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Seite: von 3

mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
424 Beiträge

Erstellt  am: 10.11.2019 :  20:43:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andrea,

es gibt gute Gründe für einen Dobson und welche dagegen.
Hier z.B. viel Licht, also großer Spiegel, für moderates Geld. Unkomplizierte und vor allem stabile Montierung, eben die RockerBox.
Ich persönlich mag das, wie Du auch schon erwähnt hast, "geschubse" auch nicht. Auch wenn das einige nicht gern hören, dass ein Dobson geschubst wird . Astrofotografie, ist bis auf Planetenvideos, nicht möglich. Und da muss ich dann von Hand sehr feinfühlig nachführen.
Kann man dann auch alles nachrüsten. Sprich EQ-Platform, PushTo etc.. Wenn ich das dann aber zusammen rechne... ...

Genauso wie für parallaktisch und dagegen.
Ist in der Grundanschaffung für eine stabile parallaktischen Montierung deutlich teurer als ein Dobson. Wenn ich, auf Grund des Budget, niedrig einsteigen muss, wird das Teleskop deutlich kleiner. Aber warum nicht moderat einsteigen, wie Sebastian es schon erwähnt hat. Auch was er noch dazu schreibt (Antwort 15:14), würde ich mir mal genauer durch den Kopf gehen lassen.
Ja, was Stefan schreib, das der Aufbau einer parallaktischen Montierung mehr Aufwand mit sich bringt, stimmt. Das geht aber auch mit etwas Übung zügig von der Hand.
Und wenn man Astrofotografie im Hinterkopf hat, sprich DeepSky, und irgendwann machen möchte, kommt man an einer parallaktische Montierung eh nicht vorbei. Und glaub mir, irgendwann willst Du mehr "knipsen". Ich habe auch mit Schnappschüssen über das SmartPhone angefangen. Mittlerweile ist eine Planetenkamera dazu gekommen und ich bin mir sicher, nein ich weiß es , es kommt in naher Zukunft eine DSLR dazu.

Wenn ich Astrofotografie ausschließen kann, mal abgesehen von den genannten Schnappschüssen, dann würde ich, rein vom Budget, auch zu einem Dobson tendieren, auch wenn ich kein Freund von diesen Teleskopen bin.
Ich habe einen und er steht hauptsächlich rum.
Was bei mir zum Einsatz kommt, ist parallaktisch in GoTo und AZ-Montierung in GoTo.
Darauf kann ich alle meine Teleskope packen. Refraktoren FH (Farbefehler beachten), das was Du als "eingebrannte Vorstellung" bezeichnest und Maksutov.
Beide Montierungen sind allerdings nicht grad kostengünstig .

Bis ich das, was zu mir passt, mit dem ich klar komme, gefunden habe, sind zwei Jahre ins Land gegangen.
Ja, es waren auch nicht ganz optimale Anschaffungen dazwischen, aber Literatur lesen hilft dann, um das nicht zu wiederholen .




Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Refraktor AC 127L/1200 Messier | Maksutov SkyMax BD 127/1500 | Orion Dobson SkyQuest XT8 Plus 203/1200 | Exos-2 GoTo | AZ-S GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

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Gesarah
Senior im Astrotreff


212 Beiträge

Erstellt  am: 10.11.2019 :  21:26:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andrea,

als auch noch Neuling im Astrobereich kann ich dir mal noch eine Frage stellen: Hast du dich im Forum mal hier und da eingelesen, was die Hobbyfotografen so ablichten und wie sie das anstellen, sprich, welche Technik sie verwenden, wie lange sie an einem Foto arbeiten und wie lange sie am PC nachbearbeiten?

