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Seite: von 3

MaettesC
Meister im Astrotreff

Deutschland
783 Beiträge

Erstellt am: 06.02.2020 :  22:41:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Abend zusammen!

Nach vielen Überlegung zur Anschaffung eines Planetengeräts habe ich mich nun doch für den Selbstbau entschieden. Mein erstes Projekt dieser Art, daher bin ich für euren Input und eure Ideen dankbar

Gestern bin ich auf der Seite von Carl Zambuto über einen bereits fertiggestellten aber nicht abgeholten 8“ f/7 Spiegel gestolpert. Im darauffolgenden Mailverkehr beschrieb Herr Zambuto den Spiegel als „as good as it possibly gets“. Eben hab ich per Paypal bezahlt, morgen geht das Teil schon auf die Reise über den großen Teich.

Soweit so gut, nun fehlt aber noch der Rest des Teleskops und das Wissen, wie man es richtig baut. Aber hey, jeder hat mal angefangen

Also gleich meine erste Frage: was könnt ihr an Literatur / Software bzgl. der Konstruktion eines Newtonteleskops empfehlen? Ich muss schließlich an der Basis anfangen...

Meine bisherigen Gedanken: Neumann Hartpapiertubus mit 250 mm Durchmesser und 8 mm Wandstärke, Kohlefaserspinne von Drehen und Mehr, Baader Steeltrack OAZ, saugender Tubuslüfter. Weiter weiß ich noch nicht wirklich...

Hauptspiegelzelle? Welcher Fangspiegel und vor allem welche Größe (nur visueller Einsatz geplant)? Was fehlt sonst noch?

Vielen Dank schon mal für eure Ideen und liebe Grüße!

Matthias

Bearbeitet von: am:

wynnie
Meister im Astrotreff

Deutschland
338 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2020 :  09:10:50 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

mit dem Zambuto Spiegel hast Du ja schon mal eine wirklich gute Basis

Ich habe mir selbst erst vor kurzem einen Newton gebaut und daher ist die Erfahrung noch frisch. Die Spinne von Drehen&Mehr habe ich auch und sie ist wirklich Super. Ich bin sehr zufrieden, insbesondere die 0,5mm Carbon-Streben machen sehr feine Spikes.

Einen Hartpapiertubus habe ich ebenfalls. Ich habe einen Durchmesser von 240mm (innen) mit 4mm Wandstärke gewählt. Das ist schon sehr stabil. Ob es wirklich 8mm sein müssen? Dann wird das ganze schon ziemlich schwer. Mein Newton ist fotografisch ausgelegt und ich finde den Tubus schon sehr steif. Ich glaube nicht, dass es bei f7 mehr als 5-6mm sein müssen, aber das ist meine Meinung.

Was den Fangspiegel angeht ... wenn Du einen Zambuto Hauptspiegel hast, würde ich da nicht sparen und einen von Antares nehmen. Die haben, soweit ich weiß, einen sehr guten Ruf und sollen sehr hochwertig sein.

Zur Berechnung kann ich Dir nur das Programm myNewton empfehlen. Damit habe ich schon zwei Newtons gerechnet und es hat alles sehr gut gepasst.

Ach so, ein kleiner Tipp für den Tubus. An den Enden habe ich Kantenschutzprofile verwendet, da eben die Kanten leicht beschädigt werden können. Statt den Tubus zu Lackieren, habe ich ihn mit Folie beklebt, mit der sonst Autos foliert werden. Die ist ziemlich dick (>100µm) und trotzdem recht günstig. Außerdem gibt es sie in 1,5m länge, so dass man nicht stückeln muss.
Das Ergebnis siehst Du hier.

Viele Grüße
Michael

PS.: Ich habe den Tubus innen mit Black 3.0 geschwärzt. Auf dem letzten Bild siehst Du den Tubus mit einem Stück Velours zum Vergleich.

