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Seite: von 2

martind
Neues Mitglied


6 Beiträge

Erstellt am: 13.02.2020 :  10:18:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Liebe Astronomengemeinde,

ich brauche euren Rat. Der Familienrat hat mir ein Budget zum Erwerb eines Instruments eingeräumt. Doch von vorn:

Ich habe mich schon immer viel mit Sternenkunde befasst (auch wenn ich leider erst jetzt als Erwachsener beginne zu verstehen, was mir mein Vater vergeblich beizubringen versuchte). Ich verbringe viel Zeit in Stellarium, und habe auch viel Freude den Himmel ohne Instrumente zu betrachten.

Nun soll aber eine Ausrüstung für mich und auch die Kinder her, da wir auch mit bloßem Auge schon gelegentlich Zeit beim Sternenschauen verbringen. Von den Grundlagen habe ich mir in den vergangenen Tagen einiges zusammen gelesen.

Das Budget beträgt etwa 700-800 Euro, mindestens aber ein sinnvolles Minimum.

Wir wohnen auf der Stadtgrenze zwischen Essen und Mülheim, haben einen Garten und auch eine größere Freifläche, die leider teilweise ausgeleuchtet ist. Es geht mir in erster Linie ums Schauen, nicht um Fotografie. Wichtig finde ich den Mond in seiner gesamten Pracht, aber auch größer aufgelöste Details betrachten zu können. Auch Planetendetails wie die Saturnringe und Jupiterwolken sind wichtig. Deep Space-Objekte sind dann die Kür. Ein GoTo oder ähnliche Hilfen möchte ich kategorisch nicht.


Toll wäre es, wenn das Gerät mitkommen dürfte in den Urlaub, mit zwei Kindern plus Hund sehe ich da aber durchaus Schwierigkeiten. Ich kann mir vorstellen, dass dann eher ein Refraktor in Frage käme, damit habe ich mich bisher aber noch nicht so richtig auseinandergesetzt: Passt ein 80er Refraktor in das Budget, und würde er den Erwartungen gerecht? Ich kann mir vorstellen, dass er eher ins vollgepackte Auto passt als ein ein 200/1200 Dobson.

Oder wäre es eher ein Dobson 200/1200, und für den Urlaub ein einfaches, aber brauchbares Fernglas? Immerhin haben wir ja auch mit bloßem Auge Freude am Sternenhimmel. Aber macht ein Dobson bei 240facher Vergrößerung noch Freude, oder wird das Teleskop dann zu unruhig?

Wie wichtig sind dabei große Höhenräder? Das Skywatcher hat keine sichtbaren, das GSO bewirbt eine Arretierung, und das Bresser sieht aus wie eine Lok vor 100 Jahren.

Welche Okulare sind da sinnvoll? Zur maximal sinnvollen Vergrößerung gibt es unterschiedliche Angaben, mathematisch sei 400fach drin, praktisch aber eher 200fach. Beiliegende Okulare haben um 10 und etwa 30 mm. Macht es da Sinn, direkt eine kurze Brennweite von 5 mm oder so dazu zubestellen? Oder braucht es für die Saturnringe eine Barlowlinse?
Die 40fache Vergrößerung des 30mm-Okulars sollte ja eine gute Übersicht auch beim Mond sorgen? Die Okularsimulationen gehen da ziemlich weit auseinander, und ich möchte einen Fehlkauf vermeiden.

Leider haben wir eine ziemliche Lichtverschmutzung (Bortle 6), hier wird es eigentlich nie so richtig dunkel. Wolkenlos geht es, aber wenn auch nur kleine Wolken irgendwo sind, geht das Streulicht erst richtig los. Kann man da mit Filtern etwas retten (O III)? Ansonsten würden wir auch gelegentlich rausfahren, im Münsterland wirds rasch dunkler (Bortle 4). Aber ob man das so oft macht? Später gehts auf jeden Fall mal ins Weserbergland, in die Eifel oder ins Siegerland, da gibts es dann auch dunkler.

