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Seite: von 4

suntilliana
Meister im Astrotreff

Deutschland
628 Beiträge

Erstellt  am: 14.10.2020 :  10:16:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Zusammen,

Mal eine Frage zur "Ausgestaltung" eines Mars:
Ich möchte mal den Mars vom 24.08.2020 aus La Palma mit folgendem Mars vergleichen:
Mars von Jean-Luc Dauvergne vom 22.09.2020 (12 Zoll): Das Bild befindet sich direkt hinter dem Bild von Thomas and Florian Winterer.

http://alpo-j.sakura.ne.jp/kk20/m200922z.htm

Ich finde, dass in dem Bild von Jean-Luc Dauvergne sehr viele Details "angenehm leicht" zu erkennen sind.
Soll es nicht das Hauptziel bei der Planetenbearbeitung sein, möglichst kleine Details rauszuarbeiten und diese "angenehm leicht" sichtbar zu machen?
Vielleicht ist das Bild härter geschärft, na und? Größere Gebiete sind auch farblich strikter getrennt, mehr Kontrast, vielleicht durch die Hervorhebung mit "Lichter" bei der EBV.

Man kann jetzt natürlich sagen: Alle Details in diesem Bild sind auch im Bild aus La Palma vom 24.082020 zu sehen - das mag sein, das weiß ich ehrlich gesagt nicht - aber wenn, dann fallen sie nicht so auf.

Zur allgemeinen Vorgehensweise bei der Erstellung eines Marsbildes:
Diese unterscheidet sich für mich gar nicht so wesentlich bei Aufnahmen mit Mono+Filter oder eben Farbkamera.
Einzelne Kanäle kann man doch aus den Farbbildern extrahieren. Man hat bei einer Farbkamera während der gleichen Zeit wohl sogar mehr Aufnahmen gemacht.

Aber was dann? Welche Möglichkeiten bieten sich z.B. bei einer Farbcam an?

Beispiel 1:
Aus einem vorselektiertem Farbvideo (z. B. 90s, 50.000 frames) ein Bild erzeugen.
Zeitlich darum liegende Videos nutzen (sagen wir mal plusminus 30min), um sie zu Derotieren und das Ergebnis im Einzelbild so einbauen, dass man den Einfluss des Randartefakts vermindert (beseitigt).

Vorteil(e):
EBV geht den Umständen entsprechend recht schnell
Nachteil(e):
Es gibt vielleicht andere Videos, wo Einzelkanäle besser sind; vielleicht sind einige Strukturen nicht klar definiert (gestackt), da man „nur“ 30% = 15.000 frames gestackt hat.

Beispiel 2:
Man splittet alle Videos in Einzelkanäle auf und sucht sich jeweils den besten R-, G- und B-Kanal aus. Nach wahrscheinlich notwendiger Derotation vereinigt man die Kanäle wieder zu einem Farbbild.

Vorteil(e):
Das Ergebnis sollte etwas besser sein, als in Beispiel 1.
Nachteil(e):
Etwas mehr EBV-Aufwand als im Beispiel 1; vielleicht sind einige Strukturen nicht klar definiert (gestackt), da man wieder „nur“ 30% = 15.000 frames gestackt hat.

Beispiel 3:
Man nimmt z. B. die 10 besten Farb-Videos der einstündigen Aufnahmezeit, derotiert diese und verwendet dann das entstandene Summenbild aus WinJUPOS.
Vorteil(e):
Man hat dann bummelig 150.000 Frames gstackt – Details sollten „echter“ sein.
Nachteil(e):
Etwas mehr EBV-Aufwand als im Beispiel 1; man hat auch „minderwertigere“ Videos verarbeitet – Auswirkungen auf das Gesamtergebnis?

Es gibt sicher noch mehr Varianten. Wie soll man da jetzt Vorgehen?

Eine Frage zur Derotation:
Wie stark sollten die Farb-Summenbilder/Kanäle vorgeschärft werden?
Vorschlag: ca. 50% (ist natürlich „Gefühlssache“, wann man die erreicht hat).

Tja – jetzt bin ich mal auf eure Antworten gespannt!

Beste Grüße
Mario

Bearbeitet von: suntilliana am: 14.10.2020 10:18:14 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5755 Beiträge

Erstellt  am: 14.10.2020 :  10:58:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Mario,
man sieht schon, dass jeder unterschiedliche Ziele verfolgt.
Zur Aussage: "Soll es nicht das Hauptziel bei der Planetenbearbeitung sein, möglichst kleine Details rauszuarbeiten und diese "angenehm leicht" sichtbar zu machen?"