PPS.: Mit 250mm ist der Durchmesser ganz schön groß. Sicher man sollte den Spiegel nicht einzwängen, aber mit zunehmendem Durchmesser steigt auch der Abstand Fangspiegel, OAZ. Das ausgeleuchtete Feld wird kleiner bzw. der Fangspiegel muss größer werden. Ich hab's gerade mal für 240mm Durchm. durchgerechnet (hatte ich halt noch da ) und lande mit einem 1,83" Fangspiegel bei 12,4mm zu 100% ausgeleuchtetes Feld bei 23,25% Obstruktion. Mit dem nächste kleineren (1.52") sind es gut 3mm Feld bei 19.4%.

_________________________
per aspera ad astra ...

Skywatcher Explorer-150PDS
Eigenbau Newton 200/1000
EQ6-R

Bearbeitet von: wynnie am: 07.02.2020 09:28:02 Uhr
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AQR66
Senior im Astrotreff

Deutschland
158 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2020 :  09:27:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

nach Festlegung von Hauptspiegelgröße und Brennweite bleibt die Frage, wie konsequent das Teleskop auf Planetenbeobachtung ausgerichtet werden soll.

Hier sehe ich in erster Linie den Fangspiegel als wesentlichen Faktor.

Damit der Fangspiegel klein gehalten werden kann, ist es wichtig, dass der Weg vom Fangspiegel bis zum Okular möglichst kurz ist. Zu beachten ist hier, dass auch Tubusaufmaß und dessen Wanddicke hier Weg benötigen und also nicht unnötig groß werden sollten.

Die Fokuslage wird von vorhandenen oder gewollten Okularen bestimmt. Soll z.B. ein Delos 17 verwendet werden, müsste der Fokus wenigstens ca 10mm über dem eingefahrenen OAZ liegen.

Danach kommt die Auswahl des OAZ. Hier zählt eine allgemein niedrige Bauform und auch ein kurzes Auszugsrohr.
Das OAZ-Rohr soll ja nicht in den Tubus, zumindest aber nicht in den Strahlengang ragen.

Jetzt muss die Fangspiegelgröße gefunden werden, die bei den gegebenen Maßen die gewünschten Okulare hinreichend ausleuchten kann.

Bei einem niedrigen 2" OAZ und einem 1,5" Fangspiegel ist eine Randausleuchtung bei 30mm Feldblende von imo noch akzeptablen ca 60% erreichbar.
Das ist aber auch nicht so viel mehr als durch 1,25" passen. Es ist also zumindest eine Überlegung wert, auf 2" zu verzichten.

Die Beschränkung auf 1,25" (und entsprechend kleinen/niedrigen OAZ wie den HC1) eröffnet die Möglichkeit (bei nochmal etwas schlechterer Feldausleuchtung) mit 1,3" klarkommen zu können oder bei Beibehaltung des 1,5" Fsp eine bessere Feldausleuchtung zu haben.

Nicht zuletzt ist es auch wichtig, dass die gewählte Größe auch in der gewünschten Qualität bezogen werden kann.


Zur Spiegelzellenberechung ist PLOP vermutlich immer noch erste Wahl. Bei einem nicht sehr dünnen 8er ist das aber vermutlich eher unkritisch.

Zum Teleskoplayout wird(wurde?) oft MyNewton verwendet. Vielleicht gibt es hier inzwischen bessere Alternativen.


Auf jeden Fall viel Spass und Erfolg beim Projekt ...

CS
Harold

Bearbeitet von: AQR66 am: 07.02.2020 09:30:13 Uhr
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AndiL
Senior im Astrotreff

Deutschland
244 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2020 :  10:40:16 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

was die Qualität des Fangspiegels betrifft, kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen. Hier auf Qualität achten, denn sonst ist der Vorteil des guten Zambuto Spiegel hinüber.

Ich hatte die Möglichkeit drei GSO-Fangspiegel an einem Zygo-Interferometer zu vermessen. Das Ergebnis: 0.17, 0.55, 0.69 lambda PTV. Der erste wäre noch akzeptabel. Es ist aber reines Glückspiel, was man bekommt. Wenn man es nicht nachmessen kann, weiß man nie, was man hat.