Ganz schön viele Fragen und Text, ich fasse einfach mal die wichtigsten zusammen:

-Budget 700-800 Euro
-Für Papa, Kinder, Mond, Planeten, DSO
- Rein manueller Betrieb, kein GoTo
-200/1200 Dobson und Fernglas für Reisen, oder lieber ein besser transportabler Refraktor? Welcher?
-Welche Vergrößerungen sind sinnvoll? Braucht es eine Barlow-Linse?
-Helfen Filter gegen Lichtverschmutzung

Liebe Grüße,
Martin

edit: GoTo ergänzt

Bearbeitet von: martind am: 13.02.2020 10:22:01 Uhr

Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10417 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  11:06:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Martin,
Thema Urlaub:
So ein 200/1200 Dobson belegt die Rücksitzbank und 1/3 des Kofferraums (Tubus hinten quer auf den Rücksitz, Rockerbox im Kofferraum. Du bräuchtest schon eines dieser Space-Wunder, um den Tubus im Kofferraum unterzubringen.
Kurz: der Tubus hat ~1,15m Länge und knapp 25cm Durchmesser. Nimm einfach ein Stück Pappkarton dieser Größe und schau, ob das im Auto reinpasst. Bei der Rockerbox kann man immerhin dazwischen noch eine kleine Sporttasche dazwischen fummeln (oder den Okular-/Zubehörkoffer) und oben drauf kann man natürlich auch beladen.

Zwischen Essen/Mühlheim ist sternguckerisch natürlich großer Mist. Ein 80er wird auf Kroatien mehr zeigen, als der 200/1200 zu Hause. Da gilt der Spruch: Ein guter Himmel ist durch nichts zu ersetzen. Da lohnt es sich, mal mit dem Auto ins Sauerland oder ins westfälische Niemandsland zu fahren und dort vielleicht mit den Kiddies eine Zeltübernachtung miteinzuplanen. Vielleicht findet sich dort sogar ein Campingplatz mit abseits gelegener Zeltwiese mit Südblick - so außerhalb der Saison. Da hilft nur ein Blick auf Google-Maps und eigener kritischer Suche entsprechender Möglichkeiten, denn auf den Webseiten der Campingplatzanbieter wirst du dazu keine Hinweise finden (eventuell try-and-error) und auch Kontaktaufnahme mit Astrovereinen/Stammtische der Umgebung.

Optisch würde ich sonst unbedingt zum Dobson raten. Der dürfte unbestritten das beste Preis-Leistungsverhältnis haben. So ein 80er Refraktor schränkt visuell im Vergleich zu dem Dobson doch erheblich ein. Doppelsterne, Planeten, Mond werden sicher mit dem 80er eher besser gehen, aber bei Deepsky (besonders die lichtschwächeren) hat er keine Chance. Und ob man damit dann die Kinder begeistern kann ... Die brauchen gerade zu Beginn doch etwas mehr Helligkeit, um Spaß damit zu haben. So Ratespiele "ich sehe da was ... ich nicht" ist da suboptimal, kommt erst mit etwas Erfahrung.

Die Preise für einen 200/1200 (Skywatcher, Galaxy D8, GSO 8") liegen alle auf einem Niveau. Unterschiedlich sind die Details: Okularauszug, mitgelieferte Okulare etc.
Ich habe inzwischen seit über 15 Jahren so einen 8-Zöller, jedes einzelne Okular dazu (über die Jahre gekauft) ist teurer als seinerzeit der Dobson. In den ersten 3 Monaten reichten mir noch die 2 Plössl, die mitgeliefert wurden.

Ein Refraktor geht nicht ohne Stativ/Montierung. Visuell reicht sogar eine Alt-Az-Montierung (ohne Strom vielleicht sogar einfacher, damit besser). Mir fällt auf, dass die Angebote da regelmäßig Montierungen zeigen, die mir eine Nummer zu schwach wären. Da wackelt mir dann zuviel, wenn man jenseits von 100-fach vergrößert. Und jenseits von 100-fach vergrößert man mit einem sog. ED-Glas dann doch mal gerne, vielleicht sogar mal auf 200-fach und sieht dann tatsächlich Beugungsringe, wenn die Luftunruhe mitspielt. Bei den billigen Achromaten wird man da nicht ganz so viel Erfolg haben. Selbst wenn die Optik gut im Design ist, manchmal macht die Verarbeitungsqualtität da einen Strich durch die Rechnung (Preiskampf ist halt auch: Sparen an der Qualität, an herstellerseitigen Qualichecks).


