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Seite: von 3

me42
Mitglied im Astrotreff


26 Beiträge

Erstellt  am: 06.10.2019 :  20:50:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

heute hatte ich wieder eine Stunde Zeit für dieses Projekt. Diese habe ich genutzt um die 15 x 15 x 1 Vierkantrohre für das Dreieck, die 10 x 10 x 1 Vierkantrohre für die Wippen, sowie 2mm Alublech und 3mm Alu-Winkelprofil als Verbindungselemente zuzusägen. Dazu habe ich eine kleine Bandsäge mit einem Holzsägeblatt mit feiner Zahnteilung verwendet. Dieses schneidet auch Alu sehr gut, wird dabei aber vermutlich etwas schneller stumpf als im Holz. Alternativ könnte man, mit ein wenig mehr Zeitaufwand, natürlich auch von Hand mit einer Bügelsäge, oder einer kleinen Puksäge mit Metallsägeblatt arbeiten.

Anschließend habe ich zur Aufnahme der Nylon-Lagerschrauben M6 Gewinde in die Wippen geschnitten und die Wippen mit M6-Schrauben testweise am Dreieck montiert. Sobald die Zeit es erlaubt, geht es dann mit der Verbindung des Dreiecks mittels Epoxidharzkleber und Blindnieten weiter. Da ich zum ersten mal Nieten verwende, war ich nicht sicher, welche Größe für meine Zwecke optimal ist. Ich habe daher sowohl 3mm, als auch 4mm Nieten besorgt, die in Bezug auf die Materialdicke den Bereich 2,5 bis 5mm abdecken. Nach ersten Tests am vorliegenden Material scheinen die 4mm Nieten gut zu passen.



Viele Grüße,
Matthias

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me42
Mitglied im Astrotreff


26 Beiträge

Erstellt  am: 06.10.2019 :  21:09:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ein Aspekt bzgl. der geplanten Justagevorrichtung ist mir unklar, vielleicht kann mir da jemand einen Tipp geben? Die Justage der Zelle wird von oben, über zwei lange M8 Schrauben erfolgen. Diese müssen an den unteren beiden Ecken des Dreiecks mit etwas Spiel gelagert werden, um die leichte Verkippung des Dreiecks in Folge der Justage auszugleichen. Reiner Vogel hat dies laut seiner Webseite mit Passscheiben gelöst. Passscheiben waren mir bisher kein Begriff. Dank Google weiß ich zwar inzwischen worum es sich dabei handelt, mir ist aber trotzdem nicht klar, wie Passscheiben das Problem der Lagerung mit etwas Spiel lösen sollen.

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CloeterianusMaximus
deaktiviert

Deutschland
113 Beiträge

Erstellt  am: 06.10.2019 :  22:41:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Grüß Dich Matthias,

beruhige Dich! Dieses Pass-Scheiben-Ding ist lediglich akademischer Natur und wirkt sich zumindest visuell nicht einmal annähernd aus.
Wie vieles hier im Forum, welches rein rechnerisch auf die Spitze getrieben wird (Strehl 0,95 wesentlich besser als 0,90 oder Reflektionsgrad 0,95 wesentlich besser als 0,85 etc. pp..)macht das ganze für das Auge eines Normal-Sterblichen nicht wirklich einen Unterschied.
Ist ähnlich wie die aktuelle Anpreisung von 8K-Fernsehern, obwohl das menschliche Auge schon den Unterschied von Full HD zu 4K nicht mehr wahrnehmen kann.

Take it easy und CS

Beste Grüße
Markus

Two Beer or not Two Beer... THIS is here the Question !

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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1428 Beiträge

Erstellt  am: 07.10.2019 :  10:00:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

Zitat:
Ich werde es aber einfach bei 315mm belassen, da die Ringe immerhin auf Anhieb eine saubere Kreisform haben und ich nun doch noch Platz für einen Filterschieber habe. :-)

Na siehste, dann wäre das auch geklärt - manche Dinge regeln sich von alleine, wenn man erst mal loslegt.

Dein Hauptspiegeldreieck sieht extrem robust aus, die Federn hingegen etwas schwach (mag aber täuschen...)
Du weißt, dass zwei Justageschrauben ausreichen? - Ich hab noch nie verstanden, warum das immer drei sein müssen... hab schon ein paar "weggelaufene" Hauptspiegel wieder einfangen dürfen.