Ich würde hier auf die Spiegel von Antares setzen, vermutlich identisch mit den Premium Spiegeln von ICS.
Eine Alternative ist Edmund Optics -> https://www.edmundoptics.de/f/precision-elliptical-flat-mirrors/11977/
Da gibt es auch weitere Größen und diverse Spiegelschichten. Ich habe dort einen Spiegel gekauft und bin zufrieden (PTV 0.15 lambda).

Viele Grüße
Andreas

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


18034 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2020 :  11:45:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Matthias,

passend zu den von Michael errechneten Größen für den FS- beide wären bei ICS hier als Premium-Version direkt erhältlich.

Zur Wandstärke- die 8mm dürften auch etwas übertrieben sein, vor allem wird das ganz schön schwer. Zum Gewicht ausrechnen findet sich bei G.Neumann etwas auf seiner Seite
Zitat:
Die Fokuslage wird von vorhandenen oder gewollten Okularen bestimmt. Soll z.B. ein Delos 17 verwendet werden, müsste der Fokus wenigstens ca 10mm über dem eingefahrenen OAZ liegen.
Wenn du MyNewton benutzen willst- das Programm legt die Fokuslage automatisch mittig in den Verfahrweg des OAZ. Wenn der also 40mm wäre, hat man bereits 20mm über eingefahrenem OAZ, die Angabe zusätzlicher Abstand über OAZ bringt die Ebene dann noch um diesen Wert zusätzlich raus.

Die Ausleuchtung des Felds abhängig vom FS kannst du auch mit dem Tool anschauen - http://www.bbastrodesigns.com/diagonal.htm

Gruß Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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Kryptograph
Senior im Astrotreff

Deutschland
152 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2020 :  16:41:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,

Kleinere FS mit Interferogramm gibt's auch von Protostar.

Viel Spaß beim Bauen,
Gil

Bleibt cool und gesund!

Bearbeitet von: am:
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Stathis
Forenautor im Astrotreff

Greece
4949 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2020 :  17:30:02 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Stathis's Homepage  Antwort mit Zitat
Der Baader Steeltrack Okularauszug baut mit 63 mm minimaler Bauhöhe ziemlich hoch.
Flacher ist der Feather Touch (sehr teuer), noch flacher ist der Moonlite. Wenn es auch ein drehbarer sein darf, ist mein Favorit der Kineoptics HC2: Unschlagbar leicht, sehr flach bauend, läuft schön weich und ist viel günstiger.
Bei 8" f/7 hätte persönlich gerne einen 2" OAZ. Ich würde nur darauf verzichten, wenn ich wirklich zu >97% Planeten schauen würde. Man kann ja trotzdem den Fangspiegel eher knapp auslegen und bei 2" Übersichtsvergrößerung bis zu 50% Randabfall in der Helligkeit akzeptieren.

Bei so einem kleinen Fangspiegel lohnt sich der Direktimport von Antares Optics + dem Zolltrubel, weil sie mal wieder keine Zollpapiere beipacken, nicht wirklich. Ich würde mir den einfach einen ICS holen, die haben verlässlich eine sehr hohe Qualität und eine haltbare Beschichtung.

Ein Neumann Hartpapiertubus mit 8 mm Wandstärke geht eher Richtung Panzerrohr. Ich würde Gerd N. Selbst fragen, was er empfiehlt. Ich schätze wie wynnie, dass 4-5 mm reichen sollten, habe aber recht wenig Erfahrung damit.

Protostar Fangspiegel? Na, wenn er den mal liefern würde. Schaut mal in Cloudy Nights, wie lange die Leute auf ihre Ware warten.