Mit Teleskopen ist es ähnlich wie mit einer Modeleisenbahn: Am Anfang ein Starter-Oval mit Rangiergleis ... Dann da ne zusätzliche Lok und noch eine, da noch ein paar Gleise ... Dachboden freigeräumt, Tischlerplatte aufgestellt ... und zwei machen daraus sogar das zuschauerstärkste Musuem Hamburgs (Wunderland).

Kalle - Alles wird gut !
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Bearbeitet von: Kalle66 am: 13.02.2020 11:07:01 Uhr
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3369 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  11:44:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin,

ich würde mich Kalle anschließen. Obwohl ein Ausflug ins Dunkle enorm viel bringt - das Teleskop das Du dort hin mitnimmst wird viel Platz im Auto einnehmen. Mit Kind und Kegel geht da eigentlich nur ein zusammenklappbarer Reisedobson in 8 oder 10 Zoll. Oder eben ein 80er ED und ne gescheite Montierung. Schau Dir StephanPsy an (im Deepsky Beobachtungs Thread blättern). Der fährt mit so was auf 'nem Roller nach Griechenland :-D (Bericht eben dort im Thread)!

Aber mir persönlich wäre es auf die Dauer zu wenig Öffnung, insbesondere im heimischen Garten und für Mond und Planeten. Da machen sich 240x oder 280x schon sehr gut auch in heller Umgebung. Und der 80er kann gescheit nur 120x.

Du hast einen Garten. Und die 800+ Budget. Du willst möglich viele Details am Mond sehen (Rillen z.B. Sekundärkrater, Zentralgebirge im Krater, etc.). Bei Jupiter willst Du nicht nur die zwei Bänder sehen, sondern den GRF mit ein paar Details/Dellen (nicht nur ja/nein), feine Linien und Schlenker in den Wolkenbändern, Jupitermondschatten und Mond/Ganymed auch mal flächig). Mars mit Feinheiten alle zwei Jahre - der braucht hohe Vergrößerung. Saturnringe mit Cassini Teilung und Schallplatten Feeling, nicht nur zwei Ohren.

Das ruft nach Auflösung, daher Öffnung. Mit dem Budget und Okularkäufe mit berücksichtigt - es bleibt nur ein 8" Dobson denke ich. Damit wird es im Auto schwierig mit Frau und Kindern. Obwohl mit zwei Kindern und umklappbarer Rücksitzbank vielleicht was geht, wenn Du einen Kombi hast. Aber sicher keine Vollausstattung für einen Urlaub - für eine Nacht aber allemal. Dachkoffer ist auch noch eine Möglichkeit (fürs Gepäck, Dobson im Auto).

Und das Haupteinsatzgebiet ist halt Garten und dann eben Mond. Meiner Meinung nach bietet der Mond fast genau so viel Abwechslung wie der ganze Deepsky Himmel, wenn man in vergrößerungen über 200 geht. Ein 8" Dobson kann sehr gut bis 300x genutzt werden. Es sollten hier aber weitwinkel Okulare (teuer) verwendet werden, denn das Beobachtungsfeld wandert hier schon schnell durch (die Erddrehung ist schon zügig bei 300x).

Das wäre so meine Meinung.

Ach ja, bei so hellem Himmel rettet Dich nur noch ein OIII Filter und das nur für Emmissionsnebel (nicht für Galaxien, feinste Sternchen in den diffizileren Offenen Sternhaufen, Kugelsternhaufen). Ob den Aufwand von 200 Euro das wert ist? Sinnvolles Budget dann 1000 Euro, denn ein Okular Set brauchst Du immer noch, Barlow übrigens nicht!

Denk mal durch in welche Richtung es gehen soll, dann kann man die Beratung konkretisieren :-).
Für vieles Reisen mit Familie ist ein Volltubus Dobson wohl nicht das Richtige.

Grüße,
Walter

LLAP

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17453 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  11:47:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin,

willkommen auf Astrotreff. Ich will mal deine Fragen aufdröseln.

