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Seite: von 2

astrohans
Meister im Astrotreff

Deutschland
278 Beiträge

Erstellt  am: 16.09.2020 :  18:21:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
bau dir lieber ein Interferometer (Bath), die Mikrozonenmesserei bringt
doch nichts.Da ist es ja besser auf Sicht zu polieren. In diesem Fall
z.B. mit einem Ringpolierer statt Daumen.
Beste Grüße, Joachim



Bearbeitet von: am:
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stefanruprecht
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
41 Beiträge

Erstellt  am: 16.09.2020 :  20:54:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,
die Spitze der Mauer ist weg, aber von außen ist durch die heftige Kaffelöffelaktion noch ein Burggraben da. Jetzt müssen auch noch die Mauerfundamente weg. Weitermachen wie bisher, oder jetzt mit 3 cm Minitool weitermachen. Den äußersten cm Rand (den Burggraben) nicht bearbeiten, um ihn nicht noch tiefer zu machen. „Zuschütten“ kann man ihn beim Spiegelschleifen nunmal leider nicht. Ich würde auch nicht zum Feinschliff zurückgehen. Zusätzliche Messungen braucht es m. E. momentan aber auch nicht unbedingt: ist doch klar wo weiter Material weggenommen werden muss. Kopf hoch dass wird schon werden. Viele Grüße, Stefan

Bearbeitet von: am:
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fantacola
Senior im Astrotreff

Schweiz
108 Beiträge

Erstellt  am: 17.09.2020 :  11:38:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Herzlichen Dank für die guten Tipps.
Ich habe mal versucht den Randbereich in FigureXP darszustellen, bin aber bei der Auswertung der Bilder auch mit FoucaultXL gescheitert. Beziehungsweise beginnt der Wall und hört wieder auf. Ich muss das heute nochmals anschauen und kann es euch dann gerne zeigen. Bei den nächsten Bildern des 'Fort-Schritts' werde ich aber drauf achten, den ROC des Randes als Referenz zu nehmen. Dann kann man den Prozess auch etwas besser verfolgen. Allerdings ist die Mauer sehr promiment und in jedem Vorschub gut sichtbar. Die Burgvergleiche sind übrigens sehr hilfreich, treffend und sehr witzig. Da seht ihr mal, dass es in frühen Zeiten wohl nicht weniger anstrengend war eine Burg zu schleifen als einen Spiegel zu korrigieren :-) Bin gespannt auf den Unterschied zwischen frischem, wildem Spiegel und über Nacht abgekühltem.
Den Tipp mit dem 1:1 Ausdruck mache ich auch. Sehr gute Idee.
Zum Polieren gehe ich vorerst mit dem Daumen voran. Minitools finde ich aber auch attraktiv und Alois hat deren Herstellung ja perfekt beschrieben. Muss ich aber erst machen und den Kleinkram dazu zusammenkratzen. Ich verbrate mit der Handpolierei auch einiges an Ceri..da muss ich wohl bald Stathis für Nachschub anschreiben...

Nochmals Danke für die sehr umfangreichen motivierenden Antworten. Ich fühle mich geehrt!

Liebe Grüsse
Daniel

Bearbeitet von: fantacola am: 17.09.2020 22:08:28 Uhr
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Dobsenschubser
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1421 Beiträge

Erstellt  am: 17.09.2020 :  21:49:00 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dobsenschubser's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: fantacola


.... Minitools finde ich aber auch attraktiv und Alois hat deren Herstellung ja perfekt beschrieben. Muss ich aber erst machen und den Kleinkram dazu zusammenkratzen. Ich verbrate mit der Handpolierei auch einiges an Ceri..da muss ich wohl bald Stathis für Nachschub anschreiben...

Nochmals für die sehr umfangreichen motivierenden Antworten. Ich fühle mich geehrt!

Liebe Grüsse
Daniel




Hallo Daniel,

bei meinem 18" habe ich auch mit Minitools poliert.
Ich habe dazu Zoll Adapterschrauben für Stative verwenden.
Die haben den Vorteil, dass ein Griff in Form eines Gewinde schon dran ist ;-)
Beim Ceri hilft viel, nicht unbedingt viel. Eine mit Ceri gesättigte Pechhaut poliert nach meiner Erfahrung nicht sonderlich gut.