Ich dachte nämlich zu Beginn des Gedankens "Ich brauche jetzt ein Teleskop!" auch "Joa, Fotos machen wär schon toll, fänd ich gut." So, dann habe ich mir das mal durchgelesen mit den Fotos und beschlossen: Nee, das ist mir zu technisch, zu aufwendig, das habe ich mir wesentlich unkomplizierter vorgestellt. Und ich sitze auch nicht gern stundenlang am PC und bearbeite Fotos, sowas kann ich nicht und mag ich auch als Zeitvertreib nicht. Sprich: Mal das Handy ans Okular halten und ein bisschen was wagen, jawoll. Einen verwackelten Saturn habe ich mal auf die Schnelle hinbekommen, Mond natürlich auch. Und bei Deep-Sky-Objekten setze ich lieber auf händisches Zeichnen als Erinnerung an meine Beobachtung.

Das machte es mir wesentlich leichter, das richtige Teleskop zu finden - übrigens einen 6''-Dobson. Wobei bei besserem Himmel und da du nicht Herumtransportieren musst, der 8-Zöller wohl toller ist. Ich habe in Stuttgart bis 4-4,5 mag an sichtbaren Sternen (das kann man anhand der Sterne des kleinen Bären feststellen, bei Interesse suche ich dir gern mal das dazugehörige Infoblatt heraus, das mir hier im Forum mal jemand geschickt hat), gucke doch auch du mal in die light pollution map für deinen exakten Standort.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es dir leichter fällt, dich für einen Dobson oder für ein Dreibeinstativ zu entscheiden, wenn du hinterfragst, wie viel Fotografie bei euch an der "Abend"ordnung sein soll. Ist es euch wirklich wichtig, dann vielleicht lieber Dreibein, stellst du aber fest, dass es dir doch nicht so wichtig ist und einfache Handyschnappschüsse und der Spaß am Versuchen auch ausreichen, dann vielleicht doch lieber die "meiste Öffnung fürs kleinste Geld".

Liebe Grüße
Sarah

Ausrüstung: Bresser Messier 150/750 Dobson, 7x50 Fernglas
Standort: Stuttgart Flughafen

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bellatrixx
Neues Mitglied im Astrotreff


12 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  07:21:25 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Okay, ich will nicht sagen, ihr habt mich überzeugt, aber ich hab mich mittlerweile etwas intensiver mit den Dobsons auseinander gesetzt - und ja, Fotografie ist scheinbar wirklich weniger als zweitrangig, wenn ich mir die Videos anschaue, die z.B. mit dem Omegon Advanced N 203/1200 Dobson gemacht wurden. Ich nehme an, die Qualität wird mit einem vergleichbaren Refraktor auch nicht besser sein.
Was ist denn von dem Omegon Advanced N 203/1200 Dobson zu halten? Es passt ja zumindest vom Budget.
Kann man eigentlich die Rockerbox hier später bspw. gegen eine ordentliche EQ5 austauschen?

Gruß
Andrea

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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
581 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  09:49:51 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dominik Braun's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Andrea,

Zitat:
Kann man eigentlich die Rockerbox hier später bspw. gegen eine ordentliche EQ5 austauschen?


deine Aussage impliziert ja irgendwie, dass die Rockerbox die unterlegene/nicht so hochwertige Montierung sei. Eine EQ5 bei einem 203/1200-Dobson bringt dir aber ausschließlich Nachteile: Im Vergleich zur Rockerbox ist sie deutlich wackliger, vibriert stärker, braucht länger zum Aufbauen, ist komplizierter zum Aufbauen, wiegt mehr, ist mechanisch empfindlicher, braucht mehr Platz in der Lagerung und kostet nebenbei viel mehr.

Du kannst das Problem mit dem Gewackel mildern, indem du eine EQ6 kaufst. Das verstärkt aber gleichzeitig die anderen genannten Nachteile.