Nein, das ist zumindest nicht mein Hauptziel. Natürlich will ich auch möglichst viele Details zeigen. Mein Ziel ist dies unter der Randbedingung natürlicher Kontraste und möglichst natürlicher Farben zu tun, nach dem Motto: "Wie würde es bei pefekter Luftruhe ohne Seeingeffekte visuell ausschauen."

Klar kann man mal testweise mal überschärfen um zu sehen, ob irgendein Krater noch herausgekitzelt werden kann. Solche Bilder gefallen mir aber nicht so besonders.

Apropos, ich nehme mit Farbkamera auf und bin noch nicht in die Derotation eingestiegen.

Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 14.10.2020 10:59:58 Uhr
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suntilliana
Meister im Astrotreff

Deutschland
628 Beiträge

Erstellt  am: 14.10.2020 :  11:09:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

ich verstehe deinen Standpunkt absolut!

Nehme vorerst mit:
Ich muss mal bei uns in die Außensternwarte der GVA und den Mars (und alle anderen Planeten) viusell betrachten - und das eigentlich regelmäßig.
Als rein fotografisch Unterwegster kann man ja immer noch mehrere Versionen erstellen: eine "visuelle" Version und eine "an die Auflösungsgrenze" gehende optimierte Version (bei sehr gutem Seeing).

Die alggmeine Vorgehensweise bzw. die Erfahrungswerte der "Profis" zur "Marsbild-Erstellung" würde mich dennoch interessieren.
Ich habe noch nirgends hier eine klare begründete Aussage dazu gelesen. Workflows dargstellt als Flussdiagramme habe ich schon gesehen, aber mich würde die Meinung hier im Forum interessieren.

<==> Robert
Ich hoffe, es ist dir echt, wenn ich hier in deinem Beitrag diese Fragen stelle. Manchmal erstellt man vielleicht einen neuen Beitrag, aber die "Profis" antworten evt. nicht darauf.

Beste Grüße
Mario

Bearbeitet von: suntilliana am: 14.10.2020 11:13:13 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5755 Beiträge

Erstellt  am: 14.10.2020 :  11:44:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Mario,
ich finde in dem Zusammenhang auch Videos interessant, die ich dann manchmal auf youtube einstelle z.B.:
https://www.youtube.com/watch?v=LK2sl9E-VFo
Dann kann man im Zusammenhang mit dem gestackten Bild noch etwas mehr über das Seeing bei der Aufnahme sehen und erahnen, was visuell möglich war. Mir gefallen Videos auch als Erinnerung an eine schöne Beobachtung. Es trifft es nicht ganz, geht aber in die Richtung.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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RobertR
Altmeister im Astrotreff

Österreich
1425 Beiträge

Erstellt  am: 14.10.2020 :  23:35:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Jetzt bin ich ja fast ein bischen spät dran, viele Fragen noch keine Antwort.
Zu Haralds Fragen:
- ja, auf La Palma ist auf 2300m Höhe der Kontrast erheblich stärker als von uns aus, selbst wenn ich von meinen Gebirgsstandorten arbeite. Das ist visuell gut zu erkennen und auch bei den Videos nun zu sehen. Woran das liegt? Vermutlich an der trockenen Luft?!
- auf La Palma sind auch Blau- und Grünkänäle bei hoher Verwendungsrate "scharf", d.h. man kann nicht nur den R-Kanal ausreizen. Auch das führt zu anderen Farbergebnissen
- Bild vom 24.08. und 02.09 ist beides La Palma 14", was ist die Frage ? Vermute mal, dass Du 02.09 von La Palma mit 14" und 30.09 von Torsten mit C11 meinst? Da ist der Hauptunterschied die Bewölkung auf Mars bzw. Auflösung in B und G. R ist nicht viel um, da Mars ja am 30.09. erheblich größer.

