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Seite: von 2

astrofan55
Senior im Astrotreff


146 Beiträge

Erstellt am: 12.01.2020 :  00:42:28 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

möchte heute mal so in die Runde fragen, wer von euch benutzt visuell verschiedene Teleskoparten um den Mond zu beobachten?

Ich denke da in erster Linie an Dobson im Vergleich zu Refraktor und SC Geräten und zu welchen Ergebnissen seit ihr da gekommen?

Für mich ist es so. Ich finde am Mond persönlich Vergrößerungen ab Fernglasniveau ca 10 Fach bis ca 120 Fach schon sehr reizvoll, wenn der Mond noch mit etwas schwarzen Raum drum herum erscheint.

Dann gibt es für mich eine Schwelle ab 130-250 Fach sieht man zwar schon mehr ist aber für mich noch nicht Fisch nicht Fleisch.

Ab 300-330 Fach beginnt dann für mich das größere Detailsehen am Mond mit hier und da wow Effekt für mich (subjektiv).
Da muss man dann sehen wie weit das Teleskop und das Seeing es zulässt, damit man noch ein halbwegs ruhiges Bild hin bekommt
zumindest blickweise.

1.)
Es würde mich also interessieren von denjenigen zu erfahren, die Beobachtungen relativ zeitgleich mit unterschiedlichen Teleskopen
-bitte Größenangabe des jeweiligen Telskopes- am Mond angestellt haben und die etwas zu den Qualitätsunterschieden visuell berichten können
bitte mit Angabe der ca Vergrößerung im jeweiligen Gerät, wenn ihr das noch wisst.

2.)
Hauptsächlich interessieren mich natürlich Ergebnisse im Hochvergrößerungsbereich im Vergleich der verschiedenen Teleskope ab 300 Fach.
Aber auch die Beobachtungen bei kleineren Vergrößerungen sind für mich von Belang und deren praktische Erfahrungen daraus.

3)
Nebenbei interessieren mich natürlich auch eure Erfahrungen, ob ein z B 12“ Dobson bei ca 0,8“ - 1“ Seeing trotzdem subjektiv und in der Praxis mehr am Mond an Details zeigt,
als ein 6“ Refraktor bei Vergrößerungen ab 300 Fach.
(6" Refraktor theoretisches Auflösungsvermögen ca 0,8" // 12" Dobson ca 0,4" theoretisches Auflösungsvermögen, ist ja bekannt)

VG u CS
Michael

Bearbeitet von: astrofan55 am: 12.01.2020 00:49:41 Uhr

AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3717 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2020 :  01:18:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,
mit meinem 100 mm AS Refraktor gehe ich meist auf 100-200 fache Vergrößerung. Bei 200 fach merkt man aber schon Beugungsunschärfe. Der 200/1200 Skywatcher- Dobson zeigt bei gutem Seeing und Auskühlung doch deutlich mehr an Details. Dann beobachte ich meist mit 240 fach. Gelegentlich mit dem 3,5 er Pentax sogar 340 fach bei sehr guten Bedingungen. Der Vorteil des Refraktors ist seine quasi Nullauskühlzeit.
Aufstellen- Gucken. Und mit parallaktischer Montierung auch ein entspanntes Dauerbeobachten.
Aber der Dobson ist im Garten ohnehin schneller temperiert und fixer aufgebaut, so daß ich inzwischen häufiger mit dem 200 mm Dobson schaue.
Bei dem Vergrößerungsbereich ist das Nachführen per Hand auch noch gut machbar.

Gruß Armin

Bearbeitet von: am:
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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4552 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2020 :  09:43:24 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

Das schlechteste Bild am Mond liefert mein 80/400mm Refraktor. Der Farbfehler der achromatischen Optik lässt keine hohen Vergrößerungen zu, ohne das die kleinen Details durch den Farbfehler untergehen.

Weitaus besser sieht das Bild im 110/1035 Maksutov Cassegrain aus. Da es hier keinen Farbfehler gibt lässt sich mit diesem Teleskop auch höher vergrößern.
Ich nutze dieses Teleskop aber nur selten am Mond, es wird sehr oft für die Beobachtung der Sonne eingesetzt.

Mein Teleskop für den Mond ist der 254/3048mm Cassegrain.
Dieses Teleskop liefert ein sehr scharfes Bild in den sehr kleine Strukturen aufgelöst sind. Die kleinen Strukturen und deren Schärfe wird eigentlich nur von der Luftruhe (Seeing) limitiert.