Dobson oder Refraktor? Mit einem 200/1200 wirst du natürlich deutlich mehr am Himmel sehen, ein im Budget liegender Refraktor wird von der Öffnung her erheblich kleiner ausfallen, die dazu nötige Montierung muss ja auch ins Budget passen. Dobson und Familie im Auto wird allerdings eher nicht gehen, da wäre schon ein Kombi nötig.
Zitat:
Aber macht ein Dobson bei 240facher Vergrößerung noch Freude, oder wird das Teleskop dann zu unruhig?
Mit der Rockerbox eines Dobson ist ein Newton schon sehr stabil und damit entsprechend ruhig/zitterfrei montiert und man kann auch noch mit weit mehr Vergrößerung beobachten. Einzig das Objekt läuft natürlich zügiger durch das Blickfeld und man muss mit zunehmender Vergrößerung entsprechend häufiger nachschieben. Daher nutzt man Okulare mit einem möglichst großen Eigengesichtsfeld, lässt das Objekt durch das Blickfeld durchlaufen und führt immer wieder etwas nach.
Zitat:
Wie wichtig sind dabei große Höhenräder?
Je größer diese sind desto feinfühliger kann man den Dobson nachführen und der Dobson wird desto weniger anfällig gegen verschieden große Gewichte der Okulare.
Zitat:
Welche Okulare sind da sinnvoll? Zur maximal sinnvollen Vergrößerung gibt es unterschiedliche Angaben, mathematisch sei 400fach drin, praktisch aber eher 200fach
Mit der Vergrößerung ergibt sich für jedes Teleskop eine Austrittspupille (AP). Für den 200/1200 hast du bei 200x eine AP von 1mm, bei 400x eine von 0,5mm. Die höhere Vergrößerung zeigt dir das Objekt zwar doppelt so groß, aber auch um Faktor 4 dunkler. Man sagt, mit einer AP von 0,8-1mm siehst du bereits rund 95% aller Details.

Bezüglich niedriger Vergrößerung- die lange Okularbrennweite nutzt man zum Aufsuchen und für Übersichtsbeobachtung. Hier richtet man sich auch nach der Himmelshelligkeit. Bei dunklem Himmel kann man eine Okularbrennweite nehmen, die eine AP von 6-6,5mm ergibt(35-40mm Brennweite), bei stärker aufgehelltem Himmel eher nur ca. 5-5,5mm (Okular 30-35mm).

Filter wie OIII und/oder UHC machen Sinn, aber man sollte hier auf jeden Fall eher nicht die günstigen Labelfilter kaufen, die taugen oft wenig bis nichts. Empfehlen kann man da eigentlich derzeit nur die Filter von Astronomik und da kostet einer in 2" Ausführung 200€. Das ist eine Anschaffung für später.

Schau mal bei dem Händler rein- mit dem Teleskopkonfigurator kannst du das zusammenstellen. Sinnvoll wäre statt dem normalen Sucher ein Telrad, der Okularauszug mit Micrountersetzung und das Okularset mit den 2 Bader Hyperion- käme auf 753€ und läge damit gut im Budget. Das Gleitlager-Set für Azimut würde das Nachführen noch etwas gefühlvoller machen.

Bei ICS nicht einfach nur online ordern, auch mal anrufen, beraten lassen und mit ein bisserl verhandeln dürfte auch ein kleiner Nachlass machbar sein- der Laden ist klein, aber freundlich, kompetent und ehrlich

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10417 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  13:38:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
hmm Stefan,
da aus dem Ruhrgebiet ist das mit Telrad so eine Sache ... Wenn der Himmel arg hell ist, sind da vielleicht zu wenig Sterne mit dem Auge sichtbar, um den sinnvoll nutzen zu können. So als Einstiegs-Check: Sieht man den kleinen Wagen oder säuft der am Himmel ab?