- Fragen zur Schärfung von Mario: Klar reize ich auch in der Bild Analyse Schärfung voll aus, um zu sehen, welches Detail überhaupt im Material steckt. Mit einer betont harten Schärfung bzw. Histogrammanpassung wird allerdings das Bild stark verfremdet. Das Bild vom französischen Kollegen ist in meinen Augen überbearbeitet und entspricht nicht meinen Ansprüchen an Ästhetik. Beispiel: Mach mal ein Bild von einer Person und verwende dann die Schärfungsfilter, die so mancher am Mars einsetzt - ist doch völlig unanschaubar?! Dasselbe mit Mond (der ja Mars halbwegs ähnlich ist). Aus Krater werden Batzen, aus Übergängen von hellen in dunklen Sand werden krasse Kontraste mit hellen Würmern zwischendrin.
Wie stark man schärft und welche Farben man letztendlich darstellt, ist Geschmacks- und Aufgabenfrage und bleibt jedem selbst überlassen.
- Farbe: Bei Farben folge ich in gewisser Weise dem Mainstream, mache aber auf La Palma auch Farbe sichtbar, die von "üblichen Standorten" so nicht zu sehen ist. Vielleicht sollte ich da jeweils mal ein paar Pfeile auf die Bilder machen, was da besonderes zu sehen ist? Wäre dann wohl eher klar, was meine Zielsetzung bei der Bearbeitung war. Farbe vom 24.08 ist jedenfalls intensiver als die vom 21.08. - seeing war wohl noch mal eine Ecke besser.

Frage zu Farbkameras:
- mit Farbkamera hat man keine Chance, dieselbe Auflösung wie mit s/w und schmalbandigen Filtern zu erreichen. D.h. mit größeren Teleskopen ist das Bandfilter-Verfahren in meinen Augen unvermeidlich, um das Teleskop in jedem Farbkanal voll auszureizen. Für ein "schönes" Farbbild kann man auch eine Farbkamera nehmen und dann mit einer s/w Kamera und Bandfilter die Luminanz machen - das machen einige Kollegen so und funktioniert bei Mars gut, da der sich langsam dreht. Ich finde das aufwendiger als RGB.

Meine Erfahrung: Hab mit Farbkameras begonnen, alle Varianten probiert und probiere auch immer gerne neue Kameras aus wie auf La Palma die QHY5-462 Farbkamera. Habe da schon noch eine offene Einstellung. Bei manchen neuen Kameraversionen waren zuerst die Farbkamera´s im Markt - die waren dann tatsächlich besser als die veralteten s/w Kamera's. Letztendlich geht es darum, möglichst viele gute Bilder in allen Farbkanälen reinzuholen und das ist nicht einfach, wenn seeing nicht perfekt ist, weder mit Farbkamera noch mit RGB. Bei s/w kann man dann meist noch mit R punkten....

Mir ist nicht klar, ob ich alle Fragen erwischt habe, hab aber für heute genug

LG
Robert

Bearbeitet von: RobertR am: 17.10.2020 01:10:19 Uhr
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suntilliana
Meister im Astrotreff

Deutschland
628 Beiträge

Erstellt  am: 15.10.2020 :  10:52:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Robert,

da hast du sehr ausführlich geantwortet - vielen Dank dafür!
Du hast sicher das berechtigte Gefühl, dass du dich in deinen Ausführungen wiederholst. Tut mir leid, das wollte ich nicht.
Ich lese schon alles mit, was Planetenbearbeitung hier im Forum betrifft. Da bleibt eine Wiederholung von Antworten wohl nicht aus.
Es erfüllt aber trotzdem seinen Zweck, denn durch Wiederholungen geht es auch früher oder später in den Schädel rein

Vielleicht schaffst du es noch zu meinen oben aufgezählten Beispielen 1 bis 3 etwas zu sagen.
Deine Meinungen dazu wären wohl für so manchen "neuen" Planeten-Farbfilmer höchst interessant.

Für s/w-Filmen:
Sehe ich das richtig?
Du nimmst z.B. eine Stunde lang abwechselnd die einzelnen Kanäle auf, suchst dir aus allen Aufnahmen die besten Einzelkanäle aus,
derotierst die ausgesuchten Kanäle auf den kleinsten Zeitwert x (z.B. der gute R-Kanal wurde zum Zeitpunkt x aufgenommen, die anderen Kanäle später)
und bastelst daraus ein RGB oder IR-RGB oder sonst was als finales Bild?

Wäre das die "Standard-Vorgehehensweise"?

Nochmals herzlichen Dank für deine Ausführungen, Robert - du glaubst gar nicht, wie viel Gold gepresstes Latinum das wert ist!

