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 Kampf mit elektrischem Polsucher // Skywatcher EQ5
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niall
Neues Mitglied


3 Beiträge

Erstellt am: 06.10.2019 :  16:47:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ich bin komplett neu im Bereich der Sternbeobachtung. Ausschlaggebend war einerseits mein Wunsch in aller Ruhe nachts diverse Objekte direkt beobachten zu können. Andererseits möchte ich, nachdem ich durch das Beobachten ein grundsätzliches Verständnis erlangt habe (bzw. parallel dazu), sehr gerne in den Bereich Deep Sky Fotografie einsteigen.

Obwohl ich Einiges gelesen habe, scheitert die Theorie direkt mal an der Praxis. Ich habe mir vor Kurzem ein Skywatcher 200/1000 mit EQ5 Montierung und SynScan GoTo gekauft.

Grundsätzlich wollte ich den Polsucher/Suchfernrohr richtig ausrichten, gemäß dieses Videos von Astroshop: https://www.youtube.com/watch?v=enTZY_1yoEk

Dabei sollte zunächst das Fadenkreuz vertikal ausgerichtet und scharf gestellt werden auf das Objekt. Als ich mit den drei kleinen Schrauben am Polsucher das Fadenkreuz auf ein Hauseck bei Tageslicht ausrichten wollte, ist mir eine der kleinen Schrauben in den Polsucher gefallen.

Durch das Abschrauben des Feststellrings am Fokus konnte ich die Schraube herausholen und wieder rein drehen, aber nun habe ich das Problem, dass ich nicht gleichzeitig das Objekt (Hauseck) und das Fadenkreuz Scharfstellen kann.

Vorher war das möglich, ich war quasi schon dabei, dass anvisierte Objekt vertikal im Fadenkreuz auszurichten. Aktuell geht nur eines von beiden. Ich habe bereits das Suchfernrohr variabel rein- und rausgedreht. Aber dabei verändert sich lediglich die Ausrichtung des Fadenkreuzes.

Habt ihr hierfür eine Idee? Und noch eine Frage am Rande... beim Rausholen der Schraube, habe ich die Linse mit dem Fadenkreuz ebenfalls in der Hand gehabt und wieder mit eingesetzt. Muss das Fadenkreuz mit seinen Zahlen spiegelverkehrt sein? Sonst habe ich die Linse falsch herum wieder eingesetzt. Aber selbst, wenn sie gedreht wird - also das Fadenkreuz lesbar ist, lassen sich nicht Fadenkreuz und Objekt parallel Scharfstellen wie am Anfang.

Oh je... ich hoffe, es war soweit verständlich. Sehr ernüchtert, dass man schon bei diesen Kleinigkeiten scheitert!

Ich dank euch ganz herzlich fürs Lesen und viele Grüße, +

niall



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niall
Neues Mitglied


3 Beiträge

Erstellt  am: 06.10.2019 :  17:25:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Vielleicht noch als Ergänzung bzw. zum besseren Verständnis - mit der Ausrichtung gemäß Video meinte ich ab Sekunde 2:17.

Eigentlich wollte ich damit erreichen, dass ich das Teleskop wie im Video schwenken kann, aber der Polsucher trotzdem das Objekt nach wie vor anvisiert, ohne sich zu verschieben. Aber wie gesagt, funktioniert jetzt nichts mehr :-(


Bearbeitet von: am:
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franky1999
Neues Mitglied im Astrotreff

Österreich
24 Beiträge

Erstellt  am: 07.10.2019 :  13:31:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
hallo. Verstehe Dich sehr gut, denn ich hatte am Beginn ähnliche Probleme. Meine Ausstattung ist exakt wie Deine.
Den Polsucher hatte ich erst vor wenigen Monaten nachgerüstet. Die Ausrichtung war echt aufwändig.
Einmal hatte ich den Polsucher komplett zerlegt zum Verdrehen des Fadenkreuzes, es sollte 0 Grad auch oben sein.

Zu Deinem Problem kann ich nur ansatzweise beitragen:
Sollte die Schärfe von Fadenkreuz und Fokus nicht mehr zusammenkommen, dann sitzt im Allgemeinen das Fadenkreuz (Linse mit Fadenkreuz) an der falschen Stelle. Soll heissen: im Strahlengang zu weit vorne oder hinten.


