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Birki
Altmeister im Astrotreff

Österreich
2494 Beiträge

Erstellt am: 12.02.2020 :  23:43:56 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Birki's Homepage  Antwort mit Zitat
hallo!
nachdem ich mich viel mit elektronik beschäftige bin ich auf etwas draufgekommen, das mich etwas grantig macht. ein detail zwar nur, aber trotzdem.

ich möchte auch anmerken, dass ich eigentlich nix davon halte, andere leute/firmen etc. im internet niederzumachen. ich vertraue darauf, dass der markt das von allein regelt.

manchmal allerdings bin ich doch etwas frappiert.

im gegebenen fall geht es um das teil hier:
Rii i8 Mini Keyboard (manchmal ganz praktisch).

kauft man das teil (in deutschland, beim händler, nicht amazon, nicht ebay, und mit deutscher qwertz tastatur), dann kostets so 25 euro. ich bin draufgekommen, weil ich eines hab.

ich bin verwundert, wenn dasselbe teil für als teleskopzubehörteil für das doppelte verklopft wird. einen zuschlag für beratung, spezialsortiment - klar, sehe ich ein. aber 100% ?

just sayin’ ...

lg wolfi

my ATM-stuff: https://tscatm.wordpress.com

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Thomas_Stelzmann
Meister im Astrotreff

Germany
997 Beiträge

Erstellt  am: 18.02.2020 :  16:13:11 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Thomas_Stelzmann's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Birki






Naja, zunächst mal muss man ja nichts kaufen, was einem zu teuer erscheint. Damit ist das Problem eigentlich schon gelöst.
Man hat die Möglichkeit zu recherchieren,so, wie Du es getan hast.


Dass ein Wirtschaftstreibender eine Marge haben muss, ist auch logisch.
Was meinst Du, was eine 0,33l Flasche Wasser im Einkauf kostet, die Du im Restaurant für 3,50 EUR hingestellt bekommst? ODer das Glas Cola?


Im Falle dieses Tastaturdings ist der Amazonas-Preis vermutlich auch der Einkaufspreis des Händlers. Du hast aber den Vergleich und findest seinen Verkaufspreis daher als zu hoch. Dank Deiner Recherche kannst Du eine Entscheidung treffen, ob und wo Du kaufst.


Die Einkaufspreise für Okulare, Montierungen, Stativen, einfache Teleskopen und andere Kram kennst Du dagegen nicht und akzeptierst daher viel leichter den Verkaufspreis, nach dem Motto: "Ist halt so."
Vielleicht kostet eine EQ6-R Pro ja auch nur 800 EUR im Einkauf?
Oder das 100EUR-Okukar nur 35 EUR?

Ich will´s ehrlich gar nicht wissen. :-)

Viele Grüße
Thomas

Thomas Stelzmann Photography
http://www.thomasstelzmann.de

Verguckungsgeräte:
Celestron 80/600 Ultima ED Refraktor
Skywatcher Explorer 150PL (150/1200er Newton)
12,5" f4,8 "John Deereson" (Selbstbau-Kugeldobson)

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Birki
Altmeister im Astrotreff

Österreich
2494 Beiträge

Erstellt  am: 19.02.2020 :  08:10:03 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Birki's Homepage  Antwort mit Zitat
hi!
du hast eh recht. ich rede auch nicht vom amazon-preis, ich hab meine rii einfach so bei einem kleinen online - händler (exp-tech) gekauft, ist die ohne beleuchtung, hat 23 € gekostet, im gegensatz zu den 20, die rii direkt anbietet. der vergleich mitm mineralwasser hinkt insofern, als hier ja service, steuern, infrastruktur etc. auch dazukommen. ich nehme an, dass auch in deutschland produkte im handel nicht doppelt bestuert werden, oder?

ist übrigens amüsant nach dem teil zu suchen, man kann es bei einem amerikanischen händler sogar für 80 $ erwerben - wenn man das besondere sucht ...
lg wolfi

my ATM-stuff: https://tscatm.wordpress.com

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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
610 Beiträge

Erstellt  am: 19.02.2020 :  10:46:24 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dominik Braun's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

Zitat:
Original erstellt von: Thomas_Stelzmann

Dass ein Wirtschaftstreibender eine Marge haben muss, ist auch logisch.
Was meinst Du, was eine 0,33l Flasche Wasser im Einkauf kostet, die Du im Restaurant für 3,50 EUR hingestellt bekommst? ODer das Glas Cola?


ich störe mich eher daran, dass wir hier nicht von einer extremen Marge gegenüber dem Einkaufspreis sprechen, sondern auch von einer extremen Marge gegenüber anderer Händler.