Beste Grüße
Mario

Bearbeitet von: am:
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RobertR
Altmeister im Astrotreff

Österreich
1425 Beiträge

Erstellt  am: 15.10.2020 :  18:15:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Mario,
jede Frage ist erlaubt, solange nicht untergriffig. Zudem klar, dass nicht jeder alles lesen kann (und will). Dieser Beitrag hat den Sinn, über offenen Diskussion auch bei mir Nachdenken anzuregen. Da kamen 2018 ganz tolle Sachen raus, die mir alleine ohne diese Forum nicht möglich gewesen wären. Ich sage da nur Danke, das es astrotreff und seine Teilnehmer gibt!

Ich denke momentan wirklich darüber nach, ob es nicht sinnvoller wäre, mal selbst anhand einer großen Karte das zu bezeichnen, was ich zu sehen glaube (dabei haben wir ja La Palma 2018 den Phobos Durchgang bemerkt). Wenn ich hier ein in meinen Augen gutes Bild nach dem anderen runterklopfe, macht das eigentlich weniger Sinn, da es definitiv an manchen Tagen bessere Bilder anderer Beobachter gibt.

Grundsatzfrage: Welcher Sinn steckt in unserem Tun bzw. warum mache ich das überhaupt? Meine Sicht: mir macht sowohl das Nachts vor Ort sein in der Natur (La Palma besonders) als auch das Aufnehmen selbst Spaß, wenn Seeing gut und sonstige Wetterbedingungen nicht zu extrem (Wind, Feuchtigkeit, Kälte,...). Die erste Bildsichtung ("Auswertung des gehobenen Schatzes") ist dann mal ein Übel, das wohl jeder scheut, der große Mengen aufgenommen hat.
Hat man mal die besten Filme gefunden, wird es wieder spannend, was man rauskitzeln kann. Aus dem ganzen dann perfekte Präsentationen zu machen, bedarf Zeit und künstlerisches Talent. Aus dem ganzen einen Vortrag zu machen, bei dem die Leute nicht einschlafen, ist dann nochmal richtig viel Arbeit - ich zeig meine Sachen lieber in ungezwungenen Workshops oder hier.

Wenn was besonders interessantes auf den Bildern drauf ist, dann zählt Schnelligkeit und das ganze gehört breiter verbreitet. Da ist unser La Palma Vorgehen nicht so richtig effizient bzw. Themaverfehlung, wenn das Thema wissenschaftlich wertvolle Planetenbeobachtung sein soll. Vorteil zu den Profis ist ja, das Amateure viele Augen haben und sofort was sehen, während die Profis ja ständig Bildmaterial erzeugen (z.B. durch die Marssatelliten oder Hubble), das aber kapazitätsmäßig gar nicht auswerten können.

Zur Sache selbst:

Mein Workflow (ein workflow ist notwendig, wenn man jeden Tag 150 Planetenfilme wie auf La Palma aufnimmt):
- ich lass mal alles durch Pipp laufen und sehe damit mit wenigen Blicken, ob es grundsätzliche Probleme gab (Planet nicht im Bild, zu dunkel, etc. ), dabei ensteht auch eine Filmliste aus Pipp, die ich derzeit einfach mit print Screen speichere
- Firecapture erzeugt auf Wunsch .txt files und sogar eine Beobachtungsübersicht; ich kopiere die .txt files in eine Excel Tabelle (wäre schön, wenn man das direkt aus Firecapture erhalten könnte)
- ich lasse alle Filme einzeln durch AS3! laufen als Batch z.B. Summe 25, 50, 75%; ich erhalte dann lauter Ordner mit fortlaufenden Bildern
COMPUTER BENÖTIGT DAFÜR EVENTUELL MEHRERE STUNDEN
- ich erzeuge dabei gleich geschärfte Versionen mit den Möglichkeiten von AS3! (wenn man die Filter kennt, schärfen die gar nicht so schlecht), eventuell auch Varianten in der Schärfung, wenn erster Versuch schlecht; Ziel ist die Erzeugung aussagekräftiger Bilder
- ich schau mir die geschärften Bilder an und bewerte sie
- ich bewerte die beste Stackgröße für jedes Bild
- diese Daten trage ich in Excelliste ein (früher hab ich das in Papier gemacht, geht schneller)
- ich treffe Entscheidung, was die besten oder interessantesten Filme sind
- für die besten Filme versuche ich, die beste Stackung heraus zu finden (man kann hier viel durch Stackgröße, Glättung und Kästchengröße erreichen)
- diese besten Stacks landen dann in einem Ortner mit "best"
- nächster Schritt ist die Herausfindung der besten Schärfungsmethode (die in meinen Augen beste Schärfungsmethode zeigt am meisten Detail, aber noch kein Rauschen oder Artefacte)- bin dabei nicht gebunden an eine Methode oder ein Programm (alles im Einsatz: Decon, iterativer Gauss, wavlet, Mex hat,.. was halt jeweils am besten geht)

Meist ergibt sich hier ein unterschiedlicher Flow für R, G, B!