Viele Grüße
Gerd

Bearbeitet von: am:
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StephanPsy
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2267 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2020 :  11:33:08 Uhr  Profil anzeigen  Besuche StephanPsy's Homepage  Antwort mit Zitat

Ich gucke den Mond oft mit meinem C8, viel besser dabei mit Bino-Ansatz, auch manchmal mit Bino am 14-Zoll-Dobson. Gerade am Mond bringt so ein Binoansatz eine enorme Steigerung des Einzelheitenerkennung und des Beobachtungsgenusses, sieh auch

http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=95972



StephanPsy vom Eridanus im ALBiREO mit Phoenix von Goldammer, Penelope von IthakA, femina, Lokomotive, PA-T, Kat:ze von der Almwiese, BlackSeeleScope, Zakyntha

Es gibt keinen Weg zum Glück. - Glücklich-Sein ist der Weg. (Buddha)

Bearbeitet von: am:
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astrofan55
Senior im Astrotreff


146 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  12:40:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Danke euch für eure Infos.

Schön wäre natürlich von Usern zu erfahren die einen 6" Apo mit 10-12" Dobson am Mond vergleichen konnten.

Denn niemand hier der solche Vergleiche am Mond schon hatte?

Grundsätzlich ist der 12" Dobson öffnungsbedint im Vorteil aber wenn es in der Praxis im Bild wabert aber der 6" Apo am theoretischen Limit auflöst und ein ruhiges Bild liefert....gibt es dann immer noch ein mehr an Details die sichtbar werden im 12" Dobson bei normalen also durchschnittlichen Seeingbedingungen?
Das lässt sich wohl nur von derjenigen beantworten die beides mit einander vergleichen konnten.

VG u CS
Michael

Bearbeitet von: astrofan55 am: 13.01.2020 12:45:53 Uhr
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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
619 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  13:28:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dominik Braun's Homepage  Antwort mit Zitat
Hi,

Zitat:
Schön wäre natürlich von Usern zu erfahren die einen 6" Apo mit 10-12" Dobson am Mond vergleichen konnten.


ich beobachte regelmäßig mit dem TOA 130 eines Kollegen sowie mit einem 14"-Dobson und zuvor mit einem 12"-Dobson.

Um es kurz zu halten: Ich würde in jedem Fall einen 5- oder 6-Zoll-Apo mit sehr guter optischer Performance bevorzugen. Es gibt nur sehr wenige Nächte im Jahr, in denen der 12"- oder 14"-Dobson den Apo rein durch seine Öffnung schlagen kann. Die Regel ist vielmehr, dass der Apo nicht nur weniger anfällig für das Seeing ist, sondern auch die Kontrastleistung spürbar besser ist und die Mondbeobachtung unabhängig von der Vergrößerung einfach mehr Spaß macht.

Das ist aber auch eine Frage des Geschmacks. Ich persönlich beobachte auch Planeten lieber mit dem Apo als mit dem Dobson, weil ich größtmögliche Schärfe und Kontrast gegenüber einem größerem Bild bevorzuge. Auch weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass mir Schärfe und Kontrast mehr zur Sichtung von Details helfen, als es die reine Bildgröße tut. (Deshalb macht mir die Planetenbeobachtung selbst mit meinem kleinen 76mm-Fluorit-Dublett echt Spaß - mehr Schärfe und Kontrast geht halt einfach nicht. )

Viele Grüße
Dominik

Takahashi FC-76DS, Taurus T350
Vixen Porta II

Bearbeitet von: Dominik Braun am: 13.01.2020 13:28:49 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5708 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  16:41:25 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,
mit welchem Teleskop beobachtest Du aktuell bei über 300x den Mond?

Ich habe nicht regelmäßig Zugang zu einem großen Newton oder einem großen APO.
Meine Erfahrungen betreffen eher kleine APOs bis 105 mm mit f/8 bis f/10 und kleine Newtons bis 6" f/8. Die kleinen Newtons sind bei mir am Balkon merklich anfälliger gegenüber Tubusseeing und bei Atemluft in der Nähe der Tubusöffnung. Ich persönlich finde 150x - 220x für Planeten und Mond durchaus interessant und ansprechend.
Beim 6" Newton kann ich höher vergrößern bei gleicher Helligkeit, aber meist ohne am Mond mehr Details zu sehen und bei Tubusseein sieht man im 6" Newton dann natürlich weniger Details wie im 4" APO. Da der Mond oft hoch steht, ist das Tubsseeing aber nicht so limitierend wie bei den tiefstehenden Planeten.
Die Bildästhetik ist im kleinen 4" f/10 APO für mich schöner wie im 6" f/8 Newton.
Sobald Videos mit Planetenkamera und das Stacken der Bilder eine Rolle spielen, bringt die größere Öffnung aber tatsächlich einen Zugewinn, siehe:
https://www.astrobin.com/users/Niklo/

Der Arminius auf astrotreff hat einen 6" f/8 ED und einen 8" f/6 Newton. Da wäre interessant den mal zu fragen, was sein Eindruck ist. Diesen Vergleich habe ich leider nicht.

