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Javik
Neues Mitglied


2 Beiträge

Erstellt am: 13.09.2019 :  16:26:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

ich möchte mir mein erstes Teleskop zulegen. Beobachten möchte ich gerne

- Mond
- Planeten
- wenn möglich Deep Sky,

mein Budget beträgt für die erste Anschaffung 400€ bis 500€. Ich wohne im östlichen Hessen, die Rhön als wahrscheinlich bestmöglichster Beobachtungsort in der Nähe ist schnell zu erreichen. Hätte aber auch nichts dagegen, auf den Hügeln hinter dem Dorf zu sitzen, da ist der Weg kürzer. ;)

Deshalb soll es ein 8" Dobson werden, für den Einsteiger offenbar eine nicht untypische Wahl.

Skywatcher, Orion, Omegon, Bresser, GSO... Auf den einschlägigen Internetshops gibt es ja eine Vielzahl von Herstellern, die dieses Teleskop anbieten. Bestehen dort relevante Unterschiede? Aus den Datenblättern der Teleskope kann ich keine ableiten, wenn dann in den mitgelieferten Okularen. Oder ist es bei diesem Teleskop praktisch egal, welchen Hersteller man kauft?

Gibt es essenzielles Zubehör, das gleich mit dem Teleskop bestellt werden sollte? Einstiegsliteratur und Sternenkarte auf jeden Fall, Justierlaser und Leuchtpunktsucher stehen schon oben auf meiner Liste. Zum Transport wollte ich erstmal die Verpackung verwenden, in der das Teleskop geliefert wird. Weitere "Must-Haves", die man als gleich bzw. in naher Zukunft dazukaufen sollte?

In das Thema Okulare muss ich mich noch etwas einlesen. Falls jemand dennoch ein, zwei Exemplare für den Anfang empfehlen möchte, wäre ich sehr dankbar! Ich bin nicht in der Lage, 300€ bis 400€ für Top-Okulare auszugeben, sondern würde eher nach etwas Vernünftigem so um die 150€ suche, falls das möglich ist.

Oh, und ich bin Brillenträger. Kann das beim Beobachten Probleme bereiten? Zur Not kann ich die Brille auch weglassen, muss ja keine kleinen Texte lesen, mit ist jedoch wesentlich angenehmer.

Dies ist mein erster Post hier, falls ich etwas falsch gemacht habe oder Informationen fehlen, lasst es mich wissen.

Liebe Grüße und vielen Dank im Vorraus!
Julian

Bearbeitet von: am:

mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
379 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2019 :  17:18:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Julian,

mit einem 8" f6 machst Du sicherlich nicht's falsches.
Soweit ich das beurteilen kann und dem ein oder anderen Thread hier entnommen habe, sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern in Deiner Preisklasse nicht wirklich groß.

Mit meinem Dobson hab ich die Erfahrung gemacht, das es ziemlich klasse ist, wenn man mit Telrad und passendem Sternenatlas, DeepSky Reiseatlas, arbeitet. Es muss nicht zwingend das original Telrad sein, da gibt es eine preisgünstige Alternative. Omegon Radiant Sucher.
Kann man natürlich mit einer weiteren Basis auch an anderen Teleskopen benutzen .

Okulare die ich benutze und in Deinen Preisrahmen passen, wären die Baader Hyperions. Ich bin sehr zu frieden mit ihnen. Auch die Omegon Redline Serie find ich sehr angenehm. Ich bin ebenfalls Brillenträger.

Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Refraktor AC 127L/1200 Messier | Maksutov SkyMax BD 127/1500 | Orion Dobson SkyQuest XT8 Plus 203/1200 | Exos-2 GoTo | AZ-S GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

Bearbeitet von: am:
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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1368 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2019 :  17:20:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Julian,

zum Thema Brille: mit Brille beobachten musst Du eigentlich nur, wenn Du auf beiden Augen starken Astigmatismus hast oder Dir das Aufsetzen einer Lesebrille zum Kartenlesen etc. zu lästig ist. Im allgemeinen ist ohne Brille besser (und erweitert die Auswahl an Okularen erheblich), man kann Kurz- oder Weitsichtigkeit innerhalb weiter Grenzen beim Scharfstellen ausgleichen. Ein Astigmatismus fällt bei höheren Vergrößerungen / kleineren Brennweiten aufgrund der kleineren Austrittspupille weniger ins Gewicht, so dass Du unter Umständen nur für die Aufsuchvergrößerung die Brille benötigst.