P.s.
Hier einige Erkenntnisse von Kurt zum Tubusseing in Bezug auf Tubusdurchmesser und Lüfter
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=69416
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=1656

Stathis
http://www.stathis-firstlight.de

Bearbeitet von: Stathis am: 07.02.2020 17:58:01 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5708 Beiträge

Erstellt  am: 07.02.2020 :  17:30:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,
ich habe Fangspiegel von Edmund Optics und von Antares Optics. Die Fangspiegel sind von beiden Anbietern sehr gut. Ich würde schauen, dass Du knapp unter 20% kommst. Das ist schon sehr gut. Viel kleiner bringt keinen großen Gewinn mehr. Der große Innendurchmesser mit 5 cm mehr wurde von verschiedenen Seiten empfohlen, da er das Tubusseeing minimiert.
Das Tubusseeing ist, wenn auftritt oft viel störender wie eine nicht so kleine Obstruktion. 3mm bis 4mm ausgeleuchtetes Feld sollten für Planeten und Mond reichen. Da sollen aber Spiegelexperten etwas dazu schreiben.
Die Tubuswand würde ich auch nicht so dick wählen. 8 mm ist meiner Ansicht nach zu viel des Guten. Vermutlich sind 5 mm ausreichend. Da müsste sich aber jemand mit mehr Erfahrung melden.
Der OAZ sollte spielfrei gehen und eine Untersetzung ist auch fein. Direkte Empfehlungen kann ich nicht geben. Es muss aber nicht sauteuer sein, sondern nur gut/sehr gut bedienbar ist. Idealerweise ist er niedrig bauend. Dadurch kann trotz größeren Tubusdurchmesser der Abstand von Fangspiegel zum Brennpunkt noch relativ klein gehalten werden und damit kann ein relativ kleiner Fangspiegel z.B. ein 1,52 Zoll Fangspiegel. 19% sollte mit f/7 auch bei großen Tubusdurchmesser gehen, siehe hier:
https://www.intercon-spacetec.de/teleskope/teleskope-bauart/dobson/244-8-f/6-ics-atd-komplettes-dobson-teleskop.html
(Da ist nur ein f/6 Spiegel drin)
Der saugende Lüfter ist kein Muss. Ich habe ihn im 6" f/8, da das Rohr sehr eng ist und ein Metallrohr ist. Das ist beim Hartpapiertubus nicht der Fall.
Ich würde es also erst einmal ohne Lüfter versuchen. Vielleicht kann der Winnie (Michael) da seine Erfahrund schreiben?

Hallo Winnie,
verwendest Du einen Lüfter? Wie sind Deine Erfahrungen bei den Tiefstehenden Planeten mit Tubusseeing?
Servus,
Roland

Nachtrag:
Ich sehe gerade, dass der Stathis da bezüglich Lüfter und Tubusdurchmesser auch schon etwas geschrieben hat, was meine Vermutung bestätigt, dass man ohne Lüfter auskommt, wenn der Tubus isoliert ist (Hartpapier isoliert) und der Durchmesser groß genug ist.
Ich würde auch einen kurzbauenden 2" OAZ verwenden. Man kann da ja auch mit 1,25" Okularen schauen, hat aber auch die 2" Möglichkeiten. Ich habe z.B. neben meinen kleinen Fangspiegeln auch welche mit größeren Durchmesser, die ich einfach tauschen kann....

Hier nochmal meine Tal2 Optimierung.

TS bietet eine Antireflexfarbe, die dem Black 2.0 von Stuart Semple’s entspricht (und vermutlich identisch ist). Die kann man gut verwenden um den Tubus innen schwarz auszumalen. Schwarze Velourfolie ist noch etwas besser. Black 3.0 gibt es auch noch. Da ist aber die Verwendung etwas komplizierter.

Zum OAZ: Da hab ich wenig Erfahrung mit den guten kurzbauenden OAZ. Ich werfe mal ein paar in den Raum und hoffe, dass jemand etwas dazu sagen kann:
63 mm minimale Höhe, wirkt robust und wertig. Den hast Du ja selber gefunden, aber der Stathis merkt an, dass er noch relativ hoch ist. Es gibt tatsächlich noch niedrigerbauendere OAZ.