ED APO 72-432, Newton 200/1000m + EQ5 GoTo, Refraktor SW 80/400mm

Bearbeitet von: franky1999 am: 07.10.2019 13:47:02 Uhr
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dkracht
Meister im Astrotreff

Deutschland
251 Beiträge

Erstellt  am: 08.10.2019 :  13:25:37 Uhr  Profil anzeigen  Besuche dkracht's Homepage  Antwort mit Zitat
Hey Niall,
So ein eingebauter Polsucher ist ne tolle Sache. Allerdings würde ich den ganzen Krimskrams, den die Leute dazu erzählen bzw. schreiben einfach ganz ganz schnell VERGESSEN!
Es ist so schrecklich einfach:
1) Der Polarstern muss im Polsucher auf dem kleineren der konzentrischen Kreise liegen.
2) An welcher Stelle muss der Polarstern auf diesem Kreis liegen? Dazu stelle Dir den Kreis einfach als Zifferblatt einer Uhr vor. 12 ist oben 3 ist rechts, 6 ist untern, 9 ist links - dafür benötigst Du keine "Ausrichtung" mit Fadenkreuz etc. sondern nur Deinen Kopf. So und nun muss der Polarstern in derjenigen Uhrzeigerrichtung auf dem Kreis leigen, den Dir der Stern Kochab (Beta UMi) anzeigt. Auch dazu brauchst Du keinerlei Hilfsmittel, das macht Dein Kopf schon richtig.
Diese Methode der Polausrichtung ist sehr genau.
Das ganze nennt man auch die "Kochab-Methode". Ich habe diese Methode von AstroHardy gelernt.
Last but not least: Wie genau muss Deine Polausrichtung denn sein? Schon mal ausgerechnet, was passiert wenn 10 Bogenmiuten am Himmelspol vorbei?
Clear Skies
Dietrich

Skywatcher HEQ5 Pro, Orion ED 80/600, Canon EOS 600D APS-C, Zeiss Jena Sonnar f/4 f=300mm, Takumar 135mm, Olympus 50mm, Sigma 24mm

Bearbeitet von: dkracht am: 08.10.2019 13:27:49 Uhr
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marsface47
Senior im Astrotreff


169 Beiträge

Erstellt  am: 10.10.2019 :  10:39:36 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo nial,
welche Ausführung des Polsuchers von Skywatcher hast du? Die ältere Version mit Großem Wagen und Kassiopeia als Hilfsmittel oder die neuere mit dem "Zifferblatt" (Fadenkreuz)?
Ich hatte mit einem Polsucher meiner vorherigen iOptron Montierung (vermutlich baugleich mit anderen) ein ähnliches Problem. Erst nach dem Herausschrauben stellte ich fest, dass man den Sucher mit einer zweiten Verstellung am Tubusröhrchen auf Unendlich scharf stellen konnte, und dabei das Fadenkreuz mit der hinteren Fokussierung gleichzeitig gut und scharf sehen konnte.
Wenn es sich bei dir durch den Ausbau verstellt hat, dann muss es auch "rückwärts" gehen, sprich irgendwo lassen sich beide Ebenen synchronisieren.
Weiterhin hatte ich bei meinem durch zu intesivem Schrauben an den Madenschrauben die Kunststoff-Führung im Inneren des Suchers "geknackt", konnte sie aber mit einem Tropfen Sekundenkleber wieder herrichten, um die auch von dir beschriebene Justierung (Hausecke) wieder vornehmen zu können.
Vielleicht hast du ja auch den gleichen Schaden. Achte darauf, dass unter den Madenschrauben 3 winzige Kügelchen sitzen, die den Druck der Madenschraube gleichmäßig auf die Kunststofführung verteilen. Die wieder richtig einzusetzen war ein Geduldsspiel, hat aber geklappt.
Also, trau dich, es kann nur besser werden. Viel Erfolg!
VG
Peter

Skywatcher EQ3 Pro SynScan Goto
IN ED 70/420 APO Doublet
Skywatcher 102/1300 Mak
Canon 60D
Canon 1000Da
QHY 5IIL
Qiman 7C (baugleich ASi120 Mini)
u.v.w.

Bearbeitet von: am:
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niall
Neues Mitglied


3 Beiträge

Erstellt  am: 10.10.2019 :  17:04:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hey ihr drei,

erst einmal ganz ganz herzlichen Dank für eure Rückmeldungen :-)) Die Woche ist sehr stressig, aber ich werde morgen Abend noch mal in Ruhe nach Feierabend mein Glück versuchen und die Linse im Polsucher Strahlengang neu ausrichten, bis es wieder beides scharf ist.

(==>)Peter: Ich habe ein Omegon Winkeleinblick für Polsucher 90° für das Skywatcher besorgt, sie hat schon das Fadenkreuz. Eine gute Anmerkung ist auch nochmals der Check der Schrauben. Hier habe ich schon ursprünglich etwas falsch gemacht. Mich irritiert nur deine erwähnte Kunststoff-Führung im Inneren des Suchers. Die ist mir nicht aufgefallen, deshalb ist mir ja auch die eine Schraube in den Polsucher reingefallen. Also ich habe quasi nicht das Problem, mit neuen Winkeleinblick, sondern mit dem elektrischen Polsucher :-) Aber ich gebe Feedback, wie es lief!

