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Seite: von 2

NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2071 Beiträge

Erstellt am: 26.08.2020 :  03:43:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Morgen!

Mücke sei Dank kann ich gerade nicht mehr einpennen.

Eigentlich wollte ich mit dem Reinstellen noch kurz auf Fünflings-Stefan warten, ob ich nicht zuviel Schmarrn getippt hab...aber ich weiß gerade nicht wie ich die Zeit anders totschlagen soll wenn ich schon die Mücke nicht treffe ;-)

Vorgeschichte

Kleiner Exkurs vorab: Im Frühjahr war meine letzte Berg-Aktion, der 12"er ist von einer Bank gesprungen, Spinne hinüber, Spiegelbox angebrochen, Sommerpause.
Die bekannten Umstände haben Zeit zum Basteln gelassen. Da meine Wiege nach Aufkleben einer Bodenverstärkung mittlerweile 3,5 kg wog, wollte ich ohnehin längst mal eine neue bauen, auf diesem Wege auch gleich bisl kompakter und nach Möglichkeit auch stabiler. Das ist mittlerweile alles erledigt bis auf Kleinigkeiten.

Ein kleines Firstlight gab es schon aufm Acker, der große Bergtest bei ganzer Nacht stand noch aus.
Am liebsten wären mir gleich zwei Nächte am Stück gewesen mit Übernachtung, aber weder das Wetter war dazu stabil genug noch gab es ein Übernachtungsangebot auf dem Brauneck für diese Nacht – schade. So ging es wieder auf den Wendelstein, knapp 300m höher als Brauneck, nimmt man bei der Gelegenheit gerne mit.

Langsam geht´s los

Zur Bergpremiere nach der Reparatur wurde ich von Stefan begleitet, der in aller Vorfreude ein 1.Klasse- Ticket für die Bahn klarmachte. So ein schicker Dobson ist natürlich anspruchsvoll, der will standesgemäß transportiert und befördert werden ;-) Obwohl er mittlerweile 1kg leichter war als vor der Reparatur, machte er sich aus Stolz schwerer als er ist: der große blaue Rucksack wog trotz sommerlicher Ausrüstung immer noch 25 kg bei all dem Okularzubehör, ohne Verpflegung (!)

Das kann ich mir nicht anders erklären, als dass der Dobson auf dicke Hose gemacht hat. Dabei macht schwarz doch eigentlich schlank?! Denn die neue Wiege habe ich schwarz lackiert, um gestaltungsmäßig den Carbonlook bisl zu unterstreichen.

Mal sehen, wie lange das hält bei dem Herumgerumpel. Man muss da einfach mit rechnen, dass es Kratzer gibt, sonst ärgert man sich da nur. Aber so selten wie der Dob am Berg ist die letzte Zeit, wird es wohl ´ne Weile halten.

Es sollten laut Prognose auf einem Nachbarberg um die 18 Grad nachts werden. Erfahrungsgemäß konnte man da 3-4 Grad abziehen und so war es dann auch: 15 Grad durchgängig in der Nacht. Die Bahnfahrt verlief unspektakulär, wir beamen uns jetzt daher direkt auf die Bergstation vom Wendelstein:


Die Hörnchen am Felsen

Schon die paar Schritte hoch zur ersten Bank zeigten mir, wie lange ich nicht am Berg war... Am Fuß vom Felsen auf 1750 m Höhe gab es eine Stärkung in Form von Stefans mitgebrachten Nusshörnchen. Denn es hieß erstmal bisl Gepäck abwerfen, bevor es die restlichen 100 Höhenmeter hoch geht. Das Hörnchen war echt nett aber megafettig, sodass die Bäckertüte schon durchsichtig war. Da brauchte ich zum Ausgleich direkt einen dicken Apfel. Naja, ehrlicherweise gabs den Apfel vorher, ich wusste noch nix von meinem Glück mit dem Hörnchen. In meiner Angst vor Verfettung des Equipments ging ich von unserer Bank leicht oberhalb der Bergstation nochmal kurz runter auf WC-Suche. Leider zu. Das einzige was ich sah, war einen Bediensteten mit entblößter Plautze gen Sonne gereckt.

Also wieder zurückgetrottelt. Stefan war jedoch super ausgerüstet. So hatte er sogar Sprühalkohol dabei zum Entfetten. Gott sei dank.





Stefan hatte generell mehr Gepäck als sonst dabei – insgesamt 26 kg, aufgeteilt auf Rücken und Bauch mit zwei verschiedenen Rucksäcken, an denen noch diverse Utensilien baumelten. Ich selbst war beinah wie gewohnt bepackt, bisl spartanischer, die Verpflegung hatte im Rucksack Platz und nicht wie sonst per extra Beutel in der Hand. Home-Office-bedingt war ich allerdings bei weitem nicht mehr so fit wie früher und hatte nur 4,5 h geschlafen. Das merkt man bergauf...

Der Wendelstein war erstaunlich einsam, dafür, dass woanders reger Urlaubsbetrieb herrscht. So stapften wir ohne jeden Gegenverkehr den Fels hoch. Angenehme 17 Grad, die sich wie 23 anfühlten, erwarteten uns am Beobachtungsplatz und wärmten uns im Abendlicht.

