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Seite: von 5

Spatzel
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
45 Beiträge

Erstellt am: 04.04.2020 :  17:24:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Spatzel's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo liebe Mitschleifer,

4,5"/f 4,3 als Erstlingswerk, frei nach dem Motto mach was Du nacher auch gebrauchen kannst,soll es ein Sucher für den nächst größeren Spiegel werden.
Und natürlich der Test für meine Mentale und Fachliche Stärke größere Brocken zu bearbeiten.

Bei Stathis die entsprechenden Sachen bestellt und nebenbei schonmal einen Foucaulttester gebaut.Jetzt bin ich beim Polieren angekommen und trotz hilfreicher Mails vom Glaslieferanten wende ich mich mit meinen Problemen auf seinen Hinweis hin doch auch mal ans Forum.Bislang ist folgendes passiert:
Pfeiltiefe erreicht und bis runter auf 5 und 3 my (30 und 20 Chargen)das Scheibchen gequält bzw. zum Schluss sanft bearbeitet.
Zwischendurch auch die Rückseite mal angerauht.
Laut Filzstift war die Spähre bis zur letzten Charge 3my auch sauber ausgearbeitet.
Phase mit Scherbe und 320er nachgezogen, 2 Micromuschelbrüche eingehandelt.Ist mir aber soweit wurscht.
Dann die Küche vorbereitet und das erste Pech auf das Tool gegossen, Rillen eingestanzt, warm gemacht, auf den Spiegel gepresst (Fliegengitter)und gewartet bis es kalt ist.
Nachdem die Rillen durchs pressen immer wieder zu waren habe ich zum Schluss kalt gesägt.
Nochmal warmpressen und mit Ceroxyd losgelegt.
Erstmal nur TOT 1/3. Fühlte sich ganz gut an, immer darauf geachtet das es nicht zu trocken wurde und ab und an war ein leichtes Quietschen zu vernehmen.
Nach ca 30 min.allerdings ging es immer schwerer, vor allem Mitte über Mitte wenn die Teile komplett aufeinandeer liegen.
Ich hab dann aufgehört und mit Okular/Taschenlampe versucht neben den Staubfusseln irgendetwas zu entdecken. Bei bestem Willen, da ist kein einziges leuchtendes Pünktchen.
Auch bei Bewegung der ganzen Anordnung laufen nur die Fusseln durchs Bild.Das ist mein erstes Problem, ich kann gar nicht entscheiden wie die Oberflächengüte ist.
Der Lasertest zeigt aber das der Rand wohl glatter ist, der obere Reflex ist im Dunkeln fast weg und kommt nach 1,5cm wieder deutlich zum Vorschein, bis in die Mitte hinnein.
Mein Gedanke, das Tool packt in der Mitte nicht trotz der ständig variierten Bewegung.
Also auf Anfang und nochmal neu gegossen, aber , das Problem bleibt, bei leichten drücken gehts bis 1/4 Strich recht leicht, wenn dann Mitte über Mitte läuft saugt es sich regelrecht fest. So kann ich keine gleichmäßigen Striche führen.
Die Dosierung des Ceroxyd und die Menge an Wasser habe ich schon diverse male variiert aber auch das bringt leider nix.

Arbeitsplatz:. Kleine MDF Plate an schwerem Holztisch fixiert, glatte Seite nach oben und gröberes Baumwolltuch unterm Spiegel, dieser darf sich bequem 2 3 mm hin und her bewegen.
Könnte es u.U. damit zusammenhängen das ich die Pechhaut auf die Plane seite des tools gegossen habe? Stathis sagt auf der DVD das man das Tool evtl. doch nochmal braucht falls man zum Feinschliff zurück möchte, von daher wollte ich die Schleifoberfläche des Tools nicht zu sehr malträtieren.

Foucaulttest:
Hab den Spiegel mal reingehangen und auch den Punkt gefunden an dem er Schlagartig dunkel wird. Inclusive leichter Randaufhellung an der Gegenüberliegenden seite der Schneide.Scheint also Spährisch zu sein?

Ich hab mich auch gefragt ob der Spiegel nicht schon fertig ist weil ich das 3my fast 45min über den Spiegel gezogen habe und die nun insgesammt 2 bis 3 Stunden Polierzeit nicht sogar ausreichen? Bleib aber die Frage ob ich mit einem derart schlecht laufendem Tool Parabolisieren kann...