Besonders heftig ist das, wie man am Beispiel von Wolfi sieht, bei der Elektronik - ich habe schon Kabel für 70 Cent im Elektrofachhandel für 12€ bei einem TeleSkophändler gesehen. Und 1600% Aufschlag gegenüber einem normalen Händler hat für mich nichts mehr mit Beratung, Spezialsortiment etc. zu tun.

Viele Grüße
Dominik

Takahashi FC-76DS, Taurus T350
Vixen Porta II

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Urlaubsknipser
Senior im Astrotreff

Deutschland
208 Beiträge

Erstellt  am: 20.02.2020 :  11:06:33 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Urlaubsknipser's Homepage  Antwort mit Zitat
Da alternative, günstigere Bezugsquellen für die genannten Beispiele aber leicht recherchierbar sind, stört mich das nicht weiter. Wer z.B. im Elektrofachmarkt für 80€ den Bluray-Player kauft und für 20€ dazu das passende HDMI-Kabel, tut das vielleicht auch nur aus Bequemlichkeit -- nur einmal an der Kasse stehen (oder im Online-Fall nur einmal bestellen und ein Paket erhalten).

Ärgerlicher finde ich, wenn man als Kunde nicht sicher sein kann, ob das spezielle Produkt mit Astro-Label nicht doch vielleicht zwingend notwendig ist und billigere Alternativen nicht funktionieren. Bei mir ging es einmal um einen USB-Seriell-Adapter für EQMOD. Sehr viel Geld für die "Astrovariante" dafür bezahlt und letztlich doch nur ein Billigteil bekommen, welches sogar noch einen der gefälschten FTDI-Chips verwendete, der irgendwann per Windows Update lahm gelegt wurden. Natürlich fällt das dann auf, wenn nach mehreren Wochen Schlechtwetterphase das erste Mal Astrowetter ist und man nach Aufbau des Equipments den fehlenden RS232-Port sucht und anfängt, nach "Fehler 10" zu recherchieren :-). Man kann zwar ältere Treiber drüber installieren und das Teil wieder funktionsfähig bekommen, aber ich war seinerzeit mächtig verärgert!

Dann gäbe es natürlich noch die Nicht-Elektronik-Komponenten, bei denen schon das Bauchgefühl sagt, dass der Preis überzogen ist.... Beispiel T2-Verlängerungshülsen etc. ... ich kann über die Preise immer nur ungläubig staunen (kenne aber leider keine Alternativen).

Grüße
Rüdiger

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10417 Beiträge

Erstellt  am: 20.02.2020 :  12:16:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Nunja,
nenn' mir einen Astroartikel, der von gängigen Elektrostandards abweicht, wenn es um Stecker und Kabel geht. Der Regelfall ist, dass Astroartikel veraltete Elektrostandards enthalten, z.B. die alte serielle Schnittstelle aus IBM-PC-Zeiten.**

Vielleicht ändert sich das irgendwann, dass einer der Hersteller proprietäre Anschlüsse verbaut, so wie das (noch) Canon und Co machen. Aber selbst die müssen in Anbetracht der Smartphone-Photo-Konkurrenz aufpassen, dass sie nicht abgehängt werdern. Im Grunde ist eine DSLR, die nicht nebenbei eine komplette Smartphone-Funktionalität enthält IMHO nicht mehr zeitgemäß. Ein Smartphone im Kameradesign halt ...


Die Preisgestaltung für so Zubehörartikel ist nun mal so unterschiedlich. Und wer nicht aufpasst, zahlt eben das 10-fache dessen, was woanders verlangt wird. Aber das gibt es auch in anderen Branchen. Man schaue sich im Autozubehörbereich mal um. Und es ist nicht neu. Ein Kaffee in Monte Carlo kostet auch ein Vielfaches als auf Rügen.




**
Im Grunde sind es die günstigen Lösungen. Im industriellen Einsatz täte man Netzwerkstecker/Telefonstecker, USB oder Power-Klinkenstecker so für den "Außeneinsatz" gar nicht zulassen. Da würde man sagen: Verschon uns mit dem "Spielzeug".

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

Bearbeitet von: Kalle66 am: 20.02.2020 12:23:54 Uhr
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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
610 Beiträge

Erstellt  am: 20.02.2020 :  12:56:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dominik Braun's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Kalle,

Zitat:
Original erstellt von: Kalle66

Und es ist nicht neu. Ein Kaffee in Monte Carlo kostet auch ein Vielfaches als auf Rügen.


schon, aber dann bin ich ja auch in Monte Carlo und nicht auf Rügen.