Der Moonlite, den man z.B. da kaufen kann und den der Statis vorgeschlagen hat, hat nur 47 mm Bauhöhe haben. Der Verstellbereich ist 36 mm.

55 minimale Bauhöhe, 28 mm Verstellbereich hat der UNC Auszug z.B. da.

58 minimale Bauhöhe, Zahn und Trieb, belastbar bis 8 kg wäre z.B. folgender.

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 08.02.2020 04:36:39 Uhr
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wynnie
Meister im Astrotreff

Deutschland
338 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2020 :  10:28:31 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo !

Mein Newton ist ja kein Planetenjäger sondern mit seinem 70mm Fangspiegel auf Fotografie ausgelegt. Da ich ihn erst seit einem Monat fertig habe, konnte ich ihn noch nicht am Planeten ausprobieren. Zum Tubusseeing kann ich daher leider noch nichts belastbares sagen. Einen Lüfter verwende ich nicht, er erscheint mir auch nicht unbedingt notwendig, das Teleskop kann bei mir auf der Terrasse auskühlen bevor es zum Einsatz kommt. Von Lacerta gibt es da aber eine interessante Lösung.

Das Black 3.0 ist eine recht einfach zu verarbeitende Farbe. Man sollte sie nur mit ein wenig (!) Wasser verdünnen, dann läßt sie sich leichter verarbeiten. Drei Schichten sollten genügen. Ich habe das noch vorhandene Black 2.0 als Grundierung verwendet und bin mit zwei Schichten 3.0 ausgekommen. Das Zeug ist wirklich schwarz. Ich habe damit auch die Kanten des Fangspiegels behandelt und hatte beim ersten justieren echte Schwierigkeiten, weil ich wirklich nichts gesehen habe und mit einer starken LED-Taschenlampe reinleuchten musste um zu sehen wo die Kanten des Fangspiegels sind.

Als OAZ habe ich den OctoPlus, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Er hat jedoch eine Bauhöhe von 65mm. Wenn es richtig flach sein soll führt, glaube ich, kein Weg an einem Helicalauszug vorbei. Es gab mal einen von Antares mit nur 20mm Bauhöhe.

Viele Grüße
Michael

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5708 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2020 :  11:53:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,
danke für Deine interessante Zusatzinformation auch bezüglich der Farbe Black 3.0. Das mit der flexiblen Saugkappe gefällt mir auch gut. Da kann man dann auch ohne Umbau diese Absaugung bei Bedarf nutzen. Ich gehe davon aus, dass es das selten brauchen wird, da der Tubus eh isoliert und es da nicht zu der bekannten Umschichtung kommt.
Was vielleicht noch ein Punkt im Winter ist, den man zum Thema lokales Seeing bedenken sollte, dass man als Beobachter ja nahe an der Tubusöffnung steht. Da kann es leicht sein, dass warme Luft, sei es durchs Schnaufen oder weil man Wärme abstrahlt an der Tubusöffnung vorbeigeht. Durch die unterschiedlich warme Luft mit gibt es dann auch ein Seeing. Diesen Effekt könnte man entweder mit einem längeren Tubus (nach vorne verlängert) oder einer Taukappe minimieren.
Es gibt Taukappen mit Klettverschluss z.B. hier.

Zu den genannten OAZs wäre wie von Dir und Stathis erwähnt ein Helical OAZ eine Möglichkeit den kürzest möglichen OAZ zu nutzen. Leider habe ich da keine Erfahrung. Ich hatte mal einen Helicalauszug für T2, der für eine Russentonnen bestimmt ist. Leider war ich da nicht zufrieden, da der nicht ganz steif war...
Der von Stathis empfohlene wird sicher gut sein. Ma muss es halt durchrechnen, wie es bei 250 mm Innendurchmesser, 255 mm Aussendurchmesser, 8" f/7 für 19% Obstruktion ausschaut.
Vermutlich ist es sinnvoll so einen kurzen Helical OAZ zu nehmen oder es gehnt noch eine anderer kurbauender OAZ. Bei meinen 6" f/8 Newton geht es noch ohne Helical OAZ.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