Persönlich wäre ein 10" Newton das Maximale, was ich mehr hertun tät. Das wird sonst alles sehr unhandlich und der visuelle Vorteil am Mond eines 12" Newtons gegeüber einen 10" sollte eher gering sein um 12" für den Mond zu kaufen. Mir wäre es zu sperrig. Lieber einen guten 8" f/6 Newton, der dann optimiert ist wie einen 12" Koloss.

Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 13.01.2020 17:26:13 Uhr
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Mikoka
Meister im Astrotreff

Deutschland
830 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  18:26:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,
meine Erfahrungen sind diese:
Mein Firstscope, ein 60/910 Revue Refraktor (FH) aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, zeigt bis ca 90x ein schönes, scharfes Bild am Mond mit geringem Farbfehler und Details bei ca. 4``; das ist schon ganz ordentlich für so eine Öffnung und als FH.

Ein früherer Eigenbau,ein 150/1200 Newton mit einem Zerodur-Spiegel von Astro-Optik Westerholt, zeigte am Mond eine Auflösung von ca. 0,9´´ bei 240x.

Ein Skywatcher FH 150/1200 mit sehr glatter Optik war bei exzellentem Seeing und mit einem Semi-Apo-Filter von Baader bis 360x knackscharf, photographisch konnte ich sogar mal die Rille im Alpental gerade ebenso abbilden.

Meine 130er Apos, die ich zwischenzeitlich mal so hatte/ noch habe, waren zwar kontrastreicher (ohne jegliche Filter)und damit natürlich "besser" als der große FH, aber das ist nicht ganz fair im Vergleich; ebenso ein 152/1200 ED APM Apo. Bei diesen Teleskopen geht , wenn sie ausgekühlt sind und das Seeing stimmt, die Vergrößerung schon mal an die 400x, ohne dass das Bild einbrach/ einbricht.
Sie zeigen dann feine Details an der Grenze des theoretisch Möglichen (z.B. Kleinkrater mit ca 1,5 km Durchmesser gerade noch als Kraterchen erkennbar).
Ein TEC Maksutov 200/3015, den ich mal hatte, ging bei rd. 400x darüber hinaus bei einem begnadet kontrastreichen Bild für so ein obstruiertes System. Vergleichbar mit einem 175er APM/LZOS Refraktor (bei einem Teleskopetreffen direkt verglichen).
Ein Eigenbau; 12´´ Newton f5, den ich mit Hilfe eines Freundes auf eine Obstruktion von 17% umbaute und f 19 (Barlow vor den Fangspiegel),war am Mond bei ruhiger Luft bei ca. 0,5 km Kraterchen an der Grenze.
Insgesamt hängt ja auch viel davon ab, wie die Beleuchtungsverhältnisse auf dem Mond sind, Luftruhe, gute Okulare setze ich mal voraus.
Wenn man einen 12´´ Newton vor allem für Mondbeobachtung einsetzen will, sollte man die Obstruktion minimieren, für gute Kühlung sorgen, ein nicht zu schnelles Öffnungsverhältnis wählen und eine Topoptik kaufen. Hier wäre darauf zu achten, dass die Spiegel sehr glatt auspoliert sind (eine korrekte Kurve setzen wir mal voraus), um Streulicht zu vermeiden und absolut perfekt kollimiert sind.
Und man muss sich darauf einstellen, dass bei unserer Wetterlage in der Regel nur eine oder zwei Nächte dabei sind, in denen der 12er einem perfekten 5`` oder 6`` Refraktor bezüglich der Detailfülle überlegen ist. Dann aber ist das schon eine Offenbarung :-)

Viele Grüße Michael

Bearbeitet von: Mikoka am: 13.01.2020 18:28:26 Uhr
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astrofan55
Senior im Astrotreff