Die einzige zivilisatorische Unterbrechung war ein Wanderduo, wo schwer zu sagen ist, ob das jetzt einfache Wanderer oder eine Art Hirten waren. Ein nicht wenig beleibter langhaariger Typ,der im waren Leben vermutlich Computerhacker ist, sah aus wie eine Art filmgerecht zurechtgestylter Bruder Tuck im Schäferoutfit, bewehrt mit Schlapphut und langem Holzstab, und sein schmaler Companion im naturfarbenen Wanderoutfit holte alsbald eine Selfi-Stange heraus und filmte alles von links nach rechts, nicht ohne dass Bruder Tuck beim zweisamen Photo meinte – „nicht zu fest! „...als der Kollege wohl den Arm um ihn legte. Bruder Tuck saß dann bald solitär auf einer Bank und posierte unwillkürlich derart, dass ich fast ein Photo gemacht hätte, es hätte auf einem Wanderführer eine atmosphärische Titelseite gegeben. So sah sich auch der Selfi-Companion animiert, Bruder Tuck aufzufordern: „erzähl mal eine Deiner Geschichten!“... ich ahnte Schlimmes, zum Glück war Bruder Tuck nicht in Stimmung. Lieber holte er dann sein eigenes Tablet raus und tat es seinem dünnen Kumpanen gleich und filmografierte irgendwas rum.
Im Nachhinein wunderts mich, dass nicht einer von den Jungs eine Drone aus dem Jutebeutel gezaubert hat und diese einmal den Gipfel umkreisen ließ.
Zum Glück war bald Ruhe und das Duo irgendwo in den Latschen verschwunden.

Eins muss man den Jungs lassen, sie hatten ein geniales Timing: zur schönsten Lichtstimmung waren sie am Aussichtspunkt angelangt – die Landschaft war in ein tiefes orangerot getaucht.




12"er und Fünfling (9,5")... In der Mitte des Bildes sieht man den Schattenkegel vom Wendelstein, rechts davon Zahmer und Wilder Kaiser



Bei dieser Gelegenheit noch kurzer Blick auf die neue Spinne (Becker), mm-genau mit diversen Extrawürsten bestellt, FS-Schrauben selber geklebt (Gewindstift in eloxierte Rändelmutter) und das ganze Ding dann selber montiert. Zufälligerweise hat Stefan genau die gleichen blauen Rändelmuttern mittlerweile auch verwendet. So ist sein Fünfling entgültig zum kleinen Bruder vom 12er geworden ;-))

Dekadenterweise hängt die Spinne an wiederum blau anodisierten Titanschrauben, die kein Schwein sieht, aber es bringt zumindest ein paar Gramm am Hut ;-)
Zentralbolzen (den Fangspiegel haltend) ist derzeit übrigens ein M6-Messingdübel, was ich mir nach Stephan Psy´s aktueller Erfahrung im Nachbarthema ggf. noch ändere ;-):




Wunderschöner Sonnenuntergang:





Erfahrungsgemäß geht dann auf einmal alles ganz schnell - auf einmal ist die Nacht da... Zunächst entdeckte Stefan jedoch die tief stehende Mondsichel am Horizont. Diese tauchte irgendwann genau zwischen einer schmalen Wolkenbank und dem Horizont ab. Es sah aus, als würde die Sichel im Meer abtauchen, schwer zu beschreiben, netter Anblick.



Stefan guckt Mond


Jupiter und Saturn zogen bald unsere Blicke auf sich. Es deutete sich an: das Seeing war nicht übel... So war mein Ziel dann bald, einige Kugelhaufen abzuklappern, solange die Sommerobjekte noch gut sichtbar waren. Neben den üblichen verdächtigen Objekten wie Lagunennebel und Omeganebel etc. ging es dann bald zu M 22 und Co. Oha. Also wenn man wissen möchte, was gutes Seeing bei Deepsky bedeutet, sind Kugelhaufen kein schlechter Indikator. M22 zeigt sich trotz Tiefstand gespickt von feinsten Sternchen, die ruhig vor sich hinstrahlten. Im 8mm Ethos fand ich den Haufen am eindrücklichsten, wie ein dicht gedrängter offener Haufen. Was für ein schöner Anblick. M22 ist oftmals undankbar, zu verwaschen, schwächlich, verwabert. Aber diese Nacht: einfach ein Genuss. Sehr sehr lange so nicht gesehen, wenn überhaupt mal. Bezeichnend, dass ich meine vergleichbare Beobachtung an genau dem selben Standort hatte, auch den Dobson zunächst auf den Wanderpausen-Tisch gehieft, um den die Sicht behindernden Latschen ein Schnippchen zu schlagen.

Schon lange wollte ich bei gutem Seeing einmal wieder Palomar 9 besuchen, auch unter NGC 6717 geführt. Mit um die 9 mag nichts, was man fürchten müsste – im Gegenteil: dieses Häufchen zeigt mit zunehmender Vergrößerung eine interessante Struktur, teilt er sich doch in scheinbar mehrere Teile auf. Ich konnte ca. 5 Kondensierungen ausmachen, keine Ahnung, ob das Einzelsterne oder klumpige Ansammlungen sind. Das ganze wird garniert von einem hellen rötlichen Stern, der nach meinem Geschmack maßgeblich für die Attraktivität des Anblicks verantwortlich ist.
Gutes Seeing braucht man, um den kleinen Burschen soweit aufzulösen, dann man die Struktur besser erkennt. Ich hab mit bis zu 290fach draufgehalten. Der Anblick war besser und detaillierter als noch vor einigen Jahren, wo ich am exakt selben Standort meine Erstsichtung hatte.

