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 Ein 8“ Dobson-Spiegel wird zu Astrographen
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Horia
Meister im Astrotreff


646 Beiträge

Erstellt am: 26.03.2020 :  11:34:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen.

Da ich in der letzten Zeit der Astrofotografie fast komplett verfallen bin, habe ich mich entschlossen, diesem 8“ Dobson, den ich seit einer Ewigkeit nicht mehr benutzt habe, ein neues Astro-Leben zu geben.
Dieser hat einen relativ guten Hauptspiegel, 8“ f/6, aus einer dunkelroten, undurchsichtigen Glaskeramik, welche damals als ULE (Ultra Low Expansion) verkauft wurde.

Den Rest – Spiegelkiste, Rockerbox und Stahl Tubus - habe ich kurzer Hand entsorgt.

Das Ziel ist ein 8“ f/4 Newton, welcher nur für Fotografie benutzt werden soll. Somit muss der Spiegel neu geschliffen, poliert und parabolisiert werden. Zu Beginn wurde der Spiegel tiefergelegt:



Das ging extrem schnell; das Material schien ziemlich weich zu sein. Am Rand ist noch die alte Verspiegelung zu sehen.

Dann habe ich das Schleiftool aus Zahnarzt-Gips gegossen und Hartsteinzeug Mosaiksteine draufgeklebt. Beim Gießen und danach beim Kleben lag das Tool, nur durch eine dünne Plastikfolie getrennt, auf dem Spiegel, so dass das Tool von Anfang an die richtige Form hatte. Ein Schnelltest zeigte, dass das Tool bis auf wenige Ausnahmen passte:



Unter dem Tool ist eine 10kg Hantelscheibe, welche beim Schleifen zur Erhöhung der Anpresskraft eingesetzt wird.

Nach 2 Stunden „Karbo 80“ war die grobe Sphäre erreicht. Es geht weiter …

Hat jemand schon Poliererfahrung mit dem Material?

Viele Grüße,
Horia

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Guntram
Meister im Astrotreff

Österreich
807 Beiträge

Erstellt  am: 26.03.2020 :  11:55:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Horia.

f/4 schreit nach einem Komakorrektor. Manche Komakorrektoren verlangen einen hyperbolischen Primärspiegel, um die ihnen eigene Unterkorrektur auszugleichen. Hast du vor, einen Parobolspiegel herzustellen, oder eine Hyperbel?

Viele Grüße, und viel Glück,
Guntram

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Horia
Meister im Astrotreff


646 Beiträge

Erstellt  am: 26.03.2020 :  17:59:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Guntram,

klar, ein Komakorrektor ist Plicht. Ich habe auch gedacht, wie wäre es mit dem Baader MPCC – das ist ein Ross-Korrektor Derivat – und produziert, per Design, Unterkorrektur. Das Teil hätte den Vorteil, in Vergleich mit den 4-Linsigen Korrektoren (Paracorr, GPU, und so weiter) weniger zu vignettieren, weil kürzer.

Anderseits, hat so ein Korrektor in den Ecken eines APSC-Chips schon Probleme die Farben noch zusammen zu bringen. Und ich müsste noch einige Messungen durchziehen, um die Richtige Überkorrektur zu ermitteln.

Nach nicht zu langem Hin und Her habe ich mich für den 2“ ES-Korrektor entschlossen. Die Vignettierung soll noch akzeptabel sein. Laut Berechnung liegt die Ausleuchtung in den Ecken noch bei ca. 85%, was mit Flats gut zu korrigieren ist. Alternativ hätte ich hier noch einen Paracorr, den ich sowieso zum Vergleich probieren werde.

Viele Grüße,
Horia

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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3575 Beiträge

Erstellt  am: 26.03.2020 :  20:33:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Horia,

Auweia, dem schönen Spiegel so mit Karbo 80 zu Leibe zu rücken!
Einerseits hätte ich mir gewünscht, Du hättest dein komplettess Teleskop zum Preis eines 8" Rohlings vom Stathis an einen jugendlichen Einsteiger abgegeben. Aber ich verstehe, dass dich das spezielle Substratmaterial reizt.

Den ES-Korrektor benutze ich an 18" f/4,3 visuell und finde ihn optisch sehr gut. Der beigegebene Fokussierer für Okulare ist halt nicht so dolle. Aber den wirst Du zum Fotografieren ja nicht brauchen.

Viel Erfolg!

Gruß,
Martin

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