Pause!

Weiter mit winjupos =>
- "beste Bilder" sind optimal geschärft. Bei mir ist derzeit noch alles s/w.
- ich lade die besten Bilder in winjupos hoch und schaue sie mir da nochmal genau an - winjupos hat hier gute Möglichkeiten z.B. Karten und Raster - und richte sie manuell aus
- zu den besten Bildern erzeuge ich winjupos Bildausmessungsdateien .ims
- erste Überlagerungsversuche separat für R, G, B, IR mit der Entscheidung, ob es Sinn macht, viele Filme zu addieren (bei unterschiedlich guten Bildern vermatscht man das Ergebnis, ab einer betimten Menge gleichguter Bildern bring weitere Addition außer Beseitigung des Randartefcts nichts mehr, auch ein Nachschärfen zeigt nicht mehr Detail)
- Optimierung der Ausrichtung bis Ergebnisse der Addition besser als die Einzelergebnisse (manchmal Kompromisse nötig)
- erste Bekämpfung von Drehartefacten
- Rekursionsschleife mit weniger, aber besten Bildern aus den besten Filmen, wenn keine Optimierung durch Addition erfolgt

Pause!

- Farbbilderzeugung mit winjupos: erster Versuch, RGB zusammenzurotieren (manchmal sitzt der erste Versuch, das ist aber sehr selten)
- Optimierung Farbbild durch geschickte Auswahl Parameter und der teilnehmenden Filme

Ergebnis : erstes RGB Quick and dirty Bild (mit einem Gefühl für das, was möglich ist) - das ist der Grund, warum ich manchmal vorab Einzelkanäle zeige - spart einfach Zeit (bei Farbkamera kämpft man dafür mit anderen Problemen, wenn man tatsächlich von Anfang an in Farbe arbeitet - das hab ich in Praxis nie so gemacht, sondern immer ein s/w erzeugt und dieses optimal geschärft - Farbe hab ich immer aus mild geschärften Varianten genommen).

Wenn man jetzt wie 2018 tatsächlich 30 min perfektes Seeing hat, ergibt das bei Mars schnell mal 1 Million Bilder, die man verschieden zusammenstecken kann (mit jeweils verschiedene optischen Ergebnissen siehe Beitrag La Palma 2018). Wenn man wie 2020 dann mehrere Stunden Mars aufnimmt, ergab das an manchen Tagen über 100 Mars Filme. Wir haben meist 30 sec aufgenommen. Das hat 2018 bessere Ergebnisse gebracht, ist aber sicher nur für 12" aufwärts sinnvoll. Das sind dann echte 50 Minuten Material jeden Tag alleine für Mars und in Summe viele Bilder, da wir mit 500...700 fps aufgenommen haben.

Nach meiner Erfahrung kann man problemlos 20 min zusammenrotieren ohne zuviel Ärger, wenn man konsequent die Kanäle abgewechselt hat und durchgängig oder abwechselnd gutes seeing hatte.

Nach der ersten Runde folgt das genaue Aufarbeiten - anstelle schnell und schmutzig das ganze nun langsam, detailverliebt und möglichst perfekt - da gewinnt man nochmal ein paar Prozent.

Man kann mit winjupos auch Karten erzeugen und diese wieder in Bilder zurückspiegeln - dann ist ein Randartefact sicher weg, meist aber auch Teil der Bewölkung. Das ist bei mir dann immer die letzte Aufgabe.


Hier mach ich mal wieder Pause

Auf jeden Fall kann man sich mit der Ausarbeitung von 2 Wochen La Palma monatelang beschäftigen und den ganzen Winter in der warmen Stube verbringen, ohne das es einem fad wird...

LG
Robert

Bearbeitet von: RobertR am: 16.10.2020 08:15:16 Uhr
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RobertR
Altmeister im Astrotreff

Österreich
1425 Beiträge

Erstellt  am: 15.10.2020 :  19:04:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Bildvergleich:

Zitat:
Ich möchte mal den Mars vom 24.08.2020 aus La Palma mit folgendem Mars vergleichen:
Mars von Jean-Luc Dauvergne vom 22.09.2020 (12 Zoll): Das Bild befindet sich direkt hinter dem Bild von Thomas and Florian Winterer.

http://alpo-j.sakura.ne.jp/kk20/m200922z.htm

Ich finde, dass in dem Bild von Jean-Luc Dauvergne sehr viele Details "angenehm leicht" zu erkennen sind.