Viele Grüße
Dominik

Takahashi FC-76DS, Taurus T350
Vixen Porta II

Bearbeitet von: Dominik Braun am: 11.11.2019 09:51:38 Uhr
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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
424 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  10:29:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andrea,

grundsätzlich ist es möglich den Newton aus einer RockerBox auf eine parallaktische Montierung zu packen.
Dazu benötigst Du dann passende Rohrschellen und eine passende Prismenschiene.
Aber, wie Dominik schon geschrieben hat, eine EQ-5 wird für diesen Tubus, Dein ausgesuchter Dobson, nicht mehr ausreichen.
Da muss eine EQ-6 R oder höher her, um das Ganze stabil zu tragen. Und wie schon erwähnt, das Teil kostet ca. 1400,-€.
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass das dann auch nur für rein visuelle Beobachtung reicht.

Ich habe meinen "Dobson", ist ja nichts anderes als ein Newton, mit Rohrschellen und Prismenschiene versehen und auf meine EQ-6 R gepackt.
Das Ganze sieht auch recht imposant aus, aber es ist ein ganz schönes Gewicht, das schleppt man nicht mehr einfach so durch die Gegend, auch wenn alles zerlegt ist. Das Stativ wiegt in 2" ca. 8Kg, die Montierung selbst hat so ca. 25 Kg, der Tubus liegt ungefähr bei 9 Kg und dann kommt das ganze Kleingeraffel noch dazu. Ich selbst packe dieses Setup nicht mehr ins Auto. Aus der dritten Etage runter, ins Auto, auf dem Acker alles aufbauen und dann eben später wieder alles Rückwärts.

Stationär im Garten sicherlich kein Problem. Entfällt auch das Ganze Einnorden, in Waage stellen usw.. Da packst dann einfach nur noch den Tubus drauf. Aber der Tubus ist nicht wirklich handlich, bitte das Teil von seiner Größe her nicht unterschätzen.
Auch wenn die EQ-6 R eine stabile Montierung ist, für mehr als rein visuelle Beobachtung und/oder Planetenkamera ist diese Kombi nicht wirklich geeignet. Der Hebel des Tubus ist zu groß.
Was mich auch gestört hat, der Einblick in das Okular ist mir zu hoch, selbst wenn die Stativbeine kaum ausgefahren sind.
Deshalb hab ich, auch wegen des Gewichtes, diese Kombi nur zwei, drei mal ausprobiert und es dann sein gelassen. Der Tubus hängt wieder brav da, wo er hin gehört, in seiner RockerBox.


Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Refraktor AC 127L/1200 Messier | Maksutov SkyMax BD 127/1500 | Orion Dobson SkyQuest XT8 Plus 203/1200 | Exos-2 GoTo | AZ-S GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17293 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  11:36:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Andrea,

von dem Omegon Advanced N 203/1200 würde ich eher abraten, da sind nur zwei sehr einfache Okulare Typ Kellner dabei und der Sucher ist auch ein sehr einfach gestricktes Teil. Omegon ist auch kein eigener Hersteller, das ist nur ein Label des auch nicht so beliebten Shops.

Alternativ die bessere Wahl wäre z.B. SkyWatcher Skyliner 200P Classic 8" f/6 Dobson Teleskop 200/1200 oder GSO Dobson Teleskop 200C - Öffnung . Bei beiden sind jeweils Okulare Typ Plössl im Beipack und auch ein vernünftiger Sucher.

Nachtrag- da wird eben ein 10" GSO günstig angeboten- http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=244367 Wenn du da in der Nähe wohnst 71093 Weil

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: stefan-h am: 11.11.2019 15:23:11 Uhr
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Nasus
Senior im Astrotreff


159 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  17:34:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Andrea,

kurz mal zur (Langzeit)Fotografie:
Die trennt man von der Ausrüstung her eh von der Beobachtung. Nicht nur wegen 'halbwegs Optimal' statt 'fauler Kompromiss', sondern weil man sonst während dem Beobachten nicht Fotografieren kann und umgekehrt. Insgesamt sogar billiger - bis ein visuell sehr guter Newton "Fototauglich" ist, muss fast alles ausgetauscht werden und verlangt dann auch noch nach großen Parallaktischen Montierungen ab EQ6-R bei Windstille und viel Frusttoleranz, so ein Monstrum aus dem Stehgreif zu beherrschen.

