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Seite: von 10

30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2520 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2019 :  19:11:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo nochmal,
also gut, einen neuen Nebel würde ich auch gerne sehen, aber es würde ja dauern, bis er einen einigermaßen annehmbaren scheinbaren (und realen) Durchmesser hätte. Frage, WIE lange ?
Gruß,
ralf

Bearbeitet von: am:
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Bikeman
Meister im Astrotreff

Deutschland
613 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2019 :  19:37:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Nehmen wir mal den Supernova-Überrest "Cas A" als Beispiel (M1 ist ein wenig speziell, wer will kann das auch mal berechnen).

Cas A ist etwa 350 Jahre alt, und hat zu uns eine Entfernung von ca 11000 Lj.

Beteigeuze ist also etwa 18 mal näher, d.h. um genauso groß zu wirken , sagen wir etwa 5 Bogenminuten im Durchmesser, würde man nur rund 20 Jahre warten müssen. Und nach nur 2 Jahren wäre es bereits ein Objekt grob in der Klasse der großen Planeten (30 Bogensekunden Durchmesser), was die scheinbare Ausdehnung betrifft...vielleicht kann das ja mal jemand nachrechnen, aber ich denke es kommt grob hin.

Cheers
HB


6" f/5 GSO Newton, 8" f/5 Omegon Newton, GP2+SBS, HEQ5Pro SynScan, Canon EOS 1100D, ZWO ASI 178mm, StarAnalyser 100, vintage smc Pentax Objektive (50mm 1:1.4, 85mm 1:2, 135mm 1:2.5, 300 mm 1:4)

Bearbeitet von: Bikeman am: 27.12.2019 19:40:07 Uhr
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Samson
Altmeister im Astrotreff

Österreich
3169 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2019 :  19:42:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Wenn Betelgeuze einen erdähnlichen Planeten hätte - man stelle sich vor, was das dann dort
Richtung Erderwärmung oder Abkühlung bedeuten würde.
Die Diskussion, ob das von Menschenhand passiert stellt sich dann auch nicht mehr,
aber man könnte der derzeitigen Erderwärmungshype bei uns ein wenig entgegenhalten,
dass sich in der Natur immer Veränderungen mit teils noch größeren Auswirkungen abspielen.

schöne Grüße
Christian

Homepage: http://www.frieber.at

Bearbeitet von: am:
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Spica 44
Meister im Astrotreff


724 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2019 :  19:47:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Also Ralf,
aber das ist nur meine Meinung, der AS Fan schreibt, die radioaktive Wolke würde mehrere Tausend Jahre bis zu uns brauchen und wenn ich
mir hier die Wolken am Himmel vorstelle und im Gegensatz dazu, wie ich
es einmal in der Schule gelernt habe, wie schnell das Licht sein kann,
glaube ich dass das nicht so lange dauert. Aber Du willst ihn ja in seinem realen Durchmesser sehen können (brauchst mindesten das C11 denke ich), da mußte schon auch eine kleine Zeit dafür mit einkalkulieren.
mit wissenschfl.Grüßen
Marwin

Bearbeitet von: am:
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Spica 44
Meister im Astrotreff


724 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2019 :  20:17:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Habe ich vergessen damit es nicht falsch verstanden wirdGruß Marwin

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17453 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2019 :  20:43:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Marwin,

vergleichbar wäre vielleicht der Krebsnebel und dessen Ausbreitungsgeschwindigkeit wird mit 1500 km/s angegeben. Da ist Licht noch 200x schneller.

Entfernung Beteigeuze ist nicht ganz klar, aber nimm die gängigen 600 Lj, dann würden die Gasreste ca. 120000 Jahre bis zu uns benötigen.

Und die "radioaktiven Wolken" verteilen sich quasi kugelförmig, auf die Distanz zur Erde betrachtet kommt in unserem System davon nur ein winziger Bruchteil an.

Gruß
Stefan

Bearbeitet von: am:
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Fotogravieh
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
60 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2019 :  02:55:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Samson
aber man könnte der derzeitigen Erderwärmungshype bei uns ein wenig entgegenhalten, ...


Wow.

Man kann nur hoffen, dass unsere Sonne auch rechtzeitig explodiert, ehe die Menschheit weitere Bereiche des Universums "besiedeln" kann.

Bearbeitet von: am:
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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3567 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2019 :  08:08:16 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Fotogravieh

Zitat:
Original erstellt von: Samson
aber man könnte der derzeitigen Erderwärmungshype bei uns ein wenig entgegenhalten, ...


Wow.

Man kann nur hoffen, dass unsere Sonne auch rechtzeitig explodiert, ehe die Menschheit weitere Bereiche des Universums "besiedeln" kann.



Ich sehe keinen Sinn in dieser Aussage.

Bearbeitet von: am:
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mag16
Meister im Astrotreff

Deutschland
425 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2019 :  09:10:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: stefan-h

Entfernung Beteigeuze ist nicht ganz klar, aber nimm die gängigen 600 Lj, dann würden die Gasreste ca. 120000 Jahre bis zu uns benötigen.

Und die "radioaktiven Wolken" verteilen sich quasi kugelförmig, auf die Distanz zur Erde betrachtet kommt in unserem System davon nur ein winziger Bruchteil an.