Bei aller Lästerrei:
Jean-Luc Dauvergne hatte am 22.09. wohl Traumseeing und einen deutlich größeren Mars als wir auf La Palma am 24.08.2020. Der 30er Mewlon scheint tolles Gerät zu sein. In der Auflösung schlägt er momentan unser Bild (da muss ich wohl noch dran arbeiten-vielleicht geht noch was?)

Die Auflösung im Rotkanal von Thomas Winterer ist natürlich eine Klasse für sich. Sein 20" ist bekanntermaßen gut.
Im G und B hängt ihn allerdings Jean-Luc Dauvergne ab. Für G und insbesondere B ist kleiner nicht immer schlechter. Die optimale Teleskopgröße liegt irgendwo bei 11...12" in unseren Breiten.

Bei der Bearbeitung hat Jean-Luc Dauvergne die Schärfungschieber mächtig aufgedreht und dann wuchtig drüber geglättet - das geht besser. Er ist definitiv auch ein langjähriger Meister unseres Faches. Ich hab schon harmonischere Bearbeitungen von Ihm gesehen - wahrscheinlich hat es an Zeit gefehlt.

Thomas hat einen Kompromis gewählt. Gefällt mir jedenfalls deutlich besser von der Rotkanalbearbeitung.

LG
Robert

Bearbeitet von: RobertR am: 15.10.2020 19:05:57 Uhr
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Paddy777
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1423 Beiträge

Erstellt  am: 16.10.2020 :  21:09:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Robert,

danke für das detailierte Schildern Deines Workflow!

Du hast wohl weder Job noch Familie, oder?

Spaß beiseite, es ist sehr eindrucksvoll, welchen Aufwand Du da betreibst. Deine Bilder rechtfertigen das aber auch!

Für alle Interessierten hier mal mein wesentlich einfacherer Workflow:

1. Meistens nehme ich - je nach Seeing - nur 2-3 Bildserien in IR, R, G und B auf. Nach 13 Jahren Erfahrung hab ich dann eine ganz gute Vorstellung, welchen Prozentsatz Bilder ich stacken werde.

2. Ich schmeiße alle Filme nacheinander in Autostakkert3, manchmal speichere ich auch drei Varianten an Verwendungsraten. Meistens so 20 bis 35%.

3. Schärfe die Bilder in Giotto mit Mexican Hat-Filter (kritische Dämpfung i.d.R.) Dabei kitzle ich erst alles an Details raus und nehme die Schärfung dann ein gutes Stück zurück. Bilder speichern als FITs.

4. In Fitswork stelle ich das Histogramm so ein, dass die Kanäle ähnlich hell sind und auch beim Nachschärfen nichts ausbrennt. Dann Nachschärfung mit Wavelet Rauschfilter und/oder iterativ.

5. Fast immer erstelle ich L-RGBs, bei denen der Luminazkanal aus IR oder einer Mischung aus R+IR oder (bei gutem Seeing) IR+R+G besteht. Dieses Komposit kann ich meistens nochmal nachschärfen.

6. Aus R+G+B entsteht das Farbbild. Dieses ist nur dezent geschärft, um Farbrauschen zu verhindern. Optimierung von Sättigung und Farbton in Fitswork.

7. Ich speichere Luminanz- und Farbbild separat als 16 Bit-TIFF.

8. In Photoshop lege ich das L-Bild über das Farbbild.

9. Kreisrunder Ausschnitt um den Planeten, Auswahl umkehren, weiche Auswahlkante (2-3 Pixel), Fläche füllen mit schwarz für einen ästhetischen Hintergrund.

10. Gelegentlich noch kleine Optimierungen (Farbe, Artefakte entfernen)

11. Mit Gradationskurven Kontrast optimieren.

12. Schritt 1-11 noch zweimal am Folgetag wiederholen, weil es doch noch nicht so optimal war... Auch Feedback aus dem Forum hier ist wichtig!