Viele Grüße

Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

Bearbeitet von: Cleo am: 07.10.2019 10:01:17 Uhr
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Erposs
Senior im Astrotreff


200 Beiträge

Erstellt  am: 07.10.2019 :  12:47:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Mir ist nicht klar, welche Aufgabe die Passcheiben in der Spiegelzelle übernehmen sollen. Ich hab meine Spiegelzelle in einem U-Profil gelagert, die Zelle selbst hat ein Gewinde, die Schrauben (Bei mir M6) sind mit selbstsichernden Muttern spielfrei eingestellt, so daß sie sich auch schon nicht mehr leicht drehen. Ein wenig Verspannung ist erwünscht, so verstellt sich nx mehr selber. Hier mal ein Bild der Zelle, die Schrauben sind noch nicht weit genug rein gedreht. Aber man sieht das Prinzip, Spiegelzelle im U-Profil.


Gruß, Jörg!

Bearbeitet von: Erposs am: 07.10.2019 12:54:03 Uhr
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me42
Mitglied im Astrotreff


26 Beiträge

Erstellt  am: 07.10.2019 :  20:56:36 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Markus,

danke für die Einschätzung zum Thema Passscheiben! Mir war nicht klar, ob es sich um einen essentiellen Aspekt handelt, den ich nicht verstehe, oder um ein Optimierungsdetail. Mir geht es hier nicht um Perfektion. Ich bin bei diesem Anfängerprojekt schon zufrieden, wenn das Ergebnis „gut brauchbar“ ist.

Hallo Holger,

ja, ist wohl wieder ein Beispiel dafür, dass man manchmal nicht zu lange überlegen, sondern einfach mal anfangen sollte. :-)
Das zwei Justageschrauben ausreichen, ist mir bewusst. Ich habe trotzdem jeweils drei Druckfedern und Schrauben gekauft, weil ich bei Kleinteilen zu einer gewissen Vorratshaltung neige. :-) Ich bin auch gespannt, ob die Druckfedern stark genug sind. Der Baumarkt war diesbezüglich nicht besonders gut sortiert, ich habe keine stärkeren gefunden.

Hallo Erposs,

sehr interessante Idee, die Lagerung in U-Profilen. Ich wollte die Justageschrauben nun eigentlich ohne Spiel an der Spiegelbox befestigen, durch Holzblöcke mit Rampamuffen nach oben führen und dort mit Rändelschrauben versehen. Dein Ansatz scheint aber eine gute Alternative zu sein, die ich nun auch noch in Betracht ziehen werde.

Gerade bzgl. der Verspannung hatte ich Bedenken. Mir war nicht klar, ob die Verkippung des Dreiecks bei der Justage zu einem Verklemmen führt, wenn kein ausreichendes Spiel vorgesehen ist. Auf Grund Eurer Ratschläge bin ich diesbezüglich nun aber erst mal beruhigt.

Vielen Dank!
Matthias


Bearbeitet von: am:
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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1428 Beiträge

Erstellt  am: 07.10.2019 :  22:30:49 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

Zitat:
Der Baumarkt war diesbezüglich nicht besonders gut sortiert, ich habe keine stärkeren gefunden.


da muss man kreativ sein - mein letzter Selbstbau verwendet Druckfedern, die ursprünglich die herausnehmbaren Gitterstäbe in einem Kinderbettchen an Ort und Stelle hielten :-)))

Gruß, Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

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Starbiker
Senior im Astrotreff

Deutschland
145 Beiträge

Erstellt  am: 11.10.2019 :  22:17:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Mathias,
das mein Tipp mit der - 10% Schablone nicht funktioniert hat tut mir leid, ich würde das aber jetzt auch so lassen. Du hast ja beim Fangspiegel extra den Größeren
genommen und so wird sich das schon wieder ausgleichen. Beim Zusammenfügen der Vierkanntrohrenden habe ich mit der Schablone eine massive Alustange genommen und die im gleichen Radius gebogen. Dann ca. 2 cm lange Stücke (nach dem biegen!) abgesägt und die dann (wieder passgenau schmirgeln) eingepasst. Letztlich habe ich das nur gemacht, um das leichter zusammenschweißen zu können. Hätte man aber gar nicht mehr schweißen müssen, das wäre mit kleben sicher auch gegangen. Für die Streben zwischen den Ringen willst du Rundrohr nehmen? Warum? Falls du im nachhinein noch ein Loch in die Streben bohren willst( man weiß ja nie!) ist das in runde Stangen auf jeden Fall schwieriger. Die Wippen habe ich aus vierkannt U-Rohr gemacht und sie direkt auf dem Dreieck plaziert. Die Kraftverteilung auf die Schrauben ist dadurch günstiger. Sollte aber auch so gehen wie du es planst. Gespannt bin ich auf deine untere Stangenklemmung, das war bei mir ein heikeler Punkt. Letztlich habe ich sie vom Schreiner machen lassen (8° schräge Bohrung) der es aber auch nur so halbgut hingekriegt hat. Steht jetzt bei mir etwas unter Spannung, funktioniert aber ganz gut. Mach mal weiter hier mit deinem Bericht, ich bin gespannt!
Viele Grüße
Udo