146 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  21:50:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

ich hatte mal u.a. ein C 14, damit hatte ich den Mond bis zu 650 Fach beobachtet. Bei 326x (12mm Okular) konnte man relativ oft verwenden, war es aber sehr beeindruckend wie deutlich Details am Mond sichtbar wurden (war ein gutes C14). Das ist ca 25-30 Jahre her.
Hatte nachdem ich alles verkauft hatte ein paar Jahre später auf einer Volkssternwarte durch einen 6“ ED Meade Refraktor schauen können,
mittlerweile ganz altes Modell in f8 oder f9 weiß nicht mehr, den gab es auch als 178 mm mal.
Mit Zeitversatz zu meinem ehemaligen C14 hatte ich den Eindruck "gefühlt", dass der 6“ ED APO dem C14 was Details anging nicht nachstand also
in etwa das gleiche zeigte wie im C14. Was fehlte war der direkte Vergleich, weil man erst dann weiß wie es wirklich aussieht.

Hallo Michael,

danke das Du Dich hier einbringst und für Deine dezidierte Beschreibung. Wie Du weißt habe ich ja jetzt ein 120 APM SD Fernglas . Dazu suche ich noch ein Gerät speziell für Hochvergrößerung am Mond ab 300 Fach. Angedacht ist, dass das jetzt nicht zu teuer wird und daher dachte ich an einen 12“ Dobson als Ergänzung. Allerdings ist Deepsky nicht
der hauptsächliche Einsatzwzeck sondern für mich eher nice to have, im Mittelpunkt steht das Interesse am Mond.
Allerdings ist bei einem 12" Gerät das Problem sehr häufiges wabern des Bildes, gerade am Mond stört das eben.

Angefixt durch den für mich enormen Kontrastumfang am Mond und das ästhetische Sehen mit dem 120er APM ganz allgemein, was natürlich auch Spaziergänge mit Übersicht der Milchstraße und nadelpunktförmige Sterne anbelangt und angeht möchte ich das 120er Fernglas nicht mehr hergeben.

Eine Ergänzung zu dem 120er, das am Mond noch mehr zeigt höher auflöst und Vergrößerungen bis 400 Fach besser 450 Fach zulässt, wünsche ich mir. Angedacht ist da auch die Verwendung eines Binos, im Falle eines Dobson mit Denkmeier Binotron 27 (soviel ich weiß dann keine
Verkürzung des Tubus erforderlich und schon mit Barlow 1,3 soll man in den Fokus kommen) im Fall eines Refraktors ggf ein Baader Bino.

Ein Dobson hat die Monti im Unterbau, für einen Refraktor würde ich eine Azimuthale Monti nehmen der Einfachheithalber und aus Kostengründen.
Es soll schnell aufgebaut sein, zweimal Gehen mehr nicht.

Bei einem Dobson dachte ich z B entweder an einen 12“ GSO oder 12“ Orion f 5,3 oder evtl an einen Orion 10“ f 6,3, obwohl ich was einen Dobson anbelangt eigentlich nicht auf nur 10“ runter gehen wollte. Die Fangspiegel haben bei den Oriongeräten so ca 20% Obstruktion, der GSO 25%.
Was ich machen könnte, wäre den Tubus mit Styropor/Velour auskleiden/kleben, aber etwas generell umbauen in Richtung Obstruktion unter 20% das kann ich nicht leisten, müsste mich da also an marktübliche Geräte die so zur Verfügung stehen orientieren.
Außerdem würde ich versuchen, zunächst da etwas gebraucht zu erwerben, falls sich da etwas ergibt.
Im Refraktorbereich geht es da für mich als alternative bis zur Größenordnung gebraucht 152 ED APO APM / 150 Esprit Refraktor.
Wenn Geld keine Rolle Rolex spielen würde könnte ich mir auch einen 20cm Refraktor als alternative vorstellen. Lach
(Der günstigste 8“ Refraktor ist der von APM für 8000 Euro als FH nicht meine finanzielle Größenordnung)

VG u CS
Michael [/imgP1130428.jpg

N.S. Schnell noch ergänzt: Du hast geschrieben für 1-2 Nächte im Jahr ist der 12" dann besser als 6" Refraktor am Mond, aufgrund Seeing/Atmosphäre. (Richtig?)==> Auf die 1 oder 2 Nächte stelle ich aber nicht ab, weil die zu erwischen ist Glücksache dann bin ich vielleicht im Urlaub, da geht es mir also nicht drum. Für mich zählt befriedigendes Seeing bei relativ wirklich guter Luftruhe, aber nicht die 2-3 Traumnächte im Jahr die sind für mich kein Indikator bzw
Messlatte und ausschlaggebend. Mir sind wichtig bei guten Nächten der Vergleich 6" Refraktor zu 12" (10") Dobson aber nicht die Traumnächte.

