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 20" F3,7 Dobson fertig
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Seite: von 2

RuedigerH
Meister im Astrotreff

Deutschland
579 Beiträge

Erstellt am: 25.06.2020 :  14:06:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Leute,

mein 20“ F 3,7 Dobson ist jetzt zusammengezimmert.
Die wichtigste Vorgabe war eine möglichst kompakte Bauweise, damit er wenig Platz in unserem Camper einnimmt.
Zur Herstellung des Spiegels: http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=250247
Ich entschied mich für einen Monoringdobson mit demontierbaren Sekunddärspiegel.
Es ist kein handwerklich perfekt gebautes Teleleskop, wie hier im Forum in letzter Zeit öfter gezeigt, sondern es wurden von mir nur Ständerbohrmaschine, Akkuschrauber, Stichsäge und Exenterschleifer eingesetzt.
Nix Dübeln, sondern Schraube rein ins Holz und fertig.
Als Baumaterial nahm ich die unglaublich robusten Siebdruckplatten, auch weil ich faul war und nicht lackieren wollte.
Als Hauptspiegelzelle wählte ich die klassische 18 Punktlagerung. Als Radiallagerung dienten lediglich zwei Holzklötze an der hinteren Glasplatte.
Aufgrund der geringen Außenmaße und möglichst niedriger Position der Hauptspiegelzelle wird der Spiegel über 4 Schrauben in den Ecken justiert. Ich hatte so etwas schon mal vor Jahren gebaut und es funktioniert.
Das Aluzeugs hatte ich von vergangenen Projekten noch rumliegen.
Dafür einen schönen Dank an Ralf und Frank. Auch wurde noch Aluminium vom leider vor Jahren tödlich verunglücktem Werner Reimann benutzt.
Als Okularauszug verwendete ich eine alten NGF DX 3, der auch nach 20 Jahren noch super funktioniert.
Der Dobson läuft butterweich und es gibt auch mit Korrektor und schweren Okularen keine Ballancheproblem.
Das Gesamtgewicht beträgt ziemlich genau 35 kg.
Hier jetzt ein paar Bilder:








Ach ja, „First Light“ gabs natürlich auch.
Beim ersten Versuch kam ich gerade nicht in den Fokus.
Nachdem das Gestänge angepasst war, konnte es losgehen.
Der Sterntest zeigte ein auf den Punkt scharfes Bild.
Intra und Extrafokal sah es sehr ähnlich aus. Keinerlei Anzeichen von Astigmatismus.
Es war lediglich ein Hauch Unterkorrektur zu erahnen. Verspiegelt und mit fertigem Teleskop sah es tasächlich besser aus als meine damalige Improvisation, die nie zu 100% zu justieren war.
Die Stützstrukturen des Sandwichspiegels waren bei stärkerer Defokussierung deutlich sichtbar.
In Fokusnähe verschwanden sie und gingen in die überlichweise bei Defokussierung sichtbaren Ringe über. Im scharfgestellten Bild war auch kein Streulicht sichtbar.
Allerdings hatte ich mittelmäßiges Seeing, die sinnvolle Höchstvergrößerung beim Testen lag bei 360-fach.
Nach den bisher gemachten Erfahrungen würde ich einschätzen, dass die von Gerhard hergestellten Sandwichrohlinge hervorragend zur Herstellung ultraleichter Spiegel geeignet sind und wirklich funktionieren.



Viele Grüße
Rüdiger

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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
6050 Beiträge

Erstellt  am: 25.06.2020 :  15:39:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rüdiger,

herzlichen Glückwunsch zum neuen Dobson. 35kg für 20" ist absolut großartig. Das ist etwa das Gewicht meines 16"ers! Aber dass der Sandwichspiegel so gut funktioniert, ist mindestens genauso sensationell.

Jetzt ärgert es mich doppelt, dass der Campingplatz in Maliß schon voll ist. Aber ich bekomme bestimmt Gelegenheit, ihn mal auszuprobieren. Ich freue mich schon.

Bis dann:
Marcus

16" f/4 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

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Dobsenschubser
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1415 Beiträge

Erstellt  am: 25.06.2020 :  15:58:13 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dobsenschubser's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Rüdiger,

auch von mir Glückwunsch zu der Siebdruckgucktüte. Sieht schick aus und ich freue mich darauf da mal durchzuschauen!

Gruß Dirk

Dobson 8", 12", 18", Lunt LS60THa, ED 90/900, 30/88° Leitz Kuhauge, 20mm & 14mm ES 100, 10 und 5mm Pentax, 3mm LE, 2,5mm Planetary

Besucher immer Willkommen auf
http://astro.lichterzaehler.de


Wenn der/die/das Allmächtige gewollt hätte, dass wir alles ordentlich verschrauben, hätte er uns nicht das Panzerband erfinden lassen.

