empfehlungen, aber wegen des von Gerd verlinkten Beobachteratlas von engagierten astrotreff Mitgliedern.
Es gibt wohl noch Reste(?) von Print Versionen, schreib diejenigen (Rene oder Christopher) einfach an. Aber es sind nicht Karten, wie Du im Download sehen kannst. eher ein Katalog.
Karten braucht man quasi dazu um die Dinge zu finden (oder GoTo).

Mit dem Filter, ja die/den Nebelfilter in 2". weil Du ihn auch am Übersichtsokular einsetzen wirst. Und mit den "kleinen" Okularen. Da brauchst Du dann einen speziellen Adapter.
Ich schätze der Vorhandene taugt nicht (war bei mir am Sky Watcher so). es muss tief genug sein, daß ein 1,25" Okular nicht auf dem Filter aufhaut. Das wird ein 200 Europ Filter sein, wäre schade drum.
Zum Anderen muss der Adapter "unten" ein Filter Innengewinde haben. Als Filter (OIII und/oder UHC) kommen eigentlich nur die Firmen Lumicon, Astronomik in Frage. Ich würde auch den OIII in die Abstimmungswaage Schale werfen.

Den Mondfilter kannst Du aber in der 1,25" Version nehmen. Den Mond schaut man nicht mit dem Übersichtsokular an.

Mit den Schwerstokularen (1kg), da würde ich die Reaktion des Tubus mal simulieren. Eine Zucker Tüte am Seil/Zitronennetz mal ans OAZ hängen. Wie fest musst Du die Bremsen für Höhenverstellung anziehenm damit es beim Wegnehmen nicht nickt? Ist das unangenehm ruckelig jetzt (mit den vorhandenen Okularen am Himmel probieren)? Das ganze mal mit einem 500gr Gewicht probieren (z.B. Salz Packen). Null problemo? Oder NoGo?

CS,
Walter

PS: Das 28mm TS Okular mit 82 grad scheint niemand (hier) zu kennen, da müsstest Du quasi uns berichten von ;-)...

LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 03.01.2021 14:47:42 Uhr
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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff


4853 Beiträge

Erstellt  am: 03.01.2021 :  15:03:45 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Maeri,

Zitat:
Ich weiß, dass ich morgen eine zu meinem Geburtstag bekomme ;-).


Meinem Glückwunsch zum Geburtstag.
Gerd


PS:
Zitat:
(sorry dass ich es oben verdreht habe, meine Tante heißt Marie ;-),

Ich habe beim schreiben auch genau auf die Schreibweise vom Namen achten müssen, denn meine Tochter heißt Maria...

Bearbeitet von: CorCaroli am: 03.01.2021 15:13:20 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


18289 Beiträge

Erstellt  am: 03.01.2021 :  15:36:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Maeri,

alles Gute zum Geburtstag auch von mir
Zitat:
Inwiefern unterstützt mich der Peilsucher? Gibt es besonders empfehlenswerte Sternkarten?
Ein normaler Sucher zeigt dir jede Menge Sterne und das verwirrt Einsteiger, mit dem Peilsucher siehst du nur die mit freiem Auge sichtbaren und man orientiert sich mit Hilfe der Zielkreise an den Sternbildern.

Sternkarte- der Deepsky Reiseatlas ist empfehlenswert, in dem sind auch für viele Objekte die Zielringe des Telrad eingedruckt- zusammen also eine gute Kombination.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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roblindau
Meister im Astrotreff

Deutschland
584 Beiträge

Erstellt  am: 03.01.2021 :  15:59:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Maeri,

wenn es denn ein Übersichtsokular sein soll, so werfe ich mal das APM UFF 30mm in den Ring. Das ist relativ kompakt, für die Größe erstaunlich leicht und hat im US Astroforum sehr gute Kritiken auch bei Öffnungsverhältnissen von kleiner f/5. Ich wundere mich dass man in deutschen Foren so wenig über dieses Okular liest.

Gruß Robert

Bearbeitet von: am:
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