Dobson 10" Orion, Selbstbau Dobson 16" mit Spiegel von Astroreflekt

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me42
Mitglied im Astrotreff


26 Beiträge

Erstellt  am: 26.10.2019 :  21:29:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

mangels Zeit lag dieses Projekt leider zwei Wochen auf Eis. Heute konnte ich aber wieder ein paar Stunden daran weiterarbeiten. Leider war die Verbindung des Dreiecks mittels Epoxykleber und Blindnieten ein Fehlschlag. :-( Ich habe Epoxy mit 5min Abbindezeit verwendet, was eigentlich ausreicht, um ohne große Hektik zu arbeiten. Leider hatte ich aber nicht damit gerechnet, dass mich meine Nietzange im Stich lässt. Ich hatte zunehmend Probleme mit Abrissen der Nietdorne und generell mit der Funktion der Zange. Dadurch bin ich schließlich doch unter Zeitdruck geraten. Da ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden war, habe ich das vernietete Dreieck kurzerhand in den Müll geworfen, eine neue Nietzange besorgt und noch einmal von Vorne begonnen.

Mit dem Ergebnis des zweiten Versuches bin ich nun zufrieden. Trotzdem würde ich in Zukunft einige Dinge anders machen. Ich würde die Wippen, auf Grund der bessern Kraftverteilung und der einfacheren Konstruktion, wie von Starbiker vorgeschlagen, aus vierkant U-Rohr herstellen und direkt auf dem Dreieck platzieren. Auf eine Verklebung mit Expoy würde ich verzichten. Im zweiten Versuch habe ich dies auch getan und das Dreieck ist auch mit der reinen Vernietung äußerst stabil geworden. Für die Laterallager würde ich passende L-Profile kaufen und zusägen. Das Biegen von Flachmaterial im Schraubstock ist mir zu umständlich und ungenau.

Es fehlen nun nur noch die Justageschrauben und kleine "Winkelklammern" als "Herausfallschutz" für den HS. Für die genaue Positionierung möchte ich aber zunächst die Konstruktion der Spiegelbox abwarten.



Anschließend habe ich begonnen mich dem Bau der Spinne und des Fangspiegelhalters zuzuwenden. Mangels Zeit bin ich aber noch nicht über den Materialzuschnitt hinausgekommen.



Einige Fragen beschäftigen mich nun:

1. Ich verwende für die Spinne 0,3mm Messingblech. Es scheint mehr als ausreichend stabil zu sein, um die Spannung auszuhalten. In aktuellen ATM-Projekten scheint der Trend aber zu wesentlich stärkerem Blech zu gehen (z.B. 1mm Alublech im Fall von Stathis Fünflingen). Ich Frage mich welchen Vorteil das dicke Blech hat?

2. Ich grübele auch darüber, wie ich die diversen Metallteile möglichst gut, aber auch einfach, schwärzen kann. Hält der oft verwendete Schultafellack vernünftig an Alu und Messing?

3. Einigen Respekt habe ich vor der korrekten Positionierung (inkl. Offset) des Fangspiegels in Bezug auf den OAZ. Ich werde wohl einen Justierlaser kaufen und der Vorgehensweise von Stathis (wieder die Fünflinge) folgen.

4. Für die Streben zwischen den Ringen wollte ich 10mm Rundrohre verwenden, da ich diese sehr einfach über eingeklebte 8mm Riffeldübel (quasi als Spreizdübel) mit den Ringen verschrauben kann. Das Argument von Starbiker bzgl. der schwierigen, nachträglichen Bohrung im Rundmaterial lässt mich nun aber noch einmal über diesen Plan nachdenken.