(==>)Martin:
Das müsste man im Einzelfall ausprobieren, ob ein normaler Sucher und ergänzend ein einfacher No-Name-Leuchtpunktsucher nicht besser ist. Der Sucher allein ist für Anfänger erst mal gewöhnungsbedürftig, weil seitenverkehrt und kopfüber. Auch dauert es immer ne Weile, bis man sich an das Blickfeld gewöhnt hat.
Gerade, wenn man es nicht gewohnt ist, sieht man im Sucher schon so viele Sterne, dass man verwirrt wird, was denn welcher Stern ist, wenn man sonst keine Orientierungshilfe hat. Eine konkreter Fall, den man allg. unter "Beobachtererfahrung" buchen muss. Übung macht da den Meister. Blick durchs Teleskop, Sucher und Vergleich mit Sternkarte/Smartphone-Karten-App, in Sterngebiete, wo man erst mal keine Ahnung hat, was man sieht.

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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3369 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  13:49:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,

zu diesem kleinen Nebenthema. Ich schätze ich habe am Ort die gleichen miseraben Bedingungen wie der Martin. Ich bin heilfroh einen optischen (6x30) Sucher zu haben da ich dann zumindest etwas Sterne zum orientieren/starhoppen habe. Bei Mond un Planeten ist es sowieso egal. Obwohl - z.B so ein Uranus zu finden, oder Neptun. Undenkbar mit einem Peilsucher bei mir, wo schon 4mag Sterne absaufen.

aber mal was anderes - "Essen" hat bei mir erst jetzt geklingelt. Da ist doch immer diese Astro Messe im Mai. Martin, ich würde bis dahin mit allen Beschaffungen warten und diese aufsuchen...

http://att-essen.de/

Grüße,
Walter

LLAP

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10417 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  14:45:32 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Walter,
jepp, Astromesse ist ein guter Hinweis.
Dort kann man auch Gespräche mit den Astrovereinen suchen, wo in der Nähe noch dunkle Flecken zum Hinfahren sind. Besonders in der Trödelecke ...

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Bearbeitet von: Kalle66 am: 13.02.2020 14:46:08 Uhr
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martind
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6 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  15:38:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ja, Wahnsinn, danke für die vielen Impulse! Lese und schlage nach dass es nur so raucht :-)

Ich denke, die Refraktoridee hat sich erledigt.

Die ATT habe ich schon entdeckt, ist hier um die Ecke. Da muss ich mit mir kämpfen ob ich es bis dahin aushalte. Lohnt sich das so sehr?

Mit dem Licht im Ruhrgebiet habe ich glaube ich Glück. Exakt hier bei uns sind große, unbeleuchtete Flächen drum herum. Wir haben bis vor kurzem 2,5 Kilometer weiter Richtung E-City gewohnt, da waren tatsächlich nachts nur 12 Sterne zu sehen. Bei sternenklarer, trockener Nacht ist der kleine Wagen sichtbar - mit Geduld, aber freiäugig auch ohne Dunkeladaption mit Straßenlaterne daneben. Blöd ist halt eine Bewölkung, dann knallt das Streulicht so richtig durch. So eine Art Universalstraßenbeleuchtung.

Ansonsten ist die Zeltplatzidee für den Sommer natürlich klasse. Die Kinder fragen eh ständig nach Zelten :-)


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Outer-Rim
Meister im Astrotreff

Deutschland
272 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  15:50:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Martin
ich werfe nochmal einen Gedanken in die Runde:
Bei mir steht griffbereit zum schnell auf den Balkon stellen ein gebraucht gekauftes C8 (Schmidt-Cassegrain) auf einer EQ5. Das ist MOnd-und-Planeten-gucken-satt. Zwei schöne Okulare oder nen Zoom für den Anfang dazu und Spaß haben. Reden wir halt von einem f10 mit 2000mm Brennweite. Und 8 Zoll! Durch Spiegelbauweise sehr kompakt und übrigens auch leicht. Einmal justiert relativ stabil. Das sollte gebraucht knapp im Budget liegen (sehr knapp) musst halt etwas warten/suchen (und Zenithspiegel und Sucher ggfs ergänzen). Das hatte ich zuletzt auch im Familienurlaub mit. Nur so als GEdanke.
CS
Andreas

Skywatcher Dobson 10" f/5, Celestron C8 Edge HD, Skywatcher Achromat 120/600 "Kometenjäger", Skywatcher Newton 150/750, Skywatcher ED APO 80/600, Celestron C11, Skywatcher Quattro 200/800, Omegon Fernglas 20x80, Sony DSLR Alpha SLT65 , Canon EOS 1000DA modifiziert, SW HEQ5, SW AZ EQ6, ASI1600mm pro + ZWO FW 1,25 8x.

