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 Astrofotografie mit Dobson
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DRLC
Mitglied im Astrotreff


50 Beiträge

Erstellt am: 23.05.2020 :  14:00:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo.

In den letzten Tagen habe ich mehrfach versucht, mit meinem Smartphone (Redmi Note 8 Pro) den Jupiter und den Saturn zu fotografieren, aber jedesmal sind die Fotos total überbelichtet und unscharf.

Das Smartphone befestige ich mittels einer Smartphone-Halterung an meinen 12" Dobson. Zudem nutze ich ein Meade 9.7'er Plössl-Okular und eine 2-fach Barlow-Linse.
Wenn ich durch's Okular beobachte, sind die beiden Planeten scharf zu erkennen, inkl. Details, nur die Fotos werden halt nichts.

Ich habe den "Pro Modus" des Smartphones ausgewählt und die einzelnen Werte (Iso, Belichtungszeit, usw.) manuell eingestellt. Trotz diversen Einstellungen war es mir nicht möglich ein vernünftiges Foto von den beiden Planeten zu schießen.
Der Mond gelingt einwandfrei - sehr scharfe und kontrastreiche Fotos!

Nun habe ich mir überlegt, ob ich mir evtl. eine gebrauchte und relativ preisgünstige Kamera kaufe (welche Modelle wären da empfehlenswert?).

Mir ist bewusst, dass ein Dobson nicht für die Astrofotografie geeignet ist, bzw. nur bedingt, aber Deep Sky-Objekte möchte ich ja auch gar nicht fotografieren, sondern halt nur Planeten und den Mond.
Da die Planeten ja eh sehr hell erscheinen, muss ja auch nicht lange belichtet und nachgeführt werden, denke ich mal?

Was genau bräuchte ich denn an Zubehör, damit ich die Kamera (ich dachte an eine Canon) an den 2"-OAZ des Dobson montieren kann?

Ich habe mal gegooglet und da habe ich was von T2-Adapter und Steckhülse gelesen? Die Steckhülsen gibt es wohl in 2" und in 1.25" - welche Größe wäre da empfehlenswert?

Die Okulare die zum Einsatz kommen sind alle in 1.25", die dann mittels 2" -> 1.25"-Adapter in den OAZ gesteckt werden.

Es wäre sehr nett wenn ihr mir bitte ein paar Tipps geben könntet. Danke schon mal im Voraus.

Lars

Bearbeitet von: DRLC am: 23.05.2020 14:09:50 Uhr

Sselhak
Senior im Astrotreff

Österreich
243 Beiträge

Erstellt  am: 23.05.2020 :  14:14:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Lars,

also mit Dobson Teleskopen kann man sehr schöne Planetenfotos machen.
Nur Handys kommen oft nicht mit der Belichtung oder dem Fokus zurecht. Auch die Belichtungszeit lässt sich bei vielen Handys nicht so kurz einstellen, wie es nötig wäre.
Ich würde dafür eine ZWO ASI Kamera verwenden. Zum Beispiel eine ASI 120 oder 178.
Damit filmst du den Planeten, zerlegst das Video dann am PC in sehr viele Einzelfotos und stackst diese zum Beispiel mit dem freeware Programm Autostakkert.

Diese Kameras habe auch direkt eine 1,25'' Nase, wie ein Okular und werden einfach in den Okularauszug gesteckt. Du brauchst somit keinen Adapter noch sonst etwas.

Grüße, Mario


- 8'' Skywatcher Flextube Dobson
- 16'' Spacewalk Telescopes Infinity ** (bestellt, noch nicht geliefert)
- 60/330 TS Apo (Reiseteleskop)
- Coronado Bino-PST
- Binoansatz Binotron 27
- PVS-7 Restlichtverstärker

Bearbeitet von: Sselhak am: 23.05.2020 14:15:27 Uhr
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Bikeman
Meister im Astrotreff

Deutschland
632 Beiträge

Erstellt  am: 23.05.2020 :  14:30:16 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo!


EDIT: Upps, Mario war schneller...

Hmmm....schon mal den Video Modus probiert? Ohnehin würde man, auch bei "richtigen" Kameras, von Planeten und Mond eher Videos anfertigen und daraus dann gelungene Einzelbilder weiterverabeiten (lassen). Habe jetzt allerdings keinen Schimmer welche Einstellmöglichkeiten dein Handy im Video-Modus hat. Bei einem 12" Dobson sollte die notwendige Belichtungszeit ohnehin im Breich weit unterhalb der typischen Framerate eines Videos sein.