Wer mal einen etwas anderen Kugelhaufen sehen möchte – wird hier fündig. Wenn auch im Schützen stehend, befindet sich das Objekt recht weit oberhalb des Teapots.

Ansonsten wurde wild durch die Kugelhaufen gesurft, ein richtiges Programm hatte ich nicht, Stefan ging es ähnlich. Dennoch verging die Zeit sehr schnell. Ich schnappte den Dobson vom Tisch, buxierte ihn ein paar Meter über das etwas geröllige Terrain gen Stefan, der seinen Dob irgendwo im Adler versenkt hat, wobei, in dem Bild war er offenbar irgenwoanders gerade:




Ja, eigentlich ist PN-Zeit wegen dem guten Seeing! Hab es selber lauthals verkündet, aber dann doch nicht wie geplant umgesetzt, komisch. Immerhin:
Ich steuerte bald den PN Jones 1 im Pegasus an, den ich entweder tatsächlich noch nicht hatte oder vergessen hab, im Atlas abzuhaken. Ich meine, ich verwechsle eine eventuelle Beobachtung mit dem Headphones-Nebula, den hatte ich definitiv. Jedenfalls heute mal drauf mit OIII und 17mm-Okular. Mein 26mm hab ich zu hause gelassen, die Okulare waren so schon schwer genug alle. Im 17er LER zeigte sich der Nebel sehr bald und einfach. Die typische runde Struktur mit den symmetrischen Verdickungen. Im 13mm schon nicht mehr so deutlich, im 8mm nicht mehr sinnvoll, zu dunkel.

Juhuu, ein neues Objekt, dem ich schon eine Weile hinterhergejagt bin bzw. immer vergessen anzusteuern.

Die Milchstraße in voller Pracht zu sehen war mal wieder eine Schau.


Cirrus

Und wo ich nun schon den OIII drin hatte, peilte ich mal so beiläufig gen Cirrus-Nebel, wie man das im Sommer halt mehr oder minder automatisiert so macht. 17 mm ES LER.

So. Ich hatte ja nun schon ein spektakuläres Zirrus-Erlebnis an meinem eigenen Dob. Das liegt ein paar Jährchen zurück und war am HTT. Da herrschte eine mehr oder minder geschlossene Wolkendecke, und nur noch wenige Verrückte wie ich waren der Meinung, es würde sich lohnen, noch etwas auszuharren, nur weil am fernen Horizont ein Lichtstreif zu sehen war. Aber das Wolkenloch kam...Was sich damals im 12“er in einer Art Rückseitenwetterlage präsentierte, haute selbst routinierte Top-Platz-Kenner wie Mathias aus den Socken „Wie im 18“er!...“

Aber die Nacht am Wendelstein jetzt Leute, war nochmal eine andere Nummer. Vielleicht lag es jetzt nur am 17er LER, welches ich in der HTT-Nacht noch nicht hatte... damals „nur“ mit 26mm und 13mm an Weitfeld-Okus gerüstet - aber was sich jetzt am Berg bot, war nochmal eine andere Kategorie. Ich fühlte mich spontan erinnert an eine Zeichnung von Uwe, die er an seinem 27“er gemacht hatte. Das darf man natürlich nicht wörtlich nehmen, mit Sicherheit war im 27er mehr zu sehen, aber ich fühlte mich vom Eindruck her halt dran erinnert:

Feinste Filamante waren richtiggehend hell und die schwächeren Bereiche auch jenseits von Triangular´s Whisp waren sowas von klar auszumachen, dass ich gar nicht wusste, wo die Nebel nun endlich aufhören! Ich drückte das Teleskop immer weiter runter, immer weiter, und noch immer waren schwache Filamente zu verfolgen.

Der eine oder andere wird es ja wissen, mit Filtern hab ich´s nicht so und der Zirrusnebel löst bei mir eigentlich meist eher ein Gähnen aus, vermutlich einfach bisl deshalb, weil er auf den Treffen ständig eingestellt wird... Ich weiß nicht was mit dem Himmel los war, denn eigentlich zeigte die Luft-Feuchte-Messung 70% an – die ganze Nacht über. Aber sooo einen Anblick vom Zirrus... hab ich noch nie gehabt durch meinen Dob.
Ich holte Stefan mit einer Ankündigung wie: das haut Dir den Hocker weg!

Ein sicheres Zeichen, dass der Anblick ungewöhnlich gut war ist, dass Stefan sich minutenlang stillschweigend kaum am Okular gerührt hat. Sonst eher kritisch, kam aus seiner Richtung abgesehen von einigen kurzen frenetischen Ausrufen weitgehend nur andächtige Stille...