LG Paddy

Celestron C11 XLT

Bearbeitet von: Paddy777 am: 16.10.2020 21:10:37 Uhr
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RobertR
Altmeister im Astrotreff

Österreich
1425 Beiträge

Erstellt  am: 17.10.2020 :  00:53:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Patrick,
stehe noch im Arbeitsleben. Momentan sind wir in Corona-Kurzarbeit. Sohn studiert in Graz - der hat nun nicht mehr viel Zeit für seinen Papa. Meine Lebensgefährtin arbeitet mehr als ich. Da hat man dann schon etwas Zeit, seine Hobbies zu pflegen. Ich mach ja nicht nur mit Planeten, sondern hab Motorrädern und Mountainbikes, die regelmäßige Bewegung und Wartung fordern. Das Federwild im Garten hat mächtig Kohldampf und will gefüttert sein. Sobald Schnee fällt, kommen die Ski raus. Langweilig wird mir nicht.

Zu deinem workflow:
Zitat:
Schärfe die Bilder in Giotto mit Mexican Hat-Filter (kritische Dämpfung i.d.R.) Dabei kitzle ich erst alles an Details raus und nehme die Schärfung dann ein gutes Stück zurück. Bilder speichern als FITs.

Mache ich ähnlich, speichere aber aus AS3! in 16 bit .png, aus giotto in .tif ab. Giotto mag ja selbst bestimmte .tif Formate nicht.
Schärfung:
Bei Mars funktioniert die kritische Dämpfung ganz gut, aber ich teste immer alles durch und nehme häufig decon und auch mal wavelets oder iterartiven Gauß.
Verwendung:
Bei La Palma Mars bin ich momentan immer über 50%, ist aber dem guten seeing geschuldet. Zuhause sind es dann auch schon mal nur 10%. Die Verwendungsrate reicht mit 14" von nix bis ganz viel....

Du nimmst gar kein winjupos? Mußt du probieren, ist erhebliche Steigerung!

LG
Robert

Bearbeitet von: RobertR am: 17.10.2020 00:56:36 Uhr
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suntilliana
Meister im Astrotreff

Deutschland
628 Beiträge

Erstellt  am: 17.10.2020 :  10:13:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Robert,

Uihijuijui - jetzt habe ich aber etwas anfgerichtet - will sagen: Einfach großartig, dass du dir die Zeit nimmst, so ausführlich deinen Workflow zu präsentieren!
Ich hoffe, dass viele viele Planetenfilmer das lesen, dann teilt sich auch mein schlechtes Gewissen enstprechend auf.

Für mich ist die lange Kette an Arbeitsschritten schon sehr interessant - ich bin Single und investiere die Zeit gerne!
Es fehlt mir noch an Erfahrung, gerade beim Schärfen von Planerten (Mond geht ander, aber ich kriege was hin.).
Ich habe zum Beispiel die Kombi aus Deconv/Wavelets in "AstroSurface" ausprobiert.
Ich sehe da noch keine Vorteile gegenüber Regsistax - vielleicht fehlt mir das Auge dazu. Vielleicht rauscht das Bild aus AstroSurface weniger?
Egal, das wird sich noch alles offenbaren :-)

Auf WinJUPOS werde ich aber nicht verzichten - soviele Erkenntnisse habe ich beim Testen auch erhalten.
In einem Video zu WinJUPOS + Mars von Jean-Luc Dauvergne habe ich erst gesehen, wie "perfekt" er die Maske ausgerichtet hat.
Ich habe aber auch gesehen, wie er in Registax vorgegenagen ist - so habe ich das überhaupt nicht gelernt! Der "Rauschschieber" hatte bei ihm den größten Radius...
Auch wenn einiges noch etwas verwirrend ist - das mach schon Spaß, mit seiner Ausrüstung Planeten zu "kreieren".

Nochmals Danke für deine Ausführungen. Ich kann da sicher sehr viel mitnehmen!

Herzlichen Gruß
Mario

Bearbeitet von: am:
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RobertR
Altmeister im Astrotreff

Österreich
1425 Beiträge

Erstellt  am: 17.10.2020 :  14:10:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Nächster Tag auf La Palma:



Mars 2020-08-26 UT 03:55 L(R)-RGB
Quick and dirty

Wie schon angedeutet, bin ich gerne auf der Jagd nach den Grenzen im Bild. Bild oben sieht ganz harmlos aus. La Palma erlaubt, die Erwartungen etwas höher zu schrauben. Krater mit 150 km sollten auch 2020 zu detektieren sein! Hab mir mal den Sinus Sabaeus = Mars Gradfeld MC-20 vom Breitengrad minus 30° ... 0°, Längengrad 315° ... 360° vorgenommen. Da findet man relativ einfach:

- Liris Valles; 613 km lange Struktur im Nordost an Krater Huygens angrenzend; Koordinaten -10.4952,58.2466
- Huygens Krater; 467.25 km Durchmesser Koordinaten -13.8819,55.5817
- Schroeter Krater; 263 km Durchmesser; Koordinaten -1.8957,55.9937
3 auffällige Batzen, leicht in jedem Bild zu erkennen

- Schiaparelli Krater; 450 km Durchmesser; Koordinaten -2.71378,16.7716

Schon kleiner:
- Dawes Krater; 191 km Durchmesser; Koordinaten -9.1062;38.0584

Hier Orintierungskarten:

Übersicht Sinus Sabaeus = Mars Gradfeld MC-20, diesmal N oben





So sieht die Raumsonde Sinus Sabaeus, die Region links von der Syrte (mit N oben), hier Mars Odyssey IR-Bild.



oder Voyager aus Google Mars



Diese Kraterkette zwischen Dawes und Schröter jagen wir:



Da geht es jetzt los mit Detailverarbeitung!

Als Einstieg zwei sehr gute aufeinander folgende R-Filme der Region:



Vermutlich bester Film des Tages, Varianten in Stackgröße: AS steht für den Prozentsatz der gestackten Bilder (66 und 88%). Besser ist 88%.



FireCapture v2.6 Settings:
Observer=Hansen-Reitsam
Location=La Palma
Scope=Newton 348f4.6
Camera=ZWO ASI290MM
Filter=R
Diameter=18.00"
CM=308.4° (during mid of capture)
FocalLength=5300mm (F/15)
Filename=2020-08-26-0348_5-H-R-Mars_110.avi
Duration=30.003s
ROI=400x400
FPS (avg.)=428
Shutter=0.566ms
Gain=330 (55%)

Die drei schwarzen Batzen hat ja fast jeder von uns aufgenommen, sind aber nur Albedoteilstrukturen von zwei großen Kratern und eines Gebirgszugs. Spannend, wie man das besser darstellen kann und welche Krater sichtbar gemacht werden können. Ich schau mal, was sich machen läßt.

LG
Robert

Bearbeitet von: RobertR am: 18.10.2020 01:40:26 Uhr
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Unigraph
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2794 Beiträge

Erstellt  am: 17.10.2020 :  19:32:47 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Unigraph's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Robert,
wie immer prima Bilder!
Dein letzter 000Einstellungstextfile aus FC werde ich als Richtschnur für meine Versuche mit dem 408/1909mm Newton nehmen. Mal sehen was dabei rauskommt, wenn ich mal eine Chance bekommen sollte.

cs Harald
www.unigraph.de

Bearbeitet von: am:
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RobertR
Altmeister im Astrotreff

Österreich
1425 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2020 :  01:07:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Harald,
wenn möglich, mach den ROI kleiner. Du hast auch die ASI290MM?

Das geht:
Camera=ZWO ASI290MM
Filter=R
FocalLength=5550mm
Duration=30.002s
Frames captured=21563
ROI=240x240
FPS (avg.)=718
Shutter=0.584ms
Gain=330 (55%)
Gamma=50
HighSpeed=on
Histogramm(max)=117
Histogramm=45%

Gain kann man sogar runternehmen, Belichtungszeiten bis 1,3 ms haben ja noch keinen Einfluß auf fps. Geh mit der Brennweite nicht zu hoch.

LG
Robert

Bearbeitet von: RobertR am: 18.10.2020 01:12:08 Uhr
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Unigraph
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2794 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2020 :  01:33:02 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Unigraph's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Robert,

ich habe die ASI 178mono am Newton und die ASI 174 am Schaerunigraph.
Die maximalste fps Zahl war, wie bei dir, ungefähr 440. Ich glaube damit liege ich an der Grenze der Kamera.

Die Daten der ersten Beobachtungen am Newton Datum 10.10.2020 waren "schlechter":

Gain 301
ROI 500 x 500
Bel 2.8ms
FPS 358
Histo 64%
Gamma 50%
Filter R
Gain 301 , 59%
Ich hatte wegen Wind die ROI Zahl etwas höher genommen.

Es lässt sich also noch etwas optimieren. Wobei bessere Einstellwerte hätte die Bilder auch nicht mehr gerettet. Die Luft war dafür zu schlecht.

cs Harald
www.unigraph.de

Bearbeitet von: Unigraph am: 18.10.2020 01:34:18 Uhr
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