Wenn Bilder jeglicher Art zur besseren Beurteilung gewünscht sind bitte einfach Melden.

Und zum Schluss noch die die aktuelle Infolage, Stathis empfiehlt mir doch noch ein paar
Ritzer mit dem Messer reinzumachen um die Ruckelthematik in den Griff zu bekommen,da mache ich mich jetzt mal ran...

Vielen Dank fürs lesen und ich freue mich auf regen Gedankenaustausch

Sebastian




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AndiL
Senior im Astrotreff

Deutschland
246 Beiträge

Erstellt  am: 04.04.2020 :  19:27:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Sebastian,

so ein Projekt zum Einstieg habe ich auch hinter mir. Das Ganze habe ich hier im Forum dokumentiert, vielleicht hilft dir das weiter:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=205124

Wieso hast du f/4.3 gewählt, also etwa 500mm Brennweite? Da muss der Fokus sehr tief sitzen, sonst brauchst du einen recht großen Fangspiegel.

Viele Grüße
Andreas

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jochB
Meister im Astrotreff

Österreich
652 Beiträge

Erstellt  am: 04.04.2020 :  20:11:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Sebastian,

2-3 Stunden kommen mir etwas wenig vor. Ich habe bei meinen zwei 4.5" Spiegeln immer 10h angepeilt. Der zweite ist erst diese Woche fertig geworden. Beim ersten hatte mir der Verspiegler angemerkt, dass er nicht auspoliert sei. Ist allerdings nichts zu erkennen das es so wäre. Mit parabolisieren waren es damals 15h Polierzeit!

Das ruckeln der Pechhaut habe ich meist nur zu Beginn. Spätestens nach mehrmaligen war/kaltpressen und ein paar Polierdurchgängen verschwindet es aber.

schöne Grüße,
Bernhard

Bearbeitet von: am:
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Spatzel
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
45 Beiträge

Erstellt  am: 06.04.2020 :  22:31:50 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Spatzel's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

-4,5"/f4,3 ist doch noch ok? Mit 25er62° Okular habe ich fast 3° Gesichtsfeld,wird ja nur ein Sucher also kann der OKZ sehr minimalistisch ausfallen. Soll halt den Telrad unterstützen. Danke für den Link da werd ich zum Thema Parabolisieren auf jedenfall noch öfters reinschauen.

Nachdem ich mich noch kurzzeitig mit dem Pechtool rumgärgert habe, habe ich einfach mal ein neues auf andere Art gegossen. Spiegel-Backpapier-Gummiematte-Tool. Anschließend nochmal das Fliegengitter eingepresst. Mit dem flutscht es von Anfang an sehr gut. Ich denke ich hatte einfach zu wenig Rillen im Pech.Das "auf den Spiegel gießen" ist Formtechnisch warscheinlich auch wesentlich besser. Ich hab den Trick mit dem Okular leider immmer noch nicht hinbekommen, aber im Schein der FT Diode bzw. mit der Laserprobe sehe ich das die Mitte langsam nachzieht und auch blank wird. Das ging auch ziemlich schnell. Ich hab halt überall gelesen das der Rand länger braucht als die Mitte, das hat mich irritiert, weils hier genau anders herum ist. Insgesamt bin ich jetzt bei 5 Stunden und hoffe auf einen morgigen Durchbruch.Im Moment sieht der Spiegel so aus:

Die Kratzer sind allesamt Staub, er lag den Spätnachmittag im Messraum herum und hat eifrig gesammelt.
Bin schon gespannt auf die Messerei wenn es denn soweit ist.

Grüße
Sebastian



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Stathis
Forenautor im Astrotreff

Greece
5033 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2020 :  01:18:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Stathis's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Spatzel

...
Könnte es u.U. damit zusammenhängen das ich die Pechhaut auf die Plane seite des tools gegossen habe?

Das ist eine wichtige Info. Die Pechhaut auf die plane Seite gießen kann ich nur bei einem Subdiameter Tool für größere Spiegel empfehlen.
Bei einem kleinen f/4,3 ist der Dickenunterschied jedoch zu groß. Die dickere Pechschicht in der Mitte federt stärker weg und poliert somit in der Mitte weniger stark. Das erklärt auch das Aussehen deiner Pechhaut, die in der Mitte weniger eingedrückt ist. Vielleicht kannst du noch mal das Bild davon hier im Forum zeigen?