Auch am Observatorium herrscht reges Treiben - zaghaft steigt die Venus im Winterhimmel empor


Liegepause

Ich brauchte mal eine Pause und legte mich auf diese seltsame neue „Liege“ aus hohlem Beton, die offenbar ein Modell der Erdschichten darstellen und gleichzeitig eben als Liege dienen soll. Wir befinden uns nämlich am Rundweg vom Geolehrpfad. Auf der Erdgeschichte ruhend nahm ich mein 10x22 Fernglas her und genoss erstmal M 31. Dann wollte ich mal sehen, ob M 33 mit bloßem Auge geht. Ich gestehe, ich weiß niiiie genau, wo die liegt. Das ist für so einen Test natürlich elementar. Ich erinnerte mich an ein Photo, wo M33 praktisch fast spiegelverkehrt entfernt zur Andromeda-Achse lag wie M 31. Mit Fernglas hin – zack, drin. Ich machte 2 Sternchen zur weiteren Orientierung aus und tatsächlich – mit bloßem Auge war M 33 recht einfach zu sehen, wenn man denn wusste wo genau man hinschauen muss.


Objekte-Interlude: dieses Objekt bitte links liegen lassen und was andres gucken

Für jene, die vielleicht etwas unbekannteres von mir an Objekten erwarten, jo, hab ich:
Im Atlas hatte ich einen Pfeil an einer Hickson-Gruppe im Herkules. Pfeile klebe ich ja immer dort hin, wo ich mal was recherchiert und für sehenswert befunden habe.
Es zeigten sich bei HCG 82/82A 2-3 schwächste ovale Fitzel. Das war´s. Zu Hause nachrecherchiert: „Was zum Henker?“ … hab ich da markiert im Atlas... keiiiiiine Ahnung. Vermutlich einfach mal was in einer Ecke markiert, was sonst nicht besucht wird, was ich mal bei Gelegenheit einfach probieren wollte und ansonsten im Dunklen in der Karte übersehen hätte.
Alles andere kann kein Grund gewesen sein – das DSS zeigt eine dermaßen langweilige Gruppe, macht da bloß nen Bogen drum. Wenn schon schwache Fitzel, dann doch wenigstens ein helles Sternchen daneben oder wenigstens auf dem Photo eine interessante Struktur, wo man sich reinträumen kann beim Blick durchs Okular. Aber nix dergleichen bei der Gruppe...

Zu Besuch bei Jürgen von der Lippe

Puh. Als nächstes mal was hübsches, ich wollte die Taffy-Galaxies ansteuern im Pegasus und Stefan zeigen.
Was ich auch versuchte, ich rührte was herum – links rum, rechts rum, nochmal von vorn – nix.
Völlig aus dem Tritt. Auch die Galaxiengruppe um NGC 80 wollte nicht so wie ich.

Wie sang einst Jürgen von der Lippe … „Da ist der Wuuuuurm drinnn....!“

https://www.youtube.com/watch?v=bgN7vT-nJ7s


Ich bin dann mal weg

Watt willste machen... Sich einfach mal hinlegen und auf der schönen Plattform stumpf nach oben kieken zum Beispiel. Auf Stefans frisch gekaufter Isomatte, ich durfte sie einweihen. Den Test hat die Matte bestanden: ab 3.30 Uhr herum schnarchte ich alle Murmeltiere aus den Löchern und hielt wohl auch Stefan wach, der munter bis ins Morgengrauen durchhielt. Respekt Kumpel! Ich hingegen war einfach platt. Zum Glück war es weitgehend windstill. Nur das Observatorium säuselte mit der Lüftung etwas. Bei 15 Grad ließ es sich gut aushalten und ich fand etwas Schlaf. Zur Dämmerung wo ich aufwachte, frischte es dann doch etwas auf und wir verzogen uns zum Ratzen zu einer Bankgruppe etwas weiter unten.

Schon wieder vorbei?

Erstaunlich ist jedes mal, wie die Zeit am Berg vergeht, auch wenn man nicht gerade eingeschlafen ist...

In der Morgensonne stapfte ich schlafttrunken die 20 Höhenmeter zum Aussichtspunkt und Dobson hoch, um da etwas pubertär meinen umgebauten Dobson stolz aus allen Winkeln zu knipsen ;-)





Bald war auch Stefan wach und es gab Kekse und Riegel und den megaguten Berchtesgadener Kakao auf der Bank mit Blick gen aufgegangener Sonne.


Links zu sehen: die grünen Wiesen vom Sudelfeld


Nach gemütlichem Zusammenpacken ging´s bald runter, mein Rucksack fühlte sich komischerweise genauso schwer an wie noch beim Hochgehen, obwohl jetzt um die 6kg weniger ohne die Verpflegung drin waren.



Bei Stefan hingegen ging´s leichter als vorher mit der Schlepperei. Ich vermute mal, er hat mir heimlich kiloweise Kekse untergejubelt, die er nicht mehr zu mampfen geschafft und mir die ganze Zeit vollmundig angepriesen hat – ich hab sie nur noch nicht entdeckt im riesigen blauen Rucksack, der aktuell noch immer nicht vollständig ausgeräumt ist...

Das war wieder ein wundervoller Ausflug, Danke an Stefan für die nette Begleitung!