Ich würd folgendes machen:
1. Erwartungshaltung grob einschätzen lernen. Am besten natürlich durch Mitbeobachten, aber vorab helfen schon so Seiten wie binoviewer.at und auch die Zeichnungen hier im Forum (auch wenn die idr. von erfahrenen Beobachtern und zudem mit größeren Öffnungen entstanden sind).
2. Falls a) ein Kompromiss aus EQ-3 und einer sehr kleinen Optik nicht in Frage kommt, mit einem b) Dobson anfreunden.
a) eher ein kleiner aber nicht zu kurzer Refraktor oder ein Mak. Beide haben Vor/Nachteile, aber visuell würde ich mir nie wieder einen Newton auf einer parallaktischen Montierung antun. Ok, vielleicht mit Rotationsrohrschellen und wenn die Montierung eh schon aufgebaut, eingerichtet und bezahlt ist.
b) über eine EQ-Plattform nachdenken. Dann hat man das intuitive Aufsuchen mit dem Komfort einer automatischen Nachführung für Visuell + Planetenfotografie.
3. Über eine kleine Kameraausrüstung nachdenken. Also erstmal ein Stativ und einen Tracker. Recht bald wirst Du dann aber statt einer Bridge eine DSLR, vzw. modifiziert wollen. Die sind gebraucht aber recht günstig (deutlich unter 200€).
3b) Das könnte man sich auch mit einer dürftigen Montierung ohne Polsucher, aber zumindest Motörchen zusammenstellen. Darauf hätte dann auch innerhalb des Budgets ein kleines Teleskop und ein oder zwei einfache Okulare Platz. Manges Polsucher und Einachsnachführung wird aber kaum mehr als z.B. Aufnahmen von Sternbildern möglich sein. Die sind aber beim Einrichten recht hakelig. Und während den Aufnahmeserien kann man halt nicht Beobachten. Kann Lust auf mehr machen (dann verkauft man diese Ausrüstung wieder und kauft 2 besser geeignete), kann aber auch frustrieren (dann verkauft man diese Ausrüstung wieder oder lässt sie verstauben).

Aber wie man es auch macht: Die beste Lösung gibt es nicht und jede wird noch Kosten nach sich ziehen, wenn sich ein Hobby daraus entwickelt.

cs
Jürgen

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bellatrixx
Neues Mitglied im Astrotreff


12 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  20:34:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: stefan-h

...
von dem Omegon Advanced N 203/1200 würde ich eher abraten, da sind nur zwei sehr einfache Okulare Typ Kellner dabei und der Sucher ist auch ein sehr einfach gestricktes Teil. Omegon ist auch kein eigener Hersteller, das ist nur ein Label des auch nicht so beliebten Shops.


oh, das wusste ich nicht, dass Omegon kein eigener Hersteller ist, danke für den Hinweis. Und dass der Shop nicht so beliebt ist, habe ich irgendwie schon rausgelesen hier im Forum - nur der Grund erschließt sich mir noch nicht


Zitat:

...
Nachtrag- da wird eben ein 10" GSO günstig angeboten- http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=244367 Wenn du da in der Nähe wohnst 71093 Weil
...



Nee, das dürfte gute 650km entfernt sein. Aber ich habe mal weiter bei den Privatverkäufen gestöbert. Da verkauft einer sein Omegon EQ3, das er von seiner Lebensgefährtin geschenkt bekommen hat. Hoffentlich steht meins nicht auch irgendwann hier zum Verkauf

1. Es wird immer wieder geschrieben, dass ein Dobson einfacher in der Einrichtung ist, aber da ein Dobson ja auch ein Newton ist, muss das doch genau so (nach-)justiert werden, oder?