Warum du die Pits mit der Lupe nicht sehen kannst, kann ich nicht erklären. Ich empfehle sie gleich ab Beginn des Polierens zu beobachten, um so sicherer ist man mit der Beurteilung des Polierfortschritts.

Dei Foucaultbild ist sehr schön! Und auch noch in Marine blau!
Es zeigt einen deutlich abgesunkenen Rand.

Stathis
http://www.stathis-firstlight.de

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jochB
Meister im Astrotreff

Österreich
652 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2020 :  08:47:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

Zitat:
-4,5"/f4,3 ist doch noch ok? Mit 25er62° Okular habe ich fast 3° Gesichtsfeld,


Je kleiner und schneller ein Newton, desto ungünstiger fällt das Verhältnis Fang- zu Hauptspiegel aus. Das wirst du spätestens bei der Festlegung der Fangspiegelgröße merken.

Bitte pass auf den abgesunkenen Rand auf. Der hat bei mir letztens dazu geführt, das ich zurück zum Feinschliff gegangen bin. Ein Tipp, bei mir ist der abgesunkene Rand aufgetreten weil ich mit zu viel Druck poliert habe. Nachdem ich das Tool/Spiegel beim Polieren nur mehr seitlich angefasst und ohne Druck poliert habe, habe ich dann auch den Rand unter Kontrolle gebracht.

schöne Grüße,
Bernhard

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Stathis
Forenautor im Astrotreff

Greece
5033 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2020 :  09:23:50 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Stathis's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas, hallo Bernhard,

ich finde bei einem 115 mm, der als "Hochleistungsfinder" mit 1,25 Zoll Anschluss dienen soll, f/4,1 bis f/4,5 ideal. Damit erreicht man je nach gewünschter Austrittspupille und gewähltem Weitwikel- Okular das maximale Gesichtsfeld, das mit 1,25" möglich ist.

Die Okularauszugshöhe kann man mit einem Kineoptics HC-1, Lampelfassung oder einfacher Schiebehülse kurz gehalten werden und damit wird der Fangspiegel auch nicht all zu groß.

Weitere Newton Finder hatte ich vor langer Zeit hier zusammengestellt:
http://www.stathis-firstlight.de/spiegelschleifen/newtonfinder.htm

Meinen 100 mm f/4,1 hatte ich am 17,5" und 24" Dobson im Einsatz und habe im Zusammenspiel mit einem Telrad oder Quickfinder ALLES gefunden. So ein Finder zeigt alle Messier und die helleren NGC Objekte direkt ohne viel rumstochern. Ich bin beim Beobachten sogar oft am Finder hängen geblieben: Aschgraues Erdlicht des jungen Mondes, Plejaden, Hyaden, Surfen durch die Sommermilchstraße, Jupiter mit Monden und Umgebung, ausgedehnte Nebel mit Filter - herrliche Bilder.

Stathis
http://www.stathis-firstlight.de

Bearbeitet von: Stathis am: 07.04.2020 09:58:34 Uhr
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jochB
Meister im Astrotreff

Österreich
652 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2020 :  10:26:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

so ein Hochleistungsfinder hat schon was. Ich nutze einen 115mm f/5 an meinem 16". Vor allem bei ausgedehnten Objekte zeigt der "Sucher" oftmals den besseren Anblick.
Für das Aufsuchen sowieso unschlagbar.

schöne Grüße,
Bernhard

Bearbeitet von: am:
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Spatzel
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
45 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2020 :  12:07:32 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Spatzel's Homepage  Antwort mit Zitat
Hi,

Zitat:
Die dickere Pechschicht in der Mitte federt stärker weg

Das ist natürlich ein logischer Grund, eine der Feinheiten die man im Netz so nicht lesen kann, hab ich zumindest selbst nicht gesehen. Gut, ein Fehler mehr auf der langen "not to do Liste"

Zitat:
Warum du die Pits mit der Lupe nicht sehen kannst, kann ich nicht erklären

Ich hab von Anfang an nix gesehen, ich muss allerdings auch sagen das ich keine Punktlichtquelle zur Verfügung habe sondern eine Makita Handlampe mit nem LED Array. vllt. liegts daran? Muss mal in der Bastelkiste nach einer Hellen LED in weiß forschen.
Deswegen sind die FT Bilder auch so blau :-), von denen hatte ich noch ein paar.