Bearbeitet von: astrofan55 am: 13.01.2020 22:35:38 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5708 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2020 :  08:53:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,
ich würde nochmal mit dem Arminius mich unterhalten wie sein Eindruck von SW ED 150 f/8 im Vergleich zum 8" f/6 ist. Meine Vermutung ist, dass er mit dem 6" ED am Mond zufriedener ist. Der Andreas IV hat einen APM ED 6" f/8 und ist damit auch sehr zufrieden. Leider ist der Kontakt nach seiner Auswanderung nach Russland abgebrochen.
Es gibt auch noch einen letzten 160 f/10 ED APO
https://www.astro-theke.de/astro-optik-manufaktur/produkte-nicht-mehr-im-angebot/
Ich habe den FLT 105/1000 von Ralf Mündlein und das Teleskop ist wirklich spitze. Meine Annahme ist, dass auch der AOM 160/1600 APO von der Optik und Mechanik sehr gut ist. Da könntest Du den Lars73 hier im Forum einmal fragen, der so einen 160ger besitzt.

Zum SC: Eventuell wäre eine Neuanschaffung eines SC's in mittlerer Größe interessant z.B. ein C9,25 oder C11. Der Preis ist da noch moderat.

Der Armin (Arminius) hatte auch einen 7" f/15 Mak (SkyWatcher Skymax 180 Pro) Da würde ich auch noch nachfragen, wie da sein Eindruck war.

Zum Newton:
Zu Orion UK: Ich habe einen 6" f/8 Newton von Orion UK. Der Spiegel hatte einen Mittelberg und der äußere Bereich war sehr glatt. Den Mittelberg hat ein Bekannter von mir korrigiert. Der Spiegel ist nun sehr gut, aber ich war enttäuscht, dass man da den Mittelberg stehengelassen hat. Was mir auch nicht so gefällt, sind die Rillen auf der Spiegelrückseite und die Konzeption von der Spiegelzelle. Ich weiß nicht, ob das heute immer noch so ist. Ich war damit nicht zufrieden. Für einen alten Tal2 hab ich einen GSO Spiegel gekauft. Der GSO Spiegel ist von der Qualität fast gleichauf mit dem verbesserten Orion UK Spiegel. Gut es ist nur eine Einzelbeobachtung meinerseits, aber ich lesen generell viel Gutes von GSO Spiegel und sogar mehr gutes wie bei Orion UK.
Die Tal Spiegelzelle gefällt mir besser und scheint durchdachter zu sein. Der Orion UK wäre für mich keine Qualitätsgewinn gegenüber dem GSO.
Wenn Du wirklich etwas noch Besseres willst, dann lass Dir einen Spiegel von einem der bekannten Spiegelschleifer herstellen z.B.:
www.spacewalk-telescopes.de => Christian Busch
http://nauris.de => Daniel Restemeier

intercon-spacetec bietet auch 8" und 10" Dobsons aus eigener Produktion
Es gibt da viele Dobsonbauer und professionelle Spiegelschleifer in Deutschland, die den Dobson nach Deinen Wünschen bauen bzw. den Spiegel nach Deinem Wunsch schleifen. Da würd ich getrennt von dem Thread recherchieren, wenn es ein Dobson oder Newton zwischen 8" und 10" mit sehr guter Qualität werden soll.
Wenn Dobson und über 300x, dann würd ich auch über eine EQ Platform nachdenken. Vorab kannst Du natürlich auch so ausprobieren, wie das Beobachten bei 300x - 400x mit einem Dobson für Dich so ist. Ansonsten scheinen die GSO Optiken schon relativ gut zu sein.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 14.01.2020 10:53:28 Uhr
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astrofan55
Senior im Astrotreff


146 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2020 :  09:16:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

danke für Deine Infos und Anregungen, die ich zum Anlass nehme entsprechend weiter zu recherchieren.

VG u CS
Michael

Bearbeitet von: am:
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Spica 44
Meister im Astrotreff


897 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2020 :  10:29:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

mir geht es so wie dem Stephan mit seinem C8. Ich habe selber keinen
Dobson für einen direkten Vergleich, weiß den Anblick aber durch den
12 Zöller der Isartalsternwarte. Auch toll.