CS
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: NormanG am: 26.08.2020 07:07:50 Uhr

StephanPsy
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2267 Beiträge

Erstellt  am: 26.08.2020 :  08:52:13 Uhr  Profil anzeigen  Besuche StephanPsy's Homepage  Antwort mit Zitat
Bester Norman,

vielen Dank für diesen wunderbaren Bericht und die tollen Photos




StephanPsy vom Eridanus im ALBiREO mit Phoenix von Goldammer, Penelope von IthakA, femina, Lokomotive, PA-T, Kat:ze von der Almwiese, BlackSeeleScope, Zakyntha

Es gibt keinen Weg zum Glück. - Glücklich-Sein ist der Weg. (Buddha)

Bearbeitet von: am:
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ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
841 Beiträge

Erstellt  am: 26.08.2020 :  09:55:14 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage  Antwort mit Zitat
Moin Norman,

na eeeeendlich, ich war schon auf Entzug. Quatsch, ich war schon "trockener Normangeschichtenvermißniker".
Man, wenn ich könnte und nicht so weit weg wohnen würde, so eine Nacht würde ich gern auch mal mit erleben.

Jones 1 zum ersten Mal, witzig. Aber manchmal ist es so. Irgendwann fällt einem siedend heiß ein, dass da ein PN ist, den man immer mal sehen wollte, ihn aber Jahr und Jahr verpasst hat. Mir geht es so mit Jones-Emberson 1 ... noch nie angefahren :-/

Palomar 9 - hier mal meine Vergleichsbeobachtung mit 12,5" in der Lieberoser Heide:
72-fach => südlich des hellen Sterns blinkt das Zentrum des Kugelsternhaufens heraus - leichter Helligkeitsanstieg zur Mitte hin - zwei Sterne blitzen bereits aus dem Haufen hervor
160-fach => jetzt sind es vier Sterne - das Zentrum wirkt ein wenig OW-elongiert
206-fach => der Eindruck bestätigt sich, der Haufen wirkt ein wenig zweigeteilt, wobei die Westseite leicht heller wirkt

Hm, zwischendurch ähnliche Eindrücke, bleibt nur die Frage, ob Sterne oder Kondensationen erkennbar sind.
Palomar 8 hast Du ausgelassen? Liegt ja nicht weit entfernt. Aber ist auch nicht so der Brüller wie Palomar 9.

Den Cirrus habe ich in meinem 12,5" auch mal im eigenen Garten ziemlich detailliert verfolgen dürfen mit kleinsten Fitzelchen jenseits der eigentlich bekannten Nebelsicheln. Auf Treffen ist man immer ein wenig in Eile, der Nächste will ja auch noch staunen, da entgehen einem meist die Details.

So, Norman, ab jetzt bitte wieder jeden Monat einen Bergreisebericht ;-)

Viele Grüße

Rene

Freunde der Nacht

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fastride
Meister im Astrotreff

Schweiz
661 Beiträge

Erstellt  am: 26.08.2020 :  09:58:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Was für ein toller Bericht!
So ein tragbarere Dobson hat doch was an sich! Ist gefährlich, solche Beiträge zu lesen ;-)

Gruss Konrad

Galaxy D10, 114/900 Newton
Carl Zeiss: Binoctar 7x50, Jenoptem 10x50, Swarovski Habicht 7x42, Steiner Firebird T 8x30

Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht !

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StefanSLS
Altmeister im Astrotreff

Germany
1016 Beiträge

Erstellt  am: 26.08.2020 :  09:58:40 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moin Norman,

da warste n Bisschen voreilig mit dem Reinstellen des Berichtes....meine für den Bericht vorgesehenen Kommentare und Anmerkungen baue ich jetzt hier als Zitatantwort an und hoffe, dass darunter die Lesbarkeit nicht zu sehr leidet. Auf gehts!

Also vorweg, eines muss man sagen: Beim Tunen seines Dobbis hat sich der Norman größte Mühe gegeben. Der Dobbi sieht jetzt richtig stylisch aus Auch Norman war begeistert von seinem Werk- unzählige Male bekam ich nach dem Aufbau im Hellen ein begeistertes "Man sieht datt jut aus!" zu hören

Zitat:
Es sollten laut Prognose auf einem Nachbarberg um die 18 Grad nachts werden. Erfahrungsgemäß konnte man da 3-4 Grad abziehen und so war es dann auch: 15 Grad durchgängig in der Nacht.

Genau mit der Prognose hatte Norman mich zusätzlich animiert….gerade nach unserer Aktion im Oktober war ich aber etwas skeptisch und hab eher mit 12 Grad gerechnet. Damals hatte er mit 12 Grad frohlockt, tatsächlich waren es 8…*g* Aber dieses Mal hatte er tatsächlich recht behalten….und ich Einiges zu viel an Klamotten und heißem Tee hochgeschleppt.

Zitat:
Also wieder zurückgetrottelt. Stefan war jedoch super ausgerüstet. So hatte er sogar Sprühalkohol dabei zum Entfetten. Gott sei dank.

Na, bis auf den mobilen Grill hatte ich wirklich ALLES dabei

Zitat:
Stefan hatte generell mehr Gepäck als sonst dabei – insgesamt 26 kg, aufgeteilt auf Rücken und Bauch mit zwei verschiedenen Rucksäcken, an denen noch diverse Utensilien baumelten.

Ja, voll die Premiere #128522; War beim letzten Mal noch ein kleiner Trolley mit aufm Berg, hatte ich jetzt standesgemäß umgeplant. Das gab dann auch keine neugierigen Fragen und Anmerkungen von Wanderen auf dem Rückweg wie im Oktober- "Zieht das Observatorium um?"

Zitat:
...ging es dann bald zu M 22 und Co. Oha.

