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 Brennweiten-Verhältnis zum Guiding-Scope
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marsface47
Senior im Astrotreff


198 Beiträge

Erstellt am: 29.11.2019 :  17:35:36 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moin Moin!
Ich habe ein 180 mm Guiding-Scope und setze es mit einem 420 mm Refraktor und einem 750 mm Newton ein. Mit meinem Mak 102/1300 habe ich es noch nicht versucht, benutze Guiding erst ein paar Mal seit 12 Monaten.
Gibt es Regeln, wie die Brennweite des Guiding-Scopes zu der des Teleskops optimalerweise steht, bzw. in welchem Bereich ist das Verhältnis optimal?
Welche Nachteile hat ein ungünstiges Verhältnis der Brennweiten?

VG & CS
Peter

Sky-Watcher EQ3 Pro SynScan Goto auf EQ5-Stahlstativ
Semi-APO 90/500 Doublet
Sky-Watcher 102/1300 Mak
Canon 60D
Canon 1000Da
QHY 5IIL
Qiman 7C (baugleich ASi120 Mini)
u.v.w.

Bearbeitet von: am:

Bikeman
Meister im Astrotreff

Deutschland
613 Beiträge

Erstellt  am: 29.11.2019 :  18:56:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Es ist nicht nur die Brennweite wichtig sondern auch die Pixelgröße der beiden Kameras.

Einen Online-Rechner findet man hier: https://astronomy.tools/calculators/guidescope_suitability

Damit bestimmt man das Verhältnis der Pixelauflösungen der Haupt- und Guidingkamera. Moderne Guiding Programme arbeiten im Sub-Pixelbereich, d.h. sie können die Position eines Sterns auf den Bruchteil eines Pixels genau bestimmen, daher macht es nichts wenn die Pixelauflösung des Guide-scopes geringer ist als die der eigentlichen Kamera, solange sich dieses Verhältnis in gewissen Grenzen hält.

Faustregel : Schlechter als 1:10 sollte das Verhältnis auf gar keinen Fall sein, 1:4 ist ein deutlich gesünderes Verhältnis (Quelle z.B. hier: https://stargazerslounge.com/topic/188777-phd-guiding-basic-use-and-troubleshooting/ aber wenn du N Leute fragst bekommst du wahrscheinlich N verschiedene Antworten).

> Welche Nachteile hat ein ungünstiges Verhältnis der Brennweiten?

Wenn das Pixel-Auflösungs-Verhältnis zu ungünstig ist (also im Verhältnis zu kurze Brennweite des Guidescopes und/oder zu große Pixels der Guidkamera), dann funktioniert das Guiding einfach nicht so gut. Wenn ein Stern auf dem Hauptsensor schon 1 Pixel oder mehr ausgewandert ist sieht dann die Guidingkamera noch nicht genug Unterschied in der Sternposition um eine Korrektur der Nachführung anzustoßen, und die Sterne werden auf dem Hauptsensor zu länglichen oder allgemein unscharfen Gebilden.

Kann die Brennweite des Guidescopes auch zu lang sein? Für das eigentliche Guiding stört eine längere Brennweite eigentlich nicht, aber indirekt hat man Nachteile: Eine längere Brennweite als nötig bedeutet auch ein kleines Feld als nötig (in dem man ja einen ausreichend hellen Leitstern finden muss). Auch kann man dann das Guide-Scope weniger leicht als Ersatz für einen Sucher benutzen (beim Justieren des GOTOs oder gar ganz altmodisch ohne GOTO). Mal abgesehen davon dass Guide-Scopes mit längerer Brennweite in der Regel länger und schwerer und teurer sind, was wiederum alle möglichen Probleme mit sich bringen kann (Verwindung des Guidescopes relativ zum Hauptteleskop, Belastung der Montierung, Belastung des Geldbeutels).

Hoffe das hilft etwas
HBE

6" f/5 GSO Newton, 8" f/5 Omegon Newton, GP2+SBS, HEQ5Pro SynScan, Canon EOS 1100D, ZWO ASI 178mm, StarAnalyser 100, vintage smc Pentax Objektive (50mm 1:1.4, 85mm 1:2, 135mm 1:2.5, 300 mm 1:4)

Bearbeitet von: Bikeman am: 29.11.2019 18:58:28 Uhr
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