Viele Grüße,
Matthias

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me42
Mitglied im Astrotreff


26 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2019 :  19:35:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Nun ist auch die Spinne fertig geworden und probeweise im oberen Ring des geplanten Doppelring-Hutes installiert. Das Einlöten der Messingspinne in die Messingschrauben hat recht gut funktioniert. Leider sind die Spinnenbleche aber doch ein wenig zu kurz geraten. Die Messingschrauben werden vermutlich ein paar Millimeter in den Strahlengang hineinragen. Eventuell werde ich die Spinne daher bei Gelegenheit noch einmal neu anfertigen. Vorerst belasse ich es aber dabei.


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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1428 Beiträge

Erstellt  am: 28.10.2019 :  08:56:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

ordentliche Arbeit, sieht gut aus. Aber mach's besser gleich nochmal, sonst bleibt es ewig so...
Bezüglich der Positionierung von Fangspiegel und OAZ gehe ich folgendermaßen vor: Skizze von Fangspiegel und OAZ im Maßstab 1:1, Fangspiegel mit (einigermaßen..) richtigem Offset kleben, OAZ und Spiegel mit dem Concenter aufeinander ausrichten (dafür ist das Concenter super). Für die Einstellung brauchst Du einen Freiheitsgrad, axiale Verschiebung des Fangspiegels oder Okularauszugs, oder Verkippen des OAZ. Bei den Monoringen, die ich üblicherweise baue, ist letzteres die Methode der Wahl (vor dem Anbringen der Verstrebungen), sieht dann so aus wie auf dem Bild unten vom 6Zöller, beim 12er genauso. Beim Hut würde ich eher auf Schieben setzen. Falls es aber der Kineoptics wird, der hängt eh an drei Schrauben, den kannst Du gut hinkippen. Hier noch das Bild - das war die Ultraleichtversion, der 12er hat zusätzlich ein auf die gleiche Weise einjustiertes und abgestütztes Brettchen, das dann OAZ und Filterschieber trägt.



Viele Grüße

Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

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me42
Mitglied im Astrotreff


26 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2019 :  20:31:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Holger,

vielen Dank für die Anleitung zur Positionierung von Fangspiegel und OAZ, da werde ich demnächst drauf zurückgreifen! Leider ist mir das Messingblech ausgegangen und es ist in den lokalen Baumärkten nicht in der 0,3mm Materialstärke zu bekommen. Daher bleibt die Spinne nun vorerst mal so. ;-) Ich habe nachgemessen, da der Hut sehr großzügig dimensioniert ist, sollten die Messinggewindestifte eigentlich nicht in den Strahlengang hineinragen.

Heute hatte ich wieder zwei Stunden Zeit und bin einen kleinen Schritt weiter gekommen. Die Verbindung der beiden Hutringe mittels eingelassener 8mm „Spreizdübel“ hat gut funktioniert. Ich bin überrascht, wie stabil die Konstruktion bereits ist. Wenn ich jetzt noch 2/3 des Hutumfangs mit 1,5mm Flugzeugsperrholz beplanke, sollte die Stabilität des Hutes mehr als ausreichen.





Viele Grüße,
Matthias

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Starbiker
Senior im Astrotreff

Deutschland
145 Beiträge

Erstellt  am: 02.11.2019 :  15:05:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Mathias
das sieht doch schon ganz ordentlich aus. Wie hast du denn die Ringenden zusammengefügt? Eine Schweißnaht sieht man ja nicht.
Bei der Fangspiegelhalterung habe ich ein System gewählt, bei dem ich sie auch rauf und runter drehen kann. Genau aus dem Grund, damit ich mir keinen Kopf um die Positionierung des OA machen mußte. Dafür ist die Fangspiegelhalterung aber auch weit aufwändiger geworden als deine. Irgendwas ist ja immer!
Gruß
Udo

Dobson 10" Orion, Selbstbau Dobson 16" mit Spiegel von Astroreflekt

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me42
Mitglied im Astrotreff


26 Beiträge

Erstellt  am: 02.11.2019 :  16:53:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Udo,

die Ringenden habe ich mittels 8mm Holzdübel zusammengefügt. Diese habe ich mit Epoxy in die 10mm Alu-Vierkantrohre eingeklebt. Das hält recht gut und ist sehr einfach umzusetzen.