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wynnie
Meister im Astrotreff

Deutschland
338 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2020 :  12:07:46 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

mir ist zum Thema OAZ noch etwas eingefallen. Es gibt doch diese flachen Helicalauszüge von KineOptics in 2“ und auch in 1,25“. Ich habe selbst keine Erfahrung mit diesen Auszügen, aber ich habe schon viel gutes über sie gehört.

Viele Grüße
Michael

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

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5708 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2020 :  15:04:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,
ich würde auf jeden Fall 2" nehmen, da man sich da die Option offen hält auch mit 2" schauen zu können. Ein Fangspiegel ist relativ schnell gewechselt, der 1,25" ist nicht so leicht gegen einen größeren getauscht.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

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Andreas72202
Meister im Astrotreff

Deutschland
471 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2020 :  16:56:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

ein Punkt, den ich persönlich für noch viel wichtiger als z.B. optimierte Obstruktion halte, ist die Verwendung von beiden Augen beim Beobachten. Vorausgesetzt, es ist für Dich eine Option (denn nicht alle Menschen kommen z.B. mit Ferngläsern klar), würde ich gerade für Planeten auf einen Binokularansatz nicht verzichten wollen.

Die Vorteile sind
- halbe Helligkeit pro Sehkanal, also weniger Blendung an hellen Objekten,
- ermüdungsfreies Beobachten; Du kannst sehr lange ohne Pause an den Okularen bleiben und verpasst die kurzen Momente besten Seeings nicht mehr,
- volle Nutzung des Großrechners zwischen Deinen Ohren, denn im Zyklopenmodus befindet der sich im Notbetrieb. Feine Details werden so viel einfacher wahrnehmbar,
- als Bonus kommt noch hinzu, dass die subjektiv empfundene Vergrößerung höher ist, als bei Mono-Beobachtung.

Dies bedeutet allerdings, dass ein klassischer Helicalauszug dann nicht in Frage kommt. Der OAZ sollte in der Lage sein, den Binokularansatz und je zwei Okulare problemlos zu halten. Da kommt schnell mal 1 kg und mehr zusammen. Auch der Tubus sollte im Bereich des Okularauszuges dieses Gewicht ohne nennenswerte Verformung tragen.

VG
Andreas



...Typos korrigiert

***Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe***

Bearbeitet von: Andreas72202 am: 08.02.2020 22:11:01 Uhr
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astrohans
Meister im Astrotreff

Deutschland
278 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2020 :  16:56:54 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich rüste meine Selbstbau Newtons grundsätzlich mit einem 2"
Okularschlitten aus - Verfahrweg ca. 50mm + Messuhr für reproduzierbare
Positionierung. Fokalebene ca 15mm über Tubus bei Planeten und Doppelstern Beobachtung. Fangspiegel austauschbar für DS Fokalfotogr.
und Visuell. ( Fokalebene bis ca 60mm über Tubus anfahrbar)
Beste Grüße, Joachim



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astrohans
Meister im Astrotreff

Deutschland
278 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2020 :  17:10:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat

Hier ein Beispiel
Beste Grüße, Joachim



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Guntram
Meister im Astrotreff

Österreich
908 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2020 :  18:00:32 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Joachim.

Ein sehr praktisches und funktionelles Teleskop! Endlich einmal eine ordentlich lange Tau- / Seeingkappe an einem Newton.
Die Lösung mit austauschbarem Fangspiegel sieht man selten.
Bemerkst du einen Unterschied in der Bildqualität zwischen dem kleineren und dem größeren Fangspiegel?


Viele Grüße,

Guntram

Newton 160mm f/5,2
Kutter Schiefspiegler 110mm f/26 und 130mm f/25
Tetra-Schiefspiegler 200mm f/12

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