Brillenträgertaugliche Okulare können auch aus anderen Gründen sinnvoll und angenehm sein, z.B. wegen des Einblickverhaltens und weil man nicht mit den Wimpern auf der Austrittslinse herumwischt.

Viele Grüße

Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

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Javik
Neues Mitglied


2 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2019 :  20:28:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Vielen Dank für eure Antworten.

Das mit der Brille sollte dann ja kein großes Hindernis darstellen, die wird dann einfach ausgezogen.

Die Okularsuche gestaltet sich schwieriger als gedacht, am Ende hab ich 20 Tabs offen und bin so schlau als wie zuvor.

Lohnt es sich, in dieser Preisklasse das Teleskop gebraucht zu kaufen? Nicht beim Privatanbieter, sondern beispielsweise dieses hier: https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p11503_Gebraucht--Skywatcher-Skyliner-200P-Dobson-Teleskop-mit-hochwertiger-Optik.html.

Gruß Julian


Bearbeitet von: am:
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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
520 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2019 :  20:34:44 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dominik Braun's Homepage  Antwort mit Zitat
Hi Julian,

Zitat:
Bestehen dort relevante Unterschiede? Aus den Datenblättern der Teleskope kann ich keine ableiten, wenn dann in den mitgelieferten Okularen. Oder ist es bei diesem Teleskop praktisch egal, welchen Hersteller man kauft?


ich würde wahrscheinlich einen 8"-Dobson von GSO kaufen. Er ist ein bewährter Klassiker, den du dir potenziell ein Leben lang behalten kannst, egal wie gut oder groß deine anderen Teleskope werden. Und: Dir bleibt mehr Budget für Zubehör übrig, während die Qualität kaum schlechter als bei den genannten Alternativen ist (die Höhenverstellung ist sogar besser als die von SkyWatcher). Man kann für die Dobsons anderer Hersteller etwas mehr Geld ausgeben - muss man aber nicht, um zufriedenstellende Ergebnisse zu bekommen.

Viele Grüße
Dominik

Takahashi FC-76DS, Taurus T350

Bearbeitet von: am:
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3522 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2019 :  22:52:36 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Julian,

Der 8 Zoll Dobson ist aus gutem Grund der Klassiker zum Einstieg in die visuelle Astronomie, wenn Stauraum und Transportmöglichkeit oder ein dunkler Garten vorhanden sind.

In der 400-500€ Preisklasse kannst Du kein Luxusteleskop erwarten. Vor alle die Rockerbox ist aus billigem Pressspan (=gepresste Holzabfälle), aber sie wird einige Jahre ihren Dienst tun.

Bei den einschlägigen Astro-Anbietern bekommt man heute meist ordentliche Ware. Eine optische Vollgurke musst Du nicht befürchten. Die frühere Streuung von "geht gerade noch" bis "Spitzenoptik" scheint sich allmänlich überwiegend auf "ganz ordentlich" einzupendeln, zunehmende Qualitätskontrolle auch in Asien sei Dank...
Auch die übrigen Komponenten können bei dieser Preisklasse keine Spitzenware sein, tun aber ihren Zweck.

Leider bekommst Du kaum einen günstigen 8" Dobson mit guten Gleitlagern mit echtem Teflon und vernünftig großen Höhenrädern.
Von Azimut-Rollenlagern halte ich auch nix, die sind zu leichtgängig.

Das Geld für einen Justierlaser kannst Du dir sparen, der bringt nur echte Vorteile, wenn Du auch den Okularauszug exakt ausrichten willst, z.B. für Astrofotografie. So eine Justage ist aber bei den günstigen Dobsons konstruktiv nicht vorgesehen und für visuelle Anwendung überflüssig. Statt dessen genügt eine weiße oder transparente Filmdose mit ca. 3mm Loch genau mittig im Boden. Feinjustage muss sowieso immer am Stern gemacht werden, auch nach Vorjustage mit Laser.