2. Und was hat das mit der EQ-Plattform auf sich? Ist das dann für später eine sinnvolle Anschaffung und bessere Alternative zur EQ-5 oder EQ-6?

3. Ist es realistisch einen Dobson auf dem Balkon zu benutzen? Also wegen Platzbedarf und Brüstung?

Gruß
Andrea

Bearbeitet von: am:
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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
424 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  21:03:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andrea,

zu 1.
das "Einrichten" bezieht sich auf den Aufbau des Equipments.
RockerBox hinstellen, Tubus einhängen und fertig.
Parallaktische Montierung muss in die Waage, nach Norden, zumindest grob, ausgerichtet sein, der Tubus muss ausbalanciert werden.
Das Justieren, wie Du richtig erkannt hast, muss auch regelmäßig durchgeführt werden.

zu 2.
Eine EQ-Plattform wird, wie auch eine parallaktische Montierung, auf den Breitengrad bezogen eingestellt und hat eine, der große Vorteil, motorisierte Nachführung. Somit sind Planetenvideos möglich. Dabei ist zu beachten das die Nachführzeit auf ca. eine Stunde limitiert ist. Dann muss zurück gestellt werden und es kann von neuem begonnen werden.
Als wirklich Alternative zu einer parallaktischen Montierung sehe ich sie, bezüglich Astrofotografie, persönlich nicht.
DeepSky-Fotografie ist nach wie vor nicht möglich.

zu 3.
Dobson auf dem Balkon kann etwas kniffelig werden.
Besonders wenn Du flacher beobachtest. Mein Balkon ist 160cm tief, somit ist nach hinten raus bei meinem 203/1200 für mich noch ausreichend Platz. Der Balkon sollte auch deshalb eine genügende Tiefe haben, damit der Einblick ins Okular nicht über der Brüstung liegt. Also nicht außerhalb des Balkons im "freien" schwebt.
Das mit der Brüstungshöhe kann man im einfachsten Fall mit einer umgedrehten Getränkekiste lösen. Ich habe mir ein Podest mit höhenverstellbaren Beinen gebaut. Hat keine 30,- € gekostet.

P.S. zu EQ-Plattform
http://www.stern-fan.de/Seiten/zubehoer-eq-plattform.htm
https://www.mehner.info/astrofotografie-mit-dobson/
https://www.spacewalk-telescopes.de/eq-plattform-dobson.php

Gruß und CS
Mathias

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Bearbeitet von: mbba am: 11.11.2019 21:09:32 Uhr
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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
581 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  21:09:24 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dominik Braun's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Andrea,

zu 1.: Ja, der muss genauso nachjustiert werden. Die Newton-Justage ist aber allgemein kein Hexenwerk und kann mit etwas Übung schnell bewerkstelligt werden.
zu 2.: Das ist eine "Platte", die sich äquatorial drehen lässt. Sie ist kein Ersatz für eine EQ-Montierung, aber die einfachste Möglichkeit, einen großen Dobson äquatorial nachzuführen.
zu 3.: Kommt stark auf den Balkon an. Wenn der Balkon breit (oder eigentlich tief) genug und die Brüstung nicht zu hoch ist, kann das durchaus funktionieren. Andernfalls ist davon aber abzuraten, da der Einblick ja vorne ist und man sich nicht über die Brüstung lehnen sollte. Außerdem ist ein Dobson schnell mal zu groß für einen gewöhnlichen Balkon.

Edit: Mathias war schneller

Viele Grüße
Dominik

Takahashi FC-76DS, Taurus T350
Vixen Porta II

Bearbeitet von: Dominik Braun am: 11.11.2019 21:10:22 Uhr
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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
424 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  21:12:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
kein Thema Dominik.
Zweiseitige oder mehrseitige Information ist immer besser als einseitige.