Ja, und während Norman M22 angesteuert hatte, stellte ich zum warm kucken den Klassiker schlechthin ein: M 13. Direkt mit dem 10mm Delos (108x). Also so extrem gleißend hab ich den KH noch nie gesehen- der Begriff „Burner“ hatte eine neue Manifestation gefunden. Auch die Galaxie daneben war super einfach zu sehen.

Zitat:
Ansonsten wurde wild durch die Kugelhaufen gesurft, ein richtiges Programm hatte ich nicht, Stefan ging es ähnlich.

Ich fand Objekte, die ich gar nicht gesucht hatte #128522; Beim wilden Rumsurfen in der Milchstraße im Schützen bin ich auf einen kompakten KH gestoßen….ca. 1,5° daneben noch einer, etwas lichtschwächer und länglicher. Keine Einzelsterne im Gegensatz zum ersten, sondern nur granuliert. Die beiden konnten ich dann als NGC 6558 und 6569 identifizieren. Ein gutes Grad vom Lagunennebel hab ich dann noch einen hübschen kleinen KH gefunden: NGC 6544.

Zitat:
Ich schnappte den Dobson vom Tisch, buxierte ihn ein paar Meter über das etwas geröllige Terrain gen Stefan, der seinen Dob irgendwo im Adler versenkt hat

Ich war auf der Suche nach dem PN NGC 6781, der schon seit Jahren auf meiner Liste steht. Position in SkySafari gecheckt, kurz mit dem Rigel die Stelle angepeilt- und drin! Eine große, helle Scheibe. Vergrößerung hoch auf 100x. Immer noch ne Scheibe. OIII Filter rein….immer noch ne Scheibe, keine Schalen- bzw. Ringstruktur wie auf den Fotos. Auch bei 160x kein Unterschied.

Zitat:
Cirrus

Also wirklich, DIESER Cirrus war buchstäblich nicht von dieser Welt! Einfach phantastisch…Abseits der Hauptbögen glaubte ich noch diffuses Glimmen zu sehen. Nach dieser eindrücklichen Beobachtung an Normans 12“er musste ich natürlich auch mit dem Fünfling + 18mm Delite + OIII drauf halten. Auch noch überirdisch, wenngleich nicht ganz so beeindruckend wie der Anblick durch Normans Gerät. Vielleicht lags echt am LER?

Zitat:
Ich bin dann mal weg

Watt willste machen... Sich einfach mal hinlegen und auf der schönen Plattform stumpf nach oben kieken zum Beispiel. Auf Stefans frisch gekaufter Isomatte, ich durfte sie einweihen. Den Test hat die Matte bestanden: ab 3.30 Uhr herum schnarchte ich alle Murmeltiere aus den Löchern...

Also spätestens jetzt wundert es mich nicht mehr, dass auf dem Wendelstein keine Bäume mehr stehen- die hat Norman alle weg gesägt

Zitat:
...und hielt wohl auch Stefan wach, der munter bis ins Morgengrauen durchhielt. Respekt Kumpel!

Danke Auf einmal lief mir die Zeit weg. Nur noch eine Stunde bis Dämmerungsbeginn- und ich wollte noch sooo viel kucken. Also erst Mal zur Hantel. Bei 160x + OIII schön strukturiert. Schwenk zu M74 in den Fischen. Kern und Ansätze von Spiralarmen sichtbar. Na ja. Auch die Pegasusspirale NGC 7331 konnte nicht so wirklich überzeugen. M33- ganz ok, innere Spiralarme zu sehen, hatte ich aber besser in Erinnerung. Andromedagalaxie: Zwei Staubbänder zu sehen, und als Premiere die Assoziation NGC 206. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich da nicht mit dem UHC einzelne HII Regionen versucht habe. Als Rausschmeißer dann den Nordamerikanebel, obwohl er schon tiefer stand und die Milchstraße am Verblassen war. War ok, sogar der benachbarte Pelikan war zu sehen. Da ist noch der Orionnebel…..Obwohl sehr tiefstehend, zeigte er sich extrem strukturiert im UHC Filter bei 160x. Na, Mars geht noch! Da war der am Fünfling zerrende auffrischende Wind eher das Problem wie das Seeing. Noch kurz auf die Venus- voll blendend, grob halb beleuchtet.

Zitat:
Bei Stefan hingegen ging´s leichter als vorher mit der Schlepperei. Ich vermute mal, er hat mir heimlich kiloweise Kekse untergejubelt, die er nicht mehr zu mampfen geschafft und mir die ganze Zeit vollmundig angepriesen hat – ich hab sie nur noch nicht entdeckt im riesigen blauen Rucksack, der aktuell noch immer nicht vollständig ausgeräumt ist...

Ja Norman, irgendwie muss die restliche Verpflegung doch den Berg runter, und da du doch besser trainiert bist als ich…..

Kurzum, es war wieder eine tolle Aktion...der Countdown zum nächsten Neumond läuft.
Norman, auch an Dich ein Dankeschön- zu zweit macht Beobachten doch mehr Spaß als Allein

Viele Grüße und CS in die Runde!
Stefan

Bearbeitet von: StefanSLS am: 26.08.2020 10:00:57 Uhr
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2071 Beiträge

Erstellt  am: 26.08.2020 :  13:20:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stephan, Rene und Konrad,

danke euch für die netten Rückmeldungen.