Hallo Marwin,

ich sehe das auch so wie Stefan. Über diese riesige Distanz dürfte nur ein winziger Bruchteil der Materie bei uns ankommen und je nach Halbwertszeit der Isotope ist nach 120000 Jahren auch schon ein Großteil zerfallen. Außerdem entstehen ja auch stabile Elemente jenseits vom Eisen, also beispielsweise Elemente wie Kupfer, Silber, Platin oder Blei.

Viele Grüße,
Marco

Bearbeitet von: mag16 am: 28.12.2019 09:40:16 Uhr
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Fred vom Jupiter
Senior im Astrotreff

Deutschland
187 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2019 :  10:34:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Fred vom Jupiter's Homepage  Antwort mit Zitat
Zwischen den Sternen befindet sich schließlich auch noch ein wenig Materie (deren Dichte dürfte man eigentlich vernachlässigen), auf die ein Beteigeuzeende Auswirkungen hätte.
Die Sonne pflügt uns doch gerade mit ihrer Bewegung durch die Milchstraße und ihrem Sonnenwind durch eine interstellare Materieverdichtung (lokale Flocke), die sich wiederum in einer mehrere 100 LJ materiefreien Blase befindet. Diese wurde wahrscheinlich von mehreren Supernovae erzeugt, bzw. freigeblasen.

Tobi
www.nebelundsternhaufen.wordpress.com

Bearbeitet von: am:
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Fred vom Jupiter
Senior im Astrotreff

Deutschland
187 Beiträge

Erstellt  am: 29.12.2019 :  11:36:58 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Fred vom Jupiter's Homepage  Antwort mit Zitat
Die Helligkeit von Beteigeuze wurde letzte Nacht auf einen Wert zwischen 1.6 mag und 1.7 mag bestimmt. Also noch weiter gesunken.

Twitter

Tobi
www.nebelundsternhaufen.wordpress.com

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17453 Beiträge

Erstellt  am: 29.12.2019 :  12:20:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Rein Gaudihalber noch mal kurz gerechnet.

Annahme: ca. 600 Lj als Entfernung, die abgestoßene Hülle breitet sich quasi kugelförmig aus

Dann hat diese Kugelschale bei Erreichen des Sonnensystems eine Oberfläche von rund 1130973 Quadratlichtjahre.

Das Verhältnis der 1130973 LJ² zu der kreisförmigen Fläche der Erde mit 126946326 km² darf sich jeder selber errechnen

gruß stefan

Bearbeitet von: am:
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Okke Dillen
Mitglied im Astrotreff


44 Beiträge

Erstellt  am: 29.12.2019 :  14:30:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Stefan,

na na na! Unterschätze mal nicht die Wirkung von Homöopathie!

Gruß und CS!
Okke

PS: Heut ist der Himmel so komisch, ganz anders als sonst, nicht grau sondern irgendwie soo...... blau...... Ja mei, ... isses denn schon passiert?

Meine kleine Galerie auf Astrobin: https://www.astrobin.com/users/Okke_Dillen/

Bearbeitet von: Okke Dillen am: 29.12.2019 14:31:10 Uhr
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StephanPsy
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2204 Beiträge

Erstellt  am: 29.12.2019 :  23:21:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche StephanPsy's Homepage  Antwort mit Zitat
zurück zum Thema:

also bei mir, heute, 29.12. um ca 22.15 h ist Beteigeuze etwa gleich hell wie Bellatrix, also ca 1.6 mag, und bei 128-fach im 14 Zoll Dobson eindeutig sehr kräftig orange (nicht gelblich)



StephanPsy vom Eridanus im ALBiREO mit Phoenix von Goldammer, Penelope von IthakA, femina, Lokomotive, PA-T, Kat:ze von der Almwiese, BlackSeeleScope, Zakyntha

Es gibt keinen Weg zum Glück. - Glücklich-Sein ist der Weg. (Buddha)

Bearbeitet von: am:
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Andreas-TAL
Senior im Astrotreff


144 Beiträge

Erstellt  am: 29.12.2019 :  23:24:56 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Andreas-TAL's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Fred vom Jupiter

Die Helligkeit von Beteigeuze wurde letzte Nacht auf einen Wert zwischen 1.6 mag und 1.7 mag bestimmt. Also noch weiter gesunken.

Twitter



Da ist m.E. aber von dem Beobachter viel Wunschdenken dabei. Bei der AAVSO sind die Werte auch nicht angekommen oder korrespondieren mit anderen Beoachtungen.



Beteigeuze ist nach wie vor in der völlig normalen Schwankungsbreite seiner Helligkeit. Zugegebenermaßen schon am unteren Ende, aber nicht soooo signifikant tiefer, dass man dahinter ein Ende des Schalenbrennens vermuten muss.
Das Tief ließe sich z.B auch mit der Überlagerung der Minima zweier einigermaßen regelmäßiger Schwankungsperioden, die es ja bei Beteigeuze gibt, erklären.

Wenn alles „normal“ läuft, müsste bei Beteigeuze nun das Minimum erreicht sein und die Helligkeit spätestens bis Mitte Januar wieder messbar ansteigen. Die Lichtkurve der letzten Tage belegt bis jetzt nichts anderes.

Fazit: Bis jetzt gibt es - leider für die Supernovahoffer - kaum etwas, was belastbar in eine andere Richtung weist. Auch wenn es natürlich DAS astronomische Jahrtausendereignis wäre. Da wäre man natürlich gerne dabei.

Andreas.TAL

Bearbeitet von: Andreas-TAL am: 29.12.2019 23:33:50 Uhr
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