Ja, DSLR mit T2-Adapter geht,aber auch hier sollte man sich von Einzelbildern nicht zu viel versprechen, und welche Einstellmöglichkeiten man im Video Modus hat hängt vom DSLR Modell ab. Eine billige Astro-Kamera die Videos produzieren kann (CMOS Sensor) bringt da vermutlich mehr.

HBE

6" f/5 GSO Newton, 8" f/5 Omegon Newton, GP2+SBS, HEQ5Pro SynScan, Canon EOS 1100D, ZWO ASI 178mm, StarAnalyser 100, vintage smc Pentax Objektive (50mm 1:1.4, 85mm 1:2, 135mm 1:2.5, 300 mm 1:4)

Bearbeitet von: Bikeman am: 23.05.2020 14:32:08 Uhr
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DRLC
Mitglied im Astrotreff


50 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2020 :  23:00:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Mario,

danke für den Tipp.
Ich denke, dass ich mir dann wohl so eine ZWO ASI-Kamera kaufen werde.

Einfacher geht's ja eigentlich nicht.

Hallo HBE,

also wenn ich Videos von den Planeten mit meinem Smartphone aufnehme, werden die Aufnahmen noch schlechter, da zu dunkel, obwohl das Handy eine sehr gute Kamera verbaut hat (64 Megapixel-Sensor und Videos lassen sich mit 4K / 30 FPS und 1080p / 60 FPS aufnehmen). Im Videomodus kann ich halt nicht wirklich viel einstellen.

Wie gesagt, ich werde mir dann so eine ZWO ASI-Kamera kaufen, so teuer sind die ja nicht, wie ich gesehen habe.

Lars

Bearbeitet von: DRLC am: 24.05.2020 23:05:39 Uhr
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3588 Beiträge

Erstellt  am: 25.05.2020 :  13:52:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Lars,
Die 64 Megapixel deines Smartphones sind für Planetenaufnahmen eine gigantische Verschwendung, denn das Planetenscheibchen wird höchstens etwa 100000 davon nutzen, eher weniger. Du nutzt also praktisch micht mal 1/1000 des Bildsensors.

Alle Automatikfunktionen deiner Kamera sind hier nutzlos. Installier dir eine App, die manuelle Einstellung der Kamera ermöglicht. Auf meinem älteren Samsung S7 klappt das prima, mit der neuesten Smartphone-Generation könnte es aber schwierig werden, vor allem bei Mehrfach-Kameras.

Ich verwende die App "Open Camera" für Mondfotos und bin zufrieden. Videoaufnahmen hab ich damit noch nicht probiert.
Für Planetenvideos mit dem Smartphone sollte digitaler Zoom sinnvoll sein, weil man so Bildbereiche ohne Inhalt weglassen kann.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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Bikeman
Meister im Astrotreff

Deutschland
632 Beiträge

Erstellt  am: 25.05.2020 :  21:40:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Habe mir schon überlegt ob speziell für Planetenvideos die neue "High Quality" Kamera für den Raspberry Pi als DIY Projekt brauchbar sein könnte. Mit 2x2 binning wären die Bittiefe, Pixelgröße und die Auflösung ganz ok, der Sony IMX 477 Sensor ist nicht so übel, ein Gewinde zum Objektivanschluss (CS mount) ist im Gegensatz zu den anderen Raspi-Kameras dabei ...

Auf dem Papier nicht so schlecht was das Preis/Leistungsverhältnis angeht (mit 1.25 Zoll Adapter, Raspi, Netzteil, SD-Karte etc etc so um die 150 EUR). Mal sehen, ist bestellt aber derzeit nicht sofort lieferbar.
https://www.raspberrypi.org/products/raspberry-pi-high-quality-camera/


HB

6" f/5 GSO Newton, 8" f/5 Omegon Newton, GP2+SBS, HEQ5Pro SynScan, Canon EOS 1100D, ZWO ASI 178mm, StarAnalyser 100, vintage smc Pentax Objektive (50mm 1:1.4, 85mm 1:2, 135mm 1:2.5, 300 mm 1:4)

Bearbeitet von: am:
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DRLC
Mitglied im Astrotreff


50 Beiträge

Erstellt  am: 26.05.2020 :  13:42:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin,

vielen Dank für den Tipp mit "Open Camera", ich werde die App in den nächsten Tagen mal testen.

Lars

Bearbeitet von: DRLC am: 26.05.2020 13:43:13 Uhr
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