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RuedigerH
Meister im Astrotreff

Deutschland
579 Beiträge

Erstellt  am: 26.06.2020 :  12:09:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moin Markus und Dirk,

vielen Dank für die Glückwünsche!
Ich freue mich schon auf die Zeit nach der Mitternachtsdämmerung

Viele Grüße
Rüdiger

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Fintel
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1824 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2020 :  07:04:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
hallo Rüdiger,

sieht gut aus !

freu mich auf eine gemeinsame Session
ev. in Syke auf dem Berg im Herbst ?

Gruß
Christian

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Stathis
Forenautor im Astrotreff

Greece
4884 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2020 :  10:33:18 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Stathis's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Rüdiger,

ein schönes stimmiges Teleskop ist das geworden, danke für's zeigen.
Hast du noch ein Bild im Wohnmobil Transportzustand? Das sieht ja wirklich sehr kompakt aus.

Wie hast du die Höhenräder gebogen? Was für ein Alu-Profil ist das?
Woraus besteht die Gegenlichtblende?

Ich sehe, du hast die vorderen Stangen zur Höhenradspitze "zusammengeknotet". Das stabilisiert ja sehr elegant die Höhenräder und spart Stangenlänge und Gewicht.

Kannst du noch ein Detail der Stangenbefestigung dort zeigen?
Wie gut funktioniert der Aufbau im Vergleich zum klassischen Konzept mit 8 gleichlangen Stangen in die Spiegelbox Ecken?
Ich überlege, es bei meinem nächsten Projekt auch so zu bauen. Unsere Fünflinge sind auch so ausgeführt. Durch das extrem minimalistische Konzept ist es jedoch etwas umständlich im Aufbau - man bräuchte 3 Hände. Bei einem Ultraleicht Reisedobson nimmt man das ja für geringes Packmaß und geringes Gewicht gerne in Kauf, aber bei einem "Alltagsteleskop" hätte ich gerne einen möglichst einfachen und schnellen Aufbau.

Stathis
http://www.stathis-firstlight.de

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RuedigerH
Meister im Astrotreff

Deutschland
579 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2020 :  14:07:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Christian, Hallo Stathis,

Syke ist fest eingeplant.
Fotos kann nicht liefern, da wir gerade unterwegs sind.
Die Höhenräder sind aus 20x30 mm Rechteckrohr und wurden von Ralf in der Werkstatt seines Schwagers gebogen.
Als Lauffläche habe ich zusätzlich eloxiertes Flachau aufgeklebt (Sikaflex) und an den Enden verschraubt.
Das harmoniert mit Teflon wunderbar, es läuft butterweich ohne Ruckeln.
Die Gegenlichtblende besteht aus einer 2 mm dicken Hartschaumplatte (Bauhaus/Holzabteilung), die innen mit Decefix Veloursfolie beklebt wurde.
Das Teleskop lässt sich leicht von einer Person zusammenbauen. Die Stangen sind ja paarweise zusammengefasst und am unteren Ende im Schraubstock einfach flachgequetscht.
Durch eine 8,5 mm Bohrung werden sie am Unterteil mit Sternschrauben in Einschlagmuttern befestigt
Bei den Höhenrädern und dem Dreieck erfolgt die Montage über festmontierte Gewindestifte, auf die die Stangen geschoben werden und mit M 8 Sterngriffen verschraubt werden.


Viele Grüße
Rüdiger

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Alfredo Segovia
Meister im Astrotreff

Deutschland
339 Beiträge

Erstellt  am: 29.06.2020 :  11:47:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rüdiger,

super, dein neuer "Kleiner" ;-) Würd mich freuen, da bald
mal durchguggen zu dürfen, vielleicht leg ich eines Tages
den Zwillingsspiegel bei dir mal zum Testen rein, darin haben wir ja
schon Übung :-)

Eine Frage habe ich zu den Wippen. Ich wollte diese bei einer früheren
Konstruktion ebenfalls auf die untere Platte unterhalb der Spiegelbox
befestigen, wie du hier gemacht hast. Hatte mich aber letztendlich
nicht getraut, weil mir das zu weich erschien. Ist die Siebdruckplatte
unten also doch ausreichend steif, um eine Dejustierung beim
Schwenken zu verhindern?

