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 Umstieg von 8 auf 12 Zoll mit Karbon Doppelspinne
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Earlybird
Senior im Astrotreff

Deutschland
218 Beiträge

Erstellt am: 17.02.2020 :  12:44:14 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Earlybird's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo.
Um Belichtungszeiten zu reduzieren bin ich von einem 8"f/6 Newton auf einen 12 Zoll f/4 umgestiegen.Gewichtsmäßig war das bei meiner Selbstbau Montierung kein Problem,allerdings stehen noch einige Umbauten für den 12 Zöller bevor.Angefangen wurde schon mal mit der Erneuerung bzw.Verbesserung der Fangspiegelhalterung und der Spinne.Der alte FS war in einer Plastikhalterung,die mir nicht gefallen hat und die Spinne war für den großen Tubusdurchmesser zu labil,wodurch öfters kollimiert werden musste.Die neue Doppelspinne aus Karbon ist weitaus stabiler und die FS Halterung aus Aluminium ansprechender und lässt sich feinfühliger justieren.Es war allerdings nicht so einfach den festgeklebten FS Spiegel von der Plastikhalterung zu befreien.Der FS wurde jetzt mit 3 Silikonpunkten frei aufgeklebt.Als nächstes soll auch ein neuer Tubus aus Hartpapier her,der bei der Gelegenheit innen mit Filz ausgekleidet wird.Noch viel Arbeit....https://www.facebook.com/horst.christians?ref=bookmarks




Bearbeitet von: Earlybird am: 17.02.2020 13:30:57 Uhr

Stathis
Forenautor im Astrotreff

Greece
4908 Beiträge

Erstellt  am: 18.02.2020 :  00:54:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Stathis's Homepage  Antwort mit Zitat
Wirklich steife Spinnen haben große Querschnitte, kurze Hebel und eine exzentrische Geometrie (auch offaxis Spider genannt mit >-< Anordnung statt X). Sie gewinnen Steifigkeit über die Geometrie und nicht über Materialstärke und Spannung der Spinnenbeine.

https://www.cloudynights.com/topic/498372-cheap-torsionally-stabilized-four-vane-secondary-mirror-spider/

http://www.stathis-firstlight.de/atm/kyklopas_mechanic.htm
http://www.stathis-firstlight.de/atm/17cm_twins.htm

Stathis
http://www.stathis-firstlight.de

Bearbeitet von: am:
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3619 Beiträge

Erstellt  am: 18.02.2020 :  17:40:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Horst,

Ich persönlich habe an eine Fangspiegelaufhängung die Anforderung: Einmal justieren und dann vergessen.
Deine Bauausführung sieht auf jeden Fall sehr sauber und ordentlich aus. Die Funktionalität könnte man eventuell noch besser machen.
Stathis hat ja schon ein paar wichtige Hinweise gegeben, und die Links zeigen, wie es gemacht wird!

Trotzdem hier noch mal auf deutsch ein paar Hinweise, was man bei deiner Aufhängung optimieren könnte:

- Der Fangspiegel ist sehr weit von der Mitte der Spinne entfernt. Das ist ungünstig, weil der lange Hebelarm entsprechend hohe Torsionskräfte verursacht. Besser die Spinne 45° verdrehen und viel näher an den Fangspiegel rücken. Am besten so nahe, dass die Vorderkante des Fangspiegels bereits zwischen den Spinnenstreben liegt. Das funktioniert am einfachsten mit einer Offsetspinne.

- Die lange Gewindestange ist bei guter Planung zum Justieren überflüssig. Ein Stellweg der normalen Justierschrauben von +-3mm sollte genügen, um die Längsposition des Fangspiegels einzustellen.

- Dein Okularauszug ist anscheinend am Tubus nicht in der Neigung justierbar, daher bist Du gezwungen, die Neigung der Bildebene zur Sensorebene über die Position und Neigung des Fangspiegels zu justieren - das wäre mit viel zu pfriemelig, und funktioniert außerdem nur in einer der beiden Achsen! Beim Fotografieren mit f/4 ist das schon nicht mehr ganz unkritisch.

- Die Doppelstreben sind zwar schon mal deutlich besser gegen Torsion als Einzelstreben, aber eine Offsetspinne wäre trotzdem torsionssteifer und gleichzeitig optisch weniger störend.

- Die Spalte zwischen den Doppelstreben könnten auf den Fotos ein hübsches Muster in den Spikes erzeugen, das Aufnahmen mit deinem Teleskop eindeutig identifizierbar macht. Vielleicht ist das ja sogar deine Absicht gewesen?

- Die Verschraubungen der Streben am Mittelstück erzeugen keine formschlüssige Verbindung. Die Position wird nur durch Anpressdruck der Schrauben und Reibung bestimmt. Das ist nicht gut konstruiert, auch wenn man es in der Praxis ziemlich oft sieht.

- Spinnenstreben mit gleichmäßiger Breite sind einfacher herzustellen, aber die Aufhängung ist viel weniger torsionssteif als wenn man die Streben bei gleicher Masse in der Mitte breiter und außen schmaler macht. Ein paar Cent Material und Bearbeitung zu sparen, mag für kommerzielle Hersteller in China sinnvoll sein, aber nicht bei einer Einzelanfertigung in Deutschland.

- Die Kante des Fangspiegels in Richtung Okularauszug solltest Du noch schwärzen, z.B. mit aufgeklebtem schwarzem Velours, falls Du den Fangspiegel nicht "anmalen" willst.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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Earlybird
Senior im Astrotreff

Deutschland
218 Beiträge

Erstellt  am: 18.02.2020 :  20:05:49 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Earlybird's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Stathis und Martin.
Ich möchte mich zuerst für Eure guten Tipps und die Mühe bedanken.Da sieht man mal wieder,das man nie auslernt.Erst jetzt fallen mir selbst so einige Fehler auf.....wie ein Sprichwort so schön sagt: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.Da ich in nächster Zeit den Blechtubus sowieso durch einen anderen Tubus von Gerd Neumann austauschen möchte werde ich die von Euch beschrieben Verbesserungen auf jeden Fall berücksichtigen.Die Bohrungen Fangspiegelstreben/Okularauszug werden näher zueinander sein,um den langen Hebel des Fangspiegels zur Spinne so nah wie möglich auszurichten.Ich denke damit ist schon einiges erreicht.Danke auch für den Tipp den FS an den Rändern zu schwärzen.Ebenso ziehe ich auch eine Änderung der Fangspiegeleinheit nach Euren Ratschlägen mit ein,so viel Arbeit ist es ja nicht.Lieber Gruß Horst.

Bearbeitet von: Earlybird am: 18.02.2020 22:14:45 Uhr
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