Viele Grüße,
Matthias

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me42
Mitglied im Astrotreff


26 Beiträge

Erstellt  am: 04.12.2019 :  22:00:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

aus diversen Gründen lag dieses Projekt wieder längere Zeit auf Eis. Am vergangenen Wochenende habe ich aber endlich wieder ein paar Stunden Zeit gefunden, um weiterzuarbeiten.

Die Spiegelbox entsteht aus 12mm Birke-Multiplex. Da ich keine Kreissäge habe, verwende ich eine kleine Bandsäge für den Grobzuschnitt. Die exakte Dimensionierung der Teile erfolgt auf eine Weise, die einige von Euch so vermutlich noch nicht gesehen haben. Es kommt ein gut 80 Jahre alter Stanley 5 ½ Hobel auf einem sogenannten Shooting-Board zum Einsatz. Damit kann man mühelos auf zehntel Millimeter genau dimensionieren und perfekte 90° Winkel erzeugen. Der große Vorteil an dieser Vorgehensweise ist die geringe Lärmbelästigung. Die Bandsäge ist im Vergleich zu einer Kreissäge sehr leise und der Hobel nahezu geräuschlos. Daher kann ich problemlos spät am Abend arbeiten, wenn die Kinder schlafen und ich die Nachbarn im Reihenhaus nebenan nicht stören möchte.





Für die Ringblende verwende ich 6mm Kiefer-Multiplex. Birke war in dieser Stärke nicht verfügbar. Die Ringblende wird zur Versteifung in eine Nut in der Spiegelbox eingelassen. Auch für diesen Arbeitsschritt wird ungewöhnliches Werkzeug verwendet. Ich habe zwar eine kleine Oberfräse, diese nervt aber mit ihrem brachialen Geräuschpegel. Daher kommt praktisch geräuschlos ein Nuthobel zum Einsatz. Im Gegensatz zur Oberfräse entstehen dabei Holzspäne statt Feinstaub. Die Ringblende wird dann noch auf dem Shooting-Board eingepasst. Da ich als blutiger Anfänger hier leider generell nichts Innovatives beitragen kann, sondern Euch lediglich zeige, was ich Online bei erfahrenen Teleskopbauern abgekupfert habe, freut es mich, dass ich wenigstens bzgl. der Werkzeugwahl unkonventionelle Wege gegangen bin.




Anschließend wird die Box verleimt und genagelt. Das hält sehr gut und sieht durch die Verwendung von sehr dünnen Nägeln auch recht ordentlich aus. Danach wird die Spiegelzelle und der Hut probeweise eingesetzt.



Nun sind die unteren Klemmblöcke an der Reihe. Ich habe dazu zwei Lagen 24mm Birke-Multiplex verleimt und die Blöcke sind daher mit 48mm vermutlich etwas überdimensioniert. Der Winkel für die Bohrungen wird zeichnerisch zu 9° bestimmt und auf einer kleinen Standbohrmaschine werden 12mm Löcher für die Stangen gebohrt. Die Klemmung erfolgt mittels der üblichen Schnellspanner für Sattelstützen. Dann werden die Klemmblöcke eingeleimt.



Die Stangen werden nun grob vor-dimensioniert. Ich belasse sie einige Zentimeter länger als notwendig und bestimme die endgültige Länge später wenn ich die Fokusposition festlege. Die oberen und unteren Enden der Stangen werden durch eingeklebte 10mm Holzdübel verstärkt. Für die obere Klemmung säge und feile ich Aluwinkel aus 2mm starkem Alu-Winkelprofil (30mm x 20mm) zurecht.


Nun kann ich den Tubus zusammensetzen und das Ganze beginnt so langsam wie ein Teleskop auszusehen. Ich habe ehrlich gesagt noch nie einen Gitterrohrdobson aus der Nähe gesehen, da ich mich erst seit ein paar Monaten mit Astronomie beschäftige und die Astrokollegen, die ich bisher in meiner Umgebung kennengelernt habe, primär Astrofotografie betreiben. Ich bin daher ziemlich überrascht, wie steif und stabil die Gitterrohrkonstruktion ist. Ich hatte zuvor Sorge, dass die 12mm x 1mm Alu-Rundrohre unterdimensioniert sein könnten. Diese Sorge war vermutlich unbegründet. Der einzige erkennbare Schwachpunkt ist die lediglich verschraubte Verbindung zum oberen Ring des Hutes. Das sollte aber durch die geplante Beplankung mit Flugzeugsperrholz zu beheben sein.



Viele Grüße,
Matthias

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