Die Okulare sind tatsächlich ein schwieriges Thema, gerade bei engem Budget-Limit. Bei vielen günstigen Sets sind die beigegebenen Okulare später schnell überflüssig, wenn man ins Hobby mal richtig einsteigt.

Ich würde mit 3 Brennweiten beginnen und später evtl. 1-2 weitere Okulare zukaufen. Sehr vorteilhaft ist es, wenn alle Okulare dieselbe Fokuslage haben. Wildes Mischen verschiedener Okulartypen kann das Beobachten unbequem machen, aber aus Budgetgründen nötig werden.
Ein 8" f/6 Teleskop ist okularmäßig nicht sehr anspruchsvoll, fast alle angebotenen Okulare funktioneren prinzipiell. Aber längst nicht alle kannst Du später an anderen Teleskopen sinnvoll weiter verwenden.

Wenn Du das maximal mögliche Gesichtsfeld nutzen möchtest, z.B. um Objekte überhaupt erst mal zu finden, ist die günstigste Variante ein 30-38mm in 2 Zoll vom Typ Erfle (ab ca. 100€). Bessere Okulare kosten schnell mal ein Mehrfaches. Für die Rhön bei dunklem Himmel kann 38mm Sinn machen.
Dann brauchst Du ein Okular um 15mm Brennweite, vor allem für Galaxien und größere Nebel mit wenig Flächenhelligkeit. Zum Schluss noch eins mit 6-8mm für Details an kleineren hellen Objekten, z.B. Planeten und Sternhaufen. Im Bereich 3-9mm sind "HR Planetary" mit 5 Linsen und angepasstem fest eingebauten Barlow-Element nicht schlecht und mit 15mm Augenabstand für diese Preisklasse sehr komfortabel. Das 15mm derselben Reihe überzeugt mich dagegen weniger, es ist auch optisch anders aufgebaut.

Eine Möglichkeit wäre, erst mal mit den Setokularen Erfahrungen zu sammeln und andere Okulare auf Teleskoptreffen oder bei gemeinsamem Beobachten auszuprobieren, bevor Du eigene kaufst.

Nachtrag: Falls du im Brillenpass einen "zyl." Wert über 0,5 dpt stehen hast, wirst du beim 30mm Okular ohne Brille schon ganz leicht eirige Sterne bekommen. Je kürzer die Okularbrennweite, um so weniger ist dieser Astigmatismus zu bemerken.

Gruß,
Martin


Bearbeitet von: MartinB am: 13.09.2019 23:00:42 Uhr
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Gliese 581
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1422 Beiträge

Erstellt  am: 14.09.2019 :  12:08:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Meiner Meinung nach ist eine gute und stabile Rockerbox mal mindestens genauso wichtig wie das Teleskop selber. Mein Kollege hat einen 8" GSO Dobson und damit zu beobachten ist meiner Meinung nach der absolute Krauss. Sobald man das Teleskop auch nur ein wenig berührt, sei es um ein neues Beobachtungsobjekt einzustellen oder das eingestellte Objekt nachzuführen, es wackelt gewaltig für einige Sekunden und eine Detailbeobachtung ist somit kaum möglich. Ich für mich, würde die Pressspanrockerbox die Standardmäßig dabei ist sofort gegen was höherwertiges austauschen...

Gruß
Martin



Spacewalk Infiniti NL* 16"f/4,2 mit BDSC, Spacewalk EQ Plattform
GSO 12"/f5 Deluxe auf Martini RB
SW 6"/f5 auf Martini RB, SW Mak 127/1500 2", TS 90/500 2", Revue 10x50, Baader Hyperion Zoom 3,5 - 24mm, Skywatcher AZ4-2, Televue Nagler 7 & 13mm Typ 6, TV Panoptik 24mm, Astronomik UHC in 2", Baader OIII in 2"
LUNT LS50THa/B400 H-Alpha Sonnenteleskop

Bearbeitet von: Gliese 581 am: 14.09.2019 12:10:07 Uhr
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