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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3369 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  16:16:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Die ATT habe ich schon entdeckt, ist hier um die Ecke. Da muss ich mit mir kämpfen ob ich es bis dahin aushalte. Lohnt sich das so sehr?


Ja klar! Kannst z.B ein 80mm Refraktor direkt mit C8 SC und 8" Dobson vergleichen. Und die Okulare erst. Und 15min Gespräch ist fruchtbarer als 10 Seiten Thread Zutexterei ;-).

Zitat:

Bei sternenklarer, trockener Nacht ist der kleine Wagen sichtbar -


Das wäre besser als bei mir. Etwa alle Sterne? Wau!

Zitat:

Ansonsten ist die Zeltplatzidee für den Sommer natürlich klasse. Die Kinder fragen eh ständig nach Zelten :-)


Gerade da wäre die Messe sehr erleuchtend. Was bekommst Du ins Auto und wieviel Platz bleibt für Familie, Zelt und Co.

Nur so als Hausnummer, ich habe so was wie ein Kombi. Wenn ich zum ITV Zelten in Gedern (Hessen) fahre, dann ist das Auto proppevoll und ich pass nur alleine ins Auto. Als Ausrüstung habe ich ein 8" Newton und eine parallaktische Montierung mit Stativ. Volumenmäßig ein 8" Dobson Äquivalent. Dann Zelt, Fressalien, Okularkoffer, Schlafsack uvm. Wirklich - kein Sitz bleibt frei. Zwei Kinder könnte ich mitnehmen, wenn ich den Dachkoffer benutzen würde. Und natürlich schmeiss ich nur so alles ins Auto.

Grüße,
Walter

LLAP

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martind
Neues Mitglied


6 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  17:13:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: stardust3
Das wäre besser als bei mir. Etwa alle Sterne? Wau!


Mein Ironiedetektor blinkt und piepst leise. Wo wohnst du denn? Ohne dass ich in letzter Zeit darauf geachtet hätte: Die Deichsel ist zu sehen (wenn auch schwach), die Frontschürze ebenso, das Hinterrad fehlt glaube ich (Stellarium behauptet, das Hinterrad hieße Anwar Farkadain).

Reicht das, damit ein Telrad sinnvoll würde?

Bearbeitet von: martind am: 13.02.2020 17:14:09 Uhr
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

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10417 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  17:26:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Martin,
das war von mir nur so eine Hausnummer, um grob zu wissen, wo man dran ist. Nicht dass man aneinander vorbei redet. Die Sichtbarkeit des Kleinen Wagen und die Anzahl der Sterne im Kasten des großen Wagen (ab 5er Himmel: Sterne mag 5 und schwächer sind sichtbar), liefern eine recht genaue Einschätzung der Himmelsqualität.

Ob man den Telrad bevorzugt, bleibt immer eine persönliche Geschmacksfrage. Ich täte ihn bevorzugen, erst recht, wenn man bei einem 8-Zoll-Dobson ein gutes 30mm Weitwinkel-Okular für die Übersicht hat (ersetzt bei mir dann den Sucher, obwohl es nur ~1/3 des Gesichtsfeld zeigt). Ich schaff es aber mit Telrad auch über weit entfernte Sterne (mehr als zwei Handbreit weg vom Ziel) den Dobson auf +/- 1 Monddurchmesser ans Ziel zu bewegen, bevor ich durch schaue. Wichtig ist hier, dass man die Richtung über gedachte Linien zwischen Sternen trifft und ein Gefühl entwickelt, den Dobson einfach entlang dieser Linie zu bewegen.

Kalle - Alles wird gut !
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Bearbeitet von: Kalle66 am: 13.02.2020 17:29:01 Uhr
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3369 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  17:29:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Nee, keine Ironie.

Hier ist eine Seite die die Methode beschreibt:
https://astrokramkiste.de/nachthimmeltest

Bei mir ist wie bei "3".

Das Hinterrad hat mag5, wenn das noch geht, dann kannst Du einen Direktpeiler nehmen (Rigel, Telrad, Rotpunkt,...)