Gruß Dirk

Dobson 8", 12", 18", Lunt LS60THa, ED 90/900, 30/88° Leitz Kuhauge, 20mm & 14mm ES 100, 10 und 5mm Pentax, 3mm LE, 2,5mm Planetary

Besucher immer Willkommen auf
http://astro.lichterzaehler.de


Wenn der/die/das Allmächtige gewollt hätte, dass wir alles ordentlich verschrauben, hätte er uns nicht das Panzerband erfinden lassen.

Bearbeitet von: am:
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fantacola
Senior im Astrotreff

Schweiz
108 Beiträge

Erstellt  am: 21.09.2020 :  21:29:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen
So nun habe ich am Wochenende aus einem Zweifrankenstück ein Minitool gebastelt..schön ist anders. Ein erstes war schöner, ist mir aber auf den Boden gefallen. Naja doof.
Das hier also das zweite. Durchmesser ca. 3cm:



und so schaut es auf dem Spiegel aus.



Erst habe ich ein paar Runden extentrisch rotierend gemacht. Das hatte keinen grossen Effekt. Danach dann wie mit dem Daumen. Es hat zu Beginn trotz anpressen etwas geholpert. Kurz danach aber gut gesogen. Ich hab Striche wie mit dem Daumen gemacht. Es hat durchaus Effekt aber die Foucaults sehen dennoch übel aus. Meine Löffelaktion war echt allzu gut gemeint. Etwas weniger hätte durchaus gereicht..das dauert glaub noch etwas bis ich da auf Randniveau unten bin.

Von links nach rechts sind es 0.2mm Schritte. Klinge kommt von rechts:



Viele Grüsse
Daniel

Bearbeitet von: fantacola am: 21.09.2020 21:33:14 Uhr
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stefanruprecht
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
41 Beiträge

Erstellt  am: 21.09.2020 :  21:54:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,
Ja die Kaffelöffelaktion war zu viel Druck auf eine zu schmale Zone, aber sei‘s drum. Ich würde jetzt schon wieder das Minitool staubfrei beiseite packen (für später vielleicht) und mit dem großen (fullsize-)Tool weitermachen, nicht zu sehr Mitte über Mitte, aber auch keine extremen Überhänge. Ziel: alles wieder einzuebnen Richtung Sphäre. Habe am Wochenende auch nach längerer Pause mal wieder ne neue Pechhaut gegossen. Dieser Geruch von warmen Pech hat bei mir auch das Polierfieber wieder neu geweckt. Das wird schon noch ein Stück Arbeit werden bei Dir, aber die ganze Politurphase zunichte machen und zurück zum Feinschliff? Nee.
Viel Erfolg, Stefan

Bearbeitet von: am:
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fantacola
Senior im Astrotreff

Schweiz
108 Beiträge

Erstellt  am: 21.09.2020 :  22:18:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan....oh mit meinem fullsize, es ist ja nur ein 80% Tool, hatte ich auch noch Pech. Meine allerliebste brauchte Platz im Arbeitszimmer und hat das Brett mit dem Spiegel draufgepackt. Hätt ich mal lieber sauber aufgeräumt..Jetzt ist das Ding flach. Ich muss mit dem Lötkolben wieder Kanäle reinschmelzen und es neu anpassen. Geschichten aus dem Leben eines schussligen Spiegelschleifers. Ich hoffe, dass ich vor den Ferien am Freitag schon mal beginnen kann. Es ist auf jeden Fall lehrreich so. Geduld und Motivation habe ich noch :-)
Danke, Daniel

Bearbeitet von: am:
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Robert Ganter
Mitglied im Astrotreff

Schweiz
87 Beiträge

Erstellt  am: 21.09.2020 :  22:54:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,

Geht doch nichts über eine stabile Währung

Du hattest sicher etwas grosszügig mit Löffel und Filz gearbeitet, aber sooo schlimm ist es nun auch wieder nicht.

Wenn Du die jetzigen Bilder mit den letzten vergleichst, wirst Du eine erhebliche Verbesserung feststellen. Es sind immer noch grössere Wellen, aber sie werden flacher. Und: die Kante ist knackscharf!

Ich würde jetzt sehr vorsichtig weiter arbeiten. Den innersten Deich noch etwas mit dem Minitool abflachen (noch kürzer als die letzte Runde, das Tool ist ja sehr klein,ev. Etwas grössere Kreise), nochmal messen/dokumentieren und wenn der sich dem äusseren Bereich angeglichen hat mit dem grossen Tool und neutralem Strich eine Runde (<= 1/2h). Dann siehst Du sicher schon einen Unterschied und kannst neu beurteilen, ob Du mit diesem Strich das gewünschte Ergebnis erreichen wirst. Mit dem neutralen Strich werden die Wellen immer flacher, wichtig ist einfach, dass die Kante nicht wieder weggehobelt wird. In der Mitte wird ein Berg bleiben, aber der kommt später dran.