Zitat:
Das erklärt auch das Aussehen deiner Pechhaut, die in der Mitte weniger eingedrückt ist. Vielleicht kannst du noch mal das Bild davon hier im Forum zeigen?

Da hab ich leider das Bild nicht mehr gefunden. Die aktuelle Pechhaut hat zwar auch schon wieder Kanalschwund aber das lässt sich momentan noch ganz gut mit nachsägen bereinigen.

Abgesunkener Rand:
Ich hab mir nochmal Stathis Abhandlung zum Abgesunkenen Rand durchgelesen und werde heute Nachmittag die nächsten zwei 1/2 Stunden mit mehr Überhang Polieren,allerdings muss ich erst das Problem mit der Pitssuche lösen, ohne die kann ich ja schlecht bestimmen ob ich schon herumoptimieren darf oder ob der Spiegel noch Politur braucht.
Hab gestern noch eine Stunde weitergemacht aber meiner Ansicht nach hat sich nix geändert


Hat jemand noch Zugang oder einen Link zu Foucault XL von Horia? Ich hab nix mehr gefunden,
die meisten Links sind uralt und ich würde gerne den FT Test mit meiner EOS nachbauen.

Grüße
Sebastian







Bearbeitet von: am:
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jochB
Meister im Astrotreff

Österreich
652 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2020 :  12:46:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Sebastian,

ich habe Foucault XL noch auf meiner Platte.
Schick mir eine PN dann kann ichs dir per Mail schicken wenn du willst!

schöne Grüße,
Bernhard

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AndiL
Senior im Astrotreff

Deutschland
246 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2020 :  13:49:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

verstehe, als reiner "Hochleistungsfinder" ist f/4.x gut brauchbar. Wenn man nur mit Übersichtsokular bei max. Sehfeld beobachtet, ist eine beugungsbegrenzte Abbildung gar nicht zwingend erforderlich. Das Beugungsscheibchen mitsamt erstem Befestigungsring erscheint dem Auge sowieso punktförmig. Dann spielt auch eine größere Obstruktion keine Rolle.

Zum Beobachten der Pit mittels Lupe, habe ich den Spiegel wenn möglich in die Sonne gehalten, mit schrägem Einfall des Sonnenlichts. Ich bin dann immer vom Spiegelrand ausgegangen, denn an der Fase lässt sich der Fokus gut treffen.

Viele Grüße
Andreas

Bearbeitet von: am:
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Stathis
Forenautor im Astrotreff

Greece
5033 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2020 :  16:40:45 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Stathis's Homepage  Antwort mit Zitat
Horias FoucaultXL habe ich auf meiner Seite:

http://www.stathis-firstlight.de/spiegelschleifen/FXL.zip

Wenn du jetzt noch mal 2,5 Stunden weiterpolierst, kann es natürlich sein, das er dann bereits wirklich auspoliert ist. Ich hatte mal im Hochsommer einen Spiegel nach 4 Stunden auspoliert. MartinB hatte seinen Fünfling glaube ich auch nach 3,5 Stunden auspoliert.

Dein letztes Foucault Bild sieht hinsichtlich der Kante schon gar nicht so schlecht aus. Hängt halt von der Position der Messerschneide ab.
Vergleiche deinen Spiegel im Foucault mal qualitativ mit meinem f/4,5:
http://www.stathis-firstlight.de/atm/bilder/Fuenflinge_Foucault.jpg
Wenn er ungefähr so ausschaut, hast du zwar aber eine abgesunkene Kante, wärest aber schon nahe an der Parabel. Die Schnittweiten mm Angaben sind bei dir natürlich anders.

Stathis
http://www.stathis-firstlight.de

Bearbeitet von: Stathis am: 07.04.2020 16:50:18 Uhr
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Spatzel
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
45 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2020 :  18:03:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Spatzel's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,
hier noch das Bild vom zweiten Tool, danke fürs zuschicken, irgendwie sind die im Papierkorb gelandet.