CS,
Walter

LLAP

Bearbeitet von: am:
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martind
Neues Mitglied


6 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  17:52:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
:-)

Die Bilder werden bei mir leider merkwürdig angezeigt, das mag aber auch am Laptop liegen. Den Beschreibungen nach haben wir hier zwischen drei und vier (wobei ich bei zwei mehr Details sehe als bei drei?). Die Deichselsterne brauchen viel Mühe und Aufmerksamkeit, dann kommen sie irgendwann durch.

Aber ich habe das mit der Sternenhelligkeit verstanden: mag3 kommt super durch, mag4 ist anstrengend und nahe mag5 ists verschwunden.

Das Telrad finde ich ganz reizvoll, ich kenne das Prinzip aus anderen Zusammenhängen und traue mir damit durchaus zu, das Teleskop für die Kinder dann etwas genauer ausgerichtet zu halten.

Ob ich stark genug bin bis zur Messe, zu warten muss sich jetzt zeigen. Ich bin schon sehr gespannt :) Hinfahren zum Dazulernen kann ich ja immer noch...

edit: Interessant: Das müste ja auch bedeuten, dass ich die Andromeda-Galaxie mit bloßem Auge sehen müsste. Da habe ich jetzt eine neue Aufgabe ;)

Bearbeitet von: martind am: 13.02.2020 19:21:12 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17453 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  23:11:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Martin,

Wenn du von den bekannten Sternbildern die hellen Sterne sehen kannst wäre der Telrad schon brauchbar. Damit kommt man meist zumindest nahe an das Wunschobjekt und findet das dann gar per Aufsuchokular.

Der Hauptvorteil eben, man sieht nur die helleren Sterne, in einem normalen Sucher dagegen sieht man jede Menge, viel mehr als mit freiem Auge und das kann auch verwirren- so im Sinn von- welcher ist jetzt der, den ich mittig stellen wollte?

Aufsuchkarte wurde noch nicht erwähnt, passend zum Telrad, aber auch sonst sehr empfehlenswert ist der Deepsky Reiseatlas. Weitgehend unempfindlich gegen Feuchtigkeit und gut handhabbar.

Auch noch empfehlenswert und das kostenlos- hier der Beitrag - http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=228474 da sind viele Abkürzungen und Begriffe und auch sonst noch einiges zusammengefasst

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
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Bearbeitet von: am:
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10417 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2020 :  23:22:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Martin,
ich befürchte, dass du für Andromeda noch ein halbes Jahr wirst warten müssen. Und bei einem 3er-Himmel eher nur mit Feldstecher. Unter dunklem Landhimmel schimmert die für gesunde Augen.

Apropos Augen: Das ist ein Thema für sich und wird oft als selbstverständlich vorausgesetzt, obwohl es das beileibe nicht ist. Ich kenne genug Leute, die nachtblind sind, eine rot-grün-Schwäche haben, altersbedingt leicht geblendet werden, Hornhautverkrümmungen (Asti) haben oder einfach nur kurz- oder weitsichtig sind (letzteres typisch im Alter). Dieser Faktor ist relevant, wenn es um passende Okulare geht ... äußerst relevant.

Nur die Kurz- und Weitsichtigkeit spielt im Grunde keine Rolle, da man die durch Scharfstellen am Teleskop prima ausgleichen kann. Im Grunde genauer, als der Augenarzt/Optiker es messen kann. Hobbyastronomen kennen ihre Dioptrien so meist genauer als es Brillenabstufungen gibt.
Bei der Hornhautverkrümmung gibt es für Hobbyastronomen die Besonderheit, dass die Fehler bei offener Irisblende (offener Pupille) maßgeblich sind und nicht so der zentrale Bereich, wenn tagsüber die Iris auf unter 3 mm zu macht.
Farbschwächen erlebt man astronomisch, wenn man mit H-Alpha werkelt oder lichtschwache planetarische Nebel (die oft nur schmalbandig auf bestimmten Wellenlängen strahlen) knapp an der Sichtbarkeitsgrenze beobachten möchte. Da gibt es ja unterschiedliche Ausprägungen.

Kalle - Alles wird gut !
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Bearbeitet von: Kalle66 am: 13.02.2020 23:23:39 Uhr
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