Deshalb stört es mich auch nicht, im Restaurant eine deutliche Marge zu bezahlen, weil ich ja ein bestimmtes Ambiente oder einen Mehrwert mitgeliefert bekomme. Ein Onlineshop für Astronomie bietet mir aber keinen relevanten Mehrwert im Vergleich zu einem anderen Onlineshop, wenn es um allgemein erhältliches Zubehör geht.

Viele Grüße
Dominik

Takahashi FC-76DS, Taurus T350
Vixen Porta II

Bearbeitet von: am:
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AstroCarsten
Altmeister im Astrotreff


1483 Beiträge

Erstellt  am: 20.02.2020 :  13:30:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Thomas_Stelzmann


Vielleicht kostet eine EQ6-R Pro ja auch nur 800 EUR im Einkauf?
Oder das 100EUR-Okukar nur 35 EUR?



Hallo,

ich kenne nicht die aktuellen Einkaufspreise, aber ich befürchte fast, dass diese Vermutung noch zu gering ist. Mehrere 100% Marge sind in diesem Bereich wahrscheinlich Standard.

Vor mehr als 10 Jahren hat ein Bekannter durch Zufall mal die Preisliste von Skywatcher in der Hand gehabt. Wenn man sieht, für welchen Preis die Händler die Ware kaufen und wieder verkaufen, da legt man schon die Ohren an.

Allerdings muss man auch hier dem Handel zu Gute halten, dass er von den Margen alle Mitarbeiter bezahlen, das Lager auf Vorrat halten und ggf. Retouren entsorgen muss, wenn die Qualität nicht stimmt (was früher ja öfters bei der Optik vorkam). Dann bleibt am Ende oft viel weniger übrig, als man sich Allgemein vorstellt.

Gruß

Carsten


Bearbeitet von: am:
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Urlaubsknipser
Senior im Astrotreff

Deutschland
208 Beiträge

Erstellt  am: 20.02.2020 :  14:12:10 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Urlaubsknipser's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Kalle66
nenn' mir einen Astroartikel, der von gängigen Elektrostandards abweicht, wenn es um Stecker und Kabel geht. Der Regelfall ist, dass Astroartikel veraltete Elektrostandards enthalten, z.B. die alte serielle Schnittstelle aus IBM-PC-Zeiten.**


Ich bin ja lernfähig ... mein zweiter USB-RS232 Adapter (für den Motorfokussierer) hat dann auch nur 14,99 statt 59,90 gekostet, sogar mit einem lizenzierten Chip :-)

Grüße
Rüdiger

Bearbeitet von: am:
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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
3664 Beiträge

Erstellt  am: 20.02.2020 :  14:36:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Es ist auch oft so, dass das verlangt wird, was der Markt hergibt.

Beruflich benutze ich haeufig optische Laborhardware. Da gibt es zum Beispiel diesen Klotz, den man auf den optischen Tisch stellt und durch Umlegen eines Drehschalters einen Magneten in Position bringt, um den Klotz zu fixieren (auf der Oberseite ist dann eine Aufnahme fuer einen Optikhalter). Von unserem Haus- und Hoflieferanten kostet so ein Teil 40 Pfund. Ich war erstaunt, das gleiche Teil (okay, andere Farbe) mit einem zusaetzlichen Arm fuer eine Messuhr auf einer Modellbaumesse fuer 12.99 Pfund so sehen (gleich mal zwei mitgenommen). Die Margengroesse zaehlt hier also nicht, weil das Teil auch woanders zum Einsatz kommt.

Dies mache ich mir haeufig zunutze, wenn ich etwas Spezielles fuers Labor brauche. Und da verwende ich auch Bedarf fuer Amateurastronomie, da der Bedarf fuer Optiklabore nochmal teurer ist. Beispielsweise die vier Skywatcher 80/500er Refraktoren, die sich noch heute als Kollimatoren oder endlich konjugierte Bildrelays grosser Beliebtheit erfreuen, solange es nicht auf die Farbreinheit ankommt. Plus der 6x30-Sucher, mit denen man im Labor einen Strahl mal schnell kollimieren kann. Und die mitgelieferten Okulare, die umgedreht prima Inspektionslupen fuer Faseroptik abgeben ...

So gibt es einige Dinge, wo man statt auf "Astrozubehoer" auf Bedarf fuer andere Verwendungszwecke zugreifen kann. Wohl auch darum haben viele Gegengewichtsachsen von Selbstbaumontierungen einen Durchmesser von 30mm - fuer Hantelscheiben.

Es lohnt sich also, manchmal ausserhalb der Astrobranche nach guenstigen Alternativen zu suchen.


Best wishes aus Nordostengland,

Juergen

Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

Bearbeitet von: JSchmoll am: 20.02.2020 14:37:08 Uhr
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