Jau Rene, hab natürlich schon im BAfK gelesen, wass ihr zu Pal 9 geschrieben habt ;-). Muss ich nochmal nach einem hochaufgelösten Bild suchen wegen den möglichen Clusterungen... Pal 8, nee, ich war ziemlich neben der Spur und orientierungslos die Nacht. Ich darf das nicht nochmal machen, direkt nach der Arbeit aufn Berg zu fahren...

Bergaktionen... ja, hoffe ich auch wieder auf mehr. Ich hoffe schwer auf ´ne schöne Inversionswetterlage

Schöne Grüße und CS
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: am:
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lots
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1097 Beiträge

Erstellt  am: 26.08.2020 :  14:15:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche lots's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Norman,

wie immer sehr spannender Bericht mit vielen tollen Bilder.

cs
Lothar

http://lotharsinger.npage.de/astro-home.html

8" f/6 Dobson
Okulare: 17mm Hyperion, 8mm Ethos, 4,5mm Morpheus

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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2071 Beiträge

Erstellt  am: 26.08.2020 :  14:16:40 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Stefan,

danke Dir für Deine Ergänzungen!

Mei, müssma beide halt noch kommunizieren üben.


Fakt ist: dass das Einflechten von hervorgehobenen Zweitstimmen in dieser Software hier ultra-fummelig ist. Das ist eine gute Stunde Mehr-Arbeit für pures Einfügen und Formatieren. Und die Zeit hab ich gerade nicht, war schon fast froh um die Mücke, die heute das Zeitfenster aufgestoßen hat...

Es ist daher wirklich besser, wenn man da so arbeitet, dass der andere einfach seinen Teil/ seine Anmerkungen im Antwortmodus drunterbügelt als Fließtext. Den so zuweilen entstehenden fehlenden Zusammenhang kann man ja mehr oder minder improvisierend überbrücken oder einfach auf den aufmerksamen Leser hoffen.

Schöne Grüße!
Norman


gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

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haley
Meister im Astrotreff

Deutschland
539 Beiträge

Erstellt  am: 26.08.2020 :  16:30:50 Uhr  Profil anzeigen  Besuche haley's Homepage  Antwort mit Zitat
Servus Norman und Stefan,

mei, habt ihr zwei wieder mal eine tolle Nacht am Berg abgeräumt und das neue Inventar vom Geopark auch gleich eingeweiht. Dann noch mit renoviertem, schnieken Dobson, erste Sahne!
Hat wie immer Spaß gemacht zu lesen und bin immer begeistert von den tollen Stimmungsfotos. Ich habe daheim auch gespechtelt und ebenfalls wieder mal den Cirrus Nebel durchstöbert. Die Bedingungen waren vor allem vom 20. auf 21.08 richtig gut.
Es macht in diesen Frühherbstnächten Spaß, mal die Kugelhaufen M22, M55 und NGC 288 zu vergleichen. Die sind nämlich etwa gleich groß, aber doch so unterschiedlich in ihrer Erscheinung. M22 so prachtvoll, M55 so zart, wie auch der NGC 288. Die hatte ich alle im Okular und das Seeing hat derer Tage mitgespielt, am Berg, wie bei mir daheim.

Gruß, Haley

Bearbeitet von: am:
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2071 Beiträge

Erstellt  am: 27.08.2020 :  13:40:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Lothar, Servus Haley,

danke euch, freut mich!

Ich hoffe Haley, dass wir dieses Jahr noch Gelegenheit haben, dass Du den Dobby auch mal wieder live siehst :-)

Ja genau, das war die Nacht vom 20. auf den 21., die gute. Extra so rausgesucht, da die anderen Nächte unsicherer waren.

Ja bis ich erstmal drauf gekommen bin, was das für ein klobiges Ding neben der Bank sein soll - ein Modell der Erdschichten vermute ich halt, aber erklärt stands da nicht, oder ich habs übersehen.

Jedenfalls ne witzige Idee, das gleich als Liege zu designen.

M55, den hatte ich tatsächlich auch drin! Finde ich auch interessant, die ganzen Kugelhaufen vergleichend anzusteuern. Da sind die Nächte jetzt echt ideal für.

Schöne Grüße und CS
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

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BenN
Meister im Astrotreff

Deutschland
796 Beiträge

Erstellt  am: 28.08.2020 :  21:35:38 Uhr  Profil anzeigen  Besuche BenN's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Norman,

kaum war ich mal für ein paar Tage in Tirol vom Internet weg, gibt es wieder einen neuen Bericht von dir - wie gewohnt sehr lesenswert mit interessanten Objekten & tollen Bildern ! Über die schöne Aufnahme mit der Abendsonne kann ich jetzt auch die Lage deines Platzes einordnen. Toll auch die beiden Fernrohre mit dem Kaisergebirge im Abendlicht . Im Vergleich zum Fünfling sieht der 12er ja richtig groß aus, da dürfte auch noch ein bisserl größerer Spiegel reinpassen. Wobei die Fünflinge auch von ihren Maßen her natürlich sehr minimalistisch gebaut sind.

Den Abend des 20. August haben wir mit Ralph's 20er beobachtet, und es hatte - obwohl nur rund 20 Kilometer südlich von München - einen wirklich ansprechenden Himmel. Kein Wunder, dass du in der gleichen Nacht auf dem Wendelstein hervorragende Bedingungen erlebt hast !