Bei mir sind auf der Monti das C8,C11 und Tak60CB. Der Anblick im
kleinen Tak ist sehr schön aber es fehlt ein bißerl was. C11 braucht
man am Mond nicht oder nur sehr selten wenn die Luft wirklich passt.

Am schönsten ist für mich der Mond durch das C8 mit dem 45°Bino von
Baader mit zwei 19mm Televue Okus zu sehen. Dabei kommt die motorische
Nachführung wieder ins Spiel. Die FS2 steuert die Monti so sanft das
man das gefühl kriegt, aus 33000feet aus dem Flugzeugfenster zu
schauen und an den Kratern vorbeizufliegen. (Schwärmerei aus)

Es geht da im Vergößerungsbereich um 100 fach. Es liegen auch noch
zwei 9mm Okus in der Schublade, die ich noch keine 5x verwendet habe.
Das Bild ist da meist nicht mehr ruhig. Zintiliert was mich in der
Beobachtungsestethik stört.
Wenn es Dir möglich ist, schau mal durch ein gutes C8 und wenns geht
mit Bino. Wennsd näher hier wohnen würdest, hätte ich gesagt, komm
vorbei und spiel Dich eine Nacht damit rum.
Bin in dem Hobby "Allrounder" der alles probiert, also kein Mondspezialist.

Viele Grüße
Marwin

Bearbeitet von: Spica 44 am: 14.01.2020 12:24:50 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5708 Beiträge

Erstellt  am: 15.01.2020 :  11:20:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,
ich möchte noch ein GSO 8" f/12 Cassegrain in die Liste der möglichen Teleskope zur Mondbeobachtung nehmen.
https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p10753_TS-Optics-8--f-12-Cassegrain-Teleskop-203-2436-mm-OTA.html
Es ist ähnlich wie ein SC aber ohne Schmidtplatte. Dafür hat man eine Fangspiegelspinne, die aber bei Mondbeobachtungen nicht stört. Die Auskühlung dürfte schneller wie beim SC sein. Der Preis hält sich auch in Grenzen. Allerdings habe ich da keine Erfahrung. Das wäre ein Fall zum Recherchieren.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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Mikoka
Meister im Astrotreff

Deutschland
830 Beiträge

Erstellt  am: 15.01.2020 :  11:28:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

ich kann Deine Überlegungen nachvollziehen. Zu den vielen Tipps, die die Kollegen schon gegeben haben möchte ich noch einen hinzufügen:
bei TS kann man sich einen Newton auch nach eigenen Vorgaben bauen lassen mit selbstgewählter Fangspiegelgröße usw. (UNC und ONTC Newtons). Dann ginge es noch um eine passende Rockerbox. Da müsste man mal mit TS reden oder vielleicht mit einem anderen Hersteller.
Intercon-Spacetec wäre auch ein sehr passeneder Ansprechpartner. Da ich deine Ansprüche ja kenne, wäre im Zweifel eher darüber nachzudenken, im Premiumsegment zu suchen und eher bei 10´´ f5 oder f6 zu bleiben. Ich könnte Dir vielleicht einen 10´´ f6 Newton vermitteln, der von Astro-Optik Westerholt gebaut wurde und eine sehr feine Optik hat, aber ein Tubusgewicht bei rd. 25 kg. Auch hier müsste man eine Rockerbox nachrüsten.

Viele Grüße Michael

Bearbeitet von: am:
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astrofan55
Senior im Astrotreff


146 Beiträge

Erstellt  am: 15.01.2020 :  17:25:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Michael,

danke für das Vermittlungsangebot aber 25 KG für den OTA sind mir doch ein bisschen zu viel.

Ich werde einfach mal durch einen 10-12" Newton und 6" Refraktor schauen und am Mond beurteilen und mit den Leuten vor Ort besprechen bezgl Auskühlzeiten und ggf
Seeingprobleme und dergleichen und mir die Gerätschaften so von Angesicht zu Angesicht anschauen und danach in Ruhe eine Entscheidung treffen.


Danke an alle für die zahlreichen Infos.

Viele Grüße
Michael

Bearbeitet von: astrofan55 am: 15.01.2020 17:26:25 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5708 Beiträge

Erstellt  am: 16.01.2020 :  10:40:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,
ich denke, das ist eine gute Idee die Teleskope einmal real nebeneinander auszuprobieren. Interessant ist da natürlich ein Newton als Dobson, manuelle Nachführung, Nachführung mit EQ Platform oder Newton auf einer parallaktischen Montierung.
Ich bin auf Deine Erfahrung damit gespannt.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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