(==>)Dietrich: Danke für Deine Rückmeldung! Über die Kochab-Methode habe ich bislang nur gelesen. Tatsächlich habe ich bislang noch keinerlei Erfahrung mit dem Blick durchs Teleskop, weil ich ja schon mit der Justierung des Polsuchers bislang keinen Erfolg hatte. Es ist einfach etwas schwierig, wenn man alles zuhause durch trial & error herausfinden muss, aber das kennt ihr sicherlich ja alle zu gut und dafür ist ja jeder Erfolg umso schöner :-)
Grundsätzlich möchte ich irgendwann in der Lage sein, Deep-Sky-Aufnahmen zu machen, deshalb war es mir von Anfang an sehr wichtig eine sehr genaue Ausrichtung zu erlernen, damit ich mich später nicht nochmal neu sortieren muss.

(==>)Franky: Cool, schön zu hören, wenn Du die selbe Ausrüstung hast. Wie bist Du zufrieden, nachdem du die ersten Hürden gemeistert hast? Beobachtest du oder fotografierst du auch? Danke für deinen Tipp, ich werde morgen Abend versuchen, die Linse im elektrischen Polsucher Strahlengang noch einmal neu auszurichten und vielleicht hab ich Glück und kann dann den Anfangszustand wieder herstellen. Peter hier erwähnte eine Kunststoffführung im elektrischen Sucher und da war ich etwas irritiert - ich hab keine gesehen, deshalb ist mir ja Initial eine der Schrauben in den Strahlengang gefallen. Aber vielleicht unterschieden sich hier die Teleskope.

Viele Grüße
niall

Bearbeitet von: am:
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franky1999
Neues Mitglied im Astrotreff

Österreich
24 Beiträge

Erstellt  am: 11.10.2019 :  09:50:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
hi niall,
>>> Cool, schön zu hören, wenn Du die selbe Ausrüstung hast. Wie bist Du zufrieden, nachdem du die ersten Hürden gemeistert hast? Beobachtest du oder fotografierst du auch?<<<<

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Ausrüstung. Obwohl der Einstieg schwer war. Es dauerte schon 1/2 Jahr bis sich erste Erfolge einstellten. Begonnen hatte ich zuerst ohne GoTo Steuerung, ohne Polsucher. Aber das geht nicht, jetzt kann ich ohne dieser Ausrüstung nicht mehr beobachten. Fotos mache ich auch sehr häufig. Zuerst mit dem Handy direkt vom Okular abfotograpieren. Das war sehr erfolgreich, denn die Fotos wurden sehr gut; mache ich jetzt auch noch. Später kaufte ich meine erste DSLR (Canon 77d), damit musste ich lange üben, bis die Fotos halbwegs brauchbar wurden.
Natürlich lese ich sehr viel im Internet über Astronomie. Muss aber sagen, dass die Informationen mir nicht immer geholfen haben. Das Umsetzen von Beschreibungen (im Internet) in die Praxis war immer schwierig für mich.
Dann besuchte ich andere Sternwarten und plauderte mit Kollegen. Das brachte den besten Erfolg. Denn du steht direkt vor einem Teleskop und siehst vor Ort die Handhabung. Ab da erkannte ich auch, dass jeder Astronom seinen persönlichen Stil hat.
Noch kurz zum Aufstellen und Einnorden: jetzt nach einem Jahr Übung, traue ich mich zu sagen, jedes Aufstellen+Einnorden gelingt. Das war vor kurzem noch nicht so, denn beinahe jedes 2. Aufstellen+Einnorden klappte nicht; soll heissen: die GoTo steuerte irgendwohin und fand nichts.

ED APO 72-432, Newton 200/1000m + EQ5 GoTo, Refraktor SW 80/400mm

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dkracht
Meister im Astrotreff

Deutschland
251 Beiträge

Erstellt  am: 11.10.2019 :  11:34:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche dkracht's Homepage  Antwort mit Zitat
Hey Niall,
was Du beschreibst, ist die (leider) normale langsame Lernkurve in der Astrofotografie.
Und in der Tat, jeder Amateur-Astronom hat seinen eigenen Stil, der auf seinen jahrelangen Erfahrungen und seinem Equipment (und auf seiner Persönlichkeit) basiert.
Man muss also suchen, bis man Jemanden findet, der für einen selbst hilfreiche Tipps geben kann.
Wenn Du viel fotografisch arbeitest, solltest du irgendwann auch mal in die Technik des "Plate Solving" hinein schnuppern, das wäre ein weiterer Schritt die Komplexität zu erhöhen - mit der Gefahr, dass etwas schief geht - aber mit der Chance, Deine Gotos viel viel einfacher und sicherer zu machen...
Viel Erfolg weiterhin & Clear Skies
Dietrich

Skywatcher HEQ5 Pro, Orion ED 80/600, Canon EOS 600D APS-C, Zeiss Jena Sonnar f/4 f=300mm, Takumar 135mm, Olympus 50mm, Sigma 24mm

Bearbeitet von: dkracht am: 11.10.2019 11:35:13 Uhr
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