Bislang hab ich nichts weiter gemacht, erstmal den Teststand neben dem PC aufgebaut und mich mit EOS Utility beschäftigt.
Jetzt kann ich live am Bildschirm die Schneide und die Distanz hin und herfahren, aber ich fürchte ich muss erst nochmal lesen
wie das denn nun von statten geht mit dem FT und ob ich das per PC mache oder doch ne Couder Maske schneide.Qual der Wahl..
Ich hab mal eine Reihe von intra auf extrafokal mit jeweils 1mm Distanzverlängerung gemacht.
Jetzt muss ich erstmal zusehen das ich den Poliergrad herausfinde und dann wäre die Frage was tun, erstmal den Rand wegbekommen bzw. gleichzeitig
die Spähre herstellen um dann auf die Parabel zu kommen?


Ich hab mal Virtual Couder Screen und Figure XP verwendet, das ist dabei herausgekommen, beides mal die Parabel angegeben.






Bearbeitet von: Spatzel am: 07.04.2020 19:50:32 Uhr
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jochB
Meister im Astrotreff

Österreich
652 Beiträge

Erstellt  am: 08.04.2020 :  13:05:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

eine Parabel hast du ja schon drin um nicht zu sagen ist ja schon fast fertig (wenn die Auswertung stimmt). Ich würde die Sphere auslassen und gleich auf die Parabel losgehen.
Ist aber Geschmackssache. Ich habe noch nie großen Wert darauf gelegt unbedingt von der Sphere aus zu parabolisieren.

Der Rand sieht auf den Bilder dramatischer aus als auf deiner Auswertung. Vielleicht täuscht es mich aber nur. Das wäre natürlich bei einem spherischen Spiegel leichter zu beurteilen . Auf den Rand musst du auf jeden Fall aufpassen. Ich bin da leider etwas leidgeprüft.

Das schöne ist, dass Fehler bei den kleinen Spiegel mit noch relativ wenig Aufwand wieder ausgepessert werden können. Ich würde behaupten, dass es möglich ist das man mit der richtigen Strichführung, ausgehend vom aktuellen Zustand, mit 1h Polierzeit den Spiegel fertig bekommt. (Vorausgesetzt er ist auspoliert) Nur so als Motivation

schöne Grüße,
Bernhard

Bearbeitet von: jochB am: 08.04.2020 13:06:16 Uhr
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Spatzel
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
45 Beiträge

Erstellt  am: 08.04.2020 :  14:07:31 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Spatzel's Homepage  Antwort mit Zitat
Nun was das Polieren angeht kann ich nichts sagen, allerdings ist im Reflex der Deckenlampe und
auch im Reflex der FT LED (schräg von oben betrachtet) keine matte Stelle mehr zu sehen,
Ich habe mich eine 1/2 Stunde darauf konzentriert wirklich 1/3 mit entsprechend überhang zu machen und
eben den Spiegel in zwei Positionen gemessen. Die ergebnisse sind sehr wiedersprüchlich wie ich finde.
Ich bin mir auch nicht sicher ob ich das richtig mache,vor allem wo soll die erste Messung stattfinden?
Bislang habe ich die Posi genommen wo die Schneide das Bild gleichmäßig von rechts und links verdunkelt.
Da es ja keine Spähre mehr ist sollte das doch der Punkt sein oder?Ca. Linkes bild mittlere Reihe s.o.





Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

jochB
Meister im Astrotreff

Österreich
652 Beiträge

Erstellt  am: 08.04.2020 :  15:08:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

Zitat:
Ich bin mir auch nicht sicher ob ich das richtig mache,vor allem wo soll die erste Messung stattfinden?


Dort wo die Zone 1 gleichmäßig verdunkelt wird.
Wenn du die Auswertung mit z.b. FXL machst versuche einfach das erste Bild zu machen wie in deinen Beispielbildern. Dann verschiebst du um 1 mm oder weniger machst das nächste Bild usw..

Ich habe mal deine Bilder durch Shadowgram Analysis durchlaufen lassen.
Als Ergebnis kommt dein letztes Bild heraus nur mit der doppelten Abweichung.

Das Messergebnis sieht so aus:

Schnittweite, Zone
0.0001 mm, 4.5545 mm
1 mm, 19.0491 mm
2 mm, 28.2241 mm
3 mm, 47.343 mm
4 mm, 57.1269 mm

schöne Grüße,
Bernhard

Bearbeitet von: am:
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