Meine Erfahrung nach zwei Daumenaktionen ist, dass das erst mal ganz furchtbar ausschaut, dann aber letztendlich die Wellen verschwinden. Ich nehme an, dass Du ja erst mal eine halbwegs saubere Sphäre erreichen willst. Beim Parabolisieren werden dann die letzten (wenn überhaupt noch vorhandenen) Reste der Wellen verschwinden (schau Dir die letzten Bilder meines Spiegels an, ich war wirklich verblüfft, wie ruhig der am Schluss ausgeschaut hat).

Das wichtigste, was ich bei der langen Geschichte zu meinem ersten Spiegel gelernt habe: Geduld kann nur durch noch mehr Geduld ersetzt werden. Du kannst nichts forcieren, sonst überschiesst Du ganz sicher irgendwo (wie ich beim zentralen Loch, 10min hatten gereicht dafür...).

Weiter viel Glück und herzliche Grüsse

Robert

Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig (Albert Einstein)

Bearbeitet von: am:
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Robert Ganter
Mitglied im Astrotreff

Schweiz
87 Beiträge

Erstellt  am: 21.09.2020 :  23:08:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hall Daniel,

Zitat:


Hallo Stefan....oh mit meinem fullsize, es ist ja nur ein 80% Tool, hatte ich auch noch Pech. Meine allerliebste brauchte Platz im Arbeitszimmer und hat das Brett mit dem Spiegel draufgepackt. Hätt ich mal lieber sauber aufgeräumt..Jetzt ist das Ding flach.



Neiiiinnn, so ein Pech (Pun intended). Du willst doch nicht meine Katastrophentour nachmachen wollen?
Das hab ich mir wirklich von Anfang an angewöhnt. Alles ist verpackt, Tool mit Pechhaut im Wasser. So gelagert, dass niemand auf die Idee kommt, an Entsorgung oder kreative Umbettung zu denken.

Ist die Pechhaut insgesamt noch dick genug? Ich habe das einmal gemacht mit dem Lötkolben, dann aber den Rat von Stathis befolgt und die Kanäle mit einem geeigneten Tool (in meinem Fall, Nudelhölzer aus dem grossen „M“, das 3mm Holz) eingepresst. Ev. würde es Sinn machen, die Pechhaut erst warm an den Spiegel anzupassen, dann die Kanäle neu zu machen und dann nochmals anzupassen. Dann sind die Kanäle nicht schon wieder fast zu. Geht übrigens gut mit dem Holz, wenn die Pechhaut aus dem heissen Wasser kommt. Da klebt nichts.

Herzliche Grüsse

Robert

Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig (Albert Einstein)

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BeatK
Senior im Astrotreff

Schweiz
148 Beiträge

Erstellt  am: 22.09.2020 :  15:02:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Lieber Daniel

Deine Bilder erinnern an einen Suppenteller... Ein solcher wird auch bei mir weggeräumt. War bei Deinem Vorgehen von mir aus beides vorprogrammiert... :)
Bei diesen rel. kleinen Spiegeln (bis 300mm) mit rel langer ROC komme ich mit einem fullsize(!) Tool sehr rasch zu einer guten Sphäre. Beim Spiegelrand gibt es damit die von Dir präsentierten Probleme kaum.
Die angesprochene Geduld kann eine unpassende Pechhaut nicht ersetzen. Eine frisch gegossene, mit einfachen Mitteln gerillte Pechhaut passt sich dem Spiegel primär gut an. Wenn die Kanäle dabei zugehen, und das ist in der Regel so, "grabe" ich sie mit dem dafür hergestellten Lötkolben unbedingt aus, weil sonst die weitere Anpassung behindert ist und im Spiegel Zonen auftreten. Mehr als zweimal braucht es bei mir nicht. Nur einpressen geht nicht, die Pechahut passt dann nicht mehr und bis sie wieder passt sind die Kanäle erneut zu.


Mit Gruss, Beat




BeatK: The Perfect Telescope is the Yolo Reflector

Bearbeitet von: am:
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astrohans
Meister im Astrotreff

Deutschland
278 Beiträge

Erstellt  am: 22.09.2020 :  16:14:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Schön mitzulesen wie die neuen Spiegelschleifexperten die Herstellung
von Teleskopspiegeln revolutionieren ohne die Geschichte zu kennen.
Viel Spass, Joachim



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