Gruß und CS
Mathias

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Nasus
Senior im Astrotreff


159 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  21:27:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Andrea,

zu:
1) Einrichten = Teleskopsystem so aufbauen, dass es funktioniert. Justage = das Optimum herausholen. Einrichten ist bei einem Dob nicht erforderlich. Justage bei allen Systemen mehr oder weniger (auch bei Montierungen bzw. deren Schnecken); pauschal gesagt: unzerlegt, bei langsamen Systemen wie F6 und erst recht visuell schaut man mal kurz, ob die Beugungsscheibchen intra- und extrafokal gleich ausschauen. Das ist meist gegeben. Falls nicht, ist das kein Beinbruch und zudem einfach einzustellen. Und überhaupt einzustellen.
2) Längst nicht so präzise wie eine parallaktische Montierung - also nicht "Fototauglich". Aber ausreichend, um bei visuellen Beobachtungen nicht "Nachschubsen" zu müssen oder gar beim Okularwechsel als Anfänger das Objekt erst wieder suchen zu müssen. Und eben gerade bei Planetenaufnahmen sehr praktisch.
3) Bei einem winzigen Balkon nicht, außer im Zenith. Man kann aber mit einem KT-rohr/Brett/Meterstab recht gut ausprobieren, wie weit 'nach unten' man schauen kann. Parallaktisch kämen bei beengten Verhältnissen andere Probleme hinzu: Bei einem Newton läge der Okularauszug jenseits der Brüstung und generell bräuchte man für die Montierungsart einiges an Elektronik, viel Zeit oder aber einen freien Blick auf Polaris zum Einnorden.

cs
Jürgen

(disclaimer: Ich besitze ausschließlich parallaktische Montierungen, Apos und einen Mak. Zum Beobachten (nicht mein Ding) nutze ich meinen Kram aber nur am Bürgersteig, sei es der Schulhof mit verdunkelten Fenstern zu ner SoFi oder bei Hüttenwochenenden)

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bellatrixx
Neues Mitglied im Astrotreff


12 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  22:33:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zu guter Letzt: Macht es Sinn, eine Sternwarte (Bremen Olbers) zu besuchen,um die verschiedenen Teleskope "kennenzulernen" oder ist das eher unnütz, weil die eh in einer anderen Liga spielen?
Womöglich wäre es besser, den eigenen Vorstellungen entsprechende Geräte in Augenschein zu nehmen, aber dazu müsste man erstmal wissen, wo man diese findet.

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10279 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  23:40:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Es schadet nie, Kontakt zu einer Sternwarte, einem Astroverein oder Astrogruppe aufzunehmen. Im Bremer Raum fallen mir da die Veranstalter des Treffens am Syker Berg ein. Versuch mit denen mal telefonisch Kontakt aufzunehmen (aber nicht das Rathaus in Syke ). Vielleicht kann man da kurzfristig was vereinbaren.

http://www.astroberg-syke.de/

Hier in Hannover gibt es z.B. neben der Sternwarte auch einen Stammtisch, der sich monatlich trifft und es wäre bei uns kein Thema, wenn man es vorab weiß, mal ein, zwei Teleskope mitzubringen, um es mal in den Händen zu halten. Und das ist woanders sicher ähnlich.

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

Bearbeitet von: Kalle66 am: 11.11.2019 23:41:11 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17293 Beiträge

Erstellt  am: 11.11.2019 :  23:43:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Andrea,

https://www.olbers-gesellschaft.de/index.php/rundgang auf der Beobachtungsplattform stehen ein Dobson, en kleiner Newton parallaktisch montiert sowie 2 SCs (die fallen vom Budget her aber aus deiner Wahl raus)

Auch wenn das Wetter nicht gut sein sollte, einen Dobson mal vor sich stehen zu haben und auch mal bedienen würde zumindest einen Eindruck verschaffen. Auch der kleine Newton auf der ebenfalls etwas "zierlichen" Montierung könnte einen Eindruck (wackelig?) geben.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
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Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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