Jones 1 hatte uns Helmut schon in den 80ern mit seinem 17,5-Zöller gezeigt - "äußerst exotisches Objekt, aus entlegensten Quellen herausgefummelt" wie Hans-Georg dazu schrieb. Damals war ja viel schwerer an Informationen heranzukommen. Und wo Rene und du Jones-Emberson 1 ("Headphones-Nebula") ins Spiel bringt:

Zitat:
Mir geht es so mit Jones-Emberson 1, noch nie angefahren ... Ich meine, ich verwechsle eine eventuelle Beobachtung mit dem Headphones-Nebula


Die beiden Objekte sehen wirklich ähnlich aus. So meint Haley am ITT mit 16" und OIII: "Also der Jones 1 ist toll, wenn man wieder genug adaptiert ist. Dann sehe ich die ganze Scheibe mit dem aufgesetzten Kopfhörer." Beide Nebel scheinen einen Kopfhörer zu tragen - damit wären sie auf der Erde ja ganz auf der Höhe der Zeit . Ohne Filter geht kaum was, aber mit OIII in dunkler Nacht hab ich beide vom 16-Zöller her als sehr lohnend in Erinnerung.


(==>) Stefan:

Zitat:
"Zieht das Observatorium um?"


. 26 Kilo, hmm. Lass mich raten: Der Fünfling war dir zu windgängig, und du hast massive Gewichte eingearbeitet .

Servus
Ben

http://cougar.bakonyi.de/~ben/astro/index.html

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Werner_B
Senior im Astrotreff

Deutschland
146 Beiträge

Erstellt  am: 29.08.2020 :  20:08:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Norman und Stefan

Wieder mal einen tollen Bericht, mit klasse Bilder eingestellt
(Hatten ja schon lange darauf gewartet).
Aber wie heißt es: „Um so später der Bericht, um so größer die Freude“.

Danke Euch fürs detailierte Mitnehmen und Einstellen


Gruß

Eine Zeichnung sagt mehr als tausend Worte



Werner

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StefanSLS
Altmeister im Astrotreff

Germany
1016 Beiträge

Erstellt  am: 30.08.2020 :  00:20:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Ben,

da hattet ihr auch ordentlich beobachten können, sehr schön :-) Wieder auf dem Taubenberg?

Zitat:
26 Kilo, hmm. Lass mich raten: Der Fünfling war dir zu windgängig, und du hast massive Gewichte eingearbeitet


Ich bekenne mich, ich hatte Normans 1,4kg schweres LER Oku am Fünfling und musste ordentlich mit Gegengewicht ausgleichen Nee, Spaß bei Seite....Es ist echt erschreckend, wie sich das Gewicht für das nicht-Astrozeug hoch schaukelt....Fünfling mit Zubehör waren bloß so 8kg. Die Rucksäcke wohl 4,5kg, Getränke inkl. Thermoskannen so 5kg....der Rest Futter und Klamotten

Hallo Werner,

es freut mich, dass dir unser Bericht gefällt So ne Bergaktion war aber auch wieder überfällig....


Und, habt ihr es bemerkt? Der Fünfling und Normans 12er sind tatsächlich miteinander verwandt. Beide tragen blaue Rändelmuttern und einen Rigel Quickfinder

Viele Grüße,
Stefan

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photon
Senior im Astrotreff


106 Beiträge

Erstellt  am: 30.08.2020 :  14:36:28 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Welch eine tolle Aktion, und super Fotos dazu!

CS, Bernhard

getunter 14" f4.5 Sumerian Dobson mit handkorrigiertem Hubble Spiegel; 10" f4.8 Orion Newton; 4,1" f5.8 Astro-Physics Traveler; 6" Meade Achromat Umbau H-Alpha Solarscope; 4" f10 Russentonne; Losmandy G11; teenastro; Vixen GP; Canon 350D Baader modified; Canon 500D; Nikon D750; ASI ZWO 120MC; aircooled Watec 120N+; Atik 16 HR CCD

"Manche Männer versuchen ein Leben lang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere beschäftigen sich mit einfacheren Dingen, z.B. mit der Relativitäts-Theorie" (A. Einstein)

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StefanSLS
Altmeister im Astrotreff

Germany
1016 Beiträge

Erstellt  am: 30.08.2020 :  22:38:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Danke Bernhard#128512;
Ja, zur Nachahmung empfohlen #128513;

CS,
Stefan

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BenN
Meister im Astrotreff

Deutschland
796 Beiträge

Erstellt  am: 31.08.2020 :  08:03:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche BenN's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,

bei viel Gewicht kommts natürlich immer drauf an, wie weit es das Zeug hochzuschleppen gilt. Beim Brauneck hatte ich oben von der Gondel nicht mehr viel zu steigen, während Martin erst später kommen konnte, und seinen 20-Kilo Rucksack (inkl. Fünfling) die ganzen - oft steilen - gut 800 Höhenmeter von unten hinauf steigen musste. Wär nichts für mich, aber für ihn wars ein guter Fitnesstest, wie er meinte.

Wir waren in eurer Nacht nicht am Taubenberg, sondern westlicher und näher an München. Da kennt Ralph einige stille Platzerl.

Servus
Ben

http://cougar.bakonyi.de/~ben/astro/index.html

Bearbeitet von: BenN am: 31.08.2020 08:04:19 Uhr
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