Viele Grüße,

Alfredo :-)


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Alfredo Segovia
Meister im Astrotreff

Deutschland
339 Beiträge

Erstellt  am: 29.06.2020 :  11:54:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
...und noch ne klitzekleine Frage: ich bin am Überlegen, wie
ich diesen speziellen Spiegel zukünftig lateral lagern soll.
Wie hast du das hier bewerkstelligt? Wenn du keine Asti hast,
scheint deine Lösung ja zu funktionieren...

cs,

Alfredo

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RuedigerH
Meister im Astrotreff

Deutschland
579 Beiträge

Erstellt  am: 29.06.2020 :  13:39:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Alfredo,

die hintere Glasplatte lagert lateral einfach auf zwei Holzklötzen die im Winkel von 90 Grad zueinander stehen. Es scheint ohne sichtbaren Asti zu funktionieren.

Viele Grüße
Rüdiger

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RuedigerH
Meister im Astrotreff

Deutschland
579 Beiträge

Erstellt  am: 29.06.2020 :  13:45:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Beim Schwenken bleibt die Justierung erhalten.
Aber über Stunden hatte sie sich auch schon mal leicht verändert.
Durch die unter Federdruck stehenden vier Schrauben ist auf der Platte ganz schön viel Dampf.
Ich werde das weiter beobachten. Ggf muss da noch was verändert werden.

Viele Grüße
Rüdiger

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Gerhard_S
Anbieter im Astrotreff

Deutschland
250 Beiträge

Erstellt  am: 30.06.2020 :  15:57:03 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Gerhard_S's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Rüdiger,

herzlichen Glückwunsch zum neuen Teleskop. Wie ich finde ein schönes Gerät, das bestimmt gut funktioniert und durch das kurze Öffnungsverhältnis bestimmt Freude macht. Ich bin auch schon sehr gespannt, da mal durch zu schauen.
Ich muss zugeben, ich bin erleichtert, dass alles nun geklappt hat. Danke für das Lob. Bei solchen Geschichten hat man schon eine gewisse bange Zeit des Wartens und Hoffens. Das ist nun vorbei und ich freue mich schon ganz besonders auf das nächste ITV.

Viele Grüße
Gerhard

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Alfredo Segovia
Meister im Astrotreff

Deutschland
339 Beiträge

Erstellt  am: 30.06.2020 :  16:16:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rüdiger,

interessant...wobei bei dem geringen Spiegelgewicht
das Ganze relativ entschärft sein dürfte. Insofern
ist deine Lösung in DIESEM Fall gar nicht schlecht, finde
ich. Bin gespannt wie das Langzeitverhalten ist, kannst mir
ja auf irgend einem Teleskoptreffen dann berichten :-)
Wegen Laterallagerung: Genau so hatte ich damals einen
Hubblespiegel, der ja ähnlich aufgebaut ist, mit dem
Interferometer vermessen. Allerdings ist es interessant zu hören,
dass es auch mit diesen dünnen "Deckscheiben" noch geht, klasse!

Danke für die Infos!

cs,

Alfredo :-)

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RuedigerH
Meister im Astrotreff

Deutschland
579 Beiträge

Erstellt  am: 30.06.2020 :  18:18:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gerhard,

vielen Dank für den Glückwunsch.
Ich bin auch sehr erleichtert, dass es funktioniert. Bin mal auf die Planetenabbildung gespannt.
Wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt.

Viele Grüße
Rüdiger

Bearbeitet von: am:
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PeJoerg
Altmeister im Astrotreff


1123 Beiträge

Erstellt  am: 30.06.2020 :  19:38:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rüdiger,
das ging aber verdammt fix mit der Fertigstellung.
Die Mechanik sieht stabil aus... nur mit einem Monoring kann ich mich nicht so richtig anfreunden.
Schön, dass die Abbildung so gut ist.
Von den Druckpunkten der Abstandstuben ist offensichtlich nichts zu sehen, erstaunlich.
Viel Spaß mit dem guten Stück... für jede Gelegenheit ein eigenes Teleskop, so muss das sein.

Viele Grüße
Jörg

Ausrüstung: Mehr als ausreichend, aber nie ganz zufriedenstellend.

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RuedigerH
Meister im Astrotreff

Deutschland
579 Beiträge

Erstellt  am: 01.07.2020 :  14:59:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jörg,
nur wegen der Packmaße habe ich mich für den Monoring entschieden.
Wenn sich dauerhaft alles gut bewährt, spendiere ich dem Teleskop vielleicht noch eine äquatoriale Plattform.
Kann mir auch vorstellen, dass der 20"er vielleicht irgendwann mein größtes Teleskop wird